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Löten für die Modellbahn

#1 von Stadtbahner , 25.02.2020 12:48



Desöfteren kommt die Frage auf "Was brauche ich eigentlich zum Löten für die Modellbahn?"
Sei es für Decoder oder die Verkabelung der Anlage.

Angelehnt an einen früheren Beitrag hole ich zu einem Rundumschlag aus, aber ich möchte auch weitere Leute ermutigen, sich hier im Thread mit eigenen Erfahrungen zu beteiligen.

Zitat
Ich brauche für mein nächstes Projekt bei meiner Modelleisenbahn eine Lötstation um ein paar Kabel an einen Decoder anzulöten.


Dafür reicht eine ZD-99, gibts bei diversen Anbietern unter diversen Namen.
Die beiliegende Bleistiftspitze (eine Unsitte jedes Herstellers, egal ob No-Name oder Markenprodukt) taugt nicht viel, besser gleich eine meißelförmige Spitze passend mit dazubestellen.

Zitat
Welche Lötstation benutzt Ihr dazu?


Früher die ZD-99.
Dann eine Weller WHS-40.
Heute eine Weller WS-81.

Zitat
Reicht eine billige für 40 Euro aus oder muss es schon eine teurere sein.


Du bekommst, was du bezahlst.

Die kleinen Stationen wie die ZD-99 reichen für den gelegentlichen Lötjob an Decoderlitzen mit bleihaltigem Lötzinn, ggfs. auch bleifrei, wenn man die Temperatur am Dimmer voll aufdreht.

Was bieten dir teurere Stationen bei steigendem Preis?
- Temperaturstabilität: Die Spitze bleibt auch bei dicken Kabeln und Masseblechen auf Zieltemperatur
- Echte Temperaturregelung anstatt eines Dimmers, schont kleine empfindliche Bauteile vor versehentlichem "Grillen"
- Sekundenschnelles Aufheizen anstatt minutenlangem Warten
- Große Auswahl an vielerlei Lötspitzen
- Flexible Silikonzuleitung für den Lötkolben anstatt störrischer PVC-Leitung
- Schmale, handschmeichelnde Lötkolben mit geringem Abstand von Handgriff zur Lötspitze
- Anschluss für Antistatik-Zubehör für ESD-gerechtes arbeiten
- Bessere Verarbeitung
- Ersatzteilverfügbarkeit

Die Temperaturstabilität, Aufheizzeit, Lötspitzenauswahl und das Silikonkabel samt gutem Lötkolben sind z.B. für mich die wichtigsten Punkte. Was davon ist für dich ausschlaggebend? Das musst du für dich entscheiden.


Videotutorial Löten:
Grundlagen, Material: https://www.youtube.com/watch?v=J5Sb21qbpEQ
Verlöten von Durchsteckkomponenten: https://www.youtube.com/watch?v=fYz5nIHH0iY
Verlöten von SMD-Komponenten: https://www.youtube.com/watch?v=b9FC9fAlfQE


Kauftipps für den ambitionierten Löter mit ca. 100 - 200 € in der Tasche, der keinen Wert auf ESD-Konformität legt:
- Hätte ich nicht die Weller WS-81 vor ein paar Jahren gebraucht gekauft, würde ich mich heute für die Weller WE-1010 entscheiden, oder die Ersa i-Con Pico.
- Die Weller WHS-40 würde ich kein zweites Mal kaufen. Zu schwachbrüstig für den RC-Modellbau, wo ich auch mal dicke Akkukabel verlöte, und zu kleine Auswahl an Lötspitzen.
- Die im Internet oft angepriesene Hakko FX-888 gibt es leider in Europa nicht zu den Schnäppchenpreisen wie etwa den USA oder Australien, mangels gutem Distributor. Die US-Variante ist wegen des fix verdrahtetem Trafos nicht für unser Stromnetz geeignet, Import lohnt daher nicht.
- Die Ersa RDS 80 könnte ein Preistipp sein, wäre da nicht die PVC-Leitung, die in diesem Preisbereich ein No-Go ist. Neuere Revisionen werden u.a. mit Silikonleitung geliefert, im Zweifel beim Händler nachfragen und ein Rückgaberecht verhandeln.
- Finger weg von den chinesischen Hakko-Klonen und Hakko-Fälschungen aufgrund von schlechter Verarbeitung, schlechter Leistung und Sicherheitsmängeln.




