Mit dieser Lok hat schon mein Vater als Kind gespielt und sie läuft noch heute :D
Daten und Zustand der Lok: Es handelt sich um die Märklin 3064 (ohne Telex) Ursprünglich habe ich die Lok mit HLA und LD-G-11 digitalisiert. Verbaut ist momentan jedoch ein Uhlenbrock 76420 (davon wusste ich gar nicht mehr :?)
Eine LED-Außenbeleuchtung hatte ich auch schon verbaut:
Da die Lichtleiter schon vor 15 Jahren kaum noch Licht durchgelassen haben, habe ich damals LEDs verbaut. Der untere Lichtleiter ist von dieser Lok - zum anderen komme ich später noch:
Für den Umbau habe ich gelbe 2mm LEDs mit rechteckiger Basis verwendet. In der oberen Position haben die LEDs perfekt gepasst, unten musste der 2mm-Teil gekürzt werden:
Schwarz matt fallen die "Kästen" kaum noch auf:
Jetzt war aber die Betriebssicherheit dran. Die Fahreigenschaften waren mit dem Uhlenbrock Decoder zwar super, der Kontakt zu den Gleisen aber leider gar nicht. In Ennos Thread habe ich dann eine interessante Lösung gefunden. Nach einigen Versuchen, bei denen die Räder zu sehr gebremst wurden, habe ich mich dann für einen Kondensator entschieden :D
Den alten Lampensockel habe ich entfernt. Dadurch passt ein recht großer Kondensator in die Lok:
Jetzt konnte die Lok selbst in der langsamsten Fahrstufe ohne Ausfälle ihre Runden drehen. Den schwarzen Stecker im Vordergrund habe ich gegen einen kompakteren ausgetauscht:
Dann war die Telex Kupplung an der Riehe Da ich erst kürzlich bei meiner BR86 einen LokPilot V4 mit Kupplungswalzer verbaut habe, wollte ich an der V60 unbedingt auch eine Telex Kupplung haben :D
Und da die Teile für die Kupplung mehr kosten als eine gebrauchte 3065, gab es mal wieder Zuwachs
Dass die 3064 und 3065 auf dem Gehäuse andere Nummern haben ist natürlich auch ganz nett 8) Zum Glück ist das Gehäuse der neuen Lok auch noch in einem sehr guten Zustand.
Die neuen Haken E298470 sind auch schon da:
Leider passt der alte Anker nicht zum neuen Haken - zumindest nicht ohne Anpassungen :|
Weiter bin ich mit der neuen 3065 an der Kupplung noch nicht gekommen. Und da Motor und Decoder auch noch fehlen, habe ich mich erst mal an die Beleuchtung gemacht.
Die Beleuchtung der 3065 Bei der neuen Lok waren zum Glück alle Lichtleiter noch transparent (siehe weiter oben) Ich konnte sie daher weiter verwenden und mit LEDs beleuchten.
