ich habe heute in meine 45 Jahre alte Mintrix BR 103 einen Uhlenbrock ID2 Minidecoder eingebaut. Die Lok fährt nicht so schön an wie eine neue, das hatte ich auch nicht erwartet, aber mit etwas Gas fährt sie normal. Wenn ich sie anhalte, bleibt sie stehen, der Motor zappelt aber immer hin und her. Kann man hören und wenn man den Deckel abmacht auch sehen. Kann mir jemand dieses merkwürdige Verhalten erklären?
Bei Fahrstufe 0 darf der Motor nicht zucken, da dürfte der Decoder ein Problem haben. Bei Fahrstufe 0 ist der Motor bei einwandfreiem Decoder aus. Bei jedem Decoder und jeder Spur von Z bis G. Ist die Lok vorher analog einwandfrei gelaufen? Gerade bei älteren Modellen ist vor dem Decodereinbau eine grundlegende Inspektion bzw. Wartung und Reinigung angesagt. Auch ist sicherzustellen das die Motoranschlüsse definitiv keine Kontakt zu irgend etwas anderem als den Anschlüssen des Decoders haben. Auch sind gerade mit den älteren Minitrix-Motoren manche Decoder überfordert, zum einen hauen die ordentlich Störimpulse raus, gerade mit einem gewissen Verschleißstand, zum anderen sind diese Motoren keine Kostverächter. Eine Minitrix-144 (E44) ähnlichen Alters meiner besseren Hälfte lief analog manierlich und sah im inneren gut aus, digital besch..en weil der Decoder am Anschlag lief. 350mA waren heftig. Motor überholt ( reinigen, Kollektor schleifen, neue Bürsten) und natürlich den Rest der Lok komplett gereinigt und es ging. Alternativ gibt es bezahlbare Umbausätze von micromotor.eu, die Glockenankermotoren bringen lauftechnisch echte Fortschritte.
Ich habe den Fehler gefunden. Ein Birnchen hat einen Kurszschluss verusacht, daher das klackern des Motors. Dann habe ich das gelbe Kabel einfach abisoliert und eine Kurzen vom feinsten erzeugt, Decoder fritte. Darf man die Lichtleiter nicht abisolieren? Alles seltsam.
Aber vielleicht ist tatsächlich der Motor schuld. Werde mal einen GAM oder sowas besorgen, die Lok ist mir für den Müll echt zu schade.
Wenn die Glühlämpchen wie üblich einseitig an Lokmasse liegen ist der andere Pol an weiß (vorne) und gelb (hinten) anzuschließen. Dabei darf dieser Anschluss, typischerweise ein Blech das gegen den Lotknubbel der Glühlampe drückt, zu nichts weiter Kontakt haben. Dioden bzw. die Selenplättchen müssen weg, sicherheitshalber auch die Leiterbahnen zu den Kontaktblechen kappen.