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Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z und eine BR39 dazu

#1 von a-zett , 29.09.2021 14:10

Heute habe ich mal Zeit gehabt, dieses schon einige Wochen alte Thema in einem Thread zusammenzufassen.

Nach einiger Bedenkzeit hatte ich mich entschlossen, die Kompromisse einzugehen, die es braucht, um aus einem Dompfeilwagen einen Wagen der Gruppe 29 zu machen.

Dabei sollten gefräste Seitenwände die existierenden oberhalb des Längsträgers ersetzen. Dass die Längsträger von C4ü-28, AB4ü-28 und ABC4ü-29 offen und nur die der Hapag-Lloyd-Wagen B4ü-30 und A4ü-30 beblecht sind, sollte dabei ignoriert werden. Ebenso wird die Lüfteranordnung auf dem Dach nicht stimmen und die stromlinienförmigen Dachenden ebensowenig. Die Seitenwände werden am Knick zu den Einstiegen ausgeschnitten. Danach ist der Wagen dann um rund 8mm zu kürzen, bevor neue Seitenwände eingesetzt werden können. Der Wagenkopf, der damals nur stilisierte Aufstiegsleitern hatte wird mit den Türen ebenso übernommen wie die Drehgestellaufnahme und die Drehgestelle Görlitz-II schwer.

Dazu wird der Wagenkasten zunächst einmal zerlegt.

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Neue Seitenwände für alle 5 Wagentypen habe ich in Autosketch gezeichnet und dann daraus Dateien für meine MF70-CNC-Fräse gemacht.

Auf der Fräse, die noch mit einem DOS-Programm gesteuert wird, sieht das dann für einen Einzelwagen so aus

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Leider lässt das Fräsergebnis dann doch sehr zu wünschen übrig. Nicht nur, dass die Ecken mit einem Fräser 0,5mm zu rund ausfallen - was ich bei Gebäudefassaden immer manuell nachbearbeitet habe - sondern es ergibt sich an der Stelle mit dem roten Punkt ein Versatz der eigentlich fluchtenden Linien, den ich mir weder erklären noch beseitigen konnte.

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Deswegen habe ich mich entschlossen, alle Einzelzeichnungen zu vereinigen und das Ausfräsen durch Rainer Tielke ( Ratimo ) machen zu lassen.

Die Gesamtdatei entstand wieder in Autosketch und wurde als DXF exportiert.

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Das Ergebnis kann sich in Punkte scharfer Ecken und Kanten wahrlich sehen lassen und mein Versuch ganz unten ist so nur noch für die Tonne.

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Weiterhin habe ich einen Decal-Satz mit CorelDraw angefertig, den Andreas Nothaft in der Zwischenzeit anfertigen soll.


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Jetzt muss ich mir überlegen, wie ich das Wagengehäuse aufspannen will. Da ich die gesamte Seitenfläche frei brauche, müsste ich den Wagen mit Spannpratzen auf den Türen aufspannen. So richtig behagt mir das noch nicht. Ich werde jedenfalls einen Holzklotz fräsen, der den Innenraum ausfüllt. Bevor das Gehäuse beim Herunterpressen beschädigt oder verformt wird, spanne ich es vielleicht doch in einen Schraubstock mit Druck von oben auf den Holzklotz und von unten auf irgend ein Distanzstück.

Heute habe ich damit begonnen, einen Wagen auszufräsen und die Seitenwand einzusetzen.

Dazu habe ich mir einen Holzkern gefräst, der das Innere ausfüllt. Unten benötigt er verschiedene Nuten für die Befestigungen vom Beschwerungsblech und von den Fensterstreifen. Außerdem muss zwischen den Drehgestellen noch eine Kunststoffplatte untergelegt werden, weil der Schraubstock sonst den Wagen in der Mitte hoch drückt und damit verbiegt.


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Ich habe erst einmal einen kleinen Ausschnitt gefräst, bei dem ich den Eindruck hatte, das Material sei härter, hätte einen geringeren Schmelzpunkt und längere Späne als das Polystyrol. Mit diesem Schnitt war ich eigentlich recht zufrieden. Danach habe ich den Fräser an der Kante des Rücksprungs zum Türbereich positioniert. Das ist schwierig, weil ich keinen so kleinen Kantentaster besitze, aber es geht. Leider war ich dann zu ungeduldig, denn der Kunststoff schmilzt doch zu schnell, wenn die Zustellung zu schnell erfolgt und man auf die Späneabbsaugung und den damit verbundenen Luftstrom vom Staubsauger verzichtet. Ergebnis war, dass ein Pfropfen geschmolzenen Kunststoffs den Schnitt beschädigt hat. Den konnte ich dann vom Fräser herunterschneiden und weitermachen. Auch auf der anderen Seite habe ich erst einmal gepatzt. Aber es kommen ja noch sechs bis sieben weitere Wagen...

