Welches Gleis für 2L-DC?

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Welches Gleis für 2L-DC?

#1

Beitrag von RCPler » So 2. Jun 2019, 09:39

Hallo erstmal,

Bin nun schon einige Zeit am planen meiner neuen Moba. Habe noch viel zu lesen und kapieren in Sachen Digital, doch zuvor plagt mich je längs je mehr das Thema Gleismaterial.
Ursprünglich wollte ich mit dem geerbten Märklin-Material meines Schwiegergrossvaters weitermachen, doch ist diese Marke nun mal nicht die günstigste und die Pukos haben mich schon immer an der Optik gestört, also wenn schon neu dann richtig neu:
Wech mit 3L-AC und her mit 2L-DC :D
Habe zwischenzeitlich auch schon ein paar Gleispläne ent- und auch wieder verworfen unter anderem mit Tillig Elite Gleis ohne Bettung. Doch genau zu diesem Gleis habe ich kürzlich Berichte über deren Weichen gelesen - Rad fällt ins Herzstück / DKW lässt sich nicht ohne grösseren Aufwand stellen. Das lässt einen schon etwas zögern, deswegen auch dieser Thread hier.

Welches Gleis ohne Bettung schlagt ihr vor?



Ich weiss, es können fünf Antworten mit fünf verschiedenen Systemen kommen, doch ich hoffe, dass es mehr Antworten als Systeme geben wird :lol:
Es grüsst der RCP'ler
Nenn mich einfach so und gut :wink:

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8erberg
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#2

Beitrag von 8erberg » So 2. Jun 2019, 09:53

Hallo,

dann leg doch einfach erst einmal fest was DIR persönlich wichtig ist:

Bettung ja/nein
Gleishöhe
lieferbare Weichen
Radien
Flexgleise

dann kristalliert es sich schnell raus

Peter
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#3

Beitrag von RCPler » So 2. Jun 2019, 10:06

Gute Frage 8) THX

- Bettung: Nein
- Gleishöhe: Egal
-lieferbare Weichen: Je verschiedener desto besser
- Radien: Dito
- Flexgleise: Ein absolutes Muss.

Wobei ich auch kein Problem mit einem Mix von verschiedenen, kompatiblen Systemen hab.
Es grüsst der RCP'ler
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#4

Beitrag von Schwanck » So 2. Jun 2019, 10:28

Moin RCP'ler,

da du auf die absolute Maßstäblichkeit nicht den ganz großen Wert legst, ist das PIKO A-Gleis bestimmt eine gute Wahl. Es entspricht der NEM, bietet 4 + 1 Radien, EW, IBW, ABW, W3, DKW und EK. Flexgleis gibt es sowie Betonschwellengleise und sogar die EWs dafür! Das Gleis ist robust und hat eine vernünftige Schwellenkopflänge.
Tschüss

KFS

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Jürgen
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#5

Beitrag von Jürgen » So 2. Jun 2019, 10:41

Moin,

es ist schön, wenn man Menschen auch mit einem Namen ansprechen kann ... :wink:

Ganz egal sollte Dir die Profilhöhe nicht sein. Wenn Du daran denkst, irgend wann einmal in Richtung H0-pur zu gehen, solltest Du von Anfang an auch beim Rollmaterial daran denken, bvor Du Geld ausgibst. Es ist aber auch das anspruchsvollste Gleis.

Ich fahre mit Roco line ohne Bettung mt einer Profilhöhe von 2,1 mm. Dazu passen einige andere Hersteller, deren Gleis auch auf "Code 83" hört (Tillig, Weinert). Damit hast Du ganz viele Varianten und Möglichkeiten. Für mich ist das ein sehr guter Kompromiss. Probleme habe ich keine NEM-Standard-Radsätze). Bei RP 25-Radsätzen wird es wahrscheinlich kniffliger. Also nie nur nach den Schienen schauen, sondern nach dem kompletten Rad-Schiene-System. Auch hier solltest Du vorher genau darüber nachdenken, was Du perspektivisch machen willst. Das Thema "digital" kommt erst später.

z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Finescale

Flexgleise gibt es bei praktisch allen Herstellern, wobei ich empfehle, bei engeren Radien (ca. unter 70 cm) gebogene Gleise zu verlegen. Das ist einfacher und sicherer.

Grüße
Jürgen
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"Man muss nicht verrückt sein, um Modellbau zu betreiben, aber es hilft ..."


