Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#1 von Jettaheizer , 26.05.2022 17:45

Hallo Leute,

in den letzten Tagen, also eigentlich seit ich hier angemeldet bin, hab ich mir des öfteren Gedanken um Anlagenbau gemacht. Darum, wie es früher war und darum, wie es heute ist.
Ich selbst habe noch nie eine "richtige" Anlage gebaut, bei mir war das früher immer mehr oder weniger temporär auf einer großen Spanplatte aufgebaut. Also praktisch Dauer-Teppichbahning auf der Platte.
Ungeachtet dessen hab ich immer davon geträumt, mal eine mittelgroße Anlage (etwa 2,5 x 1,5m) zu bauen, für die ich seinerzeit auch mit Raily 2.0 verschiedene Pläne erstellt hatte. Ich habe auch mit mit dem Programm "Modellbahnplaner 2 3D" Anlagen erstellt, die im komplett analogen Betrieb eine vollautomatische Ablaufsteuerung hatten. Leider finde ich die Programm-CD nicht mehr, deswegen kann ich es auf meinem aktuellen Rechner nicht installieren.
Ich hab immer voll analog geplant, weil ich das halt so aus meinen Anfängen kannte. Wollte man damals einen weiteren Zug fahren lassen, hat man den Mittelleiter isoliert und einen weiteren Stromkreis mit eigenem Trafo installiert. Soweit so analog.
Aber wenn ich mich hier im Forum in den Rubriken rund um Anlagenplanung und -bau so umsehe, frage ich mich doch, ob das noch zeitgemäß ist. Ich gebe zu, ich habe von Digitalsteuerung soviel Ahnung wie eine Kuh vom Bier saufen. Nämlich genau NULL.
Ich kann eine analoge Anlage planen, ich habe auch das Fachwissen, Schaltungen und einfache Steuerungen zu erstellen, die einen teil- oder vollautomatischen Zugbetrieb ermöglichen.
Von Anlagensteuerung per Computer hab ich schon gehört und auch so manches im www gesehen, aber für mich sind das böhmische Dörfer.
Dennoch frage ich mich, ob eine rein analoge Steuerung ab einer gewissen Anlagengröße überhaupt noch sinnvoll ist. Und falls nicht, wo liegt die Grenze für diese "gewisse Anlagengröße"?
Daß ich für eine Kleinanlage mit zwei Kreisen und zwei Zügen keine Computersteuerung brauche, dürfte wohl jedem hier einleuchten.
Ab welcher Größe - oder vielleicht besser ausgedrückt ab welcher Komplexität - einer Anlage ist eine rein analoge Steuerung "überholt"? Gerade im Hinblick auf die Möglichkeiten, die moderne Digitalsteuerungen offensichtlich bieten. Nach dem, was ich so sehe und lese, muß damit ja praktisch alles möglich sein.
Ich muß gestehen, ich bin altmodisch. Ich mag die alten Märklin-Modelle lieber als die modernen, superdetaillierten (und auch oft sündhaft teuren) Modelle. Vor allem möchte ich die ganz alten Loks aus den 50ern nicht umrüsten müssen, weil sie dann schlicht nicht mehr original sind. Ich mag es auch, irgendeine beliebige Lok nehmen und auf´s Gleis setzen zu können und sie läuft, ohne daß ich mir vorher Gedanken machen muß, ob der in der Lok verbaute Decoder zu meiner Steuerung passt.
Bin ich da zu sehr "von gestern"?
Was meint ihr dazu?

Gruß,
Franz


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#2 von SAH , 26.05.2022 17:59

Moin Franz,

plane die Anlage so, dass Du die Steuerung von Analog auf Digital umschalten kannst.
Sofern dabei ein Übergang von einem ins andere System vorkommen soll, an "Übergabeabschnitte" denken, die verhindern, dass es Kurzschlüsse zwischen den Mittelleitern gibt, die die Digitalzentralen zerstören können.
Sofern dann irgendwann (und das wird kommen) Digitalloks analog gesteuert werden, darauf acjten dass nicht jeder Dekoder den Umschaltimpuls AC analog verträgt. Das ist eine "wissenschaft" für sich.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#3 von moppe , 26.05.2022 18:20

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #1

Ich mag die alten Märklin-Modelle lieber als die modernen, superdetaillierten (und auch oft sündhaft teuren) Modelle. Vor allem möchte ich die ganz alten Loks aus den 50ern nicht umrüsten müssen, weil sie dann schlicht nicht mehr original sind.


Dann sollte du analog bauen mit M-Gleis.

Wenn du bereit ist für moderne Modellbahn lassen du die alte Sachen, alte Sachen sein und bauen dir ein moderner Modellbahn.
Digital und nicht mit Märklin Gleis, aber mit zweileitergleis.
Auf dieser moderne Anlage kannst du ganz langsam mit Diener moderner gebaute Fahrzeuge, wer bewegt sich fast lautlos rund der Anlage.
Die zwei Loks kann einandere Grüssen, blinken mit der Licht oder der pfeife/Horn.


Klaus


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#4 von maybreeze , 26.05.2022 18:31

Servus Franz,

wenn's darum geht, dass zwei Züge auf einem etwas größeren Esszimmertisch im Kreis fahren ("Teppichbahning auf der Tischplatte") reicht doch analog völlig aus, zumal Du auch eine Vorliebe für historische Schätzchen hast.

Ich lese aber auch aus Deinem Statement heraus, dass Du doch mit der digitalen Welt und ihren vielfältigen Möglichkeiten liebäugelst. Also doch digital?

Vorerst kommt es einmal darauf an, was Du unter "Anlage" verstehst. Das Spektrum reicht ja vom liebevoll gestaltetem Nebenbahn-Mittelgebirgsgelände, einer städtischen Landschaft mit Industrie bis zur rein technischen Fahranlage ohne irgendwelchen Gebäuden. Bei letzerem Ansatz sieht man halt die Kreise, die beiden ersteren Anlagenansätze verstecken das Rundherum etwas. Aber vielleicht ist der "Anlagen"-Ansatz mit 2,5m x 1,5m ohnehin zugunsten von Segmenten (freie Maße)/Module (festgelegte Maße) zu ersetzen, wo zwischen Landschaft und technisch notwendigen Teilen (z.B. Kehrschleifen/Abstellbahnhof) unterschieden werden kann. Und eine spätere Erweiterung bedeutet nicht Abriss des Bestehenden.

