RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#1 von e656 , 26.03.2020 10:57

Ich habe mir die Bedienungsanleitung mal durchgelesen und muß sagen der Lokdecoder wird immer Komplexer.Alleine schon die Lokparameter sind jetzt noch umfangreicher und komplexer statt einfacher aber auch andere Dinge wie Bremsfunktion 1,2,3 ob das alles nötig ist vor allem man sitzt mehr am Lokprogrammer wie an seiner Anlage bald kann man gar keine CV Werte mehr am Handregler eingeben weil es zu Komplex wird.Das Modellbahnhobby findet nur noch am PC statt 😐
Gruß Michael


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#2 von supermoee , 26.03.2020 11:21

Hallo Michael,

dann lies mal spasseshalber die BDA eines Zimo Dekoders

Von nichts kommt nichts. Man will immer mehr haben und das ist das Ergebnis dazu. Die Entwickler setzen auch nur das um, was sie als Wünsche von den Kunden während Messen, per Mail oder sonst wie bekommen.

ESU hat doch die beste Lösung für dich. Kauf die den Lokpilot Standard. Günstig und ohne viel Schnick-Schnack.

Gruss

Stephan


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#3 von Heinzi , 26.03.2020 12:11

Hallo Jungs

Michael:
Da bin ich voll und ganz bei dir. Habe mir letztens auch einen LOPI 5 (ohne Sound) gekauft.
Nach wie vor sind die Bedienungsanleitungen von ESU vorbildlich. (obwohl sich beim 5er vermutlich eini-ge "Copi-Past" Fehler eingeschlichen haben.
Ich habe mich nun auch einige Tage (um nicht zu sagen Wochen) mit dem Teil beschäftigt. Bei den Mär-klin HLA Antrieben kriege keine wesentlich besseren Fahreigenschaften hin (trotz der mittlerweile 10 Re-gel-CV's) wie mit Lopi3 (mit seinen 3 CV's. Und von den Fahreigenschaften eines Zimo-Decoders ist der 5er noch meilenweit entfernt.
Auch haben beim 3er die Standard CV Einstellungen aus der BDA meist schon sehr gut gepasst. Mit dem 5er waren meine HLA Antriebe damit schlicht nicht fahrbar. Was mir noch fehlt beim 5er sind Erfah-rungen mit der Einmessfahrt.

Was die angesprochene Anleitung von ZIMO Decoder angeht, muss ich Stephan z.T. recht geben. Die BDAs von Zimo sind wirklich gewöhnungsbedürftig. Hat man das aber einmal kapiert, ist auch diese nicht mal so schlecht. Und von den Fahreigenschaften der Decoder her stehen die Zimo's sie für mich jedenfalls einiges vor den Märklin und ESU Decodern. Das zeigt auch mein neustes Modell von Roco Re4/4 der BLS. Die fährt aus der Schach-tel heraus einfach traumhaft. Auch das Einstellen der Fahreigenschaften ist einiges einfacher mit nur einigen wenigen CVs.


Gruss Heinzi
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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#4 von e656 , 26.03.2020 12:44

Hallo Stephan,
da gebe ich Dir ja vollkommen recht die Zimo Decoder sind auch nicht ohne.Ich hab es generell gemeint.Klar wollen immer mehr Kunden mehr haben aber genau so viele Kunde wollen das Gegenteil nämlich eine freundliche Bedienbarkeit. Nur noch am PC sitzen anstatt an der Modellbahnanlage kann auch nicht das gelbe vom Ei sein.😎

Gruß Michael


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#5 von JoWild , 26.03.2020 13:04

Es hängt davon ab. was DU an Features willst.
Es gibt auch einfache Decoder für deutlich weniger Geld, die auch einfach in Betrieb zunehmen und programmierbar sind. Und die Modelle laufen damit auch gut.


Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#6 von e656 , 26.03.2020 13:30

Hallo JoWild,
Für mich das wichtigste sind die Motorparameter damit der Zug optimal läuft.Der Lokpilot Standard wäre eigentlich optimal für mich aber leider sind da die Motorparameter sehr abgespeckt dadurch laufen nur die Roco Loks optimal

Gruß Michael


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#7 von Lindilindwurm , 26.03.2020 14:57

Ich finde die Komplexität sehr positiv, erlaubt sie doch wirklich ausgefallene Funktionen.
Das Gegenmodell wäre z.B. mfx, das Plug&PLay erlaubt für alle, die daran kein Interesse haben.
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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#8 von supermoee , 26.03.2020 15:24

Zitat

Ich finde die Komplexität sehr positiv, erlaubt sie doch wirklich ausgefallene Funktionen.
Das Gegenmodell wäre z.B. mfx, das Plug&PLay erlaubt für alle, die daran kein Interesse haben.
Lindi



Hallo,

und wie ist das dann bei Zimo mfx Dekoder?? Sind die jetzt komplex oder plug&play?

das hat weniger mit mfx zu tun. Das wäre so als ob man die Komplexität von DCC Dekoder an Railcom+ anheften würde.

Bei den mfx Dekoder sind auch komplexe Logikschaltungen möglich, wenn man will.

Gruss

stephan


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#9 von JoWild , 26.03.2020 16:32

Zitat

....
Der Lokpilot Standard wäre eigentlich optimal für mich aber leider sind da die Motorparameter sehr abgespeckt dadurch laufen nur die Roco Loks optimal

Gruß Michael


Also bei mir laufen ältere Märklin, Fleischmann und Roco mit einfachen Decodern und haben gute oder gar sehr gute Fahreigenschaften.
- Märklin mit Feldspule
- Märklin mit nachgerüstetem Feldmagnet
- Fleischmann mit alten 3-Poler
- Fleischmann mit gekapseltem Motor
- Roco mit unterschiedlichen Generationen der Rocomotoren
alle nachgerüstet mit Tams LD-G 30, LD-G 32 und -2, LD-W 32 und -2 sowie mit Laisdcc.
Eigentlich mussten nur V-min, V-max, die Beschleunigung und das Bremsen an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Bei Loks mit Feldspule musste ich prinzipiell auf eine niedrig PWM-Frequenz regulieren, da alle meine derartigen Modelle mit höheren Frequenzen als 90...100 Hz pfeifen. Da ist mit beim LD-W-32 die vorgegebene Frequenzauswahl mit 480 Hz (default) oder 60 Hz etwas zu eingeschränkt.

In meinen Loks, die von Roco ab Werk mit Decoder ausgerüstet sind, sind die originalen Zimo. Die Werkseinstellungen brauchen zumindest bei 18 V Gleisspannung nicht verändert werden.
In meinen Märklin-Loks mit Märklin-Werksdecoder musste ich je nach Generation nur entweder an den Potis Einstellungen vorgenommen werden oder eben auch die vorgenannten Parameter angepasst werden.
Diese Anpassungen sind dann ganz einfach z.B. über die MS2 im Menü oder auch über CV-Programmierung auszuführen.

Wenn Loks schlecht laufen nach einer Umrüstung, dann sollte man auch erst mal den Antrieb reinigen und ordnungsgemäß schmieren.
Wer versucht mechanische Mängel mittels der Decoder zu überspielen hat m.E. den falschen Ansatz.


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Joachim


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#10 von moppe , 26.03.2020 19:14

Zitat

Ich habe mir die Bedienungsanleitung mal durchgelesen und muß sagen der Lokdecoder wird immer Komplexer.



Ja, wunderschön komplex.

Und für sie, wer nicht mit komplexe Decoder spielen will, funktioniert der LokPilot V5 auch schön mit seiner Standardeinstellungen.
Ganz wie ob du hatte ein einfache Decoder gekauft.

Der gute Ding ist, das mit ein LokPilot V5, gibt es Möglichkeiten für ihn ein bisschen mehr zu haben, wenn du der LokProgrammer software heruntergeladen hab und mit ihn gespielt.
Dann brauchen du (fast) nicht länger der Anleitung zu lesen!


Klaus


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#11 von moppe , 26.03.2020 19:16

Zitat

Für mich das wichtigste sind die Motorparameter damit der Zug optimal läuft.



Motorparameter:
CV 54 = 0
Lok auf Anlage setzen und F1 drücken.

Einfach.....