Hier sieht man den Klotz an der beschädigten Seite. Oben ist nun ein Kunststoffanschlag angeklebt, da der Schraubstock auch hier die gegenüberliegende Seite verdrücken würde, wenn die Oberkante keinen Anschlag hat.

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Hier der ausgefräste Wagen mit der eigelegten Unterlage.

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Und nun mit provisorisch eingelegten Seitenwänden. Der Boden ist nun um 8mm zu kürzen, indem links und rechts von dem großen untergehängten Kasten mit einer Feinsäge getrennt wird. Mein 0,5mm-Fräser ist für den Kasten leider nicht lang genug.

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Auch beim Dach musste ich erst einmal üben. Anders als die Seitenwände lässt es sich nach dem Zersägen nicht mit Polystyrol-Kleber kleben und der Schnitt ist auch nicht sauber genug. Auch eine Verklebung mit Sekundenklebergel hält nicht sehr gut. Da das Dach durch die darunter liegenden Federn noch etwas klemmt, ist es nicht ganz gerade. Da es den Druck nicht aushält, werde ich die Federn noch leicht abtragen und es innen versteifen.

Noch nicht perfekt, aber schon mal auf dem Weg, der C4ü-28 aus dem D-80 Berlin Anhalter Bahnhof nach München.

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Inzwischen habe ich die vier weiteren Wagen, die mir zur Verfügung stehen, ausgefräst. Nach dem ersten Versuch klappte das nun ohne weitere Pannen.

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Auch das Kürzen des Wagenkastens um 8mm erfolgt nun mit der Fräse und nicht mehr mit der Feinsäge. Das wurde möglich, nachdem ich bei CNC-Technik Haase Fräser bekommen habe, die eine längere Nutzlänge haben, bevor sie sich zum Schaft verdicken.

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Nach dem Zusammenkleben der beiden Hälften mit den Seitenwänden habe ich nun den Probewagen und diese vier.

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Das sieht dann auch von unten sauber aus.

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Nächster Schritt ist, die vermurkste Unterkante des Probewagens zu verspachteln und das ganze zu lackieren.

Da ich keine 01 DRG habe und diese sowieso den D40 in seiner Originallänge mit 10 Wagen nicht ziehen könnte, reicht mir das erst einmal. Funktionieren würde es auch so nur mit zwei 18ern, aber die hätte der Zug erst auf bayrischem Boden oder mit zwei 39ern. Da meine 39er immer noch nicht umgebaut ist und ich auch keine zweite habe, sind weitere Kürzungen unausweichlich. Der Zug hatte die Reihung

Pw4ü C4ü C4ü AB4ü WR4ü AB4ü C4ü C4ü ABC4ü Post4ü

Einen (älteren Post- und Packwagen kann ich erst einmal beistellen. Hier entstehen nun 3 C4ü, ein AB4ü und ein ABC4ü. Der zweite AB4ü wäre ein braun-beiger italienischer Kurswagen Berlin-Rom. Der entfällt genauso wie der 4. C4ü.

Nicht entbehrlich ist der WR4ü, aber ich hatte nicht darüber nachgedacht, dass der WR aus dem Dompfeil ja auch nicht einfach mit Mitropa beschriftet werden kann, weil er ja zu DRG-Zeiten den Rheingold-Lack getragen hat. Gebraucht würde ein WR4ü28-34. Das wäre nochmal ein Nachklapp. Daher bleiben die beiden Speisewagen vorläufig heil.

Nun habe ich begonnen, die Wagenkästen zu lackieren.

Der Probewagen ist nicht dabei, da es mir nicht gelungen ist, mit vorhandenem Spachtel den Schaden zu beheben und ich ja gerade nicht einkaufen kann. Ob der noch zu retten ist, weiß ich derzeit nicht.

Lackiert wurde mit Weinert-Grundierung und Weinert-Farben RAL 6008 braungrün und RAL 9005 tiefschwarz. Das Braungrün hatte ich schon früher verwendet und wundere mich nun, dass die Farbe zu hell oder zu gelblich wirkt. Ich kann mich nicht erinnern, damals Schwarz beigemischt zu haben, würde es jetzt aber tun, da Märklin seit einigen Jahren den Ton optimal trifft und andere Wagen daneben dunkel aussehen.


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Leider gab es auch hier eine Panne. Beim Abkleben der Unterkante sah ein Wagen nach dem Abziehen so aus:

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Das ist mir so noch nie passiert. Da hier Nitrolack auf Kunststoff verarbeitet wurde, bleibt als Erklärung eigentlich nur, dass die Grundierung zu trocken auf der Fläche angekommen ist und der Kunststoff nicht angelöst wurde. Meine Platten haben zwei verschiedene Seiten von denen die eine nicht wie Polystyrol wirkt, sondern "fettiger" wie ABS. Bei den Teilen von Rainer Tielke sah das optisch nicht so aus, ist aber vielleicht doch genau so. Diese Seite klebt sich mit Revell ganz normal, lackiert sich aber schwieriger.

