RE: Reanimation von Opas MoBa

#1 von Skriptum , 24.01.2018 10:50

Hallo liebe Stummis,

Ich habe seit ein paar tagen hier schon viel gelesen muss euch jetzt um rat fragen.

Mein Opa ist Dezember 1999 verstorben. Mein Bruder, damals nicht ganz 7 Jahre, hat die MOBA geerbt. Seitdem stand sie, in Folie gewickelt, in der Abstellkammer oder im Keller. Ich weiß nicht wie ich auf die Idee gekommen bin, aber ich möchte sie wieder in Betrieb nehmen. Nicht alles auf einmal aber in langsamen schritten. Die Original Platte werde ich wohl nicht aufbauen können, da diese 4-5m mal 1m hat und ich diese Fläche einfach nicht zurverfügung habe. Ich möchte allerdings das Rollmaterial und die Schienen verwenden, zum einen da es Opas alte Sachen sind und zum anderen habe ich so schon einmal einen Start.

Ich habe in den Sachen meines Opas eine kleine Teststrecke gefunden (37cmx62,5cm) und möchte hierauf erst einmal das Rollmaterial wieder fit machen. Also Trafo angeschlossen und .... nix. Nicht eine Lok hat gezuckt. Immerhin ging beim Schienenbus das licht an und eine andere (ich weiß nicht mehr welche) brummte leicht. Mit dem Multimeter kam ich dann auch drauf das die schienen belegt sind und kein Kontakt hergestellt wurde. Also habe ich die schienen mit einem harten Stück Pape abgerieben und siehe da das Mutimeter zeigt eine Spannung. Opas Arbeitstier, eine V60, bewegt sich aber immer noch nicht. Also, mit Begleitung von 2 guten YT Videos, öffnen und sauber machen. Alles wieder zusammengebaut und neu gefettet. Es bewegt sich aber immerfort nichts. Darauf hin habe ich die Spannung vom Tafo mal direkt an die Lok gelegt und sieh da der Motor dreht. Ich habe mittlerweile raus bekommen das es die Räder und Achsen sind die immerfort so angelaufen/dreckig sind das sie keinen Kontakt bekommen.

So nach diesem Roman aber mal zu der eigentlichen frage. Hat einer eine gute Methode nur die Achsen zu säubern?

Gruß Tobias


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Tobias


 
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RE: Reanimation von Opas MoBa

#2 von lokingo , 24.01.2018 11:19

Hallo Tobias

Es gibt von Minitrix einen lokradreiniger.

https://www.haertle.de/Modelleisenbahn/S...ste+Spur+N.html

Mit freundlichen Grüßen
Ingo


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#3 von RolfH , 24.01.2018 11:23

Moin Tobias,

da gibt es bestimmt mehrere Methoden.
Ich mache das gleich mit, wenn die Lok eh gereinigt werden.

Wenn du sie aber nicht ausbauen möchtest, kannst du auch ein Küchentuch mit Reinigungsflüssigkeit tränken, dieses auf ein Stück schiene Legen, sodass nicht alle Achsen auf dem Stück Papier sind wird jetzt die Lok auf dem Gleis platziert. Damit kann die Lok sich quasi selber die Räder frei fahren. Das solange widerholen bis alle Achsen gesäubert sind....

Alternativ wie Märklin das in der Bedienungsanleitung schreibt.
Lok auf den Rücken, mit zwei Adern Strom an die Räder bringen und mit einem Wattestäbchen die Räder säubern.

Die Innenflächen der Achsen solltest du nicht vergessen, denn auch diese verdrecken leicht.


Gruß Rolf

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RE: Reanimation von Opas MoBa

#4 von Skriptum , 24.01.2018 11:34

Danke für eure schnellen antworten.

Das Problem, bei den drei genannten Methoden ist aber das sich die Räder drehen. Dem ist bei mir leider nicht so. Ich habe die Lock Komplett auseinander genommen und im Ultraschallbad mit Wasser und einem Tropfen Spülichte gehabt. Es scheint aber nicht gereicht zu haben. Das auseinandernehmen ist jetzt nicht das Problem.

Gruß Tobias


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#5 von 8erberg , 24.01.2018 11:37

Hallo,

die Radschleifer sind oft genug ein Problem. Gugg auch mal nach den Motorkohlen.

Peter


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#6 von Skriptum , 24.01.2018 11:50

Wenn ich mit dem Multimeter, so das es piept wenn der Stromkreisgeschlossen ist, an die Radschleifer gehe, Piept es. Also von den Radschleifern über Kohlen und Motor scheint eine elektrische Verbindung zu bestehen. Gehe ich mit dem Multimeter an die Räder ist ruhe.

Ich schwanke noch ob ich mal mit Spiritus an die Räder gehen soll oder nicht.

Gruß Tobias


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#7 von Skriptum , 24.01.2018 12:47

Spiritus fällt weg. Das ist mir zu riskant.

Kann ich die Basis so wie sie auf dem Bild ist auch in das Ultraschalbad werfen? Oder kann ich sie gar mit WD40 einstrühen (das habe ich gerade in der Kammer gefunden)?

Und gibt es etwas effektiveres als Wasser mit Spülli für das Ultraschalbad?



Gruß Tobias


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#8 von zistmeinleben , 24.01.2018 13:52

Moin Tobias,

Ich verwende immer Terpentinersatz. Das ist nicht so scharf und macht mit einem Borstenpinsel oder einer Zahnbürste verwendet sehr gut sauber
Ultraschallbad ist für die Ankerwicklung unter Umständen gefährlich. Durch die Schwingungen können Drähte aneinander reiben und den Isolierlack durchscheuern, oder Drähte brechen durch Ermüdung wenn sie schwingen.


