Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#1 von br232 , 04.01.2024 11:14

Hallo zusammen,

mein vorheriges Projekt "Unterschüpf", welches ich ebenfalls hier im Forum vorgestellt habe, ist gescheitert.
Nach anfänglicher Euphorie sank mein Interesse stark mit meinen neu erlernten Fähigkeiten und den Tatsachen, dass ich mit dem C-Gleis trotz "Update" nicht mehr optisch zufrieden war und die Module nie richtig benutzt werden konnten.

Nach einem Umzug ergab sich die Möglichkeit, überschüssigen Raum (etwa 200 cm * 270 cm) in meinem Arbeitszimmer für ein neues Projekt zu nutzen.
Inspiriert durch die "Gleiswüste" und meinen beruflichen Werdegang kam der Wunsch nach einer Modellbahnanlage mit möglichst viel Betrieb auf wenig Raum.
Es ist mir klargeworden, dass Landschaftsbau nicht das Problem ist, sondern langfristig genug Gleisanlagen vorhanden sein müssen, damit der Spielwert hoch bleibt.

Wenig bis keine Abstriche möchte ich dabei beim Thema Optik machen - möglichst harmonische und vorbildinspirierte Gleisverläufe sind mir sehr wichtig.

Thematisch habe ich mich immer für den Zeitraum von 1994 bis 2010 interessiert - so sind umfangreiche, wenn auch verkrautete, Gleisanlagen möglich und das Fahrzeugmaterial bunt.
Dieser, wie ich finde, morbide Zustand der Bahn war für mich der Startschuss für die Suche nach Vorbildern.
In meiner Heimat um Würzburg herum bin ich dann fündig geworden:

Verladebahnhof Aumühle

Der Verladebahnhof Aumühle inspirierte mich eine große Ortsgüteranlage als Hauptthema der Anlage zu nehmen, welche mir langfristig genug betriebliche Möglichkeiten bietet.
Nur leider passt die Ortslage (Großstadt) nicht zum verfügbaren Raum, wenn man die zusammengestellten Züge auch in die weite Welt schicken möchte.

Im Anschluss fiel der Gedanke auf eine besondere Spitzkehre, den Bahnhof Miltenberg Gbf.
Bis zu seiner Stilllegung nur noch für den Güterverkehr genutzt könnte auch dieser Bahnhof abgewandelt ein interessantes Vorbild liefern, allerdings scheitert hier eine Umsetzung voraussichtlich an der Längenentwicklung.

Miltenberg Gbf

Übrig geblieben ist die Idee, einen Bahnhof mit größerer Ortsgüteranlage in einem Mittelzentrum oder am Rande einer Großstadt darzustellen, womit die Bahnhöfe Bad Mergentheim, Wertheim, Würzburg Heidingsfeld Ost und Bad Neustadt (Saale) thematisch in den Vordergrund gerückt werden.
Durch den Fokus auf den Güterverkehr können - so ist der Plan - Anlagen des Personenverkehrs deutlich reduziert werden und Motive passend gemacht werden.


1. Titel
Einen Titel gibt es in dieser Projektphase leider noch nicht.

2. Spurweite & Gleissystem
Spurweite H0, Gleise und Weichen von Tillig Elite, Weinert Mein Gleis und Zeitgeist mit Mittelleiter von Weichen-Walter auf Code 83.
In Schattenbahnhöfen auch C-Gleis, da Restbestände vorhanden.

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
Bild entfernt (keine Rechte)

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
U-Form

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
200 cm * 270 cm, siehe Raumskizze

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Modellbahn

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
vsl. eingleisige Hauptbahn

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Da ich die Gleisanlagen mit der Software "Modellgleis S21" plane, beträgt der Mindestradius etwa 800 mm (Radius 175 m beim Vorbild für den Maßstab 1:216,6)
Die Beiträge von Weichen-Bernd haben mich hierzu erfolgreich inspiriert.
Im verdeckten Bereich, auch für Wendeln, kann minimal Märklins R2 zur Anwendung kommen (Restbestände C-Gleis vorhanden).

4.4 Maximale Steigung
noch unbekannt

4.5 Maximale Zugslänge
Noch unbekannt, aber etwa 1,5 Metern bei Güterzügen.
Im Nahverkehr maximal Lok plus drei n-Wagen (Längenmaßstab 1:87), etwa 110 cm.
Ggf. ein IR mit vier oder 5 Wagen, welcher im sichtbaren Bereich nicht hält, maximal 170 cm.

