Moin moin, seit einigen Monaten* ist mir aufgefallen, dass die C-Gleise meine Paradestrecke leicht gewölbt sein müssen. Mit dem bloßen Auge sieht man nichts, bei Drehgestelllokomotiven ist auch nichts ungewöhnliches zu sehen. Aber bei den Dampfloks, insbesondere den Pacifics, ist ein recht deutliches Nicken beim befahren der 3,5 m langen geraden Strecke zu beobachten. Deutlich erkennbar aber auch nur aufgrund des langen Überhangs, ausgehend vom festen Radstand, über dem Vorlaufdrehgestell. Verbaut sind gerade C-Gleise querbeet, mehrere Baujahre verschiedene Längen. Meine Beobachtung zeigt dass die Gleismitte höher liegen muss als die Enden.
Hat jemand schonmal ähnliches Beobachtet?
Anzumerken ist noch dass die Anlage auf dem Dachboden steht, der zwar ausgebaut und isoliert ist, aber derzeit wenig beheizt, so dass die Temperatur "nur" bei 12-16° C liegt, was ich aber noch nicht als besonders kalt empfinde. Pulli drüber und dann wird gefahren. Aber auch wenn ich den Raum auf mollige 20° aufheize, ändert sich nichts am "Nicken" der Loks.
Sind die C-Gleise eventuell so unpräzise verarbeitet?
*Der Zeitpunkt markiert meinen Zugwechsel von E- und Diesel- auf Dampfbespannung. Ich wechsele alle paar Monate zwischen Epoche III b und Epoche IV b.
Habe teilweise die gleichen Erscheinungen, aber nicht auf allen Gleisabschnitten. Gleise sind nicht befestigt, aber unterschiedliche Baujahre. Am extremsten bei zwei Gegenbögen der schlanken Weichen. Gruß Klaus
Hallo Mal ein langes Lineal am besten ein Haarlineal über ein Gleis halten ,da kann man gut sehen ob Wellen drin sind. An sonsten wie Eben ist so ein Kunstrasen. Wie warm wirds denn im Sommer. Starke Temperaturschwankungen sind für Kunststoff immer Schlecht.
Wir hatten das Thema schon einmal und wir sind damals zu dem Schluss gekommen, dass es an der Unterschiedlichen Ausbreitung von Kunststoff und Metall liegen muss, wenn ich mich richtig erinnere. Der Thread muss sich irgendwo in den Tiefen des Forums befinden ... wenn er seinerzeit nicht über die Tagesthemen das Zeitliche gesegnet hat, glaube ich aber nicht.
Grüße, Peter
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Zitat von BetulaceaeAber bei den Dampfloks, insbesondere den Pacifics, ist ein recht deutliches Nicken beim befahren der 3,5 m langen geraden Strecke zu beobachten. Deutlich erkennbar aber auch nur aufgrund des langen Überhangs, ausgehend vom festen Radstand, über dem Vorlaufdrehgestell. Verbaut sind gerade C-Gleise querbeet, mehrere Baujahre verschiedene Längen. Meine Beobachtung zeigt dass die Gleismitte höher liegen muss als die Enden.
Hat jemand schonmal ähnliches Beobachtet?
Zitat von FischerHabe teilweise die gleichen Erscheinungen, aber nicht auf allen Gleisabschnitten. Gleise sind nicht befestigt, aber unterschiedliche Baujahre.
Nun ich hatte dieses Problem auch, um den Jahrtausendwechsel, mit damals neuen C-Gleisen (Produktion 1999 und 2000), die ich ebenfalls nicht befestigt hatte. Dieses unschöne Nicken gab es vor allem bei meiner 03.10 "Stromlinie" (37911), sah albern aus, und hat mich echt gestört ...
Ich bin dann wenig später ins Zweileiterlager gewechselt, nicht explizit deswegen, sondern aus vielen anderen Gründen (PuKo-Freiheit, Detaillierung, Auswahl, Kompatibilität, Preise, usw.). Heute fahre ich zwar wieder Märklin, aber auf M-Gleisen, schön nostalgisch! Und ob da irgendwas "nickt" ist mir schnurz, weil da ohnehin alles mehr oder weniger wackelt.
