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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#1 von Rückblock , 24.07.2013 20:25

Hallo liebe Stummi Freunde,

nachdem ich mich schon ein wenig hier im Forum umgetan habe wurde ich von einigen Mitgliedern angesprochen doch auch einmal mein aktuelles Projekt hier vorzustellen.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 59 Jahre alt und schon in früher Kindheit mit dem „Modelleisenbahnvirus“ (Märklin) infiziert worden. Dieser ruht zwar zeitweilig, bricht aber dann wieder neu aus. Dann beginnt meistens eine recht intensive Phase des Anlagenbaus. Wobei bei mir halt meist „Der Weg das Ziel ist“. Oft keimen im Endstadium der Bautätigkeit an einer Anlage im Kopf schon wieder neue Ideen und Konzepte für Zukünftiges.
Nach diversen „analogen“ Anlagen, deren Steuerungen aber auch schon immer recht aufwendig waren, brach nach der Einführung des Märklin Digitalsystems 1985 auch für mich die digitale Zeit an. So kam dann auch von Anfang an ein PC (damals XT) als Steuerorgan für die Moba zum Einsatz.
Die im Kellerraum vorhandene Anlage hatte ich damals nachträglich digitalisiert und ich gehörte sozusagen zu den „Versuchskaninchen“ der Firma Märklin. (Es gab seinerzeit doch noch einige Hard- und Softwareprobleme bei den Erstgeräten.)

Die nächste Anlage wurde dann aber schon für den Digitalbetrieb geplant. Die Technik dieser Anlage war, nach langjähriger Bauzeit, bereits voll funktionsfähig und auch große Teile der Landschaftsgestaltung waren fertig als die Anlage leider durch einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen wurde. Schweren Herzens entschied ich mich 2011 für einen kompletten Neubau einer Anlage.
Nach dem Abriss der Altanlage und intensiver Planung begann dann Ende 2011 der Bau der Unterkonstruktion. Dieser erfolgte wieder mit dem schon bei der Altanlage genutzten Meta Regalsystemelementen. (Nach einem Tipp vom Modellbahnautor Bernd Schmid, dessen Bücher ich sehr schätze.)

Kriterien für den Bau der neuen Anlage sind in Kurzform: Eine Bahnhofsanlage, dargestellter Bauzustand 70er Jahre, weitest gehende Nutzung von Materialien und Technik der Altanlage (Bedienpulte, PC, gerettete Landschafts- und Gebäudekomponenten) Außerdem bestand bei der Planung die Vorgabe das alle wesentlichen Gleisabschnitte gut erreichbar sind. (Da ich ein absoluter „Langsambauer“ bin wird mich die Anlage sicher bis ins Rentenalter begleiten. Die Freizeit ist beruflich bedingt schon begrenzt und es gibt auch noch andere Hobbys.)

Der Bau der U-förmigen Anlage begann 2012 mit dem Aufbau des L-förmigen angeordneten Schattenbahnhofs. Hier konnte ich auf das zurückgewonnene Gleismaterial der Altanlage zurückgreifen da diese ebenfalls einen großen Schattenbahnhof hatte dessen Gleise nicht ein geschottert waren. Der neue Schattenbahnhof ist kleiner. Er hat 18 „Parkpositionen“, wobei die Gleise per PC Steuerung flexibel für lange und kurze Züge genutzt werden können. Nachdem ich die Gleise verlegt, die Stromversorgung und die Weichen verdrahtet und das dazugehörige PC Programm entwickelt hatte wurde der Bahnhof im letzten Jahr ausgiebig getestet.
Die Ansteuerung der Lokomotiven erfolgt dabei über eine Central Station 2 mit Computerschnittstelle. Die Magnetartikel werden über das Märklin Digitalsystem 605X, ebenfalls mit Computerschnittstelle, angesteuert. Die Rückmeldung erfolgt über den S88 Bus per Littfinski Interface.

Nach Abschluss dieser Arbeit entsteht nun, als erstes sichtbares Projekt auf dem linken Schenkel der Anlage, ein kleines Bahnbetriebswerk. Eine erste Stellprobe der Gleise und Gebäude wurde bereits erfolgreich durchgeführt. Da ich vorzugsweise in der dunkleren Jahreszeit baue werde ich hier sicher ab Herbst wieder „richtig loslegen“. Aktuell bin ich dabei die Gebäude und Teile für das Bw zusammenzubauen, da diese noch nicht alle vorhanden waren. Auch gilt es sich Gedanken über die Steuerung und Bedienung der Drehscheibe zu machen.
Falls Interesse besteht werde ich einmal versuchen ob es mir gelingt einen Gleisplan, oder ein paar Fotos vom Aufbau zu zeigen. (Kenne mich leider mit dem Hochladen von Fotos nicht aus.) Wobei es natürlich auch noch nicht so wirklich viel zu sehen gibt.
Werde mich aber bemühen eventuelle Anfragen zeitnah zu beantworten. Wobei mir zurzeit Fahrradfahren mehr Freude macht als nach der Arbeit noch vor dem PC zu sitzen. Schmunzel

Mit freundlichem Gruß
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#2 von yamobaH0 ( gelöscht ) , 24.07.2013 20:43

Hi Rolf

Ich freue mich sehr darauf in nächster Zeit den Bau deiner Anlage beobachten zu können . Ich denke über einen Gleisplan und ein paar Bilder würde nicht nur ich mich freuen .

mfg Yannik


yamobaH0

RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#3 von 0815Bahner ( gelöscht ) , 24.07.2013 20:51

Hi Rolf

Ich kann mich Yannick nur anschließen und Bilder fordern. Klingt schon interessant was du vor hast. Ich werde in Zukunft öfter vorbei schauen.


0815Bahner

RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#4 von Rückblock , 25.07.2013 21:18

Hallo Yannik, hallo Jonas, hallo liebe Stummis,

danke für das Interesse an meinem Beitrag. Wie versprochen kommt hier einmal eine 3 D Ansicht meiner geplanten Modellbahn (eine Bahnhofsanlage).



Auf dem linken Schenkel der Anlage entsteht momentan das kleine Bahnbetriebswerk. Lokschuppen mit einer Drehscheibe und Behandlungsgleisen. Dieses Bw zu bauen (Landschaft und Elektrik) ist mein Vorhaben für das nächste Herbst / Winterhalbjahr. Schmunzel.

Beschreibung der Anlage:
Die zweigleisige Strecke kommt vom Schattenbahnhof her (rechts vom Lokschuppen) aus dem Tunnel, läuft durch den 5 gleisigen Bahnhof (am Kopf der Anlage) und verschwindet dann im rechten Schenkel wieder in einem Tunnel aus dem sie nochmals kurz im Vordergrund auftaucht. Von da aus geht es wieder zurück in den Abstellbahnhof.
Konkret steht die Plannung der Oberfläche jedoch nur für das Bahnbetriebswerk. Hier habe ich soweit vorhanden mit den Gebäuden und Gleisen schon einmal eine Stellprobe gemacht. (Leider noch keine brauchbaren Fotos.) Beim Rest der Anlage sind durchaus noch kleine, oder große Änderungen möglich. Die Gebäude am Kopf der Anlage stehen übrigens für einen Hintergrund. (Eventuell auch "halbe Häuser".)

Falls Interesse besteht könnte ich einmal Fotos und Pläne von der Unterkonstruktion (Meta Regalsystem + Holz) und vom Bau des Abstellbahnhofes einstellen. Da habe ich beim Bau einige Fotos gemacht die ich vorzeigen könnte.

