RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#26 von HaJo Wolf , 01.03.2023 19:25

Diese grünen SBB-Loks sind einfach eine Augenweide! Dankeschön!


Beste Grüße
HaJo


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#27 von sbbfan , 02.03.2023 08:53

Hallo HaJo,
freue mich über jedes Feedback, und jede Rückmeldung ermuntert mich immer wieder auf's Neue mir eine weitere Geschichte auszudenken.
Ja, die Grünen SBB Maschinen sind schon was Besonderes.
Für mich Indikator für eine Zeit in der noch alles auf der Welt eine gewisse Ordnung hatte.
Eine Verlässlichkeit und Struktur.
In der Schweiz hat sich dieses Bild einige Jahre länger aufrechterhalten lassen wie in Deutschland.
Nicht wie in der aktuellen Zeit wo einem das Morgen mit Sorgen und Ängsten gegenüber steht.
Bei meinen "Großen" gibt es nur "Grüne".
Klar in 1 muss man die Grenzen enger stecken.
Gruß Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#28 von schaerra , 02.03.2023 17:13

Auch ich bin begeisterter Leser Deiner Geschichten. Bin ich doch immer an Hintergrundwissen über Schweizer Triebfahrzeuge interessiert.
Ich habe erst vor kurzem das Geschichten schreiben für meine Alaska Bahn endeckt und Spaß daran gefunden.
Ich habe auch eine D-A-CH Anlage und Deine Schweizer Geschichten haben mich auch daran erinnert, dass ich die Traktion auf meiner Anlage mal wieder auf CH umstellen könnte.
Vielen Dank und - gerne mehr.


freundliche Grüsse
Helmut Fritz

Hier gehts nach Alaska & Kanada
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Die Biertisch Anlage D/A/CH
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🇨🇭RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#29 von sbbfan , 05.03.2023 15:30

Krokodil in heimischer Kiesgrube gesichtet!
... keine reißerische Aufmachung der Zürcher Allgemeinen!...
Eher ein alltägliches Schauspiel im Bahnhof von Hüntwangen-Wil.
Rückzugsgebiet der legendären Gotthard-Krokodile bis Anfang der 80er Jahre.
Um 7 Uhr in der Früh verließen die ersten Kieszüge Hüntwangen entweder über Winterthur oder Bülach Richtung Zürich.
Die Route über Bühlach, den damals dichtest befahrenen Einspurabschnitt der SBB, war ein gewaltiges Nadelöhr und die langsamen Kieszüge mit ihren Be6/8ll sorgten für noch mehr Rückstau auf den Zuführlinien.
Unter Eisenbahnern titelte dieser Abschnitt als "Ho-Chi-Minh-Pfad", in Anlehnung an den legendären Nachschubweg des Vietcong im Vietnamkrieg.
In vier Wellen über den Tag verteilt beherrschte der Kies das Geschehen in Hüntwangen. 17 Uhr war Schicht in der Grube,
die ländliche Idylle übernahm von der Hektik des Tages...
Bild entfernt (keine Rechte)
Zwei Regionalzüge kreuzen in Hüntwangen-Wil. Ein RBe4/4 mit zwei EWll und einem BDt mit Ziel Winterthur kreuzt die Badewanne mit ihren Vier Leichtstahlwagen die Richtung Zürich unterwegs ist. Badewanne und Leichtstahlwagen stehen kurz vor dem Ende ihrer Karriere. Bild entfernt (keine Rechte)
Auf Gleis 1 hat der Bhv die Leerfuhre mit der Be6/8ll 13 254 geleitet. Es war die tägliche Herausforderung für die Mannschaft der Station in den Stoßzeiten den Verkehr auf den wenigen Gleisen abzuwickeln.Bild entfernt (keine Rechte)
Vorziehen und warten bis die Fahrstraße gelegt ist und die Signale die Fahrt freigegeben. Die 14 254 wird ihre Fuhre auf Gleis 2 umfahren....Bild entfernt (keine Rechte)
... am hinteren Ende der Wagenschlange vorsichtig andrücken, direkt vor den wachsamen Augen des Bhv!Bild entfernt (keine Rechte)
Im Streulicht der untergehenden Sonne wird für den Fotografen das filigrane Fahrwerk des Krokodils beschienen. Bei hochstehender Sonne sind Bilder davon so gut wie unmöglich. Die breiten Umlaufbleche schatten alles darunter ab.Bild entfernt (keine Rechte)
Wagen sind angekuppelt, Bremsleitung verbunden, Absperrventiele geöffnet, Bremsprobe erfolgreich durchgeführt. Es ging immer recht zügig vorwärts in Hüntwangen, für die Warterei, wie in den großen Bahnhöfen hatte man hier keine Zeit. Die wenigen Gleise durften keine Minute unnötig belegt bleiben.
... Fahrt frei, wird vom Rangierer auf dem ersten Wagen gemeldet. Langsam aufschalten und den Zug über die Weichenstrasse in den nahegelegenen Anschluss des Kieswerks gedrückt. Direkt unter die Verladeanlagen.
Dies nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.
Normalerweise wäre jetzt Feierabend und erst am nächsten Morgen um 7 Uhr Abfahrt.
Nicht heute, heute hatte die Kies AG Wil ZH einen Zusatzzug angemeldet.Bild entfernt (keine Rechte)
Zug zurück in den Bahnhof ziehen und wieder umfahren...Bild entfernt (keine Rechte)
Nur rückleitungshalber gab es heute den Vorspann einer Be4/6, diese wird in Winterthur wieder hergestellt. Mit 12 Wagen ist das keine Herausforderung für die Be6/8ll.
Besonders beim Anfahren waren sie unschlagbar!Bild entfernt (keine Rechte)
Ausfahrt frei für die zwei Gotthardklassiker.
Was für ein Glück für den Fotografen in dieser Zeit nochmal so ein Duo vor die Linse zu bekommen...Bild entfernt (keine Rechte)
Auf dem Spannbetonviadukt überquert die Fuhre eine bodentiefe Schlucht und verschwindet anschließend im Tunnel der den Anfang des SB bildet.Bild entfernt (keine Rechte)
Blick über die Panoramakurve. Mit R 700 und Überhöhung ergeben sich tolle Blickwinkel. Bild entfernt (keine Rechte)
Der "Weiacher" verkehrt sehr selten auf meiner Anlage. Die Liliput Wagen, so schön wie sie auch als Ganzzug ausschauen, sind aber genauso anstrengend im Betrieb!
Ich habe viel Zeit und Nerven in dem Zug gelassen. Aus der Verpackung waren die absolut unbrauchbar!
-Nacharbeit der Drehgestellblenden damit sie an den Auslauftrichtern Platz haben.
-Alle Achsen mit Lotdraht umwickelt damit Gewicht in die Wagen kommt. Ein Beladen der Trichter ist nicht gut! => dann rollen sie nicht mehr!!!
-Ausbau der KK bis auf eine am ersten Wagen und eine am Letzten. Alle Wagen untereinander mit starten Deichseln verbunden die keine Führung mehr zu den Drehgestellen haben.
Mit all diesen Maßnahmen kann der Verband jetzt relativ sicher gezogen werden. Schieben über 10°Weichen geht auch aber eine DKW schafft immer mindestens einer nicht...
Schade, diese Kieszüge sind für Freunde der Schweizer Bahnen Pflichtprogramm!

