RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#1 von DerJupp ( gelöscht ) , 27.07.2006 15:52

Hallo,

wie ist das eigentlich: Wenn ich in einer analogen Märklin-Lok einen Hamo-Magneten einbaue, benötige ich dann zwangsläufig eine Elektronik/Decoder um die Lok dann analog fahren lassen zu können?

Viele Grüße,

Stephan



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#2 von silz_essen , 27.07.2006 16:33

Hallo Stephan,

die Elektronik brauchst Du nicht, wenn Du (so wie ich) DC-analog auf Märklin-Gleisen fährst.

Einfach zwischen Märklin-Trafo und Schienen einen Gleichrichter plus Polwendeschalter hängen und wohlfühlen. Der Überstromimpuls für die anderen Analogfahrzeuge ist ja nach wie vor vorhanden und die DC-Analogfahrzeuge steuerst Du letztlich mit dem Polwendeschalter. Funktioniert so bei mir seit fast 30 Jahren problemlos.

Gruß
Martin



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RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#3 von Treibstange , 27.07.2006 16:35

Hallo Jupp,

wenn du einen Hamo Magneten gegen die Feldspule austauscht, hast du einen Gleichstrom - Motor. Dieser Motor will im Analog - Betrieb GS.
Wenn du Analog WS fährst, brauchst du einen elektronischen Umschalter der WS gleichrichtet und je nach Fahrtrichtung umpolt.
Z. B der Fru 55 500 von Uhlenbrock wäre geeignet.
Es gibt / gab auch mechan. Umschalter von Mä, die man sich entsprechend umbauen konnte / kann. Allerdings brauchst du dann zusätzlich einen sep. Gleichrichter.

Du bist dir bewusst, dass du im Analogbetrieb der Lok weniger Auslauf
"gönnst" ?



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RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#4 von DerJupp ( gelöscht ) , 27.07.2006 19:52

Hallo,

es ist mir schon klar, dass ich einen GS-Motor daraus mache. Daher war meine spontane Idee, am Umrichtungsschalter zwei Dioden zu platzieren, so dass in der einen Richtung halt immer nur die positive, in der anderen die negative Halbwelle durchkommt. Was ich zugegebenermaßen nicht bedacht habe, dass dann wohl eine zu geringe Spannung am Motor anliegt.

Klar, sowie Martin kann man es natürlich auch machen. Ist vielleicht auch eine Überlegung...

Es war nur eine spontane Idee mit folgendem Hintergrund gewesen: Die Hamo-Magnete kosten nicht so extrem viel, Decoder sind deutlich teurer. Mehrere Loks gleichzeitig komplett umrüsten ist daher eine Kostenfrage. Aber um meinen Basteltrieb zu befriedigen dachte ich, dass ich vielleicht dann erst die Hamo-Magneten einbauen kann und etwas später kommt dann der Decoder nach. Daher möchte ich auch nichts großartig dafür anschaffen - ein paar Dioden kosten halt nicht die Welt...

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß,

Stephan



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#5 von Gast , 27.07.2006 20:27

Hallo Stephan,

da die Loks eigentlich sowieso zu schnell fahren, machst du mit den beiden Dioden nichts kaputt. Zusätzlich hat der Motor andere Werte und läuft mit 10-12 V GS praktisch genauso schnell wie mit 16V WS. Es liegen über die Dioden dann so ca 8V eff. am Motor an und das ist okay.

Weiterer Punkt, du kannst die 5poligen Anker einbauen und dnan läuft der Motor deutlich besser. Du wirst dann kaum noch einen Unterschied zum WS Motor in der geschwindigkeit bemerken.

Wolfgang




RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#6 von Marky ( gelöscht ) , 27.07.2006 20:34

Zitat von Wolfgang Prestel
Hallo Stephan,

da die Loks eigentlich sowieso zu schnell fahren, machst du mit den beiden Dioden nichts kaputt. Zusätzlich hat der Motor andere Werte und läuft mit 10-12 V GS praktisch genauso schnell wie mit 16V WS. Es liegen über die Dioden dann so ca 8V eff. am Motor an und das ist okay.