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
maximal 1,0 Meter

4.7 Eingriffslücken / Servicegang
zu vermeiden

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
etwa 1,0 Meter

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
zwei Schattenbahnhöfe, jeweils einen für jede Richtung ("Hundeknochen")

4.10 Oberleitung ja / nein
ja, nur im sichtbaren Bereich

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
digital mit Z21 oder MS2 als Digitalzentrale - Kompatibilität von MS2 mit ESTWGJ über CAN-Bus unbekannt

5.2 Steuern analog oder digital
digital, Rückmeldesystem noch unbekannt

5.3 PC-Steuerung
ja, mit ESTWGJ

6. Motive
6.1 Epoche
Epoche 5 (Zeitraum 1994 bis 2010)

6.2 Bahnhofstyp(en)
Bahnhof oder Bahnhof (nur Güterverkehr) plus Haltepunkt

6.3 Landschaft
möglichst unterfränkisch orientiert

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
dominierende Ortsgüteranlage mit Gleisanschlüssen im Mittelzentrum oder Rande einer Großstadt

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
nein, nur Lokabstellgleis

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
Diesellokbaureihen: 364, 212, 217 ,232
Elektrolokbaureihen: 145
diverse Personen- und Güterwagen der Epoche 4 und 5

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
aktuell nur thematische Papierskizzen vorhanden

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Einzelspieler, aber auch Aufteilung in FDL und Tf möglich

8. Anhänge
Da aktuell noch kein fester Gleisplan existiert, sondern ausschließlich Gedankenexperimente in meinem Kopf und auf unzähligen Papierskizzen, habe ich mich dazu entschlossen thematische Skizzen zu erstellen.

Variante 1: Ein Bahnhof an einer eingleisigen Hauptstrecke, an welchen die Ortsgüteranlage angeschlossen ist. Über die Ortsgüteranlage sind Industrieanschlüsse erreichbar. Personen- und Güterverkehr sind nicht getrennt.
Bild entfernt (keine Rechte)

Variante 2: Personen- und Güterverkehr sind getrennt. An der im unsichtbaren Bereich vorhandenen Abzweigstelle "Nord" zweigt eine Strecke zum tieferliegenden Güterbahnhof ab, welcher als Kopfbahnhof ausgeführt ist. Nahverkehrszüge halten nur am Haltepunkt und befahren den Güterbahnhof nicht.
Bild entfernt (keine Rechte)

Im nächsten Beitrag möchte ich mich mehr mit dem genauen Gleisplan beschäftigen.
Aktuell tendiere ich eher zur Variante 2, da wahrscheinlich mit dem Entfall des unteren Zwangspunktes (Weichen vor der Wendel) größere Gleislängen für den Güterverkehr nötig sind.

Vor der anschließenden Umsetzung in Modellgleis S21 habe ich noch ordentlich Respekt.
Zwar habe ich mich schon mehrere Stunden mit der Software beschäftigt, aber bis dato war die Lernkurve eher flach...

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#2 von Mobatheoretiker , 04.01.2024 22:59

Hallo Niklas

Kannst Du die untere Wendel evtl. noch etwas weiter in den Raum ziehen (also nach rechts und etwas weiter nach unten), oder kommst Du da mit der sonstigen Nutzung des Raums in Konflikt?
Damit könntest Du nämlich noch einiges an Nutzlänge rausholen.
Vielleicht kannst Du ja die sonstigen Möbel noch in den Plan einzeichnen, dann können wir sehen ob es noch Alternativen gibt.

Warum kannst Du unten nicht bis an die Tür ran gehen?
Ist da noch ein Hindernis?

Grundsätzlich gut finde ich Deine Beschränkung auf eine eingleisige Strecke!

Gruß, Sascha


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#3 von E-Lok-Muffel , 05.01.2024 11:30

Hallo Niklas,

Frohes neues Jahr und viel Erfolg bei Deinem neuen Projekt!
Ich sehe da jedoch einige Schwierigkeiten auf Dich zukommen, v.a. den Konflikt Deiner Gleiswahl mit dem vorhandenen Platz.

In Epoche 5 gibt es kaum noch zweiachsige Güterwagen, allenfalls ein Paar Kds, Fc; Rungenwagen, Kesselwagen, Schiebewandwagen, offene GW alles schon vierachsig lang (>20 cm), d.h. du brauchst lange Gleise, um überhaupt einen Wagen rangieren zu können (> 50 cm = Wagen plus Lok, kleinste Lok V 60, bis hin zu 218/232). Dann die Weichen-Trümmer von MeinGleis ; da bleibt nicht viel Gleis nach der Weiche übrig. Die Tillig-Weichen sind möglicherweise ein Kompromis, weil sie sich auch in Grenzen biegen lassen sollen...