Mit sommerlichem Gruß
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#5 von Keksfabrik , 26.07.2013 20:15

Hallo Rolf,

Gleisplan sagt mir zu und ich bin an weiteren Fotos vom Bau interessiert!


Viele Grüße

. Martin


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#6 von histor , 26.07.2013 20:21

Moin Rolf,
die Raumaufteilung deiner Anlage finde ich prinzipiell gut. Allerdings ist der Anschluss zum BW mehr als umständlich mit der gesamten Bahnhofsumkurvung. Ich würde es links an den Bahnhof anschließen - ggfs. mit einer kleinen Rampenstrecke, wenn das BW höher liegt als deine Hauptstrecke. Die kann ja ruhig bis in die linke Kurve hinein gehen.


Freundliche Grüße
Horst
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#7 von yamobaH0 ( gelöscht ) , 26.07.2013 22:30

Hey Rolf

Deinen gleisplan (das was man davon sehen kann ) finde ich schonmal gut .
Und natürlich besteht interesse an Bildern und Plänen des Schattenbahnhofs
Auch jedes Bild der Anlagenoberfläche oder deines Fuhrparks ist hier sehr erwünscht .

Also Bilder Bilder Bilder her mit den Bildern D

Gruß Yannik


yamobaH0

RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#8 von Rückblock , 27.07.2013 08:34

Hallo liebe Stummi Freunde,
schönen Dank für die Rückmeldungen zu meinem Beitrag.

@Horst, bezüglich der Anmerkung zur Bw Zufahrt. Das Bw liegt komplett in einer
Höhe von 6 cm über den Bahnhofsgleisen. (Etwa ab dem Stellwerk fällt dann die
Hauptstrecke Richtung Tunnel ab und die Bw Zufahrt Richtung Hbf.) Dieser Höhenunterschied
ist notwendig um für die unter dem Lokschuppen verlaufende Strecke, Richtung Schattenbahnhof,
die notwendige Durchfahrthöhe zu erreichen. Daher dient die „Umfahrung“ des Hauptbahnhofes
dazu den Höhenunterschied zum Bahnhofsniveau zu überwinden. (Aber auch beim großen Vorbild
gab es ja oft lange Zufahrten vom Bahnhof zum Bahnbetriebswerk. Es fehlte halt da auch oft der Platz.)

Auch mein Gleisplan richtete sich ja stark nach den vorgegebenen Platzverhältnissen.
Die Anlagengröße beträgt in der Breite 4,10 m (Quasi die Bahnhofslänge) x Länge 3,40 m.
Die Tiefe vom Bahnhof beträgt dabei 90 cm. Unter dem Bahnbetriebswerk und unter
dem Hauptbahnhof befindet sich der Abstellbahnhof (etwa 30 cm tiefer). Die Strecke
wird vom linken Schenkel der Anlage auf mittlerer Ebene unter dem Bahnhof bis zum
rechten Schenkel geführt. Dort ist ein kleiner Gleiswendel geplant für die Überwindung
des Höhenunterschieds zum Schattenbahnhof.
Durch den Bau der Anlage in U Form sind dabei alle wesentlichen Anlagenelemente
gut erreichbar und auch der Schattenbahnhof ist gut zugängig.

Hier kommen nun die versprochenen Fotos vom (Bau des) Schattenbahnhofs und
auch ein Gleisplan. (Bemerkung: Die rot dargestellten Gleise im Plan ersetzen
aktuell den Rest der Anlage. Dies war notwendig um den Bahnhof ausgiebig testen
zu können. Außerdem hat dies den Vorteil das man auch schon einmal eine Neuerwerbung
fahren lassen ohne jeweils einen Testkreis aufzubauen zu müssen.) Fahren macht ja
auch Freude, auch wenn es nur im Kreis ist.


























Die Unterkonstruktion meiner Anlage wurde mit Metallprofilen aus dem META
Regalsystem gebaut. (Nach einem Vorschlag im Buch von Bernd Schmid Märklin)
Die haben sich sehr bewährt und konnten beim Neubau der Anlage ja wieder
komplett verwendet werden. (So haben sich die damaligen Mehrkosten doch gelohnt.)

Als Unterlage für die Gleise verwende ich 10 mm Holzplatten die dann auf die
Metallträger aufgeschraubt werden. (Für den Schattenbahnhof konnten diese
aus der Altanlage komplett übernommen werden.) Als Schallschutz arbeite
ich mit 5 mm Korkauflagen die auf das Holz geklebt werden. (aus dem Baumarkt)
Die Märklin K Schienen werden dann locker verschraubt um sie gegen verrutschen
zu sichern. (Der Schallschutz ist für den Schattenbahnhof ausreichend.)
In diesem Bereich wurden die Original Märklin Weichenantriebe verwendet.
(Jedoch mit überbrücktem Endschalter.) Die Magnetartikeldecoder sitzen
unter der Platte.
Für die Rückmeldung über den S88 Bus wurden Trennungen im Gleis vorgenommen.
(Diese sind durch gelbe Markierungen gekennzeichnet.) Die Stromversorgung der
Gleise erfolgt etwa all 2 m durch angelötete Kabel. Bis zum nahen Verteiler
(Lötleiste) wurden Kabel mit 0,8 qmm verlegt. (Von den Verteilern zum Booster mit 4 qmm.)
Bei alle Gleisen im Schattenbahnhof kann die Spannung (über Relaisdekoder)
komplett abgeschaltet werden. (Diese Mittelleitertrennungen sind durch rote
Markierungen gekennzeichnet.) Die Abschaltung war ursprünglich nur zum
„Energiesparen“ bei Zugbeleuchtung gedacht. Schon bei der alten Anlage hat
sich aber gezeigt, dass es noch einen weiteren Vorteil gibt. Bei „Geisterzügen“,
oder defekten Weichen kommt es nicht zu Auffahrunfällen da diese Züge
in den spannungslosen Gleisen sofort zum Halten kommen.

Nun noch etwas zur Steuerung des Bahnhofs. (Ich fahre ja per Computer
mit selbst erstelltem Programm.) Wie man im Gleisplan sieht sind die
Gleise von der Länge her recht unterschiedlich, und teilweise auch
hintereinander angeordnet. Jedem Zug (Lok) wird in einer entsprechenden
Bildschirmmaske ein festes Gleis zugeordnet. Dies kann ein langes Gleis
für Güterzüge, bzw. ein kurzes Gleis für Schienenbusse usw. sein.
Einige Gleise lassen sich wegen der Weichenverbindung auch als lange,
oder kurze Gleise nutzen. Bei „kurzer Nutzung“ stehen dann zwei Züge
hintereinander.
Die Einfahrt in den Bahnhof erfolgt immer per Automatik. Nach einer
„Zugmeldung“ vom Streckenblock stellt das Einfahrtprogramm die Weichen,
schaltet die Fahrspannung ein, bremst den Zug langsam ab und hält diesen
im Zielgleis an. Anschließend wird die Spannung wieder abgestellt.
Auf dem Pult „Abstellbahnhof“ werden besetzte Gleise durch einen roten
Melder angezeigt. Außerdem kann über eine Bildschirmmaske die Zuggattung
(oder Nummer) abgefragt werden. Bei Handbetrieb erfolgt die Ausfahrt durch
gleichzeitiges Betätigen der entsprechenden Gleistaste und der Einfahrttaste
West, oder Ost vom Hauptbahnhof. Entsprechend werden dann die Weichen
gestellt, die Fahrspannung eingeschaltet und der Zug gestartet.
Die letzte (noch nicht vorhandene Weiche) entscheidet ob der Zug die
Rampe zur Hbf Einfahrt West, oder Ost nimmt.
Die Taste Frt dient dazu eine solche „Fahrstraße“ bei Bedarf von Hand
aufzulösen. Die blauen Melder über den Tasten EW und EO zeigen an das
eine Fahrt Richtung Hbf stattfindet und eine weitere Ausfahrt daher gesperrt ist.