Ich denke, darüber musst Du Dir klar werden.

Eine kluge Planung erlaubt dann, zwischen analog und digital umzuschalten. Damit hättest Du beide Systeme verfügbar.


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#5 von 11652 , 26.05.2022 21:18

Hallo Franz

Finde es gut, dass du nach Gedanken fragst und deine dazu teilst.

Gerne gebe ich dir meine dazu preis:

- entscheide zwischen „alt“, für mich sind das bei Märklin Fahrzeuge bis und mit G800/3047 bzw. CCS800/3015 und „neuer“ - alt mit auch solcher stilreinen Umgebung, M-Gleise und analoger Steuerung (vielleicht etwas exotisch mit einem HAG Trafo, die sind herrlich schön zu bedienen).

- Wieso die alten Fahrzeuge nicht mit neuer Technik ausrüsten? Ich bin dafür, viele andere dagegen - es dürfte wohl 50/50 sein - ohne die, welche die alten Fahrzeuge gar nicht mehr beachten. Wenn die Originalität emotional viel bedeutet (inkl. dem analogen Fahren), dann würde ich sie sein lassen und die Anlage analog bzw. umschaltbar bauen. Wenn nicht, dann nur digital bauen und die alten Loks nach und nach umbauen.

- Grössere Anlage und Mehrzugbetrieb: Natürlich sind hier fast keine Grenzen vorhanden… Extrem vieles ist dank „Digital“ möglich, bis hin zum MiWuLa😎 - es muss aber nicht! Du kannst genauso gut weitermachen wie früher, auf der Platte ein Providurium bauen und einfach digital statt analog fahren - du wirst dann schnell die Vorteile kennen und schätzen lernen (Loks z.B. einfach so abstellen).

- Ich würde auch mit nur einer einzigen Lok digital fahren! Warum? Alleine die Antriebssteuerung ist faszinierend (Lastregelung), dazu die Funktionen (wobei ich ja mit wenig zufrieden bin) und Sound - gerade heute bin ich mit drei meiner „Franzosen“ ausgefahren und habe ihnen zugehört, CC 21001, CC 72034 und BB 67359 - vor allem die beiden Diesel mit ihren Turboladern - herrlich😎 Doch digital…

- Wie starten? Klein Anfangen (Startpackung oder Zentrale mit einer Lok der Wahl), Spass haben und dann den Plan für die Anlage angehen

- Ich fahre seit 1986 digital - da gab es viele Erfolge und auch Enttäuschungen, die Erfolge und schönen Dinge überwiegen deutlich! Es braucht Zeit, ist aber nie zu spät, umzusteigen- mein Onkel wechselte mit 80 auf Digital und hatte bis 94 Spass an der (digitalen) Fahrmodellbahn😉


Gruss Christian

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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#6 von Jettaheizer , 26.05.2022 22:13

Hallo Leute,

zunächst mal vielen Dank für eure Antworten und Anregungen.
Vielleicht sollte ich mal erläutern, was mir so als Anlage vorschwebt. Meine Grundidee ist eine zweigleisige Hauptstrecke in Form eines Hundeknochens, wobei die Kehrschleifen versteckt sind und jeweils einen Schattenbahnhof erhalten. Im sichtbaren Bereich gibt es nur ein wenig "Paradestrecke" und einen (mehr oder weniger) großen Bahnhof, von dem in Richtung hinterer Anlagenteil eine eingleisige Nebenstrecke abzweigt, die sich einen Hügel hinauf schlängelt. Im vorderen Teil soll es noch ein kleines BW mit Drehscheibe geben. Das Ganze soll grundsätzlich in Epoche III angesiedelt sein, wobei ich bei den Fahrzeugen durchaus von Epoche II bis IV verschiedenes fahren lassen will.
Ich denke, daß das alles auch noch rein analog zu machen wäre. Ich würde dafür ein entsprechendes Stellpult mit Gleisbild bauen, das auch - zumindest in abgespeckter Form - eine Art Fahrstraßen zulässt, sprich wenn ich einen Taster zum Gleiswechsel betätige, werden beide entsprechenden Weichen gleichzeitig geschaltet.
Ich weiß nicht, ob das noch jemand kennt, aber es gab früher mal ein System, bei dem man ein solches Gleisbildstellwerk aus quadratischen Elementen verschiedenster Art zusammensetzen konnte. Leider hab ich den Hersteller vergessen.
Was die Verdrahtung angeht, bin ich sicher, daß das schon ein gewisser Aufwand ist, auch im Hinblick auf den (Teil-)Automatikbetrieb in den beiden Schattenbahnhöfen. Wie groß der Verdrahtungsaufwand im Digitalbetrieb ist, kann ich nicht beurteilen, allerdings denke ich, daß auch dort einiges zusammenkommt.

Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist halt, ob das noch zeitgemäß oder doch eher völlig überholt ist, eine Anlage rein analog zu planen und bauen.

Und sollte ich mich irgendwann dazu entschließen, eine Anlage digital zu bauen oder auf digital umzurüsten, stellt sich die Frage nach dem System und dem damit verbundenen Kostenaufwand. Für eine analoge Steuerung hab ich praktisch alles da, für eine digitale Steuerung müßte ich alles (!) kaufen, einschließlich der Decoder für Fahrzeuge und Stellelemente (Weichen, Signale, ...).

Gruß,
Franz


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#7 von Pirat-Kapitan , 26.05.2022 22:51

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #6

Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist halt, ob das noch zeitgemäß oder doch eher völlig überholt ist, eine Anlage rein analog zu planen und bauen.


Moin Franz,
ich würde die Frage anders formulieren:
bist Du mit den (gegenüber Digitalbetrieb) begrenzten Möglichkeiten eines analogen Betriebes zufrieden?
Wenn ja, fahre analog.

