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RE: Fleischmann goes digital

#1 von Schaffner , 26.12.2018 23:15

Hallo zusammen,

ganz tolles Forum hier. Bevor ich mein Profil vervollständige und mich an den Diskussionen beteilige, kommt hier mein erster Post.

Aus meiner Kindheit existiert eine Fleischmann-H0-Analog-Bahn auf Profi-Gleis.

Ich würde die Anlage gerne zunächst auf dem Teppich aufbauen, später vielleicht mal mehr.

Mein unerfüllter Kindheitstraum, ein ICE (mittlerweile vielleicht der 3er), soll aber schon eine erste Anschaffung sein.

Meine Frage: Soll ich ihn mir im Piko Smartcontrol-Light-Startset kaufen und meine anderen Loks nach und nach umrüsten und die Piko-Gleise aus dem Set verkaufen? Oder doch auf Roco-Digital umschwenken?

Das Piko-Set gibt es schon ab 180 Euro.

Danke schon mal für eure Antworten!


Viele Grüße

Armin


 
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RE: Fleischmann goes digital

#2 von Instandsetzung , 27.12.2018 04:08

Hallo namenloser Kontroletti,

Herzlich Willkommen . . .

und verstehe bitte die folgenden Zeilen nicht als abwatschen.

Auf die Frage: Was schmeckt besser - Pepsi oder Coca Cola, kann man ja immer noch mit persönlichem Geschmack kommen.

Aber auf die Frage: was fährt besser - Opel oder VW, kann man doch nicht mehr wirklich unobjektiv antworten.

Genau so bei Deiner Frage. Beides ist bei der Startpackungsausführung ungefähr gleich gut und kann ähnlich viel.
Bei Rocos weißer z21 kann man mit dem WLan Package einfach mit dem Taschenfernsprecher steuern.
Die Piko Sachen kommen von Uhlenbrock und da kann man alles weiter verwenden, wenn man das System weiter ausbaut.

Ich weiß, daß es heutzutage schwierig ist einen Laden zu finden, bei dem man Beides mal in die Hand nehmen kann um es auszuprobieren.
Ich würde das nehmen, was besser in der Hand liegt und mit welchem man einfacher zurecht kommt.

Den Decodern in der Lok ist es relativ egal, für welches der beiden Systeme Du Dich entscheidest.

MfG
Oliver


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RE: Fleischmann goes digital

#3 von Schaffner , 27.12.2018 08:39

Hallo Herr Instandsetzer,

danke für deine Antwort und nein, namenlos will ich nicht bleiben, aber warum die Signatur nicht angezeigt wurde, ist mir schleierhaft.

Cola oder Pepsi, VW oder Opel... hätte nicht gedacht, dass es in meinem Fall wirklich danach geht, was nachher besser in der Hand liegt. Klar, erweitern kann ich immer. Aber Piko kommt natürlich meinem Wunsch entgegen, einen ICE 3 in den Fuhrpark zu übernehmen. z21 sieht mir aber natürlich nach dem höherwertigen System aus.

Naja, vielleicht hat noch jemand eine Anregung.

Welche Lok-Decoder empfiehlst du mir? Einbau direkt selber wagen oder für ein paar Mark mehr doch beim Fachhändler des Vertrauens durchführen lassen?


Viele Grüße

Armin


 
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RE: Fleischmann goes digital

#4 von Bayer ( gelöscht ) , 27.12.2018 09:32

Hallo Armin,

es soll doch nicht nur der Wunsch-ICE digital fahren, oder? Sortiere dein vorhandenes Fahrmaterial, Gleise reinigen und intensiven Analogbetrieb machen und dir ist bekannt was nur mehr für die Vitrine tauglich ist, was gewartet werden muß. Kannst du dann noch mit dem Lötkolben umgehen steht einer Digitalisierung durch dich nichts mehr im Weg. Vielleicht magst du dich auch noch nach einem Modellbahnerstammtisch in deiner Nähe umschauen, dort wird dir dann sicher auch gerne geholfen damit du bei den ersten Umbauten nicht ganz alleine da stehst. Und nach etwas Übung baust du einen ICE auch selbst um,
Bei der Zentrale Roco z21. Warum? Weil hier im Forum auf einen riesigen Erfahrungsschatz gegriffen werden kann sollte es mal Probleme geben. Und das hilft ungemein um am Anfang Erfahrungen zu sammeln und die Freude am Hobby zu erhalten.