Bei Automatikbetrieb werden die Züge wahlweise durch einen
Zufallsgenerator, oder nach einem hinterlegten Fahrplan gestartet.

Bei einer Ausfahrt erfolgt vom Programm auch noch eine
Fahrzeitüberwachung um eventuelle „Lokprobleme“ aufzudecken.

Selbst kann man im Automatikbetrieb dann „Fahrtdienstleiter“ im
Hauptbahnhof spielen. (Aber das ist bei dieser Anlage noch Zukunftsmusik,
bei der Altanlage hat das aber viel Spaß gemacht, auch wenn es zu
Stoßzeiten mit viel Rangierbetrieb stressig war. Schmunzel)

Ich hoffe ich konnte damit nun einmal meinen Baustart der Anlage
im Forum dokumentieren. Wenn hierzu Fragen aufkommen werde ich
versuchen diese zu beantworten. (Jedoch bin ich sicher nicht jeden
Tag im Forum präsent, also bitte Geduld üben. Schmunzel)

Ach so, es gab auch noch eine Anfrage zum Wagenpark meiner Anlage.
Getreu der gewählten Epochendarstellung (1970 so +- ca. 5 Jahre,
da bin ich nicht ganz so genau) besteht mein Lokomotivpark (99% von
Märklin) aus den für diese Epoche angebotenen Lokomotiven im entsprechenden
Farbkleid. Es gibt halt die „letzten“ DB Dampfloks, Einheits E-Loks
und entsprechende Dieselloks. (Die beige türkise Diesellok auf dem Foto
ist, wie die anderen Loks, nur eine Testlok für die Feinabstimmung vom Programm.)

Anfangs habe ich viele Altlokomotiven digital nachgerüstet, zuletzt
mit geregelten Antrieben. Aus dem Neuheitenprogramm von Märklin picke
ich mir halt immer mal wieder eine Lok heraus die mir gut gefällt und
in die Epoche passt, so dass ich den Bahnhof auch füllen kann.

Aktuell ist ja das Bahnbetriebswerk in Arbeit, aber hier habe ich
keinen Zeitdruck. Da mache ich mir auch keinen Stress. Ich bin halt ein
„Langsambauer“ und es muss auch nicht „Morgen“ schon alles fertig sein.
Die nächste Bastelzeit kommt bestimmt. (Mein Motto siehe im Anhang.)

Mit sommerlichem Gruß
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#9 von tom75 , 29.07.2013 09:44

Hallo Rolf,

wenn du schon bei mir vorbei schaust muss ich natürlich gleich auf einen Gegenbesuch bei dir vorbei Also das was man hier zu sehen bekommt hat schon wirklich was... sieht alles sehr durchdacht und professionell durchgeführt aus... Deinen Plan find ich auch gut.... bin schon gespannt ob du ihn wirklich so 1 zu 1 umsetzt oder ob sich noch was ändern wird ich hab bei mir immer einen Abschnitt gebaut und dann, bevor ich den nächsten Abschnitt in Angriff genommen habe, meinen Plan noch mal angeschaut ob mir noch alles gefällt und dann meistens doch noch mal umgeplant und erst dann wieder weiter gebaut

Das du ein langsambauer bist stört mich nicht wirklich.... bei mir ist das auch so.... da kann mal einen Monat lang gar nix passieren und irgendwann packts einen wieder und man ist fast jeden Tag unten

Das du dir deine eigene Software baust find ich Klasse.... mit welcher Programmiersprache arbeitest du denn ? Ich hab bei uns in der Arbeit auch eine eigene Warenwirtschaft entwickelt.... kommt zwar nicht ganz an SAP ran aber erfüllt seinen Zweck ganz gut... Immerhin haben wir bisher schon über 93000 Aufträge darüber abgewickelt. Bei mir ist das ganze Webbasierend sprich mit PHP und Mysql.... das funktioniert aber bei einer Modelleisenbahnsoftware nicht wirklich Vor allem die programmierung des Interfaces für die Fahr- und Schaltbefehle stelle ich mir Interessant vor.... das muss ja mehr oder weniger immer auch auf die entsprechende Zentrale abgestimmt werden, oder nur auf's Protokoll ? Wie machst du das dann mit mfx-Loks ? Fahren die bei dir im Motorola-Format ?

Grüße aus Niederbayern

Tom75


Schaut doch auch mal bei mir vorbei

Aktuelle Anlage:
http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=123785

Alte Anlage Kellerhausen
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=87438


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#10 von Speedy12105 , 29.07.2013 09:53

Hallo Rolf,

bin gerade über dein Projekt gestolpert und muß sagen das ich gespannt bin auf die weiteren Berichte deines Bauens. Der Anfang mit der Metallkonstruktion gefällt mir schon mal sehr gut. Dein Schattenbahnhof hat auch eine schöne größe der sehr viel Abwechslung auf der Anlage zulassen wird.
Wie gesagt ich habe ab jetzt ein Auge auf dich .
Wünsche eine schöne Woche.


Grüße Chris

Besucht uns in Tiefenbach ( Spur N mit CS )
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#11 von Rückblock , 29.07.2013 20:35

Hallo Chris, hallo Tom, hallo liebe Stummi Freunde,

Ich finde es nett, dass Ihr in meinem Beitrag vorbeigeschaut habt.

Ja, ich bin selber einmal gespannt wohin die Reise bei mir geht. Der Abstellbahnhof ist ja fertig und die Gleisplanung vom Bahnbetriebswerk festgezurrt, aber im Bereich des Bahnhofs und auf dem rechten Anlagenschenkel ist noch vieles offen. Da kommen sicher noch einige neue Ideen zum Tragen, wenn der Bau ansteht. So von der Planung her werde ich sicher ein ganzes Jahr für das Bahnbetriebswerk brauchen. Aber mir läuft ja auch nichts weg. Es hängt ja auch davon ab wie viel freie Zeit aktuell zur Verfügung steht und ob man überhaupt Lust hat etwas an der Modellbahn zu basteln. Soll ja kein Zwang dahinter stehen.

Aktuell bin ich in der Freizeit lieber mit dem Fahrrad unterwegs als im Bastelkeller zu hocken. Der Niederrhein ist halt eine schöne Fahrradgegend.

Nun im Herbst wird es sicher wieder einen größeren Baufortschritt geben. Werde mich aber bemühen im Laufe der Woche noch einmal ein paar Fotos von der Anlage hochzuladen damit man noch einen besseren Eindruck bekommt.

Bezüglich der Computersteuerung habe ich auch vor, wenn Interesse besteht, noch einmal etwas mehr zu schreiben. Hier nur ganz kurz: Im Frühjahr kaufte ich eine Märklin Central Station 2 die meine selbstgebaute „Zentrale“ (Motorola II) ersetzte. Es war mir einfach zu zeitintensiv geworden diese auf das mfx Protokoll umzustellen. So liegt also am Gleis das mfx Protokoll an. Ich habe jedoch nur recht wenige Loks mit einem solchen Decoder und sehe auch wenig Sinn darin alte Loks umzubauen. Die meisten mfx Funktionen beziehen sich ja nur auf den Sound und der ist, wenn viele Loks unterwegs sind, eher nervig.
So nutzt mein Computerprogramm die vorhandenen Geräteschnittstellen. Das Programm selbst wurde komplett in 86 Assemblersprache geschrieben. (wegen der geforderten Reaktionszeit) Hier spielen halt auch meine beruflichen Kenntnisse eine Rolle.

