RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#1 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 03.02.2006 09:02

Hallo allerseits,

ich versuche seit ein paar Tagen mit steigender Verzweiflung aber ohne jedes Ergebnis sog. online-Decoder von Märklin zu programmieren (Adresse ändern, ABV aus). Es handelt sich dabei um unveränderte Originaldecoder der BR E69 (die rot-creme Treff-Version), der ER20 (Conrad-Eisenbahnromantik-Version) und zwei 60760-Dekoder. Verschärft wird das Problem dadurch, dass ich zumindest einen der 60760 auf einer Adresse über 80 brauche (mein Adressraum ist voll). Alle vier Loks laufen mit den Werkseinstellungen einwandfrei, also Strecken, Loks und wohl auch die Zentralen sind so weit ok.

Ach ja, bevor jetzt hier einer breit grinst und schon die Hand nach den üblichen URLs zuckt (HGH, X-Train, Uhlenbrock, Märklin) - die habe ich schon durch und mit der Suche im Forum habe ich auch nichts gefunden.

Also, ich habe (theoretisch) zwei Möglichkeiten, die Dekoder zu programmieren:

1. Mobile-Station
Kurz gesagt bietet mir die Mobile-Station keinen Programmier-Modus an, also die Frage "Prog-Lok?" kommt nicht. Ich kann zwar mit der MS die Adresse verstellen, unter der die Lok aufgerufen werden soll, aber nach einem Druck auf den Fahrknopf geht die MS sofort wieder in den normalen Betriebsmodus anstelle die Möglichkeit anzubieten, die Programmierung der Lok zu ändern. Verstellung der ABV oder der Höchtsgeschwindigkeit geht natürlich auch nicht. Hat jemand eine Idee, was hier los ist? Wie verhält sich die MS, wenn anstelle eines Online-Dekoders ein Mäuseklavier-Dekoder auf dem Gleis steht? Bietet sie da standardmäßig auch den Prog-Lok-Befehl an?

2. Intellibox
Wie von Uhlenbrock angegeben sitzen meine Sonderoptionen 25 auf 0 und 907 auf 1 (Standard). Das Datenformat ist Motorola alt. Ich schaffe es, die Loks (alle) auf dem Programmiergleis in den Programmiermodus zu versetzen (Lampen blinken). Aber danach schaffe ich nichts mehr. Ich habe es doch richtig verstanden, dass die Angabe "[lok#]" in den diversen Quellen eine Variable für die Dekoderadresse ist? D.h., wenn ich eine Lok von Adresse 24 auf 46 umprogrammieren will, muss ich eingeben (Lok ist im Programmiermodus): "2" "4" "1" "Enter" "Umschalten" "2" "4" "4" "6" "Enter" "Umschalten". Wenn ich das durchspiele, sehe ich, dass sich die Blinkgeschwindigkeit des Dekoders nach dem Umschalten von langsam auf schnell ändert und nach erneutem Umschalten wieder langsam wird. Das Dauerleuchten für eine Sekunde tritt nicht auf. Was will der Dekoder mit langsamen und schnellem Blinken sagen? Ich habe die Programmieranweisung zuvor auch ohne Eingabe der Adresse versucht - geht auch nicht. Ist es richtig, dass die Programmierung durch "stop" (schaltet die Stromversorgung auch auf dem Programmiergleis ab) und "go" beendet wird?

Für sachdienliche Hinweise wäre ich Euch sehr dankbar. Oder bleibt mir nichts anderes übrig als das Brateisen zu nehmen und den Märklin-Schrott gegen was Besseres zu ersetzen - mit DCC-Programmierart bei Lopis habe ich bisher weder mit der IB noch mit dem Computer Probleme gehabt? Vielleicht muss man sich sowieso für die Zukunft daran gewöhnen, Märklin Decoder per default auszubauen , nach 3-2-1 zu schicken und gegen DCC-kompatible Decoder zu ersetzen, wenn man sich dem MFX-Preisdruck nicht beugen will.

