3D-Druck in Immental

#1 von -me- , 27.10.2023 22:08

Einen schönen Gruß ins Stummi-Universum,
Ich habe mich mit dem Thema mal beschäftigt und bin da auf verschiedene Begriffe gestoßen, die sich mir erst einmal nicht so wirklich erschließen.
Begriffzusammenstellung:
1. Da gibt es FLM-Drucker, sogenannte Würstchenleger, die hier von einigen verwendet werden.
Für den Druck wird das Material erwärmt und härtet durch auskühlen aus.
2. Es gibt Resin-Drucker (SLA oder DLP), wo das Material flüssig zu sein scheint und via UV-Licht aushärtet. (SLA oder DLP lasse ich erst mal ungeklärt im Raum stehen, aber DLP arbeitet wohl mit einem Laser)
3. Ich habe an einigen Stellen gelesen, das Resin-Drucker besser (feiner) sein sollen als die Würstchenleger. An anderer Stelle aber auch, dass die Würstchenleger wohl stabilere Ergebnisse liefern.

Bevor ich zu meinen Fragen komme, noch mein Ideen, was ich dem Drucker erschaffen möchte:
MoBa:
- Bahnsteigdächer (wenn ich etwas passendes für meinen Bahnhof kaufe, ist der Drucker mehr als bezahlt!)
- Inneneinrichtung für Waggons, z.B. die obere Etage für meine Märklin-Dostos (etwa 20 cm lang)
- Bahnsteigausschmückung
- Gebäudedächer, Gebäudewände, Fenster/Türrahmen etc.
- Magnetkupplungen
- mal schauen, was noch kommt

Sonstiges:
- Handyhalterung für unseren UP
- Schlosshalter von unserem Fahrradanhänger
- weiteres wird sich dann zeigen

Und dann kommen wir zu meinen Fragen:
Frage 1: wohin soll die Reise gehen? Würstchenleger oder Resin? Gibt es da Erfahrungen, was da besser ist?
Frage 2: Resin soll als Material sehr teuer sein, ist das so? Wenn ja, wie viel teurer ist das denn? Hat da jemand Erfahrungswerte?
Frage 3: Ich habe gesehen, dass im Forum jemand sich einen "Resin-Aushärtekasten" mit UV-Licht gebaut hat. Braucht man das?
Frage 4: Kann ich mit AutoCAD zeichnen und das dann entsprechend für den Drucker aufbereiten?

Ich taste mich gerade an das Thema 3-Druck heran, deswegen erlaubt mir die Fragen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn hier jemand Erfahrungsberichte/Tipps posten würde, über einen Tipp bezüglich der Hardware würde ich mich auch freuen.


Schöne Grüße vom Ponyhof.

Michael

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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#2 von Alex Modellbahn , 27.10.2023 22:54

Hallo Michael,

ich bin schon seit einigen Jahren mit dem 3D-Druck unterwegs und bereue den Schritt nicht, mich in diese Technik eingearbeitet zu haben. Ich habe mich damals für ein „Würstchenleger“ entschieden und mir den „Anycubic i3 Mega S“ gekauft, Preis damals knapp unter 300,-€. Es handelt sich hier um einen recht einfachen Drucker, der aber derzeit meinen Ansprüchen noch genügt. Du kannst auch das 10fache für einen Drucker ausgeben, der natürlich eine bessere Druckqualität, aber das hat den Preis für mich nicht gerechtfertigt.
Warum ein FDM-Drucker? Natürlich habe ich auch über das SLA-Verfahren nachgedacht, vor allem wegen der sehr guten Druckoberflächen, aber das „gepansche“ mit Resin war und ist mir nicht geheuer. Das gedruckte Teil musst Du waschen und unter einer Lampe aushärten lassen (da geht auch eine einfache UV-Lampe für Maniküre). Das Resin ist nicht ungiftig, Reinigung der Anlage und des Resins, Entsorgung, Geruchsbelästigung beim drucken usw.
Beim FDM-Drucker wird dieser nach dem Druckvorgang einfach ausgeschaltet. Das wichtigste ist aber, was willst Du drucken und wie soll die Oberfläche aussehen. Kleinstteile, Gitterrohrmasten, Fahrzeuge etc. sind für das FDM-Verfahren eher ungünstig. Wobei auch vieles geht. Gedruckt habe ich bisher Ladegüter, Lokschuppen, Gebäude, Stahlbrücken, Lautsprechergehäuse für die Loks, Kupplungen usw.
Beim FDM gibt es auch verschiedene Materialien, die auch verschiedene Verarbeitungsweisen benötigen. Ich nutze PLA, da kann man nochts falsch machen, nachträgliches schleifen willst Du das Material allerdings auch nicht. Außerdem handelt es sich um ein Thermoplast. Bedeutet das es bei Wärme auch wieder weich wird. Ich hatte für einen Freund mal einen Lüfteranschluss für seine Ente gedruckt, das Bauteil hielt keine 10 Minuten.

