Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!

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Mornsgrans
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Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#1

Beitrag von Mornsgrans » Sa 2. Jul 2016, 21:05

Liebe Stummis,
ich bin in einigen Threads schon nach meinem Anlagen-Thread gefragt worden. Leider musste ich die Frager enttäuschen, da ich meine Moba nicht mehr besitze.

Warum dann dieser Thread?
Ich treibe mich nun seit einigen Monaten im Stummiversum herum, poste auch meine Gedanken und Vorschläge zu verschiedenen Anlagen - manche nennen mich daher auch "Dauernörgler" und sehen in mir einen "Nietenzähler", aber auch ich habe nur mit Wasser gekocht und war mit meinen Arbeitsergebnissen alles andere als zufrieden.

Eine Neuausrichtung auf ein anderes Hobby und zuletzt auch geänderte Lebensumstände veranlassten mich, meine Märklin-Anlage im Jahr 2013 zu verkaufen, nachdem sie in Umzugskartons erst drei Jahre auf dem Speicher und anschließend 20 Jahre in einem wohltemperierten Keller lagerte...

Heute habe ich beim Blättern im meiner Fotosammlung die einzigen Fotos gefunden, die von meiner 1980er Anlage existieren, ich möchte sie Euch nicht vorenthalten.

Ein paar Fakten zur Anlage aus dem Gedächtnis:
Meine Anlage Nr 3 war in O-Form gebaut und maß etwa 4 x 3m, in der Mitte eine ca. 2x0,80m große "Lücke" für den Bediener.
Schattenbahnhöfe gab es keine, dazu reichten weder Gleis- noch Rollmaterial. Es gab jedoch im Tunnel einen Abschnitt, in welchem pro Fahrtrichtung ein Zug geparkt werden konnte. So konnte wenigstens ein Zug komplett im Tunnel verschwinden und an der Tunnelausfahrt tauchte ein anderer auf. Das war schon die ganze Abwechslung.

Der rechte Anlagenteil wurde vom Bahnhof Lindental dominiert. Der Bahnhof verfügte über drei Bahnsteige und war ein Inselbahnhof wie der Bahnhof Bingerbrück. Es gab eine Zufahrtsstraße mit Parkplatz vor dem Bahnhofsgebäude. Davor wiederum lagen ein kleiner Güter- und Verschiebebahnhof, sowie ein BW mit dem 6-ständigen Lokschuppen von Vollmer. Demzufolge durfte die "Krachwanze" - nämlich die Märklin Drehscheibe (mein größter Fehlkauf) - nicht fehlen.

Die Drehscheibe funktionierte zwar gut, aber sie hatte einen dermaßen lauten Motor, dass ich sie spätabends nicht mehr nutzen konnte, ohne meine im Zimmer darüber schlafende Mutter zu wecken.
Warum ein sechs-ständiger Lokschuppen, wenn man gerade soviele Loks besitzt, um alle Stände zu füllen? Weil ich geplant hatte, noch einige Dampfer und rote Dieselloks nebst passenden Waggons zu beschaffen. So wollte ich auch endlich die alten Donnerbüchsen durch Umbauwagen ersetzen aber es reichte nur für zwei Umbauwagen und die Donnerbüchsen blieben auf der Anlage - es kam mir der "Bund" dazwischen.

Die Gleise des Bahnhofs Lindental mündeten in drei Tunnel - rechts die Hauptstrecke mit abzweigender Nebenstrecke und Endbahnhof im Schnee, links ein längeres Ausziehgleis und das Gleis im mittleren Tunnel mündete im Berg in die Hauptstrecke. Nur so ließ sich die Einfahrt in den "Güterbahnhof realisieren.

Die Nebenstrecke "Altenstein" führte in einer Gleiswendel nach oben und endete im linken Anlagenteil am Bahnhof "Altenstein" im Schnee. Diese Strecke befuhr eine 212 mit zwei dreiachsigen Umbauwagen von Rocco und eine BR74 mit vier Donnerbüchsen.
Zur Gestaltung der Winterlandschaft wurden mit einem Gipsüberzug versehene Styroporplatten verwendet. Auch die Dächer wurden mit einer Gipsschicht versehen. Das ganze wurde anschließend mit gesiebter Speisestärke bestreut - was im Nachhinein keine gute Entscheidung war, da nach einem Jahr allerlei Kleingetier (besonders ca. 1mm kleine Käfer) sich daran labte.
Auf jeden Fall erzielte ich einen leichten Glitzereffekt und die Landschaft war "schneeweiß" und nicht "gipsgrau".
Das Schienenmateriel wurde, wie von Bernd Schmied in einem seiner Bücher (allerdings für K-Gleise) angeregt, mit weißer Plakafarbe behandelt. Es gab kaum Rost- und keine Kontaktprobleme.

An Lokomotiven basaß ich eine V200, eine BR38 (P8) mit Wannentender (die jetzt bei meinem Onkel in der Vitrine steht), die oben erwähnte 212 , eine BR01, eine BR74 und noch eine Tenderlok, dessen Baureihe ich nicht mehr weiß. Es war die Märklin 3029.

So und nun die paar Fotos, die ich vorhin abfotogafiert habe (Beschreibung unter den jeweiligen Fotos):


Bild
Islandmoos-Bäume zieren die Landschaft, für etwas (für damalige Verhältnisse) "besseres" fehlte mir das Geld. Aber es reichte wenigstens, um die M-Gleise einzuschottern (lose geschüttet). Am Stellwerk die oben erwähnte Märklin 3029 Tenderlok, zu der ich kein Vorbild kenne. Der DRG-Güterwagen mit Bremserhaus war schon etwas zaghaft gealtert worden.


Bild
Blick über den Lokschuppen auf das Bahnhofsgelände. Links der "Güterbahnhof", in der Mitte ein Personenwagen-Abstellgleis und rechts des Bahnhofgebäudes die Bahnsteige. Dazu die unmaßstäblich riesigen Laternen von Märklin (links des Wasserturms) und Vollmer (am Bahnsteig). Die Stützmauer der Bahnhofszufahrt war mit Faller Stein-Pappe verkleidet. Rechts steht an Gleis 3 ein Zug mit Donnerbüchsen (Märklin 4000) zur Ausfahrt bereit, während die BR74 mit einem Wendezug aus zwei Silberlingen den Bahnhof verlässt.


Bild
Die 212 setzt im Bahnhof Altenstein um. Selbst die Autos vor dem Bahnhof waren verschneit. Sie mussten schon länger so dastehen, da es keine Fahrspuren gab :D
Die Spannvorrichtungen für die Stelldrähte der Weichen stehen zu weit vom Gleis entfernt und "unmotiviert" in der Landschaft herum - und keine Schneeflocke darauf (ich hatte halt kein Auge für derartige Details).
Im Tal rechts sieht man das Dach des Faller 283 Schwarzwald Hauses, daneben blühende Obstbäume. Die Straße aus Schaumgummi ist von der Rolle, und überquert einen Bach, der von einem Wasserfall genährt wird. Der Wasserfall bestand aus transparenter Frischhaltefolie mit Uhu beträufelt und mit Gischt aus weißer Plakafarbe versehen. Leider habe ich kein Foto davon, denn er sah wirklich gut aus - auch für heutige Verhältnisse.
Natürlich durften auch nicht die seinerzeit typischen Flaschenputzerfichten fehlen, die nicht nur diese grauselige Form besaßen, sondern auch viel zu klein waren.
Der steile Berghang entstand aus alten Stofffetzen, die mit Gips bestrichen und farblich behandelt wurden.

Die Felsen wurden aus PU-Schaum (Bauschaum) gebaut:
Eine etwas dickere Wurst Bauschaum im Zickzack auf ein Brett geschäumt und gewartet, bis er auseinandergegangen und durchgehärtet ist. Nach dem Abtrennen vom Brett bricht man den Schaumblock in kleine Stücke und mauert sie mit Gips zu einer schön unregelmäßigen Felswand. Mit Gips überzogen und einem harten Borstenpinsel die langsam aushärtende Gipsschicht mit Struktur versehen. Anschließend farblich behandeln.
Vor lauter Ungeduld habe ich dann mit dem Felsbau aufgehört, daher das etwas "lappige" Aussehen der "Felswand" unterhalb des Absatzes oberhalb der Bildmitte. Am rechten Rand dieser "Lappenwand" sieht man den Übergang zu den Bauschaum-Felsen.


Bild
Ein Gleis der Zufahrt zur Drehscheibe wurde um eine Gleisbaustelle erweitert. Durch Zufall war ich über das entsprechende Preiser-Set gestolpert und musste mein werden. Dazu den Wicking Radlader, der so richtig schön speckig glänzt. Das Altern des Schienen-Fuhrparks und der Autos befand sich zu jener Zeit im Anfangsstadium.
Im Hintergrund wartet die 01 mit einem 1:100 D-Zug auf die Abfahrt. Natürlich waren die Bahnsteige immer zu kurz und jeder Millimeter wurde ausgenutzt - egal, wo das Signal stand.
Auf diesem Bild erkennt man außerdem, wie grobkörnig der Schotter ist. Die Farbe orientierte sich am Schotterbett der M-Gleise, zu mehr reichte meine damalige Fantasie noch nicht.