Wahrscheinlich gibt es auch Probleme mit dem Überbau der Wendeln/Kehren, willst Du den gesamten Platz nutzen, muss die Steigung wesentlich steiler eingestellt werden, da die Rangiergleise absolut eben liegen müssen und die Überfahrhöhe nicht erst bei 360° sondern schon bei > 180° erreicht werden muss.
Option 2 wäre da eine Lösung, denn dann könntest Du den Haltepunkt/Bahnhof (ggfs. 1 Ausweichgleis für Zugbegenungen?) schon in ein leichtes Gefälle legen, was dann den Komplett-Überbau der unteren Wendel ermöglicht. Steigungen von >3% sind evtl. auch gar kein Problem, da sich gar keine so großen Zuglängen (Lok mit vier Mintlingen = 150 cm) realisieren lassen. Aber "Tieferlegen" des Rangierbahnhofs, wie von Dir angedacht, geht gar nicht, denn dann kommst Du ja überhaupt nicht auf die Gleis-Wendeln rauf...

Mal schauen was Du draus machst...

Gruß
uLi


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#4 von br232 , 05.01.2024 17:15

Hallo Sascha,

vielen Dank für den Einwand!
Auf Basis deiner Idee, die Wendel etwas nach unten zu rücken, habe ich die mögliche Form etwas optimiert.

Die untere Wendel ist dabei bis zum Zwangspunkt Lichtschalter gerückt und die obere Wendel mehr in Richtung Wand, um bereits präventiv Bögen zu vergrößern.
Ein weiterer Zwangspunkt ist der Doppelschrank oben rechts, da lässt sich leider nichts mehr herausholen.

Bild entfernt (keine Rechte)

_________________________________________________

Hallo Uli,

dir vorweg auch ein frohes neues Jahr!

Deine Bedenken bezüglich der Gleislängen teile ich definitiv, leider habe ich mich im Startthread nicht präzise genug ausgedrückt.
Verwendet werden sollen als Weichen im sichtbaren Bereich ausschließlich flexible von Tillig Elite, um platzsparende, aber ansehnliche Weichenverbindungen mit Außen- und Innenbogenweichen zu erzeugen.
Mittels der S21-Gleisgeometrie erhoffe ich mir, weitere Längenoptimierungen durchführen zu können.
Weichen von anderen Herstellern sind aktuell nicht geplant.

Da ich im sichtbaren Bereich ausschließlich Flexgleise mit verschiedenen Oberbauformen nutzen möchte, greife ich dort auf Stahl-, Beton- und Holzschwellenroste von Mein Gleis, Zeitgeist und Tillig Elite in Kombination mit dem Mittelleiterband von Weichen-Walter zurück.

Bei der Tieferlegung des Güterbahnhofs, natürlich in der Ebene, habe ich bis dato nur an wenige Zentimeter gedacht, da muss ich definitiv schon vorab einmal die Wendel berechnen.
Ggf. sollte ich mich schon jetzt festlegen, ob mit gehobenem Stromabnehmer gefahren wird oder vollständig auf eine Oberleitung verzichtet werden soll.
Sinnvoll erscheint mir ebenfalls das leichte Gefälle der Strecke im Hintergrund.

Dieses Wochenende wage ich mich hoffentlich an erste Gleisplanversuche, mal schauen ob ich die Tage den ein oder anderen Plan präsentieren kann.
Auch hier kommen mir erste Ideen auf, enge Bögen geschickt unter großen Brücken o.Ä. zugunsten des Gesamtbildes zu verstecken.

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#5 von Mobatheoretiker , 05.01.2024 18:50

Hallo Niklas

Bei dem was Du vor hast wirst Du um jeden Zentimeter Länge kämpfen müssen.
Kannst Du die untere Wendel nicht noch etwas in den Raum hineinziehen?

Bild entfernt (keine Rechte)

Gruß, Sascha


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#6 von br232 , 13.01.2024 14:07

Hallo Sascha,

meine Antwort kommt etwas verspätet, es gibt leider noch andere Dinge außer der Modellbahn zu tun.

Mit dem Hereinrücken der unteren Wendel in den Raum wird es aufgrund des vorhandenen Platzes schwierig.
Deswegen habe ich eine erweiterte Grafik des Raumes erstellt, wo der Zwangspunkt "Bürostuhl" ersichtlich wird.
Aufgrund der Hauptnutzung als Arbeitszimmer soll und darf die Modellbahn nicht Hauptnutzer des Raumes werden, wodurch ich ggf. meine Anforderungen an die Anlage reduzieren muss.

