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RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#1 von Südrampe , 10.01.2014 11:30

Liebe Stummis,


seit 2002 betreibe ich, zusammen mit meinem Vater, eine Anlage in Anlehnung an die Strecke der schweizer Bern-Lötschberg-Simplonbahn (BLS). Wir waren schon im Kindesalter unzählige Male im Wallis und irgendwie hat es mir diese Region einfach angetan. Deshalb ist das Anlagenthema klar.

Leider habe ich bei der noch bestehenden Anlage einige Planungsfehler begangen, die sich v.a. in sehr schwerer Zugänglichkeit bemerkbar machen. Vor allem meinem Vater bereiten die Tauchaktionen zum Bergen verunfallter Fahrzeuge große Mühen, was dazu führt, dass er, obwohl er als Pensionär wohl oft die Zeit dazu hätte, sich das Fahren nur noch dann traut, wenn ich dabei bin.

So langsam habe ich ihn soweit davon überzeugt, dass ein Neubau doch sinnvoll wäre, und somit möchte ich hier meine Gedanken zur Planung zur Diskussion stellen.

Ich habe mir für den Gleisplan SCARM installiert, eine Freeware, die sich für meine nicht allzu komplizierten Streckenverläufe als absolut ausreichend herausgestellt hat. Doch zunächst noch die einzelnen Punkte stichwortartig:

1. An-Der-Wand-Entlang-Aufbau

2. bestmögliche Zugänglichkeit

3. Einsatz von vorbildlich langen Zügen, z.B. Containerzüge mit 16 Mehano Doppeltragwagen, Pendel-ICs mit bis zu 11 1/87-Schnellzugwagen

4. Kleinster Wendelradius 55cm

5. Max. Steigung 2,2 %

6. Pendelstrecke für EW IV ICs & Regionalzüge

7. Keine Schattenbahnhöfe mehr!! Die Zugspeicherung wird von den "Schattenwendeln" übernommen. Dazu hätte ich einige Fragen

8. Umfahrmöglichkeit für die Wendeln. Somit kann mein Vater ohne den "komplizierten" Automatikbetrieb einen oder mehrere Züge auf die Reise schicken

9. Keine Tunnel-OL mehr (was haben wir bei der aktuellen Anlage dafür geschuftet ). Im sichtbaren Bereich Original Sommerfeldt-/Barinmodell-Oberleitung, gefahren wird grundsätzlich abgebügelt.

10. Das Bietschtal-Modul (siehe Link in der Signatur) soll integriert werden

11. Weitestmöglicher Verzicht aufs K-Gleis! Zum einen bin ich mit der Kontaktsicherheit nicht sonderlich zufrieden, und dann sieht man hier im Forum immer wieder, welche fantasitschen Ergebnisse möglich sind, wenn man Zweileitergleis mit Nachrüst-Pukos versieht. Im nicht sichbaren Bereich beabsichtige ich eine kostengünstige Variante, bei der z.B. das Piko A-Gleis mit einem N-Schienenprofil als Mittelleiter Verwendung findet.

12. Fast vergessen: Linksverkehr



Zur Veranschaulichung ein Bild des Gleisplans (ohne die talseitige Wendel); zuerst in 3D



Und als Gleisplan




Die beiden im Nichts endenden Gleise im Inneren der Wendel stellen den Begin der Pendelzug-Abstellwendel dar, die sich in 1,5facher Umdrehung nach oben schraubt. Blau ist das Umfahrgleis und grau die "Schattenwendel", die der Einfachheit halber mit nur einer Umdrehung dargestellt wird. In der endgültigen Version sind ca. 10 Umdrehungen geplant, um möglichst viele Züge hintereinander abstellen zu können.


Noch einige Bilder der bisher noch nicht gezeigten Talwendel, die im Prinzip exakt denselben Aufbau wie die o.g. hat.

Ohne Pendelzuggleise:




Mit Pendelzuggleisen, ohne Umfahrgleis (weil etwas übersichtlicher)




Die 3D-Ansichten ...