Die Idee: An die "Eingänge" der Lichtleiter kommt je eine 0603 LED in warm weiß. Die ersten Versuche mit den oberen Lichtleitern verliefen sehr gut:
Besonders hell ist das Licht nicht, aber es reicht vollkommen aus. Bei den unteren Lichtleitern hatte ich da schon größere Probleme. Die LEDs müssen sehr exakt positioniert werden, da sonst die Lichtausbeute stark sinkt. Ich habe mich dann für 1206er LEDs entschieden, da durch das größere Gehäuse die Positionierung leichter fällt:
Vielleicht werde ich noch rote LEDs zusätzlich anbringen aber weiß genügt mir vorerst. Da die Lichtleiter bei der V60 teilweise sichtbar sind, habe ich sie in diesem Bereich mit Aluminium Klebeband beklebt:
Die Folie schirmt das Licht perfekt ab und wird noch schwarz matt gestrichen:
Im Thread von Mario habe ich eine Lösung mit LEDs gefunden, die nicht in der Haube verbaut sind. Da ich jedoch schon mit der Montage direkt am Lichtleiter nur eine sehr schwache Lichtausbeute hatte, frage ich mich, wie hell seine LEDs sein müssen. Mit LEDs in der Bauform PLCC könnte ich mir eine Lösung wie von Mario schon eher vorstellen :)
was mir hier auffällt sind die extrem dicken Kabel für diese zierlichen LED. Warum nicht feinere Litzen oder Kupferlackdraht ? Damit wird es auch viel leichter diese entsprechend zu verlegen. Und 2x grau an einer LED ? Da hat man sich sehr schnell selber Fehler in der Verdrahtung eingebaut. Wenn man schon nach den Märklin Farbcodes geht doch bitte auch Konsequent. Die Steckverbinder bekommst du noch kleiner, wenn du diese aus IC-Sockeln selber baust, oder eine passende Leiste: Für 2 polige Anschlüsse: [url]https://www.mpe-connector.de/index.php?lang=de&menu=16&product_group[]=1&action=Search&id_product=0062[/url]
Für 3- oder mehrpolige Anschlüsse [url]https://www.mpe-connector.de/index.php?lang=de&menu=16&product_group[]=1&action=Search&id_product=0061[/url]
mfg
Ralf
Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern und nicht umgekehrt! Neue Kupplungen für Faller OHU Selbstentladewagen: viewtopic.php?f=27&t=82863 Kein Support per PN !
sehr detaillierter Umbaubericht. Ich habe vor Weihnachten meine beiden V 60s mit den Platinen von Mario (MAC) umgebaut. Das Licht war danach deutlich heller als mit den originalen Glühbirnen. Ich habe die LEDs per Decoder (Lopi4) um etwa die Hälfte gedimmt, damit es richtig gut aussieht.
ich denke auf den Bildern kommt der Größenvergleich total falsch rüber Ralf
Zum Stecker: Den alten Stecker habe ich aus genau solch einem IC-Sockel gemacht (nur dass ich immer bei Reichelt bestelle ) IC-Sockel mit Rastermaß 2,54mm sind jedoch insgesamt (mit Schrumpfschlauch) viel größer als der verwendete Stecker. Verwendet habe ich einen 4-poligen JST GH Stecker mit 1,25mm Rastermaß. Er ist minimal breiter, dafür aber schmaler und viel kürzer. Zudem hat er eine Codierung, wodurch man ihn nicht falsch herum einstecken kann
Die noch kleinere Veriante JST SH mit 1,0mm Rastermaß kann ich jedoch nicht empfehlen. Die Stecker sind für das direkte Anlöten von Kabeln nicht besonders geeignet Man muss schon bei den 1,25mm schnell und "kalt" löten.
Zu den Litzen: Zunächst einmal wollte ich keinen Kupfer Lackdraht mehr verwenden. Litze sieht schöner aus und das Verzinnen geht schneller Die verwendete Litze hat 0,09mm² und ist extrem flexibel (viele sehr dünne Adern) Dünnere Litze kenne ich nur von ESU und die ist mir ehrlicht gesagt zu teuer
Ich muss aber auch zugeben, dass bei der verwendeten Litze der Mantel recht dick ist. Der könnte gerne noch etwas dünner sein, aber weniger als 0,09mm² Kupfer muss nicht sein
Die Kabelfarben: Sich konsequent an die Farben des Herstellers zu halten geht in diesem Fall schlecht. Zwischen den LEDs muss das Kabel ja auch irgendeine Farbe haben und da habe ich mich ebenfalls für grau entschieden. Die LED mit zwei grauen Kabeln wird noch mit dem grauen Kabel der anderen beiden LEDs fest verbunden Sie wird also nicht direkt mit dem Decoder verbunden - sonst wäre das natürlich etwas dumm
Solange die Lichtleiter noch nicht lackiert sind, verbinde ich die LEDs aber noch nicht fertig im Gehäuse.
Manfred das hätte ich jetzt nicht erwartet Die bei mir direkt an den Lichtleitern verbauten LEDs muss ich ganz bestimmt nicht dimmen Vielleicht mache ich auch noch einen weiteren Versuch mit einer Platine.
