bei meiner Anlage Igling II habe ich im Bahnhofsbereich einen kleinen Abalufberg integriert. Die 3 Richtungsgleise sind zwar leider etwas kurz, aber um einen kurzen Güterzug mit 9 2-Achsern in 3 Gruppen zu zerlegen, dürfte es gerade aureichen. Zur Zeit beschäftige ich mich mit der Frage des Entkupplungsgleises und der verwendeten Kupplung der Güterwagen. Für das Entkupplungsgleis habe ich an eine Eigenkonstruktion mit Servoantrieb angedacht. Für die Kadee-Kupplung gibt es magnetische Entkupplungsgleise.
Ich möchte den Güterzug vorbildgerecht über den "Eselsrücken" schieben und die vorentkuppelten Wagen sollen dann mittels Schwerkraft in die Richtungsgleise rollen. Deshalb folgene Fragen?
1. Ist die Kadeekupplung und das Kadeeentklupplungsgleis für diesen Zweck geeignet? 2. Welche Erfahrung gibt es diesbezüglich mit der Roco Universal- oder Fleischmann Profikupplung.
die Empfehlung der Fleischmann-Bügelkupplung kann ich bestätigen, die Profikupplung wird beim Rangieren dagegen keine Freude bereiten, sie kuppelt viel zu hart ein und selbst das auch nur auf geraden Gleisen (kurze Zweiachser so ab 1200mm Radius). Kadee kuppelt noch einen Hauch weicher ein als die Fleischmann-Bügelkupplung, und beide kuppeln auch in engen Radien. Ich benutze alle drei Kupplungen, die Profikupplung aber nur noch für Reisezüge, die bei mir nicht getrennt werden. Die vorangegangene Umrüstung des gesamten Fuhrparks auf die Profikupplung war ein Fehler. Güterwagen und Personenwagen ohne geschlossene Übergänge rüste ich nun nach und nach um, Kadee für die Anlage und die Fleischmann-Bügelkupplung für den Teppich. Würde ich von vorne anfangen, bekämen alle Fahrzeuge Bügelkupplungen, vorzugsweise die von Fleischmann und die Märklin-KK für Reisezüge.
Edit: Nachteil ist, dass die Fleischmann-Bügelkupplung nicht vorentkuppelt. Ich hätte aber auch bei der Kadee Zweifel, dass sie ohne Wiedereinkuppeln über den Eselsrücken kommt. Ich denke aber, dass ein Entkuppler am Scheitelpunkt gensuso gut aufgehoben ist wie davor.
Eventuell wären vielleicht noch selbstgemachte Drahtkupplungen interessant.
Hallo, mit der Märklin Standardkupplung nahc NEM360 plus Vorentkupplung funktioniert das auch sehr gut. Hinweis, Richtungsgleise möglichs eng zusammen, also verkürzte Weichenbögen und den Eselsrücken schrägauf die Richtungsgleise zulaufen lassne, so daß die Waggons nur einen Bogen mit etwa 18 bis 20° durchrollen müssen. Wen der Platz eng ist, dann ggf. doch eine Dreiweg-Weiche, die aber auch verkürzen.
Meine Beobachtung, Zweiachser kuppeln in Bögen, auch R1, besser wenn nicht 30° sondern eher nur 18°-Kurve gefahren wird.
Oder anders, Rcihtungsgeise so eng daß gerde noch Herr Preiser-Hemmschuhlegerrichtig arbeiten kann.
Zitat Der unbedingt beste rangierkupplung ist der Roco universalkupplung.
Die Fleischmann Bügelkupplung, so wie sie auch im Fremo verwendet wird, kuppelt noch sanfter ein und wie weiter oben schon geschrieben wurde, auch im Bogen. Letzteres kann die Roco Universal nicht bieten.
Ich verwende seit zig Jahren die Kadee und kompatiblen Kupplungen dieser Bauart und auch bei Ablaufbergen verhält sich die Kadee Kupplung recht zuverlässig.