Gruß
Wolfgang


Bayer

RE: Fleischmann goes digital

#5 von Schaffner , 27.12.2018 10:00

Hallo Wolfgang,

aus deinem Beitrag lese ich, dass du mir das z21-System empfiehlst, ich meine bisher vorhandenen Loks nach und nach umbaue und mich dann an einen ICE 3 wage?


Viele Grüße

Armin


 
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RE: Fleischmann goes digital

#6 von drum58 , 27.12.2018 13:09

Hallo Armin,

die Wahl der Digitalzentrale beeinflusst immer auch die zukünftigen Möglichkeiten, denn die Anschlüsse sind sehr unterschiedlich und damit auch die Möglichkeiten zukünftigen Ausbaus. Insbesondere die unterschiedlichen Rückmelde-Bussysteme legen Dich relativ schnell fest. Insoweit ist die Auswahl nicht ganz einfach, eine Einsteigerzentrale ist gerade für jemand mit wenig bis keiner Erfahrung schon aus Kostengründen bei einem eventuellen späteren Wechsel sicher nicht verkehrt.
Da tendiere ich auch zur z21 (weiß), ob einzel oder im Startset hängt von Deinen weiteren Fahrzeugwünschen ab, denn wenn ein Startset Fahrzeuge enthält, die sowieso auf Deiner Wunschliste stehen, dann ist dies meist der deutlich günstigere Kauf.
Egal mit welcher Zentrale, wenn sie DCC kann (und das können glaube ich inzwischen alle) legst Du damit keinerlei Auswahl der Decoderhersteller fest, Du kannst alle DCC-Decoder nutzen.
Zum ICE 3: Den gibt es gerade günstig als Analog-Startpackung für 133,99 € bei zwei Anbietern (laut Google). Den kannst Du also sofort mit Deinen analogen Fleischmann-Fahrzeugen einsetzen und späteres Digitalisieren ist dank Schnittstelle überhaupt kein Problem.

Gruß
Werner


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RE: Fleischmann goes digital

#7 von Bayer ( gelöscht ) , 27.12.2018 18:25

Hallo Armin,

kurz und bündig, ja.

Gruß
Wolfgang


Bayer

RE: Fleischmann goes digital

#8 von Schaffner , 27.12.2018 19:16

Hallo zusammen,

vielen Dank für die diversen Beiträge und Nachrichten an mich.

Ich werde bei Seyfried das z21 Set kaufen inkl. Multimaus.

Sobald meine alten Loks da sind, werde ich versuchen sie zu öffnen und zu fotografieren. Das wird eine Herausforderung für mich, weil ich denke, dass es keine Decoder-Schnittstellen gibt.

Habt ihr jetzt schon eine definitive Empfehlung für Decoder? Bitte mit Artikel-Nr.


Viele Grüße

Armin


 
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RE: Fleischmann goes digital

#9 von drum58 , 27.12.2018 19:31

Zitat
Habt ihr jetzt schon eine definitive Empfehlung für Decoder? Bitte mit Artikel-Nr.



Hallo Armin,

den einen, richtigen Decoder gibt es nicht, jeder hat da seine persönlichen Vorlieben und Favoriten und kann Dir erklären, warum nur sein Favorit in Frage kommt. Da solltest Du Dich weder verunsichern noch beeinflussen lassen.

Entscheidend sind zunächst zwei Fragen:
Wieviel Strom nimmt der Motor unter Last auf, gerade bei alten Motoren nicht unwichtig?
Welche und wieviele Funktionen willst Du ansteuern können, möchtest Du auch Sound?
Erst aus diesen Informationen kann ein Tipp gegeben werden, aber der wird immer subjektiv sein, das muss Dir bewusst sein.

