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RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#1 von JensH ( gelöscht ) , 21.03.2018 16:27

Hallo zusammen,

nachdem ich gestern mit einem Problem (viewtopic.php?f=5&t=147915) ins Forum eingestiegen bin, will ich nun meine Anlage vorstellen.

2013 bin ich zum Single geworden und musste meine Anlage seinerzeit abreißen. Es war meine insgesamt vierte. Bisher war es immer so,
dass eine Modellbahnpause aus welchen Gründen auch immer ca. 4 Jahre andauerte. Um in diesem Rhythmus zu bleiben, war es also
hohe Zeit, Ende 2016 darüber nachzudenken, mit etwas neuem zum beginnen. Und so fügte es sich, dass durch neuerliche Veränderungen
im Leben Ende des Jahres auch der Startschuss für eine neue Anlage gegeben werden konnte.

Nachdem die letzten Anlagen immer vollständige Phantasiegleisanlagen darstellten, ging es nach einem Wasserschaden an der letzten

Anlage im Jahre 2007 das erste Mal darum, etwas auch in der Realität existierendes nachzubilden. Durch den plötzlichen Abbruch an
besagter Anlage war das Vorhaben nicht zu Ende gebracht. Dargestellt werden sollte als Kernstück der Bahnhof Brand-Erbisdorf und
ein klein wenig vom Bahnhof Freiberg/Sa. Mit Pausen ging es nach dem Wasserschaden Ende 2007 sofort nach Schadensbegutachtung
los. Da nicht die ganze Anlage in Mitleidenschaft gezogen war, konnte ein Großteil der Abstellanlagen im Untergrund weiterverwendet
werden. Nun ein paar Bilder aus der Vergangenheit dieser Anlage ...

Aus Platzgründen konnte vom Bahnhof Freiberg/Sa. nur die östliche Ausfahrt verkürzt dargestellt werden. Blick in Richtung Hütte Freiberg.
Links die Strecke führte nach Halsbrücke und zur Hütte Freiberg, deren Anschluss angedeutet ist, da wo die 106 steht. Das rechte Gleis
führt über Berthelsdorf nach Holzhau. In Berthelsdorf zweigt die Strecke nach Brand-Erbisdorf ab. Früher führte sie noch weiter nach
Großhartmannsdorf (bis 1974) und Langenau (bis 1997). Seit 1998 findet nach Brand kein regulärer Reisezugverkehr mehr statt und seit 2012
keine planmäßigen Cargo-Bedienfahrten. Aber: Die Strecke wird von RP-Eisenbahn unterhalten und ist nach wie vor in Betrieb. Auf der
Strecke nach Holzhau sind RS1 der Freiberger Eisenbahn unterwegs. Das Modell gab es einmal als Sonderauflage von BEMO. Mich würde ja
noch die aktuelle Rhenus Lackierung interessieren, aber auf Nachfrage ist da nichts geplant, leider. Mein RS1 ist seit kurzem mit Sound
ausgerüstet und klingt ganz gut. Links von der Brücke das sind die Hauptgleise nach Dresden. Und ganz rechts das war die Zufahrt zum
Güterbahnhof. Von 2002 bis 2005 ist der Bahnhof Freiberg umgebaut worden, aber es sind noch weitestgehend alle Gleise zumindest
einseitig befahrbar. Im Westkopf des Bahnhofs hat man jedoch gewaltig aufgeräumt. Und im hier dargestellten östlichen Kopf ist die
Einfahrt vereinfacht worden, so dass noch insgesamt sechs durchgehende Gleise vorhanden sind. Das führt heute des Öfteren dazu,
das man logistische Probleme hat. Aber das ist nicht das Thema der Modellbahn.




Hier noch ein Blick von unten aus Richtung Dresden, alles ist noch halbfertig

Und hier ein Originalbild zum Vergleich

Eine Detailaufnahme an der Einfahrweiche aus Richtung Halsbrücke

Und auch hier der Vergleich mit dem Original

650 055 (Luisa) der FEG hat als Rangierfahr Einfahrt vom Betriebswerk der FEG auf dem Gelände der ehemaligen Hütte Freiberg.

