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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#1 von oberpolding , 06.02.2014 01:36

Nach 2 Jahren Planung, viel Stummis Forum und Zeitschriften lesen möchte ich meinen Plan vorstellen und um konstruktive Kommentare bitten.

Meine Anlage soll den fiktiven Bahnhof Oberpolding zeigen. Oberpolding ist am Ende einer einspurigen elektrifizierten Nebenbahn die es mit Traunstein verbindet und einer nicht elektrifizierten nach Reith im Eckerl. Ich habe dieses so gewählt damit ich einigermaßen glaubwürdig E-Loks als auch Dampf und Dieselloks fahren kann.

Die fiktive Geschichte von Oberpolding ist wie folgt: Eine schmalspurige Waldbahn lief von Oberpolding Waldbahnhof nach Reith im Eckerl. Sie wurde später von der damaligen Reichsbahn übernommen und auf Normalspur umgerüstet. Zudem wurde sie in den bestehenden Bahnhof Oberpolding eingeführt. Wegen der existierenden Bebauung mußte dies als Spitzkehre erfolgen. Die Strecke nach Traunstein wurde elektrifiziert wegen starkem Fremdenverkehr, allerdings nicht die weitere Strecke nach Reith im Eckerl, da der Verkehr dorthin stark nachgelassen hatte.

1. Wünsche und Anforderungen an deine Anlage:

Zitat
1.1 In welcher Region (Gegend, Landschaft) ist deine Modellbahn angedacht?



Oberbayern.

Zitat
1.2 An welche Motive hast du gedacht (Stadt/Land, Industrie, Bw, Landwirtschaft etc.)? Hauptbahn oder Nebenbahn?



Kleinstadt wie zum Beispiel Ruhpolding mit reichlich Fremdenverkehr, Lokstation, und etwas Landschaft. Als Industrie gibt es eine Brauerei und ein Sägewerk. Zudem wird ein Güterschuppen, Kopframpe und ein Holzlagerplatz für Güterverkehr sorgen. Zwei Nebenbahnen, eine elektrifizierte und eine nicht elektrifizierte, enden in diesem Bahnhof.

Zitat
1.3 Welche Fahrzeuge sollen auf deiner Anlage fahren?



Ich mag sehr gerne Altbau E-Loks und auch Dampf und Diesel. Da ich mich etwas an Ruhpolding orientiere werde ich Silberlinge (303mm) als auch Reise und Schlafwagen einsetzen mit Altbau E-Loks auf der elektrifizierten Strecke, 3yge mit Dampf oder Diesel und Schienenbus auf der nicht elektrifizierten Strecke.

Zitat
1.4 In welchem Zeitraum/welcher Epoche soll deine Anlage angesiedelt sein?



Epoche IVa, also 1972-1980

Zitat
1.5 Welche(n) Bahnhofstypen bevorzugst du (Durchgangsbahnhof, Endbahnhof, Spitzkehre, Abzweigebahnhof)?



Kopfbahnhof

Zitat
1.6 Gibt es bestimmte Gebäude, Hochbauten, andere Besonderheiten, die auf die Anlage sollen?



Kleine Lokstation zur Versorgung der Dampf und Dieselloks auf der nicht elektrifizierten Nebenbahn. Abstellgleise für Reisezüge.

Zitat
1.7 Welche von den genannten Wünschen sind ein unbedingtes Muss, welche sind verhandelbar?



Obwohl ich eigentlich keinen Platz auf der Anlage für eine Paradestrecke habe, ist sie doch ein Muss zumindest für die elektrifizierte Strecke.

Zitat
1.8 Gibt es im Internet publizierte Gleispläne, die dir gefallen haben und die in deine gewünschte Richtung gehen? Gibt es erste Ideenskizzen von dir, die deine Antworten anschaulicher machen können?



Hier der letzte Stand meiner Planung (xtrkcad)


Inspiriert haben mich diese Gleispläne:
http://www.lokalbahn-traunstein-ruhpoldi...ahnprojekt.html Ruhpolding Gleisplan von ca. 1890
http://www.noetzel24.de/
http://lokalbahn-reminiszenzen.de/ Gomaringen, Ebermannstadt


2. Konkrete Rahmenbedingungen:

Zitat
2.1 Welche Fläche steht dir zur Verfügung? (Raum? Raumecke? temporäre Aufstellfläche? Bücherregal?)



Ich habe eine Ecke in einem Keller zur Verfügung von 4m x 1.5m. Nur links und hinten sind Wände, rechts geht die hintere Wand weiter mit einer Tür. Daher kann ich hier von zwei Seiten an die Anlage.

Zitat
2.2 Gibt es eine bevorzugte Anlagenform (U, L, Zungenform, Rechteck, Rundum-Anlage, An-der-Wand-entlang)?



Siehe Anlagenplan. Links muß sie schmaler sein damit ich noch überall dran kann, rechts kann sie tiefer werden da ich auch Zugang von der Seite habe.

Zitat
2.3 Zu welcher Spurweite tendierst du? (diese Frage hängt naturgemäß eng mit der Frage nach dem verfügbaren Platz zusammen) Bevorzugst du ein bestimmtes Gleissystem ? (steile Weichen oder schlanke Weichen?) Normalspur oder Schmalspur oder eine Mischform?



H0, 2-Leiter, Tillig im sichtbaren Bereich, Weller Weichen wenn unbedingt nötig (Dreiwege Weiche, Hosenträger), sonst Roco Line.

Zitat
2.4 Gibt es bestimmte technische Bedingungen? Mindestradius, maximale Steigung, Eingrifftiefe oder Eingrifflöcher? Sollen Teile oder die ganze Anlage demontierbar sein?



Im sichtbaren Bereich minimal 800mm Radius, im versteckten Roco R3. Radius für Gleiswendel Roco R4 in der Hoffnung, daß das eine Akzeptable Steigung für Züge bis zu 6 langen Wagen ergibt. Die Anlage wird in 4 Teile zerteilbar sein müssen, damit ich sie im Falle eines Umzuges durch die Tür bekomme. Der andere Vorteil ist, daß ich dann sehr leicht an alle Seiten komme beim Bauen.

Zitat
2.5 Steuerung: Wie möchtest du die Fahrzeuge betreiben (analog, digital)? Wie sollen Signale, Weichen etc. gesteuert werden (analog, digital, PC)?



Später einmal digital. Warscheinlich mit OpenDCC und Rocrail.