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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#6

Beitrag von oligluck » So 2. Jun 2019, 11:07

Moin,
würde ich heute neu beginnen, dann mit "Mein Gleis" von Weinert.
Code75, Weichen in respektablen Längen, allerdings auch entsprechender Platzbedarf.
Aber ich fange nicht neu an, also nehme ich das was da ist :)

Deine Bedenken gegen Tillig Elite lassen sich entkräften: dort fallen ganz gewiss keine Räder in die Herzstücke...
Und die DKW sind zwar nicht vorbildliche Ingenieurskunst, aber sie lassen sich bändigen.

Ich verbaue ausschließlich Flexgleise, vorgegebene Radien sind mir ein Graus. Das soll aber keine Empfehlung sein, es ebenso zu machen, siehe Jürgens Beitrag oben: weder seine Art zu bauen noch meine ist die einzig Heilbringende :D

Letztlich kannst nur du selber dich für ein Gleissystem entscheiden, denn es nützt nichts, wenn ich dir von meinen Gleisen vorschwärme 8)
Ich habe mir, als ich vor der Entscheidung stand, je eine Weiche von den üblichen Verdächtigen bestellt und sie dann verglichen.
Falsch machst du es gewiss mit keinem Hersteller, es darf eine Bauchentscheidung sein.
Oder eine, die die Vielfalt an Weichengeometrien berücksichtigt oder auch eine Entscheidung, die von der Größe der Geldbörse bestimmt wird...

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#7

Beitrag von RCPler » So 2. Jun 2019, 11:24

Schwanck hat geschrieben: Moin RCP'ler,

da du auf die absolute Maßstäblichkeit nicht den ganz großen Wert legst, ist das PIKO A-Gleis bestimmt eine gute Wahl. Es entspricht der NEM, bietet 4 + 1 Radien, EW, IBW, ABW, W3, DKW und EK. Flexgleis gibt es sowie Betonschwellengleise und sogar die EWs dafür! Das Gleis ist robust und hat eine vernünftige Schwellenkopflänge.
THX, das klingt schon mal nicht schlecht :D
Jürgen hat geschrieben: Ganz egal sollte Dir die Profilhöhe nicht sein. Wenn Du daran denkst, irgend wann einmal in Richtung H0-pur zu gehen, solltest Du von Anfang an auch beim Rollmaterial daran denken, bvor Du Geld ausgibst. Es ist aber auch das anspruchsvollste Gleis.

Ich fahre mit Roco line ohne Bettung mt einer Profilhöhe von 2,1 mm. Dazu passen einige andere Hersteller, deren Gleis auch auf "Code 83" hört (Tillig, Weinert). Damit hast Du ganz viele Varianten und Möglichkeiten. Für mich ist das ein sehr guter Kompromiss. Probleme habe ich keine NEM-Standard-Radsätze). Bei RP 25-Radsätzen wird es wahrscheinlich kniffliger. Also nie nur nach den Schienen schauen, sondern nach dem kompletten Rad-Schiene-System. Auch hier solltest Du vorher genau darüber nachdenken, was Du perspektivisch machen willst. Das Thema "digital" kommt erst später.

z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Finescale

Flexgleise gibt es bei praktisch allen Herstellern, wobei ich empfehle, bei engeren Radien (ca. unter 70 cm) gebogene Gleise zu verlegen. Das ist einfacher und sicherer.

Grüße
Jürgen
Auch Dir Danke für die Antwort

Soooo wichtig ist mir die Nähe zum Original nicht, ich möchte das kommende Rollmaterial möglichst nicht einschränken oder nach dem Kauf erst einmal gross umbauen. Natürlich ist dies in einigen Fällen unumgänglich um ein Must-Have auf der eigenen Anlage zu haben.
In diesem Sinne hast Du Recht, die Schienenhöhe ist mir somit nicht egal: Es sollte möglichst viel Rollmaterial von "Hause aus" darauf verkehren können.
oligluck hat geschrieben: Moin,
würde ich heute neu beginnen, dann mit "Mein Gleis" von Weinert.
Code75, Weichen in respektablen Längen, allerdings auch entsprechender Platzbedarf.
Aber ich fange nicht neu an, also nehme ich das was da ist :)

Deine Bedenken gegen Tillig Elite lassen sich entkräften: dort fallen ganz gewiss keine Räder in die Herzstücke...
Und die DKW sind zwar nicht vorbildliche Ingenieurskunst, aber sie lassen sich bändigen.