Neben den Drucker ist natürlich die Software zur Erstellung der Daten sehe wichtig. Ich selbst nutze ein Industrieprogramm, welches ich auch auf Arbeit einsetze. Deswegen kann ich schwer einen Favoriten dazu benennen. Wichtig ist, das Du mit dem Programm umgehen kann und dieses die 3D-Daten im stl-Vormat ablegen kann. Dabei muss auch darauf geachtet werden, dass die Datei in der nötigen Qualität gespeichert wird. Du kannst es Di vorstellen wie ein Bild. Wenig Pixel und dann auf DinA0, gruselig. Also ob Auto CAD den Ansprüchen genügt, kann ich Die nicht beantworten.

Ich hoffe Dir ein wenig geholfen haben und das nicht noch mehr Fragen entstanden sind. Viel Erfolg bei der weiteren Suche und den Gehversuchen im 3D-Druck. Es macht Spaß und Du wirst es bestimmt nicht bereuen


nordische Grüße
Alex


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#3 von -me- , 27.10.2023 23:28

HAllo Alex,
danke für die Rückmeldung.
Das Resin so kritisch zu behandeln ist, war mir nicht bewusst. Das spricht natürlich für den Würstchenleger! Die Ergebnisse, die ich gesehen habe, sehen auf jeden Fall gut aus!

Bei der Software muss ich schauen, AutoCAD scheint hier nicht die beste Wahl zu sein!


Schöne Grüße vom Ponyhof.

Michael

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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#4 von Ritschie , 27.10.2023 23:50

Moin!

Wobei die Würstchenleger auch nicht geruchslos drucken. Riecht bei mir mit PLA immer ziemlich nach verschmortem Plastik. Ob das nun ungiftig ist, weiß ich auch nicht.Ich halte mich wenig im Raum auf und lüfte hinterher kräftig.


Gruß Richard

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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#5 von -me- , 28.10.2023 00:31

Hallo Richard,
auch wenn es blöd klingt, aber was ist PLA?

Der Drucker würde hier im Nebenkeller installiert, ich habe schon gelesen, dass die nicht ganz leise sind.


Schöne Grüße vom Ponyhof.

Michael

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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#6 von Mattsche , 28.10.2023 01:38

Moin,
PLA ist das übliche Filament für Würstchenleger.
Ziemlich pflegeleicht und günstig (ca. 20 Euro/kg), du bekommst schnell Erfolgserlebnisse.
Allerdings wird es ab ~40°C weich, Oberleitungsmasten für die Gartenbahn sind also keine gute Idee

Ewas besser ist PET-G, aber auch anspruchsvoller: hätte ich damit angefangen, hätte ich vermutlich aus Frustration alles bald in die Ecke geworfen...
Noch besser wäre ABS, allerdings wird es dann giftig, du kommst nicht mehr ohne Absaugung aus.

Resin kostet ungefähr doppelt so viel, wobei es auch hier verschiedene Qualitäten und Preise gibt, natürlich.
Mich hat der Preis nicht allzu sehr interessiert, denn beispielsweise eine Magnetkupplung (weil du sie erwähntest!) wiegt, frisch gestern Abend gedruckt, 0,18g - das ist nicht mal ein Cent Material. Das was ich beim Umgießen verliere, macht da mehr aus...

Resindruck bedeutet nicht zwingend Panscherei, aber disziplinierte Nacharbeit, während ein Würstchendruck nach dem Abkühlen fertig ist.
Es gibt dedizierte Geräte dafür, die heißen "Wash&Cure" oder schlicht Waschmaschine:
Ein überdimensionaler Tuppereimer, in dem sich Isopropanol befindet, fasst das gedruckte Teil und durch einen Magnetrührer wird die Flüssigkeit in Bewegung gesetzt. Ich muss nur 20 Minuten warten, kann Däumchen drehen.
Dann wird das Ganze auf Küchenpaper getrocknet.
Danach lege ich die Teile in die Sonne oder wieder auf die Platte meiner "Waschmaschine", diesmal ohne Tupper-Tank.
UV-LEDs belichten dann meine Teile auf dem Drehteller.