Bild entfernt (keine Rechte)

Zum Thema Paradestrecke im Hintergrund sind mir erste Versuche mit dem S21-Gleissystem geglückt.
Laut diesem Gleissystem ist dieser Abschnitt im sichtbaren Bereich (blau) mit 80 km/h befahrbar.
Durch eine geschickte Anordnung der nicht sichtbaren Bereiche (pink) mit R2-Radius soll die Paradestrecke möglichst lang zu sehen sein und gleichzeitig große Bögen ermöglichen.

Bild entfernt (keine Rechte)

Eine Optimierung der Paradestrecke, also eine Kürzung des geraden Abschnittes zugunsten mehr sichtbarer Gleislänge möchte ich im Nachgang an die Gestaltung des Güterbahnhofs durchführen.
Bevor dort aber nicht die Gleisanlagen und deren Breitenentwicklungen feststehen, lohnt sich hier eine weitere Optimierung eher weniger.

Oben zu sehen ist die geplante Anordnung des nicht sichtbaren Abzweigs "Nord" zum Güterbahnhof, welcher mit einer normalen Linksweiche aus dem Märklin-C-Gleissystem realisiert wurde.
Die Ausnutzung der steilen, aber m.E. betriebssicheren Weiche erlaubt hoffentlich eine Nutzlängenoptimierung im Güterbahnhof.

Erste Ideen eines Gleisplans für den Güterbahnhof enthalten 10° DKWs auf dem Programm von Roco (S21-Gleissystem DKW 49-190-1:9), um weiter Platz zu sparen.
Hier ein erster Entwurf des oberen Bahnhofskopfs:

Bild entfernt (keine Rechte)

Die ABW vor der ersten DKW habe ich noch nicht konstruiert, ebenfalls muss ich noch etwas an der zweiten, unteren DKW ändern oder diese durch eine andere Weichenform ersetzen.

Das Thema Ausziehgleis nach Norden ist ebenfalls nicht leicht.
Einfahrende Züge müssten ggf. in den nicht sichtbaren Bereich zurücksetzen oder es stehen nur vergleichsweise geringe Gleislängen zur Verfügung.

Diese und nächste Woche beschäftige ich mich genauer mit dem Güterbahnhof.
Mal sehen, was möglich ist...

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#7 von Freetrack , 14.01.2024 01:21

Hallo Niklas,

war mir ins Auge sticht, ist dein "Zwangspunkt Doppelschrank".

Kannst du dich von diesem Zwang nicht befreien und den Stauraum durch Ablagen z. b. unter oder über der Modellbahn ersetzen?

Deine MoBa wird möglicherweise Geld&Zeit in nicht unerheblichem Maße kosten und dieser Schrank halbiert dauerhaft die ohne ihn mögliche Nutzlänge zwischen den Wendeln.

VG Andreas


 
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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#8 von Harbard , 14.01.2024 11:27

Hallo Niklas

Wenn an der unteren Wand bei der Türe eine Kommode weniger steht, dann hat der Doppelschrank dort Platz. Und die überzählige Kommode könnte neben den Schubfächern des Schreibtisches platziert werden - oder auch an der nördlichen Wand oben und dann teilweise unter der Anlage liegen, wenn die Kommode nicht zu hoch ist.
Und der Lichtschalter kann in der Höhe bestimmt soweit verschoben werden. damit die Anlage auch dort noch etwas länger werden könnte.

Gruss Bernhard


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#9 von br232 , 19.04.2024 21:38

Hallo Bernhard,
hallo Andreas,

wollte ich davor noch den letzten Millimeter herauspressen, hat sich dann doch bei mir die Ernüchterung breitgemacht.
Diese Ernüchterung hat bei mir zu einem Planungsstop geführt.
Mein ursprüngliches Konzept ist wohl - trotz dem Versuch der geschickten Anordnung - gescheitert.

Was nun? Abspecken?
Das Längenproblem bleibt bestehen.
Nochmal die Möbel verschieben, wie ihr es vorgeschlagen habt?

Ein makroskopischer Blick auf den Raum eröffnet damit eine neue Möglichkeit:

Bild entfernt (keine Rechte)

Die obere Wand bietet 3,5 m Länge, was für eine Anlagenplanung wohl besser geeignet ist.
Meines Erachtens bietet diese Lösung den Vorteil, dass weniger tote Fläche in den Ecken vorhanden ist.
Der Nachteil ist der Verlust der ursprünglich im Hintergrund geplanten eingleisigen Hauptbahn.

Also fix in das Programm Modellgleis hinein, einige Stunden investiert und die Ideen digitalisiert:

Bild entfernt (keine Rechte)

Herausgekommen ist ein Kopfbahnhof am Ende einer eingleisigen Strecke.
Im oberen Bereich der DB-Anteil mit drei Gleisen, im Süden ein Industriestammgleis mit drei Gleisanschlüssen links, mittig und rechts.