Bei alten Fleischmann-Loks muss auch immer die Potentialfreiheit der Motoranschlüsse vor Anschluss eines Decoders geprüft sein, sonst kann das Leben des Decoders sehr kurz werden.

Gruß
Werner


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RE: Fleischmann goes digital

#10 von Schaffner , 29.12.2018 21:43

So, nun kann ich euch die drei Lokomotiven präsentieren, die evtl. digitalisiert werden sollen.







Leider habe ich die Lokomotiven noch nicht physisch vor mir. Hersteller müssten Fleischmann, Roco, Fleischmann sein. Bin mir aber nur bei der dritten sicher. Erkennt sie jemand konkret und kann mir eine Prognose abliefern? Ist es machbar, sie zu digitalisieren?


Viele Grüße

Armin


 
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RE: Fleischmann goes digital

#11 von drum58 , 29.12.2018 22:23

Hallo Armin,

Deine Annahme zu den Herstellern dürfte stimmen und digitalisieren lassen sie sich sicher, die Frage ist nur mit welchem Aufwand. Um das Beurteilen zu können, müsste ich Motor bzw. Platine sehen, stelle doch mal Bilder davon ein.

Bei der 212 ist zu prüfen was für ein Motorschild verbaut ist, wichtig ist, dass keine Verbindung zwischen Gleis und Motoranschlüssen besteht bevor ein Decoder eingebaut wird. Es gibt potentialfreie, solche die mit einfacher Trennung potentialfrei zu machen sind und solche aus Metall, bei denen ein Austausch der einfachere Weg ist.

Bei der 140 ist wichtig, ob die Platine eine Schnittstelle hat oder nicht. Wenn ja, ist mit Tausch des Blindsteckers gegen einen Decoder alles erledigt, wenn nicht, muss die Platine bearbeitet oder gegen eine von Herrn Hübsch getauscht werden (ist der einfachste Weg um komplette Lichtsteuerung zu erreichen).

Die 53 kenne ich nicht selbst, erste Frage ist was für ein Motor verbaut ist (Rundmotor, Bühler oder kleiner N-Motor)?

Gruß
Werner


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RE: Fleischmann goes digital

#12 von Guardian71 , 30.12.2018 13:31

Moin,

die 53 hat einen Rundmotor quer im Führerhaus. In der Lok ist kein Platz mehr, der Decoder sollte in den Tender - Dazu sollte eine Steckverbindung Lok-Tender geschaffen werden, da der Tender in der Verpackung getrennt wird. Als Decoder für Rundmotoren empfehlen sich ESU LoPi v4, D&H DH10 oder Zimo MX600 bzw. MX623. Man sollte gleich eine Schnittstelle schaffen (PluX16 reicht).

Grüße
Mark


Beste Grüße,
Mark


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RE: Fleischmann goes digital

#13 von Instandsetzung , 30.12.2018 18:08

Hallo Daniel,

gut, daß ich Dich nicht gleich verschreckt habe
( Meine Ironieschübe lassen bei mir manchmal die Pferde durchgehen ).

Mit der z21 und einer Multimaus machst Du erst mal nichts falsch.

Bevor ich jetzt dazu aber noch meinen Sempf dazu gebe, habe ich mal nachgedacht, welche Zentralen ich so habe:
Denn neben der z21 und der Uhlenbrock Daisy ( Innenleben baugleich mit Piko ) habe ich noch :
Märklin 6021, MS1 & 2, CS1 & 2, Arnold Commander 6, Arnold 86021, Lenz LZ100, Trix Central-Control 2000 & Müt MC 2004 ( beides Selectrix), IB1, IB-Basic, IB2 dazu FRED (und Funk-Daisy) und dazu noch die Programmer von ESU, Märklin und Uhlenbrock..