Also nun nicht sooo wild, aber:
meine Behälter fassen 3,5 bzw. 6l Isopropanol als Arbeitsmenge.
Den kann ich zwar mehrfach benutzen (reaktivieren), aber ich muss zunächst einen Kanister von dem Zeug kaufen.
Preislich ähnlich wie Brennspiritus, der den gleichen Zweck erfüllt.

Falls nun jemand kommt und sagt, es gäbe auch wasserwaschbares Resin:
das ist absolut richtig! Und es soll sogar noch weniger riechen.
Allerdings darf das Brauchwasser nicht in die Kanalisation, ich muss es auffangen und verdunsten lassen (und die übrig gebliebenen Knusperteile zum Recyclinghof bringen).
Da ist mir mein (fast) geschlossener Kreislauf mit Isopropanol lieber...

Nach deinen geäußerten Wünschen schlage ich vor, mit einem Würstchenleger anzufangen. Zum Kennenlernen und Evaluieren, was geht und was nicht, erscheint mir das zielführend. Und der Anteil der Fehlversuche (die nicht ausbleiben) ist geringer.
Wenn du ein Gerät in der Klasse 300-400€ nimmst, machst du sicher, herstellerunabhängig, nichts falsch und die Kosten sind überschaubar.
Dir sollte aber klar sein, dass das die Einstiegsklasse darstellt - alles wovon du träumst, wird damit nicht möglich sein!
Mein erster Drucker, auch ein i3mega, tut es auch heute noch, ist aber mindestens eine Generation hinter der Zeit. Zudem ist die Druckfläche mit 200x200mm nicht eben groß (die erwähnten Oberleitungsmasten für den Garten).
Deshalb hat er im Laufe der Zeit noch zwei größere Brüder bekommen, die nun gemeinsam werkeln.
Übrigens auch gerne mal nachts: ein Zimmer weiter ist nur ein leises Brummen zu vernehmen, das stört beim Schlafen kaum, wenngleich ich ansonsten absolute Sille sehr schätze.

Beim Resindrucker regelt sich der Gerätepreis über die Druckfläche und Auflösung:
für H0-Signalschirme tut es auch mein Kleinster, aber es gibt auch größeres zu drucken, also blieb er nicht alleine (ist so ein Gerät erst im Hause, kommen die Ideen, was man alles drucken kann, schneller als dir lieb ist).
Die Resin-Drucker stehen separat in der Waschküche - um ihnen näher zu sein, ist mir der Geruch dann doch nicht geheuer

Schaue, ob dein AutoCAD .stl- oder .obj-Dateien exportieren kann: diese versteht dann das dem Drucker beiliegende Slicer-Programm.
Autodesk selber lanciert hiefür Fusion360 oder das kostenfreie TinkerCAD: das läuft online und ist simpel gestaltet, dass auch Kinder einen Einstieg finden, kann aber für unsere Zwecke ausreichen (bespielsweise deine Halterung fürs Mobiltelefon...).

Gruß
Matthias

P.S.: zur Auswahl des Fabrikats werde ich mich nicht äußern: ich kenne zwar einige (unsere) Geräte, aber nicht genug verschiedene andere. Und hier meine Drucker über den Klee zu loben, nützt wenig, zumal es regelmäßig neue Modelle gibt.
Vielleicht hat ja jemand in deinem Dunstkreis so ein Ding stehen? Dann schaue es dir an und lasse Denjenigen über Stärken und Schwächen referieren...


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#7 von Alex Modellbahn , 28.10.2023 06:24

Kurzer Nachtrag: am Anfang meiner Druckerei-Spielerei habe ich mich auch hier rumgetrieben: 3d-drucker-community. In dem Forum konnte ich auch ein paar nützliche Dinge erfahren.


nordische Grüße
Alex


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#8 von Enkelbahner , 28.10.2023 08:26

Moin Michael,

zu Resinedruck kann ich nicht viel sagen, aber für Deine angefragten Projekte sollte es mit einem Würstchenleger reichen. Es kommt wie immer auf die eigenen Ansprüche an, ob gut auch gut genug ist.