Weiterer Punkt, du kannst die 5poligen Anker einbauen und dnan läuft der Motor deutlich besser. Du wirst dann kaum noch einen Unterschied zum WS Motor in der geschwindigkeit bemerken.

Wolfgang




Hallo Wolfgang,


....aber der 5-Pol 610030 kostet so um die 16 Teuronen, das zusammen mit dem Hamo ist teurer als ein 901 er Motor.


Gruß Markus



Marky

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#7 von DerJupp ( gelöscht ) , 27.07.2006 20:48

Hallo Wolfgang, hallo Markus,

Also die Preisunterschiede zwischen der Variante Hamo+5pol. Anker und Motor aus 6090x tun sich nicht wirklich viel. Das sehe ich eher als gleichberechtigt an. Der Vorteil der Hamo-Variante ist da schon, dass man die Teile auch nach und nach kaufen kann.

Aber die Idee mit den Dioden scheint ja doch nicht so verkehrt zu sein. Sehr gut! Dann werde ich mich mal auf die Suche nach geeigneten machen... Aber zu dem 5-pol.-Anker habe ich direkt noch eine Frage: Es gibt doch nur den 610030, oder? Den kann man aber doch nur in DCMs einsetzen. Hamo-Magnete gibt es aber auch für die anderen Motortypen. Gibt es für den SFCM oder LFCM denn auch 5-pol.-Anker? Die aus dem Umrüstsatz dürften wegen des geänderten Motorschildes nicht passen. Oder habe ich da vielleicht etwas übersehen? Aber in der Übersicht auf http://www.der-moba.de/index.php/Mä...:_Betriebliches habe ich jedenfalls keinen entsprechenden Anker gefunden. Da steht aber wenigstens, welcher Hamo-Magnet an welchen Motor passt - das hatte ich auch schon gesucht.

Viele Grüße,

Stephan



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#8 von Marky ( gelöscht ) , 27.07.2006 21:21

Hallo Stephan,

richtig. In Verbindung mit Hamo-Magnet gibt es nur diesen 5-Pol Anker und der paßt nur in den DCM (Trommelkollektor) rein.


Gruß Markus



Marky

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#9 von DerJupp ( gelöscht ) , 27.07.2006 21:28

Hallo Markus (und andere),

und wie sieht das bei den Langsamfahreigenschaften mit 3pol-Anker vs. HLA bei SFCM und LFCM aus? Ein analoges Zwischenstadium wäre da nicht wichtig. Wichtig ist das Endergebnis mit lastgeregeltem Decoder! Und Höchstgeschwindigkeiten sind auch nicht so dramatisch - es sollen ja keine Hochgeschwindigkeitszüge entstehen...

Viele Grüße,

Stephan



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#10 von Marky ( gelöscht ) , 27.07.2006 21:44

Zitat von DerJupp
Hallo Markus (und andere),

und wie sieht das bei den Langsamfahreigenschaften mit 3pol-Anker vs. HLA bei SFCM und LFCM aus? Ein analoges Zwischenstadium wäre da nicht wichtig. Wichtig ist das Endergebnis mit lastgeregeltem Decoder! Und Höchstgeschwindigkeiten sind auch nicht so dramatisch - es sollen ja keine Hochgeschwindigkeitszüge entstehen...

Viele Grüße,

Stephan



Hallo Stephan,

beim LFCM ist es rausgeschmissenes Geld, wenn dieser auf 904 er HL-Antrieb umgerüstet wird. Dort baut man nur den Hamo-Magnet ein und beläßt den Rest und das Teil läuft allererste Sahne, auch superlangsam.

