Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

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WechselstromAlex
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Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#1

Beitrag von WechselstromAlex » Mi 13. Mär 2013, 20:29

Hallo Forum,

im Zuge der Erstellung meines Schattenbahnhofs versuche ich die Gleise für Wechselstrom- und Gleichstrombetrieb auszulegen :)
Dazu sind aber mehrere K-Weichen 2262ff umzubauen.

Soweit ich an Hand einer Weiche feststellen konnte, verlaufen die Kontakte zur Masse wie folgt: (Pukos lasse ich mal weg)
Bild

So wie es aussieht sind die jeweiligen Aussenschienen jenseits des Herzstücks bereits getrennt verbunden!?

Wenn nun durch die roten Schnitte im folgenden Bild die Kontakte getrennt werden, ist dann das "Mittelteil" in orange wirklich potentialfrei und polarisierbar? Und wäre durch Auftrag eines stromführenden Silberlacks o.ä. in den gelben Bereichen um das Herzstück bzw. auf dem Plastik-Herzstück eine Verbesserung möglich?
Bild

Wie sieht ein Betrieb mit Gleichstromfahrzeugen aus? Wäre ein einigermaßen funktionierender Betrieb möglich, trotz unterschiedlicher Radmaße?

Bevor ich meine Versuche an der Weiche ausprobiere würde ich gerne die Meinung der anderen Teilnehmer mitnehmen.
Danke!

Gruß
Alex

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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#2

Beitrag von DeMorpheus » Do 14. Mär 2013, 10:25

Moin Alex,

ohne die Weiche jetzt in der Hand gehabt und durchgemessen zu haben, würde ich meinen dass du dir mit nur einem Schnitt die Polarisierung sparen könntest:

Bild[0058]

Das Herzstück ist natürlich ein Problem, da aus Plastik. Leitlack dürfte da recht schnell abgefahren werden.

Schöne Grüße,
Moritz
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#3

Beitrag von Balde99 » Do 14. Mär 2013, 10:38

Wäre es dan nicht evtl. einfach und sicherer (wegen dem Herzstück) Gleischstormweichen mit Pukos zu versehen?


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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#4

Beitrag von GünTHer Haupt » Do 14. Mär 2013, 11:25

Hallo Alex, DAS Problem haben wir vor 25 Jahren schon gelöst! Unsere Schulanlage sollte für beide Systeme funktionieren; heute fahren wir nur noch Gleichstrom. Der Umbau ist ganz einfach: die beiden Gleisstücke, die vom Herzstück aus die jeweilige gegenüberliegende Aussenseite erreichen, werden bei Gleichstrom nicht versorgt. Also haben wir mit zwei U-förmigen Klemmen aus Stahldraht die jeweiligen Schienenstücke (Aussen-Mitte) miteinander verbunden. Ohne Löten, nur eingeklemmt! Ohne Probleme fahren wir nun schon ein Vietteljahrhundert. Das Herzstück aus Plastik macht sich höchstens bei Kriechfahrt von B-Loks bemerkbar. MfG GünTHer

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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#5

Beitrag von Railstefan » Do 14. Mär 2013, 11:32

Hallo Alex,

haben die beiden innenliegenden Schienen (von dir im zweiten Bild orange gefärbt) vor dem Herzstück überhaupt Kontakt zueinander?

Wenn nein, brauchst du für Gleichstrombetrieb überhaupt nichts umbauen, da sie ja bereits passend polarisiert sind.
Wenn ja, würde ich den Vorschlag von Moritz mal testen.

Viel Erfolg
Railstefan
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#6

Beitrag von schnuffi02 » Do 14. Mär 2013, 11:56

Hallo Alex,

da ich auch sowohl mit Wechselstrom als auch Gleichstrom fahre habe ich die Weiche vom K-Gleis 2262 umbauen müssen.

Da ich ältere Weichen habe kann es sein, daß wir von 2 verschiedenen Schaltbildern sprechen.
Beim älteren Modell muß man die Trennung, so wie du im ersten Bild rot andeutest vornehmen, weil hier ein Metallsteg die rechte mit der linken Schiene verbindet!
Desweiteren bestand eine Verbindung im vorderen Bereich des Herzstücks zu den beiden kleinen Innenschienen. Diese mußte ich ebenfalls durchtrennen.

Nach deiner Schaltung zu urteilen gibt es diese Verbindung nicht mehr - ich gehe davon aus daß du die Schienen durchgemessen hast und das Schaltbild korrekt ist, dann hast du wirklich nur diese beiden Trennstellen.