Mein Handwerkszeug:
Lötkolben, Lötzinn (bleihaltig 0.5 mm), Entlötlitze, Entlötpumpe, Flussmittelstift, Pinzetten, Leiterplattenreiniger.

Mein Arbeitsschutz:
Schutzbrille, Silikonunterlage, Ventilator.


Dokumentation SMD-Löten eines WeichEi-Decoderbausatzes:
viewtopic.php?p=1813443#p1813443


Das war es für mich, immer mal her mit euren Vorschlägen und Ideen.


Viele Grüße, Marc

Meine kleine Parkettbahn "Bärlin", neu: Liliput 202 003 UmAn.
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zuletzt bearbeitet 27.10.2021 | Top

RE: Löten für die MoBa

#2 von Murmel , 25.02.2020 14:45

Hier ein paar andere links zum Thema löten:

Grundlagen Löten Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=Arj34uQoLdM

Grundlagen Löten Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=fTVHv0g_nzM

Grundlagen Löten Teil 3: https://www.youtube.com/watch?v=kZb8uV9KU9E

Löten von K-Gleisen: https://www.youtube.com/watch?v=gwkJ91hzF8c


Ein Leben ohne Märklin ist nicht sinnlos,
es ist völlig aussichtslos


 
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RE: Löten für die MoBa

#3 von Modellbahn Tamm , 26.02.2020 07:34

Moin zusammen,

Ich werfe mal meinen Fund aus dem Lötbereich in den Ring:

RND 560-00216, 150W
Erhältlich z.B. bei Reichelt: https://m.reichelt.de/loetkolben-150-w-t...ct=pos_13&nbc=1

Es ist nur ein Handlötkolben, bietet aber viele Vorteile einer großen Station. Dank der 150W ist die Lötspitze auch bei großen Flächen oder Metallen Temperaturstabil und heizt schnell auf. Zudem bietet er eine echte Temperaturregelung mit Sensor im Keramik Heizelement (PID System). Löten mit bleifreiem Lot geht auch ohne Probleme.
Nachteil für Profis ist der fehlende ESD Anschluss.

Für den Preis und die Größe ist der Lötkolben aber spitze. Ich löte damit seit einigen Wochen sehr zuverlässig und deutlich schneller als mit meiner alten 50W Lötstation. Selbst IC Bauteile und SMD Bauteile und LED kann man damit leicht löten.

Für mich ein guter Kompromiss aus Leistung und Mobilität. So steht keine große Station mehr auf dem Arbeitstisch und der Lötkolben lässt sich auch leicht zum Stammtisch oder zu treffen mitnehmen.

PS: ich stehe nicht mit der Firma Reichelt in Verbindung und bekomme auch nichts für die Verlinkung.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - -

VG Johannes



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RE: Löten für die MoBa

#4 von Schwanck , 26.02.2020 08:34

Moin,

wer Elektronikteile löten will, sollte keine Lötkolben benutzen, die mit 230 V Netzspannung direkt betrieben werden. Dazu zählen auch die Billiggeräte wie die ZD-99 mit Phasenanschnitteinstellung. Das ist keine Temperaturregelung!


Tschüss

K.F.


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RE: Löten für die MoBa

#5 von Y-Weiche , 26.02.2020 12:08

Zitat

Phasenanschnitteinstellung. Das ist keine Temperaturregelung!



Hallo,

wichtiger Tipp, danke! (Marc hatte es in seinem Ursprungspost schon aufgeführt, ich hätte es aber überlesen.)

Kann ich als Laie an irgendwelchen äußeren Merkmalen erkennen, ob es sich um eine echte Temperaturregelung handelt? In den üblichen Shopbeschreibungen dürfte das selten erwähnt werden (bei der ZD99 habe ich es nach deinem Hinweis ein paarmal gefunden). Ist das Vorhandensein einer Temperaturanzeige ein sicherer Indikator für eine "echte" Regelung?