Aktuell beschäftige ich mich halt mit dem Bahnbetriebswerk und im Speziellen mit der Ansteuerung der Märklin Drehscheibe.
Freue mich aber auch darauf, wenn denn einmal die Technik im Bw soweit läuft, dort mit dem Landschaftsbau anzufangen. Dies ist zwar sicher nicht meine Stärke, da haben verschiedene Stummi Mitglieder ja die Messlatte sehr hoch gehangen, aber im Laufe der Jahre habe ich hier einiges gelernt. Auch helfen mir meine vielen Fotos und Eindrücke aus der Jugendzeit das Bw entsprechend zu gestalten.

Fröhliches Sommerbasteln oder „Relaxen“ auf der Terrasse
wünscht
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#12 von Leuchtdiode ( gelöscht ) , 29.07.2013 23:18

Hallo Rolf,
der Unterbau und der Schattenbahnhof sehen ja sehr ordentlich aus, das ist eine gute Grundlage für die Anlage.
Das mit der selbstgeschriebenen Software hört sich auch interessant an. Ich fände es schön wenn du da noch ein bisschen mehr drüber schreibst. Wie lange hast du denn gebraucht um die zu machen?


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#13 von Canidae , 30.07.2013 07:55

Moin Rolf,

Da entssteht ja gewaltiges, wenn man das so sieht. Du scheinst auch einiges vor zu haben. Unterscheid so schon eine Menge davon umgesetzt zu haben.

Was man bislang so lesen konnte, ist das sehr solide von der Planung bis zur bisherigen Ausführung durchdacht. Viel Erfolg bei der Fortführung.

Hab noch eine schöne Woche


Viele Grüße von der Küste

Eckard

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Zum Canisland Anzeiger Archiv (Zusammenfassung dessen, was bisher geschah) bitte das Bild anklicken:


 
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#14 von Rückblock , 30.07.2013 19:27

Hallo Stummi Freunde,

schönen Dank für das Interesse an meinem Modellbahnprojekt und natürlich auch für die lobenden Worte.

Wie versprochen möchte ich mit der Vorstellung meines Bauprojekts fortfahren und noch ein paar Fotos vom Bau der Rampe auf dem linken Anlagenschenkel hochladen.















Wie auf dem Gleisplan zu erkennen ist, verläuft von der linken Bahnhofsausfahrt ausgehend die Strecke (im Tunnel) entlang der Anlagenkannte bis zum rechten Schenkel der Anlage und mündet da in den Schattenbahnhof. Die Rampe liegt in der Höhe etwa zwischen den Ebenen Hauptbahnhof und Abstellbahnhof.
Der dabei zu bewältigende Höhenunterschied beträgt 30 cm. Aufgeteilt ist die Strecke dabei jeweils in zwei Blockabschnitte. Auf dem rechten Anlagenschenkel befindet sich außerdem ein Gleiswendel um den Höhenunterschied zwischen dem Schattenbahnhof und der rechten Bahnhofsausfahrt zu überwinden. (Hiervon existiert aber bisher nur der Plan und die Metallunterkonstruktion.) Beide Rampen sind ausreichend lang geplant damit die Steigung für die Züge auch gut zu bewältigen ist. Etwa alle 2 m erfolgt eine Spannungseinspeisung.

Die hier gezeigte Rampe wurde aus 10 mm Holz gebaut das mit einer Korkauflage beklebt wurde. Die Holzabschnitte liegen dabei jeweils auf den Querstreben der Metallunterkonstruktion auf. Vor der Verschraubung erfolgte dann eine Feinhöhenjustierung durch Unterlegen mit passenden Holzstücken.
Eine Oberleitung ist im Tunnelbereich nicht vorgesehen. Da wo die Durchfahrtshöhe für die E-Loks mit ausgefahrenem Bügel jedoch nicht ausreicht wurde aus Kupferdraht eine einfache „Tunneloberleitung“ erstellt um den Bügel zu führen. (Meine so eine Machart auch schon einmal bei einer Anlage hier im Forum gesehen zu haben.)

Auf den auf den Fotos zu erkennenden Holzstützen ruht später die Grundplatte vom Bahnbetriebswerk. Auf einem Foto ist diese Holzplatte, mit dem Ausschnitt für die Drehscheibe, bereits einmal probeweise aufgelegt.

Ich hoffe, dass der Text und die Fotos soweit informativ waren. Gerne beantworte ich natürlich eventuelle Rückfragen.

Im nächsten Beitrag meiner Anlagenvorstellung möchte ich, wie gewünscht, dann einmal etwas näher auf die Technik und die Computersteuerung meiner Anlage eingehen. (Dabei kann ich ja dann auch schon über Konkretes berichten.)

Bis dahin bitte ich Euch jedoch noch um etwas Geduld. Sobald ich etwas mehr Zeit habe werde ich einmal ein paar Screenshots und Fotos machen um meinen Beitrag auch entsprechend zu „würzen“. Ich denke ein Bild sagt oft mehr als viele Worte.

Weiterhin einen schönen Sommer wünscht
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#15 von histor , 31.07.2013 00:06

Moin Rolf,
dein Aufbau mit Metallwinkeln gefällt mir gut. Sauber und flexibel. Auch das Schaltpult sieht sorgfältig konstruiert aus. Ebenso interessant finde ich die geplante Steuerung mit der Eigensoftware. Werde gern verfolgen, wie es mit deiner Anlage weiter geht.


Freundliche Grüße
Horst
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#16 von Rückblock , 02.08.2013 19:13

Hallo Stummi Freunde,
schönen Dank für das bisher gezeigte Interesse an meinem Modellbahnprojekt, obwohl ich ja noch nicht mit schönen Landschaftsfotos aufwarten kann gab es ja doch einige Rückmeldungen auf die Vorstellung meiner Anlage hin. Man merkt aber trotzdem „Es ist Sommerloch“.

Wie angekündigt kommt hier der letzte Teil der Vorstellung vom aktuellen Bauzustand meiner Modellbahn.

Ich hatte ja versprochen noch etwas zur Technik der Anlage zu schreiben. Die Technik ist ja bei meinen Anlagen immer der Schwerpunkt. (Erinnere mich noch gut an eine meiner Vorgängeranlagen mit 120 Postrelais. Da brauchte ich damals ein eigenes Kraftwerk, aber es hat funktioniert. Schmunzel.)
Der besseren Übersichtlichkeit wegen, habe ich meine Schilderung hier nach Stichworten geordnet.

Zunächst aber einige Fotos damit der Textteil verständlicher wird:























Stromversorgung
Die Stromversorgung der Anlage erfolgt über mehrere Transformatoren die alle in einem Schrank (siehe Foto) untergebracht sind. Zu den bei einer Modellbahn üblichen Stromkreisen für „Fahren“, „Schalten“ und „Beleuchtung“ kommt noch eine 24 Volt Gleichspannung hinzu mit der die umfangreiche Elektrik versorgt wird. Die Trafos sind alle von den Firmen Märklin und Conrad. Außerdem ist noch ein angefertigter Beleuchtungstrafo vorhanden. Alle Stromkreise sind über Schmelzsicherungen abgesichert um die ja teilweise im Querschnitt recht dünnen Modellbahnkabel im Kurzschluss Fall zu schützen.


