Rangieranlage mit 50% Schiene und 50% Straße

#1 von nico224 , 27.09.2022 10:05

Moin Leute!

Ich ziehe bald um und bekomme damit endlich den Platz für eine kleine Anlage im Wohnbereich. In meiner Jugend hatte ich bereits eine Anlage von 5,8qm, welche an Seilen an der Decke der Garage hing. Nun soll es eine kleinere, aber feinere Anlage werden.

Die Anlage stellt eine Nebenbahn in Epoche 5-6 dar, welche mit ca. 3,50 m x 0,70 m eine Rangieranlage ist und zu 50% die Schiene, aber zu 50% auch die Straße berücksichtigen muss. Bei der Schiene ist mir wichtig, dass große Radien und schlanke C-Gleis-Weichen verwendet werden. Die Straße dient der Ausfahrmöglichkeit meiner RC-Mikromodelle, also es soll z.B. ein Straßensystem wie eine 8 darstellen, wo man also kleine und große Runden drehen kann. Für den Spezialbetrieb von Radlader, Bagger, Kran und Co soll als Schnittstelle zwischen Schiene und Straße eine Kieskuhle mit Falns-Entladerampe und Silo-Beladung geben, so dass ich den Zug ohne händisches Zutun be- und entladen kann. Als kleine Schmankerl möchte ich Förderbänder und eine Fahrzeug- sowie eine Gleiswaage verbauen. Zudem soll ein Offroad-Gelände Spielspaß für Allrad-Fahrzeuge bringen.

1. Titel
Ja keine Ahnung, ist erstmal nebensächlich.

2. Spurweite & Gleissystem
H0 mit C-Gleis

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon

Ich habe derzeit leider keine Bilder. Den Raum habe ich noch nicht vermessen, das Augenmaß sagt aber ziemlich präzise 3,50 m x 2,xx m. Damit wird geplant, notfalls muss der Plan adaptiert werden, was aber aufgrund der Planung in gewissem Rahmen kein Problem ist. Rechts schließt "ums Eck" ein Fiddle Yard an, so dass dort nicht bis auf den letzten Zentimeter Gleise liegen.

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Es ist ein langgezogenes Rechteck an einer Wand entlang, ums Eck dann der Fiddle Yard.

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
Es geht an einer Wand entlang, also 3,50 m x 0,70 m und rechts etwas ums Eck, wo ich auf schätzungsweise 0,50 m x 1,50 m einen Fiddle Yard aufbauen werde.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn

Sowohl als auch - Es soll eine realistisch aussehende Spielbahn werden, d.h. der Fokus liegt auf Spielmöglichkeiten. Das besondere ist die Kombination aus Schiene und Straße, da ich auch einige RC-Fahrzeuge im H0-Maßstab besitze, so dass ich die Schnittstellen zwischen beidem suche und aufbauen möchte, also: Kieskuhle und Ladestraße.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Nebenbahn, einspurig.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Ich möchte nur die schlanken Weichen verbauen, da nur diese in meinen Augen gut aussehen. Ich weiß, dass das platztechnisch ziemlich einschränkt, aber wenn es kein schönes Fahrbild ist, macht es mir keinen Spaß. Dementsprechend wird auch bei den Kurven auf möglichst große Radien gesetzt. In meinem jetzigen Plan ist ein mini-Stück R2, durch die schlanke Bogenweiche etwas R3 und sonst nur R5 und R9 eingeplant.

4.4 Maximale Steigung
möglichst Flach, aber viel Steigung und lange Zuglängen sind eh nicht geplant.

4.5 Maximale Zugslänge
Also ich sag mal, mit 1,20 m wäre das schon sehr lang. Ich setze, wie gesagt, auf Nebenbahn und damit eher auf kurze Züge.

4.6 Anlagenhöhe der Hauptebene
Die Anlagenhöhe über Normal-Null-Zimmerboden ergibt sich aus dem Unterbau. Ich möchte mir eine Küchenzeile aus IKEA-Unterschränken (Knoxhult) an der gesamten Wand entlang aufbauen, das gibt eine schöne lange Fläche und mit einer Höhe von 0,91 m ist es sowohl für Steh- als auch für Sitzbetrieb ein guter Kompromiss.