Zum Spielen nutze ich eigentlich nur 2 :
Die Funk-Daisy, weil sie mir am besten in der Hand liegt und ich damit in der Einhandbedienung am besten zurecht komme. Das Gehäuse der Daisy ist schmaler, als das der Piko Smart-Control und der Drehknopf ist höher. Ich hatte das Piko Teil nur mal auf einer Messe in der Hand und obwohl sie das gleiche Innenleben hat, konnte ich mit einer Hand das Uhlenbrock Teil besser bedienen. Einhandbedienung daher, damit man beim Rangieren in der anderen Hand den Entkuppler halten kann und zu den Wagen schauen kann, um mit der anderen Hand blind den Regler zu bedienen.
Daher nehme ich dafür auch lieber die Daisy als die Multimaus, da mir nach meinem Empfinden die 0-Rastung der Maus zu hart ist. UB hat keine 0-Rastung sonder man schaltet mit einem Druck auf den Knopf die Fahrtrichtung um, kann die aber auch so einstellen, daß bei ersten Druck nur der definitive Halt der Lok erfolgt.
Das ist aber eben mein persönliches Empfinden und halt die Macht der Gewohnheit, daß man die Fahrtrichtungsumschaltung lieber mit Knopfdruck, als mit dem Drehen über 0 erzielt.

Einhandbedienung ist natürlich mit einem mobilen Endgerät nicht so einfach, da man ja keine Knöpfe und Regler hat. Zum Rangieren brauche ich eben die gewisse Haptik.

Beim Tischbahning des Märklin Stammtisches wird auch mit der Uhlenbrock Daisy gesteuert, weil die LocoNet Umgebung für solche zusammentreffen eben am Besten ist.

Wenn ich aber mit 2 Kumpels DC-Tischbahning im Keller mache, nehmen wir allerdings die z21. Da wird dann aber auch nicht groß rangiert. 3 Leute - 3 Kreise - 3 Taschenfernsprecher. Wenn man nur mal los fahren will, kann man auch mal kurz auf den Bildschirm schauen.
Für kleine Arrangements reicht da die z21 vollkommen aus und eine Erweiterung von Fahrreglern kostet da so gut wie nichts, da ja jeder ein mobiles Endgerät sein Eigen nennt.

Zu den Decodern ist ja schon was geschrieben worden.
Ich persönlich baue in Märklin Loks meist Märklin ( klar ) oder ESU Decoder ein.
In DC-Fahrzeuge gerne den Lenz Standart. Der ist gut, preiswert und kommt auch mit Fleischmann Rundmotoren klar, wenn man CV 50 auf 2 stellt.
Den ESU-LOPI, wenn halt bestimmte Licht- und Steuerfunktionen gewünscht sind.
Und manche Piko Loks fahren mit Uhlenbrock Decodern am Besten.
Der 76320von Uhlenbrock kann zwar nix außer fahren und Licht an, ist aber robust und da man nicht viel programmieren kann, kann man auch nicht viel falsch machen.

Schau doch noch mal in folgenden Fred viewtopic.php?f=29&t=165147 ( wird in der Mitte zwar leicht OT )
Der hat auch Fleischmann Fahrzeuge.

MfG
Oliver


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RE: Fleischmann goes digital

#14 von Schaffner , 30.12.2018 20:51

Vielen Dank für die Antworten bisher.

Die 53 und 140 sind eine schwierige Kiste zum Öffnen. Ehrlich gesagt will ich auch nichts am Gehäuse zerstören, davor stelle ich sie in die Vitrine und kaufe neue Digital-Loks.

Die 212 sind geöffnet so aus:





Gibt es noch Ratschläge?


Viele Grüße

Armin


 
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RE: Fleischmann goes digital

#15 von drum58 , 30.12.2018 21:13

Hallo Armin,

das Motorschild kann mit Trennungen auch digital genutzt werden. Wichtig ist, dass die Motoranschlüsse (silbrige Kohlenabdeckungen) keine Verbindung zum Anschluss vom Gleis haben.

Was für ein Problem mit dem Öffnen der 140 hast Du denn? Eigentlich genügt das Spreizen des Gehäuses in der Mitte, dann kann das Gehäuse nach oben abgezogen werden.