3. Weitere Informationen

Zitat
3.1 Was reizt dich besonders an deinem Vorhaben? (Rangieren, realistischer Fahrbetrieb nach Fahrplan, lange Züge fahren sehen, Konstruieren und Bauen, Landschaftsgestaltung ... oder?)



Eigentlich alles

Zitat
3.2 andere relevante Informationen (Einzelspieler, mehrere Mitspieler, sonstige Besonderheiten)



Da mir mein Job und Familie nicht viel Freizeit lassen wird der Bau wohl mehrere Jahre dauern in denen mein Kind mit einer Modellbahn aufwachsen kann. Darum ist auch eine Paradestrecke so wichtig.


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#2 von pfahl_04 ( gelöscht ) , 06.02.2014 08:51

Zitat von oberpolding
Nach 2 Jahren Planung...
- Gleiswendel Roco R4
- Gleisführung


ganz kurz nur
- Den Wendel kann man auch zu einem "ovalförmigen" Gebidle aufbohren oder gleich Rampen anlegen.
- Entweder verdeckt der Plan im Bahnhofsbereich etwas oder Du hast dort eine Endlosschleife


pfahl_04

RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#3 von oberpolding , 06.02.2014 16:48

@Manfred
Danke für Deinen Kommentar. Das mit dem Oval könnte eine Lösung sein falls die Steigung in der Wendel zu steil wird.
Die "Endlosschleife auf der linken Seite ist die Wendel in den Schattenbahnhof. Den habe ich schon geplant, aber hier nicht gezeigt, da sonst der Gleisplan etwas verwirrend aussehen würde.

Der Bahnhof hat zwei Ausfahrten, die untere ist die elektrifizierte Strecke nach Traunstein die dann von links über die Paradestrecke geführt wird, die obere Ausfahrt ist die nicht elektrifizierte Strecke nach Reith im Eckerl. Nach einer kompletten Umdrehung treffen sich beide Strecken wieder auf der Wendel und werden eingleisig in den Schattenbahnhof eingeführt.


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#4 von oberpolding , 11.02.2014 04:21

Ich hab da mal eine Frage an die Experten hier im Forum. Hier nochmal kurz die fiktive Geschichte der Bahn in Oberpolding.

  • Die 1923 gebaute Waldbahn von Oberpolding nach Reith im Eckerl wurde 1940 von der Reichsbahn übernommen, auf Normalspur umgespurt, mit Lawinenschutz versehen und im Bahnhof Oberpolding mit der Strecke nach Traunstein verknüpft.
  • Wegen des starken Tourismus Verkehrs wurde die Strecke Traunstein-Oberpolding 1955 auf elektrischen Betrieb umgestellt. Die Strecke Oberpolding-Reith im Eckerl allerdings nicht da dort nicht mehr viel Betrieb war.
  • Mittlerweile (1975) gibt es allerdings wieder eine regelmässige Personenzug Verbindung und Güterverkehr nach Reith im Eckerl.


Im Personenverkehr habe ich angenommen, dass von Traunstein-Oberpolding: 144 mit Silberlingen und Steuerwagen, Oberpolding-Reith im Eckerl: 64 mit 3yg Umbauwagen oder, je nach Bedarf ein Schienenbus fährt. Ist das wenn auch nicht realistisch, wenigstens plausibel? Oder würden die Silberlinge weiter fahren und die Lok gewechselt werden, oder die ganze Verbindung Traunstein-Oberpolding-Reith im Eckerl mit Dampf und Diesel gefahren werden. Nur Verstärker Züge und die Tourismus Züge wären mit einer E-Lok bespannt worden?

Vielen Dank für jeden konstruktiven Kommentar,

Jens


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#5 von lernkern , 11.02.2014 09:58

Servus Oberpoldinger.

Erstmal ein paar Links zur Ruhpoldinger Waldbahn, die du sicher schon kennst:

Wikipedia
Bildstrecke
Album bei flickr

Auch wenn du das Vorbild für deine Zwecke überarbeitest (was erlaubt ist, es ist ein tolles Vorbild, mit wunderbaren Landschaften und Szenen.

Bei der Ecke links hinten hätte ich echt Bedenken, wie du da dran kommst, wenn z.B. in der Wendel oder auf der Rampe mal ein Zug entgleist... Evtl. die Anlage auf Rollen stellen, damit du im Notfall von hinten eingreifen kannst?

Den Bahnhof finde ich recht gelungen. Die Gleisverbindungen am linken Bahnhofskopf gefallen mir nicht so, aber das ist Geschmackssache. Ganz rechts vorne hast du eine DKW. Links davon ist das Abstellgleis für Reisezüge gedacht. Wozu dient das Stumpfgleis, das von der DKW aus nach Rechts geht?

Kannst du mal noch die Bahnsteige einzeichnen?

Und kannst du mal auch den geplanten Schattenbahnhof zeigen? Die Bemerkung mit der Endlosschleife interessiert mich.

Zu deiner Frage nach der Traktionsart von Traunstein nach Oberpolding und weiter nach Reith im Eckerl (tolle Namen!-). Ich würde sagen erlaubt ist, was Spaß macht. Denkbar sind aber sicher Züge die aus der großen weiten Welt über Traunstein nach Oberpolding gehen (auch Nahverkehr). Die wären dann elektrisch bespannt. Züge von Traunstein nach Reith im Eckerl mit Dampf oder Diesel. Auch ein Lokwechsel in Oberpolding oder Kurswagen nach Reith im Eckerl sind möglich. Ich denke, für jede beliebige Traktionsart lässt sich eine passende Ausr... aäh Erklärung finden.

Viele Grüße

Jörg


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#6 von KBS962 ( gelöscht ) , 11.02.2014 11:00

Zitat von oberpolding

  • Die 1923 gebaute Waldbahn von Oberpolding nach Reith im Eckerl wurde 1940 von der Reichsbahn übernommen, auf Normalspur umgespurt, mit Lawinenschutz versehen und im Bahnhof Oberpolding mit der Strecke nach Traunstein verknüpft.
  • Wegen des starken Tourismus Verkehrs wurde die Strecke Traunstein-Oberpolding 1955 auf elektrischen Betrieb umgestellt. Die Strecke Oberpolding-Reith im Eckerl allerdings nicht da dort nicht mehr viel Betrieb war.
  • Mittlerweile (1975) gibt es allerdings wieder eine regelmässige Personenzug Verbindung und Güterverkehr nach Reith im Eckerl.


