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RE: Plan Kokerei mit Übergabebahnhof - Eure Kommentare erbeten

#1 von Esteban , 19.10.2010 21:23

Hallo Forum,

ich verfolge ja schon seit einiger Zeit mit großem Interesse insbesondere die Threads, die einige von Euch zu den Themen Industrieanlagenbau eingestellt haben.

Ich plane den Bau einer Anlage in L-Form. Größe ca. 3,40 x 2,70. Dargestellt werden soll Epoche 3 -4. Gebaut wird mit Märklin C-Gleis für 3-L (wo nötig, modifiziert) sowie mit einigen gleichfalls umgebauten Peco-Gleisen, um die Geometrie aufzulockern.

Ich würde gerne eine Kokerei mit Übergabebahnhof (Dieseltraktion) aufbauen und zeige Euch mal den Entwurf. Kokerei (links) und Bahnhof (rechts) sollen jeweils auf ca. +12 - 13 cm über "0" liegen und durch eine Brücke verbunden werden.



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Vom Bahnhof geht es über "hellgrün" hinter eine Kulisse mit ca. 3% Gefälle runter auf "0" in eine Kehrschleife mit Schattenbahnhof bzw. einem kleinen Stück freier Strecke. Anschließend kann wieder in den Bahnhof gefahren werden, wo dann Rangieraufgaben warten - d.h. Lokwechsels mit Übergabe von DB an Kokereibahn bzw. wieder zurück.



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Bahnhof und Kokerei sind eher schematisch dargestellt, da mir dazu passende TE3-Dateien fehlen.

Einen Wintrack-Plan in Version 6 (M-Gleisplanung) habe ich auch mal angehangen.

Da ich nach 20 Jahren Pause im Anlagenbau sicherlich noch Erfahrung vor meinem Wiedereinstieg sammeln muß, wäre ich dankbar für Kommentare, wo Ihr noch Verbesserungspotential seht. Insbesondere würde ich eigentlich gerne ein längeres Stück sichtbare Fahrstrecke für meine Bahn haben, weiß aber noch nicht, wie das zu realisieren wäre, ohne den Grundriß zu vergrößern. Hat jemand einen Tip?
[attachment=0]Kokerei Hannover_101017.zip[/attachment]

Danke vorab! Stefan


 
Esteban
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RE: Plan Kokerei mit Übergabebahnhof - Eure Kommentare erbeten

#2 von Instandsetzung , 26.10.2010 13:07

Hallo Stefan,
was mir dazu so alles einfällt:

Du gibst keine Epoche an. Ich behaupte mal ( ich weiß es nicht 100%ig ) heute gibt es solch kleine Kokereien nicht mehr. Also bleibt nur die Epoche III oder Anfang IV.
Kokereien standen nie so einfach in der Landschaft herum sondern gehörten zu einem Hüttenkonzern oder waren einer Zeche angegliedert. In letztem Fall waren sie auch meist auf dem Zechengelände angesiedelt. Natürlich kann die Förderung an diesem Standort schon stillgelegt sein, weil die Abbauorte weiter gewandert sind. Wenn die Zeche noch in Betrieb war wurde die Kohle gleich über Förderbänder bzw. in der Epoche II und Anfang III über Lorenseilbahnen herangeschafft.

Natürlich sollst Du deswegen nun nicht gleich noch eine Zeche oder noch viel mehr Platz verbrauchend ein Stahlwerk auf Deiner Anlage unterbringen. Aber man könnte dahingehend etwas andeuten: Z.B.
Einige Gebäude der ehem. Zeche die heute noch als Werkstätten o.ä. genutzt werden.
Ein weiteres Zu- / Abfahrtsgleis zur Zeche / Stahlwerk.
Der Betriebsablauf wäre so oder so möglich:
Kohle kommt über Zechenbahn – Koks wird über DB abtransportiert.
( Import- ) Kohle kommt über die DB und der Koks wird über die Privatbahn zu den Möllerbunkern der Hochöfen gebracht.

Ich würde auch den Gleisverlauf in der Kokerei ändern. Das linke Gleis auf dem der Löschwagen pendelt braucht nicht länger als Kokerei und Löschturm zu sein und hatte keine Bögen. Man braucht aber ( wie DU eingezeichnet hast ) eine Verbindung zu einem anderen Gleis um für Reparaturzwecke die Verschublok heraus zu holen. Die Loks die den Löschwagen bewegten waren meist Drehstrom-E-Loks mit 3 poliger Oberleitung. Die konnte auch nur da fahren. Von einem ehem. Mitarbeiter weiß ich, dass die oft eine Dampfspeicherlok als Ersatz genommen haben. Und wenn die dann mangels Dampf verreckte hat man die dann mit einer Diesellok wieder heraus gezogen. Mit der Dampfspeicherlok ging man anscheinend ungern auf Strecke, da die anscheinend öfters liegen blieb, da man Wasserstand und Dampfdruck sehr genau beobachten und einschätzen musste. Kann aber auch 1000 andere Gründe gehabt haben.