Gruß
Werner


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RE: Fleischmann goes digital

#16 von E95 , 21.05.2019 22:10

Hallo Armin,

wenn Du Dich im Lauf der Zeit mehr in die Digital-Technik hineinfindest, dann wirst Du auch etwas an den Einstellungen der Triebfahrzeuge/Decoder ändern wollen. Das Programmieren ist eine Wissenschaft für sich, die Decoder-Hersteller haben dafür ihre jeweiligen, individuellen Programmier-Geräte.
Deshalb ist es ratsam, Decoder eines Anbieters zu kaufen und einzubauen, das vereinfacht den Umgang mit dieser Thematik enorm. Andernfalls müsstest Du Dir irgendwann noch die Programmer von ESU, Zimo, D+H, Lenz usw. zulegen.


Gruß

Peter


 
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RE: Fleischmann goes digital

#17 von drum58 , 22.05.2019 08:36

Zitat
Deshalb ist es ratsam, Decoder eines Anbieters zu kaufen und einzubauen, das vereinfacht den Umgang mit dieser Thematik enorm. Andernfalls müsstest Du Dir irgendwann noch die Programmer von ESU, Zimo, D+H, Lenz usw. zulegen.



Hallo Armin,

das stimmt so nicht. Alle genannten Decoder lassen sich "gemischt" problemlos einsetzen und alle lassen sich auch ohne Programmer des jeweiligen Herstellers einstellen. Ich habe genau von den genannten Herstellern Decoder im Einsatz und keine Probleme mit dem Einstellen. Der jeweilige Programmer ist nur dann zwingend notwendig, wenn Sound aufgespielt oder verändert werden soll oder wenn Firmwareupdates aufgespielt werden sollen. Allerdings erleichtert der Programmer das Einstellen der CVs deutlich, seine Benutzung erhöht also die Bequemlichkeit, sie ist aber nicht zwingend erforderlich.

Gruß
Werner


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RE: Fleischmann goes digital

#18 von raily74 , 23.05.2019 22:42

Hallo Werner,

bis vor Kurzem habe ich deine Ansicht auch geteilt und lieber den etwas unbequemen, dafür aber kostenneutralen Weg über Bedienungsanleitung und händisches Programmieren der CVs gewählt. Wenn es nur um Adresse, Beschleunigung, Bremsen und Höchstgeschwindigkeit geht, ist das sicher der günstigere Weg. Irgendwann kommt man aber (durch mehr Erfahrung und Übung) zwangsläufig an den Punkt, an dem man mehr machen möchte. Auch abseits von Sounddecodern gibt es mitunter knifflige Programmierungen (z.B. Kupplungswalzer oder die Beleuchtung einer Straßenbahn => Blinken, Bremslicht, autom. abschaltende Führerstandsbeleuchtung usw.). Wenn die Decoder dann auch noch unterschiedliche Firmware-Stände haben und unterschiedlich auf gleiche CVs reagieren, geht die Fehlersuche los (so geschehen mit zwei ESU LoPi V4).

Also habe ich mir vor kurzem einen ESU LokProgrammer gekauft. Das Programmieren geht damit dermaßen einfach und schnell, dass es richtig Spaß macht. In der gesparten Zeit könnte ich jetzt schon die nächste Lok umbauen (oder Tipps im Stummiforum veröffentlichen). Also folgt nun ein Zimo MXULFA, da ich einige Zimos im Einsatz habe, die ohne Firmware-Update keinen Kupplungswalzer beherrschen. In Zukunft kaufe ich nach Möglichkeit nur noch Decoder von ESU und Zimo und nicht weitere Programmer. Evtl. tausche ich auch den ein oder anderen Kühn/CT aus.

Hätte mich vor 15 Jahren jemand so nett darauf hingewiesen, hätte ich heute vielleicht nur Decoder von max. zwei Herstellern im Einsatz (manchmal braucht man halt einen speziellen Decoder, den der Favorit nicht anbietet). Und hätte mir vor 15 Jahren jemand erzählt, es gäbe eine sinnvolle Verwendung für Decoder mit acht oder zehn zu programmierenden Funktionsausgängen, was hätte ich gelacht. Heute werkelt ein Zimo MX633 in meiner Straßenbahn und jeder der zehn Ausgänge ist belegt, nur für die Steuerung des Lichts.