An das Herzstück mußt du jetzt ein Kabel anlöten, damit du die entsprechende Polartät schalten kannst. Wie schon gesagt stört das kleine Kunststoffstück nicht - da fährst du glatt drüber.

Wenn du dann auf Wechselstrom umsteigen willst müssen nur alle Schienen + Herzstück auf Masse geschaltet werden. Hierfür bedient man sich mehrpoliger Kippschalter.

Ich hoffe ich konnte dir etwas behilflich sein - Habe mir damals auch mehrere Tetstrecken aufgebaut.

Schönen Tag und Gruß

Wolfgang
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#7

Beitrag von DeMorpheus » Do 14. Mär 2013, 12:09

schnuffi02 hat geschrieben:Beim älteren Modell muß man die Trennung, so wie du im ersten Bild rot andeutest vornehmen, weil hier ein Metallsteg die rechte mit der linken Schiene verbindet!
Aber diese Verbindung stört doch nicht, wenn man die beiden Flügelschienen gegeneinander isoliert, oder?
Dann kann man sich nämlich den ganzen externen Schaltungsaufwand sparen und muss nur den Strom entsprechend irgendwo in der Anlage einspeisen, bei den Weichen haben dann alle Schienen von alleine die richtige Polarität.

Schöne Grüße,
Moritz
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#8

Beitrag von Railstefan » Do 14. Mär 2013, 12:15

Hallo Moritz,

genau so sehe ich das auch (s. meinen Beitrag weiter oben): wenn die beiden Flügelschienen keinen Kontakt zueinander haben, so erübrigt sich jeder Umbau.

Gruß
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#9

Beitrag von schnuffi02 » Do 14. Mär 2013, 20:39

Hallo zusammen,

es geht hier um den Umbau der K-Gleis Weiche 2262.

Dies ist eine Weiche die normalereise für Wechselstrom ausgelegt ist.

Diese Weiche soll jetzt - so habe ich das verstanden - für den Gleichstrombetrieb umgerüstet werden. Bei Wechselstrom sind die Schienen untereinander verbunden - sie bilden die Masse.
Der MIttelleiter die Phase.

Maßgebend sind nicht die Schaltbilder sondern obige Weiche. Habe ein Schnittmodell dieser Weiche vor mir liegen - leider eine ältere Ausführung bei der das Herzstück etwas anders aussieht.

Eine für Wechselstrom ausgelegte Weiche kann nicht einfach mit Gleichstrom betrieben werden. Schliese doch einfach mal eine Batterie statt Trafo an - Kurzschluss!!!!!

Schönen Abend Gruß

Wolfgang
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#10

Beitrag von WechselstromAlex » Do 14. Mär 2013, 21:20

Hallo,

erstmal Danke an alle.
Ich habe noch eine Verbindung vergessen: Im orangenen Bereich existiert noch eine weitere Verbindung (dunkelgrüne Verbindung im folgenden Bild)
Bild
Zur besseren Unterscheidung habe ich die Gleisstücke durchnummeriert.
- Gleisstücke 1-7
- Verbindungen durch Bleche innerhalb von Schwellen oder bei Gelenken V1-V4
(V3 nur (7) und (1), V4 nur (6) und (2))
DeMorpheus hat geschrieben:Moin Alex,
ohne die Weiche jetzt in der Hand gehabt und durchgemessen zu haben, würde ich meinen dass du dir mit nur einem Schnitt die Polarisierung sparen könntest:
Bild
Das Herzstück ist natürlich ein Problem, da aus Plastik. Leitlack dürfte da recht schnell abgefahren werden.
Diese Version hatte ich auch als erstes angedacht, jedoch habe ich den Verdacht, daß der rote Schnitt zu schmal wird, sodaß der Spurkranz bei Befahrung kurz vor dem Herzstück auf Grund des Radinnenmaßes auch den "anderen Schenkel" noch treffen könnte. Man kann natürlich den roten Schnitt ausführen (und natürlich auch an der dunkelgrüne Verbindung zusätzlich) und beide offenen Ende ein paar Milimeter zurückstutzen, quasi als stromlose Verlängerung des Herzstücks.
Balde99 hat geschrieben:Wäre es dan nicht evtl. einfach und sicherer (wegen dem Herzstück) Gleischstormweichen mit Pukos zu versehen?
Im sichtbaren Bereich eine Option, im Sbf wäre mir die Betriebssicherheit bei Weichen diesbezüglich wichtiger (hauptsächlich AC-Betrieb, DC-Betrieb nur bei Bedarf ;-))