Sorry wenn ich nicht weiter helfen kann!!! ops: Ich kann nur sagen, dass ich dieses Phänomen auch kenne.
Grüße
Jerry
Wenn Märklin Sünde ist , dann will ich Sünder sein!
Moin, danke für die Hinweise. Mit einem Lineal lässt sich die Vermutung tatsächlich bestätigen. An den Gleisübergängen ist bis zu 0,5 mm Platz. Das klingt nicht viel, aber bei den Dampfern fällt es halt auf. Dann werd ich wohl über die Umrüstung der Paradestrecke auf K-Gleis nachdenken müssen. Der Gedanke spukt mir allein schon wegen des Flexgleises durch den Kopf, denn eine vereinzelte R9 Kurve auf so einer Strecke sieht immer noch Scheiße aus, das ginge mit Flexgleis wesentlich eleganter. Nachteil sind wiederum die unschönen Abmessungen der Schienenprofile. Ich gehe einfach mal davon aus dass bei 90 cm K-Gleis kein Nicken auftritt?
Bei der Gelegenheit kommt mir die Idee, bei betroffenen Gleisen jeweils an einem Ende die feste Verbindung zwischen Kunststoff-Bettung und Schienen zu lösen. Wenn die Unform tatsächlich von Spannungen durch unterschiedliche Ausdehnung bei niedrigen oder hohen Temperaturen kommt, müsste sie sich ja nach ein paar Stunden auflösen. Hat das schon mal jemand versucht?
Grüße, Peter
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Zitat von FischerHabe bei meiner Paradestrecke Flex K Gleis verbaut.Tadellos
Das hilft uns aber nicht bei der Frage nach dem Grund der C-Gleis-Wölbung.
Ich habe den anderen Tread eben durchgelesen, die Frage scheint ja zu sein, liegt es an Temperatur oder Luftfeuchte. Wobei ich noch nie von quellendem Kunststoff gehört habe...
Ich werde heute mal einen Luftfeuchtemesser bei der Anlage platzieren. Dasselbe werde ich, verbunden mit Versuchsfahrten, im Sommer nochmal durchführen und über das Ergebnis berichten. Leider dauert das laut Wetterbericht aber noch etwas...
Übrigens wird der Raum im Sommer, dank Isolierung, nicht über 30° warm.
moin Birk, meine Paradestrecke ist ca. 10-11m lang. Vor einiger Zeit wunderte ich mich, weshalb im Bereich mancher Gleisübergänge auf einer Länge von ca. 2-3cm eine fette Schmutzansammlung auf den Schienen war....einseitig, nur zu einem Gleis hin. Da habe ich dann auch gemerkt, daß dadurch der Höhenunterschied von Gleis zu Gleis "ausgeglichen" wurde . Ich habe es so belassen; Kontaktschwierigkeiten treten keine auf. Das Phänomen tritt sowohl bei fest eingeschotterten als auch bei lose liegendem Böschungskörper auf dieser Strecke auf. Der Raum ist beheizt (in die Wohnung integriert) bei einer durchschnittlichen Feuchte von <40% ;im Sommer schon mal bei über 70%, aber das kann man vernachlässigen. Wenn du das Lineal an die Unterseite der Böschung hältst, hast du dann auch entsprechend einen Spalt? Wenn nicht, ist es wohl so, daß der Böschungskörper am Ende auseinander geht und somit im Höhenniveau abfällt... Jedenfalls biste nicht allein damit
Hallo Hatte weiter oben ja schon die frage gestellt wie Eben so ein Kunstrasen wohl ist. Wenn man die Schienn anschraubt wirds wohl noch schlimmer.Vermute das der Kunstrasen sogar bei schweren loks nachgibt.
Zitat von supermoeeIch bin sicher, dass der Höhenunterschied, der von den Grasshalmen kommt, ist sicherlich grösser.
Aber wenn ich das richtig verstehe, nicht auf so kurzer Entfernung und genau alle 18 Zentimeter (bzw. 18.8 und 17.2 cm im Wechsel).