Klaus


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#12 von e656 , 26.03.2020 19:36

Hallo Klaus,
das mit dem Einmessen funktioniert nicht gut bei Fleischmann Rundmotoren und schon gar nicht bei Glockenankermotoren das aber nur am Rande.Und natürlich muss alles am Lokprogrammer gemacht werden das ist meiner Meinung nach halt das Problem der Abhängigkeit. Ist halt alles Ansichtssache.

Gruß Michael


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#13 von Beschwa , 26.03.2020 20:58

Hallo Michael,

Klaus schrieb Lokprogrammer Software!
Diese ist umsonst.
Herunterladen, eingeben was du haben möchtest
und die CV's werden dir angezeigt.
Das bekommst du meines Wissens von keinem anderen Hersteller.

Außer bei Sound da braucht man aber soweit mir bekannt von allen
Herstellern den Programmer, vielleicht geht es mit der CS bin mir nicht sicher.


Grüßle
Bernd


 
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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#14 von StephanLeist , 27.03.2020 08:38

Servus Michael,

Ich kann dein Bekümmernis sehr gut nachvollziehen, da es mir genauso geht wie dir. Die Einstellungen werden komplexer und komplexer, v.a. eben auch die die Eigenschaften, die des TBF betreffen - also nicht nur der Funktionsumfang das Mapping etc. - wobei ich stark bezweifle, dass sich dadurch eine besondere Besserung ergibt.
Was ich auch sehr interessant fand (bei der Motorregelung), ist, dass die Motorfrequenz im Vergleich zum Lopi 4 von 40 kHz auf jetzt bis zu 50 kHz erhöht wurde. Damals beim Lopi 4 hatten ja genug "Spezialisten" - auch hier im Forum - die Sinnlosigkeit einer noch höherfrequenten Ansteuerung des Motors betont. Außerdem wurde immer wieder die Geräuschlosigkeit dieser Decoder behauptet usw.. Leute wie ich, und ich kenne auch weitere, die ekelhaft störende Geräusche der Regelung vernahmen wurden hier und da indirekt praktisch als "unfähig" den Decoder "richtig" einzustellen denunziert. Auch seitens ESU kam da keine Reaktion. Im Besonderen bei der Ansteuerung der Glockenankermotoren wurde geschwiegen.
Bei Lopi 4 wurde die Motorregelung ja damals bereits als "geräuschlos" und besonders für Glockenankermotoren geeignet beworben.
Und wie ist es heute beim 5er?

Zitat
... Eine variabel einstellbare PWM-Taktfrequenz von 10kHz bis 50kHz sorgt gerade bei Glockenankermotoren für einen superleisen Betrieb – Das typische „Brummen“ gehört der Vergangenheit an. ...

Zitat: ESU-HP 27.03.2020
Laut den alten Statements seitens ESU, nachdem ja bereits beim Lopi 4 die Motorregelung geräuschlos war und es auch für Glockenankermotoren keine Probleme gab, muss beim Lopi 5 auf einmal die Frequenz erhöht werden, damit die Regelung von geräuschlos (Lopi4) zu superleise (Lopi5) gebracht (verschlimmbessert? ) wird. ??? Komisch ???
Auch der Hinweis auf den Betrieb mit Glockenankermotoren ist amüsant, nachdem es ja laut ESU dabei gar keine Probleme gab, hat man jetzt die Frequenz erhöht. ???
Reines Marketing? Ich habe dies Heuchlerei satt. Ich und auch andere haben damals mehrere Anfragen an diverse Decoderhersteller geschickt, wie es mit der Ansteuerung von Glockenankermotoren und den Regelungsfrequenzen etc aussieht. Wenn überhaupt, dann kamen nur ausweichende, beschwichtigende Antworten.

Aber was zusätzlich natürlich komisch ist: Es gab und gibt Verfechter der ESU Decoder, die ihr "Heiligtum" in Kritik dahingegen verteidigten, dass man dem Anwender Unfähigkeit vorwarf. Was sagen die eigentlich jetzt, nachdem ESU nun ja - wenn auch nur indirekt - die Problem und Schwächen der älteren Decoder "zugeben"?
Fairerweise muss man sagen, diese Verfechter gibt es auch für andere Marken (ZIMO, D&H, TAMS, Märklin).