Im Personenverkehr habe ich angenommen, dass von Traunstein-Oberpolding: 144 mit Silberlingen und Steuerwagen, Oberpolding-Reith im Eckerl: 64 mit 3yg Umbauwagen oder, je nach Bedarf ein Schienenbus fährt. Ist das wenn auch nicht realistisch, wenigstens plausibel? Oder würden die Silberlinge weiter fahren und die Lok gewechselt werden, oder die ganze Verbindung Traunstein-Oberpolding-Reith im Eckerl mit Dampf und Diesel gefahren werden. Nur Verstärker Züge und die Tourismus Züge wären mit einer E-Lok bespannt worden?



Hallo Jens,

ich finde die Geschichte stimmig und es könnte sich tatsächlich so abgespielt haben. Allerdings störe ich mich etwas an "Mittlerweile (1975) gibt es allerdings wieder eine regelmässige Personenzug Verbindung". In den 1960/70er-Jahren fand eher eine Konzentration auf den Schüler- und Berufsverkehr statt, die für den Ausflugs- und Urlaubsverkehr interessanten (elektrifizierten!) Strecken Bad Aibling - Feilenbach und Berchtesgaden - Königssee wurden stillgelegt, das Angebot auf der Strecke Murnau - Oberammergau wurde ausgedünnt und am Wochenende zeitweise sogar ganz eingestellt. Eine Renaissance des Personenverkehrs zu dieser Zeit ist eher unrealistisch, das kam erst viel später in den 1990er-Jahren.
Realistischer finde ich, dass dass die Strecke nach Reith im Eckerl eher im Auslaufbetrieb betrieben wird. Der Güterverkehr hält die Strecke noch am Leben, der Personenverkehr wird eher nebenbei abgewickelt. Aufgrund der schon seit längerer Zeit unsicheren Zukunftsaussichten wurde die Strecke auch nie elektrifiziert.

Mich erinnert Dein Szenario fast noch mehr an den Bahnhof Schliersee, der ja heute noch als Spitzkehre betrieben wird. Denkbar wäre hier folgendes: Die Strecke Holzkirchen - Schliersee war zwar in der Realität nie elektrifiziert, das nahe Bergwerk in Haushamm hätte aber eine Elektrifizierung rechtfertigen können, ähnlich wie auf der Teilstrecke Weilheim - Peißenberg. Die Fortführung nach Bayrischzell wäre aufgrund des normalerweise geringen Verkehrsaufkommens weiter mit Dampf und später Diesel betrieben worden. Nur am Wochenende hätte der enorme Ausflugsverkehr aus München mit durchgehenden Zügen (mit Lokwechsel von E auf Dampf/Diesel) abgewickelt werden müssen.

Es gab beim großen Vorbild fast nichts, was es nicht gab. Wichtig ist nur, dass es für alles eine gute und plausible Begründung gibt. Ich denke, Dein Szenario passt gut.

Grüße, Andreas


KBS962

RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#7 von oberpolding , 13.02.2014 06:54

@Jörg: Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass Dir mein Bahnhof und die Namen gefallen. Du hast recht, die links kenne ich schon, aber trotzdem vielen Dank.

Zitat von lernkern
Bei der Ecke links hinten hätte ich echt Bedenken, wie du da dran kommst, wenn z.B. in der Wendel oder auf der Rampe mal ein Zug entgleist... Evtl. die Anlage auf Rollen stellen, damit du im Notfall von hinten eingreifen kannst?



Die Anlage wird in offener Rahmenbauweise gebaut. Das heißt, das ich von untern in die Wendel hinein greifen kann. Daß Loch müßte einen Durchmesser von mindestens 70cm haben. Könnte das trotzdem Probleme geben?

Zitat von lernkern
Den Bahnhof finde ich recht gelungen. Die Gleisverbindungen am linken Bahnhofskopf gefallen mir nicht so, aber das ist Geschmackssache.


Da stimme ich Dir zu, elegant sieht das nicht aus. Wenn ich mir allerdings Ruhpolding ansehe, dann gab es mal die Dreiwegweiche, die wurde aber später entfernt und nur die Gleisverbindung von Gleis 1 nach 2 blieb bestehen. Eine Verbindung von Gleis 4 nach 3 gab es auch, allerdings ohne Weiche auf Gleis 4. Zum Abstellen von Reisezügen hatte Ruhpolding die Gleise 5, 6 und 7.

Die Dreiwegweiche brauche ich, damit ich die Lok von einem auf Gleis 2 ankommenden Zug über Gleis 3 umsetzen kann. Umsetzen über Gleis 1 geht nur, wenn keine Güterwagen am Güterschuppen im Weg stehen. Die Weiterführung von Gleis 4 über die Weiche brauche ich, damit ich lange Züge (6 Reisezugwagen) dort abstellen kann. Mein Gleis 5 kann nur zum Abstellen von Zügen genommen werden, falls hier keine Güterwagen herumstehen, z.B. für Holz am Lagerplatz oder dem Sägewerk. Natürlich könnte ich ein weiteres Gleis hinzufügen, aber dann wird es doch ziemlich voll. Ich bin aber immer offen für gute Ideen.

Zitat von lernkern
Ganz rechts vorne hast du eine DKW. Links davon ist das Abstellgleis für Reisezüge gedacht. Wozu dient das Stumpfgleis, das von der DKW aus nach Rechts geht?


Die Lokstation und das darüber liegende Abstellgleis, ebenso wie das Gleis für die Brauerei sind nicht elektrifiziert. Darum dachte ich mir, daß hier ein elektrifiziertes Abstellgleis für zum Beispiel E-Loks die Kurswagen nach Oberpolding gebracht haben, die dann mit Dampf/Diesel nach Reith im Eckerl weiter fahren. Es handelt sich hier übrigens um eine EKW, da das Stumpfgleis nicht von Gleis 5 aus zu erreichen sein muß.

Zitat von lernkern
Kannst du mal noch die Bahnsteige einzeichnen? Und kannst du mal auch den geplanten Schattenbahnhof zeigen? Die Bemerkung mit der Endlosschleife interessiert mich.