So, ich habe ein 24188 mal auf eine Glasscheibe gelegt. Drei Ecken liegen auf, eine Ecke steht ungefähr einen Millimeter in der Luft. In der Mitte stehen beide Böschungsseiten einen halben Millimeter in der Luft. Mich stört es nicht, aber ich will dennoch wissen, wo das herkommt. Raumtemperatur 22°, Luftfeuchtigkeit unbekannt. Das Gleis kühlt jetzt im Kühlschrank ab. Ergebnis später .
Grüße, Peter
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So, ich habe dann gestern das Gleis aus der Tiefkühltruhe geholt und es war genau so verbogen wie zuvor. Ich habe dann an einer Seite die Klammern von den Schienen gelöst. Das Gleis hielt seine Verformung bei. Ich habe es noch einmal in die Truhe gelegt und gerade wieder auf die Glasscheibe gelegt. Nun ist es weniger verformt. An einer Seite liegt es komplett auf und die Ecke, die zuvor einen Millimeter hoch stand, steht nun nur noch einen halben Millimeter hoch.
Insgesamt wenig Aussage, denn den Mittelleiter habe ich nicht entkoppelt, der ist nach wie vor feste mit dem Gleis verbunden. Nur soviel: Temperaturen bewirken Verformungen. In welche Richtung kann man nicht genau sagen.
Während das Gleis Zimmertemperatur angenommen hat, hat es sich in seine angestammte Form zurück verbogen. Es ist Juni 2001 produziert worden. In lediglich zwei Tagen werde ich ihm keine neuen Manieren beibringen.
Nachtrag: Schienen komplett entfernt, der Bettungskörper bleibt wie er ist.
Grüße, Peter
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Leider tritt das auch bei Trix -Gleis und Roco Geo-Line auch auf .
Je länger ein Waggon oder Lokomotive mit langen starren Fahrgestell schwingen diese etwas daher. Es ist schon arg und wirkt heftig wenn die Trassen Platten sich an ungewollten Stellen wölben da nicht genug verspannt und Schiene ohne Dämmung fest verschraubt ist. Bei Dämmung oder Grasmatte ohne Verschraubung und Ausgleich auf waagrechte läßt man ja das Gleis freien Raum dadurch ist dieses Phänomen oft anzutreffen. Das Gewicht der Lok und dessen Länge tun da das übrige . Sehe einzige Abhilfe Wasserfeste mehrfachverleimte Plattentrassen min 15 mm und die Gleise anschrauben dabei mit Micrometer-Wasserwaage einmessen . Letztes klingt Extremistisch , dürfte wohl fast das Wahre sein. Deinen Beobachtungen zufolge sind das naja Gott sei Dank bei kürzeren Exemplare kaum merklich wahrnehmbar.
Peters Test ist fast schräg , aber effizient nachvollzihbar . Muss man alle Achtung sagen. Somit brauch ich mich nicht überhirnen wie krieg ich solches weg. Lärm aushalten und auf ebene Platte anknallen . Dazu ein gutes Osterbräu rost: und alles ist wieder im Lot Leider hab ich dann auch keine Empfehlung wie Gleise lose auf Matte gezähmt werden können.Peters Worte . mfG Anton
Also, ich weiß jetzt, dass es zusätzlich zur mechanischen Verformung durch Fußtritte, herunter gefallene oder auf die Gleise gestellte Gegenstände und deplatzierte Pfeiler beim Rampenbau auch eine "innere" Verformung geben kann. Diese hat aber keine Auswirkung auf die Betriebssicherheit und bleibt deshalb von mir unbeachtet.
Grüße, Peter
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Aus deiner Testreihe ist zu entnehmen das eigentlich das Metall Schiene das Verziehen verursacht .? Der Betungskörper unbeeinflußt ist bleibt . Denke das es hier schwer was degegen gibt.
Zitat von DreispurAus deiner Testreihe ist zu entnehmen das eigentlich das Metall Schiene das Verziehen verursacht?
Die Idee war, die Verformungen sind eine Folge der unterschiedlichen Ausdehnung verschiedener Materialien. Gestern, nachdem ich die Schienen entfernt hatte, sah es aber so aus, als wenn das nur teilweise zutreffen würde. Übrigens hat sich heute der Bettungskörper gesetzt, er ist heute ohne Schienen weniger krumm als gestern direkt nach dem Entfernen der Schienen. Der Hochstand einer Ecke ist noch ca. ein ¼ mm, gestern war es ein ½ mm.
