seit ein paar Tagen grübele ich über einen Gleisplan bzw. eine Idee, komme aber nicht wirklich weiter.
Ich habe nicht wirklich viel Platz und alle Überlegungen eine "klassische" im Kreisverkehr - Anlage bekomme ich einfach nicht auf meine Situation zustande. Ich war tatsächlich schon so weit zu sagen weg mit allem und ab nach N oder Z da kann ich was im Keller eher realisieren.
Doch bei weiteren Überlegungen habe ich festgestellt, dass im Kreis fahrende Züge nicht wirklich spannend sind und als ich mir dann überlegte was ich alles mit meinen Loks und Waggons anstellen kann, erinnerte ich mich an einem Artikel den ich mal gelesen habe : Es ging um den Timesaver. Nach dem ich da jetzt Stunden über Stunden das gesamte Internet leer gezogen habe, steigt bei mir die Lust auf den Bau eines Timesavers kombiniert mit einem Inglenook.
Die Schwierigkeit hierbei:
Es sollte so kompakt wie möglich werden, sowohl in der Länge als auch in der Tiefe. Häuser / Fabriken soweit sie das Bild ein wenig aufpeppen könnten, sollen maximal als Reliefgebilde nachgestellt werden. Gefahren wird erstmal nur Analog, obwohl ich langfristig auf Digital umsteigen bzw. einsteigen will. Modellmäßig sind im Bahnbetriebswerk bei mir eine BR 260, eine Schöma, eine BR 80, eine Otto und eine im Bau befindliche Köf2 stationiert. Langfristig soll noch eine V3, eine weitere BR260 Blau/Beige sowie eine BR 218 hinzukommen. Bzgl. des Timesavers wäre eine Planung bis BR218 vorstellbar was die Längen angeht. Waggontechnisch sind gedeckte Güterwagen, LGB Kesselwagen und ein paar Flachwagen vorhanden.
Meine Idee ist die Integration in unser Einfahrt, an der Grenze zum Nachbarn und zwar so, dass ich eventuell langfristig an ein Ende mit Modulen temporär die Anlage erweitern kann. Deshalb soll die Anlage auf jeden Fall erhöht stehen.
Mein eigentliches Problem ist, dass ich keinen ansprechenden Gleisplan entwickelt bekomme. Auch wenn Platz nur in geringen Abmessungen vorhanden ist würde ich mir natürlich doch versuchen so viel Mühe zu machen und die Anlage so auszugestalten, dass sie zumindest auf den ersten Blick einen Sinn und Zweck hat und nicht nur als Rangierspiel gesehen wird.
Und darum würde ich mich freuen, falls Ihr Ideen oder Anregungen habt, diese einfach hier lasst.
ich habe eine Spur 0 Anlage auf dem Dachboden, natürlich mit wenig Platz. Das Rangieren macht Spaß und es ist noch eine Kehre mit einem sehr kleinen selbstgebauten Fiddleyard dazu gekommen. Ich füge die Planung einmal als Ideenfindung bei.
ein „real“ existierender Timesaver war Asendorf (Meterspur) Benötigter Platz ca. 5m. Wenn Du am Ende statt einer Gleisharfe eine Schiebebühne vorsehen würdest, würde das auch gehen. Gebäude und Bockkran sind in 1:22,5 in Planung.
St. Andreasberg war zwar Regelspur und Zahnradbahn, ist auch nicht der „klassische“ Timesaver, kann aber auch so eingesetzt werden und wäre etwas kürzer in 1:22,5 mit realem Vorbild.
Vergessen, hochzuladen. Hoffentlich klappt es nun. Die beiden Module sind je 155x55cm.
Der Plan sieht gut aus. Schön kompakt. Und könnte auch als Bahnhof interpretiert werden. Man muss ja nicht die Gleislängen akribisch genau nach Anweisungen der Inglenook oder Timesaver machen. Sie können auch länger sein. Wenn man dann das Rangierspiel als Wettbewerb machen will, reicht es aus das Gleis temporär in der Länge zu blockieren...
Gruss Alexander =========================================== Eine richtige Lokomotive macht "Tschuff-Tschuff"
Der Gleisplan ist auf jeden Fall auch interessant, tatsächlich lässt er sich als Industriekomplex oder Bahnhof nutzen denke ich. Ich habe meinen bisherigen Plan noch mal ein wenig abgeändert.
