Hallo, nachdem ich das Gelände aus Styrodur fertiggestellt habe, wollte ich das mit Geländespachtel ausgleichen. Dazu hatte ich ein Video von Vampisol (https://www.youtube.com/watch?v=XyHxWKiVcSY) gesehen, in dem Jens Kaup aus Holzschleifstau, Ponal und Wasser eine Geländespachtel herstellt, der bereits sehr wie Erde eingefärbt ist. Die Vorteile hatten mich überzeugt: leicht, bereits farbig, elastisch und verfärbt keine umliegenden Element, wenn was dran kommt. Bei den ersten Test haben sich allerdings schwarze Punkte gezeigt. Ich gehe davon aus, dass es Schimmel ist. Laut Foren ist Holzschleifstaub und Wasser der Ideale Nährboden dafür. Ich habe dann weitere Test mit Tiefengrund uns destilliertem Wasser und zum Schluss Tiefengrund mit Schimmel-Ex 1:1 gemacht. Dann habe ich auch noch den Holzschleifstaub ausgetauscht. Keine Änderung - immer noch schwarze Punkte. Mal mehr, mal weniger. Zudem gibt es auch Rissbildungen. Habt ihr Erfahrung mit dem Geländespachtel aus Holzschleifstaub und ebenfalls die schwarzen Punkte bekommen bzw. wie mischt ihr den Spachtel an? Ich könnte natürlich Gips oder Sand-Ponal Gemisch nutzen. Jetzt hat mich aber der Ehrgeiz gepackt.
Schimmel hat sich bis heute nicht gebildet, der Tapeten-Kleister (Metylan für Papiertapeten) ist offensichtlich "antibakteriell".
Habe mit der Masse gute Erfahrungen gemacht, braucht halt seine Zeit zum Auftrocknen und bildet (für Felswände gut) Risse. Möglicherweise sind die anderen Metylan-Qualitäten besser als Basis für glatte Spachtelmasse.
die Rissbildung finde ich für Gelände nicht so schlimm die Optik macht sich gut für die Geländebearbeitung. Das mit dem Schimmel ist jedoch nicht so toll. Ich habe Holzspachtel selber noch nicht für die Modellbahn verwendet, nur zum ausbessern von Holz. Dort ist noch nie etwas geschimmelt, sind aber auch viel geringere Mengen wenn man nur mal ein Loch oder einen Ausbruch im Holz zuspachtelt. Die gängigen "Rezepte" von Holzspachtel nutzen aber alle nicht explizit etwas antibaktierelles zur Herstellung. Vielleicht helfen dünnere Schichten und besser trocknen, ich weiß nicht wie das Klima in deinem Raum ist. Gruß Heiko
Holzspäne vom schleifen habe ich bisher auch nur zum ausbessern von Holz genommen. Da hat auch noch nie was geschimmelt. Vielleicht ist die Frage erlaubt, was waren den das für Späne, was genau könnte da drin gewesen sein? Gibt es vielleicht eine Reaktion mit dem Untergrund? War es zu nass und hat das trocknen zu lange gedauert?
Gruß BR180 Ich bin hier mal fast weg, bzw selten hier. Alles was ich je hier geschreiben habe, entsprach ausschließlich meiner persönlichen Meinung und Auffassung zum Zeitpunkt des Beitrages.
Servus, ich hätte ja auf "zu ungeduldig, zu dick aufgetragen" getippt. Aber die schwarzen Punkte hast auch bei den dünneren Schichten.
Hast du alten Leim verwendet? Mein bevorzugter Holzleim ist zwar für Verleimungen klasse, neigt aber zum frühzeitigen Altern. Daher nehme ich für die Landschaftspampe einen anderen. Und zwar den billigen von Ponal oder Uhu, nennen die "Classic" oder so. Dazu etwas Tiefgrund und Abtönfarbe, bis eine pastöse Masse im Farbton "Ackerboden" entsteht. Gerade richtig, wenn sie nicht aus dem (Marmeladen-)Glas tropft. Und dann nur dünne Schichten, notfalls mehrmals. Das ist im Winter in beheiztem Raum eigentlich wenig kritisch - anders als im Sommer!