1. die Schattenwendel




2. die Pendelzug-Wendel (die Schattenwendel wurde nur angedeutet, damit es übersichtlicher ist)




3. Das Ganze Gewirr mit Umfahrgleis:





Bevor ich Euch jetzt mit Fragen zur Technik löchere - hab ich schon irgend einen Mist geplant? Fällt Euch vielleicht etwas auf, was so gar nicht funktionieren kann?

Ich danke schon mal herzlich für Eure Mithilfe!!!


Viele Grüße,

Jochen

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RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#2 von pfahl_04 ( gelöscht ) , 10.01.2014 12:20

Zitat von Südrampe

- ...BLS).. Wir waren schon im Kindesalter unzählige Male im Wallis
- Lange Züge, - Keine Schattenbahnhöfe mehr!! Die Zugspeicherung wird von den "Schattenwendeln" übernommen. Dazu hätte ich einige Fragen
- Keine Tunnel-OL mehr, gefahren wird grundsätzlich abgebügelt.
- Bietschtal-Modul


Hallo Jochen
nur ganz kurz einige Gedanken:
a) Als erstes fehlen mal die Raumangaben, damit man sich eien Vorstellunge machen kann
b) Dann rechne mal die Strecken in den Wendeln aus und teile sie durch die Zuglänge
c) Dann baue doch die Stromabnehmer gleich ab
d) siehe a)


pfahl_04

RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#3 von Südrampe , 10.01.2014 12:37

Zitat von pfahl_04

a) Als erstes fehlen mal die Raumangaben, damit man sich eien Vorstellunge machen kann
b) Dann rechne mal die Strecken in den Wendeln aus und teile sie durch die Zuglänge
c) Dann baue doch die Stromabnehmer gleich ab
d) siehe a)




Der große Raum bemisst sich auf 3,40 x 2,25 Meter.

Was meinst Du denn genau mit b)?


Viele Grüße,

Jochen

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RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#4 von Hohentengen21 , 10.01.2014 13:13

Hallo Jochen,

oi oi oi... Gleisumrüstung - da hätte ich keine Lust zu, die Optik ist aber schon klasse . Schau mal im Thread "Meine Baustelle" von Asselstein. Er hat den Mittelleiter im verdeckten Bereich aus Kupferdraht auf Reißnägel gelötet. Saubere Sache muss ich sagen.
Warum keine Schattenbahnhöfe mehr? Die Wendel nimmt doch mit diesen Ausmaßen mächtig Platz in Anspruch

Eine Tunneloberleitung braucht es nicht, höchstens in der Wendel wird es bei der gewünschten Steigung wohl nicht ohne gehen. Hier würden halbierte, günstige Flexgleise helfen, die über Kopf angebracht werden oder auch die Methode mit Kupferdraht auf Reißnägel gelötet. (Hätte ich auch gemacht, wenn ich die Idee früher geklaut hätte - so habe ich eben größere Steigungen in der Wendel )

Ansonsten halte ich mich bei Planungsaussagen zurück, ich war da auch ganz schön auf Hilfe angewiesen


Grüßle Oli


 
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RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#5 von ICN , 10.01.2014 18:25

Hi Jochen

Grundsätzlich eine sehr interessante Planung, vor allem die Schattenwendel finde ich eine super Idee. Allerdings habe ich dazu noch ein Frage: Beim Pendelzugwendel, kannst du da in der aktuellen Planung nur 2 Züge speichern? Bei mehr als 2 Zügen wirst du nämlich auf den beiden Gleisen zwangsläufig Probleme bekommen, da "Last in first out" gilt. Also derjenige Zug der zuletzt auf Gleis X fuhr, muss auch wieder zuerst aus Gleis X herausfahren.

