Neuheiten 2019

Übersichten zu den Neuheiten 2019 finden sich im Forum "Neuheiten-Übersicht". Diskussionen zu den Neuheiten finden sich im Forum Allgemeines (da sie in der Regel spurgrößenübergreifend sind), bzw. werden dahin verschoben. Bitte schaut zunächst hier nach, bevor ihr einen neuen Thread aufmacht, ob ihr dort nicht schon eine Diskussion zur Neuheitenveröffentlichung Eures Herstellers findet. Es macht keinen Sinn mehrere Threads zum gleichen Thema zu führen.

Die Diskussionsthreads zu den bereits veröffentlichten Neuheiten 2019 der am häufigsten diskutierten Hersteller:

Montan HDAG

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!

Dor-Basdel-Tino
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Re: Montan HDAG

#3776

Beitrag von Dor-Basdel-Tino » Mo 7. Jan 2019, 14:55

Hallo Heinz

Genau man darf keine Reste wegschmeißen , alles kann irgendwie gebraucht werden.

Tschüß Tino und dir eine schöne Woche.


Ich Wünsche noch einen Schönen Tag Modellbaufreund Tino

PS Modellbau ist eine Legale Sucht

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=92379 Diverse Dioramen
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hda
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Re: Montan HDAG

#3777

Beitrag von hda » Mo 7. Jan 2019, 20:46

Hallo,

wünsch' Dir viel Spaß mit dem krummen Wellglas, Wolfgang! An sich ist es nicht schlecht, z.B. auch für Überdachungen - es wundert mich eigentlich, dass so was nicht mehr angeboten wird….

Nach ein paar Mal drüber schlafen bin ich den Nylon-Stromleitungen ein ganz klein wenig zugeneigter geworden, Thomas. Es könnte glatt passieren, dass ich so ein Experiment nochmal versuche. Und Philipp sagt ja auch, ich soll so weiter machen Bild

Aber man muss auch mal an die Zukunft denken. Also wie die Anlage weiter wachsen soll. Denn man nähert sich allmählich der Zimmerecke, und in diese den traditionellen Berg mit einer noch traditionelleren Burg hinzustellen……. Na ja, unmöglich wäre es nicht, Burgen gibt es überall....
Jedoch ist die Ecke bereits seit Jahren besetzt! Mit einem halbfertigen Fördergerüst, das einmal eine Kohlezeche hätte werden sollen und dann von der Entwicklung überrollt und da hinten abgestellt wurde.
Mal schauen, wie das Ding aussieht


Bild


Zum Wegwerfen eigentlich zu schade.
Aber was dann? Für eine komplette Zeche ist zu wenig Platz in der Ecke, weil sich davor eine zweigleisige Bahnstrecke breit macht.
Und irgendwie erscheint mir das Türmchen jetzt zu mager für richtigen Förderbetrieb - aber vielleicht ist es schon vor längerer Zeit stillgelegt worden? So wie eine alte Kokerei? Bild

Müsste man nur ein paar Scheiben einwerfen und sonst ein bisschen herrichten……
Mal schauen. Erst ein paar Mal drüber schlafen.

So lange geht es an der Häuserzeile weiter. Das große Eckgebäude ist dran.
Bei dem muss man zuerst das bisher provisorische Dach mit etwas 'Gebälk' versehen, bevor es anfängt durchzuhängen


Bild


Das Dach liegt ringsum auf Leisten auf und hat ca. zweieinhalb Grad Neigung. So kleinen Winkel kriege ich von Hand nicht genau genug geschnitten, also wird nur entlang des Firsts unterbaut und dann seitlich abgestrebt. Hat sich beim Probeliegen als genügend stabil erwiesen.
Weitere Details für das Gebäude sind in Arbeit; und bis mir mal klar wird, wo ich eigentlich die Außenlampen habe möchte, brauche ich kurz eine Abwechslung von den vielen Häusern.

Was eignet sich da besser als der alte Gottwald!
Liegt auch schon seit Jahren angefangen rum. Jetzt habe ich mir mal einen Überblick verschafft und fürs Erste ganz unverbindlich ein paar Gitter zusammengeklebt


Bild


Also für Fotos hat Gittergottwald die doofste Farbe von allen…. Aber ich setz' mich jetzt doch nicht hin und streich' hunderttausend Teile an! Die ganze Schachtel ist noch voll Kleinzeug, ich bin gespannt, ob ich ihn überhaupt noch zusammen kriege.