Grüße
Andreas


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RE: Löten für die MoBa

#6 von Schwanck , 26.02.2020 19:56

Moin Andreas,

auf die von dir gestellte Frage:

Zitat

Ist das Vorhandensein einer Temperaturanzeige ein sicherer Indikator für eine "echte" Regelung?


lautet meine Antwort :Nein. Es gibt Lötstationen, bei denen lediglich die vorgewählte Temperatur digital angezeigt wird. Einige davon zeigen über das Blinken bzw. Nichtblinken einer LED an, wenn der Kolben (nach)geheizt wird.


Tschüss

K.F.


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RE: Löten für die MoBa

#7 von chessyger , 26.02.2020 23:38

Hallo
Ich habe Heute gemerkt beim Anlöten eines ESU PowerPack mini an einen Loksound 5 mein bislang genutzer Lötkolben von Proxxon nicht gerade die ideale kleine Spitze hat.
Gibt leider auch nur die eine Spitze dazu.
Hat zwar geklappt, aber da ich vorhabe auch weitere Loksound micro mit einem PowerPack zu versehen brauche ich also einen geeigneten Lötkolben mit feiner Spitze.
Da es in der Nähe keinen ElektronikShop mehr gibt, nur noch div. Baumärkte mit Grobmaterial bin ich auf den Versandhandel angewiesen. Conrad, Amazon usw. Der Lötkolben ist nur für so feine Arbeiten an Decodern und Zubehör gedacht. Für etwas gröbere Arbeiten reicht der Proxxon.
Natürlich wenn schon, dann ein Markengerät, Ersa, Weller ???
Gibt es da eine Empfehlung? Muß keine große Lötstation sein. Nur ein kleiner Handlicher Lötkolben mit feiner Spitze.


Gruß
Jürgen
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Als Kind hatte ich das Glück das mir meine Eltern Trix-Express kauften.


 
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RE: Löten für die MoBa

#8 von volkerS , 27.02.2020 03:20

Hallo Jürgen,
bei normalen Lötkolben solltest du mindestens eine 30W-Version nehmen. Ja ich höre jetzt schon den Aufschrei "viel zu viel". Im Prinzip auch richtig, aber das Problem liegt nicht im Lötkolben sondern der Lötspitze. Je feiner die Lötspitze desto geringer ist die gespeicherte Wärme in der Lötspitze die bei Kontakt der Lötspitze mit der Lötstelle schlagartig abfließt. Somit erkaltet die Lötspitze was zu kleben und schlechten Lötstellen führt. Auch dauert das Löten länger, gerade für feine Lötstellen ebenfalls kontraproduktiv.
Generell gilt möglichst heiß und schnell als kalt und lang. Da leitet auch die Isolation der Kabel.
Ich verwende meist Klingenlötspitzen (wie Schraubendreher) mit 2,4mm Breite. Durch Drehen des Kolbens kann man sowohl spitz als auch flächig löten. Ich löte so problemlos Adern an Decoder-Schnittstellenplatinen.
Volker


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RE: Löten für die MoBa

#9 von Andreas Poths , 29.02.2020 18:16

moin,
Frage von einem, der eigentlich zwei linke Hände zum Löten hat.... ops:

Was haltet ihr von Batterielötkolben?


gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!
Guggd ihr meine Anlage gerne auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=hzD2SyMk1KA

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....


Andreas Poths  
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RE: Löten für die MoBa

#10 von MSC , 01.03.2020 00:32

Hallo Andreas,

Zitat
von Andreas Poths » Sa 29. Feb 2020, 18:16

moin,
Frage von einem, der eigentlich zwei linke Hände zum Löten hat.... ops:

Was haltet ihr von Batterielötkolben?



das kommt immer auf den Verwendungszweck an.
Hat man keinen 220V Anschluss in der Nähe ist ein Batterie- oder Gaslötkolben keine schlechte Wahl.
Stationär bzw mit 220V Zugang bevorzuge ich allerdings eine Lötstation.
Man kann (auch wenn einige das anders sehen) im Prinzip mit jedem Lötkolben/Lötstation alles löten. Es ist alles eine Übungs-/Erfahrungssache.
Volker schrieb zb.: er benutzt eine 2,4 mm Spitze, auch für kleine Lötstellen und kommt damit gut zurecht.
Wir haben in der Ausbildung gelernt je kleiner die Lötstellen desto feiner sollte die ausgewählte Spitze sein.
Aber das wichtigste beim Löten ist nicht unbedingt welche Spitze, sondern die Temperatur welche in die Lötstelle gebracht wird.
Ein Zeichen von zuviel Temperatur ist zb. das schmelzen der Isolierung oder aber wenn sich die Leiterbahnen von der Platine lösen.
Also auch beim löten gilt üben, üben und nochmals üben