Mal zwei Beispiele zu Deinen geplanten Projekten hier aus dem Forum:

Inneneinrichtung: Märklin 4056 TEE Grossraumwagen - Interior
Dachdruck: Erfahrungen mit dem Häuslebau: von H0 nach Z (4)

Zum Dach habe ich auch Details zu Drucker und Kosten gemacht, da hier im Forum diese Frage aufkam.

Zum CAD:

Es muss ein 3D-CAD sein, 2D Varianten sind nicht hilfreich. Welches CAD ist meiner Meinung nach Geschmackssache, die wenigsten von uns reizen die Möglichkeiten des CAD-Programms bis zum Anschlag aus. (Es gibt auch Ausnahmen). Eine Empfehlung gebe ich mal nicht ab, aber zum schnuppern ist Opensource (FreeCAD,OpenSCAD) immer gut, da kostenlos und ohne Registrierung.


Disclaimer:
Meine Aussagen zu den CAD-Systemen beziehen sich auf meine Art zu Arbeiten und meine Hardware. Der Austausch von Rechner oder der Person vor dem Rechner kann entscheidende Verbesserungen bringen. Und ich habe nicht immer Recht...


Grüsse aus dem Bergischen Land
Ulli


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#9 von gima , 28.10.2023 08:35

Hallo Michael,

ich hab beide Druckverfahren, benutze aber zunemend den Badewannendrucker für meine Modellbahnteile in H0e.
Die Resine haben sich sehr verbessert, und das Handling ist gar nicht so schlimm.
Ich hatte bisher einen Halot SKY, und bin jetzt auf einen Halot Mage wegen 8K umgestiegen.
https://www.3djake.de/creality-3d-drucke...WvmaMP9GXYqlqsg
Zusätzlich habe ich dieses Übergehäuse, es ist gedacht Dämpfe abzuleiten, ich benutze es aber als Heizoption für spezielle Harze.
https://store.creality.com/de/products/r...57de.header_1.1

Manuel


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#10 von Samy1981 , 28.10.2023 08:57

Hallo,

Ich habe seit diesem Jahr beide Verfahren, drucke momentan aber hauptsächlich FDM(Bahnsteige, Tunnelportale, Lokschuppen etc.).

Ich hatte davor 0 Erfahrung und mir einen Bambulab P1P gekauft. Ich hatte keine Lust mehr Zeit mit experimentieren als mit Drucken zu vergeuden. Der Drucker ist absolut Plug&Play, kann ich nur empfehlen.


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#11 von Kurt Harders , 28.10.2023 10:12

Hallo,

zum Thema Konstruktionssoftware werfe ich mal OnShape in den Ring. Das ist ein kostenlos nutzbares professionelles 3D-CAD-Programm, welches keine Installation braucht. Mit der Einschränkung, dass meine Konstruktionen öffentlich sichtbar und kopierbar werden, kann ich gut leben. Für meine Verhältnisse war der Einstieg einfach.

Grüße, Kurt


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#12 von gima , 28.10.2023 12:33

Ok, jetzt zum Thema CAD

Oneshape kostet inzwischen auch Geld, auser die EDU Version.

Es gibt einige sehr gute kostenlose oder preiswerte Profi Versionen, für alle finden sich gute Anleitungen im Netz, entweder bei den Herstellern oder Youtube

Fusion 360, ist das bekannteste, läuft in der Cloud, beschränkte Anzahl Zeichnungen, kostenlos

Solidworks, ein mächtiger Klassiker, läuft in der Cloud, kostet ca. 100 € im Jahr, der kleine Bruder von Catia

Solid Edge, ein mächtiger Klassiker, läuft lokal ohne Cloud, kostenlos, der kleine Bruder von NX (Siemens)

Ich arbeite mit Solid Edge
https://solidedge.siemens.com/de/solutio...sts-and-makers/

Manuel


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#13 von kpev3D , 28.10.2023 12:52

