Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

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Klaason
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Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#1

Beitrag von Klaason » Do 19. Okt 2017, 10:23

Hallo Allerseits,

ich baue gerade in eine Roco BR 112 (AC Ausführung) ein paar Funktionen ein, unter Anderem möchte ich sie den Kupplungswalzer tanzen lassen. Besorgt habe ich dafür zwei Märklin Telex der neusten Generation E117993. Nun stellt sich mir eine Anfängerfrage bzgl. des Anschlusses an den LokPilot, da ich etwas unterschiedliche Aussagen im Internet gefunden habe.
Kann ich die beiden Telex in Reihe geschaltet direkt an den AUX/Funktionsrückleiter des LoPi hängen, oder brauche ich eine 'spezielle' Vorschaltung, wenn ja wie sieht die aus? Meine Google Suche hat da nichts brauchbares ausgespuckt. Maximal Kupplungsdauer wollte ich auf 5 Sekunden stellen.

Zudem habe ich irgendwie ein Problem mit dem Rangiergang. Laut der Bedienungsanleitung des LoPi fährt die Lok bei eingeschaltetem Rangiergang immer die Hälfte der gewählten Fahrstufe. Es ändert sich aber original nix an der Geschwindigkeit der Lok, auch nicht wenn ich den Rangiergang auf eine andere Funktionstaste lege. Bin ich zu blöd dafür? Zur Info, es ist der erste LoPi den ich benutze und programmiere.

Danke für eure Hilfe!
Liebe Grüße
Niklas


Martin_B
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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#2

Beitrag von Martin_B » Do 19. Okt 2017, 12:16

Servus Niklas,

der Rangiergang, der als logische Funktion im LoPi V4 vorhanden ist, hat nix mit dem Kupplungswalzer zu tun. Wenn du die Lok von Hand fährst und der Rangiergang ist aktiviert, wird die Geschwindigkeit halbiert. Beim Kupplungswalzer kannst du die An- und Abdrückzeit, sowie den Funktionsausgang der Kupplungen zeitlich einstellen. Die Geschwindigkeit bleibt gleich.

Ein Tip noch zum Anschluss der Kupplungen. Um der Magnetisierung von Metallkupplungen vorzubeugen, sollten Kupplungen nicht auf blau (+), sondern an Masse gehen.
Grüße Martin

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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#3

Beitrag von Klaason » Do 19. Okt 2017, 13:15

Hallo Martin,

dass der Rangiergang nichts mit dem Kupplungswalzer zu tun hat war mir klar. Das Problem ist, dass beim aktivieren des Rangiergangs die Geschwindigkeit eben nicht halbiert wird und ich checke nicht warum.

Gibt es denn bei Märklin Systemen überhaupt eine Masse wie beim Gleichstromsystem? Ich dachte immer das Digitalsignal bewegt sich um +/- 18 V, also AC in Rechteckform.

Danke und liebe Grüße
Niklas

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rhb651
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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#4

Beitrag von rhb651 » Do 19. Okt 2017, 13:45

Hallo Niklas,

bei den Märklin-Decodern gibt es die nomale Masse (Märklin-Farbe = braun) und die sogenannte "Decodermasse" (Märklin-Farbe ist hier orange).

Ist der Decoder neu oder von einem Vorbesitzer?
Hast du den Decoder mal in Grundstellung zurückgesetzt?
Viele Grüße,
Achim
rhb651

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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#5

Beitrag von Klaason » Do 19. Okt 2017, 14:13

Hallo Achim, es ist kein Märklin Decoder, sondern ein Esu Lokpilut V4 M4. Zurückgesetzt hatte ich ihn schon. Ohne Änderung für den Rangiergang.

LG Niklas


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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#6

Beitrag von volkerS » Do 19. Okt 2017, 15:55

Hallo Niclas,
schwarz und rot ist die Gleisspannung zum Decoder. Diese ist, wie du richtig sagst ein Digitalsignal +/ - 18 V, also AC in Rechteckform.
Im Decoder gibt es die Funktionsausgänge und den Rückleiter. Jetzt kommt die Gemeinheit. Der Funktionsrückleiter (ESU Elektronik +) ist Plus (blau) und die Funktionsausgänge (z.B. F1 grün, F2 violett) sind Eingänge die die Last (Telex-Magnet oder Lampe) nach Masse schalten (der zweite Draht der Verbraucher hängt an Plus (blau)). Plus und Masse sind die Potentiale der Gleichspannung, die auf der Decoderplatine durch Gleichrichtung erzeugt wird. Die blaue Ader darf niemals mit der Chassis Kontakt bekommen, Decoder-Masse ist nicht herausgeführt.
Telexkupplungen neigen aber zu Remanenz (zurückbleibender Magnetismus), wenn sie an Gleichspannung betrieben werden. Du erkennst es daran, dass sie "Kleben" also in der "Ein"-Stellung verharren, obwohl abgeschaltet. Deshalb soll man sie zwischen Funktionsanschluß und Chassis (schwarz) schalten.
Dann werden sie mit einer pulsförmigen Spannung betrieben, die der Remanenz vorbeugt. Bei Spitzenlicht erkennt man diese Beschaltung am Flackern der Beleuchtung.
Volker


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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#7

Beitrag von Martin_B » Do 19. Okt 2017, 20:15

N'abend Niklas,

über den Anschluss der Kupplungen ist alles gesagt. Warum dein Rangiergang nicht funktioniert, liegt vermutlich am Mapping.
Falls du den LokProgrammer von ESU nicht hast, lade dir die Software herunter, stelle mit der Software die CV's ein, Liste ausdrucken und abgleichen.
Viel Glück.....
Grüße Martin

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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#8

Beitrag von Klaason » Fr 20. Okt 2017, 11:10

Hallo Martin, hallo Volker,

danke für eure Antworten. Die Beschaltung mit Chassismasse werde ich dann mal ausprobieren und berichten.

@Martin: Die Software von ESU habe ich benutzt um mir die CVs erstellen zu lassen. Das komische, auch nach dem Decoderreset hat der Rangiergang nicht funktioniert, obwohl er ja eigentlich per Default auf F3 liegen müsste. Ich finde zu dem 'Fehler' auch nichts im Internet :cry:

VG
Niklas


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Re: Märklin Telex Gen 3 an ESU LokPilot V4 M4 und Probleme mit dem Rangiergang

#9

Beitrag von Klaason » Fr 20. Okt 2017, 12:53

OK, geht jetzt. Ein erneuter Reset hats möglich gemacht! Danke

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