Deine Kritik daran, dass man beim heute "modernen" Betreiben einer Moba relativ viel Zeit am PC verbringt, mag daran liegen, dass der Computer grundsätzlich als Allzweckwaffe des Alltags angekommen ist. Nahezu alles wird heute Smart (Smartphone, SmartTV, SmartHome, SmartCarInfotainment, ... ) bis hin zur smarten Kloschüssel. Das mag hier und da nützlich und sinnvoll sein, aber grundlegend finde ich nicht.
Das dieser Trend auch vor der Moba keinen Halt macht, ist leider so. Es gibt auch anscheinend genug Mobahner die das wünschen und wollen, was man hier in den einschlägigen Foren so lesen kann. Kritiker werden schnell als "nicht zeitgemäß" oder Software / PC-Phobist abgestempelt.

Will man heute als DCC oder mfx Fahrer die Möglichkeiten des Digitalbetriebs mehr als nur rudimentär ausschöpfen, so gelingt das hier nur unter Zuhilfenahme von "PC" und Software. Sozusagen als "Vollendung" der digitalen Modellbahnsteuerung. Aber ist es das wirklich?
In meinen Augen nein - es ist eher der Tod derselbigen. Eine PC-Softwaresteuerung gibt und gab es auch schon ohne Digitalisierung der Moba und sollte gesondert betrachtet werden. Zweckmäßig v.a. für große Schauanlagen - manch einer möchte das auch für sich zuhause, dann nur zu.
Aber allein der Gedanke, dass eine Digitalsteuerung erst durch eine PC-Software komplettiert wird ist schon traurig. Anscheinend sind die Digitalsteuerungen selbst so mangelhaft und unvollständig, dass es einen Rechner mit Software braucht, die Mängel zu kompensieren.


Freundliche Grüße,
Stephan Leist


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#15 von e656 , 28.03.2020 08:12

Hallo Stephan,
ja deinem geschriebenen ist nicht mehr viel hinzuzufügen die Loks der Anlage sind nicht mehr das Interessante nur noch der Decoder. Doch gerade soll ja die Modelleisenbahn dazu beitragen das man nach der Arbeit mal abschaltet und nicht wieder am PC sitzen muss, aber das ist leider halt mittlerweile nicht mehr der Fall. Manches Bergmassiv auf der Anlage wurde schon zerstört wenn das programmieren in Stress ausartet. So was hatte ich mal vor Jahren mal auf einer Messe erlebt. Ein neuer Decoder wo auf den Markt kommt muss einfach neue Features haben egal wie absurd manche auch sein mögen Hauptsache man hat einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Aber zum Glück gibt es noch sehr viele Modellbahner die das noch anders sehen.

Gruß Michael


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#16 von Tenderschieber , 28.03.2020 12:37

Zitat

die Loks der Anlage sind nicht mehr das Interessante nur noch der Decoder. Doch gerade soll ja die Modelleisenbahn dazu beitragen das man nach der Arbeit mal abschaltet und nicht wieder am PC sitzen muss, aber das ist leider halt mittlerweile nicht mehr der Fall.


So ist das halt. Schließlich musst du wenigstens fünf Jahre in den Knast, wenn du bei einem neuen Decoder nicht in den Tiefen der CVs rumwühlst. Steht so im Strafgesetzbuch. Nur das Dutzend Standard-CVs zu ändern, zieht vor Gericht nicht als Ausrede.


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#17 von e656 , 28.03.2020 14:01

"Und wer glaubt,Projektleiter leiten Projekte,glaubt auch ,das Zitronenfalter Zitronen falten."


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#18 von oligluck ( gelöscht ) , 28.03.2020 14:29

Moin,
ohne nun jemandem zu nahe treten zu wollen, habe ich den Eindruck, hier wird ein Problem herbeigeredet, das es nicht gibt.

Ich baue einen Decoder ein und die Lok fährt. Meistens hinreichend gut mit Werkseinstellungen, aber gewiss nicht immer.