Und hier nun der auf der Anlage nie fertig gewordene Bahnhof von Brand-Erbisdorf. Dieser wird uns im weiteren auf der neuen Anlage
begleiten. Auch dort werden Kompromisse zu sehen sein, tja, das ist halt Modellbahn mit gewissen Rahmenbedingungen, vor allem
durch Platzfragen.


Ich mache jetzt erst einmal Pause, die Vorstellung der aktuellen Anlage folgt. Der Hund hat schon Wasser in den Augen und will raus

Und weiter geht es mit der aktuellen Anlage. Im Frühjahr 2016 bot sich die Gelegenheit, eine neue Wohnung zu besichtigen, die ab August
bezugsfertig sein würde. Diese Wohnung sagte meiner Frau und mir zu und so wurde gehandelt. Mir steht hier nun ein komplettes Zimmer
für das Hobby zur Verfügung, mit einem äußerst attraktiven Grundriss und mit viel Tageslicht sowie einem Zugang zum Balkon. Und ein ganz
wichtiger Aspekt, der Zugang liegt in einer Nische, so dass die Tür nicht stört.

Wieder soll der Bahnhof Brand-Erbisdorf im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Nur diesmal richtet sich auch der Untergrund der Anlage an
genau dem aus. Der Gleisplan ist so angelegt, dass es später möglich sein wird, weitestgehend alle im Original stattgefundenen Vorgänge auch
im Modell nachzustellen. Theoretisch könnte sogar nach (vorhandenem) realen Fahrplan gefahren werden. Es sind alle Gleisanschlüsse vor-
handen, teilweise in Form von Gleisen im Schattenbahnhof (Narva, PSW Werk 2, Baustoff Industrie), teilweise in Form vereinfachter und nicht
exakt nachgebildeter Anlagen (PSW Werk 1) bis zum fast korrektem Anschluss Lederwerke Zug mit der dortigen AWANST zur Narva.

Mit dem das der Umzug feststand, wurde mit Hilfe von WinTrack die Anlage komplett durchgeplant und später auch danach gebaut. Und es
hat gepasst, Theorie und Praxis hatten so gut wie keine Differenz!

Baubeginn war am 12.12.2016, da wurden die ersten Dübel gesetzt und erste Rahmenteile montiert:

Drei Tage später sah es schon so aus:

Der linke lange Schenkel der Anlage musste als erstes fertig werden, da dort noch Möbel davor auch eine Arbeitsplatte angebracht werden sollte.
Am 12.01.2017, genau einen Monat nach Baubeginn war es dann soweit, die Möbel standen an ihrem Platz und nicht mehr im Weg herum. Dort
wo der Schienenreinigungswagen zu erkennen ist wird unterhalb der Anschluss Lederwerke Zug und die AWANST Zug entstehen. Leider vom
Gleisbogen her falsch herum, aber die Modellbahn lebt ja auch von Kompromissen.

Die Anlage war inzwischen auch schon ein Stück auf der anderen Längsseite gewachsen. Dort befindet sich der Schattenbahnhof "Freiberg". Auf
dem Schenkel der Schmalseite befindet sich der Schattenbahnhof "Langenau", darüber die Gleise des Anschlusses "Narva" und in der sichtbaren
Ebene das Press- und Schmiedewerk (PSW). Ein Teil der Gleise von "Freiberg" und die Gleise von "Langenau" enden an einer Fleischmann 16m
Drehscheibe. Dabei besteht eine direkt überfahrbare Verbindung der beiden Betriebsgleise aus späteren betriebstaktischen Gründen.

Am 19.01.2017 liegen die Gleise im Schattenbahnhof "Freiberg" komplett. Später wird sich noch eine Veränderung ergeben, aber auch das ist
ja Modellbahn, die wird eben nie fertig.

Nach genau zwei Monaten war es am 12.02.2017 soweit, die beiden Übergangsbrücken die meinen Durchgang verschließen konnten betrieblich
eingeweiht werden. Meine Frau zerschnitt nach feierlicher Rede das Band und der erste Zug rollte darüber, elektrisch versteht sich.