Auch würde ich Ent- und Beladung anders aufbauen. Es reicht ein Entladegleis in einen Tiefbunker. Das Entladen geht schnell. Die Wagen rollen langsam drüber und werden währenddessen geöffnet und entladen sich. Das Beladen geht nicht so schnell. Unter Deinen Hochbunker werden nur ein oder zwei Wagen passen die dann beladen werden können. Der Zug muss immer wieder vorrücken und stehen bleiben.
( Moderne Beladungseinrichtungen mit integrierten Wiegemöglichkeiten können Waggons heute auch während des Verschubs beladen ).
Daher lieber 2 Beladegleise die lang genug sind, damit der Zug die Einfahrtweichen nicht blockiert.

Um Loks zu sparen gab es dort auch ab und zu Spillanlagen. Die sind im Modell zwar nachbildbar aber das Ein- und Abhängen der Seile nur etwas für die Pinzette und nicht so wirklich praktikabel .

Interessant wäre da im Modell eine Verschubanlage z.B. mit einem von Seilen bewegten Wagen der auch noch eine Telexkupplung hat. Der würde dann die Wagen automatisiert unter dem Hochbunker herziehen.

Und versuche die Übergabegleise im Bf zu verlängern, damit da nicht nur 5 FAD-Wagen reinpassen. Z.B. die Weichenverbindung unten rechts weiter nach rechts verschieben. Notfalls durch Einsatz einer DKW.

Oliver


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RE: Plan Kokerei mit Übergabebahnhof - Eure Kommentare erbeten

#3 von Spike ( gelöscht ) , 26.10.2010 15:56

Hallo Stefan,

die kurze "Paradestrecke" auf der unteren Ebene erfordert eine sehr dramatische Landschaftsgestaltung mit tiefer Schlucht unmittelbar vor dem Bahnhof. Vielleicht solltest Du diese Strecke weglassen oder sie zumindest nicht ganz so dicht am Bahnhof vorbeiführen, sondern sie auf der anderen Flussseite im Tunnel verschwinden lassen.

Ist das Kokswerk ein "Muss" oder kann es auch durch eine andere Industrie ersetzt werden? In einer gebirgigen Landschaft könnte ich mir ein Bergwerk an dieser Stelle gut vorstellen.

Gruß
- Spike


Spike

RE: Plan Kokerei mit Übergabebahnhof - Eure Kommentare erbeten

#4 von Esteban , 28.10.2010 22:23

Hallo Oliver & Spike,

danke für Eure Kommentare. Wie schon in meiner Beschreibung erwähnt, wird die Anlage in Epoche 3 - 4 geplant (und hoffentlich bald gebaut) und beinhaltet eine Kokerei (Den ersten Teil habe ich hier schon). Daß eine Kokerei wohl eher größer ist, als die, die ich eingezeichnet habe, weiß ich (Hefte Modellbahnschule). Ich plane deshalb auch mit 2 oder gar 3 Walthers-Bausätzen für die Ofenanlage, was leider immer noch nicht der Realität entspricht. Aber leider lebt die MoBa wohl von Kompromissen - auch wenn einige der Experten hier im Forum diese nahezu 100%ig auszuhebeln wissen.

Die Landschaftsgestaltung wird wohl ans Ruhrgebiet erinnern, also durchaus mit Hügeln und Zügen auf verschiedenen Ebenen bei gewisser Enge. Platz für Zeche und Stahlwerk habe ich leider nicht. Ich muß sehen, was sich ggfs. über eine Kulisse andeuten läßt.

Den Betriebsablauf werde ich nochmals überdenken. Danke für den Tip zum 2. (nicht nötigen) Entladegleis. Ich hatte mir auch schon so etwas gedacht und es als "reservegleis" einmal eingeplant. Evtl. wird das also ein 2. Gleis für die Beladung, wozu Layout der Gebäude natürlich angepaßt werden muß. Habe leider erst am Wochenende Zeit, wieder mit Wintrack zu arbeiten.

Ins Gleis für den Löschwagen wollte ich bewußt keine Weiche legen, da diese im echten Betrieb hier wegen verlorener Koksbrocken sicher auch sehr störanfällig gewesen wäre? Aber eine Lok oder auch der Wagen muß ja ggfs. mal in die Werkstatt zur Revision. Mal schauen, ob ich hier noch eine andere Möglichkeit finde.

Für 'ne E-Lok fehlt mir wohl das Modell. Deshalb will ich "ersatzweise" 'ne Diesel- oder Dampfspeicherlok laufen lassen. Die E-Lok ist dann eben in der Werkstatt...

Die nutzbare Länge des Ausziehgleises im Bf werde ich auch nochmal versuchen, zu verlängern. Notfalls eben mit DKW.

Das für heute. Freue mich über weitere Kommentare.

Stefan


 
Esteban
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