Vor inzwischen zwei Jahren hatte ich zwei zusätzliche Mastteile bestellt und nur anderthalb bekommen. Aber kurzes Zusammenstecken hat gezeigt, dass der Kran mit dem schwarz verdoppelten Hauptmast groß genug für die Anlage ist, ansonsten würde er die ganze Umgebung erschlagen.
Jetzt schau' ich mal, wie weit ich komme. Wenn seine Dimensionen ungefähr bekannt sind, lässt sich eine Baustelle besser planen. Mit dem Wipp-Ausleger kann man sowieso nix richtig Schweres dran hängen; da muss dann der Teleskop-Gottwald her.

Obwohl beide schon total veraltet sind….. Vor zwanzig Jahren hat das noch anders ausgesehen.
Das ist aber kein Grund, jetzt einen sündteuren moderneren Kran zu kaufen - ich behaupte einfach, Butgereit sei Vorstandsmitglied eines rumänischen Kranveteranenerhaltungsvereins und die Jungs sind heilfroh, ihre Exponate mal im Einsatz zeigen zu können Bild
Entsprechende Beschilderung könnte ja angebracht werden. Und dazu passend liegt auch schon ewig ein Blitzlichtgewittermodulbausatz rum - es gälte nur noch, genügend Fotografen mit Helm aufzutreiben.
Das Blitzlichtpäckchen ist mir begegnet, als ich kürzlich ein anderes für Schweißlicht zusammengelötet habe. Wusste gar nicht mehr, dass ich so was besitze……

Man sieht, die Arbeit vermehrt sich ganz von selber. Um so wichtiger ist Rationalisierung und Recycling sämtlichen verwendbaren Materials.

Da haste recht, Tino, man kann fast alles irgendwo gebrauchen. Auch sämtliche Beppeles mit halbwegs brauchbarer Form werden seit langem gesammelt


Bild


Die Dinger haben mich schon aus mancher Verlegenheit gerettet.
Nur die tausend Seile am Kran werden sie mir nicht einziehen Bild

Gruß
Heinz

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Re: Montan HDAG

#3778

Beitrag von GSB » Di 8. Jan 2019, 08:57

Guten Morgen Heinz,

Deine Nachtaufnahmenserie zum Jahreswechsel :gfm: wieder außerordentlich gut! :mrgreen: :idea:

Auf den nächsten Kran bin ich gespannt. :o Aber der Mobilgitterkran dürfte höhere Gewichte tragen als ein Teleskopkran... :redzwinker:

Gruß Matthias
GSB - eine schmalspurige Privatbahn 《Bild anklicken》

Bild


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Re: Montan HDAG

#3779

Beitrag von Hewi62 » Mi 9. Jan 2019, 21:02

Moin Heinz,

der unmerklich und stetig steigende Dreck ist schon eine Wucht, man merkt ihn kaum, aber genauso wirkt es unwahrscheinlich realistisch...dafür und nicht nur dafür haste einen fantastischen Blick....

Einen kleinen Hinweis hätte ich noch: Die untere Rohrleitung vom Rundeindicker zur Kühlung oder anders herum (?) erscheint etwas kurz...da musste aufpassen das das ganze Gelände nicht überflutet wird, und bei den aktuellen Temperaturen friert‘s schnell...oder kommt da noch eine Eisbahn hin? :fool:

Vielen Dank für die Beiträge!

Grüße von der RöHWAG
Andreas
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Re: Montan HDAG

#3780

Beitrag von Otaku » Do 10. Jan 2019, 14:25

Gesundes Neues, Heinz!

Viel passiert seit meinem letzten Besuch im letzten Jahr. Die Fototour hat wunderbare Bilder hervorgebracht, auch der Kran ist theoretisch eine Wucht - Frage: Wie sehr fallen bei normaler Betrachtung die Stellen, wo Teile vom Spritzling getrennt wurden, tatsächlich auf? Ich finde es bei diesem Foto (ich weiß, Nahaufnahme):
Bild
schon etwas herausstechend. Kommt da noch mal Farbe drüber, oder ist es tatsächlich unerheblich? Kann man an diesem "Wackelkandidaten" überhaupt noch rumpinseln?

Ansonsten wieder das Prädikat: Besonders Wertvoll!