Im Grunde könnte ich zufrieden sein, wenn die Uhren beim Lopi 3.5 stehen geblieben wären. Lopi 4 oder 5 deswegen zu verteufeln, ist jedoch eine zu simple Denkweise: das automatische Einmessen ist ein bedienerfreundliches Feature, das zwar nicht immer sofort funktioniert, aber doch oft genug.
ABC-Brems- und La-Strecken waren für mich Grund genug, sämtliche Loks von Lopi 3 auf Lopi 4 umzubauen.
Wer diese nicht haben möchte, nutzt sie dann eben nicht, auch gut - ohne dass ich ihm einen Vorwurf daraus formuliere.

Ja, die Decoder sind komplexer geworden, keine Frage! Es bietet mir die Möglichkeit, die Motoransteuerung noch besser einzustellen, falls ich nicht mit der "out of the box"-Lösung zufrieden sein sollte.
Wohlgemerkt: ich KANN es tun, aber niemand zwingt mich dazu.

Ob ich dann die CV-Einstellungen zu Fuß mache oder mich eines PCs bediene, ist eine Frage der Bequemlichkeit.
Und was genau ist daran verwerflich, wenn ich vielleicht eine Stunde am PC sitze (weil ich in alle CVs verliebt bin), danach dann aber diese Lok über Jahre geschmeidig über meine Gleise schleicht, dass ich mich daran erfreuen kann? Hier dann diese eine Stunde (oder zwei, egal) zu verteufeln, halte ich dann doch für etwas an den Haaren herbei gezogen.


Viele Grüße,
Oliver


oligluck

RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#19 von StephanLeist , 29.03.2020 01:08

Hallo in die Runde,

ich denke nicht das es Michael darum ging das Einstellen zu verteufeln und auch nicht um einen herbeigedichteten Zwang alle oder nahezu alle CVs einstellen zu müssen. Das ist mMn. überhaupt nicht der Punkt.
Das mögen einige vielleicht nicht verstehen - mag ja sein - aber was hier von Michael angsprochen und kritisch beleuchtet wird ist etwas, was einen allgemeinen Trend der Branche beschreibt. Klar passt diese Kritik dem ein oder anderen Verfechter nicht, die offensichtlich einen anderen Reitz in dem Hobby Modellbahn finden. Evtl. ist es das ja auch was sich die Hersteller heute "modern" unter dem Hobby Modellbahn vorstellen. Wenn das die Zukunft sein soll - könnte ja sein - dann ist es wohl so, dass einige Leute (auch ich) dieses Hobby mittlerweile aus den "falschen" Beweggründen betreiben.

Zitat von e656 im Beitrag Bedienungsanleitung Lopi5

Das Modellbahnhobby findet nur noch am PC statt


Dieser Satz sagt doch alles. Ein ernstzunehmender Kritikpunkt den man ruhig einmal auch ganz selbstkritisch beleuchten kann. Ich stelle in dieser vielschichtigen Frage vor allem zwei Seiten fest. Die Einen, denen das so vorkommt und die ihren Unmut darüber Ausdruck verleihen, die Anderen, die diesen Eindruck überhaupt nicht nachvollziehen können/wollen und diese Leute dann, teilweise recht abfällig, abstempeln.
Leider gibt es auch eine nicht unerheblich Zahl an Dummschwätzern, die sich ganz schnell sehr wichtig machen und Dinge ohne Hand und Fuß verbreiten. Bspw. habe ich ja selbst keine große Ahnung von Motorregelung und Steuerung, aber was ich breits in der Diskusion darüber im Bezug auf die verschiedenen Hersteller von einigen "Experten" mitverfolgt habe, ist schon hanebüchen. Manche plappern auch einfach dumm nach, was in irgendeiner Marketing-Floskel eines Herstellers steht und verkaufen das als die absolute Wahrheit. ?

Ich finde die Kritik und die damit verbundene Frage, ob zu viel Computer und Software mittlerweile im zeitgemäßen Modellbahnhobby einzug gehalten haben, durchaus berechtigt und diskussionswürdig. Es wäre auch die Frage angebracht, warum das so sein "muss" oder zumindest, was man sich davon verspricht.

Zitat

Ein neuer Decoder wo auf den Markt kommt muss einfach neue Features haben egal wie absurd manche auch sein mögen Hauptsache man hat einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz.

