Mein Vater hat vor ~25 Jahren auf der Anlage Weichen von hier (https://www.hobby-ecke.de/) verbaut. Bausaetze, selber zusammengebaut.
Nun hat sich bei einer Weiche die Verbindung zwischen Stellschwelle und Weichenzunge aufgeloest. Ich habe den Aufbau mal skizziert, so gut ich ihn rekonstruieren kann.
Zur Befestigung der Weichenzungen gibt es in der Pertinax-Stellschwelle an der Stelle jeweils eine Bohrung, durch die von unten etwas nagelaehnliches durchgefuehrt ist und auf der Oberseite der Stellschwelle mit der jeweiligen Weichenzunge verloetet ist bzw. war. Da Vater den gesamten Gleisbau farblich behandelt hat, kann ich leider nicht eindeutig feststellen, ob der von unten durchgefuehrte Nagel stumpf an der Unterseite der Weichezunge verloetet war oder eben so ueberstehend an der Innenseite der Weichenzunge.
Nun grueble ich ueber Reparaturoptionen: Aus Pertinax Restplatinenmaterial eine komplett neue Stellschwelle herstellen, an den entsprechenden Stellen mit Bohrungen versehen und Messing/Neusilberdraht von unten durchstecken, den Draht oben irgendwie an die Weichenzungen anloeten? Die Notfallalternative jetzt vor Ort saehe so aus, dass ich versuchen wuerde die geloeste Weichenzunge mit einem Hauch Epoxykleber auf der Stellschwelle zu fixieren. Doch ob das hielte? Die Weichenzunge steht ja nunmal unter Spannung und ich kann nur eine minimale Menge Epoxy einsetzen..
Vielleicht kann mir ja hier noch jemand etwas vorschlagen?
P.S.: Leider kann die Weiche zur Reparatur nur schwerlich ausgebaut werden. Ich muesste als versuchen, sie im eingebauten Zustand zu reparieren.
Solch ein Problem habe ich schon einmal gehabt. Der Ausbau, die Reparatur (Draht unten an Weichenzunge anlöten) und der Wiedereinbau nach erfolgter Reparatur ist sicher mühsam, wenngleich wahrscheinlich am Effektivsten. Als Alternative würde ich folgende Vorgehensweise versuchen: Draht, wie eingezeichnet vorrichten, die Weichenzunge leicht abschleifen, in Stellschwelle ein Loch bohren (wenn nicht eh vorhanden), den Draht im Knick unten an die Stellschwelle anlöten und zuletzt den oberen Teil des Drahtes abschneiden (dieser dient ja nur zum Halten beim Lötvorgang). So wäre die Reparatur erfolgreich und es gäbe auch keine Beeinträchtigung mit den Radsätzen (weil ja ganz unten angelötet wurde). Viel Spaß wünscht Michael
So, erstmal Danke fuer die Rueckmeldungen und Vorschlaege!
Nach einer Nacht drueber geschlafen haben, war mir klar, wie das mit der Baugruppe aus Weichenzungen und Stellschwelle im Original gemacht wurde:
Die im Bild sichbare Aussparung im Schienenfuss der Innenseite einer Weichenzunge, wurde nicht einfach weggefeilt/-fraest, sondern an der kurzen hinteren und inneren langen Seite abgetrennt und der stehengebliebene Rest des Schienenfusses dann um 90° nach unten gebogen. Anschliessend wurden dann diese nach unten stehenden Pinoeckel der Zungen durch die aeusseren Bohrungen der Stellschwelle gefuehrt und auf der Unterseite der Schwelle mit je einem gelochten Plaettchen zur Fixierung verloetet. In diesem vormontierten Zustand, kam die Baugruppe auch mit dem jeweiligen Weichenbausatz vor 25 Jahren an.
Bei der von mir erwogenen Option mit einer Epoxy-Klebung hatte ich auch schon auf dem Schirm, dass das dann im Gegenteil zum Original fix waere. Klebung habe ich also recht schnell verworfen.
Die Loesung, die wir nun vornehmen, sieht so aus, dass eine Weichenaussenschiene, sowie die beiden Zungen demontiert wurden. Im Telephonat mit dem Hersteller des Bausatzes (der existiert ja gsd noch) schlug dieser drei Optionen vor, wovon eine war, die Weichenzungen / Stellschwelle Baugruppe komplett auszutauschen. So wird es nun gemacht. Das ist die sauberste Loesung.