Jetzt traue ich mich natürlich nicht mehr, den schwarzen Brüstungsstreifen abzukleben, denn da könnte das Gleiche noch anderswo passieren. Entlacken möchte ich auch nicht, weil ich nicht weiß, wie die verschiedenen Kleber und Kunststoffe dann aus dem Bad kommen. Nachlackieren wird man sehen. Jetzt suche ich also einen 0,5mm Lackstift in schwarz. Leider kenne ich Lackstifte nur weiß und silbern während schwarz immer Tinte ist, die einen öligen Glanz erzeugt. Mal sehen.

Jedenfalls hat das Zurückhalten der Speisewagen meinen Vorrat an Wagen schon dezimiert. Jetzt sind nur noch drei wirklich ok und die Dompfeilwagen werden normalerweise nicht ohne Lok angeboten. Weitere Wagen zu ersteigern wird also so schnell nicht wieder klappen.

Während die Decals noch unterwegs sind werde ich nun erst einmal die Dächer kürzen und schauen, ob sie sich mit Ruderer-Kleber besser verkleben lassen als mit Revell oder mit Sekundenkleber.

inzwischen (Danke ermel) habe ich mir Stifte in 0,3 und 0,5mm Breite von Molotow besorgt. Überaschenderweise ist das Kosmetikbedarf und nicht Bürobedarf. Zuerst habe ich mal ausprobiert, wie die auf Plastik überhaupt reagieren. Auf dem puren Polystyrol werden sie wie ein nicht permanenter Stift abgestoßen. Auf der grundierten und auf der lackierten Fläche funktioniert das tadellos und die Strichbreite ist auch tatsächlich gleichmäßig und schmal wie angegeben. Viel weniger schon als bei Edding und bei Bedarf würde es auch noch 0,2 und 0,1 geben.

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Die Decals von Andreas Nothaft will ich trotz eines recht erfolgreichen Wischversuchs vorher aufbringen. Das sind 8 pro Seite, also 24 Decals für die vorläufig drei Wagen und viel mehr für den ganzen Zug nach München und einen zweiten mit Hapag-Lloyd-Wagen. Die kleinsten haben gut einen Quadratmillimeter. Da muss man zwischendurch mal Pause machen, denn die wollen nie so, wie man selber will. Entweder sind sie leicht gedreht und lassen sich nicht schieben oder sie schieben sich in eine entgegengesetzt gedrehte Richtung.

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Außerdem soll nun auch das Dach mit der Fräse geteilt werden. Mein Zweischneider hat nun zwar die nötige Länge und schneidet passabel, aber nur dann, wenn die Drehzahl weit niedriger ist, als sie bei 0,5mm sein sollte. Ich habe zunächst wie immer 6000 UpM eingestellt. Als ich das erhöht habe, schmolz gleich der Kunststoff. Der Einschneider war mir bei dieser Eintauchtiefe zu riskant.

Immer wieder schwierig ist auch, z.B. neben dem Lüfter vorbei zu fräsen. Es gibt ja keinen Kantentaster mit 3,175mm Schaft. Jetzt habe ich aber gemerkt, dass die Seite von USOVO, die in meinem Chrome-Browser nicht funktioniert, als sei sie nur noch ein Bild aus dem Puffer, auf dem Tablet im Firefox nicht wirklich mit den Fingern, aber immerhin mit dem Stift bedienbar ist. Da gibt es für alle drei Generationen der MF70 noch Spindeln mit ER11-Spannzangen. Das würde nach einem Umbau das Einspannen von Werkzeugen bis 8mm ermöglichen. Natürlich keine Fräser, aber einen 6mm-Kantentaster oder Fräser mit 6mm-Schaft. Leider habe ich keine Ahnung, ob ich das hinbekomme, den die Einbauanleitung steht nicht zum Download bereit. So weit ich weiß ist aber mein Kugellager an einer Maschine mit einer 8000er Seriennummer noch besser, als es später war. Ja, das ist teuer verglichen mit den Preis der Maschine (256 Euro ohne CNC - was ich aber habe - und 99 Euro für die Spindel zuzüglich Spannzangen 3, 3,175 und 6mm, aber ich habe Lust, das zu versuchen.

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Nachdem das Dach weder mit flüssigem Polystyrolkleber noch mit Sekundenkleber Gel zu verkleben war, habe ich nun Ruderer genommen. Das funktioniert auch. Innen habe ich eine Versteifung aus einem Kunststoffprofil aufgeklebt.

Vom Aufbringen der Linie habe ich kein Foto gemacht. Das ist schon recht heikel. Ich brauche eine Unterstützung neben dem Wagen, um ein Stahllineal umgekehrt aufzulegen und muss dann genau unter den Fenstern ohne unten einen Anschlag zu haben den Stift senkrecht an der Fensterunterkante entlang führen. Das hat nicht überall ganz geklappt. Außerdem musste ich das Ganze ja von Hand über den Knick bis über die Tür führen und dann ganz winzig mit einem 0,8mm-Edding den Türgriff und den Knauf silbern anmalen.