Gleisbildstellpult:
eine analoges Gleisbildstellpult mit der Technik des letzten Jahrtausends dürfte heute nur noch äußerst schwierig und eigentlich nur durch einen absoluten Glückstreffer erhältlich / zu bekommen sein.
Eine mögliche Alternative wäre die digitale Weichensteuerung mit Zentrale, Weichendecoder und einer pc-gestützten Steuerung nur zum Weichenstellen.
Vielleicht geht auch eine Kombination aus beidem: ein Gleisbildstellpult mit Teilen wie im letzten Jahrtausend (aus dem 3-D Drucker), das eigentlich für die pc-gestützte Steuerung via Rocrail vorgesehen ist, mit der Technik für ein analoges Weichenstellen. Hier würde ich mal im Rocrailforum den entsprechenden Themen folgen:
https://forum.rocrail.net/viewtopic.php?f=132&t=24543
vermutlich musst Du im Forum angemeldet sein, um dort lesen zu können.

Schöne Grüße
Johannes


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#8 von vikr , 26.05.2022 23:21

Hallo Franz,

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #1
Vor allem möchte ich die ganz alten Loks aus den 50ern nicht umrüsten müssen, weil sie dann schlicht nicht mehr original sind. Ich mag es auch, irgendeine beliebige Lok nehmen und auf´s Gleis setzen zu können und sie läuft, ohne daß ich mir vorher Gedanken machen muß, ob der in der Lok verbaute Decoder zu meiner Steuerung passt.
Bin ich da zu sehr "von gestern"?
Was meint ihr dazu?
Jain, eine historische Anlage, quasi Vintage kann reizvoll sein und wenn Du alle Deine Loks aus den Fünfzigern im Original behalten willst, wird Dir nichts anderes übrig bleiben. Du kannst aber praktisch alle Deine Loks aus den Fünfzigern mit Märklin-Originalteilen so umbauen, dass Du sie, wenn Du die alten Teile gut beschriftet verwarst, jederzeit wieder mit überschaubarem Aufwand in den Originalzustand mit Allstrommotor und mechanischem Fahrtrichtungsumschalter zurückbauen kannst.
Ich versichere Dir aber, dass Du, wenn Du diese Loks eine Weile digital gesteuert fährst, genauso wenig zurück willst, wie im Alltag zu einem Telefon
mit Wählscheibe oder einem Kohle gefeuertem Badeofen.

Die Jugendträume mit dem dicken großen Scheibenkollektormotor wie die CCS800 würde ich erst mal ausklammern. Es gibt auch keinen Grund nicht auf M-Gleisen digital zu fahren den es nicht schon analog gab. Die Schienen rosten halt in nicht ganz trockenen Räumen. Schalten der Märklinweichen ist völlig unproblematisch. Auch Rückmeldung geht mit M-Gleisen genauso gut, wie mit C oder K, wenn man Stromfühlermodule, wie z. B. das 60882 von Märklin einsetzt.

Ich würde eine der Spanplatten nehmen und mal mit zwei Loks und einer DCC fähigen Zentrale anfangen eigene Erfahrungen zu sammeln....

MfG

vik


Märklin? OK! - aber richtig schön - erst mit ohne Pukos... :-)


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#9 von a-zett , 28.05.2022 00:09

Bei mir endete Analog, als die Fahreigenschaften meinet Spur-Z-Lok so verschieden und so unvereinbar miteinander wurden, dass eine analoge Steuerung sie nicht mehr alle gleich behandeln konnte. 3poler und 5poler mit gleichem Getriebe, Glockenankermotoren, Motoren für die das Getriebe ausgelegt war, Motoren mit viel höherer und Motoren mit viel niedrigerer Drehzahl, Loks mit sehr niedriger Anfahrspannung und solche mit sehr hoher Anfahrspannung und und und. Dem Hersteller, der selbst Digital nicht anbietet, ist Wumpe, wie das alles zusammen funktioniert. Und die Lieferbarkeit der Komponenten meiner analogen Steuerung geht langsam gegen Null. Es half also nix.


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#10 von Atlanta , 28.05.2022 02:26

Moin Franz,

um erste Erfahrungen im Digitalbetrieb zu sammeln eignen sich kleine, oft in Startpackungen, mitangebotene Digitalsysteme oder einfach Startsets von Digitalanlagen zum ermäßigten Preis, oft etwas ,,abgespeckt" in den technischen Möglichkeiten, was dann eine solche Anlage kann.

Liebäugelst du damit, beleuchtete Züge und / oder Soundloks einzusetzen dann bewegst du dich schon in der mittleren Digitalanlagengröße, deren Anschaffungspreis in der mittleren Preisliga spielt, da mit den oft propagandierten 2 A von einfachen Anlagen wirst du nicht viel Freude haben und 3 A sollte die Anlage mindestens haben, jedoch nicht mehr wie
5 Ampere.

Aber auch die 3 A Anlagen stoßen gerade bei Soundloks schnell an ihre Kapazitätsgrenzen, wenn man due Anlage nicht in mehrere Abschnitte unterteilt und diese mit zusätzlichen Boostern mit Betriebsstrom versorgt.

Je mehr ,,Wums" in Ampere eine Anlage hat, um so ,,gefährlicher" wird sie aber auch, nicht nzr für die eigene Gesundheit, sondern auch für die Modelle und den darin verbauten Dekodern.

Somit sollte lieber die Devise sein, sich auf ein gut ausgewogenes 3 A System zu konzentrieren.

Preislich sehr interessant dürfte die Holländische Digikeijs DR 5000 Digitalzentrale sein, welche durch ihr fut Preis Leistungsverhältnis kaum noch Wünsche offen läßt. Durch die vielen unterschiedlichen Anschlußmöglichkeiten aller namhafter Digitalhersreller angebotenen Eingabe- und Steuergeräte, dwr Möglichkeit Tablets, iPhonos oder Android Telefone oder gar einen Laptop, Notebook, Netbook oder Laptop zu nutzen, da der WiFi Router bereits mitverbaut wurde, lassen sich sehr viele Geräte anschließen und sehr einfach betreiben und der anfänglich hoch wirkende Preis von etwa um 200 € oder weniger isr verhältnismäßig günstig gegrnüber so manch anderen Herstellern, die weit aus mehr, für vergleichbare Zentralen haben wollen, due dann nicht selten weniger können als man mit der Digikeijs Zentrale realisieren kann.

Ich selber liebäugelte mit der z21 und ihren Möglichkeiten, mach aber sehr wahrscheunlich den Schwenk zur Digikeijs DR 5000, da sie mir wesentlich mehr Möglichkeiten bietet als ein vergleichbares System anderer Hersteller, welches um ein vielfaches teurer wäre, z. B. NCE Power Cab mit NCE SB5 Smart Booster für etwas um 500 € Anschaffungspreis zzgl. Einfuhrsteuer in Deutschland von derzeit 19 %.


