K-Gleis Weiche Steg Fräsen für Unterflurantrieb

#1 von Harald , 27.03.2024 22:40

Hallo zusammen,
ich will die Weichenzungen meiner K-Gleis-Weichen von unten mit einem Stahldraht 0,6 mm versehen und mittels Glöckner-Relais umlegen.

Bild entfernt (keine Rechte)

In der Praxis funktioniert das sehr gut, es gibt aber leider zwei zeitraubende Arbeitsschritte: 1. Ein Loch für den Stelldraht in die Schwelle bohren ..
Bei dieser Weiche ist mir die mittige Bohrung nicht gelungen, in der Praxis funktioniert es aber trotzdem.

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2. Der Steg unter der Schwelle der Weichenzunge muss weg. Das macht leider auch keinen Spaß !
Den Arbeitsgang führe ich aktuell mit einem Dremel mit Trennscheibe durch.
Bei der hier gezeigten Weiche hakte die Zunge auf einer Seite etwas, sodass ich zur Seite weiter Platz schaffen musste mit der Trennscheibe (schön ist anders ).
Ich habe den Steg auch schon mit einem Seitenschneider entfernt, da musste man aber relativ viel nacharbeiten mit der Feile.

Bild entfernt (keine Rechte)

Hat jemand von Euch noch eine Idee wie man den Steg wegbekommt ?

Hat es jemand schon einmal mit einer Fräse probiert ? Eventuell nur den gelb-markierten Bereich weggefräst ?

Wäre eine Kugelkopffräse für den Dremel eine Idee ?

Weiß jemand vielleicht eine einfache Methode, dass Loch für den Stelldraht zu bohren ?

Vielen Dank für Eure Ideen.


LG von Harald

P.S.: Die Fotos können durchs Draufklicken vergrößert werden.


 
Harald
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zuletzt bearbeitet 27.03.2024 | Top

RE: K-Gleis Weiche Steg Fräsen für Unterflurantrieb

#2 von Zugschubser , 27.03.2024 23:58

Moin Harald,

Zitat von Harald im Beitrag #1
Weiß jemand vielleicht eine einfache Methode, dass Loch für den Stelldraht zu bohren ?

Mit der "thermischen Lösung",- einer heißen Büroklammer z.B. Die Schwellen sind doch aus Kunststoff.


Grüße aus Frankfurt
Matthias


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RE: K-Gleis Weiche Steg Fräsen für Unterflurantrieb

#3 von Mattsche , 28.03.2024 03:05

Moin Harald,
hätte ich K-Weichen, würde ich eigentlich nichts anders machen, als so, wie du es hier beschrieben hast.
Daher gehe ich auf deinen "Spaßfaktor" ein oder darauf, wie es zeitsparend und auch von unten schön zu machen ist.

Zitat von Harald im Beitrag #1
1. Ein Loch für den Stelldraht in die Schwelle bohren ..
Bei dieser Weiche ist mir die mittige Bohrung nicht gelungen, in der Praxis funktioniert es aber trotzdem.


Hier würde ich, wie schon von Kollegen geschrieben wurde, schmelzen. Dafür kannst du den Federstahldraht hernehmen, damit dürfte sich besser zielen lassen als mit einem Bohrer.
Wenn es dir nicht ganz behagt, kannst du ja mit der Schmelz-Methode nur "vorbohren", dann ist die Schwelle gleich für den "richtigen" Bohrer (mit Bohrständer) gekörnt.

Zitat von Harald im Beitrag #1
2. Der Steg unter der Schwelle der Weichenzunge muss weg. Das macht leider auch keinen Spaß !
Den Arbeitsgang führe ich aktuell mit einem Dremel mit Trennscheibe durch.

Es gibt sone Trennscheiben und sone... Die von Dremel selber kenne ich nicht; die aus dem Lidl-Gelegenheitsangebot taugen rein gar nichts.
Bei Fohrmann bekommst du extrem dünne Scheiben zu einem ambitionierten Preis, dafür sind sie auch richtig klasse.
Oder schaue im Baumarkt auf das Regal gegenüber von Dremel: ich halte die Proxxon-Trennscheiben für geeignet, in 0,8 und 0,5mm.

Hier ist vermutlich die Führung des Werkzeugs der Part, der den Spaß mindert? Mir jedenfalls macht es keine Freude, am Werkstück "rumzueiern".
Dafür spanne ich meinen Feinbohrschleifer waagerecht ein und führe das Werkstück: du kannst die Weiche auf die Arbeitsfläche legen und dann hochklappen. Damit sollte die Genauigkeit steigen und, obwohl nicht sooo wichtig, auch das Ergebnis schöner aussehen!