Und bist du dir sicher, dass du den gesamten Schattenwendel dermassen hoch und nur eingleisig bauen möchtest? Ich würde mir überlegen ev. noch ein zweites oder drittes Gleis mit Abzweigungen dazwischen hinzuzufügen.. Schnell mal Zug Y auf die Strecke holen, wird sonst sehr mühsam. Aber ich denke du hast dir das sicher überlegt..

Was sind denn aus deiner Sicht die Vorteile der Schattenwendel?

Viele Grüsse

Matthias (wir sahen uns im vorletzten Sommer auf dem Bietschtalviadukt.. )


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RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#6 von Südrampe , 11.01.2014 09:18

Danke für Eure Feedbacks!

Oli
Rate mal, wessen Thread quasi das Zünglein an der Waage war?!? Ich finde das sooo geil, deshalb will ich das zumindest mal probieren.

Tunnel-OL wird es nicht geben, weil ich einfach Angst um das Wohl der Panthos habe und deshalb grundsätzlich abgebügelt fahren werde.

Mathias
Das ist ja ne Überraschung, Dich hier wieder zu treffen!! Du sprichst von unserem Bietschtalbrücken-Meeting im Juni 2012?! Mensch, DAS war ein toller Tag

Zu Deinem Anregungen:
Ja, nur 2 Pendelzuggleise pro Wendel Einer der Fehler bei der aktuellen Anlage war/ist, möglichst viele Speichergleise für möglichst viele Züge einzuplanen mangelnde Bewegungsfreiheit und Zugänglichkeit. Es reicht mir aus, 3 Wendezüge abwechselnd einzusetzen (damit bleibt ja dann immer 1 Gleis frei) - das sind dann nämlich schon 3 mehr als aktuell

Die Schattenwendeln bringen für meine Belange 2 entscheidende Vorteile:
1. Keine Weichen im Untergrund
In den letzten Jahren gab es immer wieder Waggons, die sich mit den Märklin-Weichen nicht vertragen haben. Z.B. gibt es für die wunderschönen und wunder"teueren" MEGAFRETs von Brawa keine Tauschachsen für AC. Folglich hab ich diese Modelle nur rumstehen. Mit einer Strecke ohne zwingendem Befahren eines abzweigenden Gleises (so wäre das nämlich bei aktueller Planung auf der Hauptstrecke der Fall ) ist dieses Problemopotential hoffentlich entscheidend gemindert.
2. Mit Schattenbahnhöfen müsste ich wieder sehr viel Platz unter der Anlage verbauen. Da der Platz zwischen Boden und Bietschtal nicht so hoch sein wird (Unterkante Bietschtalmodul ~ 40cm), fällt dies Möglichkeit zugunsten der Zugänglichkeit weg. Außerdem müssten die Schattenbahnhöfe jeweils ein Kehrschleife besitzen (Betrieb von A nach B) und das würde wieder zusätzlichen Raumbedarf bedeuten, da unter der Anlage an-der-Wand-entlang dafür nirgends Platz ist.
Die Wendeln an sich braucht es in jedem Fall, und so kann ich 2 Fliegen mit einer ... Du weißt schon

Mit den Zugwechseln hast Du natürlich Recht, das wird dann nicht gehen. Mit zusätzlichen Gleisen gäbe es aber wieder mehr Weichen und der Platz innerhalb der Wendel würde geringer + engere Radien erforderlich. Nach außen ausweichen geht nicht wegen des begrenzten Platzes.
Die Umfahrgleise bieten ja aber zumindest noch eine Ausweichroute, falls mal ein bestimmter Zug gleich wieder ans Tageslicht kommen soll.


Viele Grüße,

Jochen

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RE: Neuplanung einer BLS-Anlage

#7 von rufer , 11.01.2014 13:18

Die Pendelzüge im Wendel abzustellen, finde ich auch keine gute Idee. Wenn du Wagen mit Kurzkupplungen und somit zwangsläufig Kinematik verwendest, leiern diese mit der Zeit aus wenn sie immer in der Kurve abgestellt sind.

Grüsse
Rufer


 
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