ich hab noch paar Lokomotiven, welche einen Digitaldecoder verbaut haben. Beim Einbau des Decoders wurden sämtliche entstörelemente entfernt, teilweise auch kleine Platinen entfernt.
Das elektrische Prinzip der Lokomotiven ist ja einfach, wie man alles anschließt. Radschleifer an die Motorkontakte und ggfs bei Beleuchteten Modellen noch in Fahrtrichtung Dioden an die Glühbirnen anschließen.
Was ich aber nicht mehr habe sind eben diese Entstörbauteile. Muss ich sowas unbedingt einbauen? Ich habe gestern mal 2 Lokomotiven analogisiert und die fahren ohne dem Zeug auch einwandfrei jetzt. Das ist nur eine Art Entstörung für den Funk oder? Da müsste ich ja für alle Loks wieder diese Drosseln usw besorgen.
Die meisten der heutigen Multiprotokoll-Dekoder fahren doch auch ohne Probleme analog, warum umbauen?
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
in Analogloks werden oft eine Drossel mit 2,5 Windungen zwischen Schleifer, sowie Entstörkondensatoren (1nF) zwischen Chassis und beiden Seiten des Motorschilds sowie zwischen den beiden Läufenanschlüssen (also zwischen den Bürsten) verbaut. Im Sinne einer Entstörung müssen diese Bauteile verbaut sein.
hat man schlechte Erfahrungen machrn müssen, kann selbstverständlich sein, dass man drakonische Maßnahmen ergreift. Vielleicht sollen die Modelle einfach nur im Ursprungszusrand seon? Das Analogisieren ist gar nicht so selten.
Die meisten der heutigen Multiprotokoll-Dekoder fahren doch auch ohne Probleme analog, warum umbauen?
Ich habe leider keine Guten Erfahrung mit meinem PWM Regler und Dekodern gemacht. Sie laufen dann nur im Gleichspannungsbetrieb, aber eben diesen will ich ja nicht nutzen, sowie ich Impulse nutze funktioniert es nicht mehr.
Zitat Moin Dominic,
in Analogloks werden oft eine Drossel mit 2,5 Windungen zwischen Schleifer, sowie Entstörkondensatoren (1nF) zwischen Chassis und beiden Seiten des Motorschilds sowie zwischen den beiden Läufenanschlüssen (also zwischen den Bürsten) verbaut. Im Sinne einer Entstörung müssen diese Bauteile verbaut sein.
Mit freundlichen Grüßen, Stephan-Alexander Heyn
und
Zitat Vorgeschrieben ist der Kram vermutlich noch immer, aber das ist ein "alter Zopf". Heute wirst du keinen TV mehr damit stören, also weg damit.
Es gibt also tatsächlich eine Vorschrift dafür ? die Kondensatoren sind ja recht einfach im Elektroladen zu bekommen, die Drosseln müsste man dann wahrscheinlich selber drehen.
Zitat Ich habe leider keine Guten Erfahrung mit meinem PWM Regler und Dekodern gemacht. Sie laufen dann nur im Gleichspannungsbetrieb, aber eben diesen will ich ja nicht nutzen, sowie ich Impulse nutze funktioniert es nicht mehr.
Moin,
An so was habe ich zugegebenermaßen nicht gedacht. Dann ist das ein Verständigungsproblem. Für mich ist DC-analog der übliche Gleichstrombetrieb, AC-analog der Betrieb mit Wechselstrom 50Hz. Alles andere habe ich immer als ... ... Ja was denn eigentlich? ... ... Ausnahme, Sonderfall : betrachtet. Wahrscheinlich ist meine Wahrnehmung da einseitig, aber mit PWM u.a. hatte ich nie was zu tun. Aber da es nicht digital ist, muss man es wohl analog nennen. Oder?
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
es bietet sich dann ein Heißwolf-Regler an, mit dem man jedem Lokmodell "seinen" Strom anbieten kann.
Also mit Decoder bzw. Faulhaber babypopoglatter Gleichstrom und brummeligen 3-polern einen stabilen Tritt in den virtuellen Hintern.