Gerne Ich habe Pläne von allen Ebenen untern eingefügt und auch die Bahnsteige angedeutet. Tatsächlich habe ich vor den Bahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 über die Weichenverbindung zu führen ungefähr so, wie ich das Warmensteinach (MIBA 8/2005 Seite 41) gesehen habe. Das ist zwar nicht elegant, aber vorbildgetreu In dem Plan habe ich die folgenden Gleisabstände (Mitte-Mitte) und Bahnsteige verwendet.

  • Gleis 1 - 2: 7 cm, einseitiger Bahnsteig nach Gleis 2
  • Gleis 2 - 3: 10 cm, zweiseitiger Bahnsteig
  • Gleis 3 - 4: 7 cm, einseitiger Bahnsteig nach Gleis 4
  • Gleis 4 -5: 5.2 cm, kein Bahnsteig (Elektranten?)

Dazu habe ich die folgenden Fragen:
  • Macht der Bahnsteig zwischen Gleis 1 - 2 überhaupt Sinn?
  • Sind die Gleisabstände Vorbildgetreu?


Zitat von lernkern
Ich denke, für jede beliebige Traktionsart lässt sich eine passende Ausr... aäh Erklärung finden.


Da stimme ich Dir voll zu

@Andreas: Vielen Dank für deine Antwort und die sehr interessanten Hinweise auf was auf anderen Strecken zu der Zeit so passiert ist.

Zitat von KBS962
Eine Renaissance des Personenverkehrs zu dieser Zeit ist eher unrealistisch, das kam erst viel später in den 1990er-Jahren.


Danke, das ist mir doch glatt entgangen.


Hier nun die Pläne von den anderen Ebenen. Hier ist der Schattenbahnhof auf der untersten Ebene. Die Gleiswendel geht rechts (innerer Kreis) im Uhrzeigersinn nach oben.

In der nächsten Ebene kann man entweder weiter die Wendel hoch fahren (als käme man aus Reith im Eckerl), oder über die lange Strecke nach rechts zur Paradestrecke (als käme man aus Traunstein).

Auf dieser Ebene sieht man rechts unten einen Bogen, der auf die Paradestrecke (ist im nächsten Bild) führt. Rechts in der Mitte verschwinden die Strecken aus dem Tunnel in die überirdische Ebene 4.

In der Ebene 4 befinden sich, unabhängig von der eigentlichen Höhe, alle sichtbaren Strecken. Das ist die Paradestrecke ganz unten und der Bahnhof. Die Paradestrecke ist mindestens 10 cm tiefer als der Bahnhof und hat ein Gefälle von 1-2%. So genau habe ich das noch nicht geplant. Der bunte Zug auf Gleis 3 besteht aus 6 D-Zug Wagen (303 mm), der auf Gleis 4 aus Eilzug Wagen und einem Behelfspackwagen. Auf dem Abstellgleis neben dem Lokschuppen ruhen 2 Paare 3-achsiger Umbauwagen.


Gibt es irgendwelche Probleme mit diesen Plänen? Gibt es elegantere, einfacher zu bauende Lösungen?

Vielen Dank schonmal,

Jens


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#8 von pfahl_04 ( gelöscht ) , 13.02.2014 09:50

Zitat von oberpolding
Gibt es irgendwelche Probleme mit diesen Plänen? Gibt es elegantere, einfacher zu bauende Lösungen?


Hallo Jens
der SB ist fast richtig gut, aber wieso verschenkst Du nach der DKW bis zur nächsten Weiche so viel Platz. Die folgenden 3 S-Bögen sind dann auch nur suboptimal.


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#9 von KBS962 ( gelöscht ) , 14.02.2014 11:01

Zitat von pfahl_04
der SB ist fast richtig gut, aber wieso verschenkst Du nach der DKW bis zur nächsten Weiche so viel Platz. Die folgenden 3 S-Bögen sind dann auch nur suboptimal.


Die Anlage soll doch zerlegbar sein. Würde man die Weiche bis zur DKW vorziehen, läge sie auf der Trennkante.

Grüße, Andreas


KBS962

RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#10 von KBS962 ( gelöscht ) , 14.02.2014 11:33

Zitat von oberpolding

Tatsächlich habe ich vor den Bahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 über die Weichenverbindung zu führen ungefähr so, wie ich das Warmensteinach (MIBA 8/2005 Seite 41) gesehen habe. Das ist zwar nicht elegant, aber vorbildgetreu In dem Plan habe ich die folgenden Gleisabstände (Mitte-Mitte) und Bahnsteige verwendet.
  • Gleis 1 - 2: 7 cm, einseitiger Bahnsteig nach Gleis 2
  • Gleis 2 - 3: 10 cm, zweiseitiger Bahnsteig
  • Gleis 3 - 4: 7 cm, einseitiger Bahnsteig nach Gleis 4
  • Gleis 4 -5: 5.2 cm, kein Bahnsteig (Elektranten?)

Dazu habe ich die folgenden Fragen:
  • Macht der Bahnsteig zwischen Gleis 1 - 2 überhaupt Sinn?
  • Sind die Gleisabstände Vorbildgetreu?




Hallo Jens,
ich würde die Bahnsteige etwas anders anordnen, und zwar so, dass die Reisenden grundsätzlich auf der Seite des Empfangsgebäudes ein- und aussteigen. Es war einfach unüblich, auf der dem Empfangsgebäude abgewandten Seite ein- und auszusteigen, da man sonst um den Zug herum laufen müsste.
Im einfachsten Fall weisen die Bahnsteige nur auf der "Südseite" eine befestigte Bahnsteigkante auf, sie dürfen aber auch auf beiden Seiten eine befestigte Kante aufweisen.
Üblicherwiese werden die Reisezüge auf Gleis 2 und 3 abgefertigt. Gleis 4 dient nur bei hohem Verkehrsaufkommen dem Reiseverkehr (z.B. am Ausflugsverkehr Wochenende), unter der Woche verkehren hier die Güterzüge.
Auch wenn das Gleis 1 nicht dem Reiseverkehr dient, sollte dort ein (kurzer) Hausbahnsteig zwischen Empfangsgebäude und Gleis 1 vorgesehen werden. Realistisches Szenario: Zur Eröffnung der Lokalbahn fand am Gleis 1 noch Reiseverkehr statt. Mit der Erweiterung des Bahnhofes im Zuge des Baus der Strecke nach Reith im Eckerl wurden die Bahnsteige an Gleis 2 und 3 verlängert. Gleis 1 wurde seither nur noch als Lokverkehrs- und Rangiergleis, Zufahrt zur Laderampe und zur Abstellung der Stückgutwagen vor dem Güterschuppen genutzt. Der Hausbahnsteig dient aber immer noch als Wartebereich für Reisenden, wo sie unter dem Bahnsteigvordach am Empfangsgebäude Wetterschutz finden.