Bild
Das letzte Bild zeigt noch einmal den "Güterbahnhof" mit den drei Tunnelausfahrten im Hintergrund. Die P8 steht zur Bekohlung links am wie geleckt aussehenden Vollmer Kohlebansen. Gut erkennt man auch die grässlichen Märklin Leuchten. Rechts vorne wird der Gepäckwagen Märklin 4003 beladen. Beim Anblick des Berges schüttelt es mich - sowas grauenhaftes habe ich damals verbrochen. Die braune Farbe ist übrigens Abtönfarbe.
Rechts des Kohlebansens umfährt eine BR74 den Kohlebansen zum nächsten Einsatz. Der vierachsige Niederbordwagen wurde ebenfalls etwas gealtert, aber auch eine gewisse Staubschicht lässt sich nicht verbergen.

Weiter mit Teil 2...
Zuletzt geändert von Mornsgrans am So 18. Sep 2016, 20:55, insgesamt 11-mal geändert.
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#2

Beitrag von Mornsgrans » Sa 2. Jul 2016, 21:06

Teil 2:

1986 kam nach einem Umzug noch reichlich M-Gleismaterial, sowie eine 216 in Blau-beige und ein gutes Dutzend Güterwagen hinzu.

Von meiner zweiten Anlage, die ich mit meiner Ex in den Jahren 1986 bis 87 gebaut hatte, existieren vermutlich keine Fotos - vielleicht noch irgendwo ausschließlich als Negative.
Sie war raumfüllend in einem 4x5m großem Kellerraum aufgebaut, nur im Bereich der Kellertür war eine Fläche von ca. 2-3qm freigehalten worden. Grundform war ein U in Rahmenbauweise mit herausnehmbaren Elementen, um im hinteren Bereich an die Gleise zu gelangen.
Das Streckenkonzept war ähnlich - zweigleisige Hauptstrecke, diesmal in Form einer "geknickten" Doppel-"8" mit abzweigender Nebenstrecke. Dass die Bahnhöfe Lindental und Altenstein gesetzt waren, stand außer Frage - auch die Winterlandschaft im Gebirge kam wieder zum Einsatz.
Lindental besaß wie die Vorgängeranlage einen Güter- und Rangierbahnhof, ein BW, das um eine Schlackegrube, Besandungstürme und einige Details mehr ergänzt wurde. Beim Aufräumen des Kellers fand ich einige Briketts, die der Vormieter bei seinem Auszug hinterlassen hatte. So konnten Kohlebansen, Kohlewaggons und einige Tender wenigstens mit Echt-Kohle verschönert werden.

Streckenverlauf:
Nach Ausfahrt aus dem Bahnhof folgte im Tunnel eine 100° Kurve nach links und nach ca. 2m eine weitere 90° Linkskurve. Nach Ausfahrt aus dem Tunnel verlief die Strecke mit leichtem Gefälle auf einen Damm, um nach ca. 1,5m 90° nach rechts abzuknicken, in einen weiteren Tunnel zu münden, in welchem noch eine 90° Rechtskurve folgte.

Nach einer Geraden, die als Streckenblock und einem zweigleisigem "Schattenbahnhof" diente, folgte eine 120° Kurve rechts mit Unterquerung der Strecke auf dem Damm und nachfolgender Tunnelausfahrt. Es folgte etwa 1,5m Strecke mit dem Abzweigbahnhof "Steinbach" von Faller. Jetzt die Unterquerung des Bahnhofs Lindental mit nachfolgender 240° Kurve, verbunden mit einem (viel zu steilen) Anstieg zum Bahnhof Lindental.

Da es schwer fällt, sich das plastisch vorzustellen, werde ich die Tage versuchen, den Gleisplan aus der Erinnerung zu rekonstruieren und zu skizzieren.
Edit - hier die Skizze:
Orange - grober Verlauf der Berge
Rot - Nebenstrecke
Unterbrochene Linien - Stecke in Tunneln
Die Skizze ist alles Andere als maßstäblich, aber besser habe ich es nicht hinbekommen, da zuviel Zeit seitdem vergangen ist.
Bild

Noch mal zurück zum Abzweigbahnhof "Steinbach":
Hier gab es einen kleinen See zwischen der Anlagenkante und der Hauptstrecke, die Wasseroberfläche bestand aus geriffeltem Acrylglas, von der Oberflächenbeschaffenheit ähnlich den bekannten Riffelglas-Badezimmerfenstern, die vor Allem bis in die 90er Jahre weit verbreitet waren. Die Acrylglasplatte lag auf einer ca. 4cm dicken Styroporplatte, die mit Pattex einen unebenen Untergrund durch "Zerfressen" des Styropors bekam. Mit blauer und grüner Farbe wurde der Grund vorbehandelt und einzelne Islandmoos-Flocken verteilt. Nach Auflegen der Platte wurde das Ufer (natürlich mit Grasmatten) behandelt sowie Zu- und Abfluss gestaltet.

Die Nebenstrecke zweigt aus der Bahnhofsunterführung kommend (also entgegengesetzt des oben beschriebenen Streckenverlaufs) kurz vor dem Bahnhof Steinbach ab, verschwindet in einem Tunnel, in dem die Hauptstrecke in einer fast 180° Kehre unterquert wird, um danach ziemlich steil anzusteigen. Im weiteren Verlauf folgt eine vierfach Gleiswendel ansteigend im Uhrzeigersinn im Berg direkt im Tunnel der Bahnhofsausfahrt Lindental bis auf eine Höhe von knapp 40cm über Plattenoberkante.

Nach Ausfahrt aus dem Gleiswendeltunnel folgt eine leichte Linkskurve. Danach folgt eine Talüberquerung über die Faller Brücke B-548 mit einer anschließenden 90° Linkskurve und der Bahnhofseinfaht Altenstein. Dieser lag weitere 10cm über der Plattenoberkante.

Nachtrag:
Die 212 und die BR74 schafften den steilen Anstieg gerade so ohne durchrutschende Antriebsräder, da die Anhängelast aus nur maximal zwei Umbauwagen bzw. vier Donnerbüchsen bestand. Für längere Einheiten waren die Gleise in Altenstein zu kurz. Die Rocco Umbauwagen waren so gut, dass sie die R1-Kurven (Märklin 5120) gerade so ohne zu entgleisen schafften. Die P8 streikte an der Steigung und entgleiste auch schon mal an den Übergängen von Steigung zur waagerechten (vor Allem bei Rückwärtsfahrten) - da zeichnet sich deutlich die Unterlegenheit der starren M-Gleise ab.
Meine V200 aus der 1964er Starterpackung (mit Speise-, Abteil- und Gepäckwagen) war mein Paradepferd. Mit sauberen Haftreifen war sie auch dank ihres Gewichts durch das Spritzguss-Gehäuse das Zugpferd, das überallhin kam und auch nicht vor R1-Kurven und Bogenweichen zurückschreckte.
Die 01 blieb nur im Tal, ihr wollte ich die engen Radien nicht zumuten. Dank ihres besseren Fahrwerks meisterte sie aber auch Stellen, die die P8 nicht mochte. Etwas zwiespältig war die 216. Sie war leichter als die V200 und an einigen Stellen war das geringere Gewicht ein Nachteil, wenn es darum ging, Kraft auf die Schiene zu bringen. Sie glänzte aber mit einer Laufruhe, wie ich sie bis dato noch nicht erlebt hatte.
---Ende Nachtrag---

Ende 1987 entdeckte ich die "EDV" und begann mich in die "Computerei" zu stürzen. Ab diesem Zeitpunkt war das Thema "Moba" für mich weitgehend abgehakt. Die folgenden drei Jahre erfolgte nur noch eine Tätigkeit an meiner Moba: Der Abbau im Jahr 1990 mit anschließendem Umzug. In diesem Zeitraum fiel die Entscheidung, mein neues Hobby zum Beruf zu machen und begann 1990 - nach 10 Jahren Bundeswehr mit einem Studium der Wirtschaftsinformatik. Mein Beruf ist jetzt mein Hobby und mein Hobby ist jetzt Beruf.

Etwa 1996 kam mir nochmal der Gedanke, wieder meine Modelleisenbahn aufzubauen, Gleis- und Finanzplan waren fertig, der Raum mit 24qm großzügig bemessen. Aber so richtig wollte ich mit der Umsetzung des Planes nicht beginnen, so blieb die Moba bis 2013 in den Umzugskisten im Kellerregal verstaut, bis ich nach Idar-Oberstein umzog und sie für ein paar hundert Euro verkloppte.
Was mich vom Wiederaufbau abhielt, waren vor Allem meine Ungeduld und mein Problem, gesehenes im Modell anständig umzusetzen. Darum ließ ich es lieber gleich bleiben.

Lediglich die 038, der DRG Güterwagen mit Bremerhäuschen und der Kühlwaggon waren unverkäuflich. Diese bekam mein Onkel als Dauerleihgabe für seine Vitrine, da er mir diese drei zu meinem 10. Geburtstag geschenkt hatte, die beiden Güterwagen stammten noch von seiner 16qm-Moba in seiner 25qm 1-Zimmer-Mansardenwohnung in den frühen 60er jahren.

Das Thema "Modelleisenbahn" hat mich nie verlassen, aber selbst Hand anlegen - davon bin ich "kuriert", weil ich zwar Ideen habe, sie aber nicht eigenhändig sauber umsetzen kann.

So, Ihr Lieben, jetzt habt Ihr etwas über meine Moba-Vergangenheit erfahren.

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Zuletzt geändert von Mornsgrans am Mo 4. Jul 2016, 17:46, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#3

Beitrag von Ruhrpotttom » Sa 2. Jul 2016, 22:28

Hallo Erich,

schöne Bilder aus der guten alten Zeit :D . Ja ich kenne
auch das Problem mit den eigenen Wünschen und das
bauen an der eigenen Moba :wink: .
Viele Kompromisse muß man eingehen und andere Lebensumstände lassen dann doch einen anderen Weg gehen. Früher war das gestalten oft einfach gehalten.
Heute gibt es viel feinere Gestaltungsmöglichkeiten aber eines ändert sich selten... das liebe Geld und der Platz.