Haus und Straßenbeleuchtung
Die Beleuchtung der einzelnen Bereiche der Anlage wird über Schalter im Bedienpult (siehe Foto) geschaltet. Diese Schalter wirken jedoch meist nicht direkt auf die einzelnen Stromkreise, sondern auf den Eingang eines Mikrocomputers der dann einzelne Lampen, oder Lampengruppen nach einem festgelegten Programm Ein- bzw. Ausschaltet.
Ich betreibe übrigens alle Lampen mit Unterspannung. Das erhöht die Lebensdauer der Glühlampen und außerdem empfinde ich sehr hell leuchtenden Lampen als unnatürlich. (Beim Neubau werde ich für die Beleuchtung wohl vorzugsweise LED Lampen einsetzen.)


Magnetartikelsteuerung
Die Magnetartikelsteuerung erfolgt über ein separates Digitalsystem, bestehend aus den („alten“ Märklin Digital Geräten der 605X Serie. Unter der Anlage sind die entsprechende Decoder vom Typ k83 und k84 (bzw. baugleiche Typen oder Selbstbauten) verteilt. Hinzu kommen zukünftig noch die ESU Decoder für die Servo Weichenantriebe. Die zum Einsatz kommenden Märklin Lichtsignale haben ja schon eingebaute Decoder. (Auf die für den Herbst angekündigten Märklin Formsignale bin ich ja sehr gespannt, meine Erfahrungen mit den Viessmann Signalantrieben waren ja bisher nicht so gut.)

Die „Bedienung“ der Magnetartikel erfolgt jeweils durch die Fahrstraßensteuerung, oder die Bedientastatur (also über den Computer). (Ein vorhandenes Keyboard mit Verlängerungskabel dient nur bei Bedarf dem Test „vor Ort“ beim Einbau von Decodern.) Der Computer ist per Interface mit der Magnetartikelsteuerung verbunden.
Der Pegel der Digitalsignale wird übrigens von der Computersteuerung überwacht um bei einem Ausfall sofort reagieren zu können. (siehe Foto) Dies dient dazu einen Ausfall der Weichen- und Signalsteuerung erkennen zu können.)


Lokomotivsteuerung
Für die Lokomotivsteuerung wurde zum Jahresanfang die im Eigenbau erstellte Zentrale (Motorola II Protokoll) durch eine Märklin Central Station 2, die nun das mfx Signal erzeugt, ersetzt.
Die Gleisanlage wird in mehrere Abschnitte aufgeteilt die jeweils über einen Booster versorgt werden. (Da ich zurzeit nur wenige mfx Loks besitze setze ich aktuell noch die alten Booster (ohne Rückmeldefähigkeit) ein. Für das Einlesen und die Programmierung der Loks habe ich daher ein eigenes Testgleis das direkt an der CS2 angeschlossen ist. Später möchte ich jedoch einen Gleisabschnitt im Bahnhof umschaltbar machen. (Sollte es sich einmal als notwendig erweisen ist natürlich auch ein Austausch der Booster möglich.)
Die Komponenten des neuen Märklin Digital Systems kommunizieren ja untereinander über einen CAN Bus. Dieser Bus wurde von mir um die komplette Anlage gezogen, so dass sich an beliebiger Stelle Mobile Stations anschließen lassen um z.B. im Bw „vor Ort“ zu rangieren. Auch der Computer ist (über das entsprechende Interface) am CAN Bus angeschlossen. (Er wirkt daher im System prinzipiell wie eine Mobile Station.)
Die Bedienung der Loks kann daher wahlweise über die Regler der Central Station, über die Mobile Station, oder über den Computer erfolgen.
Eine Besonderheit ist dabei die Nothaltfunktion. Nothalt kann ausgelöst werden durch die Lokomotiven (Ansprechen der Kurzschluss Erkennung), durch die Fahrweglogik, wenn Abschnitte befahren werden die nicht einem Fahrweg zugeordnet sind (damit erkennt man z.B. durch Weichenfehler verirrte Loks) und durch die Nothalttasten. Diese sind rund um die Anlage angebracht. (siehe Foto) Bei einer Nothaltauslösung werden alle Booster sofort abgeschaltet. Die Rücknahme erfolgt dann über die Bedientastatur, sie ist aber auch möglich über die Nothalttasten an der Anlage. (Beim Auftreten einer Gefahrensituation, oder einer Entgleisung befindet man sich ja nicht immer am Bedienstand, so dass diese Tasten schon oft genutzt wurden.)


Einlesung (Rückmeldung)
Die Einlesung von Besetztmeldungen und Tasten erfolgt über den bekannten S88 Bus. Hatte ich diese Decoder bisher über eine I/O PC Karte eingelesen so nutze ich aktuell ein Interface der Firma Littfinski. (siehe Foto)
Die Tasten der Bedienpulte sind direkt an den Decodern angeschlossen.
Bei den Gleisen erfolgt die Einlesung über Vorgeschaltete Optokoppler. Dies dient der Störimpulsunterdrückung da ich hier bei langen Kabeln negative Erfahrungen mit den S88 Decodern gemacht habe.
Die Masse der Gleise ist deswegen bei meiner Anlage mit der 24 Volt Spannung verbunden um die Optokoppler unabhängig von der Fahrspannung ansteuern zu können.


Computersteuerung
Ich gehöre ja nun sozusagen zu den Digitalbahnern der ersten Stunde. Mit der Einführung der Digitaltechnik Mitte der achtziger Jahre wurden ja auch die PCs für den Heimgebrauch erschwinglich und es kamen schnell auch die ersten käuflichen Steuerungsprogramme auf dem Markt. In den Anfängen waren jedoch die Möglichkeiten dieser Programme recht begrenzt. Das hat sich ja heutzutage geändert und ich hatte beim Baustart dieser Anlage auch schon einmal überlegt nun auf ein käufliches Programm zurückzugreifen.
Das ich beim Selbstbau geblieben bin liegt daran das die „Kaufprogramme“ den Schwerpunkt auf einfache Bedienung und komfortable Steuerung legen. Ich versuche jedoch mich etwas mehr am Vorbild zu orientieren. Wobei man bei einer Modellbahn ja doch immer auch zu Kompromissen bereit sein muss. (Zum Beispiel kann ich, über eine Sonderfunktion, auch „verschlossene“ Weichen in einer Fahrstraße noch umstellen. Dies ist oft eine große Hilfe um nach einer Entgleisung wieder den Betrieb aufnehmen zu können. Auch ermöglicht dieses Servicemenü den Bahnhof, oder die Strecke unabhängig vom Zustand der Anlage in Grundstellung zu bringen. Dies ist oft eine große Hilfe wenn im Betrieb einmal „etwas schief gegangen ist“.)


Ich begann also damals mit der Entwicklung meines eigenen Modellbahnsteuerprogramms (wegen der damals noch recht langsamen XT PCs in 86er Assemblersprache). Das Programm wurde zwar im Laufe der Zeit mehrfach verändert und verbessert, blieb aber in den Grundzügen stehst unverändert. (Die Arbeitsstunden für das Programm zu erstellen habe ich nie gezählt, aber es werden schon sehr sehr viele gewesen sein.) Aktuell muss ich nun das Programm natürlich an die neue Anlage anpassen. Aber das bezieht sich im Wesentlichen nur auf die Gleisbilder und Fahrstraßen. Da ich recht modular programmiert habe hält sich der Aufwand daher in Grenzen.