Hallo Michael,

vor einigen Jahren stand ich vor der gleichen Frage, wie Du. Damals waren die SLA-Drucker aber nur mit kleinen Bauräumen verfügbar und deutlich teurer.
Ich habe mir damals dann einen Prusa i3 MKS gekauft und damit angefangen. Bei den FDM-Druckern steht und fällt die Qualität der Drucke mit der mechanischen Qualität des Druckers. Mit dem Prusa drucke ich hauptsächlich größere, mechanische Teile. Also sowas wie bei Deinen Anforderungen die Handyhalterung oder die Schlosshalterung. Mit dem Prusa hatte ich weder bei PLA noch bei PET-G nennenswerte Probleme. Hin- und wieder einen Fehldruck. Das hast Du dann aber schnell raus, woran es lag (z.B. zu wenig Haftfläche auf dem Bett, dann aktivierst Du halt im Slicer die Brim-Option usw.). Kurzum, es stellt sich sehr schnell Erfolg ein, wenn Du nicht gleich den Super-Duper-Preiskracher aus China kaufst, den Du erstmal ein Jahr lang tunen musst. Selbst ASA und Nylon habe ich schon gedruckt. Bei solchen Materialien ist aber irgendwann eine temperierte Kabine sinnvoll.
Ich habe auch versucht, den Prusa für Modellbau einzusetzen. Wenn Du wirklich ernsthaft Modellbau betreiben willst, ist mein Rat: Mach es nicht mit dem FDM-Drucker. Selbst mit einer kleinen Düse von 0.2mm Durchmesser und Schichthöhen von 0.1mm gibt es keine befriedigenden Oberflächen. Die Schichtstruktur ist immer sichtbar. Die Modelle bedürfen sehr viel Nacharbeit, sprich Schleifen und Spachteln und Du solltest wissen, dass PLA richtig doof zu schleifen ist, weil es schnell schmilzt. Die Nacharbeiten dauern deutlich länger als beim SLA-Druck. Viele Bilder von FDM-Drucken von Modell im Internet zeigen diese Problematik nicht, weil entweder Bilder nicht hochauflösend, zu weit weg, unscharf sind oder das nachbearbeitete Modell zeigen. Dennoch gibt es Projekte, da kommst Du um FDM nicht drum rum. Ich baue z.B. zurzeit zwei Eisenbahnviadukte. Die sind so groß, da wäre ich mit meinem Resin-Drucker hoffnungslos verloren.
Richtig, ich habe mir irgendwann auch noch einen Resin-Drucker gekauft. Für den Modellbau ist das in der Regel die bessere Wahl. Damit mache ich alles, was detailliert sein muss, Fahrzeuge, Ausstattungen, Gittermasten etc.pp. Selbst Gebäude gehen, notfalls halt in mehrere Teile zerlegen. Das größte Gebäude, dass ich bisher gemacht habe, ist 40 cm x 20 cm x 20 cm.
Dieses Gerede um die Panscherei und Nachbehandlung ist einfach Quatsch. Ich habe eine Wash&Cure-Maschine dazu. Damit wird das auch nicht mehr Gepansche als das Anrühren von Farbe beim Airbrushing oder Pinselmalen. Die Geruchsbelästigung habe ich durch den Kauf von aktiven Luftfiltern erledigt, die es bei den Marktführern als Zubehör gibt und direkt unter der Haube des Druckers installiert werden. Die Entsorgung von Resin ist ebenfalls unkritisch: Ja, im flüssigen Zustand ist es hochgiftig, Hautkontakt sollte vermieden werden und es darf nicht in die Umwelt gelangen (das gilt übrigens für viele andere Materialien im Modellbau auch, ich schmunzeln immer etwas, wenn auf das giftige Resin als KO-Kriterium angeführt wird von Modellbauern, die andernorts Nitro- und Kunstharzlacke empfehlen...). Im ausgehärteten Zustand ist es aber unbedenklich und kann im Restmüll entsorgt werden. Das heist also, Reste immer aushärten. Waschlösung genauso behandeln: Isopropanol im Freien verdunsten lassen, den Resinschlamm in der Core-Maschine aushärten und fertig. Wichtig noch: Der Staub des Resins, der beim Entfernen der Stützstrukturen entsteht ist krebserregend, deshalb Feinstaubmaske tragen, wenn geschliffen oder gesägt werden muss. Aber das gilt auch für das Schleifen der FDM-Drucke oder anderer Materialen (Glasfaserlaminierung etc.pp).
Was mit Resindrucken i.d.R. nicht geht, sind Bauteile, die mechanisch belastet werden. Also die oben genannten Halter z.B. Dafür ist das Material zu spröde. Es gibt zwar spezielle Harze, aber die sind dann sehr schnell sehr teuer.
Die Wahrheit ist also, es gibt nicht das eine Verfahren für alles. Du wirst Dir überlegen müssen, ob Du in Sachen 3D-Druck erst mit Modellbau (dann startest Du mit SLA) oder mit Haushaltsgegenständen (dann FDM) beginnen willst und mittelfristig wirst Du Dich dann mit dem Gedanken auseinandersetzen, den jeweils anderen Typ auch noch zu kaufen.