Gruß
Michael


MSC  
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RE: Löten für die MoBa

#11 von all_clear , 01.03.2020 11:41

Hallo,

neben den Lötstationen oder Lötkolben sollte man aber beim Löten auch auf das Medium sprich dem "Lot" ausreichend Beachtung schenken.
Denn auch da kann durch falsche Auswahl des Lot oder der falschen Temperatur, Temperaturschwankungen oder Erschütterungen einiges schief gehen.
Da ich hier nicht alles wiederholen möchte was auf anderen Seiten gut zusammen gefaßt ist, hier ein gute Link:
https://www.loetkolben-vergleich.de/loetzinn/

Schaut Euch auch die Rubrik "Info" an, da sind auch andere Sachen aufgeführt und somit auch eine gute Informationsquelle.
Ich habe mit dieser Seite selbst nichts zu tun, finde sie aber sehr informativ.


Freundliche Grüße, Harald
(Alles in Ordnung, deshalb all_clear)


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RE: Löten für die MoBa

#12 von modellbausven , 17.02.2021 10:20

Moin,

ich möchte dieses Thema noch einmal aufgreifen und Beratung einholen!

Die günstige ZD-99, welche es unter diversen Markennamen gibt, habe ich aktuell und ist mit den bekannten Nachteilen verbunden.
Daher habe ich mich auf die Suche nach einer ordentlichen Station gemacht.
Die empfohlenen Weller-Geräte oder auch die an vielen Stellen empfohlene Ersa RDS 80 liegen bei 140,- € und darüber... während die ZD-99 je nach Zubehör zwischen 17,- und 25,- € liegt.

Nun stellt sich die Frage: Gibt's für den mittelbegabten Hobbylöter, der dann und wann auch mal auf einem Decoder löten möchte oder muss, ein Produkt in der Preisspanne dazwischen?
Auf der Suche bin ich über die ZD-8916 gestolpert, die in ähnlicher Optik wie die Ersa RDS 80 erscheint und lediglich die Hälfte (rund 70,- € kostet. (z.B. hier)

Der Suchbegriff ZD-8916 oder auch nur die Ziffernfolge 8916 lieferten hier in der Forensuche leider keine passenden Treffer.
Kann vielleicht trotzdem jemand etwas an Erfahrungswerten beisteuern, oder können die Profis anhand der Eckdaten eine Einschätzung zu dem Produkt abgeben?

Vielen Dank und freundliche Grüße
Sven



 
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RE: Löten für die MoBa

#13 von Talk + Build , 17.02.2021 11:41

Hallo
ich klinke mich auch mal rein, weil ich mich die Tage für eine neue Lötstation entscheiden musste, und [user]modellbausven[/user] ich mir nach langen hin und her die RDS 80 bestellt habe, die just in diesen Moment in der Packstation auf mich wartet.

Ich war auch mit der Pico am liebäugeln, aber hier hat mich gestört das es A keine Preset Funktion direkt greifbar gibt, und das der AN/AUS Schalter hinten am Gerät ist, was in meinen kleinen Arbeitsbereich in dem ich jeden cm planen muss ein Nachteil für mich ist.

Ich habe mir einen für LED und Litzen verlöten gekauft und weil ich jetzt vermehrt SMD LED nutzen will.

Und ja mir ist klar das eine gute Lötstation keinen erfolgreichen SMD Löter aus mir macht. (Man wird in Foren so oft missverstanden

Überzeugt hat mich zudem bei der RDS die Spitzenverfügbarkeit bei Amazon. Auch hier ist klar es gibt noch andere, aber ich mache zu oft schlechte Erfahrungen woanders und daher bin ich knapp zum Amazon Fanboy mutiert.

Falls du Fragen hast [user]modellbausven[/user] kann ich sie dir vielleicht die nächsten Tage beantworten.