Dann fehlte noch seitenmatter Klarlack von Weinert und eine Seite auf drei Wagen ist erst einmal fertig. Die Decals finde ich auch mit Weichmacher leider etwas dick.

Hier also beispielhaft der C4ü mit den eingang genannten Kompromissen.

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Jetzt muss ich die andere Seite mit Decals versehen und versiegeln und noch ein Dach einkürzen und dann kommt ein neues Problem: Fenster. Eigentlich möchte ich ungern mit Mikro Krystal Clear arbeiten wie bei den Doppelstockwagen. Vom Original bleiben aber nur die Türfenster. Es wird also eine Herausforderung werden, Plexiglas an- und durchzufräsen.

Inzwischen sind auch die anderen Seiten fertig und alle drei Dächer sind gekürzt. Ich habe die Gewichte und Drehgestelle wieder eingebaut und die Dächer lose aufgelegt. Was noch immer fehlt, sind die Fenster.

Bis hierher sieht das Ganze so aus.

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Manchmal sind einfache Dinge schwierig und schwierige Dinge einfach. Ich wurde gewarnt, dass sich Plexiglas schwer fräsen lässt, weil es so leicht schmilzt und ich kenne das Problem natürlich auch selbst davon, es zu schneiden.

Jetzt habe ich gelernt, dass Acryl nicht gleich Acryl ist und dass es eine Preisfrage ist, ob und wie das klappt. Bei

Architekturbedarf.de

gibt es verschiedene Arten von Acryl und eine Beschreibung der Eigenschaften. Da kann eine Platte 3 Euro kosten oder 13. Die hier verlinkten Platten scheinen zunächst teuer, am Ende aber ihr Geld wert. Sie kommen mit Schutzfolien und wirken daher weich, sind aber sehr hart und können nicht wie Polystyrol geritzt und gebrochen werden. Schon beim Sägen mit einer Proxxon-Kreissäge fällt auf, dass das Material zerspant und nicht schmilzt. Eine CD-Hülle wird sich da ganz anders verhalten.

Mein erster Versuch rundet zwar die Ecken der Scheiben ab, weil sie ja mit einem 0,3mm-Fräser leicht rund sind, ist aber noch leicht zu groß geraten, so dass ich noch einmal zeichnen muss, aber das Ergebnis ist schon sehr ermutigend. Die angezeigte Fräsbahn ist die Fräsermitte, also bereits radienkorrigiert.

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Ja, der 2mm-Fräser sollte ein Einschneider sein, aber er soll auch nur 0,6mm Material abtragen und so dicke Fräser verwendet ich kaum, weswegen ich nur diesen Fischschwanz hatte. Der taucht mit einem etwas hässlichen Geräusch in die harte Oberfläche ein, das mit höherer Drehzahl abnimmt, aber er tut seinen Dienst.

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Ich sehe leider mal wieder, dass die Präzision der Z-Achse einfach unzureichend ist, denn bei den beiden Arbeitsgängen, zuerst oben und unten und zwischen den Fenstern und dann rund um zu Fenster zu fräsen ist die Eintauchtiefe mal wieder nicht gleich geraten. Das sieht man aber nicht. Die Kanten dagegen sind unglaublich scharf und hart und ohne jeden Grat. Leider wird man das für die Außenflächen trotzdem eher nicht verwenden, denn Lackieren geht vermutlich nicht zu gut.

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Beim nächsten Mal sollen die Streifen dann in die Wagen passen und das Projekt ist zumindest für die drei Wagen abgeschlossen.

Nachdem mein Ersatzfräser von Team Haase gekommen ist und ich die Fensterflächen rundum um 0,1mm verkleinert habe, passen die Fensterstreifen nun perfekt.

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Damit ich nichts verkleckere, habe ich sie mit Kristal Klear eingeklebt, aber wenn man Vorsichtsmaßnahmen ergreift, passiert ja auch nichts.

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Damit ist der Bau der ersten drei Wagen abgeschlossen und damit endet nun auch diese Story. Da große Fotos die Unzulänglichkeiten natürlich gnadenlos offenlegen, trete ich dann doch lieber den Meter zurück, aus dem man das Ganze ja betrachtet. Mit dem, was ich dann sehe, bin ich aber doch recht zufrieden und der Zug wird auf jeden Fall noch verlängert, einerseits um einen umzulackierenden Pw4ü-30, den ich noch besorgen muss und um je einen ABC und einen weiteren C. Natürlich muss es auch einen Mitropa-beschrifteten Speisewagen geben. Derzeit gibt es den aber nur aus der Gruppe 39. Ich müsste den also umbeschriften oder warten. Die A4ü-30 und B4ü-30 für einen Hapag-Lloyd-Zug wird es dann auch geben, aber doch im Hintergrund. Fehlt noch eine 39er. Nachdem deren Umbau über drei Jahre nicht weitergekommen ist, habe ich mir die nötigen Teile besorgt und werde nun alle Voraussetzungen schaffen, die ich brauche, um mich daran selbst zu versuchen. Mal schauen, ob das vorzeigbar wird.

