Green Hills Railway in N - Planung

#1 von jli69 , 23.02.2023 20:50

Hallo zusammen,

nachdem das Projekt „Sonnenwalde zur Kaiserzeit“ nun Geschichte ist, ist es an der Zeit, über das Folgeprojekt zu berichten. Während ich über Sonnenwalde im Wesentlichen nach Abschluss Bauaktivitäten berichtet habe, wird es diesmal fast eine „Live-Berichterstattung“ sein. Die Veröffentlichung der Beiträge ist abhängig vom Baufortschritt und von meiner Motivation, Fortschritte zu erreichen. Aber erstmal etwas Theorie.

Hatte ich im ersten Beitrag zu Sonnenwalde noch von mir als bekennendem Kreisfahrer berichtet, so hat sich dies seit Mai 2022 grundlegend geändert, als ich mit meinem Bruder mit seiner Spur-Z-Anlage (s. EK 7/2022) nach nordamerikanischem Vorbild beim Internationalen Spur-Z-Treffen teilgenommen habe. An den beiden Ausstellungstagen war ausgiebiges Rangieren nach Wagenkartensystem angesagt. Ich habe gelernt, dass mir Rangieren durchaus Spaß macht, wenn ich mir die Rangieraufträge nicht selbst ausdenken muss, sondern Rangieraufgaben vorgegeben sind, die ich abzuarbeiten habe. Dazu gehören natürlich betriebssichere Fahrzeuge mit ebensolchen Kupplungen.

Planungen mit den bekannten Rangierspielen „Timesaver“ und „Inglenook“ befriedigten nicht, weil es an Vorbildtreue mangelt. Also wieder alles auf Anfang und nochmal in einem Artikel von Lance Mindheim nachgelesen: Entscheidend ist nicht die Anzahl der Weichen und Gleise, sondern die Glaubhaftigkeit eines Transportsystems. Nun entstand ein kleiner Bahnhof, der aus einem eingleisigen Fiddleyard angefahren wird. Hauptumschlagsgut ist Getreide, das in entsprechenden Silos für die Bahnverladung gesammelt wird. Dafür werden sogenannte Covered Hopper genutzt. Um auch andere Wagenbauarten einsetzen zu könnten, verfügt dieser Bahnhof über ein Übergabegleis (Interchange) zu einer anderen Bahngesellschaft, deren Strecke im linken Bereich mit einer typischen niveaugleichen Kreuzung angedeutet ist. Im rechten Anlagenbereich wird es vor der Kulisse Andeutungen eines Tanklagers und eines Team Tracks (vergleichbar mit einer öffentlichen Ladestraße) oder Warehouses (Lagerhauses) geben.

Die Bedienung der Ladestellen wird über ein Wagenkartensystem vorgegeben. Dazu habe ich bereits Wagenumläufe erarbeitet. Auf Ausstellungen soll ein automatischer Betrieb möglich sein. Dass dann die Loks nicht umgesetzt werden können, sondern ihre Wagen in den Fiddleyard schieben, nehme ich in Kauf. Allerdings gibt es nichts, was es nicht gibt, wie Recherchen bei YouTube zeigten. Geschobene Züge sind genauso selbstverständlich wie die Bespannung von 2 Wagen mit 3 Loks.

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Da mir die gleiche Fläche wie für Sonnenwalde zur Verfügung steht, muss sie diesmal anders genutzt werden. Das neue Projekt entsteht auf drei Segmenten von 80 x 16 cm Grundfläche, die zusammengebaut eine Länge von 240 cm ergeben. Ein spontaner Fahrbetrieb ist nicht möglich, dafür sind die Segmente sehr handlich, und die Gleise werden in großzügigen Radien verlegt. Mittels Stellproben auf dem ausgedruckten Gleisplan wurden die Platzverhältnisse überprüft und die Machbarkeit bestätigt.

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Parallel zum Gleisplan entstand auch die Story für das Projekt. Wir befinden uns in der kanadischen Provinz Sasketchewan, die maßgeblich vom Getreideanbau geprägt ist. Als Anfang der 2000er-Jahre die großen Bahngesellschaften riesige Getreideverladungen (Zwar nicht Kanada, aber imposant: https://youtu.be/_nk7h04imzY) an ihren Hauptstrecken errichteten, nahte das Aus für zahlreiche Nebenbahnen (Branchlines, Subdivisions). Damit der Güterverkehr in der Fläche erhalten blieb, übernahmen zum Teil Shortlines diese Strecken. Diese Shortlines bedienen auch die wenigen verbliebenden Getreidesilos.

Bei den Shortlines findet sich ein bunter Fuhrpark, bestehend aus gleasten oder von anderen Gesellschaften übernommenen Loks. Zum Teil fuhren die Loks noch in den Farben ihrer Vorgängergesellschaft. Es wurden lediglich die Logos mehr oder weniger elegant überlackiert.

In Anlehnung an die Great Sandills Railway (https://gsrail.net/about-great-sandhills-railway/history/) heißt meine Shortline „Green Hills Railway“. Der aktuelle Fuhrpark besteht aus 2 Loks, die von der CP überlassen worden sind und noch mit der Lackierung der CP fahren.