Alternativen: Chinchillasand aus der Tierabteilung im Baumarkt. Oder Kaffeetrester, gut getrocknet und gesiebt. Bei dem muss ich die Mische aber sofort aufbrauchen; in Resten entwickelt sich sonst geschwind intelligentes Leben...
Schimmel hat sich bis heute nicht gebildet, der Tapeten-Kleister (Metylan für Papiertapeten) ist offensichtlich "antibakteriell".
Habe mit der Masse gute Erfahrungen gemacht, braucht halt seine Zeit zum Auftrocknen und bildet (für Felswände gut) Risse. Möglicherweise sind die anderen Metylan-Qualitäten besser als Basis für glatte Spachtelmasse.
Guten Morgen Klaus, den Test mit dem Tapetenkleister werden ich auch noch mal machen. Obwohl ich schon Tiefengrund genommen habe, in dem entsprechendes Biozid schon drin ist und zusätzlich Schimmel-Ex beigemischt - 1:1 Verhältnis! Versuch macht klug.....ich werde berichten.
die Rissbildung finde ich für Gelände nicht so schlimm die Optik macht sich gut für die Geländebearbeitung. Das mit dem Schimmel ist jedoch nicht so toll. Ich habe Holzspachtel selber noch nicht für die Modellbahn verwendet, nur zum ausbessern von Holz. Dort ist noch nie etwas geschimmelt, sind aber auch viel geringere Mengen wenn man nur mal ein Loch oder einen Ausbruch im Holz zuspachtelt. Die gängigen "Rezepte" von Holzspachtel nutzen aber alle nicht explizit etwas antibaktierelles zur Herstellung. Vielleicht helfen dünnere Schichten und besser trocknen, ich weiß nicht wie das Klima in deinem Raum ist. Gruß Heiko
Hallo Heiko, habe jetzt sogar die Trocknung in verschiedenen Räumen getestet, da ich auch bezüglich Raumklima bedenken hatte. Gab aber keinen Unterschied. Ich bleibe mal dran mit der Versuchsreihe.
Holzspäne vom schleifen habe ich bisher auch nur zum ausbessern von Holz genommen. Da hat auch noch nie was geschimmelt. Vielleicht ist die Frage erlaubt, was waren den das für Späne, was genau könnte da drin gewesen sein? Gibt es vielleicht eine Reaktion mit dem Untergrund? War es zu nass und hat das trocknen zu lange gedauert?
Hallo Maurice,
den Verdacht hatte ich bereits auch schon, dass mit den Holzspänen was nicht stimmt. Hab mir dann nochmal von einem anderen Parkettleger den Holzschleifstaub besorgt, der entstand beim Schleifen von Eichenparkett, der neu verlegt wurde und unbehandelt ist. Den ich vorher hatte waren Sägespäne aus der Kreissäge. Wie gesagt, die schwarzen Punkte kamen bei Beiden. Ich habe sowohl auf Styrodur als auch auf Sperrholz getestet. Da ist auch kein Unterschied. Um die Masse anzurühren, muss eine gewisse Menge Flüssigkeit rein, sonst kann man die Masse nicht anrühren. Ich werde mal weiter forschen.
Zitat von RichyD im Beitrag #5Servus, ich hätte ja auf "zu ungeduldig, zu dick aufgetragen" getippt. Aber die schwarzen Punkte hast auch bei den dünneren Schichten.
Hast du alten Leim verwendet? Mein bevorzugter Holzleim ist zwar für Verleimungen klasse, neigt aber zum frühzeitigen Altern. Daher nehme ich für die Landschaftspampe einen anderen. Und zwar den billigen von Ponal oder Uhu, nennen die "Classic" oder so. Dazu etwas Tiefgrund und Abtönfarbe, bis eine pastöse Masse im Farbton "Ackerboden" entsteht. Gerade richtig, wenn sie nicht aus dem (Marmeladen-)Glas tropft. Und dann nur dünne Schichten, notfalls mehrmals. Das ist im Winter in beheiztem Raum eigentlich wenig kritisch - anders als im Sommer!
Alternativen: Chinchillasand aus der Tierabteilung im Baumarkt. Oder Kaffeetrester, gut getrocknet und gesiebt. Bei dem muss ich die Mische aber sofort aufbrauchen; in Resten entwickelt sich sonst geschwind intelligentes Leben...
