Bester Dekoder für Fauli umbau???

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StephanLeist
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Bester Dekoder für Fauli umbau???

#1

Beitrag von StephanLeist » Fr 20. Okt 2017, 19:31

Hallo Freunde,

Ich bin auf der Suche nache einem guten Dekoder für meine Roco 44er mit SB Umbau auf Fauli Antrieb. Ich meine ich suche nicht einen Dekoder der prinzipiell mit einem Faulhaber umgehen kann, das können mitlerweile doch alle, ohne dass der Motor gleich Schaden nimmt (oder nehem sollte?). Ich suche einen guten.
Momentan habe ich einen Lopi drin ob 3.0 oder 4.0 weiss ich jetzt gerade nicht. Bei dem fährt die Lok in den unteren Fahrstufen nicht gerade geschmeidig. In FS 1 und 2 macht sie regelrecht Sprünge, dass ich befürchten muss den Motor zu ruinieren. Nach 2h Herumstellerein an den Motor CVs ohne gravierende Verbesserungen, mag ich jetzt nicht mehr.

Hat jemand erfahrungen mit SB Umbauten und Dekodern verschiedener Hersteller?
Sound muss der Dekoder übrigens nicht haben. Ist in meier 44 nicht drin und auch nicht für die Zukunft geplant.


Ich fahre 2 Leiter mit der ESU ECoS und hauptsächlich DCC-Protokoll. Manchmal auch noch analog, weil die Fahreigenschaften meiner 4 SB-Umbauloks mit Dekoder (bis jetzt) besch***eiden ausfallen.

Was habt ihr so für Erfahrungen?
Mit freundlichem Gruß,
Stephan Leist

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digitalo
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#2

Beitrag von digitalo » Fr 20. Okt 2017, 19:44

Hallo Namensfetter

Ich sitze momentan auch an einer Lok mit Faulhaber ab Werk. Bei mit ist ein LoSo V4 drin und der hat die gleichem Symptome wie Du sie beschreibst. Versuch mal folgendes:

CV52 = 2
CV54 = 25
CV55 = 35
CV124 = 1

Teste es mal ... ich denke dann wird sie ruhiger und nicht mehr wie ein wilder Gaul herumspringen. Ansonsten kann ich Dir eigentlich nur Zimo empfehlen. Würde ich auch am liebsten hier einbauen, aber leider gibt es den Sound nur für ESU LokSound-Decoder. So ist das halt

Viel Erfolg
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#3

Beitrag von StephanLeist » Fr 20. Okt 2017, 19:52

Hallo Stephan :) ,

Danke für deinen Tipp. Habe das gleich mal einprogrammiert. Tatsächlich ist das gehopse jetzt nicht mehr ganz so stark, so weit war ich allerdings auch schon mal, dafür fährt sie jetzt ab FS 6 nicht mehr so gleichmäßig. Also ich meine die Geschwindigkeit schwankt sichtbar. Ganz deutlich auch an angehängten Wagen zu sehen. :roll:

Wie schätzt du den Zimo beim Einstellungsaufwnd ein?
Ich meine sogar einen Zimo in ner FLM Lok und 2 Roco Maschinen zu haben, allerdings haben die keinen Fauli.

Wie siehts mir D&H, UB, oder mit Lenz aus?
Mit freundlichem Gruß,
Stephan Leist


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#4

Beitrag von CDC-User » Fr 20. Okt 2017, 20:05

Hallo Stephan,

Ich kann dich voll verstehen. Ich hatte und habe das gleiche Problem. Mein Fuhrpark besteht zu 90% aus Loks mit Präzisionsantrieben.
Ich habe einige Decoder ausprobiert und muss sagen, dass nach meinen Erfahrungen der ESU der am wenigsten geeignete Decoder für Glockenankermotoren ist.

Der Zimo und D&H sind etwa gleich gut, da kommt es auf den expliziten Motortyp an. Den kleinsten Anfahrruck unter den DCC Decodern habe gleube ich diese beiden.
Wenn du dich wenig mit dem Einstellen herumschlagen willst, wäre der D&H wohl was für dich. Einen Test ist er alle mal wert.
Beim Zimo geht viel mehr einzustellen und demnach auch zu verstellen.