In der Hauptsache enthält das Programm Module für die Lokomotivsteuerung, für den Schattenbahnhof, für die Blockstrecke, die Fahrstraßensteuerung und für die Diagnose.
Natürlich gibt es auch noch jede Menge kleine Routinen zum Händeln der Schnittstellen, der Bedientastatur usw.
(Es gibt auch noch eine Routine für die Datenausgabe an die Tischelemente eines SpDrs 60 Stelltischs von der Firma Erbert. Dieses System gefällt mir recht gut und lässt auch eine vorbildgetreue Bedienung zu. Ob ich dieses Projekt jedoch auch bei dieser Anlage wieder nutzen werde kann ich momentan noch nicht sagen. Die notwendigen Informationen stellt meine Fahrstraßensteuerung jedenfalls zur Verfügung.)

Natürlich kann ich hier bei der Beschreibung des Programms nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ein paar Angaben sind vielleicht doch von allgemeinem Interesse.
Die Kommunikation mit dem Bediener erfolgt über eine besondere Tastatur und über den Bildschirm. (Die PC Tastatur wird für die Regelbedienung nicht verwendet.) Der Bildschirm ist in mehrere Bereiche unterteilt. Im oberen Bereich können verschiedene Gleisbilder (Schattenbahnhof, Hauptbahnhof) aber auch Diagnosedaten angezeigt werden.
Unten links stehen immer die Informationen zu den vom Computer, oder Bediener gerade gesteuerten Lokomotiven. Unten rechts ist Platz für Status- und Fehlermeldungen.
Die unterste Zeile ist dann die Eingabezeile für den Bediener. (siehe Fotos)

Für jede Lok gibt es eine Parameterdatei die per Bildschirmmaske gepflegt wird. (siehe Foto) Nach den Angaben in dieser Tabelle (Fahrverhalten, Bahnhofsgleis usw.) erfolgt dann jeweils durch den Computer die Ansteuerung der Lok in der entsprechenden Fahrsituation.

Die Steuerung vom Schattenbahnhof habe ich ja schon einmal geschildert. Für den Hauptbahnhof habe ich eine Logik eingebaut die vom Verhalten her einem Spurplanstellwerk der DB entspricht. (Jedoch mit einer Gleisbilddarstellung auf dem Bildschirm.) Alle Eingaben hierzu werden über die Bedientastatur gemacht. Nach erfolgreicher Einstellung des Fahrwegs erfolgt dann die Ansteuerung der Lokomotive durch die Computersteuerung. Die Auflösung der Fahrwegelemente erfolgt dann durch den Zug. (Die Bildschirmdarstellung ist ein Zwitter zwischen einem Spurplanstelltisch und einem Elektronischen Stellwerk.)

Alle Bedienungshandlungen und Steuerbefehle des Computers werden auf der Festplatte in einer Protokolldatei gespeichert. Diese kann bei Bedarf ausgewertet werden und hilft die Ursache von Störungen zu ermitteln. (siehe Foto)
Auch gibt es die Möglichkeit sich alle Eingänge vom S88 Bus auf dem Bildschirm anzuzeigen um Fehler zu finden.
Ferner können im Serviceprogramm Magnetartikel in einem festzulegenden Takt ansteuert werden. Auch dies ist oft eine große Hilfe wenn man alleine einen Fehler an einem Decoder, oder Magnetartikel sucht.

Was aktuell noch fehlt ist ein Programm für die Drehscheibensteuerung. Die gab es bei mir bisher noch nicht. Da tüftele ich daher gerade dran. Schwanke hier zwischen den käuflichen Decodern und einem Selbstbau. Aktuell geht die Tendenz in Richtung Selbstbau. Da kann ich es so machen wie es mir am besten gefällt. Schmunzel


Diverses
Darüber hinaus gibt es noch einige Mikrocomputer für die vorbildgetreue Ansteuerung von Bahnübergängen und auch einer Ampelanlage. (Die Platinen sitzen in einem Einschub des Schaltschranks.) Auch gibt es eine Tag- / Nachtschaltung für die Lichtsignale usw.
Hinzu kommen noch diverse Kaufteile für Blinktakte, Lauflicht usw. Auch Soundmodule für Bahnübergang und Kirchenglocken werden wohl wieder eingebaut. (Bei der Kirchenglocke habe ich übrigens das Soundmodul so angesteuert das der Viertel-, bzw. Stundenschlag, bei Fahrplanbetrieb synchron zur „Modellbahnzeit“ erfolgt.)


Dokumentation
Die gehört ja irgendwie mit zur Technik. Hier gehe ich (aufgrund der Erfahrung) recht diszipliniert vor. Von jeder Leiterplatte, jeder Lötleiste, jeder Schaltung existieren Unterlagen und Beschreibungen. Immer in elektronischer Form. Auch bei den Kabelfarben halte ich ein Schema ein um kein Durcheinander zu bekommen. Auch alle Komponenten unter Platte haben eine Beschriftung. Nur so kann man auf die Dauer den Überblick bewahren und auch nach Jahren noch Sachen nachvollziehen.

Für die Bautätigkeit gibt es einen Ordner der den aktuellen Bauzustand enthält. Beim Bau werden dort Änderungen eingetragen und dann später in die Dokumente eingepflegt.


Ich hoffe, dass ich hier nun das wesentliche an Technik einmal vorgestellt habe. Wie man der Beschreibung entnehmen kann sind in die Computersteuerung viele Praxiserfahrungen eingeflossen, so dass ich hiermit sehr zufrieden bin. Ein Vorteil ist natürlich auch das ich in der Lage bin diese exakt meinen Wünschen und Vorstellungen anzupassen.

Gerne beantworte ich natürlich entsprechende Fragen hierzu.

Sobald es dann auf meiner Modelleisenbahn etwas neues Sehenswertes gibt werde ich es kundtun. Danke, das Ihr bis hierhin durchgehalten habt, war ja doch einiges an Text.

Mit freundlichem Gruß
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#17 von antenna , 02.08.2013 19:46

Hallo Rolf,

Chapeau. Schön, dass man auch mal eher techniklastige Entwicklungen beobachten kann. Mir fehlt die Zeit und die Lust, in den letzten Ecken des Forums zu stöbern, aber ich habe schon den Eindruck, dass solche Beiträge eher selten sind. Macht mir wirklich Spaß zu lesen und auch anzuschauen.

Gruß,
Axel


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#18 von Rückblock , 03.08.2013 07:35

Hallo Axel,

schönen Dank für die Rückmeldung. Es freut mich das mein Beitrag über eine (aktuell) eher technisch geprägte Anlage bei Dir auf Interesse stößt. (Mal sehen wie mein Vorhaben so weitergeht.)

Das ist ja gerade das Schöne an dem Hobby, das es so vielfältig betrieben werden kann und jeder seinen Schwerpunkt daher anders setzt.
Mir gefällt ja auch das Vorhaben von Dir die "Altanlage" wieder funktionsfähig zu machen. Das ist ja auch eine recht reizvolle Aufgabe.

Mit freundlichem Gruß
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#19 von Canidae , 03.08.2013 08:59

Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott!

So viele Kabel. So viele Schalter. So viel Elektrik. Ich merke, wie sich die ersten Pickel auf meiner Haut bilden, aufgrund meiner Elektrikallergie. Ich werde jetzt ganz schnell woanders weiter schauen, damit ich nicht den ganzen Tag von dieser Allergie heimgesucht werde.