Bitte bedenken: das sind "Laien-Untersuchungen". Testobjekt ist ein potenzielles Bröselgleis, die Millimeterangaben sind unsauber gemessen, und das Wichtigste: der massive Mittelleiter steckt noch drin. Der ist viel weniger flexibel mit dem Bettungskörper verbunden wie die beiden Schienen. Trotzdem habe ich das Gleisstück wieder in die Tiefkühltruhe gelegt - ohne Schienen dran .
Grüße, Peter
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Da liegen Gleise unbefestigt auf eine Grasmatte und man diskutiert um 0.5mm Unterschied an den Gleisenden????
Ich bin sicher, dass der Höhenunterschied, der von den Grasshalmen kommt, ist sicherlich grösser.
Gruss
Stephan
Moin, von der Grasmatte geht ziemlich sicher keine Höhendifferenz aus. Die Halme sind durch die Schienen plattgedrückt, die stehen auch nie wieder auf, und selbst wenn die 53 mit ihren 850 g drüber fährt, ist keine Gleisbewegung zu erkennen. Das Gleis liegt fest, ich könnte genausogut ein Blatt Papier drunterlegen. Die Wölbungen entsprechen immer genau der Gleislänge, konkret 36,0 cm, 23,6 cm und 18,8 cm. Außerdem verformen sich C-Gleise nicht aufgrund unebener Bodenverhältnisse. Ich habe ein paar Gleise freitragend verbaut, die aufgrund der Last in der Mitte durchbiegen müssten. Die Wölbung geht aber, wie auch bei allen anderen Geraden, nach oben.
Fazit für mich: Wenn die Lok auf langer Strecke voll im Blickpunkt steht, K-Flex-Gleis verwenden.
Zitat von BetulaceaeMoin, danke für die Hinweise. Mit einem Lineal lässt sich die Vermutung tatsächlich bestätigen. An den Gleisübergängen ist bis zu 0,5 mm Platz. Das klingt nicht viel, aber bei den Dampfern fällt es halt auf. Dann werd ich wohl über die Umrüstung der Paradestrecke auf K-Gleis nachdenken müssen. Der Gedanke spukt mir allein schon wegen des Flexgleises durch den Kopf, denn eine vereinzelte R9 Kurve auf so einer Strecke sieht immer noch Scheiße aus, das ginge mit Flexgleis wesentlich eleganter. Nachteil sind wiederum die unschönen Abmessungen der Schienenprofile. Ich gehe einfach mal davon aus dass bei 90 cm K-Gleis kein Nicken auftritt?
Gruß Birk
- Hallo Birk ,
der absolut ebene Lauf ohne Nicken und Schaukeln , Eiern oder " Wellenreiten " einer Lok mit Vorlaufachsen ( auch Altbau - Elloks sind da sehr empfindlich ) hängt zu einem großen Teil von der peinlichst sorgfältigen Verlegung des Gleises ab , d.h. angefangen vom verzugsfreien Unterbau über die Wahl und Verarbeitung des Dämmmaterials , so man welches möchte , bis hin zur Ausrichtung des Gleise .
Heikel auch der Übergang von einer Kurvenüberhöhung in die Ebene der Geraden . Besonders an den Gleisübergängen entscheidet sich , ob eine Lok mit Vorlaufachsen eben rollt oder nicht . Da kann schon ein falscher oder nicht genau passender Schienenverbinder einen wahren Bocksprung - oder " Schlaglocheffekt " - auslösen .
Einige Cracks empfehlen sogar , die rechte und linke Schiene nicht als parallelen Stoß enden zu lassen , sondern die beiden Profile 2 cm versetzt in die Schwellenbänder einzufädeln , damit die etwaigen winzigen Unebenheiten noch auf 2 cm verteilt werden . Das gibt dann ein klein wenig zusätzliche Arbeit , aber auch mehr Laufruhe .
ein weiterer Punkt , der für K - Flex spricht , ist die große Länge . Hier genügt eine Einspeisung pro Flexgleis , und auch das nervige Geklackere der Achsen auf 18 - cm - Stückchen hört auf .