Auf Eure Tipps hoffend
Viele Grüße
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#2 von Torsten Piorr-Marx , 03.02.2006 09:21

Hallo Ulrich,

zur MS:
wahrscheinlich hast du noch eine ältere Version, bei der nicht alle programmierbaren Lokdekoder korrekt in der Datenbank eingeben sind (hatte ich auch). Versuch mal folgendes:
- Lok 37537 aus der DB auswählen und dann wie bereits oben von dir beschrieben programmieren.

Das mit der IB läßt sich vermutlich sehr schnell aufklären:

mit Lok# ist die Taste "Lok" gemeint. Also "Lok", "1", "Enter", "Lok", "4", "6", "Enter"



 
Torsten Piorr-Marx
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Gleise C-Gleis
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RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#3 von Marky ( gelöscht ) , 03.02.2006 09:38

Hallo Ulrich,

"Sachdienliche Hinweise" ist gut. Wie bei Aktenzeichen XY

Zu 1. Doch der Progr. Modus kommt bei der MS. Natürlich Adressen nur bis 80. ABV und Vmax+ Reset gehen auch. Dazu mußt Du allerdings eine "Richtige" Lok aus der Datenbank auswählen.

z.B. Art. Nr. 37537 und schon wird Dir der Service "Prog. Lok ?" geboten und los gehts.


zu 2. Da hast Du was falsch verstanden. Im Programmiermodus bist Du ja, aber dann kommt Dein Fehler.

Prozedere ab dem die Beleuchtung blinkt.

1. Lok Taste drücken , dann 1 eingeben, dann enter, dann umschalten dann Lok-Taste, dann 46, dann enter, dann umschalten stop und schon hast Du Adresse 46.

Die Ausgangsadresse wird nicht benötigt wenn die Lok im Programmiermodus ist. Die 1 wird eingegeben damit der decoder weiß in welche CV der folgende wert eingetragen werden soll.

Wenn du also auch die V max mit der IB ändern willst, gleiches Prozedere nur dasnn statt der 1 für Adresse die 5 für V macx eingeben. So leicht bzw. so schwierig ist das.


Gruß Markus

P.S. Doppelt hält besser.



Marky

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#4 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 03.02.2006 09:48

Danke Euch beiden!

Dann werde ich heute abend mal testen und hier berichten. Ich glaube, ich sehe zu viel Software vor mir, dass ich hinter "[Lok#]" eine Variable vermute und keine Taste! tstststs

Und um die Datenbank der MS zu aktualisieren (es kann tatsächlich gut sein, dass es ein altes Exemplar ist), muss ich mir einen suchen, der eine CS hat. Na dann...

Viele Grüße und nochmals vielen Dank!
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#5 von Jens Wulf ( gelöscht ) , 03.02.2006 09:57

bei der IB auch darauf achten das alle Adressen die während des Programmierens benutzt werden (z.B. die 1 für REG1, oder die 5 für REG5, oder die 12 falls das ein Wert ist) das Motorolaformat haben (ich benutze Motorola alt). Sollten die nämlich auf irgendein DCC oder Sx Format eingestellt sein, tut es halt nicht was es gedacht ist.



Jens Wulf

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#6 von Reinhard ( gelöscht ) , 03.02.2006 11:46

Moin Moin,

danke für Info das es eine Verständnisproblem in meinen Erklärungen auf der Webseite gibt.

Habe dies eben geändert und hoffe das es so besser ist.


Bitte bei Verständnisproblemen mailen. Freue mich über jede Kritik um somit anderen Lesern die Seiten einfacher zu machen.



Reinhard

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#7 von M a r t i n ( gelöscht ) , 03.02.2006 11:47

hallo

gesten hatte ich mit folgendem problem zu tun. ich habe eine fleischmann br65 mit einem kuehn 145 digitalisiert.

beim ersten test auf dem mit der ib betriebenen programmiergleis wollte das licht nicht brennen. ich war schon fast am ende mit meinem, zugegebenermaßen "nur fortgeschrittenem anfängerlatein", als ich dann noch das datenformat des dekoders auf mm umgestellt habe. und bingo - der lok ist ein licht aufgegangen. dann wieder zurück auf dcc - 27 fahrstufen - kein licht, 28 fahrstufen - wieder licht an.
somit ist mir denn auch ein licht aufgegangen. allerdings glimmt es nur leicht, weil ich mir die zusammenhänge nicht erklären kann.

kann mir einer sagen was es damit auf sich hat ?

mit leicht verwunderten grüssen

martin



M a r t i n

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#8 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 03.02.2006 12:02

Zitat von Reinhard
Moin Moin,

danke für Info das es eine Verständnisproblem in meinen Erklärungen auf der Webseite gibt.