Das wars dann mal wieder, hoffe es hat euch gefallen...
Beste Grüße Uwe


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RE: 🇨🇭Kleine Geschichten um meine Moba:

#30 von Elokfahrer160 , 05.03.2023 16:17

Hallo, Uwe

schöne Geschichte und schöne Bilder, die SBB Kroko`s gefallen mir immer. Da ich um die Liliput Kieswagen " einen grossen Bogen " gemacht habe, durften bei mir die MäTrix Wagen 46333 einziehen. Gut, auch diese Wagen haben kleinere Mängel - es fehlt der obere Kiesaufsatz, aber sie rollen einfach besser als die Wagen von Liliput.

Sehr schöne Kieswagen der Kieswil AG Zürich vom Typ JMR `70 hat die Eyro in Interlaken im Sortiment, die es aber leider nur dort exclusiv zu kaufen gibt.
https://s3-eu-west-1.amazonaws.com//file...ia/13555225.htm

SBB Gruss - Elokfahrer160/Rainer


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RE: 🇨🇭Kleine Geschichten um meine Moba:

#31 von sbbfan , 05.03.2023 18:40

Hallo Rainer,
die sind schon gut 30 Jahre alt und waren damals nicht neu 😉...
Liliput/Bachmann hatte in dieser Zeit viele Modelle nach schweizer Vorbild wo du sonst bei keinem anderen Hersteller gefunden hast. Neben den Kieswagen waren da die EAOS, die Neuschotterwagen und auch 4-achsige Kesselwagen. In dieser Zeit kamen auch gerade die neuen Leichtstahlwagen mit Normschacht und KK auf den Markt.
Paar Jahre später die RIC-Wagen, welches für mich zu den absoluten Highlights der Reisezugwagen zählen...
Ärgere mich nur drüber nur zwei Stück gekauft zu haben...
Die "Weiacher" gab es damals im 4er Set mit unterschiedlicher Beschriftung und für rund 60,-DM war das ein super Angebot.
Klar sind die Mätrix deutlich detaillierter und verkehtssicherer. Optisch sind die Ollen Dinger, bis auf die Bühnengeländer, noch immer ganz o.k. , besonders die matte, braune Lackierung ist sehr gut getroffen.
Gruß Uwe


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RE: 🇨🇭Kleine Geschichten um meine Moba:

#32 von sbbfan , 12.03.2023 18:22

Meine letzte Fahrt...
7 August 1987, mein letzter Arbeitstag als Lokführer bei der BLS....
Schon etwas wehmütig und ein wenig traurigkeit kam in mir hoch als ich mich letztmalig auf den Weg zu meiner Dienststelle machte.
Die heutige Tour 42 sollte nochmal eine, für mich, eindrückliche Fahrt werden. Nicht nur für mich sondern auch für die mir zugeteilte Ae6/8 sollte es die Abschiedsvorstellung werden.
Es war ein heiser, schwüler Sommertag gewesen und das Thermometer zeigte jetzt um 18:30 Uhr noch immer 27°C. Gut für mich war dass die Maschine in der Remise abgestellt war und alle Fenster offen.
Nach dem Rundgang um die Maschine und der Inbetriebnahme meldete ich die Fahrbereitschaft an das Depotstellwerk.
Nach der kurzen Fahrt zum Rangierbahnhof Bern-Weihermannshaus konnte der Güterzug 51049 direkt angefahren werden.
Sicherheitshalt wenige Meter vor dem ersten Wagen, der Visiteur grüsst kurz zu mir herauf und ich zurück. Er steigt ins Gleis und signalisiert mir anzufahren.
Aufschalten in die erste Fahrstufe, fast unmerklich legt sich die Lokomotive an den Zug. Rasch noch zwei Stufen aufschalten um richtig auszudrücken, Rangierbremse anlegen, Kontroller auf 0.
Die Ae 6/8 ist wirklich eine feine Maschine, die hervorragende Sicht auf das direkte Sichtfeld vor der Lok und die ausgezeichnete Feinabstufung des Steuerkontrollers machen solche Abläufe zur Kür.
Der Visiteur hat zwischenzeitlich die Bremsleitungen verbunden und die Absperrhähne geöffnet.
Für mich gilt es jetzt den Führerstand zu wechseln.
Wichtig oder dreimal durch den Maschinenraum wandern, was bei einer Ae6/8 schon eine beachtliche Strecke von fast 50m beträgt und bei dieser Witterung einem Saunagang entspricht:
Stromabnehmerschalter auf Abschluss stellen, sonst kann der Griff nicht abgezogen werden und den gibt es nun eben nur einmal!
Heute habe ich es nicht vergessen!
Fast andächtig durchschreite ich den Maschinenraum, die Ansamlung der mir über viele Jahre so vertrauten und zuverlässigen Aggregate.
Ja, ich habe es noch einmal richtig genossen, die Fahrt auf einer legendären Ae6/8, bei der Durchdahrt in Bern erregten wir eine gewisse Aufmerksamkeit. Hatte ich doch die Lüfter auf "stark" gestellt was die Ventilatoren mit einem gewaltigen Heulen quittieren. Viele Reisende auf den Bahnsteigen drehten den Kopf in unsere Richtung, Entwarnung kein Düsenflieger...
Eine Ae6/8 war 1987 schon kein alltäglicher Anblick mehr im Berner Hauptbahnhof.
Die weitere Fahrt nach Thun verlief unspektakulär.
In Thun Zug 51866 übernommen, nach Biel Rangierbahnhof, fahrplanmässig angekommen. Rückfahrt nach Thun mit dem 51824, volle Auslastung 112 Achsen, 1390 Tonnen.
Mehr konnte die Ae6/6 auch nicht und selbst die erst in ein paar Jahren neuen 460er nicht!
Beeindrucken liess sich eine Ae6/8 auch von knapp 1400 Tonnen nicht, sacht angefahren, zügig den Zug auf die zulässige Geschwindigkeit von 80km/h beschleunigt.
Selbst in der Steigung zwischen Lyss und Münchenbuchsee konnte ich keine Anstrengung für die reife Dame feststellen.
Zwischenzeitlich war es kurz nach Mitternacht und dementsprechend war wenig Verkehr und wir konnten ungehindert bis Thun durchfahren, alle Signale waren offen.
Da wir einige Minuten dem Fahrplan voraus waren konnte ich schon weit vor Thun den Zug auslaufen lassen. So konnte ich nur mit Hilfe der Widerstandsbremse den Zug mit 40km/h an die ersten Weichen heranrollen.
Widerstamdsbremse abschalten bevor es in den ersten Abzweig geht. Jetzt nur noch die Zugbremse nutzen!
(....ich will ja nicht noch eine Entgleisung riskieren...)
Kaffeepause!
Überraschung: Für die Rückfahrt nach Bern stand erneut eine Ae6/8 für mich bereit, die 208. Nicht wie geplant ein Güterleistung, nein 8 Reisezugwagen hingen als bunte Mischung am Zughaken!
Im normalen Tagesgeschäft führen Ae6/8 schon seit vielen Jahren keine Reisezüge mehr durch die Schweiz.
Ausfahrt offen, Abfahrt! ... sprach ich mit mir selbst... es war ein würdiger Abschied für mich und auch für die 208, die nur noch wenige Tage im aktiven Dienst sein sollte.
Der Zug war ein Leichtes für die 6.000PS unter mir. Mit einer solchen Leichtigkeit erreichen wir die 100km/h Marke und rassen durch die Nacht dem nächsten Morgen entgegen...
Viel zu schnell erreichen wir Bern. Es heisst Abschied nehmen, Abschied von der 6/8, Abschied vom Bubentraum.
Es waren die ganzen Jahre nicht Beruf sondern Berufung...

Dies ist nicht meine Geschichte sondern die eines guten Freundes.
Mit seinen Erzählungen bleibt die Erinnerung an einen besonderen Menschen wach.


Bild entfernt (keine Rechte)
... vorsichtig andrücken... es wartet ein schwerer Zementzug.Bild entfernt (keine Rechte)
...elegant legt sich die Maschine in die Kurve, die Anhängelast von fast 1400 Tonnen scheinen die Ae6/8 nicht sonderlich zu beeindrucken. Bild entfernt (keine Rechte)
Auch die Ae6/6 11418 St.Gallen wird nicht mehr allzulange unterm Fahrdraht anzutreffen sein. Sie wird mal als totes Ausstellungsstück hinterm Zaun der Firma Galliker vor sich hinrosten...Bild entfernt (keine Rechte)
... noch einmal Schnellzugfeeling, ein besseres Gefühl für jeden Lokführer der mal Ae6/8 gefahren ist

Das wars mal wieder, hoffe es gefällt auch wenn es heute etwas wehmütig ist!
Alles hat seine Zeit und man(n) muss auch loslassen können.
Wichtig sind schöne Erinnerungen an wertvolle Menschen und tolle Erlebnisse!