Kurze Zeit später kam auch schon der Planverkehr mit einem Kohlezug und Vorspann

Am 19.03.2017 waren dann auch die Gleise der Zwischenebene verlegt. Diese dient später dem Austausch beladener Wagen gegen Leerwagen
im Anschluss PSW über ein Gleis, das freilich in der Realität nicht existiert. Dazu sind vier Gleise vorhanden, zwei für Leerwagengarnituren
und zwei für beladene. In alle Gleise passen 40 Achsen, auf dem Bild das sind 36 Achsen. Außerdem befindet sich der Anschluss Narva und Baustoffindustrie in der Zwischenebene. Nach den ersten Fahrten hat sich auch ein planerischer Fehler herausgestellt, der ist aber nicht mehr
zu korrigieren. Über die Zwischenebene und die obere der beiden Übergangsbrücken läuft praktisch der gesamte Verkehr von "Freiberg" nach
"Brand-Erbisdorf" und von "Brand-Erbisdorf" nach "Langenau". Das Ziel war, möglichst wenige Übergangstrennstellen zu haben. Heute weiß ich,
das eine mehr besser gewesen wäre und auch der Tauch der Gleislagen in der gegenläufigen Wendel. Aber das ist nun nicht mehr so ohne
weiteres zu ändern, der Aufwand dafür wäre viel zu hoch.

Die Schattenbahnhöfe erhielten sofort eine LED Beleuchtung, auch in abgelegenen Stellen, das ist eine Erfahrung früherer Anlagen ...




Im Mai war es dann soweit, die Gleise von Brand-Erbisdorf liegen zur Probe aus.



Am 16.05.2018 kommen die Gleise auch schon richtig zu liegen. Alles wird sofort betriebsfertig verdrahtet und getestet. Im Mittelgrund liegt
der Originalgleisplan sowie ein paar Ausgedruckte Luftaufnahmen (teils auch eigene von 2006)

Und zwei Tage später liegen die meisten an ihrem Platz.


Und nun mache ich noch mal eine Pause, bald geht es weiter.

Grüße Jens


JensH

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#2 von vinylfan , 21.03.2018 19:11




Grüße ausm Westerwald


Grüße
Klaus


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RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#3 von JensH ( gelöscht ) , 21.03.2018 20:41

Hallo Klaus,

bist DU das aus Bannberscheid? Ja, klar, habe es an deiner Anlage erkannt. Siehste, so klein ist die Welt von Mar....

Grüße Jens


JensH

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#4 von vinylfan , 21.03.2018 21:21

Jepp,

war eben auch noch am einsäen.

Hab die Woche Urlaub.

Hast du dein Digi Problem gelöst?


Grüße
Klaus


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RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#5 von JensH ( gelöscht ) , 21.03.2018 21:29

Hallo Klaus,

ja, das Digi-Problem ist auch gelöst, kannst ja mal lesen. Total bekloppt eigentlich. Das da noch niemand drüber gestolpert ist
wundert mich ernsthaft. Oder es stecken eben doch alle nur 18 V geregelte Gleichspannung. Nur dann soll Roco das auch
angeben. Aber vielleicht bauen die die Brücke auch nur als Verpolschutz ein, da kann sich eine andere Firma Ar..s eine
Scheibe abschneiden

Was, du hast Urlaub, wie geht denn das wenn ich nicht mehr da bin

Grüße in den Westerwald,

Jens


JensH

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#6 von onne ( gelöscht ) , 21.03.2018 21:38

Hallo Jens,

ich habe komischerweise Schwierigkeiten mit der Darstellung deiner Fotos/Bilder:
_____________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________
Weißt Du warum das so ist?

Gruß Dirk


onne

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#7 von vinylfan , 21.03.2018 21:52

He Jens,

Verpolschutz? Was ist das?

Letzte Woche schon großes Chaos. Belastet mich nicht. Da für meine Einspurfahrzeuge noch kein Wetter ist, baue ich noch fleißig an der Moba.


Grüße
Klaus


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RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#8 von JensH ( gelöscht ) , 21.03.2018 22:39

@Dirk,
nee, keine Ahnung. Irgendwelche Browsereinstellungen? Die Bilder liegen auf meinem Server. Kannst du gar keine sehen?