Auch eine durchaus diskussionswürdige Behauptung, die man seriös beleuchten kann. Wie viele Funktionen braucht es wirklich und wie "wichtig" sind 20 Soundfunktionen? Wie notwendig ist der grafische Schnickschnack und warum sollte auch die Modellbahnsteuerung Smart werden. "Schöne" große Touchdisplays mit vielen schönen Bildchen und Software die -Hypothese: evtl. vom wesentlichen ablenkt? Wird der Modellbahner, der das nicht will nicht vielleicht alleine gelassen? Wenn er das ein oder andere umsetzten möchte, verweißt man schnell auf die komplexe, umfangreiche Software oder große Zentrale (CS, Ecos, Commander, Z21 App). Andere möglichkeiten scheint es nicht zu geben. Aber ist das wirklich so? Vielleicht will man auch nur mehr Modellbahner die das Hobby genau so auffassen und wer das nicht tut hat eben zu akzeptieren, dass er das flasche Hobby gewählt hat. : :

Ich will ja nichts gesagt haben ... flaster: Hinter viel Software-Schnickschnack lassen sich auch gut die ein oder anderen Schwächen verstecken. Außerdem lässt sich so dem Anwender leicht eine Leistung verkaufen, die er selbst erst zu erbringen hat.


Freundliche Grüße,
Stephan Leist


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#20 von Lindilindwurm , 29.03.2020 07:14

Zitat von supermoee im Beitrag Bedienungsanleitung Lopi5

Zitat von Lindilindwurm im Beitrag Bedienungsanleitung Lopi5

Ich finde die Komplexität sehr positiv, erlaubt sie doch wirklich ausgefallene Funktionen.
Das Gegenmodell wäre z.B. mfx, das Plug&PLay erlaubt für alle, die daran kein Interesse haben.
Lindi



Hallo,

und wie ist das dann bei Zimo mfx Dekoder?? Sind die jetzt komplex oder plug&play?

das hat weniger mit mfx zu tun. Das wäre so als ob man die Komplexität von DCC Dekoder an Railcom+ anheften würde.

Bei den mfx Dekoder sind auch komplexe Logikschaltungen möglich, wenn man will.

Gruss

stephan



Da ich hier sinnentstellend zitiert werde:

Wer jammert, dass das Hobby nur noch vor dem PC stattfindet, kann z.B. bei Märklin oder Trix ein digitales Komplettsystem bekommen, das Plug and Play beherrscht, in dem sich Loks, Weichen und Signale durch mfx von selbst verbinden und ohne weitere Einstellarbeit mit zahlreichen Funktionen perfekt funktionieren.

Wem selbst das zu kompliziert ist? ...kann ja analog bleiben.

Und wer technisch höhere Ansprüche hat, verwendet Software für Loks und Steuerung der Anlage.

Wo ist das Problem?

Stefan, wie denkst du darüber, dass es den VW UP, den Carrera und den Chiron parallel von einem Konzern gibt?

Lindi


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#21 von Tenderschieber , 29.03.2020 18:21

Zitat

Zitat von e656 im Beitrag Bedienungsanleitung Lopi5

Das Modellbahnhobby findet nur noch am PC statt



Ich finde die Kritik und die damit verbundene Frage, ob zu viel Computer und Software mittlerweile im zeitgemäßen Modellbahnhobby einzug gehalten haben, durchaus berechtigt und diskussionswürdig. Es wäre auch die Frage angebracht, warum das so sein "muss" oder zumindest, was man sich davon verspricht.


Es geht darum, dass er die Schuld für seinen Zeitaufwand den Herstellern gibt.

Das ganze Wochenende nehme ich eine Lok aus der Packung, scanne sie mit JMRI, stelle ein paar CVs ein, setze sie auf die Testanlage, justiere Vmax und die Railcom-Rückmeldung dazu mit dem BiDiB-Wizard, teste ein paar Einstellungen und korrigiere sie, falls nötig, scanne sie wieder mit JMRI, damit die auf dem Rechner abgespeicherten Einstellungen korrekt sind und packe sie wieder ein.