:gfm:
Gruß, Sebastian

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Re: Montan HDAG

#3781

Beitrag von hda » Do 10. Jan 2019, 21:58

Hallo,

Euer Zuspruch freut mich, vielen Dank, Jungs!

Das Hin und Her mit verschiedenen Baustellen beginnt sich einzuspielen; sobald etwas zu schwierig wird, macht man halt anderswo weiter. Dabei hoffe ich die Geduld des geschätzten Publikums nicht zu sehr zu strapazieren - aber wenn einer organisiertes Vorgehen erwartet, ist er hier eh falsch….. Bild

Ein bisschen querbeet geht es auch heute weiter. Mal schauen, wie weit wir kommen Bild
GSB hat geschrieben:
Di 8. Jan 2019, 08:57
...der Mobilgitterkran dürfte höhere Gewichte tragen als ein Teleskopkran...
Da haste recht, Matthias!
Aber nicht, wenn auf dem Gittermast eine knapp 40 Meter lange Wippspitze sitzt…. Bild

Zur Spitze kommen wir gleich, muss nur noch kurz Andreas' Prüfblick bewundern: Bei den Kühlerrohren hat noch niemand etwas bemerkt - obwohl das Foto optisch ein wenig täuscht


Bild


Oberes und unteres Rohr sind gleich lang. Aber sie weisen nicht zur Mitte des Rundeindickers und berühren die Wand nur mit der Kante. Zudem ist der Kühler noch nicht befestigt und macht bei jedem Schubser einen Ausflug…..
Wegen innerer Unlust ist es noch nicht gelungen, passende Rohranschlüsse anzubringen, somit bleibt die Baustelle vorläufig bestehen.
Man sieht sie, wenn man aus anderthalb Meter Entfernung mit 90mm Brennweite über die Gießhalle zielt


Bild



Bild


Sobald sich ein einsatzfreudiger Schrägrohrklempner mit langen Armen meldet, findet der Lückenschluss statt, Andreas Bild

Jetzt muss man wieder schauen, was Gottwald so anstellt.
Dem waren vor Jahren allerhand Gewichte eingepflanzt worden, dabei hat man wohl im Verteilungsrausch übertrieben - jedenfalls klemmt es jetzt an einigen Stellen und man musste die Zunahme neu organisieren.
Auf optische Effekte und Materialauswahl wurde dabei keine Rücksicht genommen, entsprechend sieht es auch aus


Bild


Bevor jetzt Hohngelächter ausbricht, decke ich lieber provisorisch ab


Bild


Ein sehr schlankes Auto….

Mit aufgesetztem Oberwagen ist er aber gleich viel wamperter


Bild


Die Befestigung des Oberwagens findet von unten mit einer 4mm Schraube statt. Deren Mutter sitzt oben in einem Sechskantbettchen und kann nicht nach oben rausgedrückt werden, weil ihr ein Sack Stahlkugeln im Kreuz sitzt.

Die Schraube darf man nicht festziehen, weil sich dann der Kran nicht mehr drehen lässt.
Also braucht man eine Stopmutter. Die ist aber höher als die andere und hat keinen Platz unter den eingeklebten Kugeln. Außerdem ist zur Zeit keine Vierer Stopmutter auf Lager, es gilt eine andere Lösung zu finden.

Die Schraube muss dran glauben. Hat sie sich während der Mutterndiskussion in völliger Sicherheit gewogen, kriegt sie jetzt plötzlich eine auf den Deckel


Bild


Ein dosierter Hammerschlag macht das Gewinde so schwergängig, dass sich die Schraube beim Drehen des Krans nicht löst und das Spiel der Verbindung sich schön einstellen lässt.

Dann muss man sich noch mit allerhand Kleinigkeiten beschäftigen. So zeigen z.B. die Auspuff-Endrohre des Fahrmotors senkrecht nach oben. Weil sie relativ dick sind, wollte ich sie zuerst aufbohren - aber dann regnets ja rein!

Hier helfen wieder die in letzter Zeit öfters erwähnten Beppele


Bild


Ich habe sie einfach zu Auspuffdeckeln erklärt und auf die Rohre geklebt. Da der Kran steht, können die Klappen des Fahrmotors geschlossen dargestellt werden.
Muss man halt alles noch bisschen anmalen.

In allem Durcheinander habe ich dann auch noch die Kranstützen zu früh zusammengeklebt. Beim alten Gottwald hatte ich sie vor Kleben des Deckels mit Gewichten befüllt - und jetzt sind sie zu! Herrschaftnei.