Ein deutlich überdimensionierter Vorwiderstand ist mir bei LEDs viel lieber als sie mit ihren Nenndaten zu betreiben Den Dimmer würde ich aber auch erst als zweiten Schritt für die Feinjustierung benutzen. Mit dem Vorwiderstand (Poti) grob und etwas heller einstellen und danach nach Bedarf dimmen. So habe ich es bisher gemacht
Habe vor einiger Zeit mal die selbe Lok umgebaut, jedoch mit ewas modernen Kupplungen und mit Sounddecoder! Vielleicht ist es eine kleine Hilfe bzw Inspiration. Bei den LEDs in der Rangierbühne würden mich die schwarzen Klötze doch arg stören. Mir gingen allein die Lichtleiter auf den Keks daher habe ich die LEDs direkt in die Lampen eingesetzt. Steht aber alles im bauberricht:
ein sehr schöner Umbau muss ich sagen! Zwei Fragen habe ich noch dazu: Wie groß ist der Kondensator und bringt er denn auch etwas? Ich hatte mal bei einem Tams LD-W (also weiterhin mit originalem und stromfressendem Allstrom Motor) den von Tams empfohlenen 470uF dazu gepackt, der hat die Lok nur einige wenige Millisekunden länger laufen lassen. Schadet natürlich nicht, hilft aber auch nicht so wirklich. Jedenfalls war diese Lösung nicht im entferntesten mit dem vergleichbar, was ein ESU PowerPack leistet.
Mit welchem Kleber hast Du die 1206 LEDs am Lichtkörper befestigt? Ich habe einmal versucht, mit Uhu Plast zu kleben, das hat aber den Lichtkörper so aufgeweicht, dass kaum noch Licht durchkam.
Nee, doch noch eine dritte Frage: Wie groß ist der Vorwiderstand? Würde mich sehr interessieren, wie viele mA bei dieser Anordnung für ein ausgewogenes Licht fließen müssen (ich geh mal davon aus, dass Du alle drei in Serie geschaltet hast).
erst gestern habe ich eine Bauteile-Lieferung von Reichelt erhalten und die 25V Elkos gegen 35V getauscht. Die V60 hat 820µF und bisher verbaue ich immer den größten Kondensator, der in die Loks passt. Mit diesem Kondensator sind am Uhlenbrock 76420 recht lange Pufferungen möglich. Die Lok bleibt selbst im Schleichgang nicht stehen.
Das Problem mit dem schnellen Entladen des Kondensators kenne ich von meiner DHG 700. Sie hat einen 1000µF Kondensator, der jedoch an einem Märklin Decoder hängt. In diesem Fall vermute ich folgendes: Der Decoder arbeitet nicht wie moderne Decoder mit 3,3V oder 5V, sondern direkt mit der gleichgerichteten Spannung (~22V). Bricht die Verbindung zum Gleis ab, dann sinkt auch die Spannung am Kondensator recht schnell (abhängig von der Belastung / unabhängig vom Decoder). Beim Märklin Decoder ist, im Gegensatz zu Decodern mit 5V, viel schneller der Punkt erreicht, an dem er nicht mehr arbeiten kann. Der Kondensator wird somit kaum ausgenutzt
Bei Loks mit LokPilot V4 kenne ich das Verhalten ganz anders. Hier wird nach dem abschalten der Spannung deutlich länger gepuffert. Den PowerPack benötigt man dafür nicht, da reicht auch ein normaler Kondensator mit Ladeschaltung Und auch die Pads am Decoder muss man nicht unbedingt benutzen: z.B. die 21MTC Schnittstelle hat ebenfalls U+ und GND.