Was folgt, ist das Ergebnis der händischen Programmierung über Anleitung und CVs. Ohne Programmer habe ich dafür knapp drei Stunden gebraucht (und das ist nur die Theorie, noch fährt sie nicht).

CV3 = 6
CV4 = 6
CV29 = 42
CV17 = 194
CV18 = 89
CV33 = 17 (F0v = Lv + FA3 „Licht“ + „FS1“)
CV34 = 34 (F0h = Lh + FA4 „Licht“ + „FS2“)
CV35 = default (F1 = FA1 „Blinker Fahrerseite“)
CV36 = 112 (F2 = FA6 + FA7 + FA8 „Zugziel“ + „Bremslichter“)
CV37 = 1 (F3 = FA2 „Blinker Tür“)
CV38 = 8 (F4 = FA5 „Innenbeleuchtung“)
CV117 = 55 (Blinken im 1 sec.-Takt)
CV118 = 12 (FA1 + FA2 Blink-Maske)
CV129 = 60 (Führerstand vorn autom. aus)
CV130 = 60 (Führerstand hinten autom.aus)
CV131 = 92 (Leuchtstoffröhren auf FA5)
CV159 = 57 (Bremslicht hinten auf FA7)
CV160 = 58 (Bremslicht vorn auf FA8)

Das ist natürlich ein extremer Einzelfall, aber wer neu beginnt, kann das evtl. berücksichtigen. Ich hoffe, der "extreme Einzelfall" verdeutlicht, was ein Programmiergerät mit entsprechender Software leisten kann und warum es nicht von Nachteil ist, eine Linie zu fahren.

Viele Grüße, Michael


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RE: Fleischmann goes digital

#19 von drum58 , 24.05.2019 08:23

Hallo Michael,

einen Widerspruch zwischen unseren Posts sehe ich nicht, ich habe ja auch geschrieben, dass ein Programmer das Einstellen vereinfacht. Mir ging es nur um die Aussage, man "müsse" sich einen Programmer zulegen, die so absolut einfach falsch ist.
Dass vermutlich der ESU-Programmer der wichtigste ist, wenn man deren Decoder nutzt, würde ich bestätigen. Das sind bei "zu Fuss-"Programmierung die kompliziertesten, schon wegen der Register. Ich habe zwar welche, werde aber kaum noch einen kaufen, denn speziell ZIMO kann mindestens gleich viel und ist viel einfacher einzustellen und Lenz und D&H stellen kein Problem dar.
Und Dein Straßenbahn-Beispiel ist wirklich der Extremfall.

Schönen Gruß
Werner


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RE: Fleischmann goes digital

#20 von raily74 , 24.05.2019 08:49

Hallo Werner,

da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Es sollte kein Widerspruch sein, schließlich habe ich es ja 15 Jahre lang ohne Programmer gemacht und genauso gesehen, wie du schreibst. Es sollte meinen heutigen Kenntnisstand widerspiegeln und die Tatsache, dass es ratsam ist, diese Details von Anfang an zu berücksichtigen. Nach heutigem Kenntnisstand würde ich meinen gesamten Fuhrpark mit Zimo-Decodern ausstatten, weil Zimo eine breite Palette an Decodern anbietet (kleine "13x9mm", normale, große, zwei bis zehn Funktionsausgänge usw.).

Viele Grüße, Michael


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RE: Fleischmann goes digital

#21 von Guardian71 , 10.06.2019 12:44

Zitat

Hallo Armin,

wenn Du Dich im Lauf der Zeit mehr in die Digital-Technik hineinfindest, dann wirst Du auch etwas an den Einstellungen der Triebfahrzeuge/Decoder ändern wollen. Das Programmieren ist eine Wissenschaft für sich, die Decoder-Hersteller haben dafür ihre jeweiligen, individuellen Programmier-Geräte.
Deshalb ist es ratsam, Decoder eines Anbieters zu kaufen und einzubauen, das vereinfacht den Umgang mit dieser Thematik enorm. Andernfalls müsstest Du Dir irgendwann noch die Programmer von ESU, Zimo, D+H, Lenz usw. zulegen.