GünTHer Haupt hat geschrieben:Hallo Alex, DAS Problem haben wir vor 25 Jahren schon gelöst! Unsere Schulanlage sollte für beide Systeme funktionieren; heute fahren wir nur noch Gleichstrom. Der Umbau ist ganz einfach: die beiden Gleisstücke, die vom Herzstück aus die jeweilige gegenüberliegende Aussenseite erreichen, werden bei Gleichstrom nicht versorgt. Also haben wir mit zwei U-förmigen Klemmen aus Stahldraht die jeweiligen Schienenstücke (Aussen-Mitte) miteinander verbunden. Ohne Löten, nur eingeklemmt! Ohne Probleme fahren wir nun schon ein Vietteljahrhundert. Das Herzstück aus Plastik macht sich höchstens bei Kriechfahrt von B-Loks bemerkbar. MfG GünTHer
Das müssten doch die Verbindungen V3 und V4 sein, oder? Kanst Du mir das nochmals an Hand der Nummerierung erklären? Danke!
Railstefan hat geschrieben:Hallo Alex,
haben die beiden innenliegenden Schienen (von dir im zweiten Bild orange gefärbt) vor dem Herzstück überhaupt Kontakt zueinander?
Wenn nein, brauchst du für Gleichstrombetrieb überhaupt nichts umbauen, da sie ja bereits passend polarisiert sind.
Wenn ja, würde ich den Vorschlag von Moritz mal testen.
Ja, der orangene Bereich (5) ist ein gestanztes Blech, auf dem die Spurkräne auflaufen und vonnm dem aus die beiden anliegenden Schienen Kontakt haben.
schnuffi02 hat geschrieben:Hallo Alex,
da ich auch sowohl mit Wechselstrom als auch Gleichstrom fahre habe ich die Weiche vom K-Gleis 2262 umbauen müssen.
Da ich ältere Weichen habe kann es sein, daß wir von 2 verschiedenen Schaltbildern sprechen.
Beim älteren Modell muß man die Trennung, so wie du im ersten Bild rot andeutest vornehmen, weil hier ein Metallsteg die rechte mit der linken Schiene verbindet!
Desweiteren bestand eine Verbindung im vorderen Bereich des Herzstücks zu den beiden kleinen Innenschienen. Diese mußte ich ebenfalls durchtrennen.
Nach deiner Schaltung zu urteilen gibt es diese Verbindung nicht mehr - ich gehe davon aus daß du die Schienen durchgemessen hast und das Schaltbild korrekt ist, dann hast du wirklich nur diese beiden Trennstellen.
An das Herzstück mußt du jetzt ein Kabel anlöten, damit du die entsprechende Polartät schalten kannst. Wie schon gesagt stört das kleine Kunststoffstück nicht - da fährst du glatt drüber.
Wenn du dann auf Wechselstrom umsteigen willst müssen nur alle Schienen + Herzstück auf Masse geschaltet werden. Hierfür bedient man sich mehrpoliger Kippschalter.
Meine rote Trennung von V1 und V2 bezieht sich auf die angeschweißeten Blechstreifen, die jeweils (1) und (2) mit (5) verbinden. Diese Verbindung liegt genau im Gelenk der beiden Weichenzungen (3) und (4).
Die Verbindungen V1 und V2 verbinden jedoch nur die, sagen wir mal, Aussenschienen mit dem naheliegenden Gelenk. Die Verbindung zur anderen Aussenschiene jenseits des Mittelleiters wird mE nur über den Blechstreifen (5) gwährleistet.
(Frühere Weichen dieses Typs im System 21xx hatte keine Weichenzungen, sondern Stanzbleche, die eine Trennung unmöglich machten)
Die beiden Weichenzungen (3) und (4) können von (5) nicht getrennt werden, da sonst das Gelenk vermutl. beschädigt werden würde.
"Desweiteren bestand eine Verbindung im vorderen Bereich des Herzstücks zu den beiden kleinen Innenschienen. Diese mußte ich ebenfalls durchtrennen": Ist das die dunkelgrüne Verbindung?
Die Polarisierung erfolgt vstl. zusammen mit dem Conrad-Hoffmann-Weichenantrieb.
schnuffi02 hat geschrieben: Eine für Wechselstrom ausgelegte Weiche kann nicht einfach mit Gleichstrom betrieben werden. Schliese doch einfach mal eine Batterie statt Trafo an - Kurzschluss!!!!!
:fool: Im Prinzip jein
Mit den schlanken Weichen 2271x müsste es eigentlich gehen, aber anderes Thema...