Ich baue seit 20 Jahren nicht und sammel nur.
Die Zeit hab ich genutzt um zu Planen und Ideen zu sammeln. Aufgeben würde ich mein Hobby nie, da der
Platz für die Moba eigentlich immer da war und nun frei ist. Mit steigendem Alter wurde ich weiser :mrgreen: und es kristallisierte sich heraus was ich bauen will.
Denn so ganz wird man den Moba Virus nie los :D

In dem Sinne viele Grüße
Thomas

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Alex Modellbahn
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#4

Beitrag von Alex Modellbahn » So 3. Jul 2016, 07:22

Moin Erich,

Das ist ja mal was Neues das sich jemand als "Dauernörgler" und "Nietenzähler" betitelt und zugibt es selbst nicht besser zu können und es sich auch nicht zutraut. Respekt für den Mut sowas zuzugeben, die Meisten verheimlichen letzteres ja lieber. :redzwinker:

Schöne Bilder die Du aus den vergangenen Tagen gezeigt hast. Genauso sahen damals in der Regel Modellbahnanlagen aus. Weckt die Erinnerung meiner Kindheitstage.
Auch wenn Du alles verkauft hast und Dir den Bau nach deinen Maßstäben nicht zutraust wollte ich Dir folgendes sagen: Mir geht es ähnlich, so wie mein gebasteltes aussehen soll sieht es nie aus. Immer schlechter als in meinen Vorstellungen. Das fängt bei der Planung an und hört bei der Umsetzung auf. Sehr viele Modellbahner hier im Forum haben so schöne Anlagen und ich schaffe es für mich nie ähnliches zu schaffen. Aber ich bastel trotzdem denn ich möchte meinen Zügen einen Auslauf geben der nicht nur durch eine karge Landschaft führt. Und was ich gemerkt habe, mit der Zeit wird es besser. :wink: Also wenn Du wirklich Lust zur Modellbahn hast, ich habe da so ein unterschwelliges Gefühl, dann Trau Dich doch und mach es einfach, auch wenn es nicht perfekt ist. Spaß macht es auf jeden Fall. :redzwinker:
nordische Grüße
Alex


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#5

Beitrag von Bernd der Baumeister » So 3. Jul 2016, 09:46

Hallo Erich,

schön das du diese Bilder mit uns teilst! :gfm: So war eben Modellbahn in den 80ern, fühle mich direkt an meine ersten Anlagen, noch im Elternhaus, bzw. unterm Weihnachtsbaum erinnert. Auch das Rollmaterial komt mir sehr bekannt vor.

Finde es auch toll dass du uns ein wenig über deinen Werdegang und deine Motive und Motivationen erzählst. Und ich finde dein Auftreten im Forum weder als Nörglerei noch als Nietenzählerei. Ganz im Gegenteil schätze ich deine durchaus kritischen, aber immer sehr fundierten Kommentare und Anregungen.

Deine Bilder würden auch hier gut passsen:

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=79509

Grüße
Bernd

Meine Anlage Neustadt a.d. Sand, schaut doch mal in den 70ern vorbei (Bild klicken):

Bild

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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#6

Beitrag von Mornsgrans » So 3. Jul 2016, 10:09

Hallo Thomas,
Du hast zwar in der Beziehung recht, dass man das Moba-Virus nicht los wird, aber ob es ausbricht, ist eine andere Sache. Man kann sich auch nicht damit infizieren, weil es von Geburt an in jedem von uns steckt - sozusagen als Geisel der Menschheit.

Um statt "Moba bauen und Fahren" man sich lieber auf "Sammeln" konzentriert, ist wohl weniger jedermanns Sache, als ganz darauf zu verzichten. Eine Lokomotivsammlung nur zum Anschauen würde über kurz oder lang eher das Verlangen schüren, etwas zu bauen oder aber den Frust, nicht zu können, wie man möchte. Aber auch in der Vitrine wollen diese Teile gepflegt werden, wenn auch nicht so oft, wie im täglichen Einsatz.

Alex,
manchmal muss jeder sich mit der Realität auseinandersetzen und zu einem Entschluss kommen: "Üben" oder "es lassen" - ich habe mich für das letztere entschieden.
Alex Modellbahn hat geschrieben:Mir geht es ähnlich, so wie mein gebasteltes aussehen soll sieht es nie aus. Immer schlechter als in meinen Vorstellungen. Das fängt bei der Planung an und hört bei der Umsetzung auf
Darum auch die Schaffenspause auf Deiner Moba. Aber lasse Dir gesagt sein:
Die Unterschiede zwischen Planung und Ausführung stellen meiner Meinung nach die geringeren Probleme dar, es sei denn, die eigenen Ansprüche sind "astronomisch" und von vornherein nicht erreichbar. Damit hatte ich relativ wenig Probleme und konnte mich gegebenenfalls mit der Situation arrangieren, indem ich z.B. eine Bogenweiche am Gefälle nie rückwärtes mit meiner P8 befuhr.
Eher scheint bei Dir das Problem zu liegen, dass in der Bauphase neue Messlatten gelegt wurden bzw. und Ideen aufgekommen sind. Manu2000 und Stefan7 kämpfen mit dem gleichen "Problem", nur sind sie konsequent genug, alles wieder abzureißen und neu anzufangen, während die breite Masse (zu der ich auch mich gezählt habe) versucht, damit zu leben und höchstens Detailverbesserungen vornimmt. - Der Rest bleibt bis zum nächsten Neubau in der "Schublade".

Das, was die Crux darstellt, ist die detaillierte Ausgestaltung von Landschaft und Szenen. Es sieht so leicht aus, wenn man die Beschreibungen liest und dazu die Bilder anschaut. Aber wenn man schon keine ruhige Hand hat, um kleinste Komponenten sauber verbauen zu können (z.B. Zurüstteile an Lokomotiven, einen gerade stehenden Preiser ohne Bodenplatte etc.) sollte man seine motorischen Fähigkeiten hinterfragen.

So gesehen kam mir im Laufe der Jahre mein neues Hobby entgegen, da es mehr meinen Fähigkeiten entsprach, auch wenn ich SMD-Lötarbeiten immer noch nicht sauber hinbekomme und Hilfe anderer benötige. Der Austausch der Hintergrundbeleuchtung an einem Notebook stellt für mich die Obergrenze meiner Fähigkeiten dar, solange ich das Display nicht zerlegen muss.
Alex Modellbahn hat geschrieben:Also wenn Du wirklich Lust zur Modellbahn hast, ich habe da so ein unterschwelliges Gefühl, dann Trau Dich doch und mach es einfach, auch wenn es nicht perfekt ist.
Der Zug ist für mich abgefahren - selbst, wenn ich wollte, wäre kein vernünftiger Platz vorhanden - ich hätte nicht einmal Ottbergen ohne Aufgabe meines aktuellen Hobbys unterbekommen können und selbst dann wäre noch zuwenig Platz vorhanden gewesen.

Hallo Bernd,
danke für den Link. Ich muss dann glatt mal schauen, ob ich noch Bilder meiner ersten 2 Anlagen finde. Ich weiß, dass es welche gab, aber die waren wohl nur lose im Umschlag in der "Fotoschublade" meines Vaters, die nach mehreren Unzügen verschütt gegangen sind.
Edit: Leider nicht - mein Fotoalbum, das meine Eltern für mich anglegt hatten, enthält nicht ein Foto der beiden ersten Anlagen.

Meine erste Anlage war eine Trix Express ca. 1964, ein Jahr später gefolgt von einer Märklin, die mein Bruder zu Weihnachten geschenkt bekam. Ihm war die Märklin-Anlage zu groß und mir die Trix zu klein - so tauschten wir kurzerhand.
Beide Anlagen waren gemeinsam auf einer 2x1m großen Platte - außen die Märklin, innen die Trix. 1969 bekam die Trix ihre eigene Platte und meine Märklin wurde etwas erweitert und hatte nun Platz für den Uerdinger Schienenbus als dritte Zuggarnitur, nachdem ich ein halbes Jahr zuvor die im Startbeirag erwähnte P8 mit den Güterwagen zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte.

Die Anlagenplatte von 1965 schaffte noch einen dritten Umzug und wurde 1980 in die im Startbeitrag beschriebene Anlage integriert - aber nur die Platte selbst, passend zurechtgesägt :D Der Uerdinger "lebte" zu dieser Zeit leider nicht mehr, weil ich 1970 beim Versuch, ein loses Kabel am Fahrtrichtungsumschalter wieder anzulöten, den Umschalter und Teile des Motorgehäuses mit dem Lötkolben ruiniert hatte. Auf den Gedanken, den Händler nach Ersatzteilen zu befragen, war ich nie gekommen.