Gruß aus Bremen

Götz

Alle sagen: "Das geht nicht!".
Dann kam einer der das nicht wusste, und hat´s gemacht


 
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RE: Reanimation von Opas MoBa

#9 von RolfH , 24.01.2018 15:12

Den Kollektor des Motors solltest du auch reinigen.

Wie Götz geschrieben hat, Terpentinersatz. Da bade ich die Lokomotiven drin... danach isn Ultraschallbad....

Den Kollektor bekommst du mit einem Pfeiffenreiniger sauber, diesesn vorher in Terpentinersatz baden.....
Räder auch, danach alles gut abwischen.... auch die Radschleifer....


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#10 von alinea , 24.01.2018 17:11

Du bist sicher, dass Du beim Zusammenau die Radschleifer (diese kleinen Kupferfederchen) wieder an die Innenseiten der Räder schleifend eingebaut hast?


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#11 von Skriptum , 24.01.2018 17:19

Sie Läuft!!

Da hat einer beim Einbau die Zahnräder verkantet, aber das beharrlich immer wieder.

Mein Bruder ist jetzt da und wir testen noch mal alle Loks durch da uns aufgefallen ist das wir alle Loks auf nicht leitenden gleisen getestet haben. ops:

Aktueller stand:
1xV60
2xKrokodiel
1xV200
1xVT98? (Schienenbus)

Ich werde die Tage wohl gut beschäftigt sein...

Gruß Tobias


Gruß
Tobias


 
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RE: Reanimation von Opas MoBa

#12 von alinea , 24.01.2018 18:51

Herzlichen Glückwunsch!
Und viel Spass weiterhin. Ähnliche Anfangsprobleme habe ich mit meinen geerbten Teilen auch gehabt...

Viele Grüße
alinea


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#13 von Skriptum , 24.01.2018 20:56

Danke für eure schnellen antworten und die Hilfen!

Endstand heute Abend ist 10 Loks laufen und 4 wollen gerne kommen aber nicht richtig in Schwung. Das sind zusammen knapp die Hälfte 14 von 31. Das ist ein beachtenswerter stand nach über 18 Jahren stillstand und Keller/Kammer. Auch wenn jetzt einige fahren so werde ich doch alle warten, jetzt lege ich erstmal mein Augenmerk auf die die nicht fahren.

Kennt einer ein gutes Video oder Fotostrecke über die Reinigung von Dampf- und Drehgestellloks?

Gruß Tobias


Gruß
Tobias


 
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RE: Reanimation von Opas MoBa

#14 von RolfH , 24.01.2018 22:15

Hallo Tobias,

Drehgestelllokomotiven sind recht einfach. Von wenigen ausnahmen abgesehen.

Dampflokomotiven sind halt sehr fummelte beim zusammenbauen. Da muss alles passen, die verkanten auch recht schnell mal...

Drehgestelllokomotiven einfach komplett zerlegen, alles reinigen mit dem Mittel deiner Wahl, sparsam Ölen/fetten und dann sollten sie laufen.

Falls es nicht klappt, in Krefeld ist das z-Stübchen, der Walter hilft dir bestimmt.

In Düsseldorf würde ich auch wen kennen...

Und wenn dir der Weg nach Siegen nicht zu weit ist, zeige ich dir hier wie man Drehgestellokomotiven reinigt.
Gut 20-30 Minuten, dann ist der Patient sauber...


Gruß Rolf

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RE: Reanimation von Opas MoBa

#15 von Rudini , 25.01.2018 07:41

Guten Morgen liebe Zetties!
In Bezug auf die Lokomotivenreinigung habe ich das SR 24 in mein Ultraschallreinigungsgerät gegeben. Das Ergebnis war äusserst positiv. Die Loks liefen danach wieder einwandfrei. Aber gut, jeder hat seine Art und Weise.
Grüsse: Rudini.


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RE: Reanimation von Opas MoBa

#16 von Skriptum , 25.01.2018 08:02

Ich wollte jetzt auch keine "Reinigungsmittel" Grundsatz Diskusion los treten.

Gruß Tobias

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RE: Reanimation von Opas MoBa

#17 von Wolf , 25.01.2019 08:51

Servus Zetties!

Zitat

In Bezug auf die Lokomotivenreinigung habe ich das SR 24 in mein Ultraschallreinigungsgerät gegeben ...



So mache ich das auch mit meinem amerikanischen Rollmaterial. Da ich regelmässig Mehrfachtraktionen fahre, müssen meine Loks möglichst gleich schnell und gut laufen.

Gehäuse abnehmen und den ganzen Rest der Lok (ich lasse sogar den Decoder dran) ins Ultraschallbad mit SR 24 - zwei Durchgänge. Danach behutsam mit Druckluft (Airbrush, keine 10 bar aus dem Werkstattkompressor!) trockenblasen und noch eine Nacht trocknen lassen.

Nach dieser Behandlung unbedingt die Motorlager ölen und die Getriebe fetten - das SR 24 ist kein "Öl", auch wenn es so heisst - sondern ein flüchtiges Reinigungsmittel!

Nach dieser Behaldlung laufen die Loks wie neu aus dem Werk. Übrigens auch sehr gut zum Reinigen der Schienen geeignet!

So mache ich das. Bitte keine Klagen darüber, wenn die Methode an Eurem Material Schäden anrichtet ...


Grüssle, Roland

The Mohave Branch Line im Südwesten der USA in Z 1:220 - ATSF / BN / BNSF / SP / SPSF
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