Besitzer der Märklin BR58-Modell kennen vermutlich das Problem: Sobald man das Modell eine halbwegs glaubwürdige Anhängelast ziehen lässt, nimmt es spätestens in der Steigung die Pfoten hoch und die erste Kuppelachse entgleist. An der Lok-Tender-Deichsel kann man ja nichts ändern, aber das Problem wird auch dadurch befördert, dass die 5. Kuppelachse höhenflexibel gelagert ist und sich das Modell über die 4., mit Haftreifen versehenen Kuppelachse noch oben schraubt. Ich habe daher die Federn der 5. Kuppelachse entnommen und in die entsprechenden Bohrungen ca. 3,4 mm lange Stifte eingesetzt. Dadurch dreht die Achse immer noch frei, ist nun aber in der Höhe fixiert und somit kann die Lok vorne nicht mehr hochsteigen. Ich habe Kunststoff-Stifte genommen - Messing wäre sicherlich geeigneter und dauerhafter, aber dafür fehlt mir leider das Feinmechanikwerkzeug. Eine relevante Zugkraftminderung konnte ich nicht feststellen. Zumal das Modell ja auch noch auf der 2. Kuppelachse Haftreifen hat. Immerhin: Auf diese Weise zieht mein Modell nun auch 40 Achsen über meine ca. 2%ige Steigung ohne zu entgleisen.
Btw.: Wer diesbezüglich vielleicht noch bessere Tipps hat oder ein besseren Workaround kennt, lasse mich bitte das gerne wissen. Liebe Grüße.
Hallo Friedrich, Danke für Deinen Beitrag. Ich habe genau das gleiche Problem mit der Lok. Sobald Last am Tender anhängt, entgleist die Lok in manchen Kurven, Steigungen und an manchen Weichen. Echt nervig! Werde das von Dir Beschriebene mal testen und hoffe, dass ich passende Stäbchen als Ersatz für die Federn finde. Viele Grüße Stefan
Gruß Stefan _______________________________ Märklin H0 Analog- und Digitalbahner
Hallo, ich habe das gestern mit den Stäbchen statt den Federn in der Märklin BR58/ 37589 auf der 5. Kuppelachse probiert, leider ohne Erfolg. Hatte sogar teilweise den Effekt, dass die Lok danach an Steigungen durchdrehte und nichts mehr zog.
Man kann das Problem der Lok sehr schön simulieren, wenn man am Tender der Lok etwas nach hinten zieht, die erste Kuppelachse der Lok hebt sich dann vorne an der Lok hoch und so kommt es zu den Entgleisungen. Ist ja irgendwie eine Fehlkonstruktion. Die erste Kuppelachse müsste eigentlich federnd gelagert sein und durch die Federn auf die Gleise gedrückt werden. Ich bin da aktuell ziemlich ratlos, die Lok macht so keinen Spaß.
Gruß Stefan _______________________________ Märklin H0 Analog- und Digitalbahner
Hallo Stefan, ich denke hier kommt es auf den 1/10 mm an. Da hilft wohl nur mit der Länge variieren. Wenn die Stütze zu lang ist, entlastest du die 4. Achse mit den Haftreifen -> Traktionsprobleme. Schönen Gruß Maik
Zitat von CSinus im Beitrag #4Hallo,ich habe das gestern mit den Stäbchen statt den Federn in der Märklin BR58/ 37589 auf der 5. Kuppelachse probiert, leider ohne Erfolg. Hatte sogar teilweise den Effekt, dass die Lok danach an Steigungen durchdrehte und nichts mehr zog.
Genau, wie mobaz schon schrieb, sind die Stäbchen dann einen Hauch zu lang. Aber nur vorsichtig kürzen; etwas zu viel und Lok steigt wieder über 1. Kuppelachse aus. Und, ja, die Lok ist diesbezüglich eine Fehlkonstruktion und mir ist völlig unverständlich, wie das bei Tests im Hause Märklin nicht auffallen konnte. Aber leider ist das Modell auch schön, und daher lohnt sich für mich der Aufwand. Liebe Grüße, Friedrich
warum behält man einen solchen Murks und schickt ihn nicht zum Hersteller zurück? Diese Inkonsequenz bestätigt den Hersteller doch, dass - in meinen Augen - Schrott sich gut verkaufen lässt! Lerneffekt beim Hersteller also gleich null! Und dann beschweren wir uns andererseits über nachlassende Märklin-Qualität, haha!
Hallo, der Fehler liegt m.E. nicht im Fahrwerk sondern in der zu hoch liegenden Lok-Tender-Kupplung auf Höhe des Führerhausbodens und den resultierenden Hebelverhältnissen. Wäre die Verbindung nicht da sondern auf Höhe des vorbildgerechten Kuppelkastens oder wie mit dem alten Z-Haken noch weiter unten, dann wären die Hebelverhältnisse anders und das würde wesentlich weniger auftreten. Dann sollte man auch noch die Federkraft der Vorlaufachse prüfen, denn die trägt auch ggf. zu stark zur Entlastung der ersten Kuppelachse bei. Die eigentliche Ursache sind aber die Haftreifen, die eine übermäßige Zugkrat realisieren. Und Haftreifen macht man nun mal nicht bzw. nicht gerne auf Achsen, die über Kuppelstangen angetrieben sind, auch wenn Märklin das bei dem Modell auf der 1. Kuppelachse gemacht hat (damit die auch bei Rückwärtsfahrt richtig zieht).
Friedrich, und lässt du dann mit den 40 Achsen die Lok auf der 2%-Steigung dann auch nur noch mit umgerechnet 15 km/h fahren, denn sie schaffte im Original dann da gerade noch 635 t. Und das wären dann auf Nebenbahn deine etwa 40 Achsen (15 t/Achse). Auf einer Hauptbahn mit 18 t-Achslast wären es schon nur noch 35 Achsen.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Hallo, ich habe vielleicht noch eine einfachere Lösung für das Problem gefunden. Habe die Federn der 1. Kuppelachse in den Bohrungen belassen, dafür jedoch die beiden Federn der 4. Kuppelachse entfernt. Eine dieser Federn habe ich etwas auseinander gezogen, um deren Federkraft/ Federspannung zu erhöhen. Diese aufgeweitete Feder habe ich in das Mittelloch, welches sich unter der 5. Kuppelachse befindet eingesteckt und die 5. Kuppelachse mittig darüber platziert. Dann noch etwas die Federspannung des Vorlaufrads reduziert (ich glaube, dass das aber nicht unbedingt nötig ist). Alles wieder zugeschraubt und Testlauf, siehe da, die Lok entgleist mit Last und normaler mittlerer Geschwindigkeit nicht mehr auf Weichen und Steigungen. Wenn ich die Lok mit einer sehr schnellen Geschwindigkeit fahren lasse, kommt es noch zu den Entgleisungen. Aber so "rasen" tut normal niemand... Bin happy, dass die Lok jetzt endlich läuft.
Gruß Stefan _______________________________ Märklin H0 Analog- und Digitalbahner