Raphael


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#14 von -me- , 28.10.2023 13:46

Einen schönen Gruß ins Stummi-Universum,
ich danke erst einmal allen Beteiligten für die Unterstützung. Ihr habt mir gut weitergeholfen.
Ich konnte auch gestern noch mit einem Arbeitskollegen meiner Frau sprechen, der auch einen FLM-Drucker besitzt und damit zufrieden ist.

Ich gehe jetzt mal nicht auf eure Kommentare im einzelnen ein, fasse das mal alles zusammen.
Ich habe mich für einen Würstchenleger entschieden,
Ich habe mir das mit den Resin-Druckern mal angesehen und ich bräuchte neben dem Drucker ja auch noch Platz für so ein "Spülbecken".
Den Platz habe ich aber nicht und der Umgang mit dem Resin scheint ja nicht gerade ohne zu sein.

Ich habe bei Alex in seiner Anlagenpräsentation gesehen, was er da alles gedruckt hat und fand die Ergebnisse sehr ansprechend. Auch andere hier im Forum erzielen damit gute Ergebnisse.
Da auch der Arbeitskollege meiner Frau einen Anycubic-Drucker hat und mit diesem auch sehr zufrieden ist, werde ich mich wohl für einen Anycubic Kobra 2 Neo entscheiden.
Zusammen mit einer Rolle PLA (Danke hier an Matthias für die Erklärung) kostet der Einsteigerspaß dann knappe 320 € und ich kann mich in das Thema erst einmal einarbeiten.
Besser geht vermutlich immer, aber erst einmal mit überschaubarem Aufwand anfangen.
Ich werde mich dann auch erst einmal nur mit Teilen für die MoBa begnügen, für den Outdoorbereich (Handyhalterung) wird das PLA nicht taugen, weil es dann weich wird.

Mit der Software muss ich mich dann jetzt mal hinsetzen und mal sichten, was da auf dem Markt ist und was in meinem Dunstkreis so verwendet wird. AutoCAD scheint für den 3D-Druck nicht geeignet zu sein, also muss ich mir da eine Alternative suchen. Aber hier haben ja einige von Euch diverse Links eingestellt, die ich jetzt erst mal sichten werde.
Ich danke euch dafür.

Das war es dann erst einmal von der Druckerfront, ich werde jetzt mal eure Links verfolgen und damit mein Wochenende verbringen.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.


Schöne Grüße vom Ponyhof.

Michael

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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#15 von kpev3D , 28.10.2023 14:46

Mit dem FDM-Drucker brauchst Du Dich nicht von vornherein auf die MoBa beschränken. Bestell gleich eine Rolle PETG dazu und schon kannst Du Halterung und Co drucken. Mit PETG geht auch Outdoor, Halterungen für Handy am Fahrrad etc. pp. Ich habe damit schon das eine ode andere für meine Frau gedruckt.


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#16 von -me- , 29.10.2023 21:23

Einen schöne Gruß an alle, die mir hier geholfen haben.
Ich habe jetzt einen Anycubic Kobra 2 Neo 3D-Drucker mit 1 kg ANYCUBIC Filament 1.75 PLA Grau, 1kg bestellt, Sollte nächste Woche hier eintreffen.

Meine Frau möchte das Teil gerne unter den Weihnachtsbaum packen , ich hoffe aber, dass dort auch nur der Leerkarton stehen kann.

Als Software habe ich mir erst mal FreeCAD und Solidedge installiert. Solidedge scheint mir schon eine Macht zu sein, FreeCAD wirkt auf den ersten Blick etwas aufgeräumter.
Aber das muss ich dann mal noch näher erkunden, ich denke aber, dass mir hier meine AutuCAD-Erfahrungen hilfreich sein können.
Immerhin habe ich schon mal eine Grundkonstruktion für meine Bahnsteigdächer (Stützen) angefangen, jetzt muss ich die nur noch ins Dreidimensionale bekommen.