Ich verbaue ausschließlich Flexgleise, vorgegebene Radien sind mir ein Graus. Das soll aber keine Empfehlung sein, es ebenso zu machen, siehe Jürgens Beitrag oben: weder seine Art zu bauen noch meine ist die einzig Heilbringende :D

Letztlich kannst nur du selber dich für ein Gleissystem entscheiden, denn es nützt nichts, wenn ich dir von meinen Gleisen vorschwärme 8)
Ich habe mir, als ich vor der Entscheidung stand, je eine Weiche von den üblichen Verdächtigen bestellt und sie dann verglichen.
Falsch machst du es gewiss mit keinem Hersteller, es darf eine Bauchentscheidung sein.
Oder eine, die die Vielfalt an Weichengeometrien berücksichtigt oder auch eine Entscheidung, die von der Größe der Geldbörse bestimmt wird...

Viele Grüße,
Oliver
Merci :)

Der letzte Punkt ist nicht unerheblich, deswegen suche ich ein günstige Variante. Ich weiss, günstig ist immer irgendwie mit Kompromiss verbunden, doch man kann ja nicht alles haben :wink:
Bez. der "radfressenden" Tillig-Weiche: Hab ich hier im Form gelesen ...müsste erst den Thread nochmal suchen, ist schon n'Moment her.
Es grüsst der RCP'ler
Nenn mich einfach so und gut :wink:


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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#8

Beitrag von Dreispur » So 2. Jun 2019, 12:08

Hallo !

Ich bin auch nicht der Perfektionist in Sachen Gleisbau und schottern . Habe selbst Piko A Gleis 2,5mm Profil und Roco Line mit und ohne Bettung 2,1mm Profil . Roco alte Gleis mit- 2,5 mm Profil

Bei Neubeginn ,
Meine Konstelation wäre dann Roco Line o. Bettung für Weichen SBHf . Aber mit Weichen Herzstückpolarisierung . Auf Strecke wenn man nicht gerne schottert Fleischmann mit Bettung .alles Profilhöhe 2,1 mm
Flexgleise wo große Radien sind bzw.sanfte Bögen kommen und wo kein Standartgleis passt .
Jürgen hat es schon angesprochen unter ca. 60 cm Radius lieber fertige Bögen nehmen . Schlimmstenfalls ein Bogenstück mit dem Dremel auf Länge schneiden .
mfG ANTON

Roco DigiSet+MMaus Rocomotin, IB 650 2.0 / IB 60500 ESU+CT-Programmer, IB+HV Prog.. http://www.henningvoosen.de/ Schalt/RMGB Dec Viessman , LDT,Roco,Lenz,LISSY,Lopi:Lenz,Tran+Sound/ESU+Sound/ Orig. Lok+Sound.anal.Trafo z.Test.WDP 7.0 u.9.2 / 2015


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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#9

Beitrag von oligluck » So 2. Jun 2019, 12:32

Moin,
du hast dich ja eigentlich bereits gegen Tillig entschieden, trotzdem:

ich habe Rollmaterial verschiedener Hersteller und eine Auswahl an Tillig-Weichen. Dort gibt es definitiv keine Probleme mit den Herzstücken.
Sowohl beide DKW als auch beide EKW kranken daran, dass die gemeinsamen Stellschwellen zu viel Spiel haben. Entweder liegt die eine Zunge an, oder die andere. Trenne ich diese Stellschwelle auf, ist das Problem behoben.
Es bedeutet jedoch auch, dass ich entweder 4 Servos zum Stellen benötige, oder unterwärts eine Mechanik mit Federdrähten bauen muss.

Vorteil bei Tillig ist jedoch, dass es die Weichen als Bausätze gibt, was sie vergleichsweise günstig macht.
Der erste Bausatz mag schief gehen (war bei mir nicht der Fall), danach hat man den Bogen raus, es ist simpel und dauert nicht einmal lange.
Nachteilig ist - je nach Perspektive - dass die Weichen Zungen ohne Gelenk haben. Das ist zwar vorbildgerecht, erfordert jedoch einen starken Weichenantrieb, z.B. mit Servo. Die einfachen Klick-Klack-Antriebe sind hier nicht geeignet.
Ich bevorzuge das (langsame) Stellen mittels Servo, nehme dafür den höheren Aufwand in Kauf.

