Liebe Modellbahnkollegen, heute bitte ich Euch um Hilfe. Ich habe mir im Internet eine fertige Vorschaltelektronik gekauft, um flackerfreies Rücklicht an 2 Gepäckwagen zu haben. Die Vorschaltelektronik gibt 5 mA aus. Die LED s leuchten viel zu hell, sieht wirklich nicht so schön aus. Kann mir bitte jemand von Euch einen Rat geben wie ich die LED dunkler bekomme. Ich habe zwischen die Vorschaltelektronik und LED einen Widerstand für 16 bis 22 Volt eingelötet hilft nur bedingt - immer noch zu hell. Vielleicht weiß jemand von Euch Bescheid, wie ich die LED s (Leuchkraft der LED) etwas schwächer bekomme. An der Schiene liegt Digitalstrom einer ESU Ecos 50210 an.
Schalte mal in jeweils eine der beiden Zuleitungen zu den LEDs je einen Widerstand mit testhalber 2,2-4,7kOhm. Moderne LEDs brauchen wirklich nur sehr wenig Strom um die von uns Modellbahnern gewünschte Helligkeit zu erreichen, Stichwort „Funzel“. Farbringtabelle Widerstand bei Elektronik Kompendium.
Alexander, nur noch lesend. nix mehr in der Signatur
Zitat von Weible, Gerhard im Beitrag #1Kann mir bitte jemand von Euch einen Rat geben wie ich die LED dunkler bekomme. Ich habe zwischen die Vorschaltelektronik und LED einen Widerstand für 16 bis 22 Volt eingelötet hilft nur bedingt - immer noch zu hell. Vielleicht weiß jemand von Euch Bescheid, wie ich die LED s (Leuchkraft der LED) etwas schwächer bekomme.
Hallo Gerhard,
Du bist schon auf dem richtigen Weg, nur der Widerstand ist offenbar zu klein. Leider hilft die Information zum Widerstand „ für 16 bis 22 Volt“ nicht weiter, der Widerstandswert wäre interessant, ebenso was für eine Vorschaltelektronik verwendet wird. Nach meiner Erfahrung brauchen aktuelle rote LED (ohne Vorschaltelektronik) einen Vorwiderstand von mindestens 10kOhm, oft deutlich mehr.
Wenn die Elektronik eine KonstantSTROMquelle ist die fix 5 mA ausgibt hilft kein Vorwiderstand sondern ein Parallelwiderstand. Zwei rote LEDs in Reihe macht 3,2V, Strom auf die Hälfte heißt 2,5 mA ableiten. 3,2/0,0025 = 1280 Ohm parallel zu den LEDs. Nächster Wert 1300 Ohm.
hallo Gerhard, wie Werner in #3 schon schreibt, sagt Widerstand „ für 16 bis 22 Volt“ überhaupt nichts aus, einen solchen Universal-Widerstand gibt es nicht. Alleine der Widerstandwert in Ohm oder in diesem Fall in Kilo-Ohm ist massgebend. Ich verwende gerade bei einer Selbstbau-Lok Widerstände (SMD) mit 33 kOhm vor jeder LED in der Leitung zur Kathode bei 2-Farb LEDs. Damit bekomme ich bei 12 Volt ein einigermassen stimmiges Licht. Und dann kann man ja noch mit der entsprechenden CV den Decoder programmieren.
Also solltest Du mal mit unterschiedlichen Widerstanswerten von 10 kOhm an aufwärts experimentieren.