Bei DCM und SFCM sieht das gänzlich anders aus. Langsamfahren geht auch dort mit Hamo,. jedoch haben die Decoder mit diesen Hamo-Antrieben so ihre Mühe.Oft gibt es beim verändern der Fahrstufe keine Geschwindigkeitsänderung, sprich man muß 2-3 FS höherstellen um eine Geschwindigkeitänderung zu erreichen. Da lohnt schon der Umbau auf 5-POl HL. So waren zumindest meine Erfahrungen und daher gibts bei mir keine DCM und SFCM mit Hamo.

Gruß Markus



Marky

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#11 von DerJupp ( gelöscht ) , 27.07.2006 22:39

Hallo Markus,

vielen Dank für deine Tipps! Beim LFCM werde ich auf jeden Fall mal den HAMO testen. Eine Lok mit DCM steht derzeit nicht so weit oben auf meiner Umbauliste. Aber noch eine Frage: 2-3 Fahrstufen bei MM? Oder bei DCC mit 127? Weil das wäre ja etwas anderes...

Gruß,

Stephan

PS: Aber vielleicht werde ich mir doch mal zum testen einen Hamo für einen SFCM besorgen. Da gibt es noch eine Lok, die sich zum Testen anbieten würde...



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#12 von Marky ( gelöscht ) , 27.07.2006 23:13

Zitat von DerJupp
Hallo Markus,

vielen Dank für deine Tipps! Beim LFCM werde ich auf jeden Fall mal den HAMO testen. Eine Lok mit DCM steht derzeit nicht so weit oben auf meiner Umbauliste. Aber noch eine Frage: 2-3 Fahrstufen bei MM? Oder bei DCC mit 127? Weil das wäre ja etwas anderes...

Gruß,

Stephan





Hallo Stephan,

DCC mit 28 FS. Wenn Du es aber ganz genau nimmst, dann muß man auch noch die Einstellung der max V im Decoder berücksichtigen und die ist bei meinen meißten Loks nur zu 50 % ausgereizt. Ich mag keine "Raser-Loks" und dann kommt das mit den FS so etwa an die 50-60 wenn man das berücksichtigt


Gruß Markus



Marky

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#13 von jogi , 28.07.2006 00:24

Hallo Stephan , Jogi hier

Auch ich habe , als ich noch analog gefahren bin , meine MÄ Lok´s umgebaut auf Gl. Motoren. Teilweise nur mit Hamo Magnet und orignal Anker und auf HL Antrieb. Muß im nachhinein sagen , Hamo Magnet war rausgeschmissen Geld !!! Hat zwar damals nur 3.- DM gekostet .( Kostet heute manchmal mehr als ein HL Magnet ) HL Motor hat wesentlich bessere fahreigenschaften und kostet ca. 18.-€ ( Anker , Magnet , Motorschild ) Bei Lokshop . Bei Umstellung auf Digital kannst Du dann Decoder nach Deiner Wahl einbauen.
Habe damals in die Lok´s Fru´s von UB verbaut.

Also , bevor Du Geld für Hamo Magnete ausgibst , leiste Dir einen HL Motorsatz.

Zur Technik , Der Originale 3 Polige Anker liegt mit der Feldspule in Reihe an der Fahrspannung , nach Umbau mit Magnet bekommt der Anker die volle Spannung , d.h. Die Lok läuft um einiges schneller !!!
Nochwas : Es gibt Anker mit unterschiedlichen Werten ( die normalen 3 poligen ) Ohmmeter an die Wicklung es gibt welche mit ca. 8,5 Ohm und welche mit ca. 13 Ohm . Die mit dem größeren Wert laufen langsamer
Das sind meine Erfahrungen.
Bastelnde Grüße Jogi



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RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#14 von DerJupp ( gelöscht ) , 28.07.2006 08:13

Hallo!