Mit wie vielen Fahrstufen fährst du eigentlich? 14, 28 oder 128?
Mit freundlichem Gruß,
Hermann

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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#5

Beitrag von hansi057 » Fr 20. Okt 2017, 20:07

Hallo Stephan
Versuch doch mal einen mld/3 von Märklin.
Kostet etwa 35€, meldet sich automatisch an, hat eine gute Einmeßfunktion
und läßt sich mit der Ecos gut einstellen (mfxkompatibel).
Kannst aber auch zu Fuß mit DCC einstellen.
Freundliche Grüße
Hansi


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#6

Beitrag von CDC-User » Fr 20. Okt 2017, 20:17

Hallo,

Hatte ich noch vergessen, evtl. ist dir das eine Hilfe für den ESU : https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=21&t=140568
Und das was hier seht, ist wohl fast allgemein gültig für Moba Decoder: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=48853

Ansonsten ist das hier evtl. hilfreich um die Einstellung besser zu verstehen: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=5&t=147070
Mit freundlichem Gruß,
Hermann


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#7

Beitrag von WolleH » Fr 20. Okt 2017, 20:28

Hallo Stephan,

falls du einen V3 hast, sieht es schlecht aus.

Bei einem V4 kann man die Faulhabersteuerung einstellen.
Hierbei sind ALLE Parameter wichtig, da sie sich gegenseitig beeinflussen.

CV 2: muss auf 1, damit die Anfahrspannung so gering wie möglich ist.
CV 3: so groß wie möglich, wie es bei deiner Anlage noch angemessen erscheint - diese CV bestimmt auch, wie schnell der Decoder von erster auf zweite INTERNE Fahrstufe umschaltet und somit, wie sanft die ersten Umdrehungen sind.
CV5: erst einmal auf 255 einstellen, da durch die CVs 10 und 53 die Höchstgeschwindigkeit später ggf. deutlich reduziert wird.
CV 10: bestimmt, wie häufig die Lastregelung den Motor abfragt. Standardmäßig sind das 8,19 msec (Wert 8 ), der Faulhaber braucht zwischen 4 und 6 msec (Werte 4 - 6).
CV 51: bestimmt die Regelschneligkeit in Fst. 1 und 2. Faulhaber kommt mit Wert 2 gut klar. Wert 1 ggf. testen, der Unterschied kann deutlich sein.
CV 52: der "Anfahrschubs" für schwergängige Motoren/Getriebe. Ein perfekter Faulhaberantrieb braucht hier den Wert 0 (kein "Schubs").
Je nach Getriebe kann auch Wert 1 erforderlich sein.
CV 53: die Referenzspannung, bestimmt das Spannungsviveau der gesamten Regelung. Ich würde hier mit 100 anfangen und nur höher gehen, wenn die Lok zu langsam ist. Ist sie schnell, den Wert in 10er Schritten weiter verringern.
CV 54: Regelstärke im Fahrbereich. Mit 50 anfangen, wenn zu ruckelig geregelt wird, in 5er Schritten verringern.
CV 55: Regelschnelligkeit. Mit 100 anfangen, ist aber eher unkritisch.
CV 56: Volle Regelung, also 255.
CV 124: adaptive Regelfrequenz. Musst du mal testen, allgemein sollte der Fauli bei einwandfreiem Getriebe ohne auskommen.

Ach ja: falls du Railcom nicht brauchst: komplett abschalten.
Gruß
Wolfgang


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StephanLeist
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#8

Beitrag von StephanLeist » Fr 20. Okt 2017, 21:12

Hallo,

Zunächst einmal vielen DAnk an euch alle für die schnellen Antworten :clap: :prost:

@Wolfgang:
Railcom brauche ich bis jetzt nicht und ist aus. Der rest den du mir geschrieben hast, steht ja im Prinzip genau so auch in der BDA von ESU. Die habe ich natürlich schon bei meinen Versuchen zur Hand genommen. Ich habe nur das Problem, wenn eine Sache besser wird, wird eine andere wieder schlechter. Beispiel: Wird das Ruckeln weniger, verschwindet fast, bekomme ich ein Schwanken der Geschwindigkeit ab FS 6. Oder Stelle ich die FS 1 so langsam wie möglich ein, wo die lok dann auch mit einem möglichs geringen Anfahrruck losfährt, wird die Maximalgeschwindigkeit nicht mehr erreicht.
u.s.w. :roll: :roll:
Aber ich werde mich morgen nochmal ein weing damit auseinander setzten.