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Dieses Video von der Great Western Railway gibt einen guten Eindruck von Eisenbahn und Landschaft: https://youtu.be/DmrnHLr5MdY

Dieses Projekt ist nicht mein erstes nach nordamerikanischem Vorbild. Mir hatten es schon immer die Grain Elevatoren aus Holz angetan, die ab Ende des 19. Jahrhunderts in großer Zahl gebaut worden sind. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden diese Bauwerke durch Silos in Metall- und Betonbauweise erweitert oder auch ersetzt. Endlich ist ein Projekt gefunden, für das ich diese Bauwerke einsetzen kann. Bild_1, Bild_2

Auf diesen Bildern ist auch der bis in die 2000er Jahre für Kanada typische Cylindrical Covered Hopper für den Getreidetransport zu sehen, die ich auch schon immer haben und natürlich auch einsetzen wollte. Mittlerweile stehen davon 8 Fahrzeuge in unterschiedlichen Farbvarianten in meiner Vitrine.

Ein großer Pluspunkt der NMRA-Normen gegenüber dem NEM ist das feinere Rad-Schiene-System mit niedrigen Spurkränzen und niedrigen Schienenprofilen in der Großserienfertigung, was zu einem wesentlich besseren Eindruck der Gleise führt. Sobald die bestellten Atlas-Code 55-Gleise eingetroffen sind, werde ich Bilder davon zeigen – auch im Vergleich zu Peco und Fleischmann.

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Hinsichtlich der Kupplungen profitieren Modelle nach nordamerikanischen Vorbildern von dem einfachen Kupplungssystem des Vorbildes mit Klauenkupplungen, die sich bis zum Maßstab 1:220 zierlich und funktionstüchtig realisieren lassen. Das kommt dem Gesamteindruck der Fahrzeuge sehr zugute. Bei Sonnenwalde hat es mich etwas gestört, dass ich die Fahrzeuge zum Entkuppeln anheben muss. Das ist nun nicht mehr der Fall. Entkuppelt wird mit Hilfe eines Schaschlikspießes, mit dem die Kupplungsköpfe aufgehebelt werden.

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Da ich auch schon immer mit einem langsam laufenden ALCO-Diesel geliebäugelt habe, bot sich jetzt die Gelegenheit ein entsprechendes Modell mit Sound zu beschaffen. Ein positiver Nebeneffekt ist der Zwang zu niedrigen Geschwindigkeiten, weil Motorengeräusch und Geschwindigkeit insbesondere in der Beschleunigungsphase in engem Zusammenhang stehen. Bei vorbildgerechter Dekoderkonfiguration muss die Beschleunigungsphase rechtzeitig beendet werden, um noch vor einem Hindernis anhalten zu können. So gerate ich nicht in Versuchung zu rasen.

Soviel zu meinen Gedanken und Planungen, weiter geht’s dann mit Beiträgen zum Baufortschritt. Das Paket mit den Gleisen ist hoffentlich bald unterwegs…


Viele Grüße
Jörg

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RE: Green Hill Railway in N - Planung

#2 von prof_falken , 23.02.2023 22:10

Hallo Jörg,

sehr schönes Projekt, ich bin ein großer Fan von Shelf Switching Layouts und dicken Ami-Dieseln. Und Cylindrical Hoppers. Die sehen wirklich sehr cool aus.

Das mit dem zurück schieben passt schon so. Ken Olsen, der Erbauer des wunderbaren Dawson Station Layouts hat Videos vom Betrieb von seinem Vorbild auf Youtube. Da sieht man, dass der Zug zum Sägewerk auch geschoben wird, und das über mehrere Meilen. Dafür wurde im Video sogar ein Caboose mitgeführt - und das Video dürfte aus den ersten 2000er Jahren stammen.

https://www.youtube.com/watch?v=IHkL9q6T...hannel=KenOlsen

Zitat
Ein spontaner Fahrbetrieb ist nicht möglich



Das ist mein einziger Kritikpunkt an deinem Entwurf. Also, je nachdem wie schnell die Anlage zusammengebaut ist, würde ich darauf achten, dass auf einem der Module zumindest einfacher Rangierbetrieb möglich ist, also ein Slot, bei dem der Waggon ausgetauscht wird. Dazu braucht es ein Ausziehgleis ind er Länge von zwei Waggons und der Lokomotive. Ich sehe das beim mittleren Modul als möglich an, wenn man die Weichen ein wenig verschiebt oder das mittlere Modul ein wenig länger macht, wenn das eine Option ist.

Wenn die Anlage aber in wenigen Minuten zusammengebaut ist, halb so schlimm. Aber ich bin ein großér Fan davon, dass man zumindest etwas machen kann, ohne dass man vorher was auf- und nachher abbauen muss.

Wa sich noch empfehlen kann: eine Doppelladestelle einplanen. Eine Industrie, die sowohl ein Wareneingangs- als auch ein Ausgangslager hat. Dann hat man neben Zustellen und Abholen noch ein drittes Rangiermanöver, das man durchführen kann: den entladenen Wagen vom Eingangslager zum Ausgangslager rangieren. Ich hab das bei meinem - noch ungestalteten - Shelf Layout so vorgesehen. (Mehr dazu findest du hier: Das 2-4-7 Shelf Layout - Ein realistisches Rangierspiel? Eure Meinung ist gefragt!)