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Wer das nachmachen möchte, könnte zum mindesten die Seitenwände von Rainer Tielke fräsen lassen und sich die Decals bei Andreas Nothaft nachdrucken lassen. Für spätere Epochen wäre das selbst zu erstellen. Wer die Kompromisse verringern möchte, braucht neu gedruckte Dächer. Außerdem könnte man verkürzte Kupplungen einbauen und auf die angeformten Leitern geätzte Leitern aufkleben. Und natürlich werden Einzelwagen des Rheingold oder des Dompfeil benötigt. Während die Rheingoldwagen, auch die aus der Urform von vor 40 Jahren, teurer bleiben und die besser bedruckten neueren sowieso sind alte Dompfeil-Packungen häufig in Bucht und die zugehörige 03 heutzutage von geringem Wert. Die verschiedenen 18er vom Rheingold lassen sich sicher verwenden, zumal sie den Vorbildzug von Berlin Ahb. nach München mit Kurswagen nach Rom in Bayern sogar zu zweit gezogen haben. Auf eine DRG 01 wartet man in Z leider immer noch vergebens.


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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#2 von torsten83 , 30.09.2021 11:57

Danke für diesen ausführlichen Bericht 👍

Könnte Märklin ja so in der Art auch mit geringeren Entwicklungskosten anbieten 🤔

Mal sehen, was alles bei den Formneuheiten zum 50. dabei sein wird. Zumindest ja Mal 2 neue Formen, weil Plural verwendet wurde😀

LG
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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#3 von a-zett , 10.10.2021 18:37

Heute ging es weiter mit einem Rheingold-Packwagen, 6 zusätzlichen Sitzwagen, einem A4ü-23 und einigen Autos von C&F Modellbau aus Dresden.

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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#4 von a-zett , 30.10.2021 17:51

Inzwischen habe ich alle neun Wagen für zwei Züge fertiggestellt. 2x A4ü und 2xB4ü für einen Zug von Berlin nach Bremerhaven und 3xC4ü, AB4ü und ABC4ü für den von Berlin nach München.

Der Zug nach Bremerhaven besteht aus Hapag -Lloyd-Wagen und ist Zubringer zu einer Atlantik-Überquerung. Dazu gehört auch ein A4ü-23, den ich vor langer Zeit mal angefangen hatte. Damals war das Drehgestell wie der Aufbau aus Messing geätzt. Das gedruckte Schwanenhals-Drehgestell von Rainer Tielke (Ratimo) schlägt seine Optik um Längen. Allerdings passt es nicht zur Bodengruppe des geätzten Wagens und der ist nun erst mal zu hoch. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

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Zum Zug nach München gehört noch ein Kurswagen nach Rom. Dafür verwende ich einen 3D-Druck von Ubiminor für den AB Tipo 1921 der FS. Dessen Grünton Verde Vagone, der dem britischen Loco Green oder dem RAL 6005 Moosgrün nahekommt passt nicht gerade gut zum Braungrün der DRG. Ich hätte noch einen zweiten Aufbau, um ihn in Castano-Isabella zu lackieren. Das würde aber nur für das Jahr 1936 passen, bevor die DRG Geschichte war.

Ratimo

Auch an der Lok habe ich mal weitergemacht. Den Anfang dieser Bemühungen habe ich schon mal in einem Thread bei DSO gezeigt:

Feinfühlig versus Grobmotorisch

Die Idee und der Bausatz, den ich verwende, um die von Märklin verhunzte BR39 zu pimpen, stammt von Larry Schulz (Exakt Modellbau).

Exakt Modellbau (Superung P10 im Menü weiter unten)

Das Lokgehäuse macht Fortschritte. Allerdings übersteigt der Einbau einer anderen Frontbeleuchtung meine feinmotorischen Fähigkeiten. Das werde ich lassen. Außerdem habe ich beim Versuch, die Getriebewelle zu kürzen diese geschrottet. Ich hätte nicht gedacht, wie weich die Welle ist. Eine neue ist unterwegs. Hoffentlich habe ich dann mehr Glück.

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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#5 von a-zett , 31.10.2021 12:38

Ich versuche, nachzumachen, was ein genialer Feinmechaniker vorgemacht hat und wie immer zeige ich dabei auch meine Schwierigkeiten, Fragen und Misserfolge. Leider habe ich von diesen beiden Schritten keine Bilder gemacht, weil sie eben doch meine ganze Aufmerksamkeit beansprucht haben.

Der Versuch auf der Drehmaschine, die Welle zu kürzen, begann eigentlich gut. Aber ein kleines bisschen zu viel Zustellung, und die Welle knickte ab. Dabei ist das der einfache Teil.