Aber da es sich um die äußeren Hälften der zweiteiligen Stützen handelt, kann ich an der Rückseite ein Loch bohren und zum Füllen benutzen. Ein paar Nadeln aus Nadellagern und Lötdraht gehen da durch


Bild


Zum Schluss wurde noch verdünnter Weißleim zum Fixieren eingespritzt, damit später nix scheppert.

Nachdem sich nun die Bestandteile nach und nach zusammengeläppert haben, möchten wir mal wissen, was für eine Gestalt der aufgebaute Kran wohl haben würde.

Dazu habe ich alles in angenommener Position auf den Tisch gelegt und dann die gesamte Bastelplatte auf den Fußboden verfrachtet, weil ich sonst für die Kamera die Decke hätte durchbrechen müssen


Bild


Falls jemand Butgereit nicht findet, habe ich ein Planierräupchen zum Größenvergleich dazu gestellt.
Rechts außen liegen die Teile des Schwebeballasts. Nach gegenwärtiger Vorstellung möchte ich alle Ballastteile in mattem Rot streichen; die Felgen und Kranstützen in dunklem Blaugrau. Das kann sich aber jederzeit ändern…….

Die Trennstellen vom Spritzling sind hier übrigens genau so lästig wie beim blauen Kran, Sebastian. Den tupfe ich bei Gelegenheit mit Blau nach, wo es noch nicht geschehen ist. Da kannste zehnmal denken, jetzt biste fertig, und dann tauchen immer noch so blöde Pickel auf…..
Das Nachmalen ist beim Baukran kein Problem, den leg' ich einfach flach hin.

Bei Gottwäldchen ist das schwieriger und der hat auch mehr Bedarf an Nachbesserung wegen einiger Kleberflecken an den Mastteilen Bild.
So ein Mast muss ja auch was aushalten, da spare ich nicht mit Kleber und nehme lieber die Flecken in Kauf.

Nun gibt es aber noch andere Schwierigkeiten mit Gottwäldchen.

Die kleinste: Keine der vorhandenen Farben will so richtig passen. Muss da mal ein bisschen rumsuchen oder mischen.

Viel schwieriger ist was anderes. Es sieht so aus, als wären die Seilrollen frei drehbar - wie kriege ich da ein Seil gespannt, wenn die Rolle nicht bremst? Muss mir mal anschauen, wie das beim Teleskopkran aussieht, dessen Rolle geht jedenfalls schwerer zu drehen.
Schwierig genug, das ganze Seilwerk aufzuriggen, dann muss es nachher auch halten.
Falls ich bisher beim Bauen nichts übersehen habe, muss man sich da glatt was überlegen……

Dann sind auch allerhand Spannseile vorhanden, für die ich gerne mein dünnes 0,5er Stahlseil nehmen würde. Dazu brauche ich aber Ösen oder Ähnliches.
Nur wenn ich gar nichts Brauchbares finde, muss ich halt doch den mitgelieferten Faden verwenden. Schlecht ist er ja nicht, aber ich möchte auf jeden Fall die doofen Knoten an jedem Ende vermeiden.

Bis sich das alles geklärt hat, kommt der Kran wieder in den Schrank.
Es gibt ja noch genug andere Sachen.
Das Eckhaus zum Beispiel, auf dessen Dach Butgereit schon ein paar Lagen Dachpappe zum Ausbessern vorbereitet hat


Bild


Das holen wir mal raus, dann kann man auch gleich Licht und verschiedene andere Sachen dran machen.
Ein etwas umständliches Vorhaben, denn man muss dazu beide Bandbrücken samt der großen Stütze entfernen. Allerdings entstehen durch die Baulücke wieder Einsichten, die natürlich gleich genutzt werden


Bild



Bild


Nur ein bisschen schade, das die Bandbrücken fehlen - und die Stütze, deswegen ist der Hof so weitläufig Bild

Dafür sehen die Kühleranschlussrohre wenigstens von hier aus dicht aus - oder? Bild


Bild


Bis später
Gruß
Heinz


Dirty-Harry
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Re: Montan HDAG

#3782

Beitrag von Dirty-Harry » So 13. Jan 2019, 17:25

Hallo Heinz,

mich als Kran- und Schwertransportbastler freut es natürlich, dass Du in Deiner Anlage auch Krane zum Einsatz bringst. Natürlich hast Du Dir mit dem großes Gitterkran in Derrick und Wippspitzen-Ausführung einiges vorgenommen. Und wie im Leben ist der richtige Standort eine der wichtigsten Fragen bei der Planung eines solchen Projektes, denn abhängig von der zu hebenden Last und dem Abstand zur Drehmitte des Kranes wird die (vereinfacht gesagt) Krangröße bzw. die Konfiguration festgelegt.