Beste Grüsse Richy
Hallo Richy,
den Verdacht mit dem Holzleim kam bei mir auch auf. Hab dann einen neue besorgt. Hat aber am Ergebnis nix geändert. Wenn ich das richtig verstehe, nutzt du auch Holzschleifstaub mit Tiefengrund und Abtönfarbe und hast keine Problem. Ist das so? Das mit dem Sand habe ich auch getestet. Das war kein Problem. Kein Schimmel.... aber nicht so schön zu verarbeiten wie der Holzschleifstaub.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #6.... den Test mit dem Tapetenkleister werden ich auch noch mal machen. Obwohl ich schon Tiefengrund genommen habe, in dem entsprechendes Biozid schon drin ist und zusätzlich Schimmel-Ex beigemischt - 1:1 Verhältnis! Versuch macht klug.....ich werde berichten.
ich weiß natürlich nicht die Umgebung Deines Projektes. Ich habe die Felswand im Sommer gemacht, mein MOBA-Raum als Veranda ist hell und gut belüftet. Also Bedingungen, bei denen Schimmel kaum Chance hat. Ein dunkler Kellerraum, der im Sommer belüftet wird, zieht ziemlich Feuchtigkeit an, wäre also eher schimmelfördernd. Ich schreibe das deswegen, weil Du bei Deinem Versuch bereits (vorsorglich?) Antischimmel-Produkte beigemischt hast, an solche Dinge habe ich bei meinem Test gar nicht gedacht. Das Tapetenkleber/Sägespänegemisch hat auch einige Zeit (sicher 3 Wochen) in einem Kübel fest verschlossen und kühl gestellt für eine Fortsetzung der Geländegestaltung ohne Probleme gehalten.
Mein Sägemehl habe ich mir übrigens in der Holzzuschnitt-Abteilung eines Baumarktes geholt, ist also mehr oder weniger ausschließlich Spanplattenmaterial.
Auf jeden Fall wünsch' ich Dir "punktlosen" Erfolg!
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8den Verdacht hatte ich bereits auch schon, dass mit den Holzspänen was nicht stimmt.
Genau, es stimmt etwas nicht.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8der entstand beim Schleifen von Eichenparkett,
Das ist die Antwort. Eiche, die zu schnell oder nicht richtig aufgestappelt trocknen soll, wird schwarz. Kiefer z.B. wird blau.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8Den ich vorher hatte waren Sägespäne aus der Kreissäge.
War da auch Eiche mit bei? Versuch es mit Kiefer oder Fichte, das Blau entsteht nur beim trocknen, sollte später kein Problem mehr sein.
Gruß BR180 Ich bin hier mal fast weg, bzw selten hier. Alles was ich je hier geschreiben habe, entsprach ausschließlich meiner persönlichen Meinung und Auffassung zum Zeitpunkt des Beitrages.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8den Verdacht hatte ich bereits auch schon, dass mit den Holzspänen was nicht stimmt.
Genau, es stimmt etwas nicht.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8der entstand beim Schleifen von Eichenparkett,
Das ist die Antwort. Eiche, die zu schnell oder nicht richtig aufgestappelt trocknen soll, wird schwarz. Kiefer z.B. wird blau.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8Den ich vorher hatte waren Sägespäne aus der Kreissäge.
War da auch Eiche mit bei? Versuch es mit Kiefer oder Fichte, das Blau entsteht nur beim trocknen, sollte später kein Problem mehr sein.
Hallo Maurice,
besten Dank für deinen Hinweis mit dem Wichenholz. Ich habe darauf hin nochmal recherchiert und erfahren, dass Eichenholz durch den hohen Anteil an Gerbsäure beim Kontakt mit Wasser und oder Metall chemisch reagieren und es entstehen schwarze Flecken, die oft mit Schimmel verwechselt werden. Eventuell sind die schwarzen Punkte gar kein Schimmel! Ich habe jetzt noch zwei Versuche gemacht. Einmal einen Holzspachtel aus Sägemehl von Pappelsperrholz und einmal das Eichenmehl ohne Metallspachtel angerührt und aufgetragen. Hab einen Spachtel aus Kunststoff genutzt. Bin gespannt und werde berichten. Wenn es kein Schimmel ist, wären die schwarzen Flecken ja kein Problem.