Der Kleber ist Heißkleber Ja, Heißkleber ist nicht besonders professionell, aber bei der Positionierung der LEDs kann es nicht schnell genug gehen Ich nehme ihn jedoch nicht aus der Pistole, sondern mit dem Lötkolben direkt von der Stange Da kann man die Temperatur exakt einstellen und mit kleineren Mengen arbeiten. Am Lichtleiter muss man aber trotzdem vorsichtig sein, der hält nicht unendlich viel Hitze aus
Den Widerstand kann ich nicht auswendig sagen, das Ganze ist auch noch nicht fertig und war nur ein Test. Ich nehme immer den für den Nennbetrieb (meist 20mA) benötigten Vorwiderstand mit einem 25k Poti in Reihe. So kann ich die Beleuchtung perfekt einstellen und danach den benötigten Vorwiderstand nachmessen. Erst dann wird alles fertig verkabelt. Bei der V60 werde ich jedoch nicht mehr viel dimmen können, da selbst mit 20mA das Licht nicht besonders grell ist
ZitatMir gingen allein die Lichtleiter auf den Keks daher habe ich die LEDs direkt in die Lampen eingesetzt.
Das ist natürlich auch noch eine Möglichkeit. Vielleicht mache ich das auch noch, danke für den Tipp
Mit einem Stück Styrodur habe ich (ohne großen Rechenaufwand) die Abmessungen für die Elektronik bestimmt:
In Fahrtrichtung vorne hat neben der 21MTC Platine auch noch ein Kondensator Platz:
Die Platine hat in der Mitte ein Langloch, da sie auch noch in einer BR81 (oder auch anderen Loks) verwendet werden soll ;) Die nächste Platinenbestellung hat aber noch Zeit - die letzte ist noch nicht mal bei mir angekommen :?
Damit ich nicht zwei Mal Farbe anrühren muss, habe ich gleich beide gemacht:
Die beiden Loks haben sogar einen Farbunterschied bei Beige und Rot. Hier trotzdem mal die groben Mischverhältnisse bei meinen Loks:
Für das Beige habe ich gemischt: Beige 36314, Weiß 36105, Hellgrau 36176 Im Verhältnis ca. 6 : 1 : 1 Das Rot der Lok ist beinahe Purpurrot, aber eben nur beinahe: Purpurrot 36331 habe ich etwas Karminrot 36136 beigefügt. Im Verhältnis ca. 3 : 1 Beim Dach passt Aluminium 36199 absolut perfekt 8)
heute ging es dem Masseproblem an den Kragen. Bei minimaler Geschwindigkeit ist die Lok immer mal wieder stehen geblieben :? Den passenden Hinweis habe ich hier gefunden ;)
Ich habe zuerst ein Messingblech (müsste 0,5mm dick sein) passend zugeschnitten:
Das Loch rechts habe ich noch etwas "verstärkt", so passt eine 12mm lange Schraube perfekt. Auf der linken Seite wird das Blech am Rahmen eingehängt und kann sich somit beim Festdrehen der Schraube nicht mitdrehen.
Erst im montierten Zustand habe ich die Federbronze-Kontaktfahnen an das Messingblech angelötet:
Das Blech habe ich noch durch ein zusätzliches Kabel mit dem Massepunkt der Lok (beim Decoder) verbunden. So gut wie eine 4-achsige Drehgestell-Lok fährt sie immer noch nicht, aber sie bleibt nur noch ganz selten hängen 8) Es spielt natürlich auch immer noch die Leitfähigkeit der Oberfläche an den uralten Rädern eine Rolle...
die Lok(s) waren sehr lange halb zerlegt in der Vitrine, aber es gibt jetzt endlich Neuigkeiten Beide Loks haben einen 1717er Faulhaber Glockenanker Motor bekommen: Mehr dazu hier
Hier die Telex-Variante mit LokPilot V5 (auf dem Foto ist noch ein V4):
Ganz wichtig dabei ist natürlich der SuperCapLader mit dem die Lok bei Kontaktproblemen einfach weiter fährt Und ein LokPilot V5 musste rein, weil der V4 noch keine Motorbremse hat. Das macht bei solchen Glockenanker-Umbauten ohne Schneckengetriebe absolut Sinn, sonst können die Loks sehr leicht weg rollen
Beide Loks laufen jetzt sehr leise und können auch super fein geregelt werden, nur das Getriebe hört man natürlich noch raus. Nur eine der beiden eiert ein bisschen, weil ein Rad nicht perfekt gerade auf der Welle sitzt