Danke nochmals an alle!
Werde frühestens an Ostern mal die (imaginären) Weinert-Loks über die 2262 jagen :baeh:

Gruß
Alex

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Zuletzt geändert von WechselstromAlex am Do 1. Mai 2014, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#11

Beitrag von DeMorpheus » Do 14. Mär 2013, 21:29

Hallo,

bevor hier jetzt alles durcheinander geht:
Gleichstrom und Wechselstrom sind hier die falschen Begriffe - wir haben vielmehr eine Weiche für den Mittellleiterbetrieb, die auf Zweileiterbetrieb umgebaut werden soll.

Dass man die Weiche nicht einfach so im Zweileiterbtrieb benutzen kann, ist allen Beteiligten klar.

Alex, aus deinem Bild wird eins nicht ganz klar: Führen die Flügelschienen überhaupt Strom? Ich denke, dass nur die Spurkranzbleche Strom führen?
Ist aber auch erstmal egal, die Verbindung von Außenschiene zu Flügelschiene (-blech) muss nicht aufgetrennt werden, wenn die Flügelschienen (-bleche) am Herzstück elektrisch getrennt werden (mein erster Vorschlag, aber nochmal schadet ja nicht). Ich würde das olle Blech sogar ganz rausschmeißen, kommt der Laufruhe zu Gute.
Probleme könnten damit Zweileiterfahrzeuge bekommen, die mit ihren Spurkränzen nicht das Blech berühren und nur auf den stromlosen Flügelschienen laufen. Wenn das so ist, muss man auf die Flügelschienen noch Strom bekommen:
Einfach, wenn die Schleifer von Mittelleiterfahrzeugen nicht auf den Flügelschienen aufsetzen: einfach Blech und Flügelschiene verbinden.
Wahrscheinlich setzen die Schleifer aber auf und würden dann einen Kurzschluss verursachen, dann müssen die Flügelschienen leider polarisiert werden. Problematisch an der Polarisierung ist, dass man zwei unterschiedlich zu polarisierende Bereiche hat. Es gibt Antriebe die können das, die meisten haben mWn nur einen Umschaltkontakt.

Das sind jetzt meine Gedanken zu dem Thema, ich habe leider nur die ganz alte Variante der Weiche vorliegen, da sind sogar noch beide Weichenzungen untrennbar miteinander verbunden.

Schöne Grüße,
Moritz

(Einige Passagen nach Alex zwischenzeitlich eingetrudeltem Roman noch ergänzt, der Text ist jetzt stellenweise etwas holprig ;) )
Viele Grüße,
Moritz
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#12

Beitrag von steve1964 » Do 14. Mär 2013, 22:17

-
die schlanken Weichen 2271 älterer Bauart können ohne Umbau oder Eingriff

als 2 - Leiter - Weichen direkt eingesetzt werden .

habe einige hier , bei denen das reibungslos klappt .

Grüße
Steve

-
Ich baue , also bin ich .

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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#13

Beitrag von Railstefan » Fr 15. Mär 2013, 10:04

Hallo Alex,

die Verbindungen 1+2 stören weder bei Mittelleiter- noch bei 2-Schienenbetrieb.

Wenn es eine Verbindung 5 gibt, so muss diese natürlich getrennt werden.
Auf deinem Bild sehen sieht man kein weiteres Blechteil, auf das die Spurkränze vor dem Herzstück auflaufen - das war bei der alten Version mit Blechweichenzungen der Fall und ist bei der neueren Version mit Schienenprofilen als Weichenzungen nicht mehr der Fall (ähnlich den schlanken Weichen 227x).

Mach doch einfach mal den Schnitt 5 und prüfe dann, ob es noch eine weitere Verbindung der beiden Schienen gibt - ansonsten machen wir hier lange theoretische Überlegungen, die möglicherweise gar nicht notwendig sind.