Ich wünsche noch einen schönen Bastelsonntag.
Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Zuletzt geändert von Mornsgrans am So 3. Jul 2016, 18:48, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#7

Beitrag von Wolfgang44 » So 3. Jul 2016, 10:27

Hallo Erich,
auch ich möchte den anderen zustimmen und hoffe dass Du weiter so gute Beiträge hier verfasst. Ich verfolge Deine Beiträge immer sehr erfreut und mit großem Interesse, da ich Deine fundierte Art aus Recherche, Wissen aber eben auch aus Erinnerungen an die ja auch von mir favorisierten 60er Jahre sehr schätze.
Ich habe früh gelesen dass Du dem Hobby nicht aktiv nachgehen kannst, deshalb finde ich es um so bemerkenswerter wie Du Dich hier einbringst!
Es ist sicher nicht leicht darauf zu verzichten, aber die Möglichkeiten hier im Forum an dem Hobby gemeinschaftlich teilzuhaben nutzt Du sehr gut aus.
Viele haben ja auch Interesse an wenigstens ein bisschen Authentizität und da ist es einfach viel leichter wenn man gemeinschaftlich die Informationen zusammentragen kann.
Mir macht es jedenfalls immer sehr viel Freude wenn jemand hintergründige Kommentare zu meinen Basteleien schreibt.
Die alten Anlagenbilder sind klasse und den link von Bernd kannt ich auch nicht, da werden jede Menge Erinnerungen wach,
schönen Sonntag!


punch
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#8

Beitrag von punch » So 3. Jul 2016, 10:55

Hallo Erich,

auch ich finde Deine Beiträge immer sehr nett und konstruktiv und so gar nicht als "Genörgel". Gerne weiter so!

Schöne historische Anlagenbilder hast Du uns da spendiert, es muss ja nicht alles immer Highend-Modellbau sein. Und bei der Szene mit dem verschneiten Bahnhof sieht man, dass Du schon seinerzeit ein gutes Auge für Details und Gesamtbild hattest und Deine Anlage sich überhaupt nicht verstecken musste. Vielleicht befällt Dich ja doch noch mal der "Bau-Virus" und Du fängst einfach mit einem kleinen Diorama an. So habe ich auch angefangen, die Urzelle der jetzigen Anlage war ein einzelnes Regalbrett über´m Schreibtisch mit einem Hauch von Überlandbahn.

Bis bald wieder

Viele Grüße

Patrick
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#9

Beitrag von wulfmanjack » So 3. Jul 2016, 12:46

Hallo Erich,

eine gute Idee uns einmal die Moba der 80er in Erinnerung zu rufen. Gerade bei der Landschaftsgestaltung die Du mit den seinerzeit einfachen Mitteln dargestellt hast, wird einem bewusst welcher Quantensprung sich in den vergangen Jahrzehnten hier vollzogen hat. Ja ich kenne diese Zeiten eben auch noch vom Zusehen. Mein großer Bruder hatte eine Moba mit meinem Vater aufgebaut.

Gebirge aus Styropor mit Zeitung beklebt und als Streumittel für die Felsen dienten die in der elterlichen Metzgerei vorhandenen Gewürzmischungen. :mrgreen: Sonntags nach dem Kirchgang ging es dann zumeist in das örtliche Spielwarengeschäft. Es wurde ein Gebäude gekauft und dann nachmittags zusammengebaut. Der "Kleine" durfte dann sehr oft nicht selbst Hand anlegen und nur zusehen. Soweit meine Erinnerung an die späten 60er und frühen 70er. Die Moba verschwand auf dem Speicher und irgendwann reifte in mir der Wunsch einmal eine Anlage zu bauen.

Du beschreibst es hier sehr treffend: "Das in der Bauphase neue Messlatten gelegt wurden". Das ist ein generelles Problem, wenn man sich intensiv mit diesem Hobby beschäftigt. Die eigenen Ansprüche steigen stetig und man muss sich hin und wieder Bremsen. Erlernen kann man fast alles. Geduld ist hierbei die erste Tugend :wink: Entscheidend ist der Spass an der Sache!

Auch von mir sei Dir versichert lieber Erich, ich empfinde Deine Tips keinesfalls als Nörgelei oder ähnliches. Nein im Gegenteil; Deine Empfehlungen sind immer sehr sachlich und konstruktiv - ob bei mir im Thread oder anderswo - und Du bringst Dich mit Deinem Erfahrungsschatz ein.

In diesem Sinne, weiter so!
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#10

Beitrag von Balu-RS67 » So 3. Jul 2016, 12:52

Hallo Erich,

danke für die Vorstellung deiner früheren Anlage. Solche Bilder versetzen mich (wie auch die meisten anderen) zurück in die eigene Kindheit.
Der Unterschied von früher zu heute ist, daß man früher mit viel weniger zufrieden war und der Spielspaß stand im Vordergrund. Heute soll eher alles perfekt sein.
Hat mich eben dazu veranlaßt, die Bilder aus meinen Thread " M - Anlage aus der Kindheit mit Faller Autobahn" nochmals anzuschauen.

Viele deiner Kommentare und Kritiken habe ich inzwischen gelesen. Ob Du wirklich ein Nörgler oder Nietenzähler bist (glaube ich pers. nicht) sei dahingestellt? Nur sind deine Denkanstöße schon auf sehr hohem Niveau !!!
Nunja, da stehe ich eher auf dem Standpunkt, man sollte Kritiken wie Denkanstöße nur auf dem Niveau vorschlagen, wozu man selbst fähig ist es zu machen. Es kommt aber auch immer darauf an, wie es geschrieben ist.
Wie zuvor schon von anderen geschrieben, so zeigt es doch Größe und es verdient Respekt und Anerkennung, wenn die eigenen Fähigkeiten begrenzt sind und man dies offen zugibt und dazu steht. Das machen nur ganz wenige !!!!!!

Das manche ihre Anlage immer wieder abreißen, zeigt das diese MoBahner unzufrieden sind mit dem Konzept der Anlage (sofern da ein Grundkonzept vorhanden war?). Dies hat nichts mit der Ausgestaltung zu tun.
Für den eigenen Anspruch ist jeder selbst verantwortlich. Auch mein Anspruch ist gegenüber dem Ursprünglichen erheblich gestiegen. Hier ist das Forum nicht ganz unschuldig. Doch gehe ich inzwischen auch mal einen Schritt zurück, um meine ursprünglichen Gedanken nicht zu verlieren.
Doch dies muß jeder für sich selbst entscheiden.



Gruß Ralf


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#11

Beitrag von Mornsgrans » So 3. Jul 2016, 17:08

Hallo,
ich danke Euch für Eure Meinungen.

Wolfgang(44),
Wolfgang44 hat geschrieben:Ich habe früh gelesen dass Du dem Hobby nicht aktiv nachgehen kannst,
Ich glaube, dass Du der erste warst, der mich danach gefragt hatte.
Wolfgang44 hat geschrieben:Es ist sicher nicht leicht darauf zu verzichten, aber die Möglichkeiten hier im Forum an dem Hobby gemeinschaftlich teilzuhaben nutzt Du sehr gut aus.
Der "Bruch" kam damals von einen Tag auf den anderen, aber es betraf nur das "selbermachen".
Frühe Kindheitserlebnisse aus der Zeit vor Beginn der eigenen Erinnerungen können einen schon prägen. Meine Großmutter hatte mir mal erzält, dass ich schon als Zweijähriger nicht genug von der Eisenbahn bekommen konnte: jede freie Minute musste mein Onkel mit mir zum Karlsruher Hauptbahnhof fahren, um "Lokomotiven und Züge gucken".
Ein Lokführer habe mir sogar eine Mitfahrt auf dem Führerstand einer E10 von Karlsruhe nach Heidelberg und zurück angeboten, was meine Großmutter aber nicht zugelassen hatte.
Wolfgang44 hat geschrieben:da ist es einfach viel leichter wenn man gemeinschaftlich die Informationen zusammentragen kann.
Auf jeden Fall! Hätten wir in den 80ern diese Möglichkeiten des Austausches an Informationen gehabt, hätte sich sicher auch die Modellbahn-Industrie anders und gesünder entwickelt.


Hallo Patrick,
punch hat geschrieben:Schöne historische Anlagenbilder hast Du uns da spendiert, es muss ja nicht alles immer Highend-Modellbau sein.
An dieser Stelle scheiden sich einige Geister:
Ich hatte von Bernd Schmied die Bücher "Märklinbahn + Landschaften" und "Märklinbahn mit Pfiff". Darin wurde die Messlatte schon ganz schön hoch gelegt und ich hatte versucht, die eine oder andere Anregung umzusetzen. Auch das Märklin Magazin hatte immer interesante Artikel aufzuweisen. So gelang es mir zwar, die eine oder andere Szene umzusetzen, aber andere misslangen auch schon mal erbärmlich.
Wie bereits oben im Thread erwähnt, ist die "Bau-Phase" abgeschlossen. Und angefangenes liegenlassen, kann ich mir nicht mehr erlauben, da ich nicht alleine lebe ;)


Wolfgang (wulfmanjack),
wulfmanjack hat geschrieben:Gerade bei der Landschaftsgestaltung die Du mit den seinerzeit einfachen Mitteln dargestellt hast, wird einem bewusst welcher Quantensprung sich in den vergangen Jahrzehnten hier vollzogen hat.
Da kann ich Dir nur teilweise zustimmen:
Bezüglich der Geländeformen hatte man ab den 70er jahren zahlreiche Möglichkeiten - egal, ob man die klassische Pappmaschee-Methode anwandte oder zu Styropor, PU-Schaum und dem Gipsbecher griff. Was die Begrünung anging, so gebe ich Dir vollkommen recht. Da waren die Grasmatten und das feine Streugut Standard, die Anwendung von Grasfasern stand noch in den Sternen.
Was mich an meiner Moba störte, war weniger das nicht Vorhandensein von Mitteln, als vielmehr der Schlendrian und der Pfusch, der immer dann Einzug hielt, wenn ein Material zuende ging. Dann will man unbedingt morgens um drei Uhr den Hang noch fertig gestalten, aber der PU-Schaum war aufgebraucht und man konnte erst wegen des Wehrdienstes vielleicht am kommenden Wochenende weitermachen. Also wird improvisiert und das Ergebnis ist dann alles, aber nicht überzeugend geworden.
wulfmanjack hat geschrieben:Geduld ist hierbei die erste Tugend :wink:
Hab's schon versucht: "Herr im Himmel, gib mir Geduld - aber flott!" - half leider nur nicht :fool:


Hallo Ralf,
Balu-RS67 hat geschrieben:Nunja, da stehe ich eher auf dem Standpunkt, man sollte Kritiken wie Denkanstöße nur auf dem Niveau vorschlagen, wozu man selbst fähig ist es zu machen.
Hierüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich hatte es mir lange verkniffen, etwas in diesem Forum zu posten - eben aus diesem Grund. Aber warum soll man seine Finger still halten, wenn man weiß, wo geschrieben steht, wie man es besser machen kann oder eine Szene aus einem bestimmten Grund irgendwie nicht "passt". Obwohl ich vom handwerklichen nicht der geschickteste und geduldigste bin, soll doch trotzdem jemand davon partizipieren dürfen, wann man entscheidende Hinweise parat hat.
Balu-RS67 hat geschrieben:Es kommt aber auch immer darauf an, wie es geschrieben ist.
Da gebe ich Dir vollkommen recht und ich hoffe, diesbezüglich auch immer den richtigen "Ton" zu finden.
Balu-RS67 hat geschrieben:wenn die eigenen Fähigkeiten begrenzt sind und man dies offen zugibt und dazu steht. Das machen nur ganz wenige
Warum sollte man daraus einen Hehl machen? - Spätestens, wenn man zu einem Stummi eingeladen würde, käme es doch ans Tageslicht und dann stünde man da als einer, der nur heiße Luft produziert hat. - Ehrlichkeit - auch sich selbst gegenüber - währt am längsten!
Balu-RS67 hat geschrieben:Auch mein Anspruch ist gegenüber dem Ursprünglichen erheblich gestiegen. Hier ist das Forum nicht ganz unschuldig. Doch gehe ich inzwischen auch mal einen Schritt zurück, um meine ursprünglichen Gedanken nicht zu verlieren.
Auch das zeugt von modellbauerlicher Größe! - Sich trotz zahlreicher Versuchungen auf das ursprüngliche Ziel konzentrieren.
Man kann übrigens in Pierres "Neu-Schwarzburg"-Thread wunderbar nachvollziehen, wie man einer neu gelegten Messlatte entsprechen kann, ohne gleich alles in die Tonne zu kicken. Auch Bernd unser Baumeister hat sich entschieden, erst einmal den Bahnhof neu zu gestalten, statt alles abzureißen. Auch kleine Änderungen können Großes bewirken oder weitere nach sich ziehen.

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Zuletzt geändert von Mornsgrans am So 3. Jul 2016, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#12

Beitrag von Andy_1970 » So 3. Jul 2016, 18:16

Hallo Erich, :D
vielen Dank dafür, dass Du uns in Diesem Trööt an Deinen bisherigen persönlichen Moba-Erlebnissen teilhaben lässt! :gfm:
Wenn ich mich erinnere , was ich in den 80er Jahren modellbahnmäßig zusammengeschustert habe, wirken Deine Moba-Bauten wesentlich gelungener.
Wie meine Vorredner habe ich Deine konstruktiven Anmerkungen auch immer als gut gemeinte (und auch gut recherchierte) Hinweise / Vorschläge wahrgenommen :P (als "Nörgelei" oder "Nietenzählerei" kann man das meiner Meinung nach nicht bezeichnen).
Die Ungeduld war (neben meinen handwerklichen Unzulänglichkeiten) bisher auch stets einer meiner größten Feinde bei Moba-Bau. Zumindest beim Thema "Ungeduld" gibt es erste Fortschritte: Bei meinem aktuellen Projekt lasse ich es momentan viel ruhiger und entspannter angehen.
Viele Grüße
Andy

H0-Projekt Ottbergen: viewtopic.php?f=64&t=126993&p=1417767#p1417767
hier geht´s zum aktuellen N-Projekt Dreyenbeck: viewtopic.php?f=15&t=139390


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#13

Beitrag von Mornsgrans » So 3. Jul 2016, 20:10

Hallo Andy,
Andy_1970 hat geschrieben:Wenn ich mich erinnere , was ich in den 80er Jahren modellbahnmäßig zusammengeschustert habe, wirken Deine Moba-Bauten wesentlich gelungener.
Um richtig vergleichen zu können, müsstest Du Deine 90er Jahre Modellbahnkünste mit meinen aus den 80ern vergleichen - das käme wenigstens altermäßig besser hin ;)

Hier habe ich noch die grobe Skizze meiner Anlage Nr 4 aus 1986/87 (Beitrag 2):

Orange - grober Verlauf der Berge
Rot - Nebenstrecke
Unterbrochene Linien - Stecke in Tunneln
Die Skizze ist alles Andere als maßstäblich, aber besser habe ich es nicht hinbekommen, da zuviel Zeit seitdem vergangen ist.
Bild

(ich habe den Plan auch im Beitrag 2 eingefügt, dort findet man auch ein paar Erklärungen dazu)

Grüße aus Idar-Oberstein

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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#14

Beitrag von Tommy56 » Mo 4. Jul 2016, 11:52

Hallo Erich,

das ist ja jetzt eine Überraschung mit deinem Thread. Schön das du aus der Erinnerung nach etlichen Jahren noch vieles schildern kannst.
Ich werde mich mal in nächster Zeit durch deine Beschreibungen und Bilder durcharbeiten. Ich bin gespannt.
Auch wenn du ja keine Anlage mehr hast, vielleicht kannst du ein Diorama bauen. Da kann man auch tolle Arbeiten abliefern - und ins Forum stellen.

Das war's nur mal als erste Anmerkung.

Gruß

Tommy
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#15

Beitrag von volvospeed » Mo 4. Jul 2016, 20:57

Hallo Erich,

hab ich Tomaten auf den Augen, oder sind die Bilder tatsächlich verschwunden ?
Mfg Manuel

- Manuel Rollbahn ( Moba nach Vorbild, Spur H0 )
- Reichelsheim II ( Spielbahn, Spur H0 )
- Rumänische Waldbahn ( Spur H0e )
- kleines Kieswerk ( Spur H0e )
- Traunstein ( modifizierte Fertiganlage Spur N )


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#16

Beitrag von Mornsgrans » Mo 4. Jul 2016, 21:14

Hallo Manuel,
die Tomaten sind noch nicht reif - nimm sie also wieder ab :fool:

Ich kann die Bilder sehen, vielleicht musst Du nur die Seite neu laden.

Grüße aus der Stadt links oberhalb :D

Erich
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#17

Beitrag von schnuffi02 » Di 5. Jul 2016, 20:49

Einen recht schönen guten Abend Erich,

heute Mittag habe ich durch Zufall deinen Beitrag gelesen - im ersten Moment kam es mir vor, als ob ich in einen Spiegel schaue - konnte in diesem Moment auch gar nicht antworten.

Meine erste fest aufgebaute Anlage so um 1970 hatte auch Lindental , das Stellwerk , 3 Bahnsteige, Märklin M-Gleis, diese schrecklich dröhnende Drehscheibe von Märklin ( habe sie heute noch im Schrank liegen) sechs Lokschuppen allerdings von Märklin und sage und schreibe 6 Loks - schon irgendwie fast komisch. Damals hatte ich den Ehrgeiz alle sechs Loks ohne mein Eingreifen automatisch fahren zu lassen - Elektronik war damals Fehlanzeige - die Steuerung lief über Kontaktgleise und viele Relais - und es funktionierte tatsächlich.
Da diese Anlage im Elternhaus im Keller fest installiert war konnte man sie auch nicht einfach abbauen - ich zog weg - und habe sie erst wieder vor 10 Jahren beim Verkauf des Hauses wieder gesehen.

In der Zwischenzeit habe ich immer mal wieder ein Häuschen gebaut , eine Lok gekauft ... - so haben sich über 20 Loks angesammelt und etliche Gebäude und Zubehör -alles in Vitrinen und Schränken gelagert .

Als wir vor 20 Jahren gebaut haben, hatte ich noch die Hoffnung im Hobbyraum (3x8 m) eine kleine Moba aufzubauen. Dann kamen die Kinder zur Welt und alles wurde erst mal in die weite Zukunft geschoben. Nun bin ich im Rentenalter angekommen und stand auch vor der Überlegung - sollste oder sollste nicht - noch habe ich eine ruhige Hand, so daß ich SMD problemlos ohne Lupe löten kann -
Meine Frau meinte ich sollte doch einfach mal anfangen - bin in den Baumarkt und habe mal eine kleine Platte gekauft - dann hat etwas nicht funktioniert und ich brauchte Hilfe - so bin ich letztendlich in diesem Forum gelandet - hier taten sich für mich Welten auf, wo ich dann ernsthaft gefragt habe ob ich das denn auch so hin bekomme - denn nur wer damals gebaut hat kann auch beurteilen wie sich die Detaillierung geändert hat - anfänglich habe ich noch in der alten Denkweise losgelegt, musste jedoch bald feststellen dass ich Hilfe brauche - an dieser Stelle möchte ich mich auch mal bei allen Stummis bedanken, die mir mit vielen Ratschlägen zu Seite standen - allein die Materialien die es heute gibt richtig einzusetzen, Bäume selbst zu bauen, Szenen zu gestalten ...