Von diesen Fräserchen, die es im Sortimentskasten in Kugelform oder als Sternchen oder sonstwas gibt, halte ich überhaupt nichts!
Die Kleinmaschinen von Dremel oder Proxxon sind ansich gut und ausreichend und ich ziehe sie jedem Noname-Gerät vor.
Deren Merchandising-Artikel (und als solche betrachte ich das meiste Blister-Zubehör) dürfen aber gern dort hängen bleiben.
Wenn, dann kaufe ich deren Stiftfräser in Hartmetall-Ausführung - aber nicht für diesen Zweck, denn da wäre die Trennscheibe das Werkzeug meiner Wahl!

Gruß
Matthias


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RE: K-Gleis Weiche Steg Fräsen für Unterflurantrieb

#4 von Harald , 30.03.2024 16:31

Lieber Matthias, lieber Matthias,

vielen Dank für Eure hilfreichen Beiträge

Ich glaube, ich habe jetzt Wege gefunden, die Stege zu entfernen bzw. ein Loch für den Stelldraht in die Weichenzunge zu bekommen.

Ich bin im Besitz eines Proxxon Micromot MB 200 Bohrständers. Gekauft habe ich den Bohrständer zum Kürzen von Flexgleisen. Durch Eure Hinweise bin ich irgendwie darauf gekommen,
dass man den Bohrständer auch zum Schneiden der Stege benutzen kann .

Bild entfernt (keine Rechte)

Als Trennscheibe habe ich noch eine diamantierte Scheibe von Proxxon gefunden, damit geht das Schneiden der Schwellen deutlich besser als mit den normalen Trennscheiben.
Die richtige Entfernung zur Trennscheibe habe ich durch das Unterlegen von ein paar Holzbrettern erreicht und ein Tuch darauf gelegt, weil die Weiche beim Aufliegen nicht plan ist.
Wichtig beim Schneiden des Steges ist noch, dass man die Weichenzunge jeweils an die entgegengesetzte Seite anlegt, dann hat man beim Trennen etwas Luft nach Unten.
Nach dem Durchtrennen des Steges habe ich die Schnittkannte noch mit einem Skalpell entgratet, dann lässt sich die Weichenzunge wirklich wunderbar leicht bewegen.

Bild entfernt (keine Rechte)

Schwierig bleibt das Bohren eines Loches in den Kunststoffsteg der Weichenzunge . Auf dem Foto seht Ihr meine aktuellen Methode:
1. Vorsichtig vorstechen auch mit Hilfe eines kleinen Hammers (nur leichte Schläge, sonnst verbiegt sich die Weichenzunge !).
2. Bohren mit 0.6 mm (mit der Hand).
3. Bohren mit 0.7 mm (mit der Hand). Der Stelldraht hat einen Durchmesser von 0.6 mm.

Bild entfernt (keine Rechte)

Da der Steg der Weichenzunge leider locker in der Führung sitzt, kann er wackeln und kippen ! Verbessern lässt sich die Situation durch das Unterlegen eines passenden Holzklötzchens.
Hier die Sicht von oben...

Bild entfernt (keine Rechte)

Hier die Sicht von unten....

Bild entfernt (keine Rechte)

Gestern habe ich 8 Weichen bearbeitet, trotz aller Vorsicht, ist mir bei einer Weichenzunge das Bohrloch verlaufen. Im Prinzip könnte man dieses Bohrloch dennoch benutzen,
ich habe aber zur Sicherheit ein zweites Bohrloch weiter seitlich gebohrt. An dieser Stelle ist das Bohren des Loches deutlich einfacher. Ich gehe davon aus, dass Umlegen der
Weichenzunge genauso gut funktioniert, wie bei dem Bohrloch in der Mitte der Weichenzunge.
Ansicht von oben....

Bild entfernt (keine Rechte)

Ansicht von unten....

Bild entfernt (keine Rechte)

Wenn man einige Weichen hintereinander bearbeitet, stellt sich eine gewisse Routine ein. Nach den 8 Weichen hatte ich aber definitiv keine Lust mehr, da man immer Gefahr läuft,
die Weiche zu zerstören. Mit dem seitlichen Bohrloch hat man jedoch noch die Chance alles zu retten...

Mit einer heißen Nadel den Bohrpunkt der Weichenzunge zu markieren, das hatte ich früher auch schon ausprobiert (auch mit der feinen Spitze des Lötkolbens).
Meine aktuelle Methode scheint mir sicherer zu sein. Ideal für diesen Zweck wäre eine heiße Nadel, die auch heiß bleibt, damit man den Bohrpunkt in Ruhe treffen kann.
Die Spitze des Lötkolbens war da schon zu groß.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er sich die Arbeit machen will. Für mich ist das direkte "Ansteuern" der Weichenzunge und die Verwendung von Glöckner-Relais, Servos etc. langfristig
die sicherste Methode die Weichen störungsfrei zu stellen .

LG von Harald


klein.uhu und Knotenblech haben sich bedankt!
 
Harald
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