Der Abstand der beiden Flügelschienen vor dem Herzstück sollte groß genug sein, dass da keine Spurkränze von kreuzenden Achsen irgendwo falsches dran kommen, aber auch das lässt sich ja nach erfolgreicher Trennung der beiden Profile prüfen.
Dazu nur einen Pol des Trafos direkt ans Gleis und den anderen über ein Birnchen an die andere Schiene anschließen und einen mit isolierten Achsen (= klassische 2-Leiter-Achse) ausgerüsteten Wagen mal darüber schieben und an der kritischen Stelle mal in alle Richtungen bewegen. Kommt der Spurkranz an die 'falsche' Schiene dran, so wird das Lämpchen leuchten.

Viel Erfolg
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#14

Beitrag von schaffnerroger » Sa 16. Mär 2013, 15:23

Hallo Leute,

wenn es sich um eine Standard-Weiche handelt ist der Umbau recht simpel.


1. Das Blech-A muss raus.
Dazu mit der Trennscheibe am Dremel an den beiden Kringel-Markierungen sowohl die Verbindung zur Außenschiene als auch die Verbindung zum Blech-A durchsäbeln. Danach kann das Blech angehoben und am Herzstück ausgehakt werden.

2. Die Innenschienen brauchen Saft.
Dazu die schon genannt Kontaktbleche unter die Profile klemmen und jeweils mit dem übriggebliebenen Stegrest des Blech-A (an der eingekreisten Stelle) verbinden.

Nun ist nur zu beachten das diese Weichen nicht aufgeschnitten werden darf, da sonst ein Kurzschluss entsteht. Die Zungen bekommen den Saft von der Außenschiene und geben ihn über die Klemmen an die Innenschienen weiter. Im Dreileitermodus würde bei falsch liegender Weiche der Schleifer auf Masse treffen.
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#15

Beitrag von Railstefan » Mo 18. Mär 2013, 09:57

Hallo Roger,

wenn die Backenschienen schon werkseitig mit Masse versorgt werden, was ja offensichtlich der Fall ist, so wird der Mittelschleifer keinen Kontakt zu ihnen bekommen, denn das wäre dann ja ein Konstruktionsfehler, da der Kurzschluss ja schon beim Normalbetrieb dauernd auftauchen würde....
Meines Wissens hat Märklin die Pukos bei der Änderung der Weiche von Blechzungen auf 'echte' Zungenschienen ebenfalls ein wenig geändert. Sie sind jetzt ein wenig höher, so dass der Schleifer oberhalb der Schiene bleibt und eben nicht auf die Schiene kommt.

Warum sollte man die eingekringelten Blechverbindungen zu den Außenschienen trennen? Dann muss man die Innenschienen wieder künstlich anschließen...
Eine Verbindung aller Schienen untereinander und ggfs zum Herzstück muss auf jeden Fall raus.

Gruß
Railstefan
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#16

Beitrag von schaffnerroger » Mi 20. Mär 2013, 17:59

Railstefan hat geschrieben:Hallo Roger,

wenn die Backenschienen schon werkseitig mit Masse versorgt werden, was ja offensichtlich der Fall ist, so wird der Mittelschleifer keinen Kontakt zu ihnen bekommen, denn das wäre dann ja ein Konstruktionsfehler, da der Kurzschluss ja schon beim Normalbetrieb dauernd auftauchen würde....
Meines Wissens hat Märklin die Pukos bei der Änderung der Weiche von Blechzungen auf 'echte' Zungenschienen ebenfalls ein wenig geändert. Sie sind jetzt ein wenig höher, so dass der Schleifer oberhalb der Schiene bleibt und eben nicht auf die Schiene kommt.

Warum sollte man die eingekringelten Blechverbindungen zu den Außenschienen trennen? Dann muss man die Innenschienen wieder künstlich anschließen...
Eine Verbindung aller Schienen untereinander und ggfs zum Herzstück muss auf jeden Fall raus.