Ansonsten freu ich mich aber schon auf Bauberichte und Bilder von der fertigen Anlage.


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RE: Green Hill Railway in N - Planung

#3 von prof_falken , 23.02.2023 22:18

Und was mich auch interessieren würde: wie stellst du dir den automatischen Betrieb auf Ausstellungen vor? Was soll da genau passieren? Weil automatisiertes Rangieren halte ich schon in H0 für gewagt, dass da das (Ent)kuppeln zuverlässig funktioniert.


 
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RE: Green Hill Railway in N - Planung

#4 von Meickel , 23.02.2023 23:16

Hallo Jörg, oder sollte ich lieber sagen Hallo Herr Nachbar ?
Habe mit Begeisterung Dein Projekt Sonnenwalde verfolgt.
Ich bin aber auch seit einiger Zeit auf dem Amerikanischen Rangiertrip, und habe mir diverse Gleispläne erstellt, nur mit der Umsetzung komme ich aus Diversen Gründen nicht so recht voran.
Wie dem auch sei, ich hab zwei Module mit je 75cm x 22,5cm auf denen ich immer wieder die Gleislage verändere und Versuche das entkuppeln mit Magneten im Gleisbett zu Perfektionieren.
Erste Erkenntnis daraus ist : Neodym Magnete eignen sich nicht so sehr, bessere Ergebnisse habe ich mit Dapol Magneten erzielt.
Zweite Erkenntnis ist : Die Wagen müssen schwerer werden, also mit Blei zurüsten.
Warum schreibe ich das ? Ich find es schade das Du diese Möglichkeit der Entkupplung nicht mit in Betracht ziehst, sondern lieber mit der Hand und einem Schaschlikspieß kuppeln willst.
Noch ein Wort zu den Gleisen, Atlas c55 sieht absolut super aus, und ist für US Bahnen optisch gesehen natürlich das beste. Leider läßt die Verarbeitung bei den Weichen schon manchmal zu wünschen übrig.
So, nun wünsch ich uns allen die Deinen Faden hier verfolgen viel Spaß bei der Umsetzung Deines neuen Projekts.
Ich bleib hier jedenfalls am Ball.
LG Meickel


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RE: Green Hill Railway in N - Planung

#5 von Gelöschtes Mitglied , 24.02.2023 01:31

Hallo Jörg,

da bin ich mal gespannt wie sich das entwickelt, interessantes Thema.

Ich habe ja alle Grainelevators zw. Winnipeg und Edmonton live gesehen, da 1990 an allen vorbeigeradelt.
Hier mal eine typische Anordnung aus dieser Zeit, da gab es noch viele dieser Holzbauten
https://www.mosi62.de/wp-content/uploads...da-1990-046.jpg
Falls du noch ne Szenerie für die Anlagenkante brauchst, so sah es manchmal dahinter aus,
https://www.mosi62.de/wp-content/uploads...da-1990-045.jpg

Viel Spaß beim basteln, werde auch das hier mal im Auge behalten

Gruß Uwe


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RE: Green Hills Railway in N - Planung

#6 von jli69 , 25.02.2023 17:41

Hallo zusammen,

danke für eure positiven Rückmeldungen! Ich werde einfach mal nacheinander auf die Fragen und Anregungen eingehen.

Spontaner Fahrbetrieb

Nun, diesem Umstand habe ich beizeiten vorgebeugt. Bereits im letzten Spätsommer habe ich die Teststrecke über meiner Werkbank so umgebaut, dass ich dort etwas rangieren kann. Die Aufgaben werden mit Hilfe einer Switch List (Excel) zufällig ermittelt.

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Zitat von prof_falken im Beitrag #2
Eingangslager zum Ausgangslager

Das hatte ich überlegt. Allerdings sind die Platzverhältnisse so beengt, dass ich mit den geschilderten Möglichkeiten begnügen muss, um etwas Großzügigkeit zu erreichen. Als Ersatz dafür dient mir die Lage zweier Ladestellen im rechten Bereich vor der Kulisse. Wenn ich das Tanklager bedienen muss, sind ggf. Wagen vom Warehouse (oder Teamtrack) zuvor wegzustellen.

Zitat von prof_falken im Beitrag #3
wie stellst du dir den automatischen Betrieb auf Ausstellungen vor?

In diesem Fall wird nicht rangiert. Der Zug wird aus dem Fiddleyard gezogen und zu Getreideverladung in das Stumpgleis geschoben. Zurück geht's in umgekehrter Abfolge. Kupplungsmanöver sind nicht vorgesehen. Eine zweite Garnitur kann vom Fiddleyard aus das Warehouse (oder Teamtrack) bedienen. Auch in diesem Fall wird der Fahrzeugverband nicht getrennt. Es geht lediglich darum, den Bediener für eine gewisse Zeit zu entlasten und dem Publikum trotzdem einen Fahrbetrieb zu bieten. Die letzte Ausstellung hat gezeigt, dass 8 Stunden Modellbahnspielen nicht ohne Hilfe durchzuhalten sind.