Diese Lösung scheint deutlich realistischer umsetzbar, auch wenn mich der Verlust der Hauptstrecke etwas ärgert.
Für die Gleiswendel scheint auf der sichtbaren Ebene aber kein Platz vorhanden zu sein, ohne wieder die Gleislängen einzukürzen - Abwägungssache.

Viele Grüße
Niklas


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zuletzt bearbeitet 19.04.2024 | Top

RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#10 von Mobatheoretiker , 19.04.2024 23:41

Hallo Niklas

Wie hoch sind denn die beiden Kommoden?
Könnten die evtl. unter der Anlage stehen?

Die Möglichkeit den großen Schrank durch 2 niedrige Schränke zu ersetzen die unter der Anlage stehen könnten wurde ja schon angesprochen, von Dir aber abgelehnt.

Gruß, Sascha


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#11 von Harbard , 20.04.2024 10:52

Hallo Niklas

Wenn du den Schrank an der unteren Zimmerwand direkt hinter der Türe platzierst und die Kommoden etwas nachrückst, dann kann der Schreibtisch um einiges nach unten geschoben werden und oben kann dann die Anlage noch etwas um die rechte obere Ecke verlängert werden.

Gruss Bernhard


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#12 von br232 , 20.04.2024 11:12

Hallo Sascha,
hallo Bernhard,

die Kommoden haben eine Höhe von über 1,0 Metern, worüber noch ein Bild hängt.
Somit scheidet hier eine mögliche Platzvergrößerung aus.
Der Raum braucht diesen Stauraum zwingend, unter der Modellbahn selbst möchte ich Baumaterial, Rollmaterial und Werkzeug für diese lagern.

Den Schreibtisch möchte ich unter keinen Umständen verschieben, es ist immerhin hauptsächlich noch mein Arbeitszimmer, in welchem ich viel Zeit vor dem Schreibtisch verbringe.
Eine ordentliche Anordnung den Schreibtisches am Fenster mitsamt der darauf befindlichen Bildschirme überwiegt in diesem Fall der Modellbahn.

Somit ist die Optimierung hin zu mehr Fläche meines Erachtens ausgeschöpft und muss zwangsweise auf der Modellbahn selbst stattfinden.
Da ich langfristig auch keinen weiteren Umzug ausschließen möchte, bietet die längliche Form eine gute Aufteilung in Segmente.
Eine U-Form könnte hier langfristig ein Problem werden, was ich bis dato noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#13 von faraway , 20.04.2024 11:28

In meinem Arbeitszimmer waren die Verhältnisse (Kleiderschrank, Tür öffnet in den Raum) und Gewichtungen (Vollzeit Home Office mit zwei Bildschirmen ) ähnlich.
Mit zwei Maßnahmen habe ich Platz für eine schmale Anlage rund ums Zimmer geschaffen.

a. Alle Schränke wurden durch Oberschränke ersetzt. Der Schattenbahnhof (vier Gleise) liegt hinter dem Schreibtisch.
b. Die Tür wurde umgesetzt und öffnet nach außen.

Die Anlagenhöhe ist so bemessen, dass H0 Züge gerade noch unter dem geöffneten Fensterflügel durchfahren können.

Auch jetzt im Ruhestand ist das noch perfekt für mich.


Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Peters


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#14 von br232 , 20.04.2024 14:26

Hallo Reinhard,

die Idee mit den Oberschränken ist prinzipiell gut, allerdings hat das Ganze für mich persönlich zwei Haken.

Alle Schränke zu verkaufen und mir neue Oberschränke anzulegen erachte ich aktuell für nicht zielführend.
Zweitens handelt es sich nicht um eine Eigentumswohnung, sondern um eine Mietwohnung.
Die Montage wäre zusätzlich durch die dünnen Trockenwände mit Gipsplatten erschwert.

Die Idee von dir klingt für eine langfristige Lösung (> 10 Jahre) perfekt, für meine Verhältnisse scheint die Sache dagegen kompliziert.
Entsprechend präferiere ich aktuell eine eher rechteckige Form der Anlage, welche ggf. in Segmentbauweise errichtet werden kann.

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#15 von br232 , 28.04.2024 17:36

Aufbauend auf meinem ersten Entwurf habe ich festgestellt, dass sich der Wunsch nach einer eingleisigen Paradestrecke im Hintergrund eventuell doch verwirklichen lässt.
Durch ein minimales Einkürzen des Güterbahnhofs konnte die Paradestrecke wieder eingefügt werden, welche nun auf der linken Anlagenseite mittels einer Bogenweiche ausfädelt.