Die Bahnsteige zwischen Gleis 1 - 2 und zwischen Gleis 2 -3 würde ich gleich breit machen, da sie gleichwertig dem regulären Reiseverkehr dienen. Die Verlängerung des Bahnsteiges über die Weichenverbindung nach dem Vorbild Warmensteinach ist übrigens in Ordnung, auch wenn es dazu an anderer Stelle schon mal eine lange Diskussion gab. Szenario: Irgendwann war der Bahnsteig für die immer länger werdenden Ausflugszüge zu kurz, es blieb keine andere Wahl, als den Bahnsteig über die Weichenverbindung hinaus zu verlängern.

Den Bahnsteig zwischen Gleis 3 - 4 würde ich etwas schmaler machen, auch um Platz zu sparen. Szenario: Ursprünglich diente das Gleis 4 nur dem Güterverkehr. Aufgrund des starken Ausflugsverkehrs wurde der Bahnsteig nachträglich zwischen die Gleise "gequetscht".

Grüße, Andreas


KBS962

RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#11 von K.Wagner , 14.02.2014 12:34

Hallo Jens,

ich würde den Bahnsteig zwischen Gleis 1 und 2 komplett entfallen lassen. Sicher gab es solche Anordnungen im Original - aber aus sicherheitstechnischer Sicht sind diese Anordnungen etwas personalintensiv, da der Zugführer + FDL beide Zugseiten beobachten müssen, ob auch alle Türen geschlossen sind.
In Rastatt besteht z.B. eine derartige Anordnung - nur ist dort (auf Deinen Plan heruntergebrochen) am Zwischenbahnsteig 2-3 auf der Seite von Gl. 2 ein Metallgeländer (rot-weiß gestrichen), so dass dort nicht in den Zug auf Gleis 2 eingestiegen werden kann. Obs Hinweisschilder gibt "Auf dieser Seite nicht aussteigen", die in Fensterhöhe der Wagen angeordnet sind, kann ich nicht sagen, habe solches aber auch auf anderen Bahnhöfen schon gesehen (z.B. auch Richtung Gepäckbahnsteigen).

Habe das selbst bei meiner Anlage dann nachgezogen - da auch ich eine ähnliche Anordnung wie Du habe.

Und nochmals ein Gedanke von Oben: Das Thema Gepäckbahnsteig kannst Du natürlich zwischen Gleis 1 und 2 umsetzen - gerade wenn in einem touristisch boomenden (Kur)Ort viele Gäste mit ebenso viel Gepäck anreisen.


Gruß Klaus


 
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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#12 von Helgasheimkeller , 14.02.2014 20:03

Hallo Deine Planung ist OK . Da du 30cm Reisezugwagen einsetzen willst frage ich mich welchen Gleisradius willst du das in der Gleiswendel zum Schattenbahnhof machen. In deinem Plan sieht das nach 40cm aus. Je größer du den Radius wählst je kleiner kann die Steigung ausfallen . Wenn Du Elloks in den keller schickst brauchst Du mindestens 10cm Durchfahrtshöhe mit Gleisbrett kommst Du auf 12cm. Um die zu überwinden bei einem Rdius von 40cm sind das 4,5% steigung. Da bekommst Du keinen 6 30cm Wagen rauf geschweige denn runter. Die zugkräfte bzw. die Schubkräfte auf die Kurzkupplungsdeichsen sind derart groß besonders bei Talfahrt das die Wagen am Ende in der graden entgleisen. Ein Oval wie einer vorgeschlagen hat verschlimmert das noch weil die deichseln sich immer bewegen und gezogen klemmen in der Führung. Plane die Gleiswendel in der anderen Ecke und nehme einen Kreis von mindestens 125cm selbst dann hast du noch eine Steigung von 2.8 % damit kann das eventuell klappen, besser du führst die es als Rampen aus mit max 2.5% Gruß Werner


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#13 von oberpolding , 24.02.2014 05:33

Vielen Dank an alle für die hilfreichen Kommentare. Besonders der Beitrag von Werner hat mich dazu veranlaßt, dass ich mir nochmal die Wendel genauer angeschaut und viel Zeit mit dem Planen verbracht habe, doch dazu später mehr.

Zuerst zu den Bahnsteigen.

Zitat von KBS962

ich würde die Bahnsteige etwas anders anordnen, und zwar so, dass die Reisenden grundsätzlich auf der Seite des Empfangsgebäudes ein- und aussteigen. Es war einfach unüblich, auf der dem Empfangsgebäude abgewandten Seite ein- und auszusteigen, da man sonst um den Zug herum laufen müsste.


Zitat von K.Wagner

ich würde den Bahnsteig zwischen Gleis 1 und 2 komplett entfallen lassen.


Andreas und Klaus, vielen Dank für diese beiden sehr interessanten Möglichkeiten. Ich fasse sie hier nochmal kurz zusammen. Die Lage der Bahnsteige hängt von der Geschichte des Bahnhofes ab.

  1. Als die Strecke nach Reith im Eckerl in den Bahnhof gebracht wurde, wurde das bisherige Gleis 2 für Züge nach Reith im Eckerl verwendet und Gleis 3 nach Traunstein. Es fanden aber keine weiteren Umbaumaßnahmen statt, da die Verbindung nach Reith zwar auch dem Personenverkehr diente, aber nur mit wenigen Umsteigern gerechnet wurde. (Andreas Anregung)
  2. Da nun aus dem Endbahnhof Oberpolding ein Umsteige Bahnhof geworden ist, wurde der Bahnsteig zwischen Gleis 1 und 2 entfernt, Gleis 2 näher an Gleis 1 verlegt, um Platz für einen breiteren Bahnsteig zwischen Gleis 2 und 3 zu machen. Da die Personenzüge nach Reith relativ kurz sind können Züge auf Gleis 3 auch dann erreicht werden, wenn auf Gleis 2 ein Zug steht. (Klaus Anregung)

Ich bin mir sicher, daß ich für beide Szenarien Beispiele bei der großen Bahn finden kann. Eleganter finde ich momentan die 2. Option. Was meint ihr?