@Hermann:
Danke für die Links. Da kann man interessante Infos finden, allerdings habe ich jetzt nicht gerade die Zeit, um das alles zu lesen. Ich werde es aber nach und nach mir zu Gemühte führen. Und ich fahre mit 128FS.

@Hansi:
Danke für deinen Vorschlag. Ich brauche kein mfx oder MM. Ich habe ausschließlich DCC.
Was ist das besondere am mld/3 von Märklin?
Mit freundlichem Gruß,
Stephan Leist

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hansi057
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#9

Beitrag von hansi057 » Sa 21. Okt 2017, 00:00

Hallo Stephan
Der mLD/3 ist nichts besonderes, er läßt sich schnell zum einmessen einstellen.
Auch wenn du nur DCC fährst ist das kein Problem. Mit der Ecos kannst du ihn
unter mfx einmessen und eventuell einfach einstellen. Wenn du das zu deiner
Zufriedenheit gemacht hast stellst du einfach mfx und mm ab. Bleibt DCC über
und die Daten werden automatisch übernommen und du fährst weiter mit DCC.
Und die Dec. von Märklin können mit den Mitbewerbern heute gut mithalten.
Da haben die in Göppingen schon gut aufgeholt.
Freundliche Grüße
Hansi


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#10

Beitrag von jlvjlv » So 22. Okt 2017, 00:39

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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#11

Beitrag von egon II » Do 2. Nov 2017, 10:06

hi
mal vielleicht ne blöde Frage, aber habt ihr mit dem Decoder die automatische Motoreinmessung probiert ?

Es wurde im Thread noch nicht erwähnt


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#12

Beitrag von StephanLeist » Fr 3. Nov 2017, 16:00

egon II hat geschrieben:
Do 2. Nov 2017, 10:06
hi
mal vielleicht ne blöde Frage, aber habt ihr mit dem Decoder die automatische Motoreinmessung probiert ?
Hallo,

Zu meiner Schulzeit hat man immer gesagt es gebe keine blöden Fragen. :wink:
Also alles ok soweit.

Es ist jedoch in der Tat so, dass ich das natürlich schon mal (mittlerweile sogar mehrere Male) ausprobiert habe.
Das Gesamtergebnis war allerdings nie überzeugend.

Wie ich oben schon erzählt habe, ist beim Beseitigen der einen "störenden" Eigenschaft eine andere wieder aufgetreten oder deutlich stärker geworden.
Beispiel: Niedrigere Anfahrstufe --> stärkere Ruckler; abschwächen der Ruckler --> schwankende Geschwindigketi bei mittleren Fahrstufen & wieder etw. höhere Kriechgeschwindigkeit .... :banghead:

Ich habe jetzt mal mit nem Lenz silber probiert, das war allerdings auch nicht gerade besser.
Momentan habe ich nen Zimo drinn und der scheint recht gut zu sein. Den werde ich wohl drinn lassen.
Er ist zumindes deutlich besser als der ESU und Lenz. D&H, mLD3, Uhlenbrock habe ich noch nicht probiert.
Wer mit Faulis und besagten Dekodern gute Erfahrungen gemacht hat, kann mir gerner berichten.

Nachdem was ich hier ( https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=5&t=147070 ) bis jetzt gelesen habe, scheint das Ansteuern von Glockenankermotoren ein herstellerübergreifendes Problem zu sein.
Mit freundlichem Gruß,
Stephan Leist


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#13

Beitrag von Robert Bestmann » Fr 3. Nov 2017, 18:33

Hallo Stephan,

hast Du noch irgendwelche Entstörelemente (Drosseln oder Kondensatoren) im Motorstromkreis? Falls ja, bitte entfernen, denn diese können die Motorregelung negativ beeinflussen.