Alter Schwede, was du dir da zusammen bastelt, das würde ich in diesem Leben nicht mehr hinbekommen. Ich mag zwar Physik, aber sowas dann doch nicht.

Respekt für das, was du dort geschaffen hast.

Hab noch ein schönes Wochenende


Viele Grüße von der Küste

Eckard

Hier geht es zum Canisland in 1:160

Zum Canisland Anzeiger Archiv (Zusammenfassung dessen, was bisher geschah) bitte das Bild anklicken:


 
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#20 von Manu2090 , 03.08.2013 09:00

Hi Ralf

Danke für den sehr interresanten Beitrag, ich wünschte ich könnte sowas auch. Sehr aufwändig das ganze.
Da freue ich mich doch schon wenn alles mal blinkt und leuchtet, ich hoffe du machst auch mal ein Video von der Ganzen Sache.

Kannst du eigentlich auch einfach alles vollautomatisch laufen lassen? Diese Information hab ich niergens gefunden.

Gruß Manuel


www.Kleingedrucktes-h0.de


 
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#21 von Buddahmann ( gelöscht ) , 03.08.2013 11:25

Hi,
sieht alles sauber gebaut aus. Bei der Steurung wird mir schwindlig.Das ist defenitiv zuviel Elektrik für mich.
Wenn ich die ganzen Taster und Bildchirme sehe, das ist echt nichts für mich.

Aber weiter so, bin mal gespannt wie sich das entwickelt.


Buddahmann

RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#22 von Rückblock , 03.08.2013 17:30

Hallo Stummi Freunde,

recht schönen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen zu meiner Anlagenvorstellung. Die Meinungen bezüglich Modellbahntechnik gehen hier im Forum ja doch weit auseinander. Finde ich auch gut so!
Jeder Modelleisenbahner hat halt entsprechende Vorlieben und setzt daher seinen eigenen Schwerpunkt so, das dieser dann seiner Leidenschaft und seinen Kenntnissen entspricht.
Beim momentanen Bauzustand meiner Anlage gibt es ja leider auch, außer der Technik, noch nichts fürs „Auge“ zu sehen. Das bleibt auch fürs erste noch so, bis die Drehscheibe im Bw einwandfrei funktioniert und alle Drähte gezogen sind.

(Überlege jedoch aktuell ob ich nicht einmal einen Fotorückblick auf meine Altanlage einfügen soll, sonst wird es hier wirklich zu „Techniklastig“. Schmunzel.
Wenn ich die Zeit finde werde ich in der nächsten Woche einmal mein Fotoarchiv nach „Vorzeigbarem“ durchforsten.)

Zur Frage von Manuel: Die Einfahrt in den Abstellbahnhof läuft immer automatisch ab. Bei der Ausfahrt kann man wählen zwischen: Einer per „Zufallsgenerator“ gesteuert Ausfahrt (über Zeitkreise). Einer Ausfahrt nach festgelegtem Fahrplan und natürlich einer manuellen Ausfahrt.
Der Hauptbahnhof soll in der Regel manuell gesteuert werden. Es ist jedoch ein sogenannter Selbststellbetrieb vorgesehen. (Diese Technik wird auch beim Vorbild angewendet wenn z.B. ein Durchgangsbahnhof von einem anderen Stellwerk aus mitbedient wird. Der anrückende Zug stellt sich dabei selbsttätig die Fahrstraße ein, ohne das der Fahrdienstleiter eingreifen muss.
So etwas habe ich bei der DB einmal im Stellwerk Traunstein gesehen, von dort wurde der Bahnhof Übersee komplett fernbedient.)

Nochmals Danke für die Rückmeldungen.
Mit freundlichem Gruß
Rolf


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#23 von Bremser47 , 05.08.2013 21:39

Hallo Rolf,

ich weiß ja gar nicht was ich noch schreiben soll, die Vorgänger haben ja schon alles geschrieben. Mir gefällt es wenn viel Technik zum Einsatz kommt, da ich auch nicht der große Geländebauer bin.

Jedenfalls wünsche ich Dir noch ein paar warme Tage zum Fahrrad fahren


Michael


Hart in den Grundsätzen, flexibel in der Anwendung.

Bei mir könnt Ihr hier vorbei schauen!

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=94523


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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#24 von histor , 06.08.2013 00:05

Moin Rolf,
86er Assembler - für 386 oder 486? Das wäre ja noch mein Erfahrungshorizont. Finde ich gut, dass Du hier die Steuerung selbst und individuell machst. So hast Du die Kontrolle selbst und bist nicht auf käufliche Pauschallösungen angewiesen. Das mit der Zeit, die du dafür brauchtest, glaube ich dir gern. Im Ergebnis eine tolle Sache, alles durch eigenes Denken im Griff zu haben. Meine Bewunderung.


Freundliche Grüße
Horst
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RE: Der Weg ist das Ziel "Bau einer Bahnhofsanlage mit Bw"

#25 von Rückblock , 08.08.2013 19:15

Hallo Horst, hallo Michael, liebe Stummifreunde

danke für die freundlichen Worte zu meinem Beitrag.

Da es ja bei meiner Anlage noch nicht so recht viel schönes fürs Auge zu sehen gibt, möchte ich euch heute einmal zu einem kleinen Rückblick einladen.

Wie schon geschrieben, habe ich ja die Vorgängeranlage vor 2 Jahren (wegen eines Wasserschadens) abgebrochen. Die Anlage war zwar noch im Baustadium, aber einiges war doch schon (fast) fertig und wurde auf Fotos dokumentiert.

Diese Fotos möchte ich nun hier, in Form einer kleinen Bildergeschichte, „Rückblick“ einmal präsentieren:


Im idyllischen Ort Hochdorf „pulsiert“ das Leben. Alles geht beschaulich seinen Gang.


Bild 01



Leider wird die Idylle durch das Heulen der Feuersirene unterbrochen. Im Haus Nr 4 ist ein Dachstuhlbrand ausgebrochen (vermutlich wurde der durch einen Kurzschluss ausgelöst). Jedoch ist die Feuerwehr schnell zur Stelle und es gab auch keine Verletzte, so dass der Rettungswagen bald wieder abrücken kann. Wie schnell sich aber im Dorf eine Menschenmenge ansammelt! Polizeibeamte regeln den Verkehr und halten die Schaulustigen zurück.


Bild 02



Im Nachbarhaus ist das Geschäft jedoch weiterhin geöffnet, lediglich Frau K. hat wegen dem Rauch etwas Angst um die frische Wäsche auf der Leine.


Bild 03



Dank dem schnellen Einsatz der Feuerwehr besteht aber keine Gefahr des Übergreifens vom Feuer auf die Nachbarhäuser.


Bild 04



Im Sägewerk von Anton H. ist doch einiges zu tun. Gerade wurde ein Wagen beladen der, nach Sicherung der Ladung, dann wohl mit dem nächsten Nahverkehrszug befördert wird.


Bild 05



Die Landmaschinen-Reparatur-Werkstatt Josef W. hat offensichtlich gut zu tun, und auch das Tankgeschäft läuft gut. (Von den Preisen kann man heute nur noch träumen. Ist Halt Epoche III – IV Schmunzel.)


Bild 06



Der Kioskbesitzer Franz F. kann auch nicht klagen. Sein Geschäft läuft gut, vor allem seit er auch noch Blumen mit ins Sortiment aufgenommen hat. Aber auch der Eisverkauf lohnt sich für ihn. Der Stehimbiss wird sowieso immer gut frequentiert.


