Frage zu Märklin 37543 BR 120

#1 von Werbelok , 14.03.2023 21:02

Hallo zusammen

Meine BR 120 (aus Sammlungsauflösung) habe ich nun ein paar Runden fahren lassen. Sie hat zwischendurch Kontaktprobleme, bleibt einfach stehen und Licht,Sound alles ist aus. Als ich die Lok geöffnet habe fiel mir ein Bauteil ( Widerstand?) auf welches zwischen dem Kabel von der Schleiferplatte und der Platine gelötet worden ist. Es sieht für mich so aus als wäre es nachträglich eingebaut worden, zumindest habe ich es so noch nie in einer Lok gesehen.

Wer hat das Modell und kann mir sagen ob es so gehört ab Werk bzw. was es damit auf sich haben könnte?

Besten Dank


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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#2 von Ludwig47 , 14.03.2023 21:14

werksseitig hier serienmäßig eingebaute Entstördrossel (z.B. zur Verhinderung von Störungen durch "Fremdfabrikate").

Gruß,
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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#3 von _Georg_ , 14.03.2023 21:34

Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Drossel auf deinem Bild.
Mach dich mal schlau, wo sich bei einer digitalisierten Lok Drosseln befinden.
Mach dich mal schlau, wo sich bei einer WechselstromLok von Märklin eine Drossel befindet.
Könnte bei deinem Problem hilfreich sein.
Goggle liefert diesbezüglich viele Infos


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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#4 von Stahlblauberlin , 15.03.2023 12:09

22µH, sollten dem Gleissignal nicht schaden, ist aber auch nicht nötig an der Stelle. Bei reinen Wechselstromloks von Märklin ist die Drossel an der gleichen Stelle verbaut, nur das sie dann an einer der Bürstenführungen angelötet ist.
Das abrupte stehenbleiben deutet entweder auf ein Stromversorgungs- oder ein Motorproblem hin. Ersteres ist nicht gerade typisch für Märklin, aber alle Räder gründliche reinigen (Reinigungsbenzin/SR24, fusselfreies Tuch) hat noch nie geschadet und den Schleifer prüfen. Die Bronzefedern oxidieren oberflächlich, den Schleifer einige Male komplett durchfedern damit sich die Übergänge freischleifen hilft oft. Auch mal das Schräubchen das den Schleifer hält gefühlvoll!!! nachziehen.
Masseproblem: Auch wenn Märklin-Loks Masse über alle Räder bekommen gibt es gerade bei Drehgestelloks in klassischer Bauweise (Konstruktion vor MäTrix/Mittelmotor)oft das Problem das der Strom sehr gut vom Drehgestell über die Achsen und Räder zum Gleis fließt aber die Verbindung Drehgestell - Lokrahmen nicht so gut ist. Hier wirkt eine hochflexible Leitung oft Wunder.
Der Motor kann auch im Stand verdrecken, Öl kriecht und kann den Kollektor versauen. Dann steigt u.U. die Stromaufnahme so weit an das der Decoder die Notbremse zieht. Für einen ersten Blick auf den Kollektor eine der Bürsten ausbauen und einen Blick auf den Kollektor werfen. Blankes Kupfer ist perfekt, ein dunkleres Bild aber noch metallisch ist gut. Ölig-Schwarz heißt dringend reinigen. Ist im Forum X-Fach beschrieben.
Ebenfalls für Überlastung und damit Notabschaltung sorgt Märklin Getriebekleber, ab Werk "Öl" genannt. Ganz übel ab Anfang der 90er bis in die 2000er, da hat Märklin Öl verwendet das nach einigen (wenigen...) Jahren so verharzt ist das sich nur noch nichts oder sehr wenig bewegte. Spätestens wenn die Bürsten am Motor ausgebaut sind sollten sich die Antriebsräder bei dieser Lok ohne großen Kraftaufwand durchdrehen lassen. Geht das nicht oder fühlt sich zäh an ist auf jeden Fall auch das Getriebe, Achslager etc. gründlich von altem Schmiermittel zu befreien. SR24 oder Reinigungsbenzin, kleiner Borstenpinsel, reichlich Küchenkrepp, Antriebsgestell dazu aus der Lok ausbauen. nach der Reinigung alle Achsen leicht!!!! ölen, insbesondere das kollektorseitige Lager des Motors sehr sparsam. Lieber später einen Hauch extra als wieder den Motor zu zerlegen und reinigen. Den Zahnrädern einen kleinen Klecks (Stecknadelkopf..) Fett auf die Zahnflanken verpassen, das preiswerte Universalfett von LiquiMoly funktioniert super. Das Laufgeräusch der Stirnradgetriebe wird so deutlich angenehmer.


