RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#1 von RainbowSix , 11.07.2009 13:02

Hallo,
mein Schwiegervater hat sich für seine kleine Märklin Anlage die Roco E32 gekauft. Das Problem: in den z.T. recht engen Kurven springen die Pantographen neben die Leitung und alles bleibt hängen.
Mit seinen beiden Märklin Eloks E10 und die Rangierlok 3044 passiert das nicht.
Gibt es geeignetere Ersatz Pantographen, evt. etwas breitere, die auf die Roco Lok passen und nicht zu scheußlich aussehen?

Danke schonmal vorab

Volker


Grüße

Volker


 
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#2 von Tim90 , 11.07.2009 14:28

Hallo Volker,

Ich vermute mal dass die Pantos nur im Märklin Industriekreis neben die Oberleitung springen. Dieser Radius ist glaub ich noch keiner als 360 mm
Einen so engen Gleisbogen gibt es im Roco Sortiment nicht und die Lok ist auch nicht dafür ausgelegt. Bei Märklin nimmt man es halt mit der Maßstäblichkeit nicht so genau damit die Loks durch die verflucht engen Radien laufen und die Pantos nicht unter der Oberleitung wegrutschen. Roco setzt halt mehr auf Maßstäblichkeit, und deshalb sind verschiedene Roco-Loks eben nur bedingt auf den Spielbahner-Radien von Märklin einsetzbar. So wie's aussieht gehört die E 32, zum leidwesen deines Schwiegervaters, wohl leider dazu.

Soweit ich weiss gibt es keine breiteren Schleifstücke für die Pantos der E 32. Du könntest evtl. schauen dass du die Pantos der älteren (und z.T. groberen) Roco E 32 findest, die waren glaub ich breiter. Wenn das Dach bei dem neuen, überarbeiteten Modell nicht geändert wurde müssten die alten Pantos eigentlich passen. Märklin hat oder hatte zwar auch mal eine E 32 im Programm, aber ich glaube nicht dass deren Stromabnehmer ohne Bastelarbeiten auf die Roco Lok passen. Du könntest auch noch bei Sommerfeldt nachschauen ob die vielleicht passende, etwas breitere Stromabnehmer im Sortiment haben. Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben dass die Stromabnehmer der neueren Märklin-Altbauelloks von Sommerfeldt zugeliefert werden, die müssten also kompatibel sein. Wenn nichts passt würde ich an deiner Stelle die Pantos unten lassen, denn ich glaube nicht dass die schönen, zierlichen Roco-Stromabnehmer das ''Hängenbleiben'' lange mitmachen.

Gruß
Tim


 
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#3 von Harald , 11.07.2009 17:08

Hallo Volker,

bei der alten Märklin-Oberleitung wurden die Fahrdrähte gebogen, vielleicht kann mir hier etwas korrigieren.

Ansonsten Pantografen unterhalb der Fahrdrahthöhe mit Nylonfaden fixieren (z.B. Anglerschnur !), das ist die sicherste Methode......


Viele Grüße von

Harald


 
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#4 von Udo Nitzsche , 11.07.2009 19:01

Hallo Volker,

ich vermute, Dein Schwiegervater hat bei dem Aufbau der Oberleitung die korrekte Fahrdrahtlage nicht immer eingehalten.

Du hast auch nicht geschrieben, ob es sich um die alte Märklin-Oberleitung handelt, bei der, wie Harald schon richtig schrieb, die Fahrleitung gebogen wurde, oder um ein "moderneres" System (z. B. Märklin neu, Viessmann, Sommerfeldt), bei dem der Fahrdraht im Zickzack verlegt wird.

Wie dem auch sei, nach NEM 201 darf die Seitenabweichung der Fahrleitung von der Gleismitte in H0 maximal 6,5 mm betragen (System "breit" nach Vorbild u. a. der DB). Dazu sollten auch alle Stromabnehmer von Großserienfahrzeugen (nach DB-Vorbild) kompatibel sein.

Verstehe das bitte nicht falsch, ich möchte Deinem Schwiegervater auch keinen Vorwurf machen, wenn er das nicht wusste.