Bild 07



Familie Kurt P. ist wieder einmal im Garten beschäftigt. Großvater Alois P. dirigiert das Ganze von der Bank aus.


Bild 08



Im Bahnhof steht der Mittagszug zur Abfahrt bereit. Lokführer Dieter S. stärkt sich aber gerade noch im Biergarten vom Gasthof zur Eisenbahn. (Sicher ein alkoholfreies Weizenbier oder ?)


Bild 09



Der Wirt Andreas H. ist ein großer Eisenbahnfreund. Er hat bei der Umstellung der Strecke auf Dieselbetrieb die damalige Dampflok gekauft und im Wirtsgarten als Denkmal aufgestellt. Auch ein altes Signal hat dort einen würdigen Platz gefunden.


Bild 10



Fahrdienstleiter Thomas B. ist verärgert, es gibt wieder einmal Probleme mit dem Bahnübergang. Aufgrund der Störung kann er keine Ausfahrt aus Gleis 1 einstellen, so fährt der Mittagszug heute ausnahmsweise aus Gleis 2 aus.


Bild 11



Dem Lokführer Dieter S. ist das egal, er kriegt sowieso wieder Verspätung wegen einer Gleisbaustelle. Die Signalmeisterei hat aber schon die beiden besten Fachkräfte zur Entstörung des Bahnübergangs geschickt.


Bild 12



Die Ausfahrt steht und der Abfahrtsauftrag ist erteilt. So heult der Motor der Lok leicht auf als sich der kurze Zug in Bewegung setzt.


Bild 13



Signaltechniker Gerd K. ist zuversichtlich die Störung gefunden zu haben. Die rote Störlampe zeigt an das eine Relaisgruppe getauscht werden muss. Er eilt zum Bully um das Ersatzteil zu holen.


Bild 14



Direkt hinter der Einfahrtweiche beginnt die Langsamfahrstelle wegen der Gleisbaustelle. (Nun den Kühen soll es recht sein.)


Bild 15



Hier wird die Weiche zum Gleisanschluss der aufgelassenen Firma Hinterhölzel ausgebaut. Da unter dem laufenden Rad gebaut wird zieht sich die Baustelle etwas hin. Es werden aber auch noch ein paar Schienen ausgetauscht.


Bild 16



Unterhalb der Brücke mit der Gleisbaustelle verläuft die Hauptstrecke Richtung Bf Kirchberg.


Bild 17



Im Rahmen der Gleisbauarbeiten wurde auch das Einfahrtsignal vom Bahnhof Hochdorf erneuert. Bis zur Abnahme ist noch das Signalbezeichnungsschild anzubringen. (Nach Ende der Bautätigkeit ist hier auch noch die Geschwindigkeitstafel anzubringen.) Werkmeister Jürgen N. hat dies schon in seinem Arbeitsbuch notiert.


Bild 18


Lokführer Dieter S. durchfährt den Baustellenbereich mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit. Weiß der Teufel wie er dabei seine Fahrzeiten einhalten soll, da machen die sich in der Direktion halt keine Gedanken drüber.


Bild 19



Bald überquert er mit dem Zug erneut die Hauptstrecke und verlässt den Baustellenbereich.


Bild 20



Unter der Brücke hat die Bahnmeisterei ein geschütztes Fleckchen für die Lagerung von Signalstoffen gefunden. Vor allem Schrankenbäume werden ja immer wieder einmal abgefahren. Da ist es gut eine Reserve zu haben.


Bild 21



Links hinter der Brücke liegt das Kieswerk von Theo P. Das Werk hat zwar noch einen Gleisanschluss, der wird aber nicht mehr genutzt da sehr viel Material mit dem Lkw abgefahren wird.


Bild 22



An der Hauptstrecke haben sich die Schranken erneut geschlossen. Eine Vorserien E03 durchfährt mit einem TEE am Haken den Bahnhof Kirchberg fernen Zielen entgegen.


Bild 23



Am nächsten Bahnübergang gibt es eine Zugbegegnung. Unter dem roten Blinklicht leuchtet der Schriftzug „2 Züge“ auf und die Starktonglocken machen zusätzlich im Blinkrhythmus der Lampen auf den 2. Zug aufmerksam. Die Frauen im Garten stört es offensichtlich nicht. (Gut das wir hier keinen Ton haben.)


Bild 24



Auf der Hauptstrecke ist einiges los. Teilweise fahren hier die Züge im Blockabstand hintereinander. Eine E94 verlässt, mit einem langen Güterzug am Haken, gerade den 1478m langen Hochbergtunnel. Im Gegengleis hat das Blocksignal schon wieder auf Fahrt geschaltet während der Folgeabschnitt noch besetzt ist.


Bild 25



Eine V200 ist mit einem Zug vom Zirkus Krone unterwegs (eben Epoche III- IV, da gab es so etwas noch). Die Einfahrt vom Bahnhof Kirchberg steht bereits, so dass es ohne Halt weitergeht. (Sonst werden sicher die Elefanten unruhig. Schmunzel)


Bild 26



Die Angler am Teich haben sich an die vielen Züge schon gewöhnt und auch die Fische scheint der Lärm der Züge wohl nicht zu stören.


Bild 27



Kaum ist der Zirkuszug vorbei als im Gegengleis schon wieder eine 151er mit einem Kesselzug vorbeidonnert.


Bild 28



Der Zirkuszug passiert derweil den Bahnübergang auf der Hauptstraße.


Bild 29



Aber es gibt auch Momente wo der Bahnübergang offen und alles ruhig ist. Schmunzel.


Bild 30



Im Hof der Post warten einige Wagen darauf Post und Pakete auszuliefern. Sonst ist es aber weiterhin nichts los in „Kirchberg City“.


Bild 31



Das alte Stellwerk auf der Nebenstrecke nach Hochdorf hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Seit der Auflassung der Gleisanschlüsse wird hier nichts mehr bedient.


Bild 32



Im Straßenkaffee gegenüber der Post sitzen etliche „Preiserlein“ und lassen es sich gut gehen. Es sind recht wenig Autos unterwegs und die Straßenbahn alle 20 Minuten stört auch nicht so sehr.


Bild 33



Es geht also recht beschaulich zu in Kirchberg. Nur die Müllabfuhr hat zu tun.


Bild 34



Noch beschaulicher geht es natürlich auf dem Friedhof von Kirchberg zu. Ob die „Preiserlein“ wohl ahnen, dass für sie die „Ewigkeit“ nicht mehr lange dauert. Nun an der Friedhofsmauer hat der Zahn der Zeit auch schon kräftig genagt, aber auch am Rest der Anlage …….


Bild 35



… hat zwischenzeitlich die Abbruchbirne genagt.


Bild 36



Das ist nun alles Vergangenheit!!!


Bild 37



Aus und vorbei.


Bild 38



Auch wenn die letzten Fotos zumindest mich etwas traurig stimmen so zeigen diese doch auch den ersten Schritt vom Neuanfang.

Ich hoffe, dass ich mit den hier gezeigten Fotos darstellen konnte das es auf meiner Anlage irgendwann auch einmal etwas mehr als nur Technik zu sehen gibt. Aber bis dahin wird, wie man so sagt „Noch viel Wasser den Rhein herunterlaufen“.

Mit freundlichem Sommergruß
Rolf


Das Motto meiner sich im Aufbau befindlichen Anlage: Der Weg ist das Ziel
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Niki Frank S fan hat sich bedankt!
 
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