Lieben Gruß Stefan


Mein Vorstellungsthread:
viewtopic.php?f=18&t=189509


 
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RE: Löten für die MoBa

#14 von ubit , 02.03.2021 10:34

Hi,

ich habe mir - trotz Warnung weiter oben - eine chinesische T12-942 gekauft. Das ist ein kleiner Kasten mit OLED-Display mit dem T12-Lötspitzen kontrolliert werden. Das ursprüngliche Konzept stammt von Hakko Japan. Die Lötspitzen enthalten das Heizelement und den Temperatursensor. Es gibt etliche Lötspitzen die sich auch sehr leicht tauschen lassen. Ich habe mir einen Satz mit 12 Spitzen dazu bestellt - da ist für alle Anwendungen etwas dabei. Sind natürlich nachgemachte chinesische Teile, keine Original Hakko-Lötspitzen. Letztere sollten aber auch funktionieren - kosten halt deutlich mehr.

Ich betreibe das Gerät an meinem Labornetzteil, die Station braucht 24V, 3-4A. Das Teil heizt extrem schnell auf, deckt einen weiten Temperaturbereich ab, schaltet die Lötspitze nach einiger Zeit auf "Standby" und hat einen Bewegungssensor mit dem die Spitze in Sekunden wieder auf Temperatur ist wenn man den Lötkolben bewegt.

Es gibt auch unterschiedliche "Handgriffe" - diverse in Plastik aber auch Alu ist verfügbar.

Hier ein Link auf Amazon:

https://www.amazon.de/KKmoon-L%C3%B6tsta...0NsaWNrPXRydWU=

Ich habe jetzt etliche Stunden mit dem Teil gelötet und bin ziemlich begeistert. Über die Langzeithaltbarkeit kann ich natürlich noch Nichts sagen, aber das Ding funktioniert für mich perfekt. Wer warten kann: Bei Aliexpress gibt es die Dinger noch günstiger.

Es gibt auch eine Variante mit Netzanschluss, die hat aber laut diversen Bewertungen und Foren typisch chinesische Sicherheitsmängel bei der Stromversorgung - trotz CE-Zeichen.... Daher habe ich mich für die 24V-Version entschieden.

Ciao, Udo

P.S.: Wer es lieber Original mag: Die Hakko FX-888D gibt es aktuell für 128 € hier:

https://tbk-onlineshop.de/produkt/hakko-fx-888d-16-by/

Dort gibt es auch jede Menge passende Lötspitzen inkl. sehr guter Beschreibung der Spitzen.


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RE: Löten für die MoBa

#15 von KDW , 12.04.2021 23:56

Hallo liebe Forengemeinde,
da wir hier zu Erfahrungesberichten mit Lötstationen ermuntert wurden, will ich auch von meiner Lötstation berichten, und zwar von der
https://www.jbctools.com/cdb-soldering-s...oduct-1605.html



die ich mittlerweile seit 7 Jahren auch privat besitze, nachdem ich sie zuvor in der Firma kennen und schätzen gelernt hatte (wir haben bei uns im Entwicklungslabor alle Arbeitsplätze damit ausgerüstet und die zuvor verwendeten Stationen von Weller, die ja an sich auch nicht schlecht waren, verschenkt).
Zugegeben, sie ist nicht billig, da es sich um ein professionelles Gerät für vorwiegend industriellen Einsatz handelt. Sie ist aber in jedem Fall ihren Preis wert und grundsolide, wie gutes Werkzeug eben sein sollte. Ich habe damit schon sehr viel gelötet, unter anderem auch Metallrümpfe für Schiffsmodelle. Die ersten Lötspitzen tun es immer noch.

Über ihre besonderen Eigenschaften kann man auf der Internetseite der Herstellerfirma JBCtools aus Barcelona, Spanien, nachlesen:
https://www.jbctools.com/top10-menu-82.html

Mit dieser Station kann man praktisch alle in unserem Hobby vorkommenden Lötarbeiten vom sandkorngroßen SMD-Bauelement bis zum massiven Spur G Messingprofil oder Dachrinne erledigen; hierzu gibt es eine große Auswahl an den sogenannten Lötkartuschen ("cartridges"), die neben dem Heizelement auch den Temperatursensor enthalten, wodurch eine extrem kurze Aufheizzeit und sehr präzise Temperaturregelung gewährleiste wird. Falls erforderlich, kann die Station mit 130W heizen!