4.7 Anlagentiefe (minimal, maximal)
Durchgehend 0,70 m.

4.8 Eingriffslücken / Servicegang
-

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Fiddle Yard. Mein Ziel sind 4-5 Gleise, wobei an beiden Enden feste Abstellmöglichkeiten für Loks sind. Das erste Gleis wird allerdings als Ganzes verschoben, damit auch ein längerer Wendezug Platz findet.

4.10 Oberleitung ja / nein
Nö, brauch ich nicht. Ich fahre hauptsächlich Dieselloks, und wenn mal eine E-Lok fährt, dann halte ich das gut aus.

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital

Digital mit DCC und ggf. MFX

Ich habe bisher mit der Mobile Station 2 gearbeitet. Da ich die aber echt zum Kotzen finde, und Märklin meines Erachtens die Neulinge eher abstößt als anzieht, kommt diese weg. Ich wollte erst zur ESU ECoS 2.1 greifen, allerdings wirkt die Anlage auf mich etwas veraltet. Daher hole ich mir eine CS3, dazu zum Weichen schalten den ESU Switchpilot 3 Servo, und für die Rückmeldung der Kontaktgleise den Märklin S88 Link (L88).

5.2 Steuern analog oder digital
Weichen und Signale sollen digital gesteuert werden. Ein Automatikbetrieb ist in der Form nicht unbedingt vorgesehen, aber Kontaktgleise werden von vornherein eingebaut. Ein automatisches Anhalten vor Signalen ist nicht vorgesehen.

5.3 PC-Steuerung
Nö.

6. Motive
6.1 Epoche

5-6, mit "Museumsbahn-Ausnahmen" fährt dann aber auch mal alles ab Epoche 1.

6.2 Bahnhofstyp(en)
Ein oder zwei Gleise sollen angedeutet sein als Bahnsteige, ansonsten liegt der Fokus auf Rangierbetrieb und demzufolge eher "dörflichem Industriecharakter".

6.3 Landschaft
Ländlich, es soll viel Wald und Wiese geben.

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Wohnhäuser wird es keine geben, der Fokus liegt auf Kieskuhle, Laderampe und Landschaft.

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
Nö.

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge

Brawa: 212 DB AG, 212 Lokomotion
ESU: 232 Captrain, V60 Aixrail, 218 DB AG
Piko: 132 DR (Museum), 139 Railadventure, 216 o/b (Museum)
Roco: Köf 3 DB AG, 218 Press
Lenz: V36 (Museum)
MäTrix: 185 DB AG/Green Cargo, Class 66 Lineas, eine alte 216 in orientrot, Br. 65 DB (Museum), Br. 50 Kabinentender DB (Museum)

Wagen: Diverse Falns, Eanos, Flachwagen, sowas halt. Die beiden 218er fahren mit n-Wagen von Piko (TRI-Design für die Press) und ESU (Rotlinge für die ESU 218)

Eigenbau: Mikromodelle, also voll proportional RC-gesteuerte Straßenfahrzeuge (von hinten links nach vorne rechts auf dem Bild):
1x Racetruck Atego
1x Daf 900 mit offener Ladefläche und abnehmbarer Plane
1x Scania R Schwerlastzug, derzeit in Reparatur
1x Audi A1 als Offroad-Fahrzeug (aber ohne Allrad)
1x DAF XF Sattelzugmaschine mit versch. Aufliegern
1x Volvo L350F Radlader
1x Scania R mit Kofferaufbau als Gigaliner
1x Mercedes-Benz Antos 6x4 als Sattelzugmaschine mit versch. Aufliegern
1x Kirovets K700A mit Allrad
...sowie einige weitere Modelle im Bau.

Bilder:









7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
Habe mich mal versucht. Das Problem ist, dass ich mir in beide Richtungen sowohl mit Straße als auch mit Schiene den Übergang zu anderen Modulen offen halten möchte. Die gibt es noch nicht, aber dadurch, dass ich ab und an auf Messen ausstelle kann es passieren, dass sich das auch mal vergrößert. Achja, deswegen ist das ganze auch als Modulanlage zu verstehen, d.h. die Weichen sollten nicht auf den Übergängen platziert sein, ich plane die 3,50m auf 3x 1,15m aufzuteilen.