Hallo Rudi, wie schon Stahlblauberlin in #4 schrieb, kann man bei Betrieb einer Led mit einer Konstantstromquelle den Strom, wie an Decoderausgängen sonst üblich, nicht mit einem Widerstand in Reihe zur Led verändern. Innerhalb der Stromschleife fließt immer der gleiche Strom durch jedes Bauteil. Um die Helligkeit der Led in diesem Fall zu reduzieren muss man die Spannung über den beiden (in Reihe geschalteten Leds) messen. Diese Spannung / 0,005A (5mA) ergibt einen Widerstandswert in Ohm. Schaltet man einen Widerstand mit genau diesem Wert parallel zu den Leds verteilt sich der Strom auf beide Wege und durch Leds und Widerstand fließen je 2,5mA. Mit Kenntnis des Spannungsfalls über den Leds kann man jetzt Widerstände berechnen die einen definierten Strom an den Leds vorbeiführen. Bsp.: Spannungsabfall Leds / 0,001 (1mA) = Widerstandswert X, schaltet man X parallel zu den Leds fließen nur noch 4mA durch die Leds ( 1mA durch den Widerstand X). Volker
Du hast ja Recht. Der TO schreibt aber "Ich habe zwischen die Vorschaltelektronik und LED einen Widerstand für 16 bis 22 Volt eingelötet hilft nur bedingt - immer noch zu hell." Um was für eine "Vorschaltelektronik" es sich handelt, bleibt unklar, ebenso der Widerstandswert. Ich denke auch nicht, dass er das Ohmsche Gesetz bzw. die Kirchhoffsche Regel kennt. Geschweige denn Widerstandswerte berechnen will oder kann. Ob er überhaupt ein Multimeter hat um die einschlägigen Werte zu messen ? Deshalb mein Vorschlag, direkt zwischen Decoderausgang und LED (ohne "Vorschaltelektronik") mit Widerständen experimentieren und zusätzlich mit CV die Helligkeit einstellen. Für mich die einfachste Methode und führt zu guten Ergebnissen.
Zitat von volkerS im Beitrag #7 wie schon Stahlblauberlin in #4 schrieb, kann man bei Betrieb einer Led mit einer Konstantstromquelle den Strom, wie an Decoderausgängen sonst üblich, nicht mit einem Widerstand in Reihe zur Led verändern.
Was passiert ob ich ein 1MOhm Widerstand in Reihe mir der LED setzen?
Zitat von moppe im Beitrag #9Was passiert ob ich ein 1MOhm Widerstand in Reihe mir der LED setzen?
Dann hebelt man die Funktion der Konstantstromquelle aus. Die soll ja unabhängig von der Betriebsspannung einen konstanten Strom (=konstante Helligkeit) durch die Leds schicken. Das macht sie in dem sie sich wie ein dynamischer Widerstand vehält. Egal welche Last dran hängt versucht sie 5mA zu liefern. Dabei ändert sich abhängig von der Last die Ausgangspannung, nur der Strom bleibt konstant. Mit 1M-Ohm hat sie keinen nutzbaren Regelbereich mehr, die Leds werden düster vor sich hin glimmen und die Konstanstromquelle ist praktisch arbeitslos. Wie jetzt schon mehrfach geschrieben: ein PARALELLWIDERSTAND zu den Leds einbauen der den nicht benötigten Strom übernimmt. Trotzdem wäre es hilfreich zu wissen weche Vorschaltelektronik du verbaut hast, insbesondere ob es wirklich eine Konstantstromquelle ist.
erst mal lieben Dank an Euch alle, mir bei der Lösung meines Problems zu unterstützen.
Ich habe die Version mit 5 mA, zuerst hatte ich 15 mA. Da der Verkäufer mit seiner Kommunikation mir gegenüber (hat nur spärlich Anfragen beantwortet) war, habe ich leider nun 5 Platinen mit 15 mA und da keine Auskunft kam habe ich nochmals die mit 5 mA gekauft, da ich dachte, Rückgabe akzeptiert. Leider wurde nichts draus hat die Rückgabe abgelehnt, da an 2 Platinen gelötet wurde. Rückgabe war leider nicht möglich, obwohl ich innerhalb der Frist abgegeben habe.
Habe dem Verkäufer Bilder gesandt von den hellen Schlusslichtern - keine Reaktion - Also bei beiden Platinen leucht die 3 mm LED viel zu hell - schade.
Schau dir mal die KSQ2 von Schönwitz an. Den Preissprung von Modellbau Schönwitz bis zum Ebay Händler finde ich ganz schön krass. Der Ebay Händler nutzt sogar die originalen Bilder von Schönwitz.
Ansonsten wie schon geschrieben, Widerstand parallel zu den LEDs (den LEDs den Strom klauen).
Tante Edit: Text durchgestrichen, hab nicht genau hingesehen, der Preis bei Ebay bezieht sich auf 5 Module.