@Klaus,
kannst du die Bilder sehen?

So, Chaos in W. na das wundert mich nicht. Hast du denn nun schon den neuen Vorgesetzten? Oder wird das zum
1. April, als Scherz sozusagen?

Ja, MoBa bauen, das macht schon Spaß. Jetzt seit ich sechs mal in der Woche Samstag habe Aber die
mittelgroße schwarze Beere die immer bellt, die will auch Zeit haben.

Grüße Jens


JensH

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#9 von vinylfan , 21.03.2018 22:44

Hi Jens,

kann die Bilder sehen.

In unserem Alter langt ein Wochenende pro Woche nicht mehr.

Dann wirst du ja im April mit der Anlagefertig.

Sieht super aus. Ganz so perfekt wird's bei mir nicht.


Grüße
Klaus


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RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#10 von JensH ( gelöscht ) , 23.03.2018 08:40

Hallo Klaus,

dann liegt es wohl an den Einstellungen des Browsers bei Dirk.

Stimmt, ein Wochenende mit zwei Tagen ist viel, viel zu kurz
April 2019 vielleicht, es kostet ja auch alles Geld ...

Danke für dein Lob, ich denke es gibt da aber noch ganz andere Spezialisten und würde mich im Mittelfeld ansiedeln. Es ist natürlich so, wenn
man etwas dem Original nachempfindet, da wird es schon spannend bei der Umsetzung auch von Details. Und die sind es am Ende, die eine Szene
stimmig oder unstimmig erscheinen lassen. Du brauchst dich da mit deiner Anlage auch nicht zu verstecken, die ist ebenfalls ganz toll gelungen.

So, nun will ich den Bericht einmal fortsetzen, geendet hatte es ja mit Mai 2017, als die Gleise in "Brand-Erbisdorf" zu liegen kamen.

Anfang Juni wurde dann der Anlagenabschluss gebaut, hauptsächlich um die indirekte Anlagenbeleuchtung aufzunehmen, aber auch um einen in
sich geschlossenen Eindruck der Anlage zu bekommen. Dahinter kommt noch ein Anschlussgleis zur Baustoffindustrie (Korksteinwerk) zu liegen.
Damit waren bis auf einige kleinere Arbeiten die groben Holzstücke zersägt und verbaut.

Der Bahnhof Brand-Erbisdorf in einer Totalen, später gibt es davon noch einige mit unterschiedlichem Baufortschritt

Soeben ist ein Kohlezug mit Vorspann aus "Freiberg" eingetroffen. Der Bahnhof "Brand-Erbisdorf" ist leider rund einen Meter zu kurz. Ein wenig
konnte der Längenverlust durch den Einsatz der kurzen Weichen zumindest für die Nutzlängen der Gleise eingedämmt werden. Das Gleis 7,
welches mit großem Schwung an der Ladestraße liegt, sollte acht Rgs aufnehmen, geschafft habe ich fünf und einen E-Wagen. Womit wieder
einmal der Kompromiss gesiegt hat. Auch wollte ich die Radien im sichtbaren Bereich ursprünglich größer haben. Um jedoch eine Übergangs-
brücke zur anderen Wandseite zu sparen, wurde es letztlich so umgesetzt wie im Bild zu sehen. Auf der Strecke nach Langenau sind die längsten
Wagen 18,7 m Halberstädter, womit auch der Anblick auszuhalten ist, zumal es ja auch noch bepflanzt wird. Da jedoch eher selten 26,4 m
Wagen zum Einsatz kommen, kann ich damit leben. Und zu der Zeit, als die Reisezüge aus einem By und einem Bbd (von dem ich hoffe, das
er irgendwann doch noch als Modell kommt) bestanden, wurde der Streckenast nach "Langenau" schon nicht mehr befahren. Die kurze Zeit als
deklassierte A(m) eingesetzt worden, die lasse ich im Modell einfach aus Im Vergleich zum ersten Versuch den Bahnhof nachzubauen
sind erheblich weniger Kompromisse notwendig gewesen.

