sollte man die Gleistrassen und den Unterbau lackieren? Ersten generell wegen einer eventuellen Verwindung des Sperrholzes( bei mir 10 mm Pappel)? Und zweitens wegen der Feuchtigkeit beim Einschottern und Begrasen? Falls man lackieren sollte, ist dann der Untergrund noch geeignet, damit der Schotter bzw. das Gras gut darauf aufzubringen ist und auch dauerhaft hält?
Hallo Marc, aus eigener Erfahrung kann ich nur zu einer Lackierung raten. Bei den Trassenbrettern (ich habe 8 mm Pappelsperrholz verbaut) empfehle ich beidseitige Lackierung, um ein Verziehen durch den einseitigen Lackauftrag auszuschließen. Alternativ kann man auch den Stützabstand der Halterungen reduzieren. Meine Anlage steht jetzt über 25 Jahre und ich habe (bis auf einen Bereich, wo ich die Trassenbretter nach 2 Jahren aus o.g. Grund dann doch nochmals gewechselt habe) keine Probleme. Die Anlage ist in Segmente zerlegbar, die bei Nichtbenutzung in einem Schrank aufbewahrt werden. Der Aufbauraum ist ein trockener (ungeheizter) Kellerraum mit einem Temperaturbereich von ca 10°C (Winter) bis ca 23°C (Sommer).
Warum sollte man das tun ? Gelagertes Holz wird sich nicht wesentlich verziehen. Feuchtes Holz, das noch trocknet, wird sich immer verziehen, mit und ohne Lackierung. Bei stark schwankender Feuchtigkeit kann zu Längenänderungen kommen, die aber sowieso zu vermeiden sind.
Ich habe noch nie lackiert und auch noch keine Probleme gehabt (Segmentanlage auf Ausstellungen). Empfehlenswert ist es, das zu verbauende Holz ein oder mehrere Tage in dem Raum zu lagern, in dem es verbaut wird, damit es sich an die herrschenden Bedingungen anpassen kann.
#11 von
Frenzelopa
(
gelöscht
)
, 09.12.2012 11:57
Hallo Freunde,
meine Module aus 13 mm Tischlerplatte wurden aus optischen Gründen nur an der Seitenwänden außen farblich behandelt. In verschiedenen Räumen gestapelt (Wohnung bzw. Kweller), zuhause und auf Ausstellungen mit entsprechenden Transporten hat sich nichts verzogen. In den Tropen habe ich meine Wohnung komplett selbst möbliert und nie etwas lackiert. Die natürliche Nachdunkelung des Holzes ist optisch sehr ansprechend, besonders bei Verwendung verschieden-farbiger Hölzer (weiße karibische Pinie und rötliche kanadische Pitchpine). Selbst bei tropischen Temperaturen und bis zu 90% Luftfeuchte hat sich nichts verzogen. Wenn Hölzer nur verschraubt und nicht verleimt werden, können sie "arbeiten" ohne Deformierungen. Bei Sperrholz werden unterschiedliche Hölzer verleimt. Dadurch entstehen Spannungen und damit Verformungen. P.S. Was ist der Unterschied zwischen einem Mobahner und Holz? --- Holz arbeitet.
nochmals zu meinen Erfahrungen - neben der Moba arbeite ich auch noch und baue z.B. im 2.Hobby auch Möbel..... Meine Trassenbretter haben sich deswegen verzogen, weil ich mit dem üblichen Weißleim - Wassergemisch geschottert habe. Davor habe ich mit der Blumenspritze die Gleise "eingenäßt". Wie gesagt, der Stützabstand war dafür wohl etwas zu weit und ich habe die komplette Steigungsstrecke dann nochmal anfertigen müssen. Neben dem Thema des ständigen Auf- und ab für meine Reisenden, was doch zu deutlichen Übelkeitssymptomen führte und mir eine massivste Rüges des Fahrgastverbands "ProPreiser" eingebracht hat, hat auch die Traktion der Loks massiv gelitten. Damals waren "gefederte" Achsen bei Großserienmodellen noch überhaupt kein Thema.
Zum Thema Lagerung von Holz etc. möchte ich nichts weiter sagen - da haben die Vorschreiber alles auf den Punkt gebracht!
ZitatMeine Trassenbretter haben sich deswegen verzogen, weil ich mit dem üblichen Weißleim - Wassergemisch geschottert habe.
Das lässt sich weitgehend umgehen, wenn man zwischen Trassenbrett und Gleis eine Untertapete oder eine Korkschicht leimt, was sich für Gleise ohne Schotterbett sowieso empfiehlt.
ich habe damals die Korkbettungen von Faller verwendet - aber auch da gelangt Feuchtigkeit entweder durch den Mittelschlitz (die waren / sind ja geteilt, damit man sie auch schön zu Kurven biegen kann), oder eben am Rand. Und da wurde ja auch die Planumsschicht nachgebildet.
#16 von
Frenzelopa
(
gelöscht
)
, 13.12.2012 10:00
Hallo Freunde,
der Schotter darf nicht über den Rand der Korkbettung hinaus ragen. Außerdem ganz wichtig: den Schotter nur vorsichtig mit dem Kleber (Wasser, Leim, Spüli) anfeuchten, nicht BADEN. Wenn die Brühe durchläuft, war es zu viel. Ein Grobmotoriker erzählte im Forum, daß er das ganze Gleis mit der Flittspritze "badet".
der Schotter kommt ganz automatisch über den Rand der Korkbettung - die ist ja in meinem Fall (und bei anderen, die ebenfalls die Bettung von Faller nehmen) das Profil des Schotterbettes. Man müßte also noch darunter eine wasserresistente Schicht aufbringen - was ich eben mit der Lackierung gemacht habe. Ein "Baden" verbietet sich bei mir, da ich Mohn als Schotter verwende - der schwimmt schon bei minimal zu viel Wasser davon.....