Kostet Zeit, ja, aber ist meine Entscheidung, nicht die der Hersteller.

Bei meinen 35 Digitalfahrzeugen habe ich noch nicht ein Mal die Motor-CVs anfassen müssen.

Übrigens kann ein hundertstel Millimeter Spiel im Motor-Getriebe-Block einen infernalischen Krach erzeugen, den man nicht weg bekommt, wenn man an einem Dutzend CVs dreht.


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#22 von Beschwa , 29.03.2020 21:02

Vielen Kollegen ist Decoder einstellen am Computer noch zu wenig.
Die brauchen für die einfachsten Dinge noch Arduino und Rhasperry Pi.

Jedem das Seine.


Grüßle
Bernd


 
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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#23 von StephanLeist , 30.03.2020 01:15

Hallo,

Zitat

Es geht darum, dass er die Schuld für seinen Zeitaufwand den Herstellern gibt.

Aha, ok.

Zitat

Kostet Zeit, ja, aber ist meine Entscheidung, nicht die der Hersteller.

So so. Ich hoffe doch, dass es auch den anderen Mobahneren so geht, dass man sie nicht zu diesem Hobby zwingt und sie sich frei entscheiden.

Zitat

Bei meinen 35 Digitalfahrzeugen habe ich noch nicht ein Mal die Motor-CVs anfassen müssen.

Ah ja. Wahrscheinlich eben weil es deine Entscheidung ist und dich niemand dazu gezwungen hat.



Zitat

Übrigens kann ein hundertstel Millimeter Spiel im Motor-Getriebe-Block einen infernalischen Krach erzeugen, den man nicht weg bekommt, wenn man an einem Dutzend CVs dreht.




Zitat

Vielen Kollegen ist Decoder einstellen am Computer noch zu wenig.
Die brauchen für die einfachsten Dinge noch Arduino und Rhasperry Pi.

Allerdings. Es ist schon etwas verwunderlich für was man alles bei der Moba heute einen PC/uPC braucht, um vom Grunde her einfache Funktionen zu bekommen. Und was da teilweise für eine Software aufgezogen werden muss ... :


Freundliche Grüße,
Stephan Leist


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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#24 von gäubahner , 30.03.2020 08:46

Hallo zusammen,

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht - es hat doch jeder selbst in der Hand wie viel PC gewünscht ist oder nicht.

Ich bin z.B. total begeistert davon, selbst die Hausbeleuchtung mit dem Handy über die z21 App steuern zu können.
Ich brauche nicht mehr zig Stellpulte und den zugehörigen Plan im Kopf, was womit gesteuert wird, sondern drücke nur noch die Buttons auf dem Handy, das ich sowieso in der Tasche habe.

Das ganze wäre sicher auch ganz analog oder nur teilweise digital möglich - will ich aber nicht.

Anfangs habe ich auch alle Loks mit LoPi Standard digitalisiert, mittlerweile bereue ich das, auch wenn ich nur einen Bruchteil der gegebenen Funktionen der "höherwertigen" Decoder brauche, finde ich Dinge wie z.B. den Neoneffekt beim Anschalten der Innenbeleuchtung klasse. Für mich erhöht sich damit Unterhaltungswert enorm.


Gruß Mirko

Die never ending Story meines Anlagenbaus:
Epfendorf an der Gäubahn


 
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RE: Bedienungsanleitung Lopi5

#25 von Stadtbahner , 30.03.2020 12:31

Zitat

Außerdem wurde immer wieder die Geräuschlosigkeit dieser Decoder behauptet usw.. Leute wie ich, und ich kenne auch weitere, die ekelhaft störende Geräusche der Regelung vernahmen wurden hier und da indirekt praktisch als "unfähig" den Decoder "richtig" einzustellen denunziert.


Hallo Stephan,
hast du bereits probiert, Railcom abzuschalten?


Viele Grüße, Stadtbahner

Meine kleine Parkettbahn "Bärlin", neu: Gleisplan #024 mit BR 023, 80 und 218 .
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Stadtbahner
EuroCity (EC)
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Gleise Trix C-Gleis
Spurweite H0
Steuerung DCC, z21, MultiMaus, Rocrail
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