Hallo, ich baue aktuell an einer HO-Fleischmann-Anlage. Hier habe ich auch die Fleischmann-Drehscheibe 6152C integriert. Die Drehscheibe hat zwei Zufahrtsgleise, welche ich mit Isolierschienenverbinder von der digitalen Rest-Anlage getrennt habe. Die Drehscheibe wird analog betrieben, weil meine Digi-Zentrale von ECos wohl nicht mit der Drehscheibe kann. Betrieben wird die Drehscheibe mit einem analogen Trafo auch von Fleischmann. Klappt auch alles. Nur wenn ich mit der Lok auf dem Zufahrtsgleis in Richtung der digitalen Anlage fahre, fährt die Lok einfach weiter in den digitalen Bereich und fährt dort dann auch weiter. Sowohl die Ecos, als auch der analoge Trafo ist auf 0 gestellt! Eine weitere Stromzufuhr habe ich nicht gelegt. Woher kann sich die Lok die Energie ziehen? Ggf. irgendwie Fehlstrom oder in der Lok gespeichert (Decoder) ???? Andersrum bleibt die Lok brav stehen, also wenn ich vom digitalen in den analogen Bereich rüberfahre.
Um das Problem zu beheben habe ich überlegt, die Isolierschienenverbinder herauszunehmen und die Zufahrtsgleise der Drehscheibe an die digitale Anlage anzuschließen. So kann ich die Loks digital steuern. Lediglich für die Drehbewegung würde ich die Drehscheibe mit dem Drehschalter an den analogen Trafo (schwarzes und weißes Kabel) anschließen. Durch die Drehung bekommen dann, wie im analogen Betrieb, die Abfahrtsgleise ihren (digitalen) Strom. Funktioniert das oder laufe ich Gefahr, dass an der Drehscheibe bzw. an der ECos etwas kaputt geht. Ich weiß ja nicht, wie diese innen verdrahtet ist, also ob dann digitaler und analoger Kreis aufeinander treffen oder ob die Drehfunktionalität komplett getrennt vom Fahrstrom ist??
Falls das nicht gehen sollte wäre noch die digitale Steuerung für die Drehscheibe von Fleischmann 6915 eine Option. Dann dreht sie über diese Steuerung und der Fahrstrom kommt von der ECos. Das würde ich aber nur tun wollen, wenn die Alternative über den analogen Trafo für die Drehung nicht gehen sollte. Ist ja nicht ganz billig das Drehscheiben Steuergerät.
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen kann.
So, wie Du es jetzt hast, machst Du einen tödlichen Fehler, wenn ich das richtig verstanden habe! Du fährst auf der Bühne analog mit Gleichstrom, während auf der restlichen Anlage digital gefahren wird???
Damit speist Du beim Überfahren der Trennstelle quasi "von hinten" über den Schienenausgang Gleichstrom in Deine Zentrale ein! Das wird Sie nicht lange mitmachen, da es ja zu sehr hohen Ausgleichsströmen zwischen Gleichspannung und digitaler Wechselspannung kommt.
Damit ist aber auch Dein Problem erklärt: Auf der Bühne ist der Decoder im Analogmodus. Diesen behält er (vorerst) auch, wenn er dann in den digitalen Bereich kommt. Und da dort ja immer Spannung anliegt, fährt die Lok einfach weiter.
Das solltest Du dringend ändern. Ein Übergang von analog auf digital mit einer einfachen Trennstelle ist so nicht möglich und "verboten"!!! Schäden an der EcoS sind so unausweichlich!
Wie Stefan schon geschrieben hat, ist die Bühne über ein Kehrschleifenmodul an die restliche digitale Anlage anzubinden. Die Drehung der Bühne kann dabei analog bleiben. Es gibt keinerlei Verbindung des Fahrstroms mit dem Antrieb der Bühne.
Also dringender Handlungsbedarf, wenn Du Deine Zentrale nicht ins Jenseits befördern möchtest!!
Moin, deine Drehscheibe hat insgesamt 5 Kabel. Ein zweipoliges (gelb/gelb) ist über Schleifer mit dem Bühnengleis verbunden, während ein dreipoliges /gelb/rot/grau) für den Drehscheibenantrieb zuständig ist.
Daher ist es problemlos möglich, das Bühnengleis (zwingend über ein Kehrschleifenmodul) mit dem restlichen ("digitalen") Gleis zu verbinden. Der Drehscheibenmotor darf dann, wie gehabt, vom analogen Trafo gespeist werden.
Hallo Zusammen, vielen Dank für die schnelle und kompetente Hilfe. Ich habe jetzt ein Kehrschleifenmodul von Lenz gekauft, die Brücke über das Modul an den digitalen Stromkreis angeschlossen und die Drehung erfolgt über den Drehschalter im analogen Betrieb. Es klappt alles und erfreut! Also Allen nochmals herzlichen Dank. LG Olaf