Zitat von Markus Heinz

DCC mit 28 FS. Wenn Du es aber ganz genau nimmst, dann muß man auch noch die Einstellung der max V im Decoder berücksichtigen und die ist bei meinen meißten Loks nur zu 50 % ausgereizt. Ich mag keine "Raser-Loks" und dann kommt das mit den FS so etwa an die 50-60 wenn man das berücksichtigt



Das hört sich ganz nach dem an, wie es bei mir mal werden soll... Höchstgeschwindigkeiten brauche ich nicht - finde ich auch zum zuschauen viel zu langweilig. Und bei mir soll auch DCC zum Einsatz kommen (zumindest überwiegend). Da fällt mir gerade ein, dass ich auch noch einen Tachowagen bauen muss... Aber das ist ein anderes Thema.

@Jogi (Fahreigenschaften):
So völlig anders hat es Markus ja auch nicht gesagt. Er schrieb, dass bei DCM und SFCM die HLAs bessere Eigenschaften haben. Lediglich bei LFCM wäre das anders. Und da ich bestimmt nicht 40 Loks (soviele habe ich noch gar nicht...) erst einmal umrüste um dann festzustellen, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist, wird sich die Investition eines (oder zweier) Hamo-Magneten wohl alleine schon zu Testzwecken lohnen. Und damit du ganz beruhigt bist: Einen HLA besitze ich sogar schon. Der wartet auf den Einbau...

Zitat von Jogi

Es gibt Anker mit unterschiedlichen Werten ( die normalen 3 poligen ) Ohmmeter an die Wicklung es gibt welche mit ca. 8,5 Ohm und welche mit ca. 13 Ohm . Die mit dem größeren Wert laufen langsamer.



Das ist ja auch vollkommen logisch! Weniger Widerstand -> größerer Strom bei gleicher Spannung -> stärkeres Magnetfeld bzw. Induktionswirkung.

Aber noch eine oder besser zwei Fragen: Bei den Umrüstsätzen auf HLA liegen noch Entstördrosseln bei. Wenn ich das hier bislang hier richtig verfolgt habe, sollen diese die hochfrequenten Anteile des digitalen Signals am Motor blocken. Ich ziehe daraus nun zwei Schlussfolgerungen:
1. Die Entstördrosseln schaden im Analogbetrieb nicht.
2. Bei einem Umrüsten des Motors mit einem Hamo-Magneten sollten ebenfalls Entstördrosseln eingefügt werden.

Stimmt das so?

Gruß,

Stephan



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#15 von DerJupp ( gelöscht ) , 04.08.2006 08:32

Hallo zusammen,

gestern habe ich mal einen Test gestartet und einen DCM-Motor durch einen HLA ersetzt (ohne einen Decoder). Damit die Lok erst einmal noch hin und wieder ein paar Runden drehen kann, habe ich zwei Dioden eingebaut. Und siehe da: Es funktioniert sogar! Wie Wolfgang schrieb ist die Höchstgeschwindigkeit reduziert - aber das stört mich nicht. Ich habe ohnehin keine Hochgeschwindigkeitsstrecke... Aber dafür ist das Fahrverhalten im niedrigen Geschwindigkeitsbereich schon beeindruckend. Zumindest für einen, der die gleiche Lok noch mit einem anderen Motor kannte und für den es der erste Umbau ist. Wenn jetzt noch mal irgendwann der Decoder dazu kommt, ist es für mich jedenfalls perfekt!

Vielen Dank für Eure Hilfe,

Stephan



DerJupp

RE: Hamo-Magneten und Analogbetrieb

#16 von urwo , 04.08.2006 10:23

Hallo,
ich habe anfangs auch Hamo Magneten verwendet , auch aus Kostengründen.-
Mitlerweilen sind die Magneten alle bei 123 verkauft worden und" richtige" HLA eingebaut. Allein billig taugt nix, lieber eine Lok weniger umbauen
aber dafür richtig und mit guten Fahreigenschaften
Gruß wu



 
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