Habe dies eben geändert und hoffe das es so besser ist.


Bitte bei Verständnisproblemen mailen. Freue mich über jede Kritik um somit anderen Lesern die Seiten einfacher zu machen.


Hallo Reinhard,

finde ich Klasse, dass Du so blitzartig auf so etwas reagierst - vielen Dank dafür!

Leute, könnt Ihr Euch vorstellen, man sitzt zu Hause mit so 'nem Brett vor dem Kopf wie ich und hat niemanden, den man fragen kann? Nein, ist das hier eine tolle Einrichtung!

Viele Grüße
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#9 von Jens Wulf ( gelöscht ) , 03.02.2006 12:30

Zitat von ho martin
dcc - 27 fahrstufen - kein licht, 28 fahrstufen - wieder licht an.
somit ist mir denn auch ein licht aufgegangen. allerdings glimmt es nur leicht, weil ich mir die zusammenhänge nicht erklären kann.

kann mir einer sagen was es damit auf sich hat ?


Wie genau willst Du es denn erklärt bekommen
grob, vereinfacht gesagt: DCC14 existiert bei der NMRA, DCC27 ist eine Lenz'sche Variante von DCC14, DCC28 ist wieder NMRA. ditto DCC126 (DCC128)
Zw. NMRA DCC14 und DCC28/126(12 gibt es einen entscheidenen Unterschied bzgl. der F0 (bzw. FL) vulgo Lichtfunktion: in welchen Bit / Kommando der gesandten Packete es sich aufhält.
Das sagt man den Dekoder über CV29 bit 1 (bits 0 - 7. Lenz zählt(e) 1 - 8, d.h. dort dann bit 2 ).
Alles weiter bei http://www.nmra.org/standards/DCC/standards_rps/DCCStds.html z.B. http://www.nmra.org/standards/DCC/standa...%20Instructions und http://www.nmra.org/standards/DCC/standa...e%20Instruction



Jens Wulf

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#10 von M a r t i n ( gelöscht ) , 03.02.2006 12:54

hallo jens

vielen dank - erklärung ist soweit erstmal ausreichend .

dann werde ich mich mal schön in die nmra standards einlesen.
danke für die links.

gruss martin



M a r t i n

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#11 von UlrichRöcher ( gelöscht ) , 04.02.2006 12:48

Hallo,

nochmals vielen Dank für Eure Hilfe, hat alles bestens geklappt einschließlich der Programmierung des 60760 auf Adresse 82.

Allerdings ist das Programmieren mit der IB eine Orgie und hält vom Komfort weder mit dem Adressprogrammieren mit der MS noch dem Einstellen von DCC-CVs mit dem Computer durch. Egal, man macht das ja auch nicht permanent.

Viele Grüße
Ulrich



UlrichRöcher

RE: Märklin-Decoder Programmier-Probleme

#12 von Marky ( gelöscht ) , 04.02.2006 13:48

Hallo Ulrich,


na prima. Glückwunsch !!!


Das Prozedere mit der IB einen 60760 oder mfx er umzuprogrammieren ist wahrlich kein Vergnügen.

Kommt bei mir auch nur probehalber vor. Ansonsten gibt es nur DCC-Decoder und da ist das mit der IB eine feine, schnelle und kinderleichte Sache.

Was Du da angedeutet hast mit mfx raus und DCC rein wird bei mir in Zukunft so gemacht, sofern es sich um keine Sound-Loks handelt. Es könnte sich vermutlich sogar noch positiv auf den Geldbeutel auswirken.


Gruß Markus



Marky

   


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