Alexander, nur noch lesend. nix mehr in der Signatur
Ansonsten wie schon geschrieben, Widerstand parallel zu den LEDs (den LEDs den Strom klauen).
auf so eine Lösung bin ich noch nie gestoßen - wahrscheinlich weil ich immer mit dem Strom gegeizt habe und so wenig wie möglich Leistung verbraten wollte. Habe immer die Beschaltung der Stromquelle angepasst... Berechnung müßte ja einfach sein: Strom 15 mA vorhanden, 5 mA benötigt. 10 mA im Parallelzweig - 1,8V Flußspannung der Diode - 180 Ohm.... muß ich direkt mal probiern :-)
Zitat von Weible, Gerhard im Beitrag #11 Ich habe die Version mit 5 mA, zuerst hatte ich 15 mA.
Bei moderner LED's sind das ganz zu viel! Du muss erstmals lernen wie viel Strom du brauchen für deiner LED's.
Wenn du beide der 5mA und 15mA quellen hab, kannst du ein Bild von beide hier anhängen, und wir kann ihn helfen ein KSQ mit der richtige Strom zu bekommen.
wie der Stahlblau schon beschrieben hat kann eine Änderung, bzw eine Hinzufügung eines Vorwiderstandes zur LED keine Änderung bringen. Die Betriebsspannung der wohl vorhandenen Konstantstromquelle auf den Modulen dürfte die Digitalspannung am Gleis sein. Eine Stromteilung mittels eines Parallelwiderstandes kann man machen. Das nennt man in Fachkreisen aber ein bissel pfuschen. *grins*
Besser wäre entweder den Emitterwiderstand oder den Basiswiderstand des Regeltransistors der Konstantstromquelle zu tauschen. Elektronik ist kein Hexenwerk und eine einfache Konstantstromquelle eher übersichtlich. Vergrößern des Emitterwiderstandes bedeutet anheben des Emitterpotentials und damit verkleinern des Stromes der Konstanstromquelle. Im Gegenzug führt eine Verkleinerung des Basiswiderstandes, oder ist eine Z-Diode / eine Reihenschaltung von einfachen Dioden vorhanden?, zur Senkung der Basisspannung des Regeltransistors und damit zur Verkleinerung des Konstantstroms.
Wenn eine Rücknahme seiten des Verkäufers eh ausgeschlossen ist, könnte es sinnvoll sein sich doch mal damit zu beschäftigen, ein gewisser Lerneffekt ist nicht ausgeschlossen der Dir künftig solche Problemchen als recht nichtig erscheinen lassen könnte.
Konstantstromquellen sind gar nicht so selten bei der Moba.
Das ist bei den Modulen nicht so einfach, Singlechiplösung.. nicht einfach ein Emitterwiderstand wie bei einer diskreten Schaltung. Die Bestückung ist bei den 2 und 5 mA- Modulen identisch, nur die kleinen sechsbeiner sind anders beschriftet..
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #19Das ist bei den Modulen nicht so einfach, Singlechiplösung.. nicht einfach ein Emitterwiderstand wie bei einer diskreten Schaltung. Die Bestückung ist bei den 2 und 5 mA- Modulen identisch, nur die kleinen sechsbeiner sind anders beschriftet..
Der TE hat leider nicht dargestellt mit was er da hantiert. Aber selbst wenn es nicht diskret gestaltet ist auf seinem Modul, ist doch anzunehmen das auch ein Konstantstrom-chip mittels Beschaltung auf einen bestimmten Strom eingestellt werden kann? Ich jedenfalls kann mir nur ganz schlecht vorstellen das ein chip speziell für nur einen Strom konzipiert wurde. Recherche was da verbaut wurde muß man natürlich betreiben, was den Lernprozeß ein wenig behindern kann.
Da er ja meinte Modul mit 15 und mit 5 mA zu besitzen könnte ich mir vorstellen , das er Unterschiede in der Bestückung erkennen kann?
Zitat von drdampf im Beitrag #18 wie der Stahlblau schon beschrieben hat kann eine Änderung, bzw eine Hinzufügung eines Vorwiderstandes zur LED keine Änderung bringen.
So, jetzt erzeuge ich wieder einige Antworten der Konstantstromquellen-Verfechter: Ich kenne sie alle schon!
Hallo Gerhard,
laut den Angaben in deinem Profil fährst du digital. Sogar Herr Schönwitz schreibt in seinem Shop, dass man eine Stromquelle nur braucht, wenn man analog steuert, dass heisst bei wechselder Betriebsspannung am Gleis. Bei Digital ist aber systembedingt immer die gleiche Spannung am Gleis. Deshalb ist in diesem Fall ein simpler Wderstand die Konstantstromquelle!