Dass gerade in solchen Hüttenanlagen alles sehr eng zugeht, muss ich sicherlich nicht ansprechen, Fakt ist aber, dass es dort oft enger zugeht als bei der HDAG - aber irgendwie wirst Du für den ca. 24 cm langen Koloss mit seiner Abstützbasis von ca. 16 x 16 cm schon Platz finden. Solche Hebegiganten bedarf es eben, um in großen Höhen, in großer Entfernung - schwere Einzelteile heben zu können und da macht dann auch ein kleinere Teleskopkran nicht mit.


Im Vergleich mit so einem ähnlichen Telekran sind mit einem Gittermastkran wesentlich höhere Lasten machbar. Ich habe extra mal in den Gottwald-Tabellen nachgesehen und zu meiner eigene Überraschung habe ich nur eine Traglasst-Tabelle für Deinen Maxilift mit Spitzenausleger gefunden. Persönlich bin ich mir auch nicht sicher, ob z.B. der AK 850/1100 von Schmidbauer so überhaupt aufgebaut werden konnte. Aber selbst nur mit Hauptmast (53 m) und einem Spitzenmast (95 m) bei 206 t Ballast auf dem Oberwagen, hob der 850er - und auch der AK 912 - bei 92 m Ausladung noch 23 t!

In der Maxiliftversion (AK 850) mit 53 m Hauptmast, 35 m Gegenausleger und zusätzlichen 250 t Schwebe-Ballast, ließen sich bei einer Ausladung von 50 m noch 143 t bewegen. Etwas anders die Konfiguration beim AK 912 - 53 m Hauptmast, 43 m Gegenausleger und 550 t Schwebeballast, hob der Kran bei 44 m Ausladung satte 332 t!


Wie ich schon erwähnte, fand ich nur zum AK 1200 Traglastwerte für Maxilift plus Spitzenausleger. Bei einer Ausstattung mit 51 m Hauptmast,, 40 m Gegenausleger und 51 m Spitzenausleger, waren 278 t bei 36 m Ausladung machbar. Neben 330 t Graundballast fand ich leider keine Angaben zum Schwebeballst.


So Heinz, Maßstab raus - Einsatz- und Kranstandort festlegen - und dan Messen...... so findest Du dann einigermaßen eine gewichtstechnische machbare "Ladung"...... von der natürlich auch wieder der Schwertransporter abhängt...... aber keine Angst - da nerve ich erst, wenn Du die entsprechenden Überlegungen anstellst.......


Und zu guter letzt noch mein vorbildbezogener Favoritten - Tip...... ein Raupen-Gitterkran ist im Einsatz viiiiel flexibler - weil auch unter Last verfahrbar...... :roll: :lol:
Gruß aus dem wilden Süden


Harry

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Re: Montan HDAG

#3783

Beitrag von Dor-Basdel-Tino » Mo 14. Jan 2019, 15:18

Hallo Heinz

Auf den Monsterkran bin ich gespannt. :gfm: Ich habe ja auch so ein Monster aber mit Teleskoparm und Gitterspitze. Und den umfärben und Altern oh man.

Tschüß Tino



Ich Wünsche noch einen Schönen Tag Modellbaufreund Tino

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Re: Montan HDAG

#3784

Beitrag von kodo » Di 15. Jan 2019, 19:10

Moin Heinz und Harry,

Nee, dat geit nich! Der schöne AK 850 kann nur mit Schwebeballast ODER Wippe arbeiten. Das gilt auch für alle Verwandten. Grund ist zum einen, dass sowohl die Wipplenker als auch der Ausleger für den Schwebeballast am A-Bock abgespannt werden. Da gibt es aber nur einen (bzw. 4 weil es 4 Seile sind:-) Zum andern fehlt eine Winde wenn man beide betreiben wollte. Die KIBRI Konstellation ist ein reines Phantasieprodukt wie so einiges bei denen.
In wie weit das Auslegersystem beim AK 1200 entsprechend geändert wurde und eine Winde ergänzt wurde oder ob das nur ein Plan war der nie realisiert wurde kann ich nicht sagen.