Beste Grüsse Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#33 von dlok , 12.03.2023 19:09

Zitat von sbbfan im Beitrag #18
Hauptsache Ae6/6 und Hauptsache grün!
Und ganz wichtige Erkenntnis:
Es gibt niemals zuviel Ae6/6 👍😉

Damit wäre der Pater meiner Grossen sicher einverstanden (obwohl er auch rote sehen kann ).
Selbst in der Vitrine hat er 17 Stücke, alle unterschiedlich, von zahlreichen Epochen und Herstellern...
Und auf der Anlage sowie in den Kartons liegen noch viele weiter

Bei mir ist aber (noch) keine zu finden ... Ich muss zugeben, dass die Ae 4/7 mir sympatischer waren, und dass die Re 6/6 eine grössere Fazination auslösten ... bis die erste Ae 6/6 dann langsam aus dem Betrieb kamen ... das war ein Schock : Wie konnte man denn unsere zuverlässigste Loks jetzt aus dem Betrieb ziehen aber schon war es zu spät ... und jetzt folgen noch die Re 4/4 II und Re 6/6


Mit besten Grüssen aus der Westschweiz.

Laurent

PS: Masstab 1:1 und 1:87 passen gut zusammen
- Gruss aus der Schweiz: Was wurde bisher/sonst getan?
- Anlageplanung
- Anlagebau


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#34 von sbbfan , 16.03.2023 14:58

Heute mal ein ganz kurzer Beitrag:
Animiert durch Rolf und seiner Super-Anlage Effingen inspiriert (Schrottplatz), habe ich spontan die Idee gehabt ein Baustoffhändler wäre doch auch eine tolle Szenerie! Neben einem plausiblen Wagenladungsverkehr lassen sich tolle Szenen mit Baumaschinen generieren.
Heute sind im Güterbahnhof zwei Ks mit langen Armierungsstäben angeliefert worden. Die Bm4/4 hat die zwei Rungenwagen auf die Freiladegleise manövriert damit der Autokran nicht mit der Fahrleitung in Berührung kommt.
Der sechsachsige Liebherr kommt pünktlich wie von Heinz Rüthi bestellt. Heinz Rüthi ist Inhaber gleichnamige Baugesellschaft in dritter Generation. Hoch und Tiefbau aller Art, in Heinzens Adern fließt Beton!
Heinz ist selbst mit dem Sattel zum Umladeplatz gekommen und rangiert diesen gekonnt in richtigem Abstand zum Kran der bereits seine Stützen ausgefahren hat. Die erforderlichen Hebegeschirre sind auch schon ausgelegt.
Keine große Aktion, Heinz und der Kranfahrer machen das kurz und schmerzlos ohne weitere Hilfe.
Motto von Heinz: Wer nicht behindert hilft auch!
Seine Arbeiter sollen arbeiten und nicht zuschauen, da ist der Heinz ganz Chef😉!
Bild entfernt (keine Rechte)
Heinz hat die Gurte angelegt und Guiseppe im Kran hat die Flasche schon unter Spannung.
So Heinz, rüber auf deine Pritsche und das erste Bündel in die richtige Richtung balancieren...Bild entfernt (keine Rechte)
Erster Bund passt...
Bild entfernt (keine Rechte)
... und der Zweite folgt sogleich..
Bild entfernt (keine Rechte)
Heinz will die Ladung des zweiten Wagens auch gleich noch auf die Pritsche nehmen.
Niente, finito la Musica! Suggeriert Guiseppe der mit dem ausgestreckten Zeigefinger den Scheibenwischer macht.
Heinz versuchte Guiseppe zu überzeugen sich nicht so anzustellen... Dem wird das jetzt zu bunt, schwingt sich seitlich aus dem Führerhaus und macht seinem Unmut lautstark Luft und legt Heinz unmissverständlich nahe sich mal zwei Gedanken durch seinen Sturschädel zu zwingen:
a.) Dein Führerschein ist in Gefahr.
b.) Sich zu hinterfragen warum die Nasen von der Bahn die sechs Bündel wohl auf zwei Wagen verteilt haben...
Murrend schwingt sich Heinz in seinen 28Tonner und quält seine Fuhre zur Baustelle.
(... wenn das einer seiner Mitarbeiter gewesen wäre... den kalten Motor bis in den Drehzahlbegrenzer zu prügeln... das wollte aber keiner hören...)
Schnell wieder zurück und die zweite Fuhre holen. Der Kran kostet jede Minute Geld...
Mann oh Mann Heinz wenn man dich so jammern hört...
Bild entfernt (keine Rechte)
So, die zweite Ladung ist auch auf dem Sattelzug verstaut, noch kurz Guiseppe helfen die Stützen wieder einfahren und die schweren Hölzer verstauen.
Handschlag, Schulterklopfen, alles wieder gut!
Heinz und Guiseppe kennen sich schon lange und gut... aus der Schulzeit... und Guiseppe kennt daher den Heinz und seine Ungeduld und den unbändigen Drang zu sparen.

Habe auch fertig!
Gruß Uwe


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Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen

 
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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#35 von Appenzellermichel , 17.03.2023 10:09

Hallo Uwe,

wieder schöne Bilder und passende Kurzgeschichten.

Da ich eben etwas Zeit hatte, habe ich hier etwas genauer mitgelesen. Ja, Lilliput Weiacher Kieswagen und auch die grauen flachen Kieswagen von Lilliput habe ich auf meiner Anlage in Betrieb. Die Weiacher laufen bei mir recht gut, da ich diese mit Schotter beladen habe und die Wagons dadurch anscheinend das richtgie Gewicht haben und somit nicht mehr entgleisen. Gezogen wird der Kieszug von einem Märklin Krokodil 3056.