Das erste, was mir einfiel, war das, was ich mit Erde oder Sand immer mache, wenn ich mir das Zeug aus der "Wildnis" hole: bei 80°C zwei Stunden im Ofen. Danach lebt da drin normalerweise nichts mehr. Und ich denke nicht, dass Holz bei 80°C schon anfängt zu kokeln (das weiß ich aber nicht sicher).
Ach und danke für das "Pampenrezept". Was hätte ich wieder danach gesucht und gegrübelt
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8den Verdacht hatte ich bereits auch schon, dass mit den Holzspänen was nicht stimmt.
Genau, es stimmt etwas nicht.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8der entstand beim Schleifen von Eichenparkett,
Das ist die Antwort. Eiche, die zu schnell oder nicht richtig aufgestappelt trocknen soll, wird schwarz. Kiefer z.B. wird blau.
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #8Den ich vorher hatte waren Sägespäne aus der Kreissäge.
War da auch Eiche mit bei? Versuch es mit Kiefer oder Fichte, das Blau entsteht nur beim trocknen, sollte später kein Problem mehr sein.
Hallo Maurice,
ich habe deinen Hinweis wegen der Eiche nochmal aufgenommen. Auf einer Seite einer Holzhandlung habe ich dann den Artikel gefunden, der beschreibt, dass Eiche "ausbluten" kann...."Die Bäume enthalten verschiedene Stoffe im Stamm, darunter Gerbsäure. Bei feuchtem Wetter kann diese Substanz ausbluten und schwarze Flecken verursachen"..."Aufgrund der Farbe der Flecken werden sie oft mit Schimmel verwechselt"..."Dieser Prozess tritt vor allem bei gerbsäurehaltigen Holzarten wie Eiche und tropischem Hartholz auf. Oxidflecke schädigen das Holz nicht und mindern weder seine Qualität noch seine Stabilität"...
Mit diesem Hinweis gehe ich aktuell auch davon aus, dass die schwarzen Punkte kein Schimmel sind, sondern die Reaktion von Wasser mit der Gerbsäure. Ich habe dann noch zwei weitere Test mit Spänen aus Pappelholz und von Spanplatten: kein "Schimmel" und keine Verfärbung, aber nicht so gut zu verarbeiten wie der feine Schleifstaub.
Ich werde jetzt mit dem Geländespachtel vom Eichenholz weiterarbeiten. Die schwarzen Flecken stören ja soweit nicht, da eh noch eine Schicht Erde/Gras drüber kommt.
Echter Schimmel würde ja auch wachsen und sich verändern, einfach mal über ein paar Tage Fotos machen, wenn die Gerbsäurentheorie stimmt, sollte sich da gar nichts mehr verändern.
Zitat von Thinkle im Beitrag #15Echter Schimmel würde ja auch wachsen und sich verändern, einfach mal über ein paar Tage Fotos machen, wenn die Gerbsäurentheorie stimmt, sollte sich da gar nichts mehr verändern.
Die Bilder, die ich oben mit eingefügt hatte, sind jetzt schon über 4 Wochen alt. An den Punkten hat sich nichts geändert. Das würde dafür sprechen, dass es kein Schimmel ist
Zitat von Westend-Boy im Beitrag #16Echter Schimmel würde ja auch wachsen und sich verändern, einfach mal über ein paar Tage Fotos machen, wenn die Gerbsäurentheorie stimmt, sollte sich da gar nichts mehr verändern.
Schimmel stellt sein Wachstum ein wenn die Umgebung trocken ist, ab einer gewissen Feuchtigkeit wächst er wieder weiter.
Schimmelsporen sind überall in der Luft. Wenn jetzt ein Substrat dazukommt und die entsprechende Luftfeuchtigkeit dann wächst der Schimmel dort. Holzspäne und Leim sind das absolut ideale Substrat für Schimmelwachstum.
Man könnte einmal probieren einen Schuss Essig dazuzugeben, das mag der Schimmel überhaupt nicht.