Gruß
Railstefan
Hallo Railstefan,

das Problem liegt in der Weiche selber. Die Backenschienen sind im original nicht unter Masse sondern stromlos. Die
Räder laufen auf diesem seltsamen Riesen-Blech-A das innen vor den Backenschienen von den Zungengelenken bis zum Herzstück verläuft und auf etwa halber Strecke noch eine Querverbindung hat. Wenn eine AC-Lok da langfährt berührt sie mit dem Spurkranz diese Blech und bekommt Masse, der Schleifer kann über die Backenschiene rutschen da diese stromlos ist. Doch nach dem Umbau gibt es das Problem das DC-Loks von der Weichenzunge bis hinter dem Herzstück keinen Saft bekommen. Bei langen Loks und Triebwagen mit vielen Stromabnahmepunkten kein Problem, aber kurze Loks bleiben stehen. Also müssen die Backenschienen Saft bekommen, aber nur immer die die gerade benutzt wird. Wenn also die Trennungen nach meinem Schema durchgeführt werden ist die Backenschiene die gerade benutzt wird unter Saft, die gekreuzte nicht. Die Ein- und Ausschaltfunktion wird durch die jeweils anliegende Zungenschiene durchgeführt. Das heißt aber auch das der Saft NUR von der Außenschiene über die Weichenzunge zur Backenschiene kommen darf. Deshalb müssen die Verbindungen zwischen Außenschiene und Zungengelenk getrennt werden.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu Theoretisch.
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#17

Beitrag von Heggedotz » Mi 20. Mär 2013, 18:29

Hallole,

wir bauen Module mit AC-DC-Wechselbetrieb. Vorgehen, wie schaffnerroger es beschrieben hat. Das A-Blech kann an einer Seite einfach mit einem Uhrmacherschraubendreher ausgehebelt werden. Die andere Seite einfach durch hin- un herleiern abbrechen. Mit alten schlanken Weichen mit beweglichem Herzstück gibt es eh keine Probleme. Die Backenschienen sind bei Gleichstrombetrieb mit B-Kupplern ohne Anschluß an die jeweilige Außenschiene aber nicht betriebssicher oder es mus mit Schmackes drübergerast werden. Daher einfach mit einer Stecknadel unter den Schienen die Backen- und Außenschienen bei GS-Betrieb verbinden oder zu- und abschaltbar machen. Modelle mit kurzem Schleifer verursachen beim Betrieb ggfs. Kurzschlüsse, wenn der Schleifer auf eine polarisierte Backenschiene fällt.

Gruß
Rick
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#18

Beitrag von Te22 » Fr 17. Mai 2013, 00:38

Heggedotz hat geschrieben:Hallole,

wir bauen Module mit AC-DC-Wechselbetrieb. Vorgehen, wie schaffnerroger es beschrieben hat. Das A-Blech kann an einer Seite einfach mit einem Uhrmacherschraubendreher ausgehebelt werden. Die andere Seite einfach durch hin- un herleiern abbrechen. Mit alten schlanken Weichen mit beweglichem Herzstück gibt es eh keine Probleme. Die Backenschienen sind bei Gleichstrombetrieb mit B-Kupplern ohne Anschluß an die jeweilige Außenschiene aber nicht betriebssicher oder es mus mit Schmackes drübergerast werden. Daher einfach mit einer Stecknadel unter den Schienen die Backen- und Außenschienen bei GS-Betrieb verbinden oder zu- und abschaltbar machen. Modelle mit kurzem Schleifer verursachen beim Betrieb ggfs. Kurzschlüsse, wenn der Schleifer auf eine polarisierte Backenschiene fällt.k
Stimmt.
Bild
Buchstabe A herausnehmen. Strom zuführen. Das wirkt auch für 2268/2269.
Aber für kurze 2-Achser ist das nicht genug. Um die Spalte im Mitten zu verkürzen, soll mann auch die Radlenker strohmversorgend machen. Und also ändern bei messing Radlenker. Schaut mann die Radlenker-LBahnschwellenge im realität: 8-10 Bahnschwelle. Also: wegschnitte der plastic M*Bahnschwell, und ändern bei langere messing Bahnschwelle (strohmversorgend).

Grüße,
Jan Willem


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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#19

Beitrag von Heggedotz » Fr 17. Mai 2013, 15:22

Hallo,

hier noch mal ein link und eine Skizze:

http://alte-modellbahnen.xobor.de/t2277 ... achen.html

Bild

Gruß
Rick
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Te22
Regionalbahn (RB)
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Re: Umbau K-Weiche 2262ff auf Gleichstrom

#20

Beitrag von Te22 » Di 23. Dez 2014, 19:21

schlanke Hosenträger mit schlanke Engländer für 2-Leiter und 3-Leiter gebrauch

Thread ab hier: http://forum.3rail.nl/index.php?topic=14728.0

Bei Holländische Nachbar Seite 3railforum gab es einige Jahre her ein Umbau Projekt das vielleicht auch für Stummiforum interessant sein kann. Zwar nicht der 2260 aber 2275, und doch.
Die Bilder sprechen für sich.

Grüße,
Jan Willem


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