ich möchte eine Überholstelle im verdeckten Bereich bauen. Baue erstmals eine Anlage mit Digi-Steuerung und bin leider nicht so fit mit den Abläufen bzw. Anschlüssen.
Folgendes möchte ich umsetzen.
Ein Zug fährt auf Gleis 1 ein, überfährt ein Kontaktgleis welches die Haltestelle auf rot schaltet (virtuelles Signal), der Zug kommt in Halteabschnitt zum stehen und schaltet die Weiche auf das Gleis 2 um.
Der nächste Zug fährt auf Gleis 2 ein, überfährt ein Kontaktgleis welches die Haltestelle auf rot schaltet (virtuelles Signal), der Zug kommt in Halteabschnitt zum stehen, schaltet die Weiche auf das Gleis 1 um und lässt den Zug auf Gleis 1 abfahren.
Sollte kein zweiter Zug im Fahrbetrieb folgen sollte der Halteabschnitt 1 auf Durchfahrt gestellt werden können.
Ausgangssituation: Zug 1 steht in Gleis 1 - Signal 1 steht auf "Halt" - Einfahrtweiche steht auf "Abzweig"
Ablauf: Zug 2 erreicht Kontakt A und stellt alle Signale auf "Fahrt" Zug 1 fährt aus Gleis 1 und schaltet mit Kontakt D alle Signale auf "Halt" Zug 2 fährt in Gleis 2 und schaltet mit Kontakt C die Einfahrtweiche auf "Geradeaus" Zug 2 hält in Gleis 2 vor Signal 2
Zug 1 erreicht Kontakt A und stellt alle Signale auf "Fahrt" Zug 2 fährt aus Gleis 2 und schaltet mit Kontakt D alle Signale auf "Halt" Zug 1 fährt in Gleis 1 und schaltet mit Kontakt B die Einfahrtweiche auf "Abzweig" Zug 1 hält in Gleis 1 vor Signal 1 usw.
Evtl.gibt es in der CS2 eine elegantere Lösung (Blockstellen-/Fahrstraßensteuerung o.ä.) - aber dazu fehlt mir bekanntermaßen die CS2...
das wäre mir zu riskant. Dann lieber zwei Kontakte A1 und A2 nach der Einfahrweiche. Der Ablauf bleibt ansonsten gleich. Wenn die Kontakte direkt und ohne Relais die Ausfahrsignale schalten sollten, wäre es auch besser, für Kontakt D zwei Kontakte vorzusehen. Zwei Signale mit Spulenantrieb ziehen doch einen sehr hohen Strom, das gibt entsprechend große Funken.
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
, geht auch fahrtrichtungsunabhängig. Es empfielt sich, die Automatk abschaltungsfähig zu bauen (bei mir Trennung von L über ein Relais) und eine Gleisbesetztanzeige einzurichten, dann weiß ich, wo ein Zug steht bzw. fährt. vG diebo
Märklin Technik Tipp 323 beschreibt eine Schattenbahnhofsteuerung mit der CS2 sehr umfassend, darin auch den Einsatz und die Verschaltung von Kontaktgleisen verschiedenster Art: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/...digital-cs2.pdf.
Bei dieser Variante stellt der einfahrende Zug sein "eigenes" Signal auf "Halt" und das nächste auf "Fahrt". Das setzt aber mindestens 2 sändig fahrende Züge voraus. Normen möchte erreichen, dass, wenn nur ein Zug auf der Strecke unterwegs ist, dieser im Bahnhof durchfährt.
Zitat Normen möchte erreichen, dass, wenn nur ein Zug auf der Strecke unterwegs ist, dieser im Bahnhof durchfährt. Gibt es in der CS 2 nicht eine solche Funktion?
Dann muss er die "Steuerung des Schattenbahnhofs" deaktivieren. Das muss er aber auch bei jeder anderen Schaltungsvariante. Wie soll die Anlage erkennen, dass nur ein Zug unterwegs ist? Das wäre ausschließlich mit einer programmierbaren Lösung möglich, die weiß, wie viele Züge sich auf der Anlage bzw. auf dem Streckenabschnitt befinden: eine PC-Steuerung.
Weshalb willst Du einen UFS (quasi manuelle/analoge Technik) einsetzen, wenn Du eine CS2 besitzt : Meine Kenntnisse mit der CS2 sind zwar sehr eingeschränkt, ich weiss aber, dass die CS2 einen (Schatten-)Bahnhof steuern und zusätzlich Fahrstraßen schalten kann. Dein Vorhaben sollte sich mit der CS2 (und ggf.Rückmeldern/Kontakt-/Schaltgleisen) realisieren lassen. Für einen automatischen Ablauf nutzt Du dann das bordeigene Memory...
Nachtrag: CS2-Training (Stand 2015) Ab Seite 121 wird es interessant - einfach mal probieren...
vielen Dank für deinen Hinweis. Das mit dem UFS hatte ich aus Kostengründen gedacht, wäre ja nur ein einfacher Wechsel der Züge zu bewerkstelligen.
Das mit den S88, K83 und k84 wäre auch machbar. Die freien Kontakte und Schaltbefehle könnte ich noch auf der Anlage verwenden. Gibt es da auch Erfahrungen von anderen Hersteller ?
Die CS2 benötigt für dieFahrstraßensteuerungnur Kontakte (Schalt- bzw. Kontaktgleis) und natürlich S88-Module. Magnetartikeldecoder (k83/k84) dienem demSchalten der einzelnen Weichen/Signale. Wie ich schon schrieb, habe ich mit der CS2 keine praktischen Erfahrungen. Der Ablauf ist aber bei allen Systemen ähnlich (wenn nicht sogar identisch):
In der Fahrstraße werden die benötigten Weichen und Signale mit ihrer entsprechenden Stellung (Geradeaus/Abzweig bzw. Halt/Fahrt etc.) definiert. Eine Fahrstraße wird "gelegt" (=geschaltet), sobald ein Kontakt bzw.eine Kontaktstrecke befahren wird. Mit dem Befahren des Kontaktes wird über den S88 eine Verbindung mit Masse hergestellt, was die Zentrale dazu veranlasst, die Fahrstraße zu legen. Voraussetzung hierfür sind Blockstrecken und Rückmelder (das sind die erwähnten Kontakte) sowie -im Idealfall- eine Zugverfolgung.
Rückmeldung, Blockbetrieb und Fahrstraßensteuerung meiner Anlage laufen per Software (ich hab ja nur die CS1 ops: ). Für Weichen und Signale nutze ich Magnetartikeldecoder von Viessmann und S88-Module von Gerd Boll .