Ebenfalls kritisch bei Tillig sind die Weichenzungen: ihre Enden sind nach unten gebogen und stecken in den Stellschwellen.
Das ist eine vergleichsweise primitive Lösung, hier ist eine Sollbruchstelle. Mit einem Tropfen Lötzinn kann man hier etwas Abhilfe schaffen, und mir ist dort noch nichts gebrochen (toi, toi, toi!), trotzdem ist es irgendwie eine Art Damokles-Schwert :D


Bei "Mein Gleis" von Rolf Weinert habe ich den Eindruck, er hätte sich alle Fabrikate genau angeschaut, überall die Vorteile abgeschaut und die Nachteile ausgemerzt, während andere Hersteller (auch Tillig) ihre Produkte kaum weiter entwickelt haben.
Deshalb (und nur deshalb) wäre es heute meine erste Wahl. Allerdings müsste ich dafür etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Für die Verwendung von Code75-Schienen sind dort die inneren Kleineisen nicht nachgebildet, damit NEM-Radsätze nicht rattern.
Ob dies der Kompromiss deiner Wahl wäre oder die höheren Schienen (Code83), ist deine individuelle Entscheidung.
Oder gar Code100, wie bei Piko: ich sehe den Unterschied nur, wenn ich dicht heran gehe; für manch anderen mögen die hohen Schienenprofile ein KO-Kriterium darstellen.


Zurück auf den Teppich der Realität:
ungeachtet meines episch-langen Geschwätzes fließen immer mehrere Faktoren mit hinein:
du erwähntest die Kosten, die nicht unberücksichtigt sein sollen.
Ebenso ist wichtig, wie viel Platz du überhaupt zur Verfügung hast.
Es ergibt wenig Sinn, dir "Mein Gleis" mit maßstäblich langen Weichen zu empfehlen, wenn nach dem halben Bahnhof der Raum zuende ist.

Die berühmt-berüchtigte "Eisenbahnplatte" mit C-Gleis-Geometrie ist immer noch besser, als gar keine Moba aufbauen zu können!
Kompromisse müssen immer sein, entweder ist mein Platz begrenzt (ist er) oder mein Budget ist endlich (ist es).

Nimm' das Gleissystem, bei dem du ein gutes Gefühl hast. Das ist zumindest mein Credo - inwieweit das auf dich oder andere zutrifft, ist ohne Belang. Hauptsache, es rollt dort irgendwas, dann kommen die Glückshormone wie von selbst :D

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#10

Beitrag von aschenz » So 2. Jun 2019, 12:47

Ich bin vor 25 Jahren auf ROCO-Line ohne Gleisbett gestossen und bis heute dabei geblieben. Schau es Dir einfach
mal an !

Feste Radien würde ich im sichtbaren Bereich auch vermeiden. In Schattenbahnhöfen, bzw., Gleiswendeln
haben sie durchaus eine Daseinsberechtigung.
Grüße
Andreas


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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#11

Beitrag von ralfio » So 2. Jun 2019, 22:22

Dann will ich auch noch das Peco Gleissystem in den Ring werfen: Verschiedene Weichenradien, Code 75, 83 (damit habe ich keine Erfahrung) oder 100, problemlos mit NEM und RP 25 Radsätzen zu befahren. Für Code 75 ausschließlich Flexgleise, Code 100 bietet auch vorgefertigte Gleise. Es gibt auch Übergangsgleise 75/100. ich verwendet Code 75 im sichtbaren Bereich und Code 100 für Gleiswendel und Schattenbahnhöfe wegen der vorgefertigt erhältlichen Radien.
Die Schwellaufteilung an den Weichen entspricht allerdings dem englischen Vorbild. Kann man aber ignorieren wenn man nicht absolute Vorbildtreue will.
Die Gleise sind auch recht günstig in UK zu bekommen, Brexit hin oder her.

Gruß
Ralf
Gruß aus Down Under
Ralf

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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#12

Beitrag von RCPler » Mo 3. Jun 2019, 08:26

Ja da kommt langsam was zusammen, vielen danke euch.

Ein System, was ich schon virtuell in den Fingern hatte, ist auch mit dabei, was mein Gusto bereits leicht beeinflusst, doch freue ich mich über weitere Meinungen und Erfahrungen.