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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#5 von alexus , 15.03.2023 12:47

Hallo zusammen

Diese Drossel hat Märklin eine Weile verbaut um Geisterfahrten (unbeabsichtigten Losfahren) durch Störungen vom Gleis aus zu verhindern.
Das ist aber schon eine ganze Weile her, min. 15 Jahre.


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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#6 von Werbelok , 15.03.2023 21:17

Also die Lok ist von 2013.
Das Problem ist wohl die besagte Drossel - wenn ich diese mit einem Stück Kabel überbrücke läuft alles ohne Probleme. Ich gehe davon aus das die Drossel defekt ist. Gibt es die als Ersatz oder kann ich sie einfach ersatzlos wegnehmen?


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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#7 von alexus , 15.03.2023 21:56

Hallo zusammen

Die Drossel kannst du m. M. n. ersatzlos entfernen.

Allerdings solltest du auch, wie von Stahlblauberlin geschrieben, dir die Masseabnahme ansehen.
Ich hab an meiner alten 120ger (früher mit HLA) die Achsen am Schleiferdrehgestell mit Aderendhülsen als Gleismassekontakt versehen. Von da aus mit Kabel direkt an den innenliegenden Sammelpunkt (Chassisschraube).
Zusätzlich bekam die Lok noch einen 2200mircroF Elko mit Ladeschaltung.

Inzwischen fährt sie mit einem China-Glockenanker 1717 und Beleuchtungsset von mk-nk, Nicole Keller.


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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#8 von Ludwig47 , 16.03.2023 22:15

Hallo Leutchens,

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #4
22µH, sollten dem Gleissignal nicht schaden, ist aber auch nicht nötig an der Stelle.


Zitat von alexus im Beitrag #7
Die Drossel kannst du m. M. n. ersatzlos entfernen.


Hoffentlich habt ihr keine C-Sinusloks oder noch nie was von "Geisterloks" gehört?

Klar, Märklin hat diese Entstördrosseln natürlich nur aus Jux und Tollerei verbaut.

Gruß,
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RE: Frage zu Märklin 37543 BR 120

#9 von Werbelok , 17.03.2023 22:24

Nun, "Geisterloks" habe ich immer wieder Mal - auch unter den neuen Modellen...

Gebe Dir aber Recht Märklin wird keine Drossel verbauen wenn diese nicht notwendig ist.

Nochmal zur BR 120: Ich habe alles nochmal gereinigt (Motor/ Kontakte, Schleiferplatte etc.)
Seitdem lief die Lok auch mit der Drossel ohne Fehler etliche Runden.
Sie hatte von Anfang an das Problem das sie in den kleinsten Fahrstufen sehr ruckelig läuft. Das bekomme ich nicht weg.
Habe dann heute den Decoder einer BR 101( auch mit HLA ) in die BR 120 eingebaut und da lief die Lok wie verwandelt - seidenweich und ohne jegliches ruckeln in den unteren Fahrstufen.
Also den Decoder der 120 iin die 101 und siehe da, welche Wunder, diese lief nun ruckelig in den unteren Fahrstufen.

Wie ist das einzuordnen? Ist der Decoder der 120 defekt da die Lastregelung nicht funktioniert oder ist das Einstellungssache?
Kann ich die 120 mit dem Decoder noch weiter nutzen ( in den höheren Fahrstufen läuft sie ja gut) oder kann da was kaputt gehen?

Was meint ihr dazu? Was mach ich am besten mit der Lok?

Besten Dank


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