Ich hab den Kran damals komplett im Eigenbau selbst gebaut. Da gab es den von Kibri noch nicht. Hab kilometerweise Bindfaden verbaut und bin beim Einscheren gefühlt 10 Jahre gealtert. Aber ohne leicht laufende (Messing-) Rollen bekommt man das Ganze ja nicht bewegt.

Da die ganzen Nackenseile ja im Original aus Einzelstücken bestehen, müsste man die mit kleinen Bolzen verbinden. Es gab so kleine Verbinder die man ineinander pressen konnte. Das war sehr praktikabel und sah auch noch ganz gut aus. Vielleicht sieht man es auf dem Foto. Ich hab aber keine Ahnung was das für Dinger waren und wo ich die herhatte :-(

Bild
Gruß aus Hamburg
André


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Re: Montan HDAG

#3785

Beitrag von Dirty-Harry » Di 15. Jan 2019, 19:37

Hi Andrè ,


ist ja der Hamer Dein Eigenbau und die Nackenseile sind von der ganz feinen Sorte - weißt Du noch wo Du die Teile bezogen hast?? Die lenkbaren Achsen hast wohl unterschlagen??? :redzwinker:

Ob der AK 1200 das konnte, kann ich leider auch nicht mit Sicherheit sagen - in der Tabelle wird er eben so dargestellt.... Jetzt warten wir mal ab, was für eine Version Heinz neben den Hochofen stellt...…(und vor allem was er "anschlagt"....)
Gruß aus dem wilden Süden


Harry

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Re: Montan HDAG

#3786

Beitrag von hda » Di 15. Jan 2019, 21:48

Hallo,

erst mal Vielen Dank für Eure Erläuterungen, Harry und André!

Dass der Kran so nicht 'gilt', habe ich inzwischen auch herausgefunden. Auch, dass es ihn (wie meinen AMK 1000) wohl nur einmal gab/gibt.
Komisch, dass ich jedesmal auf so 'nen Einzelgänger treffe…...

Das Gittermonster ist die Sonderausführung "10Jahre Gottwald Modelle von Kibri" und ist wohl daher von der 'reinen Lehre' abgewichen, wie man ja auch an der komischen Farbe sieht Bild

Was die Traglast angeht, halte ich mich erst mal an die vier Seilrollen der Wippspitze, die schränken schon mal die Hakengröße und damit die Last ein.
Einen ungefähr zu kalkulierenden Lastbereich suche ich mir dann für meine Konstellation der Einfachheit halber bei Liebherr raus.
Das Ballastgewicht muss eh individuell angepasst werden; der Kran könnte ja auch mal mit leerem Haken stehen - was man übrigens im Modell nicht allzu oft sieht…..

Es ficht mich übrigens nicht an, dass diese Ausführung bei dem Originalkran nicht existiert. Der Kran steht ja auch in einem Hüttenwerk, das es nicht gibt Bild

Einen Raupenkran hätte ich auch lieber, Harry. Nur gab es, sehr lange bevor die HDAG entstand, dieses Gittermonster für 40 DM (wenn ich mich recht entsinne) im Angebot. Wer greift da als Laie nicht zu?
Und wenn er nun schon mal da ist, will ich nicht auch noch den zehn-bis zwanzigfachen Betrag für z.B. den Herpa Kran in solcher Konstellation aus der leeren Betriebskasse opfern. Jetzt muss ich halt mit dem Veteran leben.

Aber die Seile, André, die hätte ich schon gern! Bild
Und auch von mir allen Respekt vor Deinem Eigenbau! Da beschränke ich mich mit meinen Fähigkeiten lieber auf Finnpappehäuschen…..

Zu den Winden habe ich mir überlegt, evtl. ein 0,5er Loch quer durch zu bohren und mit einem eingesteckten Draht die Rolle in jeweiliger Position festzusetzen. Bei den ewigen Seillängen ist mir eine Reibbremse auf dem Kunststoff zu kurzlebig und einen Riesen Umbau möchte ich aus Zeitgründen vermeiden.
Blieben also noch die Seile, da wird drüber geschlafen.