Als Ruhpolding umgebaut wurde um den gewaltigen Tourismus Verkehr aufzunehmen wurde der Bahnhof von 3 auf 7 Gleise erweitert, wovon 1,2,3 und 4 einen einseitigen Bahnsteig hatten. Damit die Fahrgäste nicht auf der falschen Seite aussteigen wurden Blumenkübel aufgestellt (Bilder von 1977 zeigen diese). Gleise 5, 6, und 7 dienten nur zum Abstellen der Züge. Leider wurde dabei auch der 2 ständige Lokschuppen abgebaut, da er der Erweiterung im Weg war. Zum Glück liegt dieser bei mir auf der selben Seite wie das Bahnhofsgebäude und ist somit sicher Würde es Sinn machen noch ein weiteres Gleis zum Abstellen von Zügen hinzuzufügen? Ich denke mir, daß könnte die Anlage etwas überladen.

Nun zum Thema Gleiswendel.

Zitat von Helgasheimkeller
Wenn Du Elloks in den keller schickst brauchst Du mindestens 10cm Durchfahrtshöhe mit Gleisbrett kommst Du auf 12cm. Um die zu überwinden bei einem Rdius von 40cm sind das 4,5% steigung. Da bekommst Du keinen 6 30cm Wagen rauf geschweige denn runter. Die zugkräfte bzw. die Schubkräfte auf die Kurzkupplungsdeichsen sind derart groß besonders bei Talfahrt das die Wagen am Ende in der graden entgleisen. Ein Oval wie einer vorgeschlagen hat verschlimmert das noch weil die deichseln sich immer bewegen und gezogen klemmen in der Führung. Plane die Gleiswendel in der anderen Ecke und nehme einen Kreis von mindestens 125cm selbst dann hast du noch eine Steigung von 2.8 % damit kann das eventuell klappen, besser du führst die es als Rampen aus mit max 2.5%


Werner, danke für diese Warnung. Ich hoffe jedoch, daß ich mit 9cm Abstand inklusive der Trassenbretter auskomme, wenn ich einen Draht an der Unterseite der Bretter als Oberleitung verwende. Die Normallage für den Fahrdraht ist 69mm über Schienenoberkante nach NEM 201. Ich habe auf der Seite von Frank Forsten http://www.forsten-online.de/index.htm gelesen, daß er seine Wendel mit Roco Line R4 (r=481mm) gebaut hat und eine lichte Höhe inklusive Gleis von 7cm hat, mit Trasse sind das ungefähr 9cm, also eine Steigung von 3%. Auf seiner Anlage sind auch E-Lok bespannte Züge mit 30cm Wagen unterwegs. Es müßte also klappen. Allerdings müßte ich da schon sehr genau Bauen. Ich habe mich mal schlau gemacht, was ich hier für Materialien finde und das ganze mal gezeichnet. Die komischen 6.35mm sind halt 1/4 inch.



So gesehen, müßte ich sogar eine Korkbettung in 9cm unterbringen können. Es wäre natürlich angenehmer die Wendel mit R5 (542.8mm) zu bauen, denn dann würde die Steigung nur um die 2.8% betragen. Leider wird die Umfahrung im Schattenbahnhof dann aber nicht so elegant wie in dem Bild der Ebene 1 oben. Ich muß in die Wendel eine Weiche einbauen auf fast 3cm Höhe und dann wieder runter zu den Abstellgleisen zu fahren. Falls ich da nicht sehr aufpasse, kann das ein Ablaufberg werden, wenn sich die Wagen von selbst entkuppeln. Was wäre hier die bessere, sprich Betriebssichere, Lösung? Ich möchte auf keinen Fall die Wendel in den rechten Teil umziehe, da mir dann einiges an Abstellmöglichkeiten für die Züge flöten gehen würde.



Zitat von KBS962

Zitat von pfahl_04
der SB ist fast richtig gut, aber wieso verschenkst Du nach der DKW bis zur nächsten Weiche so viel Platz. Die folgenden 3 S-Bögen sind dann auch nur suboptimal.


Die Anlage soll doch zerlegbar sein. Würde man die Weiche bis zur DKW vorziehen, läge sie auf der Trennkante.

Grüße, Andreas



@Andreas: Sehr richtig. Ich vermeide es Weichen auf Trennkanten zu legen.

Viele Grüße,

Jens


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#14 von K.Wagner , 24.02.2014 12:36

Hallo Jens,

aus eigener Erfahrung (die sich auf eine kurze Teststrecke bezieht) der Tip, die Oberleitung mit etwas Abstand zum oberen Trassenbrett zu verlegen (analog der linken Zeichnung). Hintergrund: Wenn die Pantgrafen etwas ungleichmäßig drücken, kann das Trassenbrett touchiert werden und dann gibts an "Spreiseln" oder Stoßstellen Pantografensalat. Alternative: Trassenbrett von unten glätten (Folie, Lackierung). 3 mm Abstand Fahrdrahtunterkante - Trassenbrett sollten nach meinen Versuchen ausreichen.


Gruß Klaus


 
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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#15 von oberpolding , 19.04.2015 22:33

Nach einem weiteren Jahr der Planung ein kurzes Update. Ich habe einen kleinen Testkreis auf einer 1.20m x 2.40m Platte aufgebaut. Er besteht aus einem Oval mit einem quer laufendem Gleis und einer Wendel-Rampe. Momentan messe ich mit der Wendel-Rampe die maximale Stromaufnahme der Loks beim Beschleunigen auf der Rampe unter voller Zuglast (bei Loks ist das mit maximal 8 langen D-Zug Wagen) um DCC Decoder auswählen zu können. Alle Loks mit Haftreifen ausser der 116 von Roco haben keine Probleme. Loks ohne Haftreifen können leider nur bis zu 3 D-Zug Wagen ziehen, dann rutschen sie durch. Die Rampe entspricht der von meiner Planung, ist aber nicht sehr gleichmässig, da die Schiene nur auf ein paar Büchern oder Kartonklötzen liegt.

Das verblüffende an der 116 ist, dass sie nach dem Decoder Einbau, ohne Probleme die Rampe hochkommt, und dass mit 8 D-Zug Wagen. Ich hätte nicht gedacht, dass Decoder nicht nur eine Last sondern auch eine Schlupfregelung haben.



Das quer laufende Gleis ist von der Rampe zum größten Teil verdeckt. Damit kann ich, sobald ich eine DCC Steuerung habe, die Wendeschleifentechnik testen.