Die grauen flachen Kieswagen sind bei mir auch immer wieder entgleist. Das hat sich dann, nach dem ich auch diese mit Schotter befüllt habe erledigt. Im Moment wird dieser Zugverband von einer grünen Roco Re 6/6 mit runden Scheinwerfern geführt. Gekuppelt ist der 1te Wagen hinter der Lok mit den Roco Flachkupplungen. Diese haben keine Bügel die in den Kurven oder beim Schub hochstehen können und so in den Kurven gegen die Puffer kommen können und somit die Achsen ausgehebelt werden.

Aber auch Märklinwagen neigen ab und zu zum entgleisen. Hier teste ich z. Z. sehr erfolgreich die neue flache Kurzkupplung (Mä 72000)!

Es gibt auch ein Video in dem Lilliput Schotterzug mit den grauen flachen Wagen, gezogen von einer Mä Re 4/4 II auf meiner Anlage unterwegs ist und de Schotterzug
mit dem grünen Kroko ist auch in dem Film, wo die 2 Re 4/4 I im Alltagsdienst stehen zu sehen:



Film mit dem Kieszug und Re 4/4 II:

🇨🇭 Unteres Appenfluher Tal - (Gleisplan S. 46 unten - Videos Seite 48, 56, 63, 66) *25.02.2023 Churchill-Pfeil Teil II* (72)


Beitrag Nummer #1786 vom 04.04.2022


Film mit Kroko:


🇨🇭 Unteres Appenfluher Tal - (Gleisplan S. 46 unten - Videos Seite 48, 56, 63, 66) *25.02.2023 Churchill-Pfeil Teil II* (73)

Beitrag Nummer #1804 vom 29.01.2023


Tschüss bis bald

Helmut




Hier findet Ihr meine Anlagenberichte im Forum:

🇨🇭 Unteres Appenfluher Tal - (Gleisplan S. 46 unten - Videos Seite 48, 56, 63, 66) *07.06.2022 News mit Bildern"

und

🇨🇭 Oberes Appenfluher Tal - 20.03.2017 Bilder - -Gleisplan Seite1 - 1tes Video Seite 12!


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zuletzt bearbeitet 17.03.2023 | Top

RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#36 von Vorarlberg-Express , 17.03.2023 10:16

Hallo Uwe,
wiederum toll bebilderte und erzählte Geschichten!
Heinz Rüthi: "Durch seine Adern fließt Beton..."

Jetzt verstehe ich endlich, was ein Betonkopf ist
Viele Grüße

Gerhard




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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#37 von sbbfan , 22.03.2023 23:01

Hallo an alle Freunde meiner kleinen Geschichten!
In dieser Geschichte dreht es sich um einen Teil meiner geklauten Kindheit!
Ja, Eltern in den 60ern haben sich noch nicht von ihren Kindern unterjochen lassen. Da waren andere Prioritäten gesetzt....
Ich wohne schon immer im Nagoldtal und da gab es von Altensteig nach Nagold eine Meterspurbahn.
Als ich 1962 das Licht der Welt erblickte, hat die Deutsche Bundesbahn den Personenverkehr eingestellt, freilich aber nicht wegen mir!
Als 1967 der Güterverkehr auch eingestellt wurde war ich zwar schon 5 Jahre alt aber ich war nie auf dem Bahnhof und habe nie die 4achsige Jung V29 oder die wuchtige 5kuppler 99 193 erleben dürfen.
... ja das habe ich meinen Eltern übel genommen dass sich keine Zeit fand dem kleinen Bub die große Eisenbahn zu zeigen.
Bereits nach kürzester Zeit war vom Rütschle, wie die Bahn im Volksmund hieß, nichts mehr übrig ...
Heute sind in Nagold und Altensteig kleine Anlagen aufgestellt die an diese Bahn und die Zeit erinnern.
Im Zeitraum Ende der 1890er Jahre bis zum Ende des schwarzen Teils unserer Geschichte war die Bahn unentbehrlich für den wirtschaftlich so bedeutenden Handel mit Holz.
Sowohl in Nagold als auch in Altensteig gab es umfangreiche Gleisanlagen mit Rollbockgruben zur Übernahme normalspuriger Güterwagen.
Direkt am Altensteiger Bahnhof grenzte das große Sägewerk Theurer an. Das Sägewerk hatte eigene Gleise, diese waren aber in Normalspur angelegt.
Somit bedurfte es eben auch in Altensteig einer Rollbockanlage.
Leider sind die ausgestellten Schaustücke nicht aus authentischen Material, es sind Schmalspurwagen aus der Schweiz.
An der Anlage in Altensteig steht auch ein Flügelsignal, hat es auch nie gegeben.
Es gibt in Altensteig eine rührige Gruppe von Modellbahnern die, die ganze Strecke in H0m nachempfunden haben.
Die Anlage ist öffentlich zugänglich und kann ich dem/der Interessierten wärmstens empfehlen.
Termine stehen im Internet unter
www.dasaltensteigerle.de
Die Anlage ist stilecht in einem ehemaligen Spielwarenladen aufgebaut.
Es gibt schöne Filme im Netz dazu und ein ganz tolles Buch von Pfarrer Rühle, welches noch gelegentlich gebraucht in der Bucht angeboten wird.
Bild entfernt (keine Rechte)
Plan der Gleisanlagen in Altensteig Bild entfernt (keine Rechte)
V29 und 99 193 vor dem Empfangsgebäude in Altensteig Bild entfernt (keine Rechte)
Schwerstarbeit für die 99 193, aus dem Tal der Waldach hinauf zum Bahnhof der württembergischen Schwarzwaldbahn von Pforzheim nach Horb (Nagold)Bild entfernt (keine Rechte)
Im Lokschuppen in Altensteig Bild entfernt (keine Rechte)
Schauplatz Altensteig Bild entfernt (keine Rechte)
Schautafel zu den zwei ausgestellten WagenBild entfernt (keine Rechte)
G10 auf der Rollbockgrube
Bild entfernt (keine Rechte)
Rollbock