Bild entfernt (keine Rechte)

Die Anlage ist zum jetzigen Stand folgendermaßen thematisch unterteilt:

  • blau: nicht sichtbare Bereiche
  • hellgrün oben: eingleisige Hauptbahn als Paradestrecke evtl. mit Haltepunkt
  • rot: Güterbahnhof (DB-Bereich)
  • dunkelgrün: Industriestammgleis
  • hellgrün unten: drei private Gleisanschlüsse (von links nach rechts: Futtermittelproduzent, Gashändler und Spedition)


Dieser Entwurf gefällt mir deutlich besser und erfüllt fast alle meine ursprünglich aufgestellten Wünsche mit für mich minimalen Abstrichen.
Zudem wurden einige Korrekturen im Gleisbild umgesetzt, welche mich bis dato noch optisch etwas gestört haben:

  • Das linke Stumpfgleis im DB-Bereich (rot) wurde etwas gebogen und mit einem 2000er Radius und 6 m Gleisabstand dem Streckengleis zugeordnet.
  • Das rechte Stumpfgleis im DB-Bereich (rot) wurde vom oberen in das untere der drei Gleise verschoben, um Platz für das Gleis der Hauptstrecke zu erhalten.
  • Tausch der beiden Weichen im rechten Bahnhofskopf, um das Stumpfgleis auf eine sinnvolle Länge zu bringen.

VG Niklas


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#16 von Weichen-Bernd , 04.05.2024 18:11

Hallo Niklas,

natürlich freue ich mich, dass Du die Fahrdynamik in die Planung einfließen lässt. Die Idee mit Bezug zum alten Bahnhof Hauptbahnhof Miltenberg gefällt mir auch sehr gut. Sehr schön sind auf dieser Strecke die kurzen Ferngüterzüge mit Lademaßüberschreitungen oder auch die langen Eilzugdurchläufe Aschaffenburg - Ulm. In den besten Zeiten gab es sogar mal einen Zug von Kempten bis Frankfurt. Den Halbgepäckwagen mit den Abteilen habe ich immer sehr gerne benutz.

In Deiner Planung könnte im Vordergrund das Stumpfgleis vorgesehen werden, das früher die Züge in Richtung Wertheim benutzt hatten. Das Streckengleis in Richtung Aschaffenburg würde dann im Vordergrund weiter Abwärts laufen und rechts im Tunnel verschwinden. Ganz links könnten dann alle Gleise unter zwei Straßenbrücken weggetarnt werden.

Nun aber zum Güterbahnhof:

Im Industriestammgleis wäre rechts, zwischen Gashändler und Spedition eine Umfahrmöglichkeit sinnvoll. Eine Rangierabteilung aus dem DB-Bereich hat die Lok links am Zug. Mit der Umfahrung können dann alle 3 Anschließer direkt bedient werden.

Der Ablauf des Güterzugbetriebs im DB-Bereich könnte so aussehen: Die Köf III sammelt alle abgehenden Güterwagen auf dem untersten der drei DB-Gleise und schiebt diese immer ganz nach rechts. Der Güterzug kommt von links im Bahnhof im mittleren Gleis an, die Lok umfährt im oberen Gleis den ganzen Zug und schiebt den Zug im mittleren Gleis etwas nach rechts, damit ggf. die Ausfahrweiche vom unteren Gleis zur Ausfahrt frei wird. Die Streckenlok kuppelt im unteren Gleis an den abgehenden Zug an und fährt dann bald wieder nach links in Richtung Aschaffenburg. Die Köf III kann nun alle Güterwagen verteilen.

Hier wäre es schöner, wenn das Lokumsetzgleis weiter unten wäre und für abgehende Wagen wäre ein zusätzliches Gleis sinnvoll, sonst ist der DB-Bereich schnell verstopft. Weiter ist eine direkte Anbindung des mittleren DB-Gleises an beide Ziehgleise links wichtig.


Viele Grüße

Bernd

H0-Planung mit Fahrdynamik im Modell: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=90128#p979782

Bilder und Zeichnungen mit - abload.de - hochgeladen


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#17 von br232 , 06.05.2024 21:11

Hallo Bernd,

es freut mich sehr, dass du zu meinem Thread gefunden hast.
Miltenberg ist tatsächlich sehr grob weiterhin ein Vorbild der Anlage, das lässt sich nicht verneinen.

Das Stumpfgleis könnte horizontal gespiegelt zur linken Bogenweiche angeordnet werden.
Diese Idee muss ich mir definitiv nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Die 30er Einfahrt aus Richtung "Wertheim" wäre natürlich toll von der Paradestrecke aus...