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#11 von a-zett , 28.05.2022 11:00

Ich würde heute auch die DR 5000 nehmen. Vor ein paar Jahren war es die schwarze Z21. Meine Booster aber sind von TAMS (mit digitalem Amperemeter und an der Z21 über einen CDE-Adapter von Roco) und für Z sind die digital auf maximal 2A programmiert, obwohl sie mehr können. Alle meine anderen peripheren Komponenten sind von Digikeijs, die Decoder von Döhler und Haas bzw. Velmo. Letztere gibt es nur für Z und darin sind die Chips auch von D&H.


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#12 von hubedi , 07.06.2022 11:16

Hallo Franz,

mit Deinen Fragen wirst Du früher oder später auf vielleicht sogar verbissen geführte Diskussionen zwischen den Anhängern analoger und digitaler Steuerungen stoßen. Was soll man Dir raten ... schließlich bestimmst Du auf Deiner Modellwelt, was "zeitgemäß" für Dich bedeutet.

Das Spektrum der Meinungen ist breit gefächert. Da gibt es Digitalfahrer, die dennoch ihre Weichen über mechanische Stellhebel und ihre Drehscheibe mit Hilfe einer Kurbel bedienen. Der Hintergrund dieser zunächst etwas seltsamen Mischung wird verständlicher, wenn der Erbauer erklärt, in der gewählten Bahnepoche waren mechanische Bedienelemente eben der Stand der Technik. Und wenn schon Dampfer an längst vergangene Zeiten erinnern sollen, warum können dazu nicht die Bedienelemente des Stellwerkers aus der gewählten Zeitepoche passen.

Ich vertrete auf meiner im Bau befindlichen Anlage noch eine andere Philosophie und werde Stellhebel und Drucktastenstellpult als Bedienerschnittstelle mit digitalen Schaltelementen und Antrieben kombinieren. Das gibt es nicht ohne weiteres von der Stange zu kaufen, aber der Bastelspaß ist doch meistens genau das, was wir suchen.

Über die gewählten Elemente wie Zentralen, Decoder, Antrieben oder was weiß ich lässt sich trefflich diskutieren. Je nachdem was der Geldbeutel herauszugeben bereit ist oder wie viel Zeit und Energie Du zu investieren bereit bist, kannst Du in die Regale der Händler greifen. Die Digitaltechnik hat die Möglichkeiten ins Unermessliche gesteigert. Das ist wie im richtigen Leben Fluch und Segen gleichzeitig, denn Du musst Dich entscheiden. Und das Dumme bei allen Entscheidungen ist, wenn Du für Dich ein System herausgegriffen hast, sind andere ebenfalls attraktiven Lösungen draußen. Manches lässt sich kombinieren, anderes weniger. Und schon hast Du u.U. die Anhänger der Alternativen an der Backe, die gaaaaanz genau wissen, warum Du falsch liegst.

In der Summe, es hilft nix. Du musst Dich schlau machen oder machen lassen. Erst dann kannst Du für Dich festlegen, was Du willst. Und nur darauf kommt es an.

Ich würde Dir raten, schaue Dir selbst bei befreundeten Modellbahnern, bei Vereinen, Ausstellungen oder wo auch immer verschiedene Lösungen an. Nimm am besten selbst einen Regler in die Hand und Du wirst sehen, ob Du zum Beispiel eher zum Typ Lokführer gehörst, der gern mit einem Funkhandregler in der Hand mit seinen Fahrzeugen mitläuft oder der Stellwerker mehr zu Dir passt, der gerne den Zugverkehr regelt und sich an den vielen bewegten Fahrzeugen erfreut. Das hat dann übrigens auch Konsequenzen für die dazu passende Anlage. Zum "Lokführer" gehört vielleicht eine weitläufige Regalanlage, die sogar kreuz und quer auf schmalen Brettern durch die Räumlichkeiten der ganzen Wohnung führen könnte, während der "Stellwerker" auch mit einer kompakten Anlage hinten links in der Ecke glücklich wird.

Du siehst, es geht nicht nur um die Glaubensentscheidung analog oder digital. Eine Modellbahn bleibt für mich immer das individuelle Gesamtkunstwerk des Erbaueres. Ich persönlich greife tatsächlich lieber zur Digitaltechnik, da sie die Möglichkeiten beim Betrieb erheblich steigert und den Bau tatsächlich vereinfacht. Ich möchte mir nicht mehr den Kopf über eine analoge Schaltelektronik zerbrechen müssen ... vom Bau mal ganz zu schweigen. Es hat schon seinen Grund, warum sich heute nur noch die wenigsten nach Telefonen mit Wählscheibe oder SW-Röhrenfernsehern zurücksehnen.
Klar, die Anwendung der Digitaltechnik bei der Modellbahn hat auch ihre Tücken und ist nicht immer so problemlos, wie es die Hersteller in der bunten Werbung gern versprechen. Es gilt wie immer, wer bei Problemen nicht hilflos dastehen will, muss sich schlau machen. Das Erlernen neuer Techniken und Methoden ist für mich jedenfalls ein hoch willkommener Nebeneffekt. Das erworbene Wissen kann zudem in so einigen Lebenlagen helfen. Und wir leben ja hoffentlich nicht in Mafiagegenden, wo es gefährlich werden kann, wenn man zuviel weiß ...

LG
Hubert


Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#13 von E-Lok-Muffel , 07.06.2022 15:15

Hallo Franz,

Ich möchte in die gleiche Kerbe hauen wie der Hubert, aber sie noch etwas vertiefen:

Grundsätzlich musst Du (wir alle) unterscheiden zwischen Digitalem Fahren, Digitalem Schalten und Digitalem Melden.

    Beim digitalen Fahren brauchst Du einen Decoder in der Lok und ein Digitales Fahrgerät. Die Vorteile sind neben den ganzen digitalen Beleuchtungs- und Sound-Gimmicks v.a. das Stromkreis-unabhängige Ansprechen der Lok und damit eine mögliche Mehrzug-Steuerung. Im Analogen kannst Du pro Stromkreis immer nur einen Zug fahren, Bei Deinem Projektierten Hundeknochen also einen auf dem Hin-Gleis und einen auf dem Rückgleis; wenn Du noch ein Rangierfeld integrierst, dann da vielleicht noch eine Rangierlok mit einem Dritten Trafo, wenn die Rangierlok aber auf ein Bahnhofsgleis fährt, darf in diesem Stromkreisabschnitt keine andere Lok stehen, sonst bewegt sie sich mit...
    Damit überwiegen bei den meisten Moba-Kollegen die Vorteile des digitalen Fahrens gegenüber des analogen.