Denn auch moderne Analog-Lok leiden bei den PWM-Reglern ala Roco.
Peter
Einen solchen SFR 2000 benutze ich. Allglatter Lauf bei 40 Jahre alten Lokomotiven mit groben Getriebe und alten 3 Polern ohne Schwungmassen oder sonstiges.
Zitat
Zitat Ich habe leider keine Guten Erfahrung mit meinem PWM Regler und Dekodern gemacht. Sie laufen dann nur im Gleichspannungsbetrieb, aber eben diesen will ich ja nicht nutzen, sowie ich Impulse nutze funktioniert es nicht mehr.
Moin,
An so was habe ich zugegebenermaßen nicht gedacht. Dann ist das ein Verständigungsproblem. Für mich ist DC-analog der übliche Gleichstrombetrieb, AC-analog der Betrieb mit Wechselstrom 50Hz. Alles andere habe ich immer als ... ... Ja was denn eigentlich? ... ... Ausnahme, Sonderfall : betrachtet. Wahrscheinlich ist meine Wahrnehmung da einseitig, aber mit PWM u.a. hatte ich nie was zu tun. Aber da es nicht digital ist, muss man es wohl analog nennen. Oder?
Es ist tatsächlich analog, da man keine Daten Digital Frequenzgesteuert überträgt. Man fährt quasi nur mit Impuls Gleichsspannung und veränderten Pulsweiten. Bei Spur N gibts nur Digital oder eben Analog (DC 12V), alles andere ist dann PWM geregelt. Wechselspannung gibts da nicht soweit ich weiß (außer halt bei Digitalbetrieb)
Zitat [...] An so was habe ich zugegebenermaßen nicht gedacht. Dann ist das ein Verständigungsproblem. Für mich ist DC-analog der übliche Gleichstrombetrieb, AC-analog der Betrieb mit Wechselstrom 50Hz. Alles andere habe ich immer als ... ... Ja was denn eigentlich? ... ... Ausnahme, Sonderfall : betrachtet. Wahrscheinlich ist meine Wahrnehmung da einseitig, aber mit PWM u.a. hatte ich nie was zu tun. Aber da es nicht digital ist, muss man es wohl analog nennen. Oder?
Hallo klein-uhu,
an eine zentrale Pulsweitenmodulation hätte ich auch nie im Leben gedacht. Dennoch, ich wäre mir nicht solcher, ob das nicht auch digital zu nennen sei. Man hat schließlich nur zwei Zustände: kein Potential und volles Potential. Die Leistung ergibt sich über die Zeit. Auf der anderen Seite macht digital nur dann Sinn, wenn damit eine Information transportiert wird, was bei einer PWM definitiv nicht der Fall ist. Schwere Frage, ob PWM als digital oder analog zu bezeichnen ist.
Wie dem auch sei, mir schießt gerade folgende Frage durch den Kopf. Wenn man Motoren, die mit einer PWM des Decoders angesteuert werden, nicht entstören muss, wieso muss man Motoren entstören, die durch eine zentrale PWM angesteuert werden?
Zitat Wie dem auch sei, mir schießt gerade folgende Frage durch den Kopf. Wenn man Motoren, die mit einer PWM des Decoders angesteuert werden, nicht entstören muss, wieso muss man Motoren entstören, die durch eine zentrale PWM angesteuert werden?
wie kommst Du auf das schmale Brett? Die Vorgabe, Motoren zu entstören, kommt aus dem Regelwerk der VDE. Eine Institution, deren Vorschriften zum anerkannten Stand der Elektrotechnik gehören. Was Dekoderhersteller daraus machen, ist eine andere Frage. Ob das Regelkonform ist wieder eine Andere. Hier im Forum haben sich vor Jahren schon Entwickler von Motorsteuerungen zu diesem Thema geäußert, sie wurden ignoriert und evtl. gemobbt. Ich schließe mich aber deren Aussagen an: wenn ein Dekoderhersteller es nicht schafft, VDE-konforme Dekoder für Miniaturmotoren zu erschaffen, sollte er es dringend auf die Reihe bekommen. Es helfen dabei auch keine Ausreden von wegen die Regelung wird negativ beeinflusst,..... Etwas anderes sind Dekoder, die gute Entstörungsmaßnahmen integriert haben.