Viele Grüße
Robert

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digitalo
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#14

Beitrag von digitalo » Fr 3. Nov 2017, 20:44

Hallo Gemeinde

Ich besitze 2 dieser Loks. Eine mit Kurz-Tender und eine in der Lang-Tender Version. Beide sind mit einem ESU LokSound V4 und dem Sound-Projekt von Andy Hammer (Sledge) versehen. Die württemb.C hat der Größe wegen einen Micro V4 und läuft nach aufspielen des Sound ohne weitere Einstellungen wie "geschmiert". Ganz anders die 18.1 mit einem "normalen" Loksound V4 mtc. Ich hatte damit die gleichen Probleme wie der Fred-Eröffner. Es scheint hier also eine Streuung zu geben.
Da es ALLE Sound-Decoder Produzenten bis heute noch nicht geschafft haben einen realistischen Sound für diese Maschine zu kreiern ... auch Zimo nicht muss ich bei dem ESU bleiben wenn die Lok tönen soll.

Das ist KEINE Kritik am hervorragenden Sound den Slegde geschaffen hat ... ich kann ihn nur nicht auf Zimo portieren ... sonst wäre der ESU schon längst Geschichte in diesen Loks.
Die Umbauten beider Loks auf moderne DSS habe ich vor einiger Zeit im Umbauten-Feed veröffentlicht.

Bonne Chance
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#15

Beitrag von WolleH » Fr 3. Nov 2017, 23:56

StephanLeist hat geschrieben:
Fr 20. Okt 2017, 21:12
Der rest den du mir geschrieben hast, steht ja im Prinzip genau so auch in der BDA von ESU.
Hallo Stephan,
eben nicht. Weder im Prinzip noch explizit. Wenn du danach eingestellt hast, kann nur Murks herauskommen
StephanLeist hat geschrieben:
Fr 20. Okt 2017, 21:12
Aber ich werde mich morgen nochmal ein weing damit auseinander setzten.
Ein wenig reicht eben nicht, du solltest es einmal ernsthaft versuchen.

Wo liegt eigentlich euer Problem?
Ich habe bisher noch jeden Faulhaber, auch unter erschwerten Umständen (Motorspannung passt nicht zur Digitalspannung), so hinbekommen, dass es sogar mit einem einstufigen Getriebe klappt. Am Decoder kann es also nicht liegen . . . Beratungsresistenz???

Gruß
WOlfgang
Gruß
Wolfgang


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#16

Beitrag von tom_holzwurm » Sa 4. Nov 2017, 00:27

Ich habe auch eine ganze Reihe Loks mit SB-Umbausatz laufen: vor allem ältere FLM, Roco und Liliput, bei den neueren Loks lohnt sich m.E. der Umbau nicht.
Auch wenn das blöd klingen mag, die umgebaute Lok mit einenm Glockenankermotor muss mit einem Gleichspannungsnetzgerät ( Labornetzteil ) erstmal über den kompletten Drehzahlbereich einwandfrei und sauber laufen. Sprich, die Mechanik muss in Ordnung sein, das ist absulut entscheidend ! Bei der Drehzahlregelung sollte man bei den Faulhi 's sehr konservativ sein, sprich wenig Regelungseingriff, keine "Losbrech"-Mimik etc. . Ich habe weder mit ESU noch ZIMO Decodern neuerer Bauart jemals Probleme gehabt, die funktionieren alle einwandfrei, daher dass ESU grundsätzlich Probleme hätte ist schlichtweg Unsinn !!
Gruß Thomas


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#17

Beitrag von StephanLeist » So 5. Nov 2017, 00:11

Hallo Freunde,

Also ich bin nicht beratungsresistent. Ich habe aber auch keine Lust ewig an einem Dekoder herum zu stellen, irgendwann muss auch mal gut sein. Wenn das mit dem Aufwand den ich bis jetzt betrieben habe nicht machbar ist, halte ich das Produkt für weniger geeignet. Mir ist auch nicht ganz klar, warum das was in der BDA des Herstellers zu dem ESU V4 steht Blödsinn sein soll. Ich meine der Hersteller sollte doch wissen, was er programmiert hat und wie deren Regelung funktioniert.
Irgendwann vergeht einem sowieso die Lust an der ewigen herumprogrammiererei...