    Beim digitalen Schalten sieht die Sache sooo eindeutig nicht aus. Weichen und Signale können - wie schon immer - per Schaltpult gestellt werden, unabhängig davon, ob der Strom digital oder analog zur Lok fließt. Selbst analoge Zugbeeinflussung (dass Loks vor Signalen halten = z.B. ABC-Bremsen) gelingt mehr oder weniger problemlos (Geschobene Wendezüge mit Loks hinten halten nicht korrekt...).
    Wenn Du selbst Hand anlegen willst (Weichenstellpult), brauchst Du keinen einzigen Weichendecoder kaufen. Wenn Du allerdings Komfort-Funktionen integrieren willst, wie z.B. Weichen-/Fahrstraßen oder Teilautomatisierung im SBF oder..., wird es mit der Digitalisierung erheblich einfacher - und teurer.

    Hast Du ausgedehnte nicht einsehbare Streckenführungen vor, ggfs. sogar unterirdische Abzweigungen, ist zusätzlich noch eine Überwachung über (Rück-)Melder ratsam: Das geht per Video, analog (Melder meldet per Lämpchen/LED auf dem Schaltpult) oder digital (Melder meldet an Zentrale/Computer).


Nur wenn Du wert auf automatisierte Abläufe auf Deiner Anlage legst, dass die Züge sich "von Geisterhand" in Bewegung setzen, dann brauchst Du eine PC-Steuerung und zwingend eine Digitalisierung aller drei Bereiche.

Deshalb ist mein persönliches Fazit zur Digitalisierung (für mich selber aber auch für Dich):
Am Digitalen Fahren führt heutzutage eigentlich kein Weg vorbei.
Digitales Schalten und Melden ist eher ein nice-to-have für Solche, die nicht unbedingt von Vorneherein PC-Steuerung ins Auge fassen (=hohe Zugdichte, mehr Action!, Sequentieller SBF!) -ABER: Nachrüsten ist extrem aufwändig! Wenn Du Dir also noch nicht sicher bist, wohin die Reise steuerungstechnisch gehen soll, bist Du mir der digital-Planung zumindest von den Optionen her auf der sichereren Seite...

Gruß
uLi


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#14 von Jürgen Flörke , 07.06.2022 15:54

Hallo,

wenn ich mich richtig erinnere gibt es den analogen 5* Antrieb für Trommelkollektormotoren (DCM) als Umrüstsatz noch unter der Nr. 7180 bei Märklin. Damit sind im analogen Betrieb bessere Langsamfahreigenschaften möglich, aber nicht bei LFCM und SFCM. Wie sich Platine 7180 bei dreipoligen Ankern verhält, weiß ich nicht.

Diese Platine ist aber eher teurer als ein Digitaldecoder ohne Sound! Man benötigt allerdings keine Digitalzentrale, der weiße Trafo 6647 reicht.

Eine weitere Möglichkeit wäre digitale Loks mit einem Lokprogrammer auf einem separaten Programmiergleis abzustimmen und dann auf der Anlage nur analog zu fahren.

Roco AC Loks mit großer Schwungmasse sind im AC Betrieb dann aber besser als Mörklin-Digitalloks mit Permanentmagnet, die am Signalabschnitt analog nicht den gewohnten Auslauf haben. Deltaloks haben im analogen Betrieb wg. der Feldspule mehr Auslauf.

Die Retro-Oldies aus den 60ern und 70ern würden (wie von Dir gewünscht) ihr elektromechanisches Relais behalten.

Gruß


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#15 von SAH , 07.06.2022 19:11

Moin @Jürgen Flörke ,

zu 7180 mit LFCM3 siehe Vergleichsfahrten Märklin E94 und Varianten. Bei dieser Lösung ist ein Elko nach dem Graetz erforderlich.
Unter Beibehaltung des Motors inkl. seiner Dynamik sind Langsamfahrten und Regelung mit dem LRA+ zzgl. Dekoder nach Wahl und Eignung möglich.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#16 von Jettaheizer , 07.06.2022 20:34

Hallo Leute.

ich oute mich hier mal als altmodischen Spielbahner. Realistische Abläufe sind mir im Prinzip vollkommen wurscht. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist eine Modellbahnanlage NIE realistisch. Mich interessiert es auch nicht, ob ein Zug exakt auf den Millimeter am Bahnsteig hält oder ob er im originalgetreuen 7000m-Radius mit den maßstäblichen 164,73 km/h über die Paradestrecke fährt.
Falls ich mal irgendwann wirklich (m)eine Anlage bauen sollte, kann ich mir immernoch überlegen, ob ich eine digitale Steuerung einplane oder nicht. Schließlich kann man z.B. auch analog ohne übermäßigen Aufwand einen Automatikbetrieb im Schattenbahnhof erreichen.
Ach ja: ich habe im Wohnzimmer noch immer meinen über 20 Jahre alten Röhrenfernseher stehen...
Bei vielen Dingen stehe ich halt auf dem Standpunkt "warum soll ich mir etwas neues kaufen, solange das alte noch tadellos funktioniert"?
Im Prinzip könnte ich das auch auf die MoBa übertragen. Warum eine digitale Steuerung samt dutzender Decoder kaufen, solange rein analog noch funktioniert?

Gruß,
Franz


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#17 von Dreispur , 07.06.2022 20:58

Hallo !

