In dem Typenprogramm der DRG Mitte der 30er Jahre nahm der 410 PS/302 kW-Triebwagen eine zentrale Rolle ein. Diese Triebwagen waren mit einer größeren Höchstgeschwindigkeit gegenüber den bisherigen Fahrzeugen der 300 PS/220 kW-Klasse für den beschleunigten Verkehr auf Hauptbahnen, ebenso aber auch für den Vorortsverkehr vorgesehen.
Das Vorbild für den Triebwagen ET 81 lieferte 1934 die Waggonfabrik Wismar in Form von drei diesel-elektrische Triebwagen als VT 137 028 - 030 aus. Diese sollten als Baumuster im weiteren das Erscheinungsbild der künftigen VT- bzw.ET-Triebwagen der 410 PS/302 kW-Leichtbautriebwagen bei der DRG bestimmen. Da der bereits begonnene Triebwagen VT 137 031 erst am Anfang der Montagearbeiten stand, konnte mit betriebsbedingten Änderungen bereits 1935/36 ein Baumuster des Triebwagen ET 81 geliefert und als ET 81 01 in das Nummernschema der DRG eingereiht werden. Der Elektro-Triebwagen ET 81 war für das schlesische Netz der RBD Breslau mit den Schwerpunkten in Breslau, Hirschberg, Görlitz und Oppeln (für später geplant) vorgesehen und sollte im beschleunigten Eilzugdienst die lokbespannten Eilzüge ersetzen. Stationiert wurde der Triebwagen im Bw Breslau-Freiburger Bf.
Das geschweißte Untergestell des Triebwagens entstand aus zwei durchgehenden Längsträgern mit je zwei aufgesetzten Z-Profilen, den kastenförmig ausgebildeten Drehzapfen sowie Bremszylinderträger, Kopfstücken und Fußbodenträger. Die Kopfstücken tragen die Hülsenpuffer sowie eine Schraubenkupplung.
Der geschweißten Wagenkästen entsprach in Aufbau und Aufteilung weitgehend dem Skizzenblatt "BC4ivT-32a", aus einem Profilstahlgerippe mit Stahlbeblechung. Bis zur Fensterbrüstung in 2 mm, darüber sowie an den Stirnwänden in 1,5 mm sowie im Dachbereich in 1 mm Stärke. Geliefert wurden das Fahrzeug mit einer umlaufenden Rahmenschürze. Die Einstiegsräume waren an den Fahrzeugenden angeordnet, entsprechend wurden die Fahrzeuge mit den Zusatz "Eilzugwagen-Grundriß" bezeichnet. Zwischen den Einstiegsräumen lagen die beiden Fahrgasträume der 3. Klasse sowie durch Abort und elektrischem Schaltraum abgetrennt ein Fahrgastraum der 2. Klasse.
Über dem Antriebsdrehgestell war die Elektrokammer mit Hauptschalter und Schützen sowie der Führerstand 1. Am anderen Ende war der Gepäckraum mit Führerstand 2 angeordnet. Die Elektrokammer verfügte an jeder Fahrzeugseite über eine einflügelige Tür, der Gepäckraum über eine zweiflügelige Ladetür.
Der beiden Fahrmotore, von BBC/AEG, waren als Tatzlager-Motoren im Triebdrehgestell untergebracht. Die Hilfsaggregate, wie Luftpresser und die Batterien waren in separaten Rahmengestellen unter dem Wagenboden angeordnet. Das Fahrzeug verfügte über RZM-Vielfachsteuerung, die Fahrten von einem Steuerwagen oder mit zwei Triebwageneinheiten ermöglichte.
Der, nach der Auslieferung im Bw Breslau-Freiburger Bf stationierte Triebwagen wurde bereits zu Kriegsbeginn 1939 abgestellt. Der Triebwagen wurde im Hbf Breslau als Aufenthaltsraum für Rangierpersonal, im Winter als Transformator für die Weichenheizungen bzw. als Vorheizaggregat verwendet. 1945 wurde der Triebwagen stark beschädigt und 1947 ausgemustert. Sein weiterer Verbleib ist unbekannt. Ein späterer Serienbau der Baureihe ET 81 unterblieb, da zunächst weder in Ost- noch West-Deutschland die Elektrifizierung der Bahnstrecken als ausreichend angesehen wurde.
(So hätte die Geschichte des ET 81 01 sein können, wenn ...)
Das Fahrwerk bekommt NEM-Kupplungen ...
Einheitliche Lampen sollen in den Tw (und auch in den ES81) ...
Die neue Belüftung beim ES81 ...
Beim ET wird der "Dachgarten" eingerichtet ...
Fast fertig ... jetzt warte ich nur noch auf die "Einbau-Lampen" für den ET und den ES ...
Herzliche Grüße aus dem "Aw Bonn" am Rand der Bundesstadt Bonn Wolfgang _______________________________
Du bringst mich vielleicht auf Gedanken... Ich habe hier auch noch einen PIko BR 185 herumliegen. Ich überlege nur, ob man den noch "modernisieren" könnte, zwei große Scheiben und keine Tür in den Fronten. Aber die Änderung wäre viel Aufwand. Warum hast Du die Lampen geändert? So ganz in Oxidrot wäre er auch hübsch.
Von einer Komplattlackierung habe ich abgesehen, denn die Fenstereinsätze sitzen bei mir zu fest. Also habe ich erstmal das Dach lackiert und werde den Rest auf DRG ummodeln. Was es für ein ET wird, weiß ich noch nicht... Mal schauen, wenn die Gassner-Beschriftung hier ist, was ich da zusammenstückeln kann, vielleicht ein ET 51?
Nochmals Danke für die Inspiration.
Gruß Roland
Angefügte Bilder:
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