Und was die Dekoder und deren Motorsteuerung generell angeht, so bin ich der falsche Diskussionspartner für dieses Thema. Dafür fehlt mir einfach die Fachkompetenz. Es gibt hier im Forum andere die auf diesem Segment weit mehr Kompetenz vorweisen können und es ist sehr interessant, was man da von der Motorregelung verschiedener Dekoder mit Glockenankermotoren lesen kann.

Alles was ich bis jetzt feststellen konnte ist, dass die Motorregelung von Glockenankermotoren nicht gerade einfach zu sein scheint.
Mit freundlichem Gruß,
Stephan Leist


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#18

Beitrag von tom_holzwurm » So 5. Nov 2017, 12:27

Das hat auch mit Beratungsresistenz nichts zu tun: was ich meinte ist einfach folgendes:
Man muss die Probleme erstmal identifizieren: wenn die Lok ein mechanisches Problem hat, bekommst du die Regelung mit keinem Regler ordentlich hin.
Und die Voreinstellungen der Decoder sind keineswegs immer passend, ich würde daher bei egal welchem Decoder die Regelung erstmal komplett ausschalten und schauen wie sich die Lok damit fahren läßt und dann die Regelung mit sehr konservativen Parametern wieder dazunehmen.
Bisher habe ich jede Lok zum Laufen gebracht, sofern die Mechanik in Ordnung ist.
Gruß Thomas


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#19

Beitrag von StephanLeist » So 5. Nov 2017, 13:30

WolleH hat geschrieben:
Fr 3. Nov 2017, 23:56
StephanLeist hat geschrieben:
Fr 20. Okt 2017, 21:12
Aber ich werde mich morgen nochmal ein weing damit auseinander setzten.
Ein wenig reicht eben nicht, du solltest es einmal ernsthaft versuchen.

Wo liegt eigentlich euer Problem?
Ich habe bisher noch jeden Faulhaber, auch unter erschwerten Umständen (Motorspannung passt nicht zur Digitalspannung), so hinbekommen, dass es sogar mit einem einstufigen Getriebe klappt. Am Decoder kann es also nicht liegen . . . Beratungsresistenz???

Gruß
WOlfgang
Hallo,

Jetzt nehm ich eben nochmal konkret stellung zu den CV-Vorschlägen (ESU v4) mit denen ich herumprobiert habe.

CV2 = Anfahrspannung; -> zunächst auf 1 (Fauli läuft schon mit sehr niedrigen Spannungen, also niedriger Wert)
CV3 = Beschleunigungszeit; -> zunächst auf 110 (garnicht so entscheident, da keine Auswirkung aufs Anfahren aus dem Stand)
CV4 = Bremszeit; -> zunächst auf 70
CV5 = Höchstgeschwindigkeit; -> immer auf 255 (Durch Getriebe mit Untersetzung passt die Vmax schon)


Regelung:
CV49 = Bit1: Motorfrequenz; -> 2 (40kHz)
CV10 = Abtastrate der Lastregelung; -> zunächst 5 (etwa 196Hz, sollte bei einem Fauli eigentlich noch höher sein)
CV51 = Integral-Regler <<slow>>; -> zunächst auf 3 (Fauli hat geringe Trägheit, reagiert schnell, eigentlich höherer Wert)
CV52 = Proportional-Regeler <<slow>>; -> zunächst auf 0 (Fauli hat kein Rastmoment, also sollte kein P-Teil nötig sein)
CV53 = Regelungsreferenz -> zunächst 150 (Fauli liefert hohe Gegen-EMK und Vmax soll nicht beschnitten werden)
CV54 = Proportional-Regeler; -> zunächst auf 40 (Für schnelle Reaktion der Regelung auf Hinderniss, wie z.B. Weichenherzunebenheiten)
CV55 = Integral-Regler; -> zunächst auf 60 (Fauli hat geringe Trägheit, reagiert schnell, also hoher Wert)
CV56 = Regelungseinfluss; -> zunächst auf 200 (Fauli ist Drehmomentstark und 100%iges Ausregeln wäre unrealistisch)
CV124 = Bit4: Adaptive Regelfrequenz; -> 16 (zunächst aus)
CV124 = Bit5: Motorschutz; -> 32 (Motor wird bei Blockieren abgeschaltet)