Was man aber beachten sollte sind die Brechungspunkte des "Eselrückens", diese müssen für diese Kupplungsart viel sanfter ausfallen, sonst kommt es beim Befahren mit dem ganzen Zug zu ungewollten Abkupplungen an den jeweiligen Brechungspunkten beim Ablaufberg.
Das kann man aber umgehen, wenn man die Zuführung zum Ziehgleis hinter dem "Eselrücken" in der Ebene einfädelt.
Der hintere Teil des "Eselrückens" ist vom Profil des Ablaufberges flacher als der vordere Teil zu den Sortiergleisen.
Auf dem Ablaufberg sollte man einen Flachen Teil einplanen, der lang genug ist, so daß zwei Wagen in waagerechter Position eben stehen.
Bei entlasteter Kupplung drückt der Entkupplungsmagnet, das muß nicht der Elektromagnet sein und kann auch der verstärkte Permanentmagnet sein, den Kupplungskopf auf und bei Zurückziehen des Restzuges, wird der Wagen abgekuppelt und die Kupplung schwenkt zur Seite. Nun kann man den Wagen zum Scheitelpunkt des Ablaufberges über den Brechungspunkt schieben und mit Hilfe der Schwerkraft läuft dieser Wagen nun in die Sortiergleise.
Um den Wagen etwas abzubremsen kann man das Sortiergleis etwa ⅓ zu dessen Ende geringfügig erhöhen und den Schwung vom Ablaufberg etwas zu entschärfen.
Die mittlerweile nun wieder zentrierte Kupplung ermöglicht ein butterweiches Einkuppeln.
Vor dem Scheitelpunkt in der Steigung einen Magneten zu plazieren bringt nichts, es öffnet sich zwar der Kupplungskopf aber die Kupplung kann erst zur Seite schwenken wenn der übrige Zug etwas abgerückt ist, die Schwerkraft läßt aber den abzukuppelnden Wagen dem abrückenden Zug nachrollen und es kommt zu keiner Trennung.
Nach dem Scheitelpunkt der Ablaufberges im Gefälle einen Magneten zu plazieren bring aber auch nichts, dann ist die Kupplung nicht entlastet und die Zugkräfte des Wagens der ablaufen soll verhindert die Öffnung des Kupplungskopfes.
Die Kadee und kompatiblen Kupplungen können nur in der waagerechten Ebene ordnungsgemäß entkuppelt und vorentkuppelt werden, der Ablaufberg ist ggfs. Dementsprechend anzupassen oder umzugestalten.
bei uns im MoBa Verein ( Module mit Märklin K Gleis ) gibt es auch einen Ablaufberg mit 8 Gleisen und deren Verzweigung. Wir haben uns im Verein - nach vielen Versuchen - nun auf die Roco Universalkupplung geeinigt und das funktioniert prima.
Unsere Mitglieder sollten die Wagen , die sie zum Fahrtag mitbringen, dann auch mit der Roco Universalkupplung umgerüstet haben.
Meist sind am Ablaufberg die HO Modelle der V 60 /BR 260 ( MäTrix, Piko ) im Einsatz , ab und zu auch mal eine Dampflok der BR 94.
wir haben am Ablaufberg zwar ein Entkupplungsgleis installiert , aber meist wird mit der digitalen Fernkupplung der Lok entkuppelt. Unsere Erfahrung , die Piko BR 260 entkuppelt fast immer - während die Dampflok der BR 94 (Märklin) mit der neuen Memetis - Folienkupplung öfters ihren Entkupplungs Dienst versagt , will sagen, da muss man schon 2-3 Mal entkuppeln, bis die Wagen sich lösen.
Ob es nur an der neuen Folienkupplung liegt oder im Zusammenspiel mit der Roco Universalkupplung , wissen wir noch nicht so genau. Wenn jetzt die neue Märklin BR 260 (39690) mit der Folienkupplung ausgeliefert wurde, können wir beim Entkuppeln einen direkten Vergleich zwischen Märklin und Piko starten, mit der gleichen Diesellok der V 60 / BR 260.