PETG habe ich noch nicht bestellt, wird aber noch folgen. Ich denke, dass ich mich erst einmal einfachere Formen konstruiere, bevor ich dann so ein Schloss für den Anhänger konstruiere, wo ein vorhandener Schließzylinder und ein Federbügel aus Metall integriert werden müssen.
Erst mal ein paar Erfahrungen sammeln, bevor ich hier gleich ins Eingemachte gehe.

Eine Frage fällt mir da noch ein: kann man mit so einem Drucker und transparenten Filament auch Scheiben für Häuser oder Fahrzeuge drucken? oder wird das nichts?

Ich würde mich über Kommentare freuen.


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#17 von Stahlblauberlin , 30.10.2023 08:30

Zitat von -me- im Beitrag #16
PETG habe ich noch nicht bestellt, wird aber noch folgen.

PETG ist mit halbwegs passenden Einstellungen genauso einfach wie PLA zu drucken, die Teile sind aber sehr viel robuster als solche aus PLA. Die Ansprüche an das Druckbett sind der Haftung wegen etwas höher, ich nutze das Creality Glasdruckbett und da funktioniert es super. 80°C für das Druckbett, für die Düse etwas über der Mitte des beim jeweiligen Filament angegebenen Temperaturbereiches. Steht auf dem Karton 220°-240° also 230-235°.
Zitat von -me- im Beitrag #16
Eine Frage fällt mir da noch ein: kann man mit so einem Drucker und transparenten Filament auch Scheiben für Häuser oder Fahrzeuge drucken? oder wird das nichts?

Transparente Teile sind kein Problem, richtig durchsichtig klappt nicht. Was aber zumindest mit PLA klappt ist sich auf eine dünne Plexiglasscheibe Fensterrahmen direkt aufzudrucken. Druckbett dabei nur leicht beheizt(40°), bei PLA funktioniert das auch kalt.


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#18 von Enkelbahner , 30.10.2023 11:36

Hallo Michael ( @-me- ) ,

klare Glaskuppeln habe ich leider noch nie hinbekommen, aber Fensterglas für Häuser geht schon, wenn es sehr dünn gedruckt wird und dann dort so ein "Gardienenbild" hinter klebt wird.

Der Rest wird alles mehr oder weniger zu Milchglas, egal ob PLA oder PETG. Also Autoscheiben für Krankenwagen hinten geht.



Disclaimer:
Meine Aussagen zu den CAD-Systemen beziehen sich auf meine Art zu Arbeiten und meine Hardware. Der Austausch von Rechner oder der Person vor dem Rechner kann entscheidende Verbesserungen bringen. Und ich habe nicht immer Recht...


Gruss aus dem Bergischen Land,
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zuletzt bearbeitet 30.10.2023 | Top

RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#19 von kpev3D , 30.10.2023 12:07

Ulli,


kannst Du mal genauer erzählen, wie Du das mit den Fensterscheiben gemacht hast? Meine Versuche mit dem FDM-Drucker waren wenig erfolgreich, mit dem Nesin-Drucker hingegen habe ich schon Glaskuppeln für Modelllampen gemacht.

Raphael


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#20 von Enkelbahner , 30.10.2023 12:36

Hallo Raphael (@kpev3D )

ich drucke die Scheibe sehr dünn, so ca. 0.3 mm. Dann das Papierchen mit der Gardine ausschneiden und mit viel klarem Kleber hinterlegen. Das Ding muss schwimmen um keine Luft dazwischen zu haben.

Bilder findest Du in meinem Trööt (in der Signatur) nur ging es da nicht um die Fenster. Unter #4 mit Fensterpapier (Leider liegt das Teil auf, so das kein Licht von hinten einfällt) und #33 noch ohne Papier.


Disclaimer:
Meine Aussagen zu den CAD-Systemen beziehen sich auf meine Art zu Arbeiten und meine Hardware. Der Austausch von Rechner oder der Person vor dem Rechner kann entscheidende Verbesserungen bringen. Und ich habe nicht immer Recht...


Gruss aus dem Bergischen Land,
Ulli


(M)ein bisschen 3D-Druck : etwas bergisches...


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#21 von areiland , 30.10.2023 13:53

Zitat von Enkelbahner im Beitrag #18
Der Rest wird alles mehr oder weniger zu Milchglas, egal ob PLA oder PETG. Also Autoscheiben für Krankenwagen hinten geht.


Na, wenn man die richtigen Einstellungen findet, dann bekommt man durchaus eine recht gute Transparenz hin.