Mein ganz persönliches Erinnerungsmaterial:Bild entfernt (keine Rechte)
Die Felsstücke auf meiner Anlage, 1980 vom erhalten Brückenkopf der Waldachbrücke in Nagold waren noch ein paar Meter Schotterbet unter Brombeerranken versteckt!
Da habe ich etwas stibitzt!
Dieser Gleisschotter ist was ganz besonderes: Er stammt aus den Tunnelausbrüchen der Albulabahn in Graubünden.
Somit passt er natürlich hervorragend zu meiner schweizer Moba!

Danke für euer Interesse und ich freue mich auf euer Feedback!
Beste Grüße aus dem Schwarzwald Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#38 von sbbfan , 23.03.2023 08:30

... tatsächlich ganz wichtige Bilder vergessen!
🙄...
Die 99 193 steht heute im Museum von Blonay am Genver See.
Sieht zwar schick aus aber ist ähnlich verschöimmbessert wie die Ce6/8 im Technikmuseum Speyer.
Gruß Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#39 von sbbfan , 23.03.2023 08:41

Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte)


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#40 von dlok , 23.03.2023 09:23

Sehr interessant, Danke.

So alte Rollböcke durfte ich bisher nicht beobachten (ich kenne nur die moderne, die heute noch z.B. auf der MBC-Linie (ex BAM Bière - Apples - Morges) in Betrieb sind.

Schön, dass sie in der Verladerampe ausgestellt sind.

Danke auch für das Link. Ob ich ein Mal dorthin fahren werde ist offen, aber interessant ist es sicher.

Das mit "verschlimmbessern" der 99 193 sehe ich wie du .
Mindestens ist sie aber erhalten geblieben und dort wird sie bestens gepflegt .
Für weitere Informationen (leider nicht übersetzt): http://blonay-chamby.ch/portfolio_page/bc-v99193-dr-g55/

PS: Le Lac Léman heisst auf Deutsch "Genfersee"


Mit besten Grüssen aus der Westschweiz.

Laurent

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zuletzt bearbeitet 23.03.2023 | Top

RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#41 von sbbfan , 06.04.2023 11:21

Ein recht herzliches Willkommen zu meiner heutigen Episode!
Thema sind Erinnerungen und Einblicke in eine Epoche wo eine Bahnreise mehr war als von A nach B zu kommen. Möglichst schnell und wichtig mit permanentem Internetzugang.
Vielmehr geht es um die Reise als Event zu erleben.
Focus für Heute: Mailand - Paris über die Simplon-Achse auf den innerschweizer Streckenteilen.
Klangvolle Namen prägten die Züge auf diesen internationalen Zugläufen:
- Simplon-Orient-Express
- Lemano
- Cisalpin
[[File:20230405_190738.jpg|none|auto]]
Der Cisalpin hat seinen Weg früh am Morgen in Milano-Centrale begonnen. Entlang des Lago Magiore nach Domodossola und dann hinauf durch das malerische Valle Vairasca über Varzo nach Iselle die Trasquera um dann in den Simplontunnel einzutauchen...
Bild zeigt den RABe IC kurz nach Überquerung des Spannbetonviadukts über die Iselle bei Preglia. In wenigen Minuten wird Varzo erreicht. [[File:20230405_185732.jpg|none|auto]]
Was für ein Bild! Zugkreuzung in Varzo.
Der Cisalpin und der Lemano am gleichen Perron. [[File:20230405_185604.jpg|none|auto]]
Bahngeschichte vom Feinsten!
RABe IC und die Re4/4I TEE ...
[[File:20230405_185535.jpg|none|auto]]
Weil es so schön ist gleich nochmal
[[File:20230405_185641_2.jpg|none|auto]]
Leider spielt die Szenerie nicht in den frühen 90ern... Beide Züge sind historische Kompositionen, sowohl der RABe von SBB Historic wie auch die Re4/4I. Die TEE Wagen gehören der TEE Classic.[[File:20230405_191336.jpg|none|auto]]
In Gegenrichtung auf dem Weg nach Domodossola mit ihrem Agenturzug.Bild entfernt (keine Rechte)
... Die ganz frisch revidierte Re4/4l 10034...
Bild entfernt (keine Rechte)
Im Gegensatz zum 4-Strom Triebzug ist für die Re4/4I in Domodossola Schluss.
Der RABe wird seinen Weg über Brig, Visp, Raron, Leuk, Sierre, Sion, Aigle, Montreux, Lausanne, Le Day, Vallorbe bis ins französische Frasnè fortsetzten....

Hoffe meine kleine Tour de Simplon hat euch gefallen, vielleicht ein neues Reise/Urlaubsziel?

Heute sind bei mir ausschließlich Lima-Modelle zu sehen. Der RABe kommt gerade aus meiner Hauptwerkstätte und wurde dort umfangreichen Überarbeitungen unterzogen.
Neben der Beseitigung des alten Lima-Leidens
(... geplatzte Ritzel...) wurde die gesamte Inneneinrichtung farblich behandelt.
Die Re4/4I ist auch heute noch ein hervorragendes Modell und war auch noch nie zur Reparatur! Die TEE Wagen von Lima sind, für mich die Schönsten die es je als Serienmodelle gab.Bild entfernt (keine Rechte)
Messinghülse über das geplatzte Ritzel gepresst. ( ... vorher die Prägung auf der Achse abgefeilt...)