Allerdings gab es schon vorher ein Problem, denn der Versuch, das Zahnrad in eine Spannzange einzuspannen scheitert bei der Proxxon PD250, weil dann der Oberschlitten mit der Schutzabdeckung kollidiert. Erst eine Ersatzabdeckung, die nur für das Spannzangenfutter aber nicht für das Drehfutter unten rechts ausgeklinkt wurde, hat es überhaupt ermöglicht, es zu versuchen.

Auch Platz zu schaffen für die größeren Räder war ein Problem. Das Werkzeug riss mir das Werkstück aus dem Minischraubstock, denn so hart kann man nicht spannen wie das Werkzeug Kraft hat. Das war auch beim Durchfräsen der Lok schwierig, denn selbst auf dem Alu-T-Nutentisch der MF-70 könnte man das Druckgussgehäuse mit den Spannpratzen leicht zerdrücken. Deswegen auch hier nur 0,2mm Zustellung für den 1mm-Fräser, dreimal umspannen und oben auf dem Führerhaus Platz schaffen für den sich verdickenden Schaft um durch zu kommen nötig. Der Fräser mit der großen Nutzlänge von Haase war dabei von großem Vorteil.


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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#6 von a-zett , 31.10.2021 13:15

Hier noch der gedruckte italienische Kurswagen von Ubiminor mit seinem Toilettenfenster im Jugendstil. Fenster fräsen und Decals kommt noch.

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Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#7 von a-zett , 03.11.2021 17:30

Sieht aus, als wäre der Umbau der BR39 vorläufig gescheitert.

Ich habe lange gewartet, bis ich die Gewindebohrung M1,4 für den Motor eingebracht habe und ich hatte größten Respekt davor. Trotz aller Bemühungen mit der 10fach-Lupe und der 5fach-Lupenbrille stimmt zwar der Abstand vom Rand aber die Bohrung sitzt quer außermittig auf der oben gekrümmten Fläche. Damit ist der Getriebeblock nun wohl Schrott.

Die Bohrung 1,1 habe ich auf der großen BF20 gemacht, Gewinde angeschnitten habe ich auch damit. Dabei habe ich von Hand gedreht mit ganz leichtem Druck auf die Pinole. Zum Weiterschneiden habe ich das Bohrfutter der PD250 verwendet und es mit der Hand gedreht.

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Druckluft vom Airbrush-Kompressor für die Späne.

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Hier noch der Stand des Gehäuses. An den gekürzten Guss ist es mit Pattex Ultra Gel angeklebt. Das Chassis für das vorne nach innen zu knickende Blech zu schlitzen ist mir mangels Equipment und Geschick auch nicht gelungen. Wäre mir das vor dem Zusammenbau klar gewesen, hätte ich die Bleche im flachen Zustand gekürzt.
Beschwerung aus 4x1,5 Messing links und rechts vom Motor fehlt mir auch noch.

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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#8 von torsten83 , 04.11.2021 11:57

Zitat von a-zett im Beitrag #7
Sieht aus, als wäre der Umbau der BR39 vorläufig gescheitert.

Das kann bei Dir ja wirklich nur vorläufig sein.

Es ist immer wieder klasse Deine Werke zu sehen. Gerade auch um diesen Hechtwagen werden Dich viele beneiden!

LG
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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#9 von a-zett , 05.11.2021 16:18

Ja vorläufig. Bis halt eine Schrottlok oder ein Fahrwerksträger irgendwo angeboten wird.

Dafür sind zwei neue Antriebswellen gekommen. Die Welle zu kürzen klappte mit mehr Vorsicht besser. Allerdings ist sie nun schon zu kurz. Wie das passiert ist, weiß ich jetzt nicht. Entweder geht es, oder die dritte muss auch noch ran.

Hier sieht man die erwähnte ausklinkte Schutzabdeckung und man versteht, warum das ohne die Ausklinkung nicht geht.

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Wie ich neben der Schnecke abschneiden sollte, wusste ich nicht. Ich habe dann die Schnecke mit einem Holzstück auf ein zweites gepresst und eine Modellbau-Feinsäge genommen.

Ich konnte auf der Zahnradseite auch einen Zapfen andrehen. An der Verdickung ist das etwas verknatscht. Das war wohl kein geeigneter Drehstahl. Etwas weniger als vorgesehen wegen der Breite des Sägeschnitts.

Jetzt müsste ich den an der Schnecke plan drehen und da hineinbohren, aber die kleinste Spannzange hat 2mm. ER20 in 1mm oder 1,5mm habe ich einzeln bei Sorotec gefunden. Da habe ich dann auch einen 50mm-Niederzug-Schraubstock bestellt, weil der Proxxon aus Alu im großen Schraubstock der BF20 unten zusammengedrückt werden kann. Für die MF70 ist aber alles andere zu groß.