Ich für meinen Teil lasse die Entstörbauteile auch bei Digitalumbauten drin. Schau Dir mal die Oszillogramme in meinem Zitat weiter oben an. Sollten Dir diese nicht ausreichen, ich kann Dir gerne auch welche liefern; das wird Manchem aber möglicherweise nicht gefallen.
Wenn die Lok mit oder onhe Entstörmaßnamen laufen läßt und gleiche Fahreigenschaft erzielst dann mache die Entstörmassnahme . Das einzige was du einhaltest ist schlichtweg Funkgesetzt .
Hallo Duminic, bei Reichelt: Scheibenkondensator Kerko 1,5N 0,06€ Entstörspule L-MICC 3,3u (0,28€, Abmessung 7 x 3,3mm) oder als SMD L-1008F 3,3u (0,23€, Abmessung 2,9 x 2,8 x 2,1mm) oder http://www.ebay.de/i/281156856782 Volker
ich würde an Deiner Stelle außerdem unbedingt noch Keramikkondensatoren einbauen. Siehe diesen Thread auf 1:160.
Beziehen kann man die Kondensatoren (KERKO-TY0100, Keramikkondensator 100 µF, 16 V, SMD 1210 (KERKO-TY0100)) günstig über meibadiku.de.
Ich habe in meinen Analogloks einen Superauslauf damit (zwischen 6 und 8 Stück pro Lok verbaut, platzmäßig i.d.R. kein Problem bei Spur N) und die Wackelkandidaten kommen auch über kurze stromlose Stellen. Signalabstände beachten, allerdings!
ich würde an Deiner Stelle außerdem unbedingt noch Keramikkondensatoren einbauen. Siehe diesen Thread auf 1:160.
Beziehen kann man die Kondensatoren (KERKO-TY0100, Keramikkondensator 100 µF, 16 V, SMD 1210 (KERKO-TY0100)) günstig über meibadiku.de.
Ich habe in meinen Analogloks einen Superauslauf damit (zwischen 6 und 8 Stück pro Lok verbaut, platzmäßig i.d.R. kein Problem bei Spur N) und die Wackelkandidaten kommen auch über kurze stromlose Stellen. Signalabstände beachten, allerdings!
Viele Grüße, Guido
Moin Guido, danke für die Antwort!
Ich les mir das mal durch. Muss aber auch sagen, dass ich mit den Mini 2 Achser Loks oder der 89 aus den 80ern keine Probleme mit Langsamfahrt und Weichenstraßen habe. Ich werd mir dennoch mal die Kondensatorgeschichte anschauen und testen, wenn es merkbare Besserung gibt, werde ich diese auch noch einbauen.
ZitatMuss aber auch sagen, dass ich mit den Mini 2 Achser Loks oder der 89 aus den 80ern keine Probleme mit Langsamfahrt und Weichenstraßen habe.
Da kann ich nur zustimmen. Tatsächlich hatte ich auch eher Probleme mit älteren, längeren Loks, z.B. Minitrix 85er aus den 80ern oder Flm 50er der alten Bauart (keine Stromabnahme im Tender). Bei diesen Loks haben die Achsen teils so viel Spiel, dass sie sich mit den Rädern manchmal vom Gleis heben. Und wenn dann die aufliegenden Achsen auf einem stromlosen Herzstück sitzen, wird es eng.
Mit den Kondensatoren war ich das Problem los. Im sichtbaren Bereich habe ich ohnehin keine Probleme, da ich dort nur Peco mit schlanken Weichen verbaue, aber im Schattenbahnhof liegt noch so manche alte Roco-Weiche... Zudem wirken die Kondensatoren wie eine Art virtuelle Schwungmasse und sorgen für weicheren Auslauf.