Bis demnächst mal wieder!
Gruß Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#42 von sbbfan , 06.04.2023 11:30

... wieder mal hat's die Bilder nicht mit...


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#43 von sbbfan , 06.04.2023 11:33

...mehr Bilder dazu...


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#44 von sbbfan , 06.04.2023 19:32

Nachschlag gefällig?
War heut fußläufig unterwegs und bin über eine Fachwerkbrücke gekommen die eine ganz eigene Geschichte hat und weil wir hier in einem Eisenbahnforum sind hat diese Brücke natürlich einen bahntechnischen Hintergrund.
Das Altensteigerle, wie die Meterspurbahn von Nagold nach Altensteig hieß, sollte ursprünglich bis nach Freudenstadt weitergeführt werden. Die Trassierung und zahlreiche Kunstbauten waren auch bereits errichtet.
Mit Ausbruch des 1.Weltkrieges war das Thema dann vom Tisch. Die nächste Welle dumpfbackiger Idioten folgte viel zu schnell und schon war die Verlängerung der Bahn wieder kein Thema mehr...
Ende der 50er Jahre war es dann schon absehbar dass das Bähnle nicht länger wird sondern abgebaut.
Ergo gibt es seit Anfang des 19 Jahrhunderts
in Altensteig eine Eisenbahnbrücke...
über die nie ein Zug gefahren ist!
[[File:20230406_124755.jpg|none|auto]]
Seltengrabenbrücke am gegenüberliegenden Hang in Altensteig. [[File:20230406_125035.jpg|none|auto]]
Schön zu sehen die filigrane Konstruktion [[File:20230406_124934.jpg|none|auto]]
Der Seltengraben, gewaltige Sandsteinformationen ragen aus dem Berg.
In der Schneeschmelze stürzen die Wassermassen tosend ins Nagoldtal.Bild entfernt (keine Rechte)
Altensteig, Perle des Nordschwarzwaldes.
Das wäre der Ausblick aus dem Zug gewesen wenn er schwer arbeitend Meter für Meter an Höhe gewinnt. Der Bahnhof ist nur 1km entfernt und die Brücke liegt schon ca. 70-80 Höhenmeter über der Nagold...
Wenn man die Begleiterscheinungen dieser Geschichte hinterfragt kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis dass die Menschheit in den letzten 100 Jahren mal wieder nix dazugelernt hat!
So wie damals der Größenwahn des Kaiserreichs und anschließend der Krieg der Braunen Idioten unsere Zukunft gestohlen hat,
hat die heutige Zeit, nur 2.000km weg von hier,
einen neuen Despoten ans Ruder gelassen.
In der Ukraine geht aber gerade mehr kaputt wie die Zukunft einer kleinen Schmalspurbahn...
Grüße aus dem Schwarzwald Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#45 von sbbfan , 06.04.2023 19:37

... warum verflixt und zugenäht sind die Bilder wieder nicht eingefügt?


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#46 von sbbfan , 06.04.2023 23:58

Korrektur:
Der Spannbetonviadukt überquert natürlich die Diveria und nicht die Iselle����‍♂️...
...stupido tedeski!
Gruß Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#47 von sbbfan , 12.04.2023 16:30

Salü in die Runde meiner Leser!
Heute mal was völlig abwegiges Thema:
Bergbau!!!
Für mich bis dato ein Buch mit sieben Siegeln, ein Thema vor dem ich mich die letzten 40 Jahre erfolgreich gedrückt habe...
Bergbau nicht in bergmänischem Sinne sondern oberirdisch oder überirdisch 😉...
Bild entfernt (keine Rechte)
Spannten aus Panzerkarton
Bild entfernt (keine Rechte)
Bespannung mit Fliegengitter aber aus Kunststoff, mit Heißkleber fixiert Bild entfernt (keine Rechte)
Gesammtansicht
Bild entfernt (keine Rechte)
Flächendeckend mit Gipsüberzug und modellierten Felspartien
Bild entfernt (keine Rechte)
Felsen schwarz grundiert, durch den vorherigen Anstrich mit Tiefengrund ergeben sich interessante Farbverläufe
Bild entfernt (keine Rechte)
Braun, Okker, Grün, für die farblichen Nuancen
Bild entfernt (keine Rechte)
Grünflächen braun grundiert, Felsen weiß garniert. Jetzt kann der Greenkeeper kommen!
Mehr demnächst hier!
Gruß Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#48 von dlok , 12.04.2023 21:20

Hallo Uwe,

Danke für die Felsenbauschnellkurse

Deine graue Maus wünsche ich mir ein Mal in den ursprünlgichen (oder historischen) Rot-Creme-Farben (obwohl die graue Farbe zur Periode und zusammen mit meinem TGV besser passen würde) ... aber diesen Zug habe ich ganz lieb.

Dein Lima-TEE gefällt mir auch und sollte mal auch Platz auf meiner Anlage finden ... vielleicht doch (oder auch?) mit einer 103er?
- Wie hier in Boudry (wo ich gewachsen bin).

Zitat von dlok im Beitrag Ausbidungs & Spielanlage Voisin in 1:1 und 1:87
...

Ja, es war eine Zeit, wo Deutsche Lokomotiven ohne Vorspann durch die Schweiz fahren konnten ...


Mit besten Grüssen aus der Westschweiz.