Bild entfernt (keine Rechte)

Dabei Ist halt manchmal etwas Geduld vonnöten, weil man dafür schon mal ein paar Testobjekte braucht, um das Maximum zu erreichen.


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#22 von Janus , 30.10.2023 18:41

Es kommt wirklich auf den Einsatzzweck an. Mach doch mal das gleiche Foto, wo das Glas 1cm Abstand zum Druck hat. Ich schätze da kann man nicht mehr viel erkennen.
Also z.B. als Schaufensterscheibe bei einem Geschäft mit Inneneinrichtung bin ich da eher skeptisch.

Jan


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#23 von areiland , 30.10.2023 20:38

Diese beiden Scheiben waren auch noch relativ dick, weil ich das Endergebnis nämlich ungefasst als transparente Abdeckscheibe mit 300mm Durchmesser benötige. Die linke war 1mm stark, die rechte 0,8mm. Das Problem bei transparentem Filament ist eigentlich immer, dass man eine gute Transparenz nur dann erhält, wenn man so wenig Lufteinschlüsse als irgend möglich produziert. Also die Drucktemperatur am oberen Ende, breite Linien und möglichst wenige Schichten bei 100% Infill. Den Rest muss man dann über den Flow steuern. Zusammen mit einer höheren Druckplattentemperatur und wenig bis gar keiner Kühlung lassen sich dann sehr gute Transparenzen erzielen. Natürlich muss man auch das richtige Filament gefunden werden, denn nicht alles wo transparent dran steht ist auch tatsächlich transparent drin.

Mit einem transparenten PETG hab ichs nicht geschafft, mit dem kristallklaren PLA von Embriio kam dann praktisch auf Anhieb dieses Ergebnis raus.


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#24 von Alex Modellbahn , 31.10.2023 06:08

Was ich mich Frage ist eigentlich, warum überhaupt Scheiben drucken? Wenn ich runde/gebogene Scheiben benötige, dann kann ich das noch nachvollziehen. Aber für normale flache Fenster kann man doch dickere/stabilere Folie einkleben. So ein Zeug ist doch überall in bzw. an vielen Verpackungen vorhanden. Oder übersehe ich da irgendwas.


nordische Grüße
Alex


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RE: 3-D Drucker gesucht und Fragen dazu

#25 von Mattsche , 31.10.2023 19:58

Moin,
auch wenn die Entscheidung bereits gefallen ist, liefere ich noch ein wenig Info zu Kosten und der "leidigen Nacharbeit" bei Resindruck.

Fallbeispiel: Hektometersteine in H0. Die Dame von Preiser hat sich zum Größenvergleich hinzu gesellt (warum auch sonst?)



Unabhängig von der Anzahl - ich habe 100 ausdrucken wollen - beträgt die Druckzeit beim Resindruck 42 Minuten.
Hinzu kommen 20' im Spülgang mit Isopropanol und eine halbe Stunde Härten unter UV. Mithin also eineinhalb Stunden.
Material inkl. Schwund 20ml, was bei 30€/kg etwa 60 Cent beträgt.
Weitere Nachbearbeitung wäre ein Überblasen mit (dreckigem) Mattlack, was bei PLA ebenso nötig wäre, da die Oberfläche in beiden Fällen glänzt.

Mit meinem FDM-Drucker, einer Düse 0,2 (habe ich gerade nicht parat) und 0,1mm Schichtdicke komme ich auf eine Druckzeit von etwas mehr als 4 Stunden.
Material 14g, was ca. 30 Cent entspricht.
Benötige ich jedoch nicht 100 Hektometersteine, sondern weniger, benötigt der Würstchenleger natürlich auch weniger Zeit, während der Resindrucker auf seinen 42 Minuten, bedingt durch die Werkstückhöhe, beharrt.

"Sieger nach Zeit" kann also durchaus mal das eine, mal das andere Druckverfahren sein...
(und egal welcher von beiden, wenn mal was Größeres anliegt, lasse ich ihn nachts laufen und träume von der Südsee).

Das Druckergebnis (Resin) ist, wie ich meine, ansehnlich, wobei auf dem Makrofoto bereits Treppen sichtbar sind - aus normalem Augenabstand sehe ich nur eine glänzende Oberfläche.
Mein Budget-Würstchenleger wäre hierzu jedoch nicht in der Lage, dafür hätte ich etwas tiefer in die Tasche greifen müssen.

Gruß
Matthias


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