Von Asendorf habe ich noch keinen Gleisplan gefunden, zumindest keinen den man vernünftig erkennen kann. Nur einen gezeichneten, wo ich nicht weiß wie real der wirklich ist.
Ich habe ihn mal nachgezeichnet und dabei das vorhandene Gleismaterial genutzt.
Und hier eine Interpretation in N. Mit 2 Abweichungen. 1. Ein 2. Ladegleis im Anschluss links oben. 2. Gleis in die weite Welt gebogen statt gerade (links unten)
Gruss Alexander =========================================== Eine richtige Lokomotive macht "Tschuff-Tschuff"
Servus Tom, ich hatte eine änliche Idee, allerdings nur entfernt ähnlich: bei mir steht der Timesaver im Vordergrund, der soll gelegentlich temporär aufgebaut werden.
Da eh vorhanden, habe ich LGB-Weichen 3 verwendet - und die Längen so angepasst, dass sie zu 5 gleichlangen Wagen passen (Liliput, ca 450mm lang).
Das ist natürlich nicht auf deine Planung 1:1 umzusetzen, trotzdem habe ich dir mal eine Grafik in ungefähr maßstäblicher Größe zu deiner eingefügt. Sicher sieht dein Umfahrgleis eleganter aus, aber es darf, wenn ich den "klassischen" Timesaver zugrunde lege und es streng sehe, nicht länger sein. Ichkomme auf eine Länge von 350cm, es bleibt noch Platz für minimale Ausgestaltung und natürlich eine Verlängerung.
Vielleicht kannst du dir ja etwas adavon abgucken, ansonsten ignoriere ihn
ich stehe vor einer ähnlichen Aufgabe. In meinem Kellerraum möchte ich gern eine glaubhaft gestaltete Spur G-Anlage bauen, in meinem Fall ein US-Thema. Nach einiger Tüftelei probierte ich neulich auf der Terrasse die auf dem Bild zu sehende Inglenookanlage mit nur 2 Weichen, Umfahrgleise waren nicht gut machbar.
Betrieblich ist eines der 3 Stumpfgleise die Wagenübergangsstelle von und zum großen Netz, die anderen beiden sind Anschlussgleise eines Betriebes. Dazu kommt ein ausreichend langes Ausziehgleis. Alle Gleislängen können im Keller noch etwas länger sein, ich habe gerade nicht mehr Material.
Das klassische Inglenook-Puzzle mag ich nicht so, dafür vorbildorientierte Wagenbewegungen. Getestet habe ich für's Erste mit einem Würfel und den 6 abgebildeten Wagen. Jeder Wagen erhielt eine der Ziffern 1 - 6. Für jedes Spiel wurde 2x gewürfelt, erste Ziffer benannte den abgehenden Wagen, die zweite Ziffer den zuzustellenden Wagen. Stand der schon, wurde nochmal gewürfelt, bis es passte.
Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass es solchen Spass macht, die Anlage wird kommen. Vielleicht kannst Du ja etwas davon als Anregung nehmen. V60 und BR80 sind ideale Maschinen...
Wieder mal ist einige Zeit vergangen doch heute konnte ich mal wieder ein wenig weiter rumprobieren.
Ich habe mal einen Versuchsaufbau angelegt und einen elektrischen Entkuppler von LGB eingesetzt. Mit nur einen Kupplungshaken funktioniert das entkuppeln schon mal hervorragend. Allerdings ist meine Hoffnung, dass man die entkuppelten Waggons noch schieben kann zerbrochen. Ich hatte gehofft, dass man einen Entkuppler an zentraler Stelle installieren kann und dann die Waggons verteilen kann. Also z.B. beim inglenook hätte mir das gut gefallen.
Hat hier jemand eine Lösung oder gibt es schlicht keine Lösung für diese Idee? Im Netz habe ich Leider gar nix dafür gefunden.
Zitat von litego im Beitrag #13 Ich hatte gehofft, dass man einen Entkuppler an zentraler Stelle installieren kann und dann die Waggons verteilen kann. Hat hier jemand eine Lösung oder gibt es schlicht keine Lösung für diese Idee?
Moin, Kadee-Kupplungen kann man vorentkuppeln , den LGB Flaschenöffner nicht. Bei 2-Haken-Kupplung brauchst Du von LGB den festen Entkuppler, ich persönlich halte allerdings von der ganzen LGB Entkupplerei nichts und entkupple lieber servogestützt an Lok / Wagen.