Die Straße ist auf dem folgenden Bild gelb dargestellt.





7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Sowohl als auch.

7.4 Budget
Erstmal Nebensache, das meiste Zeug habe ich. Die Steuerung wird noch eingekauft und danach bleibt primär nur noch das Holz zu kaufen.

7.5 Zeitplan
Solang es halt braucht!

8. Anhänge
Vorhandene Pläne (Wintrack, SCARM) als Datei anhängen




---
So, ich hoffe, das hat geholfen, um einen Überblick zu geben. An sich bin ich mit meinem Gleisplan zufrieden, aber viele Augen sehen mehr als 2 und ich bin schon ziemlich aus der Übung.


Beste Grüße,
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RE: Rangieranlage mit 50% Schiene und 50% Straße

#2 von iwii , 27.09.2022 10:20

Hast du schon mal durchgespielt, wie du die einzelnen Gleise erreichen willst? Was ich zudem versuchen würde, ist das Ausziehgleis mit in die Landschaft zu integrieren, da man dort im Betrieb letztlich am meisten hinschauen wird - d.h. zwischen letzte Weiche und FY soviel Strecke, dass dort mindestens eine Lok mit ein oder zwei Wagen Platz hat.

Gruss, iwii



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RE: Rangieranlage mit 50% Schiene und 50% Straße

#3 von nico224 , 28.09.2022 09:18

Hallo Iwii,

danke dir. Ja, um die einzelnen Gleise zu erreichen muss ich fast immer in den Fiddle Yard zurückstoßen. Das ist nicht optimal, aber unter den Platzverhältnissen habe ich halt nicht viele andere (mir in den Sinn kommende) Möglichkeiten. Denkbar wäre, wie du schon sagst, das erste Fiddle Yard-Gleis etwas abzuheben, indem es landschaftlich gestaltet wird und vielleicht einen eigenen Hintergrund bekommt, so dass die anderen Gleise verdeckt sind. Eine Verkürzung des FY ist nur bedingt machbar, da ein N-Wagen-Zug mit Lok und 3 Wagen schon 1,20 m braucht. Da ist nach vorne und hinten kaum Spielraum für eine Verkürzung.

Wo ich auch noch Probleme habe, ist, wo zum Beispiel Signale hin kommen müssten.

Nico


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RE: Rangieranlage mit 50% Schiene und 50% Straße

#4 von nico224 , 25.10.2022 10:18

Moin Leute,

nach einer Vermessung des Arbeitszimmers hat sich ein verfügbarer Raum von dieser Größe ergeben:
220cm x 292cm als U, mit 70cm Anlagentiefe (damit bleibt in der Mitte ein 150x150cm großer Freiraum. Das ist leider recht spärlich, und bietet die Problematik, dass der Bahnhof in die Kurve gelegt werden muss. Das ist sehr ungeschickt...

Ich habe mich mal versucht, bin aber irgendwie unzufrieden, ohne es recht in Worte fassen zu können. Der Plan basiert abermals darauf, dass ich beim Rangieren in den Fiddle Yard zurück stoßen muss, aber anders geht es wahrscheinlich auf dem Platz nicht. Ein Stück Freistrecke wäre schon schön gewesen...

Die Prämisse bleibt aber weiterhin: Möglichst große Radien und schlanke Weichen. Dazu Rangieren mit Telexkupplungen und realistische Straßen für die RC-Fahrzeuge.

Habt ihr bessere Ideen?








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RE: Rangieranlage mit 50% Schiene und 50% Straße

#5 von nico224 , 28.10.2022 08:41

Moininger,

habe nochmals ein wenig weiter gegrübelt. Unter der Annahme, dass ich den Fiddle Yard in eine Ebene darunter bauen kann, und am unteren Flügel von 70 auf 100 cm in der Breite gehe, könnte ich mir solch einen Plan vorstellen:








Beste Grüße,
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