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #16
Hallo Leute.

ich oute mich hier mal als altmodischen Spielbahner. Realistische Abläufe sind mir im Prinzip vollkommen wurscht. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist eine Modellbahnanlage NIE realistisch. Mich interessiert es auch nicht, ob ein Zug exakt auf den Millimeter am Bahnsteig hält oder ob er im originalgetreuen 7000m-Radius mit den maßstäblichen 164,73 km/h über die Paradestrecke fährt.
Falls ich mal irgendwann wirklich (m)eine Anlage bauen sollte, kann ich mir immernoch überlegen, ob ich eine digitale Steuerung einplane oder nicht. Schließlich kann man z.B. auch analog ohne übermäßigen Aufwand einen Automatikbetrieb im Schattenbahnhof erreichen.
Ach ja: ich habe im Wohnzimmer noch immer meinen über 20 Jahre alten Röhrenfernseher stehen...
Bei vielen Dingen stehe ich halt auf dem Standpunkt "warum soll ich mir etwas neues kaufen, solange das alte noch tadellos funktioniert"?
Im Prinzip könnte ich das auch auf die MoBa übertragen. Warum eine digitale Steuerung samt dutzender Decoder kaufen, solange rein analog noch funktioniert?

Gruß,
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Etwas irritert mich Deine Einstellung .Zu einen hast ja recht das man Altes weiterpflegen kann solange es noch zur Zufriedenheit funktioniert .
Aber trotzdem scheint es mir das Du mit Digital liebäugelst .
Daher ist meine Meinung dazu ,eine Nebenbahn voll getrennt zur analogen Anlage . Einige Gleise vom BHf zu einen Endbahnhof
4 - 6 Weichen , 2 -3 Lok einige dazupassende Wagon fertig . Das ganze mit einen 16 fach Rückmeldung - Modul und z.Bsp. Digikeiys Centrale und das Demoprogramm von WDP . Alles der Reihe nach und schon ist der ( geheime ) Wunsch nach der neuen Technik erfüllt .
Kostet nicht die Welt . Ein schnuppern dürfte sich lohnen .


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#18 von Jettaheizer , 07.06.2022 21:31

Hallo Anton,

nein, eigentlich liebäugele ich nicht unbedingt mit einer Digitalsteuerung. Aber wenn man hier im Forum (und auch woanders) mal in den Bereichen Anlagenplanung bzw. -bau stöbert, macht es so den Eindruck, als ginge es gar nicht mehr ohne, weil rein analog augenscheinlich nur noch ein verschwommenes Relikt aus dem letzten Jahrtausend ist.
Ich mag die altmodische Analogsteuerung mit Stellpulten und einer ganzen Batterie von Trafos.
Meine Eingangsfrage war ja auch, ob das noch zeitgemäß ist.

Gruß,
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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#19 von hubedi , 07.06.2022 22:45

Hallo Franz,

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #18
... nein, eigentlich liebäugele ich nicht unbedingt mit einer Digitalsteuerung. ... Ich mag die altmodische Analogsteuerung mit Stellpulten und einer ganzen Batterie von Trafos. ... Meine Eingangsfrage war ja auch, ob das noch zeitgemäß ist. ...


Nun ... mit Verlaub ... in Kombination mit Deiner Signatur: "Sei einfach Du selbst!" beantwortet sich Deine Eingangsfrage doch von selbst. Wenn Du eine Analogsteuerung als zeitgemäß betrachtest, dann ist sie das. Die Technik hat seinerzeit gute Dienste geleistet, sie wird es auch heute tun. Da sich die Naturgesetze meines Wissens seit dem Jahrtausendwechsel nicht geändert haben, besteht somit keine Notwendigkeit zur Digitalisierung.

Ähh ... was spielt es da für Dich für eine Rolle, wenn ich für mich bzw. für meine Anlage zu einer anderen Entscheidung gekommen bin? Das Bessere ist für mich dem Guten überlegen. Das Gute bleibt dennoch gut.
Ich besitze übrigens fast ausschließlich gebrauchte Fahrzeuge aus dem vorigen Jahrhundert und meine Anlage besteht fast komplett aus Abfallholz. In dem Punkt teilen wir eine ähnliche Auffassung. Ich brauche nicht immer das neueste Equiment. Aber ich mag es, das alte Material in das 21. Jahrhundert zu überführen und das Gute aus alten Tagen für meine Zwecke zu verbessern. Der Originalzustand ist mir persönlich dabei nicht wichtig.

LG
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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#20 von E-Lok-Muffel , 08.06.2022 08:10

Moin Franz,

Ich stelle jetzt mal die gewagte These auf, dass es in Deutschland wahrscheinlich noch genau so viele "alte" analoge Moba-Anlagen gibt wie "neue" digitale...
Darum sind neue Loks mit Digital-Decoder trotzdem noch "analog-fähig", d.h. sie fahren auch mit den alten Trafos (bei Märklin NICHT mit den blauen aber mit den weißen).

Wie Du Deine Anlage oder auch nur Deine Loks und Züge betreibst, bleibt Dir überlassen.
Wie ich bereits in #13 geschildert habe, hat das Digitale gerade beim Fahren einige Vorteile, darum hat es sich am Markt durchgesetzt. Und man kann auch viel besser die Jugend ansprechen, wenn die MoBa mit dem bereits mit der linken Hand verwachsenen Smartphone zu steuern ist ...
Natürlich gab es auch früher Automatik-Steuereungen, man brauchte nur mehr Platz ("Schalt-Schrank") und mehr Technik-Verständnis (Ausbildung zum Anlagen-Elektriker wünschenswert), was heute auf den Grundriß einer Zigarettenschachtel passt. Jedes Smartphone hat mehr Rechenpower als das Space-Shuttle...
Es kommt darauf an, was Du willst.
So wie ich das sehe, willst Du von uns Absolution dafür, bei analog zu bleiben...

Mach doch! GEH DOCH ZU NETTO!
Gruß
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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#21 von Jettaheizer , 08.06.2022 09:46

Hallo uLi,

Zitat von E-Lok-Muffel im Beitrag #20
So wie ich das sehe, willst Du von uns Absolution dafür, bei analog zu bleiben...


ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Ich will nicht sagen, daß ich "moderne Technik" grundsätzlich ablehne, aber ich bin immer etwas skeptisch. Vor allem dann, wenn es dabei um zu investierendes Geld geht.
Als die ersten Smartphones auf den Markt kamen, hab ich noch gesagt "brauche ich nicht. Mein Tastentelefon kann alles, was ich brauche." Irgendwann gab es dann praktisch nichts anderes mehr als Smartphones, also hab ich im Rahmen meiner Vertragsverlängerung auch eins bekommen. Mit der Zeit hab ich mich dann so daran gewöhnt, daß ich jetzt mit einem "altmodischen" Tastentelefon nicht mehr zufrieden wäre, auch wenn es noch immer funktionieren würde. Allerdings hat mich dieser Umstieg auf "zeitgemäße" Technik nicht viel Geld gekostet.
Ein Umstieg von der rein analogen MoBa-Steuerung, die ich kenne, mit der ich gut zurecht komme und für die ich nicht viel investieren müßte (weil ich praktisch alles dafür schon da hätte) auf digitale Steuerung würde mich im ersten Moment schon einiges kosten, weil ich dabei mehr oder weniger bei Null anfangen würde. Das wäre in etwa so, als würde ein Gleichstrom-Fahrer beschließen, seine nächste Anlage in Wechselstrom zu bauen.
Ich bin sicher, wenn ich wirklich auf Digitalbetrieb umsteigen und mich dann damit eine Weile beschäftigen würde, hätte ich mich an die Vorteile (und sicher auch Nachteile) gewöhnt.
Aber das würde mich schon (zumindest für mich) sehr viel Geld kosten, von der Arbeit, alle Fahrzeuge umzurüsten mal ganz abgesehen.
Ich bin mit Sicherheit nicht geizig, ich gebe eigentlich gerne Geld aus für Dinge, die ich haben möchte. Oder auch für Dinge, die Andere gerne haben möchten. Aber ich muß halt wie viele andere hier auch meine paar verrosteten Kröten ein wenig zusammen halten. Für mich fangen größere Investitionen schon bei 100,- € an.
Natürlich hab ich wie jeder Mensch Wünsche. Es gibt viele Dinge, die ich mir gerne leisten würde. Aber ich frage mich dann schon immer auch, ob ich das wirklich brauche, bevor ich Geld dafür ausgebe. Oder ob nicht das, was ich hab, für mich genauso funktioniert und ausreicht.
Dazu käme jetzt in diesem Fall auch noch die Frage, sollte ich mich irgendwann für Digitalsteuerung entscheiden, welches System ich nehmen sollte. Das scheint hier offenbar auch eine Glaubensfrage zu sein. Frag fünf Leute nach dem besten Digitalsystem und Du bekommst acht verschiedene Antworten.
Deswegen bin ich derzeit noch auf dem Standpunkt "ich nehme, was da ist und was ich kenne, dann weiß ich, was ich hab", bevor ich mich für irgendetwas entscheiden muß, von dem ich keine Ahnung hab.
Oder wie man in Köln sagen würde: Wat dä Boor nit kennt, friss hä nit.

Gruß,
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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#22 von Jürgen Flörke , 08.06.2022 10:28

Hallo,

wenn Du die Loks aus der Kindheit oder ererbte Loks mit dem elektromechanischen Schaltrelais belassen willst, ist das o.k. so.

Du könntest dann künftig Fahrzeuge aus der alten 35xx Serie von Märklin gebraucht dazu kaufen (da ist 7180 oder ähnliches schon drin), Deltaloks fahren analog etwas schlechter als die 35xx Serie.
Lokomotiven der Mä 37xx oder 39xx würde ich für analog nicht nehmen (kein Auslauf).

Auch Roco Loks mit Schwungmasse und 8 pin Schnittstelle sind möglich entweder mit elektronischem Fru oder einem auf analoge Fahrt abgestimmten Digitaldecoder.

Es gab auch mal von Märklin 2 verschiedene elektronische Fahrgeräte für langsameres Anfahren im Analogbetrieb (Trafo war dann nur für die Energie), die kann man gebraucht manchmal noch günstig bekommen.

(für DC analog Fahrer käme noch Impulsbreitensteuerung in Betracht. Diese Alternative entfernt sich aber von Deiner Eingangsfrage, da Du alte Märklinloks im Originalzustand belassen willst).

Gruß


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#23 von LuciMain , 08.06.2022 11:22

Dann geb ich mein Mais auch noch dazu

Also vieleicht entspricht das jetzt genau uLi's aussage...

Zitat von E-Lok-Muffel im Beitrag #20
Und man kann auch viel besser die Jugend ansprechen, wenn die MoBa mit dem bereits mit der linken Hand verwachsenen Smartphone zu steuern ist ...

das kann ich nich unbedingt beurteilen. Ich bin aber übrigens auch erst gerade vor kurzem (siehe mein Thread) auf Digitalzentrale mit Handysteuerungsmöglichkeit umgestiegen (Analog mit drehregler steuern ist da immernoch möglich übrigens ) Aber bei mir wars so:

Zur Modellbahn bin ich über mein Vater bzw dessen Bruder gekommen. Ca 1980 haben sie eine kleine Anlage (analog logisch) aufgebaut. Ich kann mich tatsächlich nur noch schwach an diese Anlage erinnern, da ich dann etwa mit 8 oder 9 Jahren mit meinem Vater die Anlage abgebaut habe. Mit einem Teil meines Taschengeld (damals ca 90 CHF) habe ich auf Ricardo 2 kleine Analoge Loks sowie viel M-Gleis ein trafo und bisschen anderes Zeug gekauft. (Heutzutage gesehen war das der schlechteste deal überhaupt ) Trotzdem hatte ich damit fast 20m M-Gleis und zwei loks sowie ein paar trafos etc. Damit bin ich dann bis vor etwa 6 Jahren auf dem Boden gefahren. Da hat mit Papa's Bruder eine Digitalstartpackung gekauft (29173 war das glaube ich... kann gerade nicht nachschauen). Da drin war ein IR-Steuergerät für bis zu 4 Loks mit je 4 Funktionen. Damit bin ich sehr lange gefahren. Geld für eine Digitalisierung der vielen analogen Loks war nicht vorhanden (ist bis heute kritisch ) bzw ich hatte keine Lust es auszugeben. So blieb es sehr lange dann bei 3-4 Digitalen Loks. Vor etwa 2 Jahren habe ich dann eine Anlage bauen begonnen. Digital, Analog umschaltbar sowie gleichzeitig betrieb möglich (nicht ideal gewesen ) Der Verdratungsaufwand war verhätnismässig okay aber trotzdem hatte ich über 1 jahr bis die ersten Züge fahren konnten. Das wäre bei einer neuen Anlage (die alte ist mittlerweile wieder zurückgebaut) absolut unbrauchbar für mich. Bei digital hast du einfach die Möglichkeit, dass du theoretisch für manuelles Fahren nur 2 Kabel zum Gleis brauchst und mit theoretisch unendlich Loks (bis max 3A normalerweise) fahren lassen und hast kein Problem mit verkabelung, analogen Blöcken, doppeltraktionen etc. Ich würde abgesehen vom Finanziellen Mehraufwand nicht mehr zurück wollen. Fahreigenschaften etc sind einfach besser und alleine, dass keine Fahrblöcke erstellt werden müssen ist für mich ein Stichpunkt.
Schlussendlich ist es aber deine eigene Entscheidung