Viele Grüsse,

Jens


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#16 von Wolfram1 ( gelöscht ) , 20.04.2015 09:08

Hallo Jens,

du gehst ja mit einem noch größeren Zeitrahmen an deinen Bau als ich! Bist du sicher, daß du in Bayern und nicht im Berner Oberland bahnst?
Jedenfalls lese ich jetzt mit.

Eine Schlupfregelung haben die Loks nicht; dazu müßte ein Vergleich der Geschwindigkeit zwischen angetriebenen und nicht angetriebenen Rädern erfolgen. Aber die Geschwindigkeitsregelung sorgt dafür, daß bei Schlupf die Drehzahl der Räder nicht weiter ansteigt, und damit bleibt ein gewisser Grip erhalten. Zu deiner Freude, wie ich mir vorstellen kann.


Wolfram1

RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#17 von minimax13 , 02.05.2015 14:02

Hallo Jens,

eine wirklich schöne Planung! Du fragst, ob es Verbesserungspotenzial gibt.
Hast du schon mal überlegt, im linken Bahnhofskopf die Gleise 3 und 4 mit einer DKW nach der DWW anzubinden? das kostet zwar Länge in Gleis 4 (Abstellgleis), schafft aber 2 längere Stumpfgleise zum Abstellen und spart einen Umsetzstutzen...
Die Bahnhofsgleise könnten noch bis zu 20 cm verlängert werden, wenn sie mit Flexgleis leicht im Bogen liegen würden und mehr in die Ecke oben links reichen.
Das elektrifizierte Abstellgleis rechts, das durch die EKW angebunden ist, könnte noch bis zur Straße verlängert werden und somit auch als Abstellgleis für Reisezuggarnituren dienen.
Außerdem fällt mir auf, dass oben rechts eine sehr große freie Anlagenfläche ist, auf der ggf. noch ein Anschließer Platz finden würde, wenn das die Anlage nicht überladen würde.

Beste Grüße Frank


Neustadt-Burghausen


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#18 von oberpolding , 04.10.2015 06:36

Wolfram: Vielen Dank für Deinen Kommentar. Meine Planungs/Bau-geschwindigkeit ist sehr langsam.

Frank: Danke für Deine Vorschläge, aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Die lehre Fläche am rechten oberen Anlagenende ist für einen Berg mit Kirche vorgesehen.

Nach langer Planung, inklusive Schnittmuster fürs Holz, etc. war ich nun so weit, dass ich in den Baumarkt fahren könnte um Holz zu kaufen. Da habe ich dann aber kalte Füße bekommen. Mir hat mein Plan nicht mehr 100% gefallen. Klar, daß man Kompromisse machen muß und nicht alles auf seiner Anlage verwirklichen kann, aber es gab in diesem Plan 2 gravierende Probleme, die mich nicht mehr losgelassen haben.

  1. Man kann die Züge kaum fahren sehen.
    Die Strecke von Traunstein nach Oberpolding führt über eine Paradestrecke an der vorderen Anlagenkante. Allerdings ist die so kurz, dass ein langer Zug mit 7 Wagen nur ganz kurz in seiner vollen Länge bewundert werden kann. Noch schlimmer ist es auf der Strecke nach Reith im Eckerl. Da verschwindet der Zug gleich im Tunnel auf nimmer wiedersehen. Ich möchte nicht den Kopfbahnhof aufgeben, aber ich brauche mehr Strecke. Trotzdem darf es nicht überladen wirken.
  2. Ich kann grosse Teile der Anlage nicht erreichen.
    Die Anlage ist links 1.22m Tief und rechts gar 1.50m. Sie wird links und hinten an einer Wand stehen. Obwohl ich rechts von der Seite an die Anlage komme, kann ich trotzdem grosse Teile der Anlage nicht erreichen. Dazu müsste ich die Anlage auf Rollen lagern und immer herumziehen. Das ist zwar möglich, wird aber auf lange Sicht nerven.


Ich habe also meiner Frau diese Probleme geschildert und ihr Bilder anderer Anlagen gezeigt zum Beispiel von Brandls Bahnparadies Ostbayern und das hier sehr bekannte und wunderschöne Von Buchenhüll nach Mindelstein verbunden mit der bitte um die Ecke bauen zu dürfen, das heisst links um die Ecke an der Wand entlang. Ganz unerwartet hat sie zugestimmt. Und somit ging es wieder an die Planung. Folgende Kriterien sind dazugekommen:

  1. Längere Paradestrecke für die Strecke nach Traunstein.
  2. Paradestrecke für die Strecke nach Reith im Eckerl.
  3. Brücken!
  4. Maximale Tiefe der Anlage 1.22m (Roco R5 Wendel mit Umfahrung braucht leider so viel Platz). Sonst 1m Tiefe damit ich alles erreichen kann.
  5. L-förmige Anlage wobei der linke Schenkel des L nur 50cm Tief sein darf für ca 80cm Länge, damit ich noch das Kellerfenster erreichen kann.
  6. Genügend Platz für Brauerei, Sägewerk, Forellenhof.


Hier nun das erste Ergebnis (Klicken vergrössert das Bild):

Am Bahnhof hat sich fast nichts verändert, er ist lediglich gespiegelt. Ein Zug aus Traunstein erscheint rechts auf der Paradestrecke und fährt in einem weitem Bogen nach links wo unter einem Viadukt und einer Brücke hindurch fährt, dann mit einer Brücke den Fluss überquert und schliesslich hinter einem Berg und dann im Berg verschwindet. Nach kurzer Zeit kommt er aus dem Berg heraus, und fährt über das Viadukt in den Bahnhof Oberpolding. Ein Zug nach Reith im Eckerl verlässt den Bahnhof Oberpolding nach hinten, unterquert eine Straße, um dann aus dem Kirchberg wieder aufzutauchen. Mit einer langen geraden Brücke überquert er dann das Flusstal, fährt am Sägewerk vorbei und verschwindet im Tunnel.

Noch kurz etwas zu den Brücken. Das Bild oben ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Ich habe die Brücken ein bisschen verschoben und mit Pappschablonen und langen Wagen getestet das alles klappt. Doch dazu später mehr.