Aktuell ist die Piko Maschine eine tolle Diesellok geworden, sehr gut gemachter Dieselloksound und feinfühliges Rangieren. Wir sind gespannt auf die neue MHI Maschine (mit HLA Antrieb und der Schraube im Dach) der BR 260 aus Göppingen. Dass sich die Göppinger erneut den Pufferkondensator an der BR 260 erspart haben , trübt etwas unsere Vorfreude .........
die Einzelwagen werden mit dem Entkupplungsgleis abgekuppelt , ganze Wagen - Verbände (z.B. Kesselwagen) dann mit der Kupplung an der Lok , je nachdem was gerade hochgeschoben wird.
Am meisten Spass beim Ablaufberg hat unsere Jugend im Moba Verein, deswegen haben wir den Ablaufberg ja auch gebaut.
Leichtes OT, wie schaut bei euch der Ablaufberg aus? Wie viel Gefälle bzw Höhendifferenz benötigt man das das auch tatsächlich funktioniert. Gibt es diesen irgendwo im Internet zu sehen?
den Ablaufberg haben unsere Jungen Mitglieder selbst gebaut , einfach durch " Ausprobieren " . Wegen Corona kann ich jetzt mal nicht nachmessen gehen. Aber, soweit ich das in Erinnerung habe, ist das ganze Modul (auf Sperrholz gebaut) so um die 290 - 320 cm lang und die Höhendifferenz schätze ich mal auf 2,8 - 3,5cm Höhe. Zum Ende hin wird es flacher, bevor die Gleisverteilung, die Gleisharfe beginnt. Bilder gibt es leider " noch " keine.
Interessant war, wir hatten hier in Nordbaden den Rangierbahnhof Mannheim besucht, der hat zwei intakte Ablaufberge, an denen pro Tag ca. 15 - 20 Güterzüge zerlegt werden , hier sind 2 x die BR 290 im Einsatz, bei der Besichtigung ist die Idee zum Nachbau entstanden. Schau mal nach Bildern in www.bahnbilder.de - nach dem Rangierbahnhof Mannheim. Ihr CH Kollegen habt doch einen Ablaufberg in Muttenz - oder ?
Beim dem Selbstbau unserer Jugend ging es beileibe nicht um einen vorbildger. Ablaufberg - oder dem Abbilden exakt eines Vorbildes - die Jugend hat es selbst gebaut und wollte dabei ihren Spassfaktor haben. Da wird an Vereinstagen - sofern sie derzeit stattfinden - rangiert, was das Zeugs hält. Ausprobiert haben die Jungen die verschiedenen Rangierloks und die Kupplungen (Relex, MäTrix, Roco etc.) bis sie herausgefunden hatten, welche Kupplung gut bei den meisten Wagen funktioniert. Das war dann die Roco Universalkupplung.
Sehr viele verschiedene Güterwagen haben unterschiedliche Eigengewichte, da wurden einige ged. Güterwagen mit Aluklebe- Gewichten beschwert, bis die Wagen ein entspr. Auslaufverhalten gezeigt haben. Ich finde das Thema - Ablaufberg - gerade für junge MoBaner ein tolles Thema zum Lernen und Ausprobieren.
Danke für die Infos. Ich hatte mich auch schon mal etwas, aber nur kurz mit dem Thema befasst und als Bodenbahner auch was ausprobiert aber nicht weiter verfolgt. Denke auch das ein vorbildgetreuer Nachbau nicht unbedingt Zielführend ist, das Rollverhalten von Vorbild und Modell ist zu unterschiedlich. Ich habe Wagen die müsste man schon fast runter schieben und andere, die rollen mir bei jeder Bodenunebenheit davon. Vielleicht mache ich nochmals einen Versuch, aktuell plane ich ein Layout wo so was reinpassen könnte.
für dich als Bodenbahner sei hier der Hinweis gestattet , dass bei unserer Vereinsjugend einige Testfahrten auf dem Märklin C - Gleis mit Lego Steinen stattgefunden hat, da sah lustig und kreativ aus. 1 Legostein = 1 cm Höhe und dann den Wagenauslauf testen, versuche es mal - auch wenn du auf dem Roco Gleis fährst.