Grüsse Lucius


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#24 von hubedi , 08.06.2022 11:38

Hallo Franz,

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #21
... Ich will nicht sagen, daß ich "moderne Technik" grundsätzlich ablehne, aber ich bin immer etwas skeptisch. Vor allem dann, wenn es dabei um zu investierendes Geld geht. ... Ein Umstieg von der rein analogen MoBa-Steuerung, die ich kenne, mit der ich gut zurecht komme und für die ich nicht viel investieren müßte (weil ich praktisch alles dafür schon da hätte) auf digitale Steuerung würde mich im ersten Moment schon einiges kosten, weil ich dabei mehr oder weniger bei Null anfangen würde. ... Ich bin sicher, wenn ich wirklich auf Digitalbetrieb umsteigen und mich dann damit eine Weile beschäftigen würde, hätte ich mich an die Vorteile (und sicher auch Nachteile) gewöhnt.
Aber das würde mich schon (zumindest für mich) sehr viel Geld kosten, von der Arbeit, alle Fahrzeuge umzurüsten mal ganz abgesehen. ... Dazu käme jetzt in diesem Fall auch noch die Frage, sollte ich mich irgendwann für Digitalsteuerung entscheiden, welches System ich nehmen sollte. Das scheint hier offenbar auch eine Glaubensfrage zu sein. Frag fünf Leute nach dem besten Digitalsystem und Du bekommst acht verschiedene Antworten. ...


Ah ... so langsam fange ich an zu verstehen, wo der Schuh drückt ... glaube ich wenigstens. Dein letzter Beitrag erweitert Deine Eingangsfrage allerdings erheblich und es wäre wohl ein laaaaanger Anlauf nötig, um auf alles eingehend zu antworten ... so weit ich das überhaupt kann.

Dieses gewisse Beharrungsvermögen bzw. diese Skepsis bei neuen hochgelobten Trends kann ich sehr gut nachvollziehen. Komischerweise war das bei der digitalen Steuerung einer Modellbahn bei mir anders. Als mich ein Freund vor einigen Jahrzehnten auf die ersten Versuche aufmerksam machte, wie Motorala-Chips aus Gerätefernsteuerungen für die Mobasteuerung verwendet werden könnten, war ich elektrisiert ...

Du hast Recht, ein Digitalstart bei Null ist durchaus mit einigen Kosten verbunden. Der einzusetzende Geldstapel lässt sich erheblich reduzieren wenn Du selbst zum Lötkolben greifst denn so einige Komponenten lassen sich mit überschaubarem Aufwand z.B. aus Bausätzen zusammensetzen. Das ist natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden ...

Es muss auch nicht sofort die große Keule geschwungen werden und man kann eine Anlage Stück für Stück umstellen. Was Du auf jeden Fall benötigst, ist eine Zentrale. Ich will hier garantiert keine Glaubensfragen klären und werde sicher ohne Auftrag keine Empfehlung aussprechen. Am Markt gibt es für fast jeden Geldbeutel und Geschmack ein Angebot. Da musst Du Dich wohl oder übel selbst schlau machen, was für Dich gegebenenfalls in Frage käme. Ganz zufällig gibt es in der aktuellen Zeitschrift "Digitale Modellbahn 3/2022" einen Überblick über am Markt verfügbare Geräte und über Selbstbaulösungen. Boh ... doch schon wieder sowas wie Werbung... oder so...
Klar, dann brauchst Du für den digitalen Fahrbetrieb mindestens für jede Lok einen Decoder ... das ist je nach Fuhrpark in der Sumne schon ein dicker Brocken. Über den dicken Daumen sind das +/- 30€ je Lok wenn Du die Nachrüstung selbst vornimmst. Weitere Kosten entstehen, wenn nicht nur digital gefahren, sondern auch geschaltet und gesteuert werden soll. Ob Diese Aussichten dazu angetan sind, Deine berechtigt-kritische Einstellung ...

Zitat von Jettaheizer im Beitrag #21
... ich nehme, was da ist und was ich kenne, dann weiß ich, was ich hab", bevor ich mich für irgendetwas entscheiden muß, von dem ich keine Ahnung hab. ... .


... zu ändern, kannst nur Du entscheiden. Es liegt allerdings in Deiner eigenen Reichweite, die mangelnde "Ahnung" in einen gewissen Kenntnisstand umzuwandeln. Ich fürchte, ohne diesen Aufwand, bleibt eine Entscheidung vielleicht doch etwas oberflächlich. Wenn Du magst, bin ich dabei im Rahmen meiner Möglichkeiten gerne behilflich.

Und was die Bauern betrifft ... ich kenne so einige Landwirte, die nicht nur ihre Maschinen mit digitaler GPS-Rechnersteuerung ausgestattet haben, um z.B ihre Felder metergenau den Bodenverhältnissen entsprechend zu bestellen ... nur mal so am Rande ...

LG
Hubert


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RE: Einfach ein paar Gedanken zum Digitalbetrieb vs. Analogbetrieb

#25 von maybreeze , 08.06.2022 11:52

Servus Franz,

Du hast jetzt hier eine Menge Meinungen zum Thema anolag vs digital bekommen - war ja Deine Eingangsfrage an uns.

Bislang haben wir aber auch im Dunklen getappt, denn Dein "Betriebskonzept" und Deine Anlagengröße sind für uns noch im Verborgenen geblieben. Aus Jux und Tollerei sowie "Brauch immer das Neueste" wirst Du Dir wohl kein digitales Equipment kaufen, wenn Du aber ein paar Züge ohne großen Schaltungsaufwand beleuchtet und mit Geräusch über Deine Gleise schicken möchtest, wirst Du um ein einfaches Digitalsystem nicht herumkommen.


Liebe Grüße aus Wien
Klaus
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