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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#10 von a-zett , 23.01.2022 16:29

Da ich noch keine Schrott-Lok und auch kein Traggestell für eine BR39 auftreiben konnte, ging es an der Lok bisher nicht wirklich weiter. Ich habe allerdings mal das Gehäuse komplettiert und lackiert. Dazu habe ich mit der Fräse Messing 1,5x3mm abgelängt, um die Seitenwände des Führerhauses zu verstärken und mehr Gewicht zu erhalten. Die abgeschnittenen Druckbehälter musste ich auch etwas anfräsen, um sie hinter das Ätzteil zu bringen. Die zu löten habe ich mich nicht getraut, weil der Druckbehälter massiv und das Ätzteil mit nur 0,1mm so dünn ist. Ich habe das mit Sekundenkleber Pattex Ultra Gel geklebt und hoffe, dass es hält.

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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#11 von a-zett , 11.02.2022 20:36

Inzwischen hat das Lokgehäuse hinterlegte Scheiben und die Beschriftung von Kuswa erhalten.

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Jetzt müsste das Nachlaufgestell gekürzt werden während das Fahrwerk weiter auf einen Gussblock wartet.


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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#12 von DiRo , 20.02.2022 16:26

Hi Alex, habe hier nach langer Zeit auch mal wieder reingeschaut und Deinen Bericht über die BR 39 gelesen.
Auch über Dein Malheur mit der Befestigungsschraube für den neuen Motoradapter.
Wenn ich Dir helfen kann, dann schreib mir einfach oder ruf mich an.
Anbei der derzeitge Stand um meine 39 073.
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Ich muss die auch noch auf den neuen Motor umbauen, aber das habe ich ja schon x-mal gemacht.


Gruß Dirk

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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#13 von a-zett , 20.02.2022 22:05

Vielen Dank Dirk. Die sieht ja schon traumhaft aus. So weit wird meine nicht kommen.

Ich habe leider noch keinen Gussblock aufgetrieben und eine ganze Lok war mir zu teuer. Ob der Block der 41 8827 identisch ist, weiß ich auch nicht. Bis sich was findet, habe ich aber viele andere Baustellen, die auch darauf warten, weiter zu kommen.


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RE: Die Reisezugwagen der Gruppe 29 in Spur Z

#14 von a-zett , 24.04.2022 21:32

Inzwischen habe ich für 95 Euro eine graue 39er bekommen können. Für diese missratenen Dinger werden immer noch gerne 179 Euro aufgerufen.

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Weil der Proxxon-Schraubstock im großen Schraubstock verdrückt werden kann, habe im im Sonderangebot von Wabeco einen aus Stahl erstanden. Allerdings sind mir schon diese Schritte beim ersten Mal besser gelungen. Gewinde bohre ich heute nicht mehr. Wie ich diesmal die Radreifen der ersten und letzten Kuppelachse freistelle, weiß ich auch noch nicht. Der 10mm-Fräser von Proxxon war nicht so gut dafür.

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Dampflokomotive P10 (BR39)

#15 von DiRo , 25.04.2022 10:27

Moin Axel,
ich drücke Dir die Daumen, dass es jetzt im zweiten Anlauf alles gut geht.
Warum hast Du wie im letzen Bild ersichtlich, so tief für das Zahnrad ausgefräst? So bleibt Dir für die Schraube der Getriebeabdeckung fast kein Gewinde mehr übrig. Ich habe dort nur minimal mit einem Schaftfräser von Hand dem Zahnrad nur so viel Luft gegeben, damit es frei läuft.


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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#16 von a-zett , 25.04.2022 11:40

Gebohrt werden soll 4,2 was seitlich leicht ausgelaufen ist aber nicht nach unten. Das Zahnrad dreht gerade so frei.

MF70 geht nicht, denn einerseits hat sie kein Bohrfutter und andererseits habe ich keinen Kernlochbohrer als Schaftbohrer.

Also doch versucht, per Kantentaster die große Maschine mit ihrem gigantischen toten Gang auszurichten für einen Schaftbohrer 0,5 zum Ankörnen bei ihrer zu kleinen maximalen Drehzahl. Kontrolle unter der Lupenbrille sieht trotzdem korrekturbedürftig aus. Daher noch leicht korrigiert. Eigentlich hätte 5mm/2 + 4,6mm/2 die Mitte sein müssen...

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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#17 von a-zett , 25.04.2022 14:41

Das Loch ist drinnen. Gehe jetzt einen 10mm Fräser kaufen, um die Radreifen freizustellen.

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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#18 von DiRo , 25.04.2022 14:55

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das bei 38´er Rädern unbedingt erforderlich war, kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dort gefräst zu haben.


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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#19 von a-zett , 25.04.2022 18:41

Vorne ist es erforderlich. Der Spurkranz schleift.

Das mit dem Proxxon-Fräser ist heikel. Deswegen ein 10er Schaftfräser. Jetzt klemme ich hier die Pinole und gehe Hundertstel für Hundertstel mit dem Feinvorschub nach unten und taste mich vor auf die Fläche. Ausgerichtet habe ich nach Augenschein so gut es ging.