Bevor hier falsche Eindrücke entstehen ob meiner Begeisterung: Dies ist keine Werbung, für die ich womöglich Provision bekäme, ich bin nur sehr selten von einem Produkt so sehr überzeugt worden wie von diesem und deshalb immer noch davon sehr angetan.

Viele Grüße
Klaus-Dieter


Et is, wie et is, et kütt, wie et kütt!
Äver et hätt noch immer jod jejange...
(Rheinische Lebensweisheit)


 
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RE: Löten für die MoBa

#16 von Dreispur , 13.04.2021 06:16

Hallo !


[quote="Andreas Poths" post_id=2083706 time=1582996569 user_id=898]
moin,
Frage von einem, der eigentlich zwei linke Hände zum Löten hat.... ops:

Was haltet ihr von Batterielötkolben?
[/quote]

Ist es nicht egal was für eine Energiequelle genommen wird ?
Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist mit Batterie als Energiequelle erspart man wieder unnötigen gefährlichen Restmüll.
Der Lötpunkt soll ausrreichend heiß werden um eine gute Verschmelzung zu erreichen .


mfG ANTON

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RE: Löten für die MoBa

#17 von SvenS , 13.04.2021 11:24

Zitat


Ist es nicht egal was für eine Energiequelle genommen wird ?



Hi,

aus meiner Sicht nicht. Ich hab hier eine Lötstation RDS80 sowie einen China Heißluftlöter am Tisch und einen Batterielötkolben von Weller sowie einen Gaslötkolben auch von Weller für Arbeiten an und unter der Anlage. Alles ordentliche Produkte aber eben nur für spezielle Gegebenheiten. Die Lötstation und der Heißluftlöter sind wenig mobil (wen wunderts ) Von den beiden anderen Geräten benutze ich meistens den Gaslötkolben weil der dann doch schneller und stabiler heiß wird.

Das Batterieteil würde ich mir heute wahrscheinlich nicht mehr zulegen. Das ist gut wenn man es in der Werkzeugkiste hat und wenn man unterwegs ist. Wenn die Batterien aber nicht ganz frisch sind und die Lötstelle nicht winzig brät man da gerne auf der Lötstelle herum. Für Kabelarbeiten geeignet aber für alles andere nur eingeschränkt.

bye
Sven


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RE: Löten für die MoBa

#18 von Brownie reloaded , 13.04.2021 15:34

Hallo Sven,

Zitat von modellbausven im Beitrag Löten für die MoBa

Der Suchbegriff ZD-8916 oder auch nur die Ziffernfolge 8916 lieferten hier in der Forensuche leider keine passenden Treffer.
Kann vielleicht trotzdem jemand etwas an Erfahrungswerten beisteuern, oder können die Profis anhand der Eckdaten eine Einschätzung zu dem Produkt abgeben?



ich habe mir die ZD-8916 vor ca. 1 1/2 Jahren gekauft, um eben gerade kleinste Decoder in Spur N und SMD-Bauelemente zu verlöten (siehe z.B. den Umbau meiner Glühbinrchen auf LED: viewtopic.php?p=2241629#p2241629).

Bisher bin ich mit der Lötstation sehr zufrieden, sie mag zwar dem professionellen "Dauerlöter" nicht genügen, aber für die zeitweisen Bastelarbeiten tut sie, was sie soll. Das Kabel ist sehr weich und flexibel und der kleine Lötkolben liegt gut in der Hand.

Einziger im Nachhinein bemerkter Nachteil:

Ich konnte partout keine passenden Ersatzspitzen in kleiner Meißelform finden, die nicht zu Mondpreisen (so teuer, wie der ganze Lötkolben als Ersatz), oder nur im großen Set mit nicht brauchbaren anderen Spitzen, zu haben waren.

Ich habe mir dann nach einiger Recherche diese Lötspitzen in der Bucht bestellt:

https://www.ebay.de/itm/Lotspitze-AOYUE-...ar=463357483590

Sie haben exakt die gleichen Aussenmaße, aber eine etwas zu kleine und zu kurze Bohrung. Ich habe sie dann mit einem 4,8 er Bohrer auf die Innenlänge der orginalen Spitze aufgebohrt. Sie funktionieren so seit Monaten genauso einwandfrei, wie die originale Lötspitze.

Gruß Dietmar


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