Eine Umfahrmöglichkeit im Industriestammgleis könnte man m.E. auf zwei Arten platzsparend einfügen, wobei eine Führung entlang der Anschlussweichen des Futtermittel- und Gashändlers besonders sinnvoll erscheint:

Bild entfernt (keine Rechte)

Ergänzt wurde weiterhin das vorgeschlagene Stumpfgleis im DB-Bereich mit 4,6 m Gleisabstand, um mehr Abstelllänge zu erhalten.

Einzig die direkte Anbindung des mittleren Gleises an die Ausziehgleise sehe ich als nicht machbar an, hier fehlt Entwicklungslänge.
Mittels dem Ausziehgleis in Richtung Aschaffenburg wäre dieses Problem allerdings lösbar.

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#18 von Weichen-Bernd , 09.05.2024 19:02

Hallo Niklas,

wenn die neue Weiche zum zusätzlichen Gleis nach rechts verschoben wird, so kann links von der neuen Weiche eine Weichenverbindung zum mittleren Einfahrgleis eingefügt werden. Hier wird ja fast immer nur mit der Lok links am Zug rangiert. Wenn ein Zug einfährt, so setzt die Lok im oberen Gleis um und drück den Zug in der Mitte ganz nach rechts bis an den Prellbock. Das müsste dann genügen, um dann vom mittleren Gleis in das Ziehgleis links fahren zu können.

Die ganzen Gleislängen müssten so bemessen werden, dass ein Zug, der ein oder ausfährt, einerseits umfahren werden kann und andererseits, wenn der Zug nach rechts gedrückt wird, über die reinen Rangierweichenverbindungen über das Ziehgleis zerlegt werden kann.

Nun beim Vorbild würde man das in der Epoche 3 bestimmt nicht so machen. Da wären die Gleise lang genug um nicht nach rechts schieben zu müssen. Aber später ist das schon vorstellbar. In den 1980er Jahren waren z.B. die Güterzüge, die den Bahnhof Waldmünchen im Bayrischen Wald erreichten, länger als die Umfahrmöglichkeit im Bahnhof Waldmünchen. Da muss man dann tricksen.


Viele Grüße

Bernd

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zuletzt bearbeitet 09.05.2024 | Top

RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#19 von br232 , 10.05.2024 20:52

Hallo Bernd,

vielen Dank für deine Inspiration.
Anstatt eine weitere Weichenverbindung einzufügen, habe ich die rechte Verbindung verschoben:

Bild entfernt (keine Rechte)

So wirkt der Bahnhof auch nicht mit Weichen vollgestopft und betrieblich lassen sich beide Stumpfgleise optimal nutzen.
Eventuell ist es sinnvoll, beide 190-1:7,5er Weichen durch 1:6,6 zu ersetzen.

Vorbilder für derartige Weichenverbindungen gibt es ja glücklicherweise beim Vorbild zuhauf.

Viele Grüße
Niklas


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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#20 von Weichen-Bernd , 19.05.2024 11:11

Hallo Niklas,

Zitat von br232 im Beitrag #19
Hallo Bernd,

vielen Dank für deine Inspiration.
Anstatt eine weitere Weichenverbindung einzufügen, habe ich die rechte Verbindung verschoben:

So wirkt der Bahnhof auch nicht mit Weichen vollgestopft und betrieblich lassen sich beide Stumpfgleise optimal nutzen.
Eventuell ist es sinnvoll, beide 190-1:7,5er Weichen durch 1:6,6 zu ersetzen.

Vorbilder für derartige Weichenverbindungen gibt es ja glücklicherweise beim Vorbild zuhauf.

Viele Grüße
Niklas


Mit der Verschiebung der beiden Weichen nach links ist das betriebliche Minimum des DB-Bereichs hergestellt. Die Lok kann nur auf den beiden oberen Gleisen umsetzen. Das ist plausibel. Es ist aber auch möglich, dass die die beiden Weichen bisher "noch nicht" zurück gebaut worden sind. Sollten diese beiden Weichen verschlissen sind, würden sie zurück gebaut werden. Das obere von beiden Stumpfgleisen sollte besser bis ganz nach rechts führen. Denn das wäre ja das Ausfahrgleis für den abgehenden Güterzug. Der Zug könnte zur Abfahrt auch auf das Einfahrgleis umgestellt werden, aber dann müssten zuvor alle ankommenden Güterwagen bereits verteilt sein, sonst wird es wieder sehr eng im Bahnhof.

