mein RAm TEE hat seit einigen Tagen leider den Dienst quittiert. Eine Demontage des Motorwagens hat folgendes Fehlerbild ergeben:
- Der Motor dreht einwandfrei. - Die Schnecken in beiden Drehgestellen treiben die Zahnräder in den Getrieben richtig an. - In beiden Drehgestellen erfolgt keine Übertragung des Drehmoments von der Motorwelle auf die Schnecke - (Das die Halteklammer der Schnecke (auf dem Foto nicht gezeigt) für die Funktion des Getriebes erforderlich ist, ist mir klar...)
Mir ist nicht klar, wie die Drehmomentübertragung hier realisiert wurde. Die Schnecke steckt einfach auf einer glatten Metallwelle und weder an der Schnecke noch an dieser Welle befinden sich irgendwelche Elemente, die eine formschlüssige Kraftübertragung erlauben würden.
Kennt jemand dieses Problem vom 39706 oder von ähnlichen Konstruktionen? Kann man hier selbst Abhilfe schaffen?
Man sieht doch, dass die Schnecke im linken Kunststoff der Welle fest sitzen sollte. Irgendetwas gerissen? Ausserdem ist da wohl etwas viel Dreck (Perserteppich?) im Getriebe. Gründlich reinigen.
- In beiden Drehgestellen erfolgt keine Übertragung des Drehmoments von der Motorwelle auf die Schnecke
...
Die Schnecke steckt einfach auf einer glatten Metallwelle und weder an der Schnecke noch an dieser Welle befinden sich irgendwelche Elemente, die eine formschlüssige Kraftübertragung erlauben würden.
Wenn ich Dich richtig verstehe hast Du Dir die Frage doch selbst beantwortet. Hebe mal vorsichtig die Schnecke mit samt der Kardanwelle aus dem Lager und teste ob Du das gegeneinander verdrehen kannst. Wahrscheinlich "Ja".
Wenn das der Fall ist dann trenne die Beiden und entferne mal alles an Öl, Fett und Schmutz. (und Haare) Normalerweise muss diese Verbindung eine gewisse Haftreibung aufweisen. (Ich persönlich würde die gereinigten Teile mit einem viertel Tropfen Sekundenkleber wieder zusammen bauen)
Dann das Treibgestell zerlegen und reinigen. (Das sollte auch nicht soo ölig und haarig sein.)
Vielleicht hilfts.
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
wenn man die Teilenummer auf der Märklinseite eingibt und sich die Explosionszeichnung anschaut, sieht man doch direkt wie die Kraftübertragung vom Motor auf die Wellen eigentlich aussehen müsste....
Ja, man kann die Schnecke leicht gegen den Rest der Welle verdrehen. In Anbetracht des Gesamtgewicht des Zugs glaube ich nicht, dass die Übertragung des Drehmoments nur über Haftreibung erfolgt - sofern die Verbindung zwischen Welle und Schnecke nicht im Neuzustand deutlich fester saß.
Das Drehgestell braucht sicher eine Reinigung - Teppichbahnbetrieb... Das Problem löst dies aber denke ich nicht...
Die Schnecke ist in keiner Form mit den Kunststoffteilen an der Welle verbunden; Abbrüche kann ich an den Bauteilen nicht finden. Die Explosionszeichnung hilft hier auch nicht.
das obere Teil kannst Du noch weiter zerlegen. Vorsicht beim Abnehmen der Messinglager (Kugeln). Ich hatte bei einem ähnlichen Antrieb zwichen Messingkugel und Schnecke jeweils eine hauchdünne transparente Unterlegscheibe. Reinige die Sachen so das sie völlig frei von Schmiermitteln sind (auch die Öffnung IN der Welle).
Gruß Huby.
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
Laut Skizze ist die Schnecke ein Teil mit der Aufnahme für die Kupplung zur Welle. Sie dir das einmal genau an, ob da nicht doch etwas gelöst oder gebrochen sein könnte. Ich möchte ungern meinen Zug zerlegen
Aufgrund der Tatsache das ein verstärkter Wellenaufnahmeabschnitt der Kardanschalen in der Produktion Materialkostenmehraufwand im Centbereich erforderte, geh ich da mittlerweile ganz klar von Vorsatz aus. Ne Art von Kundenbindung kann man nämlich auch dadurch erreichen das dieser einem die Hölle heiß macht wenn das Ersatzteil nicht mehr verfügbar ist; oder die Serviceabteilung hat ein Faible für ne masochistische Art der Kommunikation wenn sie vom Kunden zur Sau gemacht wird...
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Ich sehe es auch so daß das Drehgelenk auf der Welle der Schnecke durchrutscht weil sich die eigentlich feste Verbindung gelöst hat - wohl durch Rissbildung im Kunststoff.
Du kannst selber richten indem du dir eine neue Kardanwelle samt Schnecke bestellst. Würde aber von beiden Drehgestellen die Teile tauschen.
Der Zug ist sehr, sehr schwer. Es kommen sehr hohe Kräfte ( schon beim Anfahren) auf diese Teile. Hoffen wir mal das es bei dir ein Ausreißer ist und die Teile nicht zu schwach ausgelegt sind...
Zitat von X2000 im Beitrag #12Gut, dass sie den Northlander auflegen. So dürfte wenigstens das Ersatzteil lieferbar sein. Onkel Wang läßt grüßen.
Seit fast 20 Jahren platzen solche Konstruktionen- egal bei welchem Hersteller. Lernen die nicht aus Fehlern?
Bei all den Modellen, die nur in der Vitrine stehen, platzt nix. Und die wenigen, die fahren, werden im Schadensfall repariert. Für den Hersteller die billigste Lösung.
Zitat von X2000 im Beitrag #12Gut, dass sie den Northlander auflegen. So dürfte wenigstens das Ersatzteil lieferbar sein. Onkel Wang läßt grüßen.
Seit fast 20 Jahren platzen solche Konstruktionen- egal bei welchem Hersteller. Lernen die nicht aus Fehlern?
Bei all den Modellen, die nur in der Vitrine stehen, platzt nix. Und die wenigen, die fahren, werden im Schadensfall repariert. Für den Hersteller die billigste Lösung.
Falsch! Bei mir ist genau das passiert bei einer Brawa-Lok (Ritzel auf den Achsen). Die Lok war über lange Zeit im Original-Karton gelagert, und hat dann beim ersten Einsatz "gehoppelt". Die Ursache waren eben aufgeplatzte Plastik-Ritzel. Die Lok hatte zu dem Zeitpunkt keine 2 Betriebsstunden auf dem Buckel...
Zitat von X2000 im Beitrag #12Gut, dass sie den Northlander auflegen. So dürfte wenigstens das Ersatzteil lieferbar sein. Onkel Wang läßt grüßen.
Seit fast 20 Jahren platzen solche Konstruktionen- egal bei welchem Hersteller. Lernen die nicht aus Fehlern?
Bei all den Modellen, die nur in der Vitrine stehen, platzt nix. Und die wenigen, die fahren, werden im Schadensfall repariert. Für den Hersteller die billigste Lösung.
Hi,
Beide Aussagen stimmen nicht:
Es gibt Modelle, deren (Kunststoff) Zahnräder Plätzen auch in der Schachtel oder Vitrine, und gerade für diese Modelle gibt es keine Ersatzteile (z.B. Köf oder die ÖBB 1142).
Um Hilfestellung zuvor zu kommen - ich weiß, in Polen gibt es Ersatz für die Zahnräder - in Messing. Ist auch schon entsprechend verbaut.
vielen Dank für die vielen Antworten; ich komme leider erst jetzt dazu, noch einmal den aktuellen Stand aufzuschreiben.
In einigen Kommentaren war die Rede von einem Riss in den Plastikteilen an der Wellenbaugruppe. Links ist die Metallwelle in das Teil des Kardangelenks eingespritzt (orangener Pfeil). Diese Verbindung ist ok, d.h. das Drehmoment wird auf die Metallwelle übertragen. Die Schnecke sitzt allerdings lose auf der metallischen Welle (blauer Pfeil) - hier erfolgt keine Übertragung des Drehmoments und die Schnecke lässt sich lose auf der Welle verschieben. Auch eine gründliche Reinigung ändert daran nichts.
Ich vermute, dass hier mal eine engere Passung vorgesehen war, die im Laufe des Betriebs durch die Welle "aufgerieben" wurde.
Wie auch immer, da die Wellenbaugruppe 25 € kostet und davon 2 Stück (+ ggf. Reserve) erforderlich sind, da beide Drehgestelle betroffen sind, habe ich bei Märklin um ein Rücksendeticket gebeten, damit die Reparatur im Rahmen der Garantie erfolgt. Leider regt sich seit dem 28.11. in Göppingen niemand.
vielen Dank für die vielen Antworten; ich komme leider erst jetzt dazu, noch einmal den aktuellen Stand aufzuschreiben.
In einigen Kommentaren war die Rede von einem Riss in den Plastikteilen an der Wellenbaugruppe. Links ist die Metallwelle in das Teil des Kardangelenks eingespritzt (orangener Pfeil). Diese Verbindung ist ok, d.h. das Drehmoment wird auf die Metallwelle übertragen. Die Schnecke sitzt allerdings lose auf der metallischen Welle (blauer Pfeil) - hier erfolgt keine Übertragung des Drehmoments und die Schnecke lässt sich lose auf der Welle verschieben. Auch eine gründliche Reinigung ändert daran nichts.
Ich vermute, dass hier mal eine engere Passung vorgesehen war, die im Laufe des Betriebs durch die Welle "aufgerieben" wurde.
Wie auch immer, da die Wellenbaugruppe 25 € kostet und davon 2 Stück (+ ggf. Reserve) erforderlich sind, da beide Drehgestelle betroffen sind, habe ich bei Märklin um ein Rücksendeticket gebeten, damit die Reparatur im Rahmen der Garantie erfolgt. Leider regt sich seit dem 28.11. in Göppingen niemand.
VG,
TEE
Moin, Märklin scheint im Moment etwas überlastet zu sein. heute kam bei mir ein Schreiben an für einen Teperatureingang vom 16.11. Lg ingo
Ich bin nicht so wie mich andere gerne hätten Alle reden von Lärm an Bahnstrecken.... ICH mache ihn!!!! MIST 4,42,47,DoIt
vielen Dank für die vielen Antworten; ich komme leider erst jetzt dazu, noch einmal den aktuellen Stand aufzuschreiben.
Wie auch immer, da die Wellenbaugruppe 25 € kostet und davon 2 Stück (+ ggf. Reserve) erforderlich sind, da beide Drehgestelle betroffen sind, habe ich bei Märklin um ein Rücksendeticket gebeten, damit die Reparatur im Rahmen der Garantie erfolgt. Leider regt sich seit dem 28.11. in Göppingen niemand.
vielen Dank für die vielen Antworten; ich komme leider erst jetzt dazu, noch einmal den aktuellen Stand aufzuschreiben.
In einigen Kommentaren war die Rede von einem Riss in den Plastikteilen an der Wellenbaugruppe. Links ist die Metallwelle in das Teil des Kardangelenks eingespritzt (orangener Pfeil). Diese Verbindung ist ok, d.h. das Drehmoment wird auf die Metallwelle übertragen. Die Schnecke sitzt allerdings lose auf der metallischen Welle (blauer Pfeil) - hier erfolgt keine Übertragung des Drehmoments und die Schnecke lässt sich lose auf der Welle verschieben. Auch eine gründliche Reinigung ändert daran nichts.
Ich vermute, dass hier mal eine engere Passung vorgesehen war, die im Laufe des Betriebs durch die Welle "aufgerieben" wurde.
Wie auch immer, da die Wellenbaugruppe 25 € kostet und davon 2 Stück (+ ggf. Reserve) erforderlich sind, da beide Drehgestelle betroffen sind, habe ich bei Märklin um ein Rücksendeticket gebeten, damit die Reparatur im Rahmen der Garantie erfolgt. Leider regt sich seit dem 28.11. in Göppingen niemand.
VG,
TEE
Hi,
Ich würde die Schnecke auf die Welle kleben, mit speziellen Montageklebern genau für solche Fälle - Welle/Nabe von loctite sollte das korrekte sein.
Die Klebestelle muss allerdings absolut fettfrei sein!
Aber Achtung, die beiden Kugeln dürfen nicht mit festgeklebt werden!
Viele Grüße, Michael
PS: eine Reparatur, die mein Sohn am 20.11 hingeschickt hat, ist gestern (erledigt) zurück gekommen - da kann man nicht meckern!
Wenn man einen Klebeversuch startet bitte folgendes beachten: 1) Lagerkugeln und Kardanmitnehmer unbedingt vorher von der Welle abziehen damit dort keinesfalls Kleber eindringen kann. 2) Welle nach Entfetten im Schneckenlagebereich mit feinem Schleifpapier etwas aufrauhen damit sich der Kleber auch mechanisch an Oberflächenrauhigkeiten verhaken kann. 3) Nach Verkleben und Aushärten eventuelle Kleberreste abseits der Schnecke entfernen bevor man Lagerkugeln und Kardanmitnehmer wieder aufsetzt.
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)