BTW oligluck: Ich habe lediglich das Gelesene erwähnt, aber mich noch nicht gegen Tillig entschieden :wink: Es war halt ausschlaggebend für diesen Trööt und hätte auch ein anderer Hersteller sein können, das mir klar machte, dass sich die Gleise nicht nur durch ihre Geometrie, Schienenhöhe und Produktauswahl unterscheiden, sondern auch Macken haben könnten, welche natürlich nicht auf der Packung stehen :D

Was ich jetzt schon ausschliessen kann sind lange Weichen :| Sie sehen zwar oberg..l aus und kommt dem Vorbild am nächsten, doch mir fehlt dafür der Platz. Nur Bahnhof reicht mir nicht :cry:
Es grüsst der RCP'ler
Nenn mich einfach so und gut :wink:


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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#13

Beitrag von Modelltraumland » Mo 3. Jun 2019, 08:54

Hallo,

für mich ist das Tillig Elite Gleissystem noch immer erste Wahl. Mit den Weichen gibt es keinerlei Probleme. Und es gibt m.W. keinen Hersteller, der solch eine Vielfalt an verschiedenen Weichen anbietet. Nur die DKWs sind etwas problematisch. Aber das wurde ja bereits erwähnt.
Gruß Bernd

Tillig Elite H0, 2-Leiter, Rocrail mit Tams MC (Loks), IB-com (Weichen Signale), GCA101 Loconet (Rückmeldung), DC-Car, Light@Night Lichtsteuerung http://www.modelltraumland-wuppertal.de/


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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#14

Beitrag von oligluck » Mo 3. Jun 2019, 13:37

RCPler hat geschrieben:
Mo 3. Jun 2019, 08:26
Ich habe lediglich das Gelesene erwähnt, aber mich noch nicht gegen Tillig entschieden :wink:
Okay, dann hatte ich das missverstanden.
Wenn du die Möglichkeit hast, dann besorge dir das Gleisplanheft von Tillig:
dort sind die Weichen recht gut beschrieben, auch, warum und in welchem Maße Tillig wie Pippi Langstrumpf denkt :D
Diese sind nämlich teilweise verkürzt, genauso, wie wir bei der Modellbahn auch die Abstände zwischen zwei Bahnhöfen stauchen, so kann man es konsequent auch auf die Weichen übertragen.
Und das kommt dir ja, bei beengtem Platz, zugute.

Dies soll nun kein Pladoyer für Tillig oder gegen lange Weichen sein, sondern möchte erklären, warum wir beengter bauen, als es in der Realität geschieht.
Und das gilt natürlich für Weichen anderer Hersteller mehr oder weniger ebenso.

Ich kenne einige schöne Anlagen, die sind mit Piko-A gebaut, ebenso auch schöne Anlagen aus Märklin-Gleisen.
Eine Aussage pro Dieses oder contra Jenes kann immer nur subjektiv erfolgen.
Dass ich mich für Hersteller xy entschieden habe, bedeutet nicht, dass ich nun alle anderen doof finde :D

Was mit in die Überlegung hineinfließen darf, ist der vorhandene oder geplante Fuhrpark:
sollen kurze Fahrzeuge eingesetzt werden (Rangiertraktor?), dann sind Weichen, bei denen das Herzstück polarisierbar ist, dienlich.
Da ich einige kurze Loks habe und diese (in meiner Epoche) vorbildlich langsam fahren sollen, fielen alle Gleissysteme aus der Auswahl, die keine Herzstückpolarisierung bieten.

Roco hat es recht pfiffig gelöst, dort wird ein Antrieb drangesteckt, Kabel in die dafür vorbereiteten Schwellen (mit Kontaktbuchsen), fertig.
Tillig-Weichen, gerade als Bausätze, erfordern da schon etwas mehr handwerklichen Einsatz. In wie weit du dazu willens oder in der Lage bist, beurteile selber.

Von Weinert gibt es auch eine verkürzte Weiche, diese käme deinem beschränkten Platz zu pass. Gleiche Vor- und Nachteile wie bei Tillig.

Zu Peco kann ich nichts sagen, ist sicher auch eine Überlegung wert. War, als ich mich entschied, nicht im Fokus, muss ich einfach übersehen haben.
Englische Schwellenlage hin und her, das ist sicher Geschmacksache.

Von Fleischmann gab es mal das Modellgleis, das wurde aber schon vor Jahren aus dem Programm genommen und die vorhandenen Bestände für ein Butterbrot abverkauft. Davon hätte ich sogar noch welche da, aber ich mag sie nicht empfehlen, man sieht ihnen ihr (Konstruktions-) Alter an - auch wenn sie unbenutzt sind.
Sie taugen für einen Schattenbahnhof, wurden auch dafür angeschafft.
Da ich diesen nun anders realisiere, sind sie über, aber das soll hier keine Rolle spielen.