Zitat von Meickel im Beitrag #4
Ich find es schade das Du diese Möglichkeit der Entkupplung nicht mit in Betracht ziehst, sondern lieber mit der Hand und einem Schaschlikspieß kuppeln willst.

Ursprünglich hatte ich den Plan, mit Magneten zu entkuppeln. Allerdings habe ich es nicht mal geschafft, unter Laborbedingungen ein funktionierendes System aufzubauen. Recherchen in Foren führten immer wieder zu dem Ergebnis "Ja, da geht, wenn alle Komponenten genauestens justiert sind. Aber betriebssicherer ist die Holzspießmethode." Mit dieser Methode haben wir auch 2 Tage in Altenbeken auf der Z-Anlage meines Bruders entkuppelt, so dass ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. Betriebssicherheit srteht bei mir an erster Stelle.

Positive Nebeneffekte: Erstens kann ich an jeder Stelle der Anlage entkuppeln und muss mir im Voraus keine Gedanke über die sinnvollen Entkupplungsstellen machen. Zum Zweiten kann ich auf die Entkupplungshörner an den Kupplungen verzichten und diese abkneifen.

Meine Wagen müssen aus einem anderen Grund schwerer werden. Ich habe insbesondere bei Wagen mit Metallradsätzen den Effekt beobachtet, dass der letzte Wagen des Zuges immer hin- und herzuckelt. Ursache sind bestimmt die gefederten Kupplungen.

Zitat von mosi62 im Beitrag #5
Ich habe ja alle Grainelevators zw. Winnipeg und Edmonton live gesehen, da 1990 an allen vorbeigeradelt.

Ich habe mir eine Bildersammlung auf Pinterest angelegt. Während es von Grainelevatoren unendlich viel Bildmaterial gibt, ist das bei anderen Ladestellen leider nicht so.


Viele Grüße
Jörg

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zuletzt bearbeitet 08.10.2023 | Top

RE: Green Hill Railway in N - Planung

#7 von Meickel , 26.02.2023 01:25

Hallo,

Zitat von jli69 im Beitrag #6
Ich habe insbesondere bei Wagen mit Metallradsätzen den Effekt beobachtet, dass der letzte Wagen des Zuges immer hin- und herzuckelt. Ursache sind bestimmt die gefederten Kupplungen.

Das kann man mit etwas Getriebefett oder Vaseline in den Kupplungfedern abstellen.
LG Meickel


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Green Hills Railway in N - Masse und Gleise

#8 von jli69 , 27.02.2023 19:16

Hallo zusammen,

weil die Gleise noch auf sich warten ließen, habe ich begonnen, die Cylindrical Hopper zu beschweren, um damit das unschöne Hin- und Herzucken des letzten Wagens im gezogenen Zug zu vermeiden. Durch Versuche habe ich eine notwendige "Zuladung" von 10 g ermittelt. Die beiden Schrauben bringen es auf ca. 18 g. Eingeklebt wurden sie mit Ponal express.

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Heute kamen die Gleise an! Da mussten schnell mal Weichen ausgelegt werden.

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Hier noch zwei Bilder, die die von mir bisher verwendeten Gleise zeigen. Atlas, Micro Engineering (ME), Peco, Fleischmann. Vom Atlas-Gleis habe ich noch kein Reststück, so dass eine Weiche für die Fotos herhalten musste. Es ist aber gut zu erkennen, dass die europäischen Fabrikate sehr grobschlächtig daherkommen. Ich hätte gern Flexgleis von ME verwendet, allerdings ist das im Moment in Deutschland nicht zu bekommen. Dann wäre der Schienenkopf 0,6 mm statt 0,7 mm breit.

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Zitat von Meickel im Beitrag #4
Noch ein Wort zu den Gleisen, Atlas c55 sieht absolut super aus, und ist für US Bahnen optisch gesehen natürlich das beste. Leider läßt die Verarbeitung bei den Weichen schon manchmal zu wünschen übrig.


Ich habe eine Zungenschiene nachbearbeitet, weil sie in der Aussparung der Backenschiene gehakt hat. Auf meiner zweiten US-Anlage hatte ich bereits zwei Atlas-#5-Weichen verbaut. Die haben mir im Gegensatz zur ME-Weiche keine Probleme bereitet. Hoffen wir mal das Beste.


Viele Grüße
Jörg

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zuletzt bearbeitet 08.10.2023 | Top

Green Hills Railway in N - Gleisbau

#9 von jli69 , 27.03.2023 19:02

Hallo zusammen,

kurz nach meinem letzten Beitrag brachte der Postbote die Gleise, so dass der Gleisbau unverzüglich starten konnte. Die Techniken sind bei Sonnenwalde beschrieben worden. Auf eine Korkbettung, die einen Bettungskörper andeutet, habe ich diesmal verzichtet, weil ich keine freie Strecke nachbilden kann, wo er eine Wirkung entfalten könnte. Sollte ich Gräben andeuten wollen oder müssen, kann ich dies aus der Korkunterlage herausarbeiten.