Ich verstehe wenn du sagst, dass du uns gerne zuschaust und uns mit deiner Erfahrung den ein oder anderen Ratschlag gibst.

Ich freue mich immer wenn ich "Mornsgrans" hat geantwortet lese, dann weis aha Erich hat den Beitrag gelesen. Übrigens ich kann auch Kritik sehr gut vertragen, denn ich weis auch nicht alles, lebe in meiner Welt und mache sicher auch eine Menge Fehler.
Ich kann dich nur bitten - bleibe weiter dran - Besserwisser sind mir in meinem Leben schon viele begegnet - deine Beurteilung schätze ich sehr hoch ein.

So nun habe ich genug gelabert .

Liebe Grüße

Wolfgang
Grüsse aus dem Markgräflerland sendet

Wolfgang


Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. (I. Kant)

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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#18

Beitrag von Der Dampfer » Do 7. Jul 2016, 21:18

Hallo Erich
Ich dachte ich sehe meine eigene 80er Jahre Anlage :D :D ...ja so waren wir drauf damals und es war eine schöne Zeit. Danke für die Erinnerungen die Du geweckt hast.........das hat das Fundament gelegt für unser heutiges Mobabauen............Deine Mobavergangenheit :gfm: :gfm:
Beste Grüße sagt Willi 8)
Durch dieses Wurmloch gelangen Sie nach Neustadt am Wald in den 1950ern
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#19

Beitrag von Erich Müller » Fr 8. Jul 2016, 14:12

Hallo,
BALU-RS67 hat geschrieben:Nunja, da stehe ich eher auf dem Standpunkt, man sollte Kritiken wie Denkanstöße nur auf dem Niveau vorschlagen, wozu man selbst fähig ist es zu machen.
Ralf, du hast gerade die Sportschau ins Abseits geschossen! :fool:

Ja, so sehen unsere Anfänge aus. Ungefähr. Meine eigenen waren auf einer Platte, die unters Bett geschoben wurde. Immerhin hatte ich also einen Schattenbahnhof. Und viel Akrobatik, wenn da hinten was zu reparieren war.
Zu gestalten gab es da nix, nur Häuser hinstellen. Vau-Pe, wer kennt die Marke heute noch?

Als junger Familienvater hatte ich eine Estrichbahn mit beeindruckenden Ausmaßen. Aber ohne jede Gestaltung - JUST TRAINS at it's best.
Von beidem bleibt mir nur Rollmaterial, das jetzt nach langer Pause mal wieder fährt: auf einem Tisch. Und keine Fotos.

Um auf Ralfs Bemerkung zurückzukommen: die Kunst ist m.E. eher, Intention und Fähigkeiten des Anlagenschaffenden zu erkennen und zu berücksichtigen. Sonst wären einige Threads arg monoton, weil niemand mehr sagen könnte, "das kannst du noch besser".
Ich habe nur ein einziges Mal gelesen, wo Erich von einem Anlagenschaffenden gebeten wurde, sich nicht mehr zu äußern. Da stimmten tatsächlich Erichs Ideen nicht mit seinen Ansprüchen überein.
Ansonsten kam Kritik an Erich (soweit ich sie gelesen habe) immer von anderen. Einmal hat's auch mich getroffen. ;)
Erich, wenn ich dereinst mal einen Anlagenbau vorstelle (der "Zauberberg" entsteht derzeit im Kopf, und das Budget auf dem Sparkonto), dann freu ich mich auf deine Kommentare - und wenn ich sage, das kann ich nicht oder jenes will ich anders, dann weiß ich auch, dass du das nicht weg diskutieren wirst. Aber eben auch viele gute Tipps geben wirst, mit denen die Anlage dem näher kommt, was ich mir vorstelle.

Die 38 habe ich auch, das war meine allererste Lok. Und kaputt repariert hab ich auch...
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#20

Beitrag von Mornsgrans » Fr 8. Jul 2016, 17:48

Antworten von drei Usern, auf die ich mich besonders freue.

Ich fange mal unten an:

@Erich, ich glaube, wir haben doch ein klein bischen mehr Gemeinsamkeiten, als nur den Namen ;)
Erich Müller hat geschrieben:Ich habe nur ein einziges Mal gelesen, wo Erich von einem Anlagenschaffenden gebeten wurde, sich nicht mehr zu äußern. Da stimmten tatsächlich Erichs Ideen nicht mit seinen Ansprüchen überein.
Da gebe ich Dir recht, auch wenn die Form nicht gerade die feinste war - lassen wir das Thema auf sich beruhen. Aber Du bist nicht mehr auf dem laufenden Stand: Da war ja auch noch einer, der uns beide verwechselt und offensichtlich mich mit dem "Dauernörgler" gemeint hat. - Du siehst, ich war fleißig, aber ich habe seitdem meine "Schlagzahl" etwas reduziert ich muss ja nicht in jedem Forum eine höhere fünfstellige Beitragszahl erreichen. :fool:

Die Anfänge der meisten von uns waren fast immer die gleichen. Der Wunsch, endlich etwas nach eigenen Vorstellungen zu schaffen, war die logische Folge nur danach wurden eben unterschiedliche "Entwicklungswege" beschritten.
Erich Müller hat geschrieben:die Kunst ist m.E. eher, Intention und Fähigkeiten des Anlagenschaffenden zu erkennen und zu berücksichtigen. Sonst wären einige Threads arg monoton, weil niemand mehr sagen könnte, "das kannst du noch besser".
Volle Zustimmung. Schlecht wäre es, jemanden ein Verfahren vorzuschlagen, das man selbst nicht beherrscht. Hier sind Hinweise auf Stummikollegen, die es können, besser - und das halte ich konsequent ein, wenn ich es selbst nicht kann.

Übrigens:
Meine P8 hat auch einen Schlag - Achshalterung am Tender gebrochen (fährt aber noch davon unbeeindruckt) und das Gewinde der Gehäuseschraube in Sanddom rundgedreht. Als junge Hüpfer hat man einiges geschrottet, was einem heute noch die Hand auf die Stirn klatschen lässt.


@Willi,
Einen Satz geschrieben und einen halben Lebenslauf "gesagt". Wie ich schon Erich schrieb, fast überall der gleiche Anfang, aber unterschiedliche Entwicklung. Dein Wurmloch ist das beste Beispiel.


@Wolfgang,
:oops: Du machst mich verlegen. - Du jast ja oben gesehen, dass ich auch nur mit Wasser gekocht habe - muss mir auch manchmal angebrannt sein :fool:
Dass Du Dich über meine Beiträge freust, freut mich sehr und ich hoffe, dass ich Dir nicht eines Tages auf die Nerven gehe ;)

So viel Erfahrung kann ich auch nicht in die Waagschale werfen. Einige wenige handwerkliche Dinge habe ich aus meiner Moba-Zeit noch in Erinnerung, das meiste wurde jedoch von der Technik überholt. Ich versuche - wie Erich Müller es in seinem Beitrag oben in anderen Worten ausgedrückt hat - mitzudenken, versuchen, mir das "Bild" fertig auszumalen, um dann etwas Material zu sammeln und dies in Form von Gestaltungsvorschlägen weiterzugeben. Dazu kommen für entsprechende Szenen noch eigene Kindheitserinnerungen und das ist eigentlich alles. Bezüglich dem handwerklichen sehe ich mich eher als Totalausfall. Da kann ich nur auf Threads verweisen, in denen das eine oder andere genau beschrieben wird - sofern ich passendes finde ;)

Zu meiner Moba:
Mit Kontakt- und Schaltgleisen habe ich auch gearbeitet, so habe ich meine Streckenblöcke gesteuert - war halt etwas billiger, als im Tunnel ein Signal mit Zugbeeinflussung aufzustellen. :fool:
Die Ende der 70er Jahre aufkommende Digitalisierung war für mich ein Buch mit sieben Siegeln, finanziell unattraktiv und ich wollte meinen analogen Fuhrpark schnell auf die Strecke bringen :D
Ich gebe auch zu, dass ich neuer Technik nicht immer aufgeschlossen bin und nur unter Vorbehalten an diese gehe - wenn auch mit Verspätung. Aber das hat mich schon oft vor unnötigen Kosten und Enttäuschungen bewahrt. Es muss eben alles erst einmal reifen.

Vielen Dank für Eure Beiträge.
Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Zuletzt geändert von Mornsgrans am Fr 8. Jul 2016, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#21

Beitrag von Worldworms » Fr 8. Jul 2016, 20:47

Nabend Erich,

So, jetzt hast du es geschafft, jetzt fühle ich mich auch zurück versetzt, an meine erste Anlage die ich damals in den 80igern mit meinen Eltern baute.
Damals in der DDR bauten meine Eltern und ich eine kleine TT Anlage mit den Maßen 160x120cm.
Und zwar aus dem Gleisplanheft der Berliner TT-Bahnen, die Nummer 6.
Kann mich noch gut an die damalige Bauweise erinnern, Felsen aus Styroporblöcken Flaschenbürstenfichten, 2 Fahrtrafos für 2 getrennte Stromkreise, diese grauen Tastenpulte zum stellen der Weichen usw.......
Die Anlage war so gestaltet das man sie an die Wand klappen konnte, darunter befand sich mein Bett.
Da kam es schon mal vor, wenn ein Loch in die Grundplatte gebohrt werden musste, das sich die darunter liegende Bettdecke sich gnadenlos um den Bohrer schlang und nicht mehr freiwillig losließ!
Ja, es war eine schöne Zeit.