Fahrergebniss:

Kein glattes Anfahren, deutlicher, wenn auch geringer Anfahrruck. (FS0 auf FS1)
Lautes "schreckliches" Pfeifen in FS1 verursacht durch die 196Hz (CV10) (reduzier ich das Geräusch CV10=8 123Hz kommt das Ruckeln in den unteren FSen wieder viel viel stärker)
Relativ hohe FS1, wird niedriger wenn ich CV53 kleiner mache. Allerdings wirden dann die FSen 12 bis 18 nicht mehr richtig geregelt. Also CV56 auf 255, macht aber leider keinen Unterschied. Also CV54 CV55 (P- und I-Regler) auch vergrößert (CV54 = 65) und (CV55 = 90) -> etwas mehr Regelung in FS10 bis 18 aber auch stärkeres Ruckeln unter FS8.
.
.
.

So kann ich das jetzt länger fortführen, ohne dass eine Einstellung zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt hätte. Ich gehe davon aus, dass das bei anderen genau so ist, mit dem feinen aber entscheidenden Unterschied, dass die sich irgendo mit einer negativen Sache arrangieren, wenn alles andere passt. :?:


Also beratungsresistenz muss man mir jetzt nicht vorwerfen. Es hilft auch nicht einfach zu sagen: "Bei mir läuft der Dekoder mit Fauli-Antrieb perfekt und wenn es bei dir nicht so ist, bist du einfach nicht in der Lage diesen richtig zu konfigurieren."

tom_holzwurm hat geschrieben:
So 5. Nov 2017, 12:27
Das hat auch mit Beratungsresistenz nichts zu tun: was ich meinte ist einfach folgendes:
Man muss die Probleme erstmal identifizieren: wenn die Lok ein mechanisches Problem hat, bekommst du die Regelung mit keinem Regler ordentlich hin.
Damit meinte ich auch nicht dich sondern Wolfgang, weil er mir das vorwirft. :wink:
Mechanische Probleme kann ich bei meinen Loks zu 1000% :lol: ausschließen. Analog laufen sie auch tadellos.
tom_holzwurm hat geschrieben:
So 5. Nov 2017, 12:27
Und die Voreinstellungen der Decoder sind keineswegs immer passend, ich würde daher bei egal welchem Decoder die Regelung erstmal komplett ausschalten und schauen wie sich die Lok damit fahren läßt und dann die Regelung mit sehr konservativen Parametern wieder dazunehmen.
Bisher habe ich jede Lok zum Laufen gebracht, sofern die Mechanik in Ordnung ist.
Gruß Thomas
Zum "Laufen" bringen ist auch nicht das Problem. Ich möchte bei so einem teuern/hochwertigen Antrieb einfach ein tolles Fahrverhalten und suche einen GUTEN Dekoder dafür. Ansonsten stimmt's natürlich, dass die Mechanik fehlerfrei sein muss und nicht jeder Dekoder zwangsläufig geeignet ist.
Auch die Lok erstmal mit abgeschalteter Regelung zu testen ist sicher nicht verkehrt.
Zuletzt geändert von StephanLeist am Mo 6. Nov 2017, 16:37, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichem Gruß,
Stephan Leist


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#20

Beitrag von CDC-User » So 5. Nov 2017, 14:27

Hallo liebe Mitstreiter,

Jetzt möchte ich auch noch etwas dazu sagen.

1. Bitte vergesst nicht, dass bei der Bewertung von Fahreigenschften der größte Teil einem subjektiven Eindruck unterliegt. Ich meine, solange man keine konkreten Messungen anstellt, vergleicht und dann seine Schlüsse zieht, steht das alles doch auf sehr wackeligen Beinen.