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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#49 von sbbfan , 01.05.2023 17:06

A herzlich's Sali Zäme...
an alle Leser meiner kleinen Geschichten!
Heute habe ich mir einen Bilderbogen ausgedacht der viel Alltag aus der ostschweizer Nebenbahnszene zeigen soll.
Bilder aus Anfang/Mitte der 80er.
Mittwoch 2 Mai 1981, meine damalige Freundin (... heute Frau: Hat mich trotz der schon damaligen Infizierung mit dem Moba-Virus geheiratet... o.k. sie hat noch nicht geahnt was das mal für Dimensionen annimmt...), wollte endlich mal wieder im nahegelegenen St. Gallen "einkaufen".
Für mich bedeutete dies die Höchststrafe...
Nachdem ich mich bis zum Mittag tapfer geschlagen hatte und ohne größere Unmutsbekundungen von Laden zu Laden gefolgt war: Du kannst jetzt für zwei Stunden auf den Bahnhof... bevor du mir hier noch ein Trauma davon trägst...
Ich hätte in diesem Moment gerne mein Gesicht gesehen...
Zweimal habe ich mir das natürlich nicht sagen lassen müssen!
... und schon war ich weg!
Auf dem kürzesten Weg raus in den Vorort
St. Gallen Bruggen!
Hier haben zwar nicht viele Züge Station gemacht aber es gab trotzdem so viel zu sehen.
Es waren die älteren Triebfahrzeuge die sich hier noch tummelten und vollends abgefahren wurden. Fahrzeuge die hauptsächlich Insider auf dem Schirm hatten, also keine Ae und keine Re 6/6.
Bild entfernt (keine Rechte)
Von der Seelinie heraufgekommen ist die Rohrschacher Ae 3/6l, keiner steigt aus und nur Zwei ein...
Bild entfernt (keine Rechte)
Die Re4/4l startete in St. Margareten und wird über die KB Strecke 840 über Winterthur nach Schaffhausen fahren. Die handvoll Leichtstahlwagen fordern die Maschine nicht wirklich. Am frühen Nachmittag sitzen auch kaum Reisende in den Wagen...Bild entfernt (keine Rechte)
Der BDe4/4 wird über die Nebenlinie 870 demnächst nach Romanshorn hinabsteigen und ihren mitgeführten Postwagen am Hafenbahnhof abstellen. Die 870 bietet wunderschöne Ausblicke in die Voralpen und einen herrlichen Seeblick!
Bild entfernt (keine Rechte)
Mein ganz persönliches Highlight:
De4/4 in Doppeltraktion vor einer kurzen Übergabe. Wie ein Relikt aus längst vergangenen Tagen warten sie auf eine Lücke im engen Fahrplantakt um sich auf den Weg über Gossau, Bischofszell nach Sulgen zu machen. In Sulgen werden die handvoll Zweiachser abgestellt. Bereits kurze Zeit später geht es als "Sulgemer Pendel" zurück nach Gossau. Ein De4/4 vorne und einer am Schluss, dazwischen zwei EWll... Die Meisten sind schon abgebrochen worden. Einer der letzten Triebfahrzeuge mit hölzernen Aufbau und Blechbeplankung.Bild entfernt (keine Rechte)
Der BDe4/4 hat Ausfahrt erhalten und rumpelt los. Am linken Bildrand sieht man den Schluss der Übergabe mit den De4/4, ebenfalls ein Relikt der Epoche lV: Ein Sputnik ziert den Abschluss des historischen Zügleins...Bild entfernt (keine Rechte)
Mein Zeitfenster schließt sich, aus zwei Stunden sind drei geworden...
Ja die Zeit ist nicht mein Freund!
Im Nachschuss noch eine besondere Überraschung: Re4/4ll Swiss-Express als Leerfahrt. Die Maschine ist auf dem Rückweg nach St. Gallen und weilte für Fristenarbeiten in Zürich. Ab Morgen wird sie wieder zwischen St. Gallen und Genf pendeln.
... völlig außer Atem und mit schlechtem Gewissen erscheine ich am vereinbarten Treffpunkt... niemand da... mir schwant dass das jetzt Ärger geben könnte/ würde!
Leicht überfordert schleiche ich vor dem Caffee auf und ab... oh, da kommt sie!
Hochroter Kopf, pustend, Panik beschleicht mich...
Völlig unnötig...
Tut mir Leid Schatz, stammelt sie... ich habe die Zeit völlig vergessen...
Um die Steine, die mir vom Herzen gefallen sind, abzutransportieren hätte es einen Weiacher Ganzzug aus dem nahen Wil gebraucht...
Ganz Kavalier entledige ich sie dem halben Dutzend Tragetaschen in Erwartung einer entspannten Heimreise 😉...
Es geht jetzt in die Jahreszeit wo die Moba etwas in den Hintergrund kommt und auch meine Geschichten werden etwas Pause machen.
Viele Grüße und vielen Dank fürs Lesen!
Uwe


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RE: Kleine Geschichten um meine Moba:

#50 von Elokfahrer160 , 01.05.2023 17:42

Danke Uwe,

für diesen erfrischenden Beitrag. By the way, auch meine Gattin /Tochter gehen mal shoppen in St. Gallen. Da setze ich mich ab ........ und bin mal 2 h bei ZUBA Tech, in der Schützengasse 7 da habe ich manch altes SBB Schätzchen gefunden. Wer in St. Gallen weilt, sollte Zuba Tech nicht auslassen, ein toller Laden

SBB Gruss - Elokfahrer160/Rainer


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