Die Rückansicht der Einhausung. Hier ist gleichzeitig noch ein wenig Ablagefläche entstanden

Noch mal ein Blick aus der Totalen in die andere Richtung. Im Bild sind auch die (provisorischen) Stellpulte zu sehen. Mit dem Linken wird der
"östliche" Bahnhofskopf von "Freiberg" gesteuert und mit dem rechten die Zwischenebene mit den Strecken nach "Freiberg" und "Brand-Erbisdorf"
sowie der südliche Bahnhofskopf von "Brand-Erbisdorf".

Hier nun noch ein Bild vom Anschluss "Lederwerke Zug". Leider ist die Richtung des Gleisbogens falsch und das PSW (oben) ist vom Gleisplan her
ein Phantasieprodukt in Anlehnung an die Realität. So ist es tatsächlich so, dass die Gleisanlagen parallel zur Strecke fast bis zum Hp Zug führen.
Das linke der beiden im Bild zu sehenden Steuerpulte ist bereits wieder Geschichte, hier hat bereits das Tablet mit der neuen Z21-App die
Aufgaben übernommen

Mitte Juni, so vor der Sommerpause kamen dann auch schon die ersten Laternen auf die Anlage. Die Wahl fiel auf Busch und Viessmann.
Die Viessmann habe ich beim Zusammenbau mit gelben LED (Natriumdampf) ausgerüstet anstelle der beiliegenden warm-weißen LED. Im
Bahnhofsbereich wo man auch mal mit der Hand hinlangt sind die sicher schöneren Busch-Leuchten zu empfindlich.

Zum Ende der 1970er Jahre wurde zwischen Gleis 4 und 5 ein Stahlmast mit einer zusätzlich daran befestigten Leuchte errichtet. Als das
geschah und zunächst nur der Mast stand, dachte ich als Kind, jetzt kommt die Fahrleitung. Heute weiß ich, das dies tatsächlich zumindest
auf dem Papier geplant war (Ich kenne jemanden von der ehemaligen Rbd Dresden, der im Bereich Fahrleitungsprojekte gearbeitet hat).
Links im Foto ist das Original mit hinein kopiert. Die Leuchte entstand aus einer Brawa (Salatschüssel), Viessmann (Mast) und Busch (LWL).
Sie diente zusammen mit einem Spiegel dazu, Wagen die aus dem PSW kamen auf Beschädigungen und Reinigung zu überprüfen. Ob im PSW
wie bei vielen größeren Anschliessern zu DDR-Zeiten üblich auch vertragliche Bedarfsausbesserungen erfolgten, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die beiden Ausfahrsignale sind ebenfalls schon in Betrieb, allerdings wird später noch die Viessmann Luftpumpe gegen MP1-Antriebe getauscht.

Blick Richtung Bahnübergang Berthelsdorfer Straße mit oben eingefügtem kleinen Originalbild (Sammlung Wezel) von 1974. Der im Modell zu
sehende Autotransportwagen, in dem Falle einer der DB, hat seine Berechtigung, denn es wurden hier die Camptourist-Anhänger für den Export
verladen, die im Brander Werkteil des VEB Fahrzeugwerk Olbernhau montiert wurden. In diesem Zusammenhang kann ich mich an eine Fuhre
erinnern. Der Zug bestand aus 50 zweiachsigen Wagen. nach der Zusammenstellung stand der Zug auf dem Großhartmannsdorfer Streckenast.
Zuglok war eine 106, die mit mehrfachem Stauchen und wieder Strecken des Zuges ganz langsam im Bewegung kam. Wenn es damals schon
Videokameras gegeben hätte ...

Und noch ein Bild, Blick von der Rampe in den Bahnhof.

Zur blauen Stunde - Beleuchtung mit Schwarzlicht. Der Vorteil: Es ist nicht ganz dunkel im Raum und es hat eine eigene Stimmung, fast wie
in einer Mondnacht. Die indirekte Beleuchtung besteht aus drei Teilen, warmweißen LED für Sonnenschein, einer steuerbaren farbigen LED-
Kette für zum Beispiel Sonnenauf- und -untergang oder je nach Einstellung auch Gewitter. Bei entsprechender Programmwahl kann auch die
Lichtwirkung ziehender Wolken erreicht werden. Und eben dem Schwarzlicht.