2. Ich habe das an anderer Stelle schon mal erwähnt, weil es mir immer wieder auffällt (nicht nur hier im Forum); Es macht keinen Sinn einem "Inkompetenz" vorzuwerfen, wenn einer die (subjektiv) "fantstischen" Fahreigenschaften eines Decoders nicht ebenfalls erreicht. Da hat Stephan absolut recht. :!:

3. Ich denke ich kann von mir behaupten, dass ich mich etwas mit Regelungstechnik und speziell BLDC und "coreless low inertia"/ "high torque" Motoren auskenne. Es ist mit der Technik, die ich bis jetzt bei allen Decodern gesehen habe, nicht möglich so einen Faulhaber, Maxon... Motor einwandfrei anzusteuern, geschweige denn zu regeln.
Natürlich möchte ich hier niemandem seinen Glauben nehmen, aber das ist nunmal Fakt. Es gibt allerdings Decoder, die das nachweislich "besser" (also mit weniger schlechten Eigenschaften) machen als andere. Das kann im Einzelfall aber auch durch den konkreten Motor variieren. Jeder wird da wohl etwas probieren müssen.

4. Ich gebe Stephan auch Recht, dass die Einstellerei irgendwann mal ein Ende haben muss (außgenommen es macht einem Spaß). Man sollte mit einem Decoder also auch in "endlicher" Zeit zu einem (subjektiv) guten Ergebnis kommen. Darin unterscheiden sich die Decoder erneut deutlich Stichwort (effektive, leicht durchzuführende, autom. Einmessfunktionen / effektive Parameter). [Ich habe vor einiger Zeit einmal das autom. Einmessen eines C-Digitaldecoders mit nem ESU v4 vergelichen wollen und es scheiterte schon an der machbarkeit, da beim ESU laut BDA eine außreichend lange gerade Strecke vorhanden sein muss (in meinem Fall hätte diese länger als 2m sein müssen), welche ich momentan nicht habe.]
Mit freundlichem Gruß,
Hermann


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#21

Beitrag von OttRudi » So 5. Nov 2017, 19:20

Versuchs mal mit einem mLD-Decoder erster Generation. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, beim Umbau von den Trix Br 218 mit Maxon-Motor auf Mittelleiter. Auf alle Fälle wesentlich besseres Fahrverhalten als mit einem Lopi V3.0, der jedoch die MäTrix 3-Poler in den besagten BR 218 besser regelt.
Viele Grüße, Rüdiger

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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#22

Beitrag von WolleH » Mo 6. Nov 2017, 17:39

StephanLeist hat geschrieben:
So 5. Nov 2017, 13:30
Ich gehe davon aus, dass das bei anderen genau so ist, mit dem feinen aber entscheidenden Unterschied, dass die sich irgendo mit einer negativen Sache arrangieren, wenn alles andere passt.
Stephan, du hast es auf den Punkt gebracht: es gibt tatsächlich eine negative Sache, mit der ich mich arrangiere: das Motorgeräusch.

Um genau zu sein: arrangieren trifft es nicht ganz, ich habe es einfach absolut nicht im Fokus - und auch nie daran gedacht, dass das eine Rolle spielen könnte.

Mea culpa . . .

Da ich eigentlich nur mit Sound fahre, höre ich den Motor schlichtweg nicht mehr.
Wenn ich jetzt den Motor auf wenig Krach hin optimieren soll, ist es mit den Fahreigenschaften wieder problematisch, das stimmt schon.
Beides zusammen kann der ESU anscheinend nicht . . .
Gruß
Wolfgang

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Trommi
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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#23

Beitrag von Trommi » Di 7. Nov 2017, 10:56

Moin,

also ich habe vor kurzem eine Märklin BR 64 auf Glockenanker von Faulhaber umgebaut. Der Decoder ist ein ESU Loksound 4.0, womit der Motor bzw. die Lok butterweich läuft, kein Vergleich zu dem C-Sinus, der vorher in der Lok verbaut war. Ich muss allerdings zugeben, dass die Parameter der Lastreglung wenig mit dem zu tun hat, was man sonst so kennt. Die von ESU in der Betriebsanleitung angegebenen Werte für "häufig verwendete Motoren" passten gar nicht, denn damit ruckelte und bockte die Lok ohne Ende, zudem brummte der Motor. Nach einer gefühlt unendlichen Einstellungsorgie bin ich auf folgende CV Werte gekommen:

CV2 - 1
CV3 - 25
CV4 - 35
CV51 - 5
CV52 - 4
CV53 - 100
CV54 - 75
CV55 - 40
CV56 - 255

Wie gesagt, mit diesen Parametern läuft die Lok sehr schön sauber, weich und leise.
Gruß aus dem Oldenburger Münsterland,

Thomas


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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#24

Beitrag von CDC-User » Mi 8. Nov 2017, 08:30

Hallo Trommi,
Trommi hat geschrieben:
Di 7. Nov 2017, 10:56
CV2 - 1
CV3 - 25
CV4 - 35
CV51 - 5
CV52 - 4
CV53 - 100
CV54 - 75
CV55 - 40
CV56 - 255

Wie gesagt, mit diesen Parametern läuft die Lok sehr schön sauber, weich und leise.
Danke für die CVs.
Ich hätte da noch ein paar Fragen:
Wie sehen CV49 Bit1 (Motorfrequenz), CV10 Regelfrequenz bzw. CV124 Bit4 (adaptive Regelfrequenz) aus?
Interessant finde ich, dass bei dir "I-Regler slow" (CV51) größer als (CV52) "P-Regler slow" jedoch (CV55) I-Regler kleiner als (CV54) P-Regler ist.
Für einen größeren I-Regeler slow habe ich ein stärkeres Übersteuern und Schwingen der Geschwindigkeit bei FS 1 bis 4 festgestellt. Wie schnell ist denn dann bei dir die FS1 und welcher Motor wurde genau verbaut?
Mit freundlichem Gruß,
Hermann

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Re: Bester Dekoder für Fauli umbau???

#25

Beitrag von alphatiger86 » Mi 8. Nov 2017, 09:11

Hallo Herrmann,

Das Problem mit den Werten von Thomas ist, das sie nicht allgemein gültig sein müssen.
Ich spreche mal aus meiner Erfahrung mit ESU Decodern und Motoren (sowohl Faulhaber als auch "Standard"):
Es gibt bei jedem Motor Fertigungstoleranzen! Daher kann man schlecht allgemeine Werte angeben. Ich habe LokSound V4 Decoder in 1 Piko Lok und einem Piko Triebwagen. Die Motoren sehen ähnlich aus, aber bei keinem führen die Standardeinstellungen für Piko von ESU zu sauberem fahren. Auch brachte es nichts, den Empfehlungen von ESU zu folgen und bestimmte CV-Werte in 5er schritten anzupassen. Für mich war das Try'n'error, wie man so schön sagt. Irgendwann waren die optimalen Einstellungen für meine Bedürfnisse gefunden.
Zudem habe ich 2 Loks, die eine Umrüstung mit SB-Modellbau Motoren erhalten haben. Einmal Maxxon, einmal Faulhaber Motor. Beide Loks fuhren mit den Standardeinstellungen für Glockenanker schlecht, die automatische Einmessung hat dabei aber erfolg gebracht (bei den Standard Motoren übrigens nicht). Störende Kondensatoren etc habe ich entfernt bzw. bei meinem Märklin Umbau gab es gar keine mehr.

Mein Fazit lautet: Wen du mit ESU Decodern arbeitest, dann kommst du nicht drum herum, die Motor-CV einzustsellen. Eine Standardlösung wird es nicht geben (können). Ich habe mich damit abgefunden, das ich herumprobieren muss, weil ich weiß, das es sich hinterher lohnt. Meine Loks fahren alle schön langsam an und haben in keiner Fahrstufe ruckler. Einzig im Motorgeräusch unterscheiden sich Glockenanker und Standardmotoren. Die Glockenanker sind (bis auf ein ganz leises elektrisches surren, unvermeidbar bei ESU) leise, die Standardmotoren hört man dagegen schon noch, aber nicht auffällig laut oder störend. Wenn Sound an ist, sind die Motoren aber nicht mehr zu hören, trotz relativ leisem Sound.
VG Johannes

--- Laminatbahn aus Überzeugung ---

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