Ein Hallo an die Epochenkenner (speziell der Ep. IIIb :))
ich habe gerade begonnen, meine Bahnsteige anzulegen. Bedingt durch die M-Gleis-Geometrie (schlecht ) und schöne lange Bahnsteiggleise (gut ) habe ich da einiges an "Fläche" zu gestalten:
Damit diese großen Flächen nicht zu öde werden, ist natürlich Abwechslung gefragt. So habe ich mit Freude festgestellt, dass ich einige meiner Kanaldeckel auch für die Bahnsteige verwenden kann.
Bei einer Sache bin ich mir allerdings unsicher: Auf vielen Bahnsteigen sieht man einen weißen Warnstreifen parallel zur Bahnsteigkante - sehr schön zu sehen auf diesem Foto. Ich vermute, dass es diesen Streifen zu Kaisers Zeiten noch nicht gegeben hat :). Weiß jemand von Euch, wann diese Warnstreifen bei der DB eingeführt wurden? Oder anders gefragt: Gab es diese Streifen 1968 schon? In dem Jahr spielt meine Moba.
Danke und Gruß, Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
vielen Dank für Deine Antwort und Einschätzung. Ich denke, Du hast Recht, und die Streifen kamen erst NACH 1968 (wann auch immer) ...
Es gibt im Netz jede Menge Fotos von Bahnsteigen - aber meistens nicht datiert. Doch gerade eben ist mir eingefallen, dass ich sogar ein aussagekräftiges Foto habe: Es zeigt einen Bahnsteig von Bayreuth Hbf am 19.9.1967. Zu sehen sind graue Pflastersteine (als Belag) und bräunliche Bahnsteigkanten - aber definitiv keine weißen Streifen ...
Einerseits schade - kein nettes Detail. Andererseits hab ich gerade mal überschlagen: Ich hätte fast 10 m weiße Linie fabrizieren müssen ! Diese Arbeit hab ich gespart.
Gruß Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
ich kann mich daran erinnern, dass es diese Warnstreifen im Bahnhof Bohmte an der Rollbahn Osnabrück-Bremen an Gleis 2 auf dem Inselbahnsteig seit der ersten Hälfte der 80er gab. An dem Gleis rauschten die IC mit 160 km/h durch. Der Streifen war lediglich aufgemalt und 11,5cm breit (1 Pflastersteinbreite). Es gab damals auch noch keine schraffierte Fläche zur Bahnsteigkante hin. Nur der Strich.
die Streifen sind erst aufgekommen als man die Bahnhöfe ohne Besetzung einführte, um Fahrgäste daran zu erinnern nicht zu Nah ans Gleisbett zu Stehen, es kommt immer wieder vor das Fahrgäste durch den Windsog ins Gleisbett gesogen wurden,besonders als sich die Geschwindigkeiten erhöht hatten, also ab 160 auf 200 und darüber. Ferner als noch der Bahnhof besetzt war gab es eine Ansage und der Zugabfertiger stand auf den Bahnsteig und überwachte die Einhaltung des Abstandes. Also in den 60er war die Welt noch in Ordnung und der Freundliche Zugabfertiger achtete auf Ordnung in seinem Bahnhof.
Gruß Sinerb
"Eine Regierung muss sparsam sein,weil das Geld, das sie erhält aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt." Friedrich der Große
Zitat Also in den 60er war die Welt noch in Ordnung ...
Gut zu wissen . Habe den Bahnhofsvorsteher von Solfungen Hbf sicherheitshalber trotzdem angewiesen, dafür zu sorgen, dass weder der Schi-Stra-Bus noch der Glaskasten mit 200 km/h in den Bahnhof rauschen ...
Gruß Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
Zitat Habe den Bahnhofsvorsteher von Solfungen Hbf sicherheitshalber trotzdem angewiesen, dafür zu sorgen, dass weder der Schi-Stra-Bus noch der Glaskasten mit 200 km/h in den Bahnhof rauschen ...
Sehr gut! Sicherheit sollte immer vorgehen.
Beitragen kann ich nur eine Bestätigung dessen, was du eh schon weißt: auch auf dem Landbahnhof, auf dem ich ab Mitte der 80er zum Pendeln nach München eingestiegen bin, gab es die weißen Streifen auf dem Bahnsteig. Die waren allerdings auch bitter nötig, denn die Bahnsteige gingen nach bester Schüttbahnsteigmanier bis fast an die Schiene. Hinter dem weißen Streifen stand man dann "profilfrei"...
Den Streifen gibt es auch heute noch nicht überall.
Auf modernen Bahnsteigen findest du heute zumeist 2 Streifen/Zonen je Gleisseite: - Die Gefahrenzone, die den Aufenthaltsbereich für Reisende begrenzt(geregelt in EBO §13 Abschnitt 3) - die weiter innen liegende strukturierte Bodenmarkierung für den Blindenstock.
Seit wann die EBO die Vorschrift enthält ???, in der 1967 neu veröffentlichten jedenfalls noch nicht. Damals gab es aber auch noch keine Züge, die mit 160 km/h ggf. durch einen Bahnhof fuhren.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Jetzt hab ich mal in meinem Crailsheim Buch geschaut: 1971 kein Streifen 1973 dto 1985 neuer Bahnsteig ohne Streifen. Bahnsteigkante recht helle Steine 1989 kein Streifen weit und breit
Wobei - a propos "Durchrauschen": Kommt bei mir eh nicht vor - wg. Kopfbahnhof .
Gruß Rainer
...ach sag das nicht, so manche Lokführer haben es schon bewiesen, daß man im Kopfbahnhof auch durchfahren kann!
Die Kenntlichmachung der Bahnsteigkante hatte man früher nur mit Abschlußsteinen in einer anderen Farbe zur übrigen Pflasterung vorgenommen, wo man es unbedingt so haben wollte.
Bei einigen Stadbahnen wurden Gehwegplatten in unterschiedlichen Farben abwechseln verlegt, um Kurzzughalte kenntlich zu machen, so z. B. bei der S-Bahn Hamburg oder der Hamburger Hochbahn AG oder auch bei der U-Bahn in Frankfurt.
Die weißen Linien auf dem Bahnsteig waren in der Anfangszeit nur an Bahnsteigen zu durchführenden Hauptgleisen aufgemalt am Nebengleis des selben Bahnsteig fehlte dann der weiße Streifen, da dort in der Regel auch keine schnellen Durchfahrten stattfanden.
Zitat von Atlanta im Beitrag #11 ...ach sag das nicht, so manche Lokführer haben es schon bewiesen, daß man im Kopfbahnhof auch durchfahren kann!
Ingo, in Solfungen Hbf würde das NIE NICH vorkommen ! Alle dortigen Bahnmitarbeiter wurden von mir persönlich handverlesen und eingestelltaufgestelltaufgeklebt ...
Vielen Dank nochmals an alle für die rege Beteiligung.
Gruß, Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
Die Schachbrettmuster auf den Bahnsteigen kennzeichnen den Bereich, der von Rollstuhlfahrern und Kinderwagenschiebern bevorzugt benutzt werden soll. Bei der Hamburger U-Bahn ist dort der Bahnsteig leicht erhöht um mmit dem Wagenboden auf gleiche Höhe zu kommen.