Mitternacht, alle Nebenbeleuchtungen sind ausgeschaltet. Die beiden "Quecksilberdampf" Leuchten werden vor der Gestaltung noch gegen
"Natriumdampf" ausgetauscht.

Nun ist es soweit, das erste Gras ist auf der Anlage gesät. Hier im Bild der Anschluss "Lederwerke Zug". Auch hier ist noch eine Einhausung
entstanden, um den Übergang ins Schattenreich zu kaschieren werden dort noch Bäume "gepflanzt".


An dieser Stelle ist mal wieder Pause angesagt.

Grüße Jens


JensH

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#11 von onne ( gelöscht ) , 23.03.2018 21:44

Hallo Jens,

ja scheint mit den Fotos am Browser zu liegen. Jetzt mit einem anderen funktioniert alles

Sehr schöne Bilder und sehr detailgetreu
Schaue auf alle Fälle wieder vorbei


Gruß Dirk


onne

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#12 von JensH ( gelöscht ) , 26.03.2018 00:02

Hallo Dirk,

schön das du die Bilder auch sehen kannst. Und danke für die positive Kritik.

So, dann wollen wir mal fortsetzen an dieser Stelle, denn es war ja noch lange nicht alles. Wir waren stehengeblieben, bei der
Sommerpause 2017 und machen nun im Spätsommer weiter, das Jahr ist geblieben ...

An der AwAnst Zug / Hp Zug flockt es munter weiter ... Die Straße führt in der Realität zur Zugspitze und käme um 180 Grad gedreht
auf der Straße heraus, die im Bahnübergang in "Brand-Erbisdorf" über die Gleise am Bahnhof führt.

Blickrichtung "Brand-Erbisdorf"

Blickrichtung "Berthelsdorf / Freiberg". Oben der Anschluß PSW Werk 1 mit der Esse Heizkraftwerk Narve. Kurioserweise war die Betriebsführung
getrennt und wurde tatsächlich von Lokomotiven der Narva ausgeführt. Und das obwohl ein zusammenhängender Anschluss vorgelegen hat.

Wenige Tage später sind die ersten Bäume gepflanzt und wachsen vor sich hin, die gleichen Positionen noch einmal.

Derartige Wagen waren tatsächlich im Einsatz. Sie kamen als Gebrauchtfahrzeuge von der DB. Damit wurden die Häute transportiert. Zu diesem
Zweck war auch die Waage im Bahnhof Brand-Erbisdorf bis zur Aufgabe des Anschlusses in Betrieb.

Wieder einige Tage später, gleicher Ort, ähnliche Perspektiven. Nun sind auch die Leuchten eingebaut und in Betrieb.

Ja, die Durchfahrt ist an der Stelle nicht besonders breit. Das der Liaz die ganze Straße einnimmt, schlecht für die Trabis ...

Die SMH "Schnelle Medizinische Hilfe" muss da auch warten. Schlecht für den Patienten, aber wo kein Platz ist. Außerdem ist das nächste
Krankenhaus in Freiberg, da geht es nach rechts herum am schnellsten.

Zu Beginn des Herbstes steht das erste Gebäude auf der Anlage und das PSW nimmt, wenn auch fiktive, aber immerhin Formen an.

Die im Bild zu sehende Esse musste einfach auf die Anlage. Ja, sie ist an der Stelle so etwas wie "nicht ganz korrekt", aber sie war eben nicht anders
unterzubringen. Als "MUSS" geht sie halt durch ... Kompromisse an allen Orten, Modellbahn ...

Zur blauen Stunde ist allerhand los, auch wenn die Außenstehenden denken, es wird geschlafen.

Zur Ruhe haben sich nur die beiden Werklokomotiven begeben, bis die nächsten Wagons anrollen.


So, nun ist die nächste Pause. Ich wünsche eine gute Nacht.

Grüße Jens


JensH

RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#13 von vinylfan , 30.03.2018 18:08

Wie immer beeindruckend.