Es gibt ausreichend Ersatztätigkeiten, auf die ich jetzt aber nur kurz eingehen will, weil ich seit mittlerweile zwei Stunden an diesem Traktat verhungere……

Da wäre z.B. die letzte noch fehlende Dachrinne. Es ist ja schon so weit gewesen, dass ich beinahe Spur 0 Rinnen organisiert hätte - aber in der Not gehen auch zwei aneinander geklebte Kartonstreifen, die dann in L-Form unten am Dach pappen


Bild


Die Klemmen sind einseitig abgeflacht und damit die scharfe Seite nicht in die Finnpappe eindrückt, ist der weiße Streifen untergelegt.
Etwas später war das erste Ablaufrohr und eine Fluchtmöglichkeit für in flagranti erwischte Liebhaber montiert


Bild


Was habe ich nach Rohrknicken gesucht! Jetzt geht es auch, wenn man ein zweieinhalber Stängelchen einfach mit 'ner Zange knickt……

(Die Holzstücke sind übrigens Aufnahmen der jeweiligen Bandbrücke)

Bisschen Stress machen auch die Wandlampen


Bild


Die Drähte lassen sich diesmal nur äusserst widerspenstig an den Halter kleben. Früher ging das irgendwie einfacher. Wahrscheinlich fehlt die Übung.
Wenn dann alles montiert ist, wird angestrichen. Aber nicht, bevor nochmal die Funktion geprüft ist!


Bild


Die blauen und schwarzen Drähte lassen sich nicht gut unterscheiden. Verwechselt man dann kurz die Anschlüsse, nimmt die LED das nicht übel. Richtig verdrahtet, leuchtet sie wieder.
Aber nur eine halbe Stunde…….

Da muss man halt durch. Ambulanter Lampentausch gehört zum Service der Elektriker.


Ein Experiment war die Lampe für die Innenbeleuchtung des einen Fensters. Der 'Raum' hinter dem Fenster ist 20mm tief. Wo soll da die Lampe hin?
Nach der Erfahrung mit dem letzten Gebäude habe ich die LED direkt übers Fenster geklebt und lasse sie Richtung Rückwand leuchten.
Nun soll aber das bodenlose Bauwerk nicht die darunter liegende Gleiswendel illuminieren und auch sonst alle Spalten und Ritzen schön im Dunkeln lassen. Also wird eine Abdeckklappe angebracht. Eine bewegliche, denn sie dient auch als Wartungsklappe für die Fenster- und die darüber befindliche Außenwand-LED


Bild


Klappenscharnier ist ein Papierstreifen. Die am Rand angeklebten Holzreste drücken durch ihr Gewicht die Klappe gegen die Schaumstoffdichtungen, der Sperrholzstreifen dient nur als Halter zum Fotografieren.
Alles ist reflektierend ausgekleidet, das goldfarbene Stück Bodenbelagunterlage soll für wärmeres Fensterlicht sorgen.
Die LED musste mit Küchenpapier abgedeckt werden, weil man sonst im Fenster die Struktur des Schokoladen-Alus an der Rückwand gesehen hätte.

So sieht das dann in 'Arbeitsposition' aus


Bild


Die Gewichtshölzchen halten dicht.

Inzwischen ist auch der Zugang zum benachbarten Entstaubungs-Gebläse angebracht.
Der muss wegen der unsicheren Maßverhältnisse gleich geprüft werden


Bild


Passt sogar besser als befürchtet.
Jetzt für die Grüne-Rohre-Verfechter noch schnell ein paar grüne Röhrchen an die Wand gepappt, dann kann man endlich wieder alles zusammenstellen


Bild


Nebenbei hat die große Stütze auch ein wenig Staub abgekriegt, wovon man hier allerdings wenig erkennt….


Bild


Das graue Dach hätte eigentlich mit ausgestattet werden sollen, aber aktuelle Ereignisse haben das verhindert. Muss man halt ein ander Mal machen.

Noch kurz die andere Seite anschauen


Bild


Und schon ist der Tag rum


Bild


Es wurde in Erwägung gezogen, die Wandlampen etwas nach oben zu biegen, um die hellen Flecken an der Wand zu vermeiden. Aber dann strahlen sie dem Betrachter mehr ins Auge, was sich noch unangenehmer auswirkt.
Wenn ich mal nichts mehr zu tun habe, kriegen sie alle einen kleinen Alustreifen an die Rückseite gepappt, um die Wand etwas abzuschirmen.

Wenn…….


Bis später

Gruß
Heinz

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