Meine Nerven reichen nicht für die andere Seite aber diese sieht gut aus.

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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#20 von a-zett , 26.04.2022 15:38

Nach der zweiten Seite und dem Einsetzen der Räder war klar, dass alle vier Seiten freizustellen sind.

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Jetzt brauche ich die gekürzte Antriebswelle. Einseitig auf der Motorseite ist das ok für mich. Ich hatte ja auch schon an der Schnecke abgeschnitten und einen Zapfen angedreht. Wie ich jetzt aber in die Schnecke bohren soll, um den Zapfen hineinzustecken und den Abstand von Schnecke und Zahnrad zu verringern, weiß ich nicht, denn das Bohrfutter im Reitstock kommt über den Schlitten hinweg ja nicht annähernd zur Spannzange.


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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#21 von a-zett , 26.04.2022 17:13

Stand jetzt drehen die Räder frei, aber die hintere Achse hängt in der Luft

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so dass die Lok nach hinten kippt.

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Was mag der Grund dafür sein?


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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#22 von DiRo , 26.04.2022 17:13

Sehr gut Axel, dann hat das jetzt schonmal funtioniert, dass Du das Gewinde für die Motorbefestigung und den Freilauf der 38´er Räder am Gußteil fertig hast.
Die Zwischenwellen habe ich damals von Larry bekommen, jetzt für den neuen GAM musste ich diese nur noch am Wellenstummel auf der Motorseite kürzen.
Könntest Du denn auf der Drehbank bohren? Die Schneckenseite in einer Spannzange aufnehmen, ca. 1,5 mm vorm Zahnrad den dicken Schaft durchsägen, in den dicken Schaft zw. Schnecke und Zahnrad eine Bohrung 0,95 mm einbringen und mit 1mm aufreiben. Das abgesägte Zahnrad mit dem 1mm Wellenstummel in die Passung einkleben und am Zahnrad einen neuen Stummel drehen. Die Idee mit dem geschmälerten Zahnrad hatte ich damals zuerst, Basis war die Zwischenwelle einer BR58.
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Beim Aufspannen für die neue Gewindebohrung hatte ich noch ein paar Probleme mehr, da ich ja nicht im Bereich der Räder und Zylindergruppen spannen konnte.
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Aber die Hürde ist geschafft und ich kann mich nun der Detaillierung widmen.
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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#23 von DiRo , 26.04.2022 17:17

Hi Axel,
das Fahrwerk der BR39 ist da gleiche der BR41.
Bei diesen Fahrwerken hat M nicht wie sonst die erste und die letzte Achse auf der Schiene stehen, sondern nur 2.te und 4.te Achse (von vorne gesehen).
Ob die das damals auf Grund der Kurvenläufigkeit so gemacht haben, keine Ahnung.


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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#24 von a-zett , 26.04.2022 18:05

Traumhafte Steuerung und spannende Bilder, Dirk! Alles viel weniger Pfusch als bei mir.

Wenn alles unverändert BR41 ist, wäre die Ersatzteilbeschaffung nicht so schwierig. Ich wollte aber keine 41er zerlegen, um das herauszufinden.

Es war nicht die Rede davon, in den dickeren Teil der Welle zu bohren, sondern nach dem Absägen direkt an der Schnecke in die Schnecke. Für beides müsste der Reitstock näher zum Futter, aber das lässt der Support ja nicht zu. Der Reitstock mit dem Bohrfutter ist viel zu weit weg. Ich denke, das würde auch nicht klappen, wenn man statt Spannzangen das Bohrfutter nehmen würde, aber ich schätze, dann wird das nicht rund laufen.

Bei mir steht die 4. Kuppelachse eben nicht auf, sondern die hängt in der Luft. Ich muss mir nochmal die Getriebeabdeckung ansehen. An den Achsen kann es ja nicht liegen. Ich habe sowieso vergessen, nicht nur den Zylinderblock der schwarzen Maschine einzuklipsen, sondern auch die roten Steuerungsträger. Ich habe nur an die rote Aufhängung für die Steuerungsträger gedacht.

Die hintere Deichsel ist auch schwierig, weil die Bohrung in einem Auge läuft, das größer ist als der Rest des Gestells. Und dann war da noch, den Ausschlag vorne zu begrenzen.

Hässlich ist auch, dass ich nur nicht brünierte 38er Räder bekommen habe und dass man jetzt so sehr den Spurkranz sieht. Eigentlich liegt der Umlauf ja jetzt zu hoch.


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RE: Dampflokomotive P10 (BR39)

#25 von DiRo , 26.04.2022 18:30

Nur das wir nicht aneinander vorbeireden: Die 1.te Kuppelachse liegt nicht auf der Schiene auf, ebenso wenig wie die 3.te. (von vorne gesehen, Motor hinten).
Es gab mal die Chance, den brünierten Radsatz der BR38 (die mit Detailsteuerung) einzeln bei M zu bekommen, dann hat jedoch die mittlere Achse einen Vierkant.


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