Zuvor noch einmal einen Schritt zurück. Die Segmente werden mittels M5-Schrauben verbunden. Diese werden durch Messingrohre mit einem Außendurchmesser von 6 mm und einem Innendurchmesser von 5 mm geführt. Die Messingrohre sitzen per Klemmung in 6 mm-Bohrungen in den verstärkten Stirnwänden. Diese Verbindung ist nahezu spielfrei. Weil die Segmente in einer definierten Reihenfolge zusammenzufügen sind, bedurfte es keiner Lehre, um die Bohrungen in die Strinseiten einzubringen. Ich habe jeweils zwei Segmentkästen mit Hilfe von Schraubzwingen justiert und dann mit einem Akkuschrauber freihand durchgebohrt. Dieses Vorgehen hatte sich bereits bei vergangenen Projekten bewährt.

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Auch hier habe ich Gleise zu Baugruppen zusammengelötet. Die Gelenke der Weichenzungen habe ich verlötet, um keine Kontaktprobleme zu bekommen. Nachdem alle Gleise verlegt waren, wurde alle Metallschienenverbinder verlötet.

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Bei den Probefahrten musste ich leider feststellen, dass die Kunstoffherzstücke der Kreuzung zu Kontaktschwierigkeiten mit meinen beiden Maschinen führten. In das zu benutzende Gleis habe ich Bronzestreifen eingelötet, auf die die Sprukränze auflaufen können. Glücklicherweise ließ sich die Kreuzung ohne Schaden ausbauen... Einen Strang der Kreuzug habe ich gekürzt, um das auf die Kulisse zuführende Gleisstück besser anfertigen und einbauen zu können.

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Auch die Gleisübergänge von einem Segment auf ein anderes Segement entstehen nach einer bewährten Methode. Am Lötzinn darf man in diesem Falle nicht sparen... Fehlende Schwellen werden später ergänzt.

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Endlich konnte ich die realen Platzverhältnisse testen.

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In das Gleis des Fiddleyards habe ich mir eine "Eingleishilfe" eingebaut. Die Kunststoffstreifen sorgen dafür, dass sich die Drehgestelle selbstständig ausrichten.

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Ein Alu-Profil 15x 15 mm sorgt dafür, dass Fahrzeuge nicht abstürzen können.

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Derzeit bin ich dabei, die Gleise einzufärben. Das ist eine müheselige Arbeit, weil ich in meiner Bastelecke leider keine Airbrush nutzen kann. So bleibt nur die Alternative, in mindestens vier Durchgängen einen deckenden Farbauftrag auf den Schienenprofilen zu erzielen. Dazu benutze ich Abtönfarbe für Wandfarben. Auch das hat sich schon bei anderen Projekten bewährt.


Viele Grüße
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Green Hills Railway in N - Schottern

#10 von jli69 , 16.04.2023 18:25

Hallo zusammen,

die Gleise sind mittlerweile eingfärbt und gereinigt, so dass ich mit dem Schottern beginnen konnte.

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Für die Grobreinigung habe ich ein Stück Holz benutzt. Von Schleifklötzen etc. halte ich nicht viel, weil damit immer Riefen auf der Lauffläche erzeugt werden, in denen sich Schmutz sammeln kann. Für die Feinreinigung verwende ich Isopropanol und ein Tuch.

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Die von mir verwendeten Schotterarten:

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Beide Sorten habe ich in einer Flasche 1:1 gemischt. Das Ergbnis - hier bereits verklebt - überzeugt mich:

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Meine Technik:

  1. Ich lasse den Schotter aus einer Filmdose seitlich vom Schienenprofil auf die Schwellenenden rieseln.
  2. Mit einem weichen Pinsel wird der Schotter aus dem Schienprofil und von den Oberflächen der Schwellenenden "gefegt".
  3. Der Vorgang wird auf der anderen Seite wiederholt.
  4. Jetzt wird nur soviel Schotter in die Gleismitte gestreut, dass sich überschüssiges Material leicht mit dem Pinsel von den Schwellen und aus den Schienenprofilen in die Schwellenzwischenräume kehren lässt. Hier gilt das Motto "Lieber zu wenig als zuviel!". Nachschottern kann ich immer noch.
  5. Der Schotter wird jetzt mit entspanntem Wasser (Spüli) gut durchnässt. Dazu dient mir eine ausgediente Pumpsprayflasche aus dem Kosmetikbereich. Dieser Arbeitsgang verhindert, dass der Schotter aufschwimmt, was der Fall wäre, wenn er in trockenen Zustand mit Kleber beträufelt würde.
  6. Mit einer Pipette wird der Schotterkleber aufgeträufelt.
  7. Geschottert wird in mehreren Durchgängen, damit ich das Ergebnis besser kontrollieren kann. Im Moment bin ich im ersten Durchgang...