Viele Grüße,
Oliver

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Michael K.
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#15

Beitrag von Michael K. » Fr 19. Jul 2019, 12:24

Hallo RCPler,

ich kann mich Oliver da nur anschließen, die Gleissystem mit dem 2,1 mm Gleisprofil sind aus verschiedenen Gründen empfehlenswert (Also Weinert, Tillig, Roco, zu Peco komme ich gleich noch :wink:).
Zum einen sind diese Gleise recht gut zu kombinieren, wenn man nicht zwingend mit Schienenverbinden arbeiten möchte, zum anderen sind diese Gleise weitgehend auch steigenden Ansprüchen an das Rad-Schiene System gewachsen (kann ja mal passieren, das sowas mit der Zeit kommt...).
Das Weinert-Gleis (die Weichen) kommen mittlerweile sogar bei H0pur zum Einsatz, wobei dann einige Umbauten zwingend erforderlich sind, die sind aber im Vergleich zum Selbstbau (siehe meine Signatur) sehr marginal, NEM und beide RP25-Spielarten sollen dort problemlos laufen.
Tillig Elite hatte ich auf meiner Altanlage, dort liefen Fahrzeuge mit NEM und RP25/88 im Mischbetrieb. Die Stellstangen der (älteren) Weichen bzw. deren Befestigung unter dem Zungenfuß ist, sagen wir mal, ausbaufähig, hier sind mir hin und wieder die Laschen an der Zunge abgebrochen (wenn man sie 3 mal auf- und wieder zugebigen hatte), das lässt sich aber einfach mit einer 0,5mm Bohrung und einem eingelöteten Messingdraht wieder beheben. Und wenn man da nicht dran geht, passiert mitmaßlich auch nix. Die Polarisation sollte man anders lösen als beim Gleis vorgesehen, aber von der Laufsicherheit auch mit unterschiedlichen Radsätzen und der Filigranität her ein Top-Gleis.
Roco Line ist aus meiner Perspektive der robusteste Vertreter dieser Drei, hat aber das Problem mit den Auflaufherzstücken; so lange man NEM fährt, ist das kein Problem, sobald feinere Radsätze (RP 25/88) ins Spiel kommen, fallen die zumindest in die Lücke, auf den kurzen Weichen entgleist da auch schon mal was, hier muss man mindestens die von Roco erhältlichen Einlagen einbauen.
Roco Line hatte ich im SBhf, dort habe ich teilweise auch die Radlenker versetzt und eben die Einlagen verwendet: NEM-Fahrzeuge klettern dann zwar, laufen aber durch, die feineren Radsätze konnte ich dort dann aber auch zu sagen wir mal gefühlt 95% betriebssicher durchfahren lassen.
Weinert und Roco haben gegenüber Tillig Elite einen Vorteil, die Schwellenteilung der Weichen entspricht dem häufig anzutreffenden sogenannten Reichsbahnoberbau K, also auch für frühere Epochen geeignet, das Tillig-Gleis ohne Doppelschwellen sind da "moderner".
Das Peco Gleis ist für mich schlicht wegen der Schwellenteilung nicht so im Fokus, weil es eben britische Normalien wiedergibt.


Bis denn
Michael
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#16

Beitrag von Jürgen » Fr 19. Jul 2019, 13:23

NEM und beide RP25-Spielarten sollen dort problemlos laufen.
Moin,

genau diese Frage habe ich in einem anderen Forum auch gestellt. Letztlich sind die Weichen bzw. die Herzstücke das mögliche Problem. Die Meinungen waren zwar unterschiedlich, doch von "problemlos" im Zusammenhang mit Rocoline sprach niemand. Für oder gegen andere Hersteller kann ich nicht sprechen.

Die Frage ist also: Ist RP25 überhaupt ein Thema für den TE ?

Grüße
Jürgen
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Re: Welches Gleis für 2L-DC?

#17

Beitrag von Michael K. » Fr 19. Jul 2019, 15:18

Hallo Jürgen,

in dem anderen Forum hatte ich Dir auch geantwortet, aber nur auf Roco Line bezogen :wink: . Der problemlose Mischbetrieb bezog sich auf Weinerts Mein Gleis, bei Tillig Elite habe ich damit ähnliche Erfahrungen gemacht, bei Roco Line hakt es hier und da in den Herzstücken, zumindest mit RP25/88.
Ich habe das mit RP25 auch nur ins Spiel gebracht, weil es den einen oder anderen ja doch irgendwann durchaus erwischen kann mit feineren Radsätzen :wink:

Bis denn
Michael
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98.801 für Nordhalben im Bau:https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 6#p1868736

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