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Falls der Gleisplan noch ein Thema ist, hätte ich ein paar Ideen : 1. Rangierspaß : verzichte nicht auf das Umfahren von Züge. Auch wenn es kein Inglenook sein soll. 2. Kombiniert Inglenook und Timesaver finde ich die extra weiche am 2. Gleis (mit Puffer) so wie eisenbahner-hb schon zeigt gut und realistisch um Inglenook im Timesaver hinzu zu fügen. 3. Für realistisch halte ich eine durchgehende Strecke wovon Rangiergleise abzweigen. 4. Timesaver Bahnhof : Timesaver an der Südbahn : Durlesbach
Zur Kupplung : In LGB müssten ferngesteurte Kupplungen am Lok und (gedeckte) Güterwagen doch sehr gut machbar sein? Auch analog über ungebrauchte Frequenzen als AM oder FM Entkupplungs-Signale wäre möglich.
Ich habe mir einmal einen sehr kompakten Gleisplan aus der Kpmbination aus einem Timesaver und zweimal Inglenook Sidings erstellt, allerdings in der Baugröße H0, dieser Plan ließe sich aber auch auf die größeren Spurweiten übertragen.
Angeregt durch die Bronx Terminals der CNJ = Central Railroad of New Jersey in New York City entwarf ich meinen eigenen Plan.
Über ein Eisenbahntrajektschiff werden Güterwagen angeliefert, welche zu Güterkunden zugestellt werden müssen aber es sollen auch dort bereits stehende Wagen wieder abtransportiert werden, aöso das Trajektschiff erneut beladen werden.
Man kann aber das Trajektschiff nicht so ohne weiteres entladen, sonst würdr es nach einer Seite umkippen und im Hafenbecken an der Anlegestelle kentern, was eine kleine zusätzliche Schwierigkeit bedeutet.
Das ganze Szenario ist so ausgelegt, daß es mit 15 oder 14 etwa gleichlangen Wagen und ein oder zwei ebenfalls gleichlangen Rangierloks gespielt werden kann. Dadirch ist es ziemlich voll in diesem Szenario, was es dann ziemlich kniffelig macht. Da die Rangierloks die Landungsbrücke nicht befahren sollen, müssrn Brückenwagen zum Einsatz kommen, die aber später wieder in ihr Abstellgleis verbracht werden müssen damit sie beim weiteren Spielverlauf nicht im Wege sind. Vorsicht, die entladenen Wsgen blockieren irgendwann die Weiche zum Abstellgleis der Brückenwagen.
auch wenn dieser Tröd schon ein wenig Staub ansetzt, möchte ich doch auch nochmal meinen Senf dazu geben:
Im ADJ 11 gibt es zu einer realitätsnahen Umsetzung des Timesaver und Inglenook Themas einen sehr interessanten Artikel. Hier mal ein Foto von der dortigen Lösung:
Leider habe ich erst heute entdeckt, dass djue hier schon vor zwei Jahren diesen Plan von mir eingestellt hat. Das nehme ich zum Anlass, auch ein paar Worte zu Timesaver und Inglenook zu sagen. Inglenook ist eigentlich nichts Besonderes, so eine Gabel mit drei Stumpfgleisen kommt in der Realität fast überall vor, nur nennt es niemand Inglenook. Der Timesaver wiederum ist in natura so gut wie inexistent, weil er total unrealistisch und unpraktisch ist. Aber genau das war die Absicht von John Allen, als er ihn "erfand". Die Schachregeln sind ja auch extra kompliziert gemacht, damit es knifflig wird.
Der Hauptgeburtsfehler aller Timesaveranlagen ist, dass es Inselbahnen sind und nur die schon auf der Insel vorhandenen Wagen hin und her geschubst werden.Auch das hat kein Vorbild. Deshalb habe ich meinen Vorschlag einer Kombination von Timesaver und Inglenook (s. Abb. im Post von djue) auf ein Modul gesetzt, wo eine normale Strecke durchläuft. An den beiden Enden rechts und links symbolisiert die Verdickung das genormte Modul-Endprofil.
So können immer frische Wagen ankommen und die hier be- oder entladenen abgefahren werden. Das ist viel eisenbahniger. Finde ich. Gruß Otto (OOK)
Alle Teilgebiete der Modellbahnerei sind gut, wichtig und richtig, aber der Bau und Betrieb einer Anlage, einer Modell-Eisenbahn, macht die Essenz dieses Hobbys aus. (A.C. Kalmbach, Gründer des Model Railroader)