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Noch ein paar Worte zum Schotterkleber. Ich habe früher auch ein Wasser-Weißleim-Gemisch benutzt und mich immer wieder geärgert, dass der Schotter deutlich nachgedunkelt ist. Andererseits waren mir die sogenannten "Schotterkleber" deutlich zu teuer. Bevor ich meine Teststrecke einschottern wollte, habe ich noch einmal ausführlich im www recherchiert und einen tollen Tipp gefunden: Latex-Bindemittel mit Wasser etwa 1:4 verdünnt ist die Lösung! Der Unterschied zwischen nicht verklebtem und verklebtem Schotter ist kaum wahrnehmbar. Es wurde auch davon berichtet, dass diese Art der Verklebung keine Schallbrücke zum Untergrund bilden soll. Das mag sein, habe ich aber nicht getestet.

Auf der rechten Hälfte des oberen Gleises ist der Schotter verklebt, sonst ist er noch lose (und nicht weggefegt).

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Parallel zu den Schotterarbeiten kümmere ich mich um eine Hintergrundkulisse. Das erweist sich als nicht so einfach, weil es keine passenden Fertigkulissen gibt. In etwa so sollte die Landschaft aussehen: https://www.flickr.com/photos/66869919@N04/11017821593/. Hat jemand von euch einen Tipp? Danke im voraus!


Viele Grüße
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RE: Green Hill Railway in N - Schottern

#11 von Lio , 16.04.2023 19:19

Hallo Jörg,

vielen Dank für deinen Bericht. Ich mache es mit dem Schottern genauso. Zwischen den Schienen kommt bei mir der Zeigefinger zum Einsatz, der schafft es auch gut, evtl. zuviel eingestreuten Schotter "weiterzutragen".

Auch ich bin vom Leim-Spülmittel-Gemisch abgekommen, hauptsächlich aus Faulheit, da immer wieder was anmischen zu müssen (ich hatte leider seeeeehr viel zu schottern). Verwendet habe ich - zufällig auch von baufan - Tiefengrund, welchen ich gar nicht mehr verdünnen musste. Also das ideale Faulenzermittel.

Entspannt habe ich das Wasser mit einem Netzmittel (Mirasol 2000 - falls das jemand nachschlägt: war damals nicht so teuer), den Tipp hatte ich mal gelesen und ich kam gut damit zurecht.

Bin - wegen Sonnenwalde - gespannt auf den Fortgang, auch wenn amerikanische Motive nicht so mein Ding sind, aber sicher hast du wieder interessante Tipps auf Lager.


Viele Grüße
Frank


N - Hauptanlage Lichterfelde-Ost: https://photos.app.goo.gl/Q7As0aIKCf1MZ5Ep1
N - Zweitanlage Bad Carlsfeld: https://photos.app.goo.gl/NzKCCWhT5fEJwGvq5


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RE: Green Hill Railway in N - Schottern

#12 von AlexanderJesse , 16.04.2023 21:04

Warum den Hintergrund nicht selbst malen?


Gruss
Alexander
===========================================
Eine richtige Lokomotive macht "Tschuff-Tschuff"


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Green Hills Railway in N - Ausbau der Kreuzung

#13 von jli69 , 27.06.2023 19:37

Hallo zusammen,

familiäre Verpflichtungen und die Unlust nach 8 Stunden PC-Arbeit, weitere Zeit an dieser Maschine zu verbringen, sorgten dafür, dass ich erst heute wieder schreibe. Jetzt ist aber einiges passiert, das es aufzuarbeiten gilt.

Bei Probefahrten hat sich herausgestellt, dass auch die überarbeitete Kreuzung nicht betriebssicher ist. Dieser Umstand würde dauerhaft für Ärger sorgen und musste beseitigt werden! Also wurde die Kreuzung kurzerhand ausgebaut. Die kreuzende Strecke wurde aus Rentabilitätsgründen stillgelegt. Allerdings ist außerhalb der Anlage der untere Streckenast weiter in Betrieb so dass das Übergabegleis (Interchange) seine Daseinsberechtigung behält. Die erste Operating Session auf dem komplett aufgebauten Arrangement hat die Richtigkeit dieser Maßnahme bestätigt.

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An der Rückwand habe ich mir Fächer geschaffen, um nicht eingesetzte Fahrzeuge ablegen zu können. Auf den Bildern nicht zu sehen sind die Alu-Winkel als Absturzsicherung.

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Viele Grüße
Jörg

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Green Hills Railway in N - Hintergrund

#14 von jli69 , 27.06.2023 20:08

Zwischenzeitlich wurde auch ein Hintergrund beschafft. Nach längerer Recherche bin ich beim Modellbahning gelandet (https://modellbahning.de/hochwertige-modellbahn-hintergruende/). Meine Anfrage nach einem passenden Hintergrund (Motiv und Maße) wurde umgehend mit einer Motivauswahl beantwortet. Der Hintergrund kam sehr gut verpackt bei mir an. Zugegeben, der Preis war ein Vielfaches der Produkte bekannter Großserienfabrikanten. Aber

  • Das Motiv stimmt.
  • Die Druckqualität ist super.
  • Das Trägermaterial ist ein widerstandsfähiges Vlies, das sich sehr gut verarbeiten lässt.
  • Da das Vließ selbstklebend ist, entfällt der Einsatz von Leim. Es besteht keine Gefahr, dass der Hintergrund dauerhaft verunreinigt wird.