Zu deinen Kommentaren möchte ich mich den anderen hier anschließen, weder zählst du Nieten noch Nörgelst du, deine Kommentare sind immer sehr konstruktiv.
Außerdem sehen andere Augen Sachen die einen selbst vielleicht entgangen sind.
Deswegen bin ich immer erfreut wenn in meinen Thread was zu meiner Anlage geschrieben wird, was man besser oder anders machen kann!

Also Erich, bleib wie du bist und ich hoffe du bleibst uns hier lange erhalten!

Gruß Ronny



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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#22

Beitrag von Ruhrpotttom » Fr 8. Jul 2016, 22:52

Hallo Erich,

ein guter alter Kölner Freund sagte mir mal
"Jeder Jeck ist anders " :fool:

Und das ist gut so den sonst wird es langweilig :wink:

Du sagtest mir :

Hallo Thomas,
Du hast zwar in der Beziehung recht, dass man das Moba-Virus nicht los wird, aber ob es ausbricht, ist eine andere Sache. Man kann sich auch nicht damit infizieren, weil es von Geburt an in jedem von uns steckt - sozusagen als Geisel der Menschheit.

Um statt "Moba bauen und Fahren" man sich lieber auf "Sammeln" konzentriert, ist wohl weniger jedermanns Sache, als ganz darauf zu verzichten. Eine Lokomotivsammlung nur zum Anschauen würde über kurz oder lang eher das Verlangen schüren, etwas zu bauen oder aber den Frust, nicht zu können, wie man möchte. Aber auch in der Vitrine wollen diese Teile gepflegt werden, wenn auch nicht so oft, wie im täglichen Einsatz.

Und da gebe ich dir vollkommen Recht :D . Jeder frokelt sich seine Lösung des Problems und oft braucht man da auch konstruktive Kritik um seine Ideen zu überdenken.
Ich habe die Moba ja Jahreszeit abhängig betrieben zu meinen anderen Hobbys.
Meine H0 Bahn (von Vati aus den 50/60 Jahren ) betreibe ich nach Lust und Laune als Teppichbahn :mrgreen: .
Bin halt auch sentimental :oops: .
Meine Sammlung wird irgendwann im Hobbyraum eine Platte von ca. 3m × 1m als Auslauf bekommen.
Denke in Spur N läßt sich da was schönes bauen wenn man die Fläche sinnvoll nutzt :wink: .
Sind halt meine schlecht Wetter Projekte, den bei guten Wetter warten 2 Oldtimer und mein Modellheli auf Zuwendung 8) .
Wie die anderen schon mehrfach schrieben, kann ich dem nur zustimmen das Kritik ja auch oft positives hervor bringt. Vieles sehen wir oft nicht oder uns fehlt der gewisse Kick zur Lösung eines Problems.
Ich hoffe das du uns noch lange mit Deinen Beiträgen erfreust und wenn ich mal etwas vorzeigen kann dann freue ich mich wenn du mir auch mit guten Tips hilfst :wink: .

Mfg Thomas


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#23

Beitrag von Erich Müller » Di 12. Jul 2016, 11:03

Hallo Erich,
Mornsgrans hat geschrieben: @Erich, ich glaube, wir haben doch ein klein bischen mehr Gemeinsamkeiten, als nur den Namen ;)
Erich Müller hat geschrieben:Ich habe nur ein einziges Mal gelesen, wo Erich von einem Anlagenschaffenden gebeten wurde, sich nicht mehr zu äußern. Da stimmten tatsächlich Erichs Ideen nicht mit seinen Ansprüchen überein.
Da gebe ich Dir recht, auch wenn die Form nicht gerade die feinste war - lassen wir das Thema auf sich beruhen. Aber Du bist nicht mehr auf dem laufenden Stand: Da war ja auch noch einer, der uns beide verwechselt und offensichtlich mich mit dem "Dauernörgler" gemeint hat. - Du siehst, ich war fleißig, aber ich habe seitdem meine "Schlagzahl" etwas reduziert ich muss ja nicht in jedem Forum eine höhere fünfstellige Beitragszahl erreichen. :fool:
Doch doch - das habe ich gesehen, aber das war ja nicht der Anlageneigner. Und meine PN an den Kritiker liegt seit drei Wochen ungelesen in seiner Eingangsablage.
Was soll's.
Mornsgrans hat geschrieben: Die Anfänge der meisten von uns waren fast immer die gleichen. Der Wunsch, endlich etwas nach eigenen Vorstellungen zu schaffen, war die logische Folge nur danach wurden eben unterschiedliche "Entwicklungswege" beschritten.
Unsere Stadtbücherei hatte das eisenbahn magazin abonniert. Und in den Ferien waren die Hefte alle bei mir. :D Zur Umsetzung kam es zwar nicht, aber zur Erkenntnis, dass Eisenbahn mehr ist, als der Märklin-Katalog mich träumen ließ.
Und doch hängt immer noch was in mir an der Devise:
Die Bundesbahn, das merk dir bloß,
ist Märklin, Fleischmann, Trix in groß.

:fool:
Mornsgrans hat geschrieben:
Erich Müller hat geschrieben:die Kunst ist m.E. eher, Intention und Fähigkeiten des Anlagenschaffenden zu erkennen und zu berücksichtigen. Sonst wären einige Threads arg monoton, weil niemand mehr sagen könnte, "das kannst du noch besser".
Volle Zustimmung. Schlecht wäre es, jemanden ein Verfahren vorzuschlagen, das man selbst nicht beherrscht. Hier sind Hinweise auf Stummikollegen, die es können, besser - und das halte ich konsequent ein, wenn ich es selbst nicht kann.
Ich gelte manchen auch als Kritikaster. Das stimmt schon. Weil ich das, was die Harmonie stört, sehe und anspreche. Mittlerweile gebe ich weniger Lösungsvorschläge, sondern beschränke mich auf "das ist so nicht stimmig", die Lösung findet der Erbauer auch selbst (oder kann dann nachfragen). Was anderes ist es, wenn einer um Rat fragt - und etwas dünnhäutig bin ich, wenn einer einem Ratsuchenden Unsinn erzählt.
Mornsgrans hat geschrieben: Übrigens:
Meine P8 hat auch einen Schlag - Achshalterung am Tender gebrochen (fährt aber noch davon unbeeindruckt) und das Gewinde der Gehäuseschraube in Sanddom rundgedreht. Als junge Hüpfer hat man einiges geschrottet, was einem heute noch die Hand auf die Stirn klatschen lässt.
Die P8 habe ich nicht kaputt gekriegt. Die fährt heute noch, allerdings sehr langsam. Und sie hat den zweiten Stator, die Gehäuseschraube hatte ich mal verloren und dann ersetzt... Es ist die Primex-Version; ich habe aus Draht einen Kupplungsbügel an die Kupplung montiert und die fehlende Nummer auf der Rauchkammer mit Bleistift nachgetragen. Das bleibt auch drauf.
Kaputt dagegen (und heute ärgere ich mich schwarz, dass ich sie nicht mehr habe, das ist ja alles reparabel) war die Primex-DHG500. Mein Vater hatte Licht nachgerüstet.
Mornsgrans hat geschrieben: Zu meiner Moba:
Mit Kontakt- und Schaltgleisen habe ich auch gearbeitet, so habe ich meine Streckenblöcke gesteuert - war halt etwas billiger, als im Tunnel ein Signal mit Zugbeeinflussung aufzustellen. :fool:
Die Ende der 70er Jahre aufkommende Digitalisierung war für mich ein Buch mit sieben Siegeln, finanziell unattraktiv und ich wollte meinen analogen Fuhrpark schnell auf die Strecke bringen :D
Ich gebe auch zu, dass ich neuer Technik nicht immer aufgeschlossen bin und nur unter Vorbehalten an diese gehe - wenn auch mit Verspätung. Aber das hat mich schon oft vor unnötigen Kosten und Enttäuschungen bewahrt. Es muss eben alles erst einmal reifen.

Vielen Dank für Eure Beiträge.
Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Schaltgleise hatte ich nie. Kontaktgleise auch nicht. Aber nach Idee meines Vaters (er hätte so gesehen die DDR glänzend über lebt; auf seine Art ein McGyver, der mit dreimal nix alles Mögliche zustande brachte) Kontaktpunkte: ein Papier als Isolator auf die Schiene geklebt, das Kabel drauf und eine Lage Alufolie drüber.
Im Nachhinein würde ich sagen, ein Verstärkerrelais wäre besser gewesen, als so direkt die Signale zu schalten...
An Elektronik habe ich mich nie herangewagt. Halbleitertechnik kam in der Schule nicht vor, mehr als Widerstand und Diode kenne ich nicht (na ja, theoretisch Logikgatter... aber nicht in Praxis), aber zumindest Dioden braucht man ja bei Märklin nicht.
Witzigerweise hat mir die Märklin-Erfahrung geholfen, die Elektrik in meinem ersten Auto in Gang zu halten. Seit einigen Jahren hilft das aber auch nicht mehr; da ist der Hupenknopf nicht mehr mit der Hupe verschaltet, sondern mit der Zentraleinheit. Hoffentlich nicht über s88. :fool:
Digital... vor etwa 18 Jahren habe ich für die Kinder ein delta-Modul erworben und eingesetzt. Mein Vater staunte Bauklötze. Bei mir war kurz danach Pause, und er schaffte etwas später die erste "große Startpackung" in mfx an. Mit tärä in der Lok.
Die hab ich dann geerbt.
Und jetzt versuche ich zu verstehen, was sich ändert, wenn man an den CV dreht. Die Mathematik dahinter kenne ich allerdings nicht; es ist ein bisschen so wie früher, wenn man am Röhrenradio Knöpfe drehte, bis Opa schimpfte.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#24

Beitrag von Wuschee » Di 12. Jul 2016, 13:08

Moin Erich,

da schaut man mal ein paar Tage nicht hier herein und was sehe ich da?!
Es freut mich außerordentlich, dass du uns ein wenig an deiner MoBa-Vergangenheit teilhaben lässt. Wobei so wenig ist es ja gar nicht, wie in deinen Kommentaren bist du auch hier sehr ausführlich und dokumentierst detailliert! :gfm:
Die Bilder deiner Bahn sind herrlich, ich finde der Zeitgeist springt einen aus den Fotos regelrecht an! Genauso stelle ich mir eine MoBa aus dieser Zeit vor, obwohl ich da noch Zukunftsmusik war :fool:
Mir gefällt ja der Schneeteil sehr, der hat echt Stil und natürlich auch, dass man den guten, alten Bahnhof Lindental sieht!