Zu den 190-er-Weichen: In der verkürzten Fahrdynamik im Modell können die 190er-Weichen im Zweiggleis mit 60km/h befahren werden. Im Kopfbahnhof ankommende Züge mit 30km/h einfahren und abgehende Züge könnten zwar mit 60 km/h ausfahren, aber meist würden 50km/h ausreichen. Nur die nicht sichtbare Weichen am Abzweig zur Hauptstrecke könnte für 60km/h vorgesehen sein, da dort ein Güterzug dann bereits das Tempo erreicht habe könnte. Für die Ausfahrt mit 50km/h würden aber die Tillig-Weichen mit 1350 mm Radius und mit 10° Endwinkel ausreichen. Wenn es aber für die schönere Gleisgestaltung Weichen 49-190-1:6,6 sein sollen, dann passt das auch: Gebaut wird, was gefällt.


Viele Grüße

Bernd

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RE: Eine kleine "U"-Gleiswüste im Arbeitszimmer | Epoche 5 | Mittelleiter H0

#21 von br232 , 22.05.2024 20:03

Zitat von Weichen-Bernd im Beitrag #20
Hallo Niklas,

mit der Verschiebung der beiden Weichen nach links ist das betriebliche Minimum des DB-Bereichs hergestellt. Die Lok kann nur auf den beiden oberen Gleisen umsetzen. Das ist plausibel. Es ist aber auch möglich, dass die die beiden Weichen bisher "noch nicht" zurück gebaut worden sind. Sollten diese beiden Weichen verschlissen sind, würden sie zurück gebaut werden. Das obere von beiden Stumpfgleisen sollte besser bis ganz nach rechts führen. Denn das wäre ja das Ausfahrgleis für den abgehenden Güterzug. Der Zug könnte zur Abfahrt auch auf das Einfahrgleis umgestellt werden, aber dann müssten zuvor alle ankommenden Güterwagen bereits verteilt sein, sonst wird es wieder sehr eng im Bahnhof.

Zu den 190-er-Weichen: In der verkürzten Fahrdynamik im Modell können die 190er-Weichen im Zweiggleis mit 60km/h befahren werden. Im Kopfbahnhof ankommende Züge mit 30km/h einfahren und abgehende Züge könnten zwar mit 60 km/h ausfahren, aber meist würden 50km/h ausreichen. Nur die nicht sichtbare Weichen am Abzweig zur Hauptstrecke könnte für 60km/h vorgesehen sein, da dort ein Güterzug dann bereits das Tempo erreicht habe könnte. Für die Ausfahrt mit 50km/h würden aber die Tillig-Weichen mit 1350 mm Radius und mit 10° Endwinkel ausreichen. Wenn es aber für die schönere Gleisgestaltung Weichen 49-190-1:6,6 sein sollen, dann passt das auch: Gebaut wird, was gefällt.



Hallo Bernd,

die Trassierung der Gleise im sichtbaren Bereich habe ich anhand der S21-Formeln und den einschlägigen Regelwerken im verkürzten Maßstab von 1:216 errechnet.
Somit komme ich auf der eingleisigen Hauptbahn auf eine mögliche Streckengeschwindigkeit unter Anwendung von u = 100 mm und uf (max) = 130 mm auf 120 km/h.

Das durchgehende Hauptgleis im Güterbahnhof (zweites Gleis von oben) ist für 80 km/h trassiert, was eine Ausfahrt auf Hp1 zulassen würde.
Allerdings wird die Abzweigweiche wohl keine 760-1:14 im Vorbild gewesen sein oder spätestens bei einer anstehenden Erneuerung nach dem Ende des Personenverkehrs je nach Lage durch eine 500-1:12 oder sogar 300-1:9/:14 ersetzt worden sein.

Das sonstige Hauptgleis 1 (von oben gesehen) ist für 50 km/h trassiert.
Die erste sichtbare linke Weiche wäre dabei eine IBW 300-1:9 i.U., alternativ sind bei Verzicht auf Überhöhung nur 40 km/h möglich.

Das Nebengleis 3 mitsamt der beiden anschließenden Stumpfgleise links und rechts ist für 40 km/h ausgelegt.

Somit bin ich aktuell sehr zufrieden mit den sichtbaren Bereich, der nicht nur betrieblich sinnvoll erscheint, sondern auch (hoffentlich) optisch einiges hermacht.

In den nächsten Tagen möchte ich mich dem nicht sichtbaren Bereich der Anlage widmen.
Geplant ist aktuell noch die klassische Hundeknochenform mit zwei Kehrschleifen auf unterschiedlichen Ebenen.

Ein Wunsch wäre die Errichtung eines nicht sichtbaren und nicht ausgestalteten Bahnhofs in einer Zwischenebene, welcher den Betrieb mit ESTWGJ nochmals deutlich steigern könnte...

Viele Grüße
Niklas


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