Ich bin mit der Investition durchaus glücklich. Gerade Anlagen mit geringer Tiefe benötigen einen sehr guten Hintergrund, damit eine ausreichende Tiefenwirkung erzielt wird.

Damit die Höhe des Hintergrundes besser zum Vordergrund passt, musste ich 2,5 cm an der Unterseite abschneiden.

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Der Rand wird durch Alu-Winkel verdeckt, die im Bereich der Segementstöße die Funktion einen Obergurtes übernehmen und die Anlage an der Oberseite "zusammenziehen". Das Ganze ist natürlich spielfrei gebaut. Die Bohrungen der Schrauben sind mit Messinghülsen ausgebuchst worden, damit kein Holz abgetragen werden kann, wenn die Schrauben durch die Holzwand gesteckt werden.

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Mockups verschaffen einen Eindruck vom späteren Grain Elevator.

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Der Probebetrieb hat mich mit meinem Sohn ca. 2 Stunden beschäftigt, in denen wir nicht mehr als 4 Bedienfahrten abwickeln konnten. Die Langsamkeit der Lokbewegungen, gepaart mit recht langen Wegen und der Notwendigkeit diverser Rangiermanöver sorgen für abwechlungsreichen Spielspaß. Insofern wurde die Notwendigkeit einer intensiven Planungsphase, ausgehend vom Zweck des darzustellenden Bahnbetriebs, bestätigt.


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Jörg

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Green Hills Railway in N - Landschaftsbau

#15 von jli69 , 27.06.2023 20:25

Da vor dem letzten Wochenende mein Drucker ausgefallen ist, konnte ich mich nicht weiter mit dem Grain Elevator befassen, weil der Bau eines weiteren Mockups nicht möglich war. Das war die Gelegenheit, auf dem linken Segment mit dem Landschaftsbau zu beginnen.

Zuerst wird der Untergrund mit Abtönfarbe (Sahara, Dunkelbraun, Schwarz, Weiß) gestrichen. Beim nächsten Mal vor dem Schottern...

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Darauf kommt eine Schicht aus mit Kreidestaub eingefärbtem Chinchilla-Badesand, bevor das Ganze mit feinen Flocken (Woodland Green Blend Turf) und gröberen Flocken bedeckt wird.

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Erhebungen habe ich mit Sandspachtel vorbereitet.

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Am nächsten Tage habe ich mir die Flocken-Landschaft angeschaut. So konnte das nicht bleiben! Aus dem Sonnenwalde-Projekt hatte ich noch selbst gemachte Grasmatten übrig. In meditativer Tätigkeit habe ich Stück für Stück auf die Flocken geklebt. Dank der Flocken ergibt sich keine brettebene Oberfläche.

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Im Vordergrund ist noch die Flocken-Landschaft zu erahnen.

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Der Wagen müsste noch patiniert werden...

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RE: Green Hill Railway in N - Landschaftsbau

#16 von Roman24 , 27.06.2023 23:26

Schöne Modulanlage mit tollem Thema


Mfg Roman


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RE: Green Hill Railway in N - Landschaftsbau

#17 von homo mibanicus , 28.06.2023 09:30

Schöne Begrünung mit dieser Grasmattenresten


Viele Grüsse aus Holland,
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Green Hills Railway in N - Grain Elevatoren

#18 von jli69 , 30.07.2023 18:10

Hallo zusammen,

da mir wieder ein funktionsfähiger Drucker zru Verfügung steht, konnte ich endlich die Zeichnungen für die Grain Elevatoren ausdrucken, um daraus noch einmal Mockups zu bauen. Der neuralgische Punkt ist der Übergang des auf den Silos verlaufenden Laufsteges in den Elevator. Da die Silos den Fixpunkt bilden, musste ich den Elevator so skalieren, dass alles zueinander passt.

Diese Mockups aus Papier sind die Grundlage für die Umsetzung als Kunststoffrohbau.

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Der Übergang des Lauf- und Versorgungssteges passt jetzt.

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Das Ensemble im Rohbauzustand. Dem kleinen Elevator fehlen noch die Seitenwände.

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Die Bretterverkleidungen der Seitenwände entstanden aus selbstklebenden Strukturfolien von Redutex (160LM113). Ich habe ein neutrales Grau gewählt, weil mir das als gute Basis für eine weitere Farbgebung erschien. Das Material trägt 0,5 mm auf die Wandstärke auf. Der Kunststoffkorpus musste also etwas kleiner als die Papiermockups ausfallen.

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Die Stücke erhielten etwas Übermaß und werden nach dem Aufkleben mit einem Skalpell auf Maß gebracht. Die Fensteröffnungen in den Kunststoffwänden werden überklebt.

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Mit einem Skalpell werden die Fensteröffnungen ausgeschnitten.

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Nach dem Aufkleben der Wandverstärkungen sieht das Getreidelager seinem Vorbild schon sehr ähnlich.

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Alle Wände sind mit Bretterimitation beklebt.

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Im nächsten Schritt werden die Metallsilos fertiggestellt.


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Green Hills Railway in N - Grain Elevatoren

#19 von jli69 , 03.10.2023 18:42

Hallo zusammen,

nach der Urlaubszeit und ein paar anderen Verpflichtungen konnte ich die Elevatoren fertigstellen. Mittlerweile sind sie auf der Anlage fixiert, so dass ich heute mit der Gestaltung des Umfeldes beginnen konnte. Dazu später mehr.

Nachdem ich die Metallsilos fertiggebaut hatte, kam die Detaillierung der Elevatoren an die Reihe. Aus Messingrohr und Isolierschlauch entstand die Befülleinrichtung. Für die Stabilisierung sorgt eine Konstruktion aus einem Ms-Winkelprofil und Ms-Draht.

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Der große Elevator steht etwas weiter vom Gleis entfernt. Die Beladeeinrichtung endet hier an einem Portal aus Ms-Profilen. Die gesamte Messingkonstruktion wurde zu einer Baugruppe verlötet, so dass ich sie für die folgenden Arbeitsschritte abnehmen und zur Seite legen konnte.

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Das Lager erhielt einen Dachaufbau, in dem die Leitung vom Elevator endet.

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Früher wurde das Getreide in Boxcars transportiert. Aus dieser Zeit stammen die Schiebetüren und die klappbaren Rampen. Die Beladerohre führten damals direkt auf der Giebelwand bis oberhalb der Schiebetüren. Von der Rampe aus konnte der Boxcar durch die Seitentüren beladen werden. Einsetzbare Holzwände in den Türöffnungen verhinderten, dass Getreide herausrieselte. Schiebtüren und Rampen entstanden aus Kunststoff.

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Zeit für die Dachgestaltung. Nach den positiven Erfahrungen mit den Wandverkleidungen habe ich hier wieder zu Redutex gegriffen, diesmal schon patiniert. Das Ergebnis kann auch hier überzeugen! Damit die Dächer nicht zu eintönig wirken, habe ich die Dachflächen des weißen Elevators grau angemalt.

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Nachdem die Beschriftungen angebracht worden sind, stand eine abschließende Stellprobe an.

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Green Hills Railway in N

#20 von jli69 , 08.10.2023 16:52

Hallo zusammen,

nach und nach wächst die Landschaft um die Elevatoren. Die Bilder zeigen nicht mehr den aktuellen Stand. Es kommen eben immer wieder ein Grasbüschel oder ein paar Flocken hinzu...

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Green Hills Railway in N

#21 von jli69 , 12.10.2023 18:30

Hallo zusammen,

in Vorbereitung auf die Teilnahme an der ersten Ausstellung habe ich an den Strinseiten Absturzsicherungen aus transparentem Kunststoff angeschraubt.

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Um den Übergang zwischen dem linken und mittleren Segment anzugleichen, mussten beide Segement miteinander verschraubt werden. Die Gelegenheit, um den am letzten Wochenende erreichten Arbeitsstand einzufangen. Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

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#22 von jli69 , 12.10.2023 18:35

Hallo zusammen,

da auch die Teilnahme an Ausstellungen geplant ist, habe ich Sweat-Shirts bedrucken lassen, die ich heute abholen konnte.

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Besten Dank an DrDruck!


Viele Grüße
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RE: Green Hills Railway in N

#23 von Gelöschtes Mitglied , 12.10.2023 23:29

Hallo Jörg,

sieht schön größzügig aus, auch wenn das Hintergrundbild, selbst wenn es wirklich die Rockys sein sollten, für mich nicht wirklich dazu passt
Die Präries sind für mich weites Land, 1000 Kilometer Weizenfelder bis zum Horizont...........

Das ungleichmäßige schottern ist wohl beabsichtigt, oder ist das alles "verlorenes" Ladegut ?
Auf jeden Fall viel Spaß bei der Ausstellung, wo wird das denn sein?? Friedrichshafen ?? da könnte ich mir das ja mal live angucken

Gruß Uwe


zuletzt bearbeitet 12.10.2023 23:30 | Top

RE: Green Hills Railway in N

#24 von Railbuzzer , 13.10.2023 15:01

Hallo,

...der Meinung von Uwe kann ich mich nicht anschließen. Ich finde, der Hintergrund passt. Die Great Plains haben ja auch Ränder.

Hier ein Originalbild aus Alberta, Canada....

Quelle: https://www.vmcdn.ca/f/files/okotokstoda...-8116.jpg;w=960

Besonders gelungen finde ich auch den Übergang von layout zu backdrop....

Greetings, Gert


Zur Rio Chama & Northern Railroad Company (in diesem Forum) geht es hier:

Rio Chama im Netz: http://www.riochama.de - mit vielen Fotos


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RE: Green Hills Railway in N

#25 von jli69 , 13.10.2023 18:00

Hallo Uwe, hallo Gert,

ja, so unterschiedlich sind die Meinungen und Geschmäcker. Ich wollte eigentlich auch keine Berge auf dem Hintergrund haben (s. Beitrag weiter oben), allerdings passte das gewählte Motiv farblich und von der Perspektive her am besten zu meiner Anlage. Die Decals für die Elevatoren ("Alberta Wheat Pool") verschieben meine Anlage klar nach Alberta. Da das Angebot in beiden Fällen nicht unendlich groß ist, muss man ein bisschen flexibel sein...


Viele Grüße
Jörg

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