Moin,

man kann auch einen gemischten Weg gehen: Programmer für den/die wichtigsten Sounddecoder-Hersteller, andere, Nicht-Sound-Decoder manuell über CVs. Das funktioniert für Modelle ohne viele Funktionen sehr gut (z.B. Dampfloks: Motor, Licht vorn, Licht hinten, vielleicht noch 'ne Führerstandsbeleuchtung, also nur drei Funktionen).

Bei neueren Modellen modernerer Vorbilder wächst die Anzahl der Funktionen, so das Mapping eine Rolle spielt. Dies geht bei Zimo, Lenz und D&H ganz gut "zu Fuß", bei ESU und dem ähnlich konzipierten Uhlenbrock ist das eine Katastrophe. Bei ESU hilft deren Programmer ungemein, bei Uhlenbrock/Piko ist der Programmer angekündigt, aber noch nicht erhältlich. Märklin mLD3/mSD3 musste ich noch nicht mappen, kann ich daher nicht einschätzen.

Aus dem Programmer-Kuddelmuddel der unterschiedlichen Hersteller drängt sich mir eine Frage auf:

WANN KOMMT EIGENTLICH MAL EIN PROGRAMMER, DER ALLE DECODER ERKENNT, UPDATEN, PROGRAMMIEREN UND SOUNDPROJEKTE INSTALLIEREN KANN?

Grüße
Mark


Beste Grüße,
Mark


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RE: Fleischmann goes digital

#22 von Erich Müller , 10.06.2019 21:08

Warum schreist'n so laut?
Die Antwort ist: wenn sich alle existierenden Hersteller auf einen gemeinsamen Standard zum Updaten etc. einigen. Mit anderen Worten: entweder wenn nur mehr ein Hersteller übrig geblieben ist, oder - nie.

Einstweilen kannst du wenigstens zum Einstellen der meisten DCC-Decoder die Software jmri verwenden. Aufspielen von Dateien, seien es Sounddateien oder das Updaten der Firmware, ist damit aber nicht möglich und wird auch auf absehbare Zeit nur mit den jeweils markeneigenen Geräten möglich sein.


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: Fleischmann goes digital

#23 von inet_surfer88 , 10.06.2019 23:50

Hallo,

Zitat
WANN KOMMT EIGENTLICH MAL EIN PROGRAMMER, DER ALLE DECODER ERKENNT, UPDATEN, PROGRAMMIEREN UND SOUNDPROJEKTE INSTALLIEREN KANN?


Ich auch haben will!!!
Aber das wird nie kommen. Schließlich soll man sich ja einen Programmer kaufen und dann immer brav die Decoder von genau diesem Hersteller. Blos keinen Decoder eines anderen Herstellers kaufen

Aber zur Frage BR53:
Die fährt bei mir auch Digital durch die Gegend. Die hatte ich vor etlichen Jahren umbauen lassen und der Decoder sitzt jetzt gar nicht so fachmännisch in der Lok vorne. Wenn mir mal gaaaaanz langweilig ist kommt der in den Tender. Aber erst wenn da mal was kaputt ist. Solange die fährt bleibt er da wo er ist.
Eine Fleischmann BR89 mit Schlepptender habe ich selbst umgebaut. Von den Platzverhältnissen her ähnlich wie die BR53. Hier habe ich den Decoder in den Tender verbaut und gleich eine Schnittstelle vorgesehen. Dann die Kabel nach vorne geführt. Eine Steckverbindung habe ich nicht eingebaut, da die Lok auch so in die Schachtel passt. Bei der BR53 müsste das glaube ich auch gehen, wenn ich mich jetzt nicht stark täusche???
Den Umbau der 89er hatte ich damals hier im Forum vorgestellt. Hier der Link
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=27&t=117106


Gruß Rüdiger


Mit der Bahn ins Feriendorf


Der Technik-Thread rund um die Steuerung von DCC-Loks mit dem Selectrix-System
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RE: Fleischmann goes digital

#24 von maybreeze , 11.06.2019 10:09

Vielleicht hilft die Seite Jmri.org weiter ....


Liebe Grüße aus Wien
Klaus
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