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#19 von oberpolding , 14.10.2015 23:04

Hier ist jetzt eine überarbeitete Version des Gleisplans. Die Änderungen sind:

  1. Neue getestete Anordnung der Brücken
  2. Veränderte Bahnhofs Anordnung
  3. Forellenhof und Kirche in realistischer(er) Größe
  4. Umlenkung der Strecke nach Reith im Eckerl




1. Brücken
Die rechte Brücke soll ein Viadukt werden mit 3 Bögen von 15cm lichter Weite. Der Radius der Strecke auf der Brücke ist zwischen 80 cm und 90 cm. Ich habe davon einen Bogen aus Pappe gebaut um zu sehen ob und wie lange Wagen auf der Strecke unter der Brücke durchfahren können. In der jetzigen Anordnung passt das ganz gut. Das klappt aber nur, wenn der Winkel in dem sich die Strecken kreuzen nicht zu spitz ist. Daher muss ich leider einen Bogen mit nur 60 cm Radius nehmen (rot gezeichnete). Zum Glück verdeckt das Viadukt und auch die mittlere Brücke diesen engen Radius und es sieht gar nicht so schlimm aus. Als Vorbild für das Viadukt habe ich das Viadukt in Traunstein im Sinn und auch das Todtmannstal Viadukt auf der Strecke nach Obing. Diese Brücke muss im Selbstbau entstehen. Für die mittlere Brücke habe ich noch kein Vorbild gefunden. Es könnte aber eine Stahl Deckbrücke mit drei 26 cm langen Brückenteilen oder zwei 40 cm langen Brücken (Noch 67020). Die kleine Brücke links soll eine einfache Kastenbrücke werden wie auf der Strecke von Traunstein nach Ruhpolding vor Eisenärzt. Hier fehlt mir ein passendes Model. Man beachte, dass das Tragseil der Oberleitung oberhalb des Brückenkastens verläuft.



2. Bahnhof
Im Gegensatz zum letzten Plan habe ich die Kopf und Seitenrampe links oben im Bahnhof mit der Lokstation rechts oben vertauscht. Dadurch kann ich die Lokstation besser erreichen und vielleicht noch Häuser an der Straße neben der Kopf und Seitenrample plazieren.

Zudem habe ich das Empfangsgebäude und den Güterschuppen vertauscht. Der Güterschuppen hat nun sein eigenes Gleis. Somit kann Gleis 1 zum Umfahren benutzt werden. Das war im alten Plan nicht möglich, da dort Güterwagen vor dem Güterschuppen im Weg rumstanden und Gleis 3 zum Umfahren genutzt werden musste. Somit kann die Verbindung zwischen Gleis 2 und 3 auf der Rechten Seite nun entfallen was einen aufgeräumten Eindruck macht.

3. Forellenhof und Kirche
In diesem Plan habe ich nun der Forellenhof in ungefähr 1:87 des Originals in Eisenärzt und die Kirche in ungefähr 1:100 der St. Georg Kirche in Ruhpolding eingezeichnet. Das Hauptgebäude vom Forellenhof ist ungefähr 20 m x 11.5 m und die Kriche ist 48 m x 21 m.

4. Strecke nach Reith im Eckerl
Bisher hatte ich eine Wendel geplant, die die Strecke vom Sägewerk bis hinunter in den Schattenbahnhof bringt. Diese Wendel lief zum Teil innerhalb der Wendel die die Strecke vom Viadukt zur kleinen Kastenbrücke bringt, und zwar gegenläufig. Wenn ich die Strecke nach Reith im Eckerl allerdings ohne Höhenänderung aus der Anlage heraus in einen Fiddelyard führe hat das viele Vorteile: Es ist einfach zu Bauen, das Sägewerk hat mehr Platz, rangieren im Fiddelyard ist einfacher als im Schattenbahnhof und ich muss nicht so lange warten bis der Zug im Eckerl ankommt.

Hier sind noch die Gleispläne des oberen Schattenbahnhofs. Die Tischplatte für den oberen Schattenbahnhof ist nicht eingezeichnet.


Und des unteren Schattenbahnhofs. Die braunen Linien sind die trennbaren Tische.


Und zu guter Letzt der Plan für den Holzbau für den unteren Schattenbahnhof. Die braunen Quadrate sind die Tischbeine, die magenta Linien die Träger. Die Maße sind y*x.


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RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#20 von pfahl_04 ( gelöscht ) , 14.10.2015 23:16

Zitat von oberpolding
Und des unteren Schattenbahnhofs....


Nur wichtig, falls Du einen sequentiellen Zugspeicher machen willst:
Lege die Ausfahrtsweichengruppe an den linken Rand, dann bekommst Du mehr Nutzlänge. Aber der weitere Vorteil wäre, dass du Züge auch kreisen lassen könntest.
Rechts oben ist auch noch eine S-Kurve/Schlenker drin; wenn gleich ne Linksweiche käme, wäre nochmals mehr Nutzlänge drin.


pfahl_04

RE: Nebenbahn, Oberbayern, Epoche IVa, 4x1.5m in H0 in Planung

#21 von oberpolding , 08.11.2015 00:20

Hallo Manfred,

Zitat von pfahl_04

Zitat von oberpolding
Und des unteren Schattenbahnhofs....


Nur wichtig, falls Du einen sequentiellen Zugspeicher machen willst:
Lege die Ausfahrtsweichengruppe an den linken Rand, dann bekommst Du mehr Nutzlänge. Aber der weitere Vorteil wäre, dass du Züge auch kreisen lassen könntest.



Danke. Das hat mir zu denken gegeben und ich habe ein bisschen umgeplant. Nun ist Einfahr- und Ausfahrweichengruppe vertauscht und die Einfahrweichengruppe ist links. Somit kann ich auch aus allen Abstellgleisen im Kreis fahren. Diese Umstellung hat allerdings noch weitere Vorteile: Die Kehrschleifensteuerung ist nun viel einfacher und ich konnte das Gleis der Kehrschleife auch länger als meinen längsten Zug (Lok + 7 Reisezugwagen) machen. Deine Anregung war sehr hilfreich, danke.

Zitat von pfahl_04
Rechts oben ist auch noch eine S-Kurve/Schlenker drin; wenn gleich ne Linksweiche käme, wäre nochmals mehr Nutzlänge drin.


Der Schlenker muss leider bleiben, damit ich am Anlagenrand Stützen für die nächste Ebene einbauen kann. Die Wendel ist so breit, die kann ich an den Seiten nur mit dünnen Hartfaserplatten abdecken.

Hier ist nun der neue Plan.


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