Ich würde mich freuen wenn du uns eventuell noch mit weiteren Bildern beehrst, das wird ja laut deiner Aussage schwierig, aber vielleicht finden sich ja nochmal BIlder in irgend einem staubigen Karton ;). Anbei verzeih' mir, dass ich dir unterstelle das Kartons bei dir staubig sind :redzwinker:

Freue mich weiterhin auf deine qualifizierte Präsenz hier im Forum, sowohl hier als auch andernorts, denn deine Meinung ist geschätzt und gefragt!

Bis auf Weiteres, LG aus Lindental
Johann

Hier geht es in die Kleinstadt Lindental & Umgebung: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=130049


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Re: Mornsgrans' vergangene Anlage - ein kleiner Rückblick in die 80er Jahre

#25

Beitrag von Mornsgrans » Di 12. Jul 2016, 19:40

Hallo Ronny,
eine nette Anekdote hast Du da gebracht. Es gibt ja hier im Forum einen Thread, in welchem der Themenersteller ebenfalls seine Moba über dem Bett errichtet hatte - mit Seilzügen an die Decke.
An diesen Thread musste ich gerade beim Lesen Deiner Zeilen lesen, als Du erwähntest, wie sich der Bohrer in die Decke gewickelt hatte. :D


@Thomas:
Ruhrpotttom hat geschrieben:ein guter alter Kölner Freund sagte mir mal
"Jeder Jeck ist anders " :fool:

Und das ist gut so den sonst wird es langweilig :wink:
Da stimme ich Dir zu.
Ruhrpotttom hat geschrieben:Meine Sammlung wird irgendwann im Hobbyraum eine Platte von ca. 3m × 1m als Auslauf bekommen.
Denke in Spur N läßt sich da was schönes bauen wenn man die Fläche sinnvoll nutzt :wink:
Da bin ich mal gespannt.
Ruhrpotttom hat geschrieben:wenn ich mal etwas vorzeigen kann dann freue ich mich wenn du mir auch mit guten Tips hilfst :wink: .
Gerne - in Spur N wird es sicher sehr spannend. Für mich zwar nicht die "Hausnummer", aber wenn man so sieht, welche Ergebnisse einige N-Bahn-Stummis vorzuweisen haben, kann man nur mit den Ohren schlackern und es mir schon in mehr als nur einem Thread passiert, dass ich nicht wusste, dass es ein N-Spur-Anlagen-Thread ist, bis es mal explizit erwähnt wurde. "RheiNfort" steht für solch einen Thread Pate.


Erich, werter Namensvetter,
dass es nicht der Anlagenbauer war, ist mir auch "zu Ohren" gekommen. Dass er nach eingen Bar "heiße Luft ablassen" wieder in der Versenkung verschwunden ist und immer noch nicht Deine PN gelesen hat, spricht Bände. Du hattest es auch damals im Pumpernudel-Thread erwähnt.
Erich Müller hat geschrieben:Was soll's.
Jap - "kümmern" wir uns um die "Lebenden" ;)
Erich Müller hat geschrieben:Unsere Stadtbücherei hatte das eisenbahn magazin abonniert. Und in den Ferien waren die Hefte alle bei mir.
Danach hatte ich damals in Mainz nie geschaut. Wir war es letztendlich lieber, sporadisch das Märklin-Magazin in der Bahnhofsbuchhandlung zu kaufen, wenn die enthaltenen Themen interessant zu sein schienen. - Ich erinnere mich noch an einen Anlagenbau der Geislinger Steige in Spur Z für eine Messe, war die eindrucksvoll! - Auch wurden darin sehr sehenswerte Dioramen präsentiert.
Erich Müller hat geschrieben:Die Bundesbahn, das merk dir bloß,
ist Märklin, Fleischmann, Trix in groß.
:fool:
Viel größer war damals die Auswahl auch nicht :fool:
Erich Müller hat geschrieben:Weil ich das, was die Harmonie stört, sehe und anspreche. Mittlerweile gebe ich weniger Lösungsvorschläge, sondern beschränke mich auf "das ist so nicht stimmig", die Lösung findet der Erbauer auch selbst (oder kann dann nachfragen)
Hier verfahre ich etwas anders, weil ich auch versuchen möchte, zu beschreiben, was warum stört. Ein Lösungsvorschlag wird da auch fast automatisch impliziert, z.B. indem man einen MÖGLICHEN "Idealzustand" zu beschreiben versucht.
Erich Müller hat geschrieben:Kaputt dagegen (und heute ärgere ich mich schwarz, dass ich sie nicht mehr habe, das ist ja alles reparabel) war die Primex-DHG500.
Über dieses Modell kann man sehr gespalten sein, da sie eigentlich potthässlich ist. Aber gleichzeitig bietet sie sicher ein sehr großes Potential zur Veredelung und Zurüstung, wenn man ruhige Finger hat und eine gute Ersatzteilquelle besitzt.

Dein Vater war recht kreativ, wohingegen unsereins von dem oft überteuerten Mä-Zubehör geblendet war, und eigene Schöpfungen noch kaum Platz hatten. Natürlich hatte ich bei meinen letzten Anlagen damit zu kämpfen, dass der Widerstand der Schienen immer größer wurde, je weiter ich vom Trafo entfernt war, also mussten zusätzliche Einspeisestellen geschaffen werden. Es dauerte so beispielsweise eine Zeit, bis ich dahintergestiegen war, dass es günstiger war, Kabel direkt am Mittelleiter anzulöten und am Trafo zusätzlich anzuschließen, statt die teuren "Kabelplatten" mit viel zu kurzen Kabel aus dem MÄ-Zubehör zu kaufen, um dann diese noch zusätzlich zu verlängern - natürlich mit den Bananensteckern. BildDas hörte aber während der Bauphase von Anlage drei (siehe ersten Beitrag) auf.
Erich Müller hat geschrieben:Witzigerweise hat mir die Märklin-Erfahrung geholfen, die Elektrik in meinem ersten Auto in Gang zu halten. Seit einigen Jahren hilft das aber auch nicht mehr; da ist der Hupenknopf nicht mehr mit der Hupe verschaltet, sondern mit der Zentraleinheit.
Ich habe schon lange aufgehört, an meinem Auto etwas selbst zu machen. Erstens ist alles verbaut, dass man kaum die Komponenten ausbauen kann, zweitens nimmt immer mehr Digitaltechnik Einzug und da kann man nicht einmal mehr Ströme vernünftig messen und man verflucht die Hersteller, dass der Austausch defekter Beleuchtungsteile bis über € 1000.- kosten kann, weil nur eine Handvoll LED für 50 Cent defekt sind.


Johann, altes Lindentaler Urgestein,
wie ich schon weit vorne in Deinem Thread geschrieben hatte, weckte Dein Bahnhof Lindental alte Erinnerungen.
Mein allererster Bahnhof auf der Trix-Express-Anlage war der Bahnhof Altenstein, den Du im Startbeitrag in der Winterlandschaft andeutungsweise sehen kannst.
Nach dem Tausch der Anlage mit meinem Bruder war der Bahnhof Neukirch angesagt, und zwar im gleichen Ensemle, wie im ersten Bild auf dieser Webseite.
Nach der Trennung der gemeinsamen Trix-Märklin Anlage (Anlage 2a) in zwei einzelne fand der Bahnhof Lindental als zweiter Bahnhof Einzug auf meiner Anlage (Anlage 2b). Altenstein blieb bei der Trix-Express-Anlage. Erst als diese endgültig abgebaut wurde, sicherte ich mir Altenstein und holte zusätzlich den Bahnhof Steinach 4. Bild).
Lindental gefiel mir, vor Allem wegen des Stellpults im integrierten Stellwerk.

Mit weiteren Bildern wird es leider nichts. - Ich hatte damals genau diese Bilder von der Anlage gemacht und die Abzüge in meinem Fotoalbum verewigt. Meine staubige Fotokiste wurde vor ca. 15 Jahren ausgemistet, weil meiner Ex-Frau's Meinung nach zuviel in Kartons läge, die doch keiner anschaut. Die Negative habe ich zwar noch, aber die zeigen auch nicht mehr Bilder, als ich hier gepostet habe.

Als Schüler hatte man kein großes Budget für Fotographie und als Wehrpflichtiger erst recht nicht. Darum gibt es von der Anlage drei nur diese wenigen Bilder. Dass es von der Anlage vier keine gibt, liegt daran, dass die Anlage in meinen Augen noch nicht soweit war, dass sich Fotos gelohnt hätten.

So, das war es erst einmal wieder von meiner Seite. Ich danke Euch für Eure Beiträge.

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
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