Frohe Ostern


Grüße
Klaus


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RE: Meine Anlage Brand-Erbisdorf

#14 von JensH ( gelöscht ) , 02.04.2018 13:33

Dann will ich mal weitermachen. Anfang September fanden die ersten "Stellproben" für das PSW statt. Da ein originalgetreuer Nachbau aus
Platzgründen und mangels genauer Pläne ausschied, entstand aus einschlägigen Bausätzen von Auhagen eine Relief-Kulisse, welche zugleich
das in den Schattenbahnhof führende Betriebsgleis für den Tausch beladener gegen Leerwagen kaschiert.

Direkt vor der Halleneinfahrt liegt eine Weiche, so dass es aussieht, als würden zwei Gleise in die Halle führen. Eins davon kommt auf der
anderen Seite wieder heraus und das zweite führt 12 cm in den Untergrund. Das ist auch das Gleis mit der stärksten Neigung auf der Anlage.
Es ist so ausgelegt, das die V15/V23 und demnächst hoffentlich auch die TGK2E zwei bis drei leere Wagen nach oben bringen können.



Das Betriebsgleis liegt ganz an der Wand.



Nun noch zwei Aufnahmen bei Nacht. Der Lichtaustritt nach hinten wird noch durch bauliche Maßnahmen verhindert. Bei den Bildern ging
es zunächst einmal darum, den jeweils aktuellen Zustand zu dokumentieren. Es existiert inzwischen auch ein Film, der den Baufortschritt
in Etappen zeigt.



Blick in die AwAnst Zug aus Richtung Narva.

Die erste Weiche ist mit Gelhaar-Laternen ausgerüstet. Auf eine Beleuchtung habe ich hier verzichtet, da die vier Weichen in Zug nur mit
Blech und Rückstrahlern ausgerüstet sind.

Rund einen Monat später steht das Relief im Rohbau nahezu komplett an der Wand.

Der beginnende Herbst mit seinen längeren Tagen lässt nun auch den Raum, sich eingehend um die Gestaltung des Bahnhofs Brand-Erbisdorf
zu kümmern. Und das sowohl technisch als auch landschaftlich. Zunächst wurden die Bahnsteige angelegt, es gab schließlich genug Ärger
mit den Reisenden

Dann wurde die kombinierte Kopf- und Seitenrampe in Angriff genommen. Die im Hintergrund sichtbaren Garagen sind in der Realität
eine mehr. Ich habe wegen der Nutzlänge des Gleises 7 dort etwas Platz gespart und nur drei im Modell realisiert. In der Wirklichkeit
sind sie auch etwas mehr nach rechts versetzt, aber es geht ja um das Gesamtbild und nicht um die einzelne Garage.







Alle Weichen bis auf die DKW wurden mit Gelhaar-Laternen ausgestattet, hier nun auch beleuchtet. Es gibt mehrere Varianten. Zum einen
welche mit gelben oder kaltweißen 3mm LED, die von unten in die Anlagenplatte gesteckt wurden zum anderen gelbe (wie hier im Bild)
oder SMD-LED, die von unten verklebt wurden. Bei der vorhandenen EKW wurden zunächst auch Laternen angebracht. Der Stellweg der
Zungen ist aber zu gering, so dass die 90 Grad Drehung nicht vollständig ausgeführt wurde. Nach einem kleinen Montagemalheur fiel dann
eine der beiden Laternen aus. Ich habe sie nicht ausgetauscht sondern in der Grundstellung belassen.

Die DKW Laterne ist von Weinert. Sie hat schon fast 10 Jahre in meinem Fundus geschlummert und auf Einsatz gewartet. Die Richtung wird
für die verschlossene Grundstellung angezeigt, ebenso wie die Stellgewichte in dieser Stellung stehen.

Rampe und Gleisumfeld nehmen langsam Gestalt an







Nebenbei wurde auch noch der hölzerne Kleinlosschuppen errichtet. Es ist das Buschmodell, welches dem Original am nächsten kommt.
Heute ist davon nur noch die kurze Untersuchungsgrube vorhanden. Der Schuppen selbst wurde zu Beginn der 1990er Jahre abgerissen.

Brand-Erbisdorf bei Nacht

Demnächst werden auch die Reisezugwagen mit Beleuchtung und Zugschluß ausgestattet sein.


Bis bald mit weiteren Bildern viele Grüße und schöne Ostern noch

Jens


JensH

   


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