Deshalb Gerhard, lege die gekauften Teile in die Kiste "Lehrgeld" und schalte vor die LEDs probeweise Widerstände von 5 Kiloohm, 10 kOhm, 15 kOhm oder was du in diesem Bereich zur Verfügung hast und schaue wo die Helligkeit deinen Wünschen etwa entspricht.
Solltest du keine Widerstände haben, kann ich dir gelegentlich einige in den Briefkasten werfen. Ich wollte sowieso wieder mal in die Innenstadt.
Hallo, die Idee des TE ist im Ansatz genau richtig. Erstens hat die KSQ2 gleich einen Gleichrichter onboard und kann so direkt an die Gleisspannung angeschlossen werden, zweitens ist der Vorschlag ohne KSQ2 direkt einen Widerstand an den Decoderausgang anzuschließen unbrauchbar. Warum? der TE will einen Gepäckwagen mit Schlußlicht ausrüsten. Es gibt keinen Decoder! Das Problem des TE ist dass die heutigen Leds mit Strömen wie 15 mA oder 5mA viel zu hell sind. Mit den vorhandenen KSQ2 bleibt nur der Weg des Parallelwiderstands. Alternativ Leds mit schlechterer Lichtausbeute oder KSQ2 mit 1mA Konstantstrom. Led und Vorwiderstand erfordert zusätzlich Brückengleichrichter, Elko und Ladewiderstand. Volker
Die LED hat das Glühlämpchen abgelöst bei der Moba und eine LED betreibt man am sichersten mittels einer Konstanstromquelle.
Mit einem simplen Widerstand direkt aus der Digitalspannung könnte eine LED auch betrieben werden, denn die LED ist eine Diode. Also ein Halbleiter der in Sperrrichtung bei einer bestimmten Durchbruchsspannung zum Emittierung von Lichtwellen neigt. In Durchlaßrichtung ist sie eine einfache Diode. Daraus folgt, es muß der maximal zulässige Strom begrenzt werden , sonst stirbt der Halbleiter. Dieser maximale Strom liegt meist zwischen 10 und 20 mA bei einer LED. So angewendet ist aber mit schwankendem Licht zu rechnen , da viele Digitalbooster nicht stabilisiert sind und in der negativen Halbwelle muß die Leistung von Vorwiderstand und LED chip verheizt werden. Ließe sich verhindern indem eine weitere vorgeschaltete Diode nur die positive Halbwelle durchläßt Ahnliches passiert auch wenn an einer Konstantstromquelle der Strom durch einen Parallelwiderstand geteilt wird. Die Leistung muß an diesem Parallelwiderstand verheizt werden.
Die Bauform 0805 der chip LED z.B. hat heute eine so hohe Lichtausbeute das mit 1 mA bereits ein optimales Leuchten für die Moba gegeben ist. Selbst die 0603 dürfte mit 1 mA ausreichend Licht für die Moba emittieren. Probieren (basteln) geht über studiert sein.
Womit eine Schaltungsvariante in Deinem Fall an Bedeutung gewinnen kann. Warum nicht mehrere LED an einer eigentlich zu hoch eingestellten Konstantstromquelle parallel betreiben? Bezüglich der Packwagen, könnte man diesen ja auch ein Arbeitslicht spendieren. Bissel basteln wäre dann aber noch erforderlich wenn keine Einstellmöglichkeit deiner Module gefunden werden konnte, da die verschiedenen Farben der LED auch unterschiedliche Durchbruchspannungen haben. Letztlich sollten die Gegebenheiten der Moba auch nicht ausser acht gelassen werden. Allgemein als Kontaktschwierigkeiten des Rad -Schiene -System bekannt. Deshalb haben gute Konstantstrommodule für die Moba einen Graetz- (Brücken)gleichrichter und einen Ladeelko, dem dann die Konstantstromquelle folgt.
Und laß dich bitte nicht beirren, eine Konstantstromquelle heißt so weil sie einen konstanten Strom liefert. Wird sie außerhalb ihrer Spezifikation betrieben, z.B. mit einem Lastwiderstand bei dem sie den ihr vorgegebenen Strom gar nicht liefern kann, verliert sie ihre Aufgabe.