Die alten Märklin-Stromabnehmer (z. B. 721 haben auch ein "überbreites" Schleifstück und sind damit auch etwas unempfindlicher gegen "Bausünden" bei der Fahrdrahtverlegung.


Gruß aus Berlin
Udo

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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#5 von Multi ( gelöscht ) , 11.07.2009 19:43

Hallo,

Zitat von Tim90
Ich vermute mal dass die Pantos nur im Märklin Industriekreis neben die Oberleitung springen. Dieser Radius ist glaub ich noch keiner als 360 mm
Einen so engen Gleisbogen gibt es im Roco Sortiment nicht....


Der 360mm-Radius heißt bei Roco eben deshalb R2 (und nicht R1), weil es den Industriekreisradius mit 250mm Radius ebenfalls gibt: Art.-Nr. 42221.

Gruß Dietmar


Multi

RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#6 von Tim90 , 11.07.2009 19:53

Hallo,

Das war mir nicht bekannt, sorry ops:
Den Industriekreis von Roco habe ich noch nirgends gesehen, auch mein Händler hat diese Gleise nicht vorrätig.
Das ändert aber leider immer noch nichts daran dass die aufgebügelte E 32 sich anscheinend nicht mit so engen Radien verträgt oder, wie Udo geschrieben hat, der Fahrdraht nicht korrekt verlegt wurde.

Gruß
Tim


 
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#7 von Treibstange , 11.07.2009 20:24

Hallo,

ich stimme meinen Vorpostern weitgehend zu. Dass die E10 deines Schwiegervaters "no problem" macht, leuchtet mir ein. Ich geh davon aus, dass es sich um das uralt Modell von M* und um die "alte" Oberleitung von M* handelt.

Sobald man nach Norm die Oberleitung baut, dann sieht man schnell, dass Radien ab ca. 42 cm Probleme bereiten, deshalb hab ich mich sehr schnell entschlossen, keine Radien unter R2 zu bauen. So wie ich das sehe, ist mit der E32 von Roco und auch der von M* ein Oberleitungsbetrieb mit Gleisradien unterhalb R2 einfach nicht machbar. Auch mit der BR E18 z.B. nicht. Wie schon gesagt wurde, die Wippen der Stromabnehmer von M* (721 sind eh schon "überbreit". Sommerfeld hat seine Stromabnehmer nach und nach auch filigraner gestaltet; also dort Abhilfe zu finden, wird wohl Fehlanzeige sein.

Das klingt für deinen Schwiegervater nicht sehr hilfreich, ist aber die Realität.

Ich möchte fast wetten, wenn er die Oberleitungsstücke etwas anders biegt, dann erlebt er, dass der Stromabnehmer der E10 entgleist.
Der Lokkasten der E32 beschreibt eine andere Auslenkung in Kurven als die E10. Udo hat da ja bereits ausführlich dazu Stellung genommen. Ich stimme ihm auch grundsätzlich zu.

Dass dieses Thema hier noch nie auftauchte liegt wohl daran, weil es wenig Leute gibt, die ihre Anlage mit angelegten Stromabnehmer betreiben.


Mfg. Christian
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#8 von RainbowSix , 11.07.2009 20:32

Ich denke, Ihr habt Recht. Bei der Verlegung der (alten) Märklin Oberleitung haben wir auf unseren Anlagen beide improvisiert, weil wir halt verbaut haben, was grade da war. Das hat er nun davon, ichbin davon noch verschont geblieben.

Aber mal schauen, ob man mit Nachbiegen was ändern kann

Danke für Eure Tips und Grüße

Volker


Grüße

Volker


 
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#9 von Treibstange , 11.07.2009 20:39

Hallo Volker,

ich hab mein Posting ergänzt.

Kannst ja mal berichten, ob das Nachbiegen etwas gebracht hat.


Mfg. Christian
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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#10 von Udo Nitzsche , 12.07.2009 11:02

Zitat von Treibstange
Sobald man nach Norm die Oberleitung baut, dann sieht man schnell, dass Radien ab ca. 42 cm Probleme bereiten, deshalb hab ich mich sehr schnell entschlossen, keine Radien unter R2 zu bauen. So wie ich das sehe, ist mit der E32 von Roco und auch der von M* ein Oberleitungsbetrieb mit Gleisradien unterhalb R2 einfach nicht machbar. Auch mit der BR E18 z.B. nicht.



Tut mir leid, aber das stimmt so nicht!

Bei meiner noch komplett mit M-Gleis gebauten Anlage 4 hatte ich Sommerfeldt-Oberleitung im Einsatz und das auch bei Verwendung des 360er-Radius.

Man kann durchaus nach Norm bauen, nur müssen die Mastabstände im Gleisbogen entsprechend angepasst werden. Im Normalkreis mit 5100 (oder 24130 bzw. 2221) kommen dann Fahrdrahtstücke mit 180 mm Länge heraus. Das sieht natürlich nicht so super aus (wie auch der 360er Radius überhaupt - aber damals gab es nichts besseres für M-Bahner), aber es ist grundsätzlich machbar. Man muss eben nur die Geometrie des Polygonzuges im Bogen kapieren!

Ich hatte auch mit den noch wenigen Roco-E-Loks, die es damals für das WS-System gab (E16, E32, 112 - alles die Erstausführungen dieser Loks), keine Probleme mit dem echten Oberleitungsbetrieb (d. h. als weiteren Stromkreis). Auch die damaligen Roco-Loks hatten schon schmalere Schleifstücke auf den Stromabnehmern. Diese Stromabnehmer hatte ich dann wegen der besseren optischen Wirkung auch bei meinem Märklin-Loks nachgerüstet (z. B. E40). Auch meine Oldtimer E44 (3011) und E18 (3023) fuhren mit Roco-Stromabnehmern (Altbauart mit Einfachschleifstück wie bei Rocos E32).

Und bei der alten Märklin-Oberleitung mit gebogenen Fahrdrähten muss jedes Fahrzeug funktionieren, erst recht, wenn der Fahrdraht genau der Gleisachse folgt, denn das liegt auf jeden Fall innerhalb der Norm.

Also Volker, Nachbiegen oder, wenn das nicht geht, weil zu kurz oder zu lang, andere Fahdrahtstücke einsetzen. Es gab doch auch diese verschiebbaren Ausgleichsstücke, mit denen man fast jede beliebige Zwischenlänge darstellen konnte. Über Ebay müssten diese auch noch erhältlich sein.

Das Problem ist lösbar, also nur zu!


Gruß aus Berlin
Udo

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RE: Frage zu Rocos E32 in AC

#11 von patrick_0911 ( gelöscht ) , 12.07.2009 12:15

Hallo,

ich habe auf meiner Anlage überall Oberleitung verlegt (Viessmann), und auch eben genau diese Lok. Mal vorweg den 356mm Radius gibt es auch bei Roco, für diesen Bogen empfiehlt Viessmann den Abstand 165 mm von Mast zu Mast. Es geht.

Nun aber mal zu der Grundsätzlichen Frage, ob alle Eloks grundsätzlich immer unter ein und der selben Leitung laufen. Grundsätzlich, nein. Hier meine Erfahrungen:

E 32 diese Lok nehme ich zum Vermessen der OL her auch wenn ich diese mit der Leere anfertige, es gibt immer wieder Kurven im mm Bereich, und da ist die E32 nun mal besonders anfällig, im übrigen genauso wie die Brawa E73. Auch die Piko E93 und E63 brauchen eine besondere Beachtung, da die Schleifstücke sehr fein sind und schon ganz gerne mal hängen bleiben.

bei einigen Roco Loks liegt es daran, dass wenn man sie mit zwei aufgestellten Bügeln fährt (Epoche 2) drücken sie diese die Fahrleitung zur Seite, bei längeren Fahrdrahtstücken bleibt die Lok dann hängen.

Da hilft es nur die Federn einseitig aus dem Stromabnehmer zu entfernen, weil man das sonst nicht gebacken bekommt.

Bei Oberleitung ist viel Geduld angesagt, auch weil Temperaturschwankungen immer mal wieder etwas Verzug bereiten, man sollte also immer mit der schwierigsten Lok probieren die man im Fahrzeugpark hat, und dazu gehört nun mal die E32, die allerdings DC ohne Lenz mit Power1 nix taugt weil die Stromabnahme eher bescheiden ist